Autor Thema: Linie 18  (Gelesen 22060 mal)

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95B

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Re: Linie 18
« Antwort #30 am: 09. August 2015, 18:52:48 »
Man kann nicht tausende Wohnungen hinbauen und die Straßen nicht verbreitern.

Das kann man nicht nur machen, das ist auch der einzige Weg, die neuen Wohnungen nicht im Verkehr ersticken zu lassen. Was hat denn die kreuzungsfreie Ausfädelung der A23 für den Individualverkehr gebracht? Simple Antwort: Der Stau reicht jetzt viel weiter Richtung Hauptbahnhof zurück, sonst ist alles beim Alten geblieben.

Durch die Lärmschutzwand am Wildgansplatz und die Einhausung der Autobahn ist es jetzt deutlich ruhiger als vorher.

Das ist natürlich begrüßenswert, gleichwohl ist es bedauerlich, dass man in einer Entfernung von lediglich 3 km Luftlinie zum Stadtzentrum (Stephansplatz) überhaupt so etwas wie Lärmschutzwände braucht!
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Werner1981

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Re: Linie 18
« Antwort #31 am: 09. August 2015, 20:15:22 »
Man kann nicht tausende Wohnungen hinbauen und die Straßen nicht verbreitern.

Das kann man nicht nur machen, das ist auch der einzige Weg, die neuen Wohnungen nicht im Verkehr ersticken zu lassen. Was hat denn die kreuzungsfreie Ausfädelung der A23 für den Individualverkehr gebracht? Simple Antwort: Der Stau reicht jetzt viel weiter Richtung Hauptbahnhof zurück, sonst ist alles beim Alten geblieben.

Eben um die Neubauten nicht durch den Verkehr zu belasten, hat man auf den ohnehin bestehenden Hauptstraßen außen herum die Kapazitäten erhöht. Der Umbau der Kreuzung war auch deshalb nötig, um Platz für den Anschluß der Franz-Grill-Straße durchs Arsenal ins Sonnwendviertel zu schaffen.

Die Problemstelle war und ist die Kreuzung Gürtel / Ghegastraße. Hier hat man es verabsäumt eine Lösung zu finden. Und die zahlreichen neuen Bewohner des Sonnwendviertels und der Aspanggründe werden die Situation in den nächsten Jahren noch verschärfen. Warum der Gürtel überall anders 3- oder 4-Spurig ist, hat ja seine Gründe. Und dort wo es zur Autobahn geht, sollen 2 Spuren reichen?

95B

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Re: Linie 18
« Antwort #32 am: 09. August 2015, 20:32:40 »
Eben um die Neubauten nicht durch den Verkehr zu belasten, hat man auf den ohnehin bestehenden Hauptstraßen außen herum die Kapazitäten erhöht.

Gerade dann erleben die Neubauten eine erhöhte Verkehrsbelastung, denn mehr Straßenkapazität führt zu mehr Verkehr und mitnichten zu einer Entlastung.

Warum der Gürtel überall anders 3- oder 4-Spurig ist, hat ja seine Gründe.

Ja, Verkehrsplanung aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, als man von der autogerechten Stadt träumte.

Und dort wo es zur Autobahn geht, sollen 2 Spuren reichen?

Der Gürtel ist zwischen Arsenalstraße und Tangente auch früher schon zweispurig gewesen, das hat stets gereicht. Durch die neue Gürtelabfahrt sind natürlich jetzt leichter Überlastungen möglich, weil die Ampel weggefallen ist, die die Kapazität der Abfahrt limitiert hat. Jetzt ist diese Limitierung erst durch die Ampel bei der Adolf-Blamauer-Gasse gegeben, ergo wirken sich die Verkehrsgeschehnisse bis (mindestens) dorthin aus.
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Werner1981

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Re: Linie 18
« Antwort #33 am: 09. August 2015, 20:46:12 »
Der Gürtel ist zwischen Arsenalstraße und Tangente auch früher schon zweispurig gewesen, das hat stets gereicht. Durch die neue Gürtelabfahrt sind natürlich jetzt leichter Überlastungen möglich, weil die Ampel weggefallen ist, die die Kapazität der Abfahrt limitiert hat. Jetzt ist diese Limitierung erst durch die Ampel bei der Adolf-Blamauer-Gasse gegeben, ergo wirken sich die Verkehrsgeschehnisse bis (mindestens) dorthin aus.

Es hat immer schon nicht gereicht. Früher reichte der Stau vor der Ampel weit auf die Abfahrtsrampen der A23 zurück, jetzt ist er halt eine Ampel weiter.

