Autor Thema: Umstellung Kurzulf<>Langulf  (Gelesen 32240 mal)

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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #210 am: 16. September 2019, 17:12:23 »
Also dem 44er wird man mittelfristig Langzüge spendieren können, auch wenn die "Auskreuzung" zumindest ein wenig Puffer gebracht hat.

Alternativ könnte man auch einfach noch ein paar mehr etablierte Linien auf unattraktive Linienführung umstellen, dann ist der Bedarf an Lang-Ulfen vielleicht insgesamt geringer.
Ansichtssache. Ich finde die neuen Linienführungen sehr brauchbar und attraktiv.

Aber abgesehen davon: Bringt ja nix. Der 46er wird durch diese Umstellung wohl ein paar mehr Fahrgäste gewonnen haben, darum werden wohl jetzt Vorarbeiten für einen Langzugeinsatz getroffen.

Tunafish

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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #211 am: 16. September 2019, 17:16:55 »
Ich nicht, die neue Linienführung ist wesentlich unpraktischer und geht auch ganz offensichtlich am Bedarf vieler Fahrgäste vorbei. Und die prinzipielle Idee, eine stärkere Linie zugunsten einer schwächeren zu beschleunigen auch blödsinnig.

Dass jetzt im 2er Sitzplätze frei sind, während man sich im 46 noch enger stapelt spricht eine sehr deutliche Sprache. In Theorie und Praxis ein echter Fehlschlag, der Tausch.

Niemand hat danach gefragt, die etablierten Linienführungen aufzubrechen.

95B

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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #212 am: 16. September 2019, 17:19:26 »
Aber abgesehen davon: Bringt ja nix. Der 46er wird durch diese Umstellung wohl ein paar mehr Fahrgäste gewonnen haben, darum werden wohl jetzt Vorarbeiten für einen Langzugeinsatz getroffen.

Aber wo sollen die Langzüge herkommen? Für jeden gelieferten Flexity geht ein E1+c4 den Weg alles Irdischen, die Zahl der Langzüge kann maximal dann erhöht werden, wenn alle Geamaten ausgeschieden sind und für die Flexitys ab ca. 321 keine E2+c5 ausgemustert werden. Das wird noch locker knappe zwei Jahre dauern.

Die Umstellung einer Langzuglinie auf Kurzzüge ist nur mit Intervallverdichtung zu bewerkstelligen, allerdings fehlt schon für den aktuellen Auslauf das Personal an allen Ecken und Enden und eine Besserung der Situation ist nicht absehbar.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #213 am: 16. September 2019, 17:20:35 »
Also dem 44er wird man mittelfristig Langzüge spendieren können, auch wenn die "Auskreuzung" zumindest ein wenig Puffer gebracht hat.

Alternativ könnte man auch einfach noch ein paar mehr etablierte Linien auf unattraktive Linienführung umstellen, dann ist der Bedarf an Lang-Ulfen vielleicht insgesamt geringer.
Ansichtssache. Ich finde die neuen Linienführungen sehr brauchbar und attraktiv.

Ich dachte bei meinem zustimmenden Smiley, dass Tunafish den ins Nirvana verkürzten 6er meint...

Nur uns klarzustellen, den Linientausch 2/44 finde ich wunderbar, aber natürlich hätte man gleichzeitig schon den 46er auf Langzüge umstellen müssen (ich weiß eh, es gab und gibt keine, die verfügbar sind).

Tunafish

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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #214 am: 16. September 2019, 17:22:52 »
Das ist schön, aber wenn eine solche Veränderung in einer wachsenden Stadt mit schwächeren Fahrgastzahlentwicklungen für beide Linien in den betroffenen Abschnitten einhergeht sollte das zu denken geben

Ich kann 2/44 überhaupt nichts abgewinnen.

Und was die Netzstruktur betrifft sind regelmäßige Linienführungen auch wesentlich sinnvoller als Schlangenlinien.

6/11 sind ja ohnehin ein sehr spezielles Gustostück.

