Autor Thema: Hotel Münchnerhof  (Gelesen 1366 mal)

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95B

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Hotel Münchnerhof
« am: 10. Januar 2015, 20:00:23 »
In der Mariahilfer Straße 81 befand sich bis 1956 das Hotel Münchnerhof [sic]. Danach wurden dessen Räumlichkeiten vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) genutzt. Der Ballsaal des an dieser Stelle angesiedelten Hotels, das 1869/70 eröffnet wurde und unterschiedliche Namen trug, hat bis heute überlebt und ist nun der Stadtsaal Wien. Bevor diese Adresse zum Hotel wurde, war hier bereits ein Gasthof angesiedelt, möglicherweise ist der Saal daher ursprünglich sogar viel älter als 1869/70.

In den Kellern des VKI fanden sich vor 30 Jahren einige Überbleibsel des ehemaligen Hotels, unter anderem ein paar Eintrittskarten.

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Was das hier ist, erschließt sich mir nicht. Garderobezettel ist es keiner, da es von einem Abrissblock stammt, auf dem alle Zettel dieselbe Nummer tragen:
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Re: Hotel Münchnerhof
« Antwort #1 am: 10. Januar 2015, 21:47:17 »
In der Mariahilfer Straße 81 befand sich bis 1956 das Hotel Münchnerhof

Das Hotel existierte weit länger als bis 1956! Mindestens bis in die 70er-Jahre.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

95B

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Re: Hotel Münchnerhof
« Antwort #2 am: 10. Januar 2015, 22:26:20 »
Aber zumindestens die Räumlichkeiten im Erdgeschoß inklusive Festsaal wurden vom VKI genutzt.
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Re: Hotel Münchnerhof
« Antwort #3 am: 11. Januar 2015, 11:07:30 »
In der Mariahilfer Straße 81 befand sich bis 1956 das Hotel Münchnerhof [sic]. Danach wurden dessen Räumlichkeiten vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) genutzt. Der Ballsaal des an dieser Stelle angesiedelten Hotels, das 1869/70 eröffnet wurde und unterschiedliche Namen trug, hat bis heute überlebt und ist nun der Stadtsaal Wien. Bevor diese Adresse zum Hotel wurde, war hier bereits ein Gasthof angesiedelt, möglicherweise ist der Saal daher ursprünglich sogar viel älter als 1869/70.

Das Gasthaus war der "Blaue Bock", in dem am 8.12.1867 der Gumpendorfer Arbeiterbildungsverein gegründet wurde, eine der ersten Organisationen, die das Wohl der praktisch rechtlosen Arbeiter im Fokus hatte (politische Aktivitäten waren noch verboten).

Zitat
1870 kommt es zu einer Gesetzesänderung, die die
Gründung von politischen Organisationen ermöglicht, und rasch entstehen
etliche Arbeiterbildungs- und Gewerkschaftsvereine. Die Entwicklung
verläuft nicht geradlinig, die Vereine werden von den
Behörden nach allen Regeln der Kunst behindert, Zeitungen und Bücher
zensiert oder beschlagnahmt. Die einzelnen Gruppen sind dabei
durchaus kein homogener Block, sondern versammeln eine breite Palette
von Konzepten, von gemäßigt bis anarchistisch. Dies steht auch
einer Parteigründung entgegen, die schon 1874 bei einer Konferenz
in Neudörfl im Burgenland diskutiert wurde, bei der man sich aber
nicht einigen konnte. Erst zu Jahreswechsel 1888/89 gelingt der
Durchbruch, als der Arzt und Journalist Dr. Victor Adler die zersplitterten
Gruppen versöhnt: Es wird der Gründungsparteitag der Sozialdemokratischen
Arbeiterpartei, Adler ihr erster Vorsitzender. Die
Kernaussage der dort formulierten Prinzipien: Der Klassenstaat – und
damit das Eigentum der Produktionsmittel in den Händen Einzelner –
ist das Grundübel und Schuld an der Massenarmut.

(aus "Das Wunder des Roten Wien")  ;)
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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