Und Richtung Tangente staut es sich wie eh und je bis zum Südtiroler Platz zurück...

luki32

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Re: Linie 18
« Antwort #34 am: 09. August 2015, 21:28:18 »
Der Gürtel ist zwischen Arsenalstraße und Tangente auch früher schon zweispurig gewesen, das hat stets gereicht. Durch die neue Gürtelabfahrt sind natürlich jetzt leichter Überlastungen möglich, weil die Ampel weggefallen ist, die die Kapazität der Abfahrt limitiert hat. Jetzt ist diese Limitierung erst durch die Ampel bei der Adolf-Blamauer-Gasse gegeben, ergo wirken sich die Verkehrsgeschehnisse bis (mindestens) dorthin aus.

Es hat immer schon nicht gereicht. Früher reichte der Stau vor der Ampel weit auf die Abfahrtsrampen der A23 zurück, jetzt ist er halt eine Ampel weiter.

Und Richtung Tangente staut es sich wie eh und je bis zum Südtiroler Platz zurück...

Und was willst machen, wenn Du die Kreuzung entschärfst stehst dann bei der Arsenalstraße, nach Deiner Logik müßte ich den Gürtel dann vierspurig bis dorthin und dann fünf- bis sechsspurig bauen, und breitere Straße ziehen mehr Verkehr an, das ist einfach so.
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95B

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Re: Linie 18
« Antwort #35 am: 09. August 2015, 21:50:23 »
Es hat immer schon nicht gereicht. Früher reichte der Stau vor der Ampel weit auf die Abfahrtsrampen der A23 zurück, jetzt ist er halt eine Ampel weiter.

Eine Ampel weiter in der Stadt drinnen. Das kann nicht das Ziel menschengerechter Verkehrsplanung sein.
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Werner1981

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Re: Linie 18
« Antwort #36 am: 09. August 2015, 22:09:50 »
Der Gürtel ist zwischen Arsenalstraße und Tangente auch früher schon zweispurig gewesen, das hat stets gereicht. Durch die neue Gürtelabfahrt sind natürlich jetzt leichter Überlastungen möglich, weil die Ampel weggefallen ist, die die Kapazität der Abfahrt limitiert hat. Jetzt ist diese Limitierung erst durch die Ampel bei der Adolf-Blamauer-Gasse gegeben, ergo wirken sich die Verkehrsgeschehnisse bis (mindestens) dorthin aus.

Es hat immer schon nicht gereicht. Früher reichte der Stau vor der Ampel weit auf die Abfahrtsrampen der A23 zurück, jetzt ist er halt eine Ampel weiter.

Und Richtung Tangente staut es sich wie eh und je bis zum Südtiroler Platz zurück...

Und was willst machen, wenn Du die Kreuzung entschärfst stehst dann bei der Arsenalstraße, nach Deiner Logik müßte ich den Gürtel dann vierspurig bis dorthin und dann fünf- bis sechsspurig bauen, und breitere Straße ziehen mehr Verkehr an, das ist einfach so.

Ja, man hätte im Zuge der Sanierung das Stück zwischen Arsenalstraße und A23 bedarfsgerecht dreispurig ausbauen müssen. Den Verkehr bringen tausende neue Wohnungen, der Hauptbahnhof samt Einkaufszentrum usw. Kein Mensch fährt extra wohin, weil die Straße jetzt breiter ist als vorher...

Aber nun müssen Anrainer und Autofahrer mit dem täglichen Stau weiterleben. Nur weil die Straße zu schmal ist, wird niemand das Auto stehen lassen. Es fährt ja keiner zum Spaß herum...

95B

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Re: Linie 18
« Antwort #37 am: 09. August 2015, 22:33:56 »
Kein Mensch fährt extra wohin, weil die Straße jetzt breiter ist als vorher...

Irrglaube!
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Werner1981

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Re: Linie 18
« Antwort #38 am: 09. August 2015, 22:38:35 »
Kein Mensch fährt extra wohin, weil die Straße jetzt breiter ist als vorher...

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Henne-Ei-Frage.  8)

95B

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Re: Linie 18
« Antwort #39 am: 09. August 2015, 22:44:08 »
Kein Mensch fährt extra wohin, weil die Straße jetzt breiter ist als vorher...

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Henne-Ei-Frage.  8)

Nein, wissenschaftliche Untersuchungen.
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haidi

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Re: Linie 18
« Antwort #40 am: 10. August 2015, 01:26:15 »
Ja, man hätte im Zuge der Sanierung das Stück zwischen Arsenalstraße und A23 bedarfsgerecht dreispurig ausbauen müssen. Den Verkehr bringen tausende neue Wohnungen, der Hauptbahnhof samt Einkaufszentrum usw. Kein Mensch fährt extra wohin, weil die Straße jetzt breiter ist als vorher...