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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #215 am: 16. September 2019, 17:27:20 »
Das ist schön, aber wenn eine solche Veränderung in einer wachsenden Stadt mit schwächeren Fahrgastzahlentwicklungen für beide Linien in den betroffenen Abschnitten einhergeht sollte das zu denken geben.

Es muss überhaupt nicht zu denken geben. Natürlich, die die vorher den 2er und 44er aus Ausweichlinien zu 43 und 46 genutzt haben, sind schnell weg; es dauert immer seine Zeit, bis neue Fahrtgelegenheiten genutzt werden, und weder 2 noch 44 gehen auch jetzt als besonders leer durch.

Jedenfalls kein Grund, jede altgewachsene Struktur in Stein zu meißeln und schon gar kein Grund, solche Entscheidung von deiner Privatmeinung abhängen zu machen. Hast du nicht neulich bei 6/11 geschrieben, die Stadt solle „drüberfahren“? Aber offenbar nur, wenn du es haben willst...

Tunafish

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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #216 am: 16. September 2019, 17:35:51 »
Bei sinnvollen Änderungen gerne, bei unvernünftigen nicht. Fahrgäste sind ganz offensichtlich zu den überfüllten Linien 43 und 46 abgewandert, was eine sehr deutliche Sprache spricht.

Die Änderung ist auch schon lange nicht mehr frisch, die Fahrgäste haben entschieden und stopfen sich lieber in einen vollen Kurz-Ulf am 46 weil die neue Linienführung 2/44 ihr Bedürfnis nicht erfüllt.

Meines übrigens auch nicht ;)

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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #217 am: 16. September 2019, 17:40:54 »
Bei sinnvollen Änderungen gerne, bei unvernünftigen nicht. Fahrgäste sind ganz offensichtlich zu den überfüllten Linien 43 und 46 abgewandert, was eine sehr deutliche Sprache spricht.

Die Änderung ist auch schon lange nicht mehr frisch, die Fahrgäste haben entschieden und stopfen sich lieber in einen vollen Kurz-Ulf am 46 weil die neue Linienführung 2/44 ihr Bedürfnis nicht erfüllt.

Meines übrigens auch nicht ;)

Habe auch wahnsinnig viel Mitleid mit dir! Ich kenne genug Leute in der Gegend, die von der Änderung profitiert haben.

Aber ob sinnvoll oder sinnlos, bestimmst du wohl ganz alleine. Ab jetzt aber ohne mich, bei jeder Diskussion.

Tunafish

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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #218 am: 16. September 2019, 17:43:15 »
Dass der Füllgrad der Straßenbahnen eine deutliche Sprache spricht ist mein Argument. Dass du persönlich davon profitierst ist sehr schön, löst das prinzipielle Problem aber nicht.

Du alleine und deine Bedürnisse entscheiden nicht darüber, ob eine Änderung sinnvoll war. Deswegen bist du nicht persönlich angegriffen.

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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #219 am: 16. September 2019, 17:53:34 »
Also ich hätte am 43er in den letzten zwei Jahren keine relevante Veränderung des Füllungsgrades bemerkt.

Solche subjektiven Einschätzungen sind aber ohnehin nicht besonders aussagekräftig.

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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #220 am: 16. September 2019, 18:10:55 »
Also ich hätte am 43er in den letzten zwei Jahren keine relevante Veränderung des Füllungsgrades bemerkt

Das Problem besteht wohl eher am 46er. Was der Tunfisch aber nicht dazu schreibt - der 46er ist seit jeher überlastet, ganz lange vor der Umstellung, die Leute sind halt auf den langsameren 2er bzw. früher J ausgewichen, und ein Teil davon jetzt halt wieder zurück.

Die Antwort kann aber nicht sein, sinnlos parallele Linien zu führen, sondern den 46er zu verstärken, was gerade dort auch gut machbar ist.

highspeedtrain

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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #221 am: 16. September 2019, 18:20:35 »
Dass der Füllgrad der Straßenbahnen eine deutliche Sprache spricht ist mein Argument. Dass du persönlich davon profitierst ist sehr schön, löst das prinzipielle Problem aber nicht.

