Autor Thema: Sperre Reichsbrücke  (Gelesen 1444 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

win22

  • Schaffner
  • **
  • Beiträge: 102
Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #15 am: 05. Februar 2019, 20:32:42 »
Danke für die vielen Antworten. Ich bin auf die Gedanken gekommen wie ich dort spazieren war. Am Tragwerk der U1 wurden Setzungs- und Schwingungsmesssonden installiert.
Neben den Stützen der Hochstrecke wurden Bohrpfähle zur Erdreichstabiliserung abgetäuft und das Cineplexx ist zur Hälfte weg.

Ich habe nur von einem Tiefbauingenieur gehört dass es -sagen wir- ambitioniert ist, drei über 100m hohe Hochhäuser gleichzeitig knapp neben der U1 und
Reichsbrücke auf einem doch lockeren Donauschotter mit niedrigen Grundwasserspiegel zu bauen.

Im Wohnpark neben dem Cineplexx und Seidlertower wurden angeblich schon Beweissicherungen gemacht, falls es zu Setzungen und Rissen kommt.

Es genügt schon wenn die Messsensoren an der Reichsbrücke oder U1 Tragwerk anschlagen und der Pemanenzingenieur von der Baupolizei
einmal sicherheitshalber eine Totalsperre anordnet, bis die Standfestigkeit überprüft wurde.

Nicht zu vergessen ist die A22 genau unter den geplanten Hochhaus der Danubeflats, die schlimmstenfalls auch gesperrt wird.

Sollte das mal schlagend werden hätten wir ein totales Verkehrchaos in Wien. Reichsbrücke und A22 darunter gesperrt.

Will nicht schwarzmalen aber vor 2010 hätte auch niemand gedacht, dass ein Vulkan den gesamten Flugverkehr in Europa lahmlegen konnte.
Vorher hätte man einen nicht ernst genommen, bis es dann passierte...

highspeedtrain

  • Expeditor
  • **
  • Beiträge: 1042
Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #16 am: 05. Februar 2019, 21:04:41 »
Das Problem mit einer Verdichtung der S-Bahn nach Leopoldau wäre eher der Mangel an nicht eh schon verplanten Trassen nördlich von Floridsdorf. Da wird nur wenig zu holen sein. Außer man macht einen Shuttle Leopoldau - Floridsdorf.

Naja das glaube ich auch nicht, Züge mit Trasse auf der Stammstrecke haben auch eine Trasse auf der Nordbahn bis Leopoldau, und dort gibts bekanntlich eine (ungenutzte) Wendeanlage. Also die in Floridsdorf endenden Züge zu verlängern wär schon möglich, sofern diese nicht in den Stützpunkt müssen.

In der Theorie richtig, in der Praxis gibt es aber in der HVZ (und die ist ja die kritische Zeit) fast keine Züge, die in Floridsdorf enden. Das meinte ich mit "da wird nur wenig zu holen sein". Ohne jetzt im Detail zu schauen, mehr als 2 zusätzliche Züge in der Stunde in der HVZ wird schwer.

Ich habe bei der Verlängerung nicht so die HVZ gemeint. Zur HVZ fahrt eh alle 6-9 min ein Zug nach Leopoldau. Ich mein da eher die großen Löcher unter Tags

Fair enough. Außerhalb der HVZ kann man natürlich mehr Züge verlängern. Die Frage ist, ob man sie da braucht. Ich gebe offen zu, dass ich dort fast nie unterwegs bin, aber wie voll ist die U1 außerhalb der HVZ in Leopoldau? Wohl eher mäßig besetzt, oder?

win22

  • Schaffner
  • **
  • Beiträge: 102
Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #17 am: 10. Februar 2019, 15:09:12 »
Das sind die Messsonden an der U1 Trasse bei der Baustelle des DC Tower III

skytree

  • Schaffner
  • **
  • Beiträge: 176
Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #18 am: 10. Februar 2019, 18:05:52 »
Danke für die Fotos.
Kennt jemand die Funktionsweise von den Geräten?

win22

  • Schaffner
  • **
  • Beiträge: 102
Re: Sperre Reichsbrücke
« Antwort #19 am: 10. Februar 2019, 18:25:54 »
Laut Homepage der deutschen Firma dürfte es sich um Schlauchwaagen, Rissmonitore und Erschütterungsmesser handeln.

An den Betonsäulen sind die gelben Prismen als Vermessungspunkte für den Lasertheodoliten.