Autor Thema: U-Bahn in Pakistan  (Gelesen 2318 mal)

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moszkva tér

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U-Bahn in Pakistan
« am: 04. Juli 2018, 14:23:37 »
Pakistans allererste U-Bahn dürfte nach Verzögerungen Ende des Jahres eröffnen. Im Mai fand ein Testbetrieb auf der Orangenen Linie in Lahore statt:
http://www.xinhuanet.com/english/2018-05/17/c_137184341.htm

Ansonsten bauen die großen Städte ausschließlich auf Busse, wobei es vom Verkehr unabhängige Metrobus-Systeme in Lahore, Multan, Karatschi, Peschawar und Faisalabad sowie in der Doppelstadt Islamabad-Rawalpindi gibt. Für Peschawar und Karatschi ist jeweils sowas Ähnliches wie ein S-Bahn-System geplant.

38ger

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Re: U-Bahn in Pakistan
« Antwort #1 am: 04. Juli 2018, 15:28:14 »
Bei Bildern, wie dem hier: https://gulfnews.com/news/asia/pakistan/pakistan-gets-its-first-metro-train-service-1.2103718
–> da sehnt man sich plötzlich richtig nach dem vergleichsweise geradezu ansprechendem Innendesign der Wiener Linien.  :o

coolharry

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Re: U-Bahn in Pakistan
« Antwort #2 am: 04. Juli 2018, 15:29:27 »
Bei Bildern, wie dem hier: https://gulfnews.com/news/asia/pakistan/pakistan-gets-its-first-metro-train-service-1.2103718
–> da sehnt man sich plötzlich richtig nach dem vergleichsweise geradezu ansprechendem Innendesign der Wiener Linien.  :o

Obwohl sich sicher manche den bewaffneten Wächter in den U-Bahnen hier auch wünschen.  ;)
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

Tramwayhüttl

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Re: U-Bahn in Pakistan
« Antwort #3 am: 14. November 2018, 20:43:23 »
Sehe ich anders. Das Design ist hell/freundlich, zeitlos, sachlich und pflegeleicht. Zudem wären bei den Verhältnissen in Wien (kurze Stationsabstände, oft großer Fahrgastwechsel, meist volle Züge) Längsbänke zugunsten von mehr Stehplätzen und besserer Fahrgastverteilung wünschenswert.
Bitte seien Sie achtsam! Zwischen Ihren Ohren befindet sich nichts als Luft.

dalski

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Re: U-Bahn in Pakistan
« Antwort #4 am: 14. November 2018, 20:57:36 »
Interessant, wo mit chinesischer Hilfe überall Infrastruktur entsteht. Südamerika, Afrika, Zentralasien, Balkan nahezu auf jedem Kontinent investiert das Land in die Infrastruktur...
Всё будет хорошо

25er

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Re: U-Bahn in Pakistan
« Antwort #5 am: 14. November 2018, 21:14:56 »
Na China versucht so seine Soft Power auszubauen und viele Länder an sich zu binden. Die zentralasiatischen Länder "unterstützt" es vor allem durch den Aufbau der "Neuen Seidenstraße", die Europa und China per Land verbinden soll – alles natürlich um die wirtschaftliche Macht noch weiter auszubauen.

moszkva tér

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Re: U-Bahn in Pakistan
« Antwort #6 am: 27. November 2018, 15:22:50 »
In Karatschi dürfte es nun ernst werden mit der Wiedereröffnung der Circular Railway. Die KCR wurde in den späten 1960er-Jahren errichtet und war eine Art S-Bahn, die von den Pakistan Railways betrieben wurde. Die Ringstrecke war 44 km lang und verband die wichtigsten Wohn- und Arbeitsgebiete der Stadt. 1999 wurde die Linie wegen finanziellen Problemen und wegen Problemen aufgrund mangelnder Wartung eingestellt.

Nun soll es ernst werden mit der Wiedereröffnung der Strecke. Der Supreme Court in Islamabad hat entschieden, dass illegale Bauten und Nutzungen am Bahngelände entfernt werden sollen und Pakistan Railways wollen diesen Gerichtsbeschluss nun rigoros durchsetzen.
Mehr Infos hier:

https://herald.dawn.com/news/1153792
https://www.dawn.com/news/1447407


moszkva tér

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Re: U-Bahn in Pakistan
« Antwort #7 am: 29. November 2018, 06:07:39 »
Interessant ist die pakistanische Sicht auf dieselben Verkehrsprobleme wie bei uns:
https://www.dawn.com/news/1448181/a-car-unfriendly-pakistan-yes-thats-how-you-make-livable-cities

Und interessant ist, dass es auch in Pakistan dieselben Zugänge zu manchen Problemen gibt wie bei uns:
Zitat
Consider the Lahore Metrobus. It runs on an elevated track for several kilometres — a physical travesty that has completely destroyed visual aesthetics of places around it. Where possible, the track was constructed at road level with obnoxious fences on both sides.

Interestingly, none of these strategies accorded priority to buses or people who use them; instead, the aim of both was to ensure the same or more space (number of lanes, lane width etc.) was available to private cars on the same roads.

Both of these strategies necessarily required demolishing all or parts of buildings along the route, narrowing or completely removing sidewalks and eliminating what little greenery existed along these roads.