Du alleine und deine Bedürnisse entscheiden nicht darüber, ob eine Änderung sinnvoll war. Deswegen bist du nicht persönlich angegriffen.

1. Ich persönlich profitiere nicht.
2. Ohne aussagekräftige FG-Zählungen sind deine Aussagen wertlos.
3. Du thematisierst das dermaßen oft und emotional („niemand hat darum gebeten“ etc), dass es schlicht nicht sehr glaubwürdig ist, dass es dabei nicht um dich geht.

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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #222 am: 16. September 2019, 18:47:39 »

Man könnte auch ein bisschen mehr Geld in Personal investieren und auf der einen oder anderen Linie das Intervall verdichten und dafür mit Kurz-ULFen fahren, gleiche Kapazität bei kürzeren Wartezeiten.
Gute Idee, lasst uns die Betriebskosten weiter erhöhen - vom Mangel an Personal ganz abgesehen (der mit der aktuellen Demographie nur noch schlimmer werden wird, außer man schafft es, großflächig Asylberechtige entsprechend zu schulen, was schon bei den Deutschkenntnissen lange dauern wird) - und fahren wir in so dichtem Intervall, dass sich die Züge nur mehr gegenseitig im Weg stehen.
Wenn die Nachfrage dermaßen steigt, dass man das Angebot erhöhen muss, und das muss man offenbar, wenn Linien von Kurz-ULFen auf Lang-ULFe umgestellt werden sollen, dann müssen aus betriebswirtschaftlicher Sicht auch die Einnahmen entsprechend steigen, weil mehr Fahrgäste transportiert werden.
Damit muss automatisch aber ein Überschuss erzielt werden, der in höhere Betriebskosten investiert werden kann. Wenn das Produkt richtig aufgebaut ist, dann sollten trotzdem die Mehreinnahmen die erhöhten Betriebskosten übersteigen.
Wie jetzt diese Einnahmen erwirtschaftet werden, entweder direkt durch Tickets, durch Förderungen oder aber Sponsoring (speziell mit den Monitoren in den Fahrzeugen müsste das immer mehr werden) ist dafür aus meiner Sicht nebensächlich, da mehr Fahrgäste automatisch mehr Einnahmen bedeuten müssen.


Die Umstellung einer Langzuglinie auf Kurzzüge ist nur mit Intervallverdichtung zu bewerkstelligen, allerdings fehlt schon für den aktuellen Auslauf das Personal an allen Ecken und Enden und eine Besserung der Situation ist nicht absehbar.
Dafür, dass nicht genug Personal vorhanden ist, kann aber außer den Wiener Linien niemand etwas.
Das liegt wohl an der Attraktivität des Jobs, dass man kein Personal findet. Und die Erhöhung dieser Attraktivität liegt einzig und allein bei den Wiener Linien selbst.


Wenn man sonst keine Einsatzmöglichkeiten für kurze ULFe findet, dann könnte man immer noch in Betracht ziehen, die eine oder andere Straßenbahnlinie zur Ablöse einer Buslinie neu zu bauen (z.B. 15er), mit einer neuen Kurz-ULF-Linie statt einer Gelenkbuslinie lässt sich die Attraktivität schon steigern.
Daraus sollte wieder ein Anstieg bei den Fahrgästen generiert werden können. Um die damit freigewordenen Gelenkbusse mache ich mir dabei wenig Sorgen, die sind aktuell anscheinend eh nur auf 8 Jahre geleased, daher ist man hier relativ flexibel.