Aber nun müssen Anrainer und Autofahrer mit dem täglichen Stau weiterleben. Nur weil die Straße zu schmal ist, wird niemand das Auto stehen lassen. Es fährt ja keiner zum Spaß herum...

Wenn es dort läuft, werden wieder mehr dort fahren, weil es eben läuft - bis es wieder nicht mehr läuft, das ist eine Sache, die immer wieder beobachtet wird.

In England gibt/gab es einen Bürgermeister, der eine eigene Form Verkehrspolitik betrieben hat. Er hat punktuell die Bedingungen verschlechter, in dem er eine Straße gesperrt hat, eine Einbahn umgedreht hat oder ähnliches. Er hat aus eigener Erfahrung gesagt, dass es am Anfang bei jederr Änderung Chaos gab, nach 14 Tagen hat sich das eingependelt, in Summe hat er den Verkehr verringert.

Ich selst bin in den letzten 10 Jahren meines Berufslebens regelmäßig aus dem Raum südlich von Neunkirchen nach Wien gefahren. --beu der U6 Alser Straße arbeitend habe ich gerne den Zug genommen und wenn ich das Auto mit gehabt habe, bin ich zur U6 Erlaaer Straße gefahren und dort in die U6 eingestiegen - eh klar, ich bin ja kein Masochist.

Später in der Schnirchgasse arbeitend bin ich nur mehr  mit dem Auto gefahren, ich hab 50 Minuten gebraucht (war sicher auch meinem Dienstbeginn 9 Uhr geschuldet) und hab es nur 2 Mal mit der Bahn probiert, die Fahrzeit 90 - 100 Minuten, also doppelt so lange. Deswegen, weil es leistungsfähige Straßenverbindung gibt, die mit der S1 noch besser geworden ist.

Aus dieser Zeit kenne ich die S1 von ihrer Freigabe an (sie war eine Ausweichroute für mich, wenn die A23 verstopft war). Da waren in beiden Richtungen wenig Autos unterwegs und heute hast nahezu immer Kolonnenverkehr. Klingelts?
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

hema

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Re: Linie 18
« Antwort #41 am: 10. August 2015, 01:40:39 »
Kein Mensch fährt extra wohin, weil die Straße jetzt breiter ist als vorher...

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Nein, wissenschaftliche Untersuchungen.
Nennt sich "Generierter Verkehr"! Entsteht übrigens auch im ÖV, z.B. durch die U-Bahn oder schnelle Züge ins Umland für (Fern-)Pendler.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

coolharry

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Re: Linie 18
« Antwort #42 am: 10. August 2015, 07:42:03 »
Kein Mensch fährt extra wohin, weil die Straße jetzt breiter ist als vorher...

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Nein ist es nicht. Es war immer zuerst der Verkehr da. Bis es zum Stau kam. Dann hat man ausgebaut und nun ist mehr Verkehr da. Am Stau hat es nichts geändert nur das jetzt mehr darin stehen als vorher.
Der Grund warum man die Kreuzung Gürtel/Landstrasser Hauptstraße tiefer gelegt hat, war eher die nicht vorhandene möglichkeit eine Straße durchs Arsenal zu bauen. Man hätte sowieso Linksabbiegespuren einfügen wollen und deswegen die Kreuzung sowieso umbauen müssen. Man hat mal, für Wien eher untypisch, die maximal Variante gebaut. Der Verkehrsfluß am Gürtel war den Planern vollkommen schnurz. Die Druchlassfähigkeit des Landstrasser Gürtels ist sowieso begrenzt.
Das kann man nicht nur machen, das ist auch der einzige Weg, die neuen Wohnungen nicht im Verkehr ersticken zu lassen. Was hat denn die kreuzungsfreie Ausfädelung der A23 für den Individualverkehr gebracht? Simple Antwort: Der Stau reicht jetzt viel weiter Richtung Hauptbahnhof zurück, sonst ist alles beim Alten geblieben.
Der Stau reicht schon früher bis zum Hauptbahnhof und noch viel weiter zurück. Daran hat sich nichts geändert. Schon vor 15 Jahren bist zwischen Kliebergasse und A23 Auffahrt nur Stückerlweise voran gekommen. Wobei das letzte Stück vor der Tangente immer schon am flüssigsten war.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

Bimigel

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Re: Linie 18
« Antwort #43 am: 19. August 2015, 23:43:54 »
4558 + 1372 war am 03.08.15 auf der Linie 18 unterwegs; hier in der Ustrab-Haltestelle Kliebergasse:

4777

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Re: Linie 18
« Antwort #44 am: 14. September 2015, 15:11:23 »
Heute hat es im Frühverkehr 4535+1370 auf den 18er verschlagen, hier am Margaretengürtel.

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