95B

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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #223 am: 16. September 2019, 19:32:15 »
Wenn die Nachfrage dermaßen steigt, dass man das Angebot erhöhen muss, und das muss man offenbar, wenn Linien von Kurz-ULFen auf Lang-ULFe umgestellt werden sollen, dann müssen aus betriebswirtschaftlicher Sicht auch die Einnahmen entsprechend steigen, weil mehr Fahrgäste transportiert werden.
Damit muss automatisch aber ein Überschuss erzielt werden, der in höhere Betriebskosten investiert werden kann. Wenn das Produkt richtig aufgebaut ist, dann sollten trotzdem die Mehreinnahmen die erhöhten Betriebskosten übersteigen.
Wie jetzt diese Einnahmen erwirtschaftet werden, entweder direkt durch Tickets, durch Förderungen oder aber Sponsoring (speziell mit den Monitoren in den Fahrzeugen müsste das immer mehr werden) ist dafür aus meiner Sicht nebensächlich, da mehr Fahrgäste automatisch mehr Einnahmen bedeuten müssen.

Dieser privatwirtschaftliche Ansatz kann für die Erbringung einer öffentlichen Dienstleistung so nicht gelten. Es ist vielmehr so, dass mehr Fahrgäste ein höheres Defizit bedeuten, weil kein Fahrgast kostendeckend transportiert wird! Und weil öffentlicher Verkehr nun einmal im öffentlichen Interesse liegt, wird er subventioniert, anstatt – überspitzt gesagt – das betriebswirtschaftliche Ideal des fahrgastlosen Betriebs und damit einhergehend die Selbstauflösung des (nur dann nicht mehr defizitären!) Verkehrsunternehmens anzustreben.

Dafür, dass nicht genug Personal vorhanden ist, kann aber außer den Wiener Linien niemand etwas.
Das liegt wohl an der Attraktivität des Jobs, dass man kein Personal findet. Und die Erhöhung dieser Attraktivität liegt einzig und allein bei den Wiener Linien selbst.

Gewerkschaft und Partei haben da auch noch ein bisserl was mitzureden.

Wenn man sonst keine Einsatzmöglichkeiten für kurze ULFe findet, dann könnte man immer noch in Betracht ziehen, die eine oder andere Straßenbahnlinie zur Ablöse einer Buslinie neu zu bauen (z.B. 15er), mit einer neuen Kurz-ULF-Linie statt einer Gelenkbuslinie lässt sich die Attraktivität schon steigern.

Das wäre natürlich ein naheliegender Ansatz zur Bekämpfung der akuten Überlastung. Wenn man sich die ganze Sache im weiteren Sinn und langfristig anschaut, muss man sich aber auch fragen, was in der Stadtplanung grundsätzlich schiefgelaufen ist und dazu geführt hat, dass eine immense Nachfrage nach öffentlichem Verkehr entstanden ist, die mit vorhandenen vernünftigen (!) Mitteln bald nicht mehr bewältigbar sein wird.
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Re: Umstellung Kurzulf<>Langulf
« Antwort #224 am: 16. September 2019, 21:26:40 »
Die Antwort kann aber nicht sein, sinnlos parallele Linien zu führen, sondern den 46er zu verstärken, was gerade dort auch gut machbar ist.

Allerdings sind Linien die parallel, mit anderen Linen im 90°-Winkel kreuzend, durch die Stadt führen eigentlich immer das Optimum. Sie erlauben den schnellsten Weg zum Ziel mit möglichst wenigen Umsteigevorgängen. Schlangenlinienführungen dagegen haben selten Vorteile, erst recht nicht wenn es nicht um die Anbindung eines hochrangigen Zieles geht. Die alte Linienführung hat ganz klar Sinn ergeben.

3. Du thematisierst das dermaßen oft und emotional („niemand hat darum gebeten“ etc), dass es schlicht nicht sehr glaubwürdig ist, dass es dabei nicht um dich geht.

Na und? Ich habe auch Argumente auf meiner Seite, während du nicht viel mehr vorbringen kannst als dass du die Änderung zur Schlangenlinie "wunderbar" findest. Und die Fahrgastzahlen scheinen ja auch auf meiner Seite, was in deiner restlichen Argumentation zum 46er nicht mal du bestreitest. Wäre die Änderung so attraktiv wären wohl kaum Fahrgäste zum 46er abgewandert und die beiden anderen Linien nicht stark ausgelastet.