Autor Thema: Verbesserungen Bim 2019  (Gelesen 2249 mal)

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Straßenbahn Graz

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Verbesserungen Bim 2019
« am: 05. April 2019, 14:04:01 »
Verbesserungen bei Bus & Bim
Taktverdichtungen und Ausbauprojekte im Kontrollgremium beschlossen - Markterkundung für neue Trams startet

Neben dem Ankauf neuer Straßenbahnen und den Modalitäten für die Beschaffung waren eine Reihe von Angebots- und Verdichtungsmaßnahmen bei Bim & Bus Thema im Kontrollgremium unter dem Vorsitz von Verkehrsstadträtin Elke Kahr am Donnerstagnachmittag.

Aufgrund von steigenden Fahrgastzahlen und von Wünschen aus der Bevölkerung wurden folgende Angebotsverbesserungen beschlossen:

 

·        Linie 20: ab Herbst wird an Sonn- und Feiertagen zwischen 14.00 und 19.00 Uhr die Verstärkerlinie 20 zwischen Jakominiplatz und Laudongasse gefahren;

·        Linie 4: Die Betriebszeiten der Linie 4 werden am Abend von 19.03 auf 19.33 Uhr verlängert;

·        Linie 34: Von Montag bis Freitag wird es auf der Linie 34 Einschubbusse zwischen Jakominiplatz und Thondorf geben;

·        Linie 65: Die Buslinie 65, die ab 7. September bis zur Franz-Steiner-Gasse/Eggenberger Allee verkehrt (bisher Endstation Linie 7) wird zwischen Wetzelsdorferstraße und Reininghausstraße auch über die  Gaswerkstraße geführt. (Die Linie 33, die bisher die Gaswerkstraße bedient, endet mit diesem Termin in Grottenhof; mit Schulbeginn nimmt die neue Tangentiallinie 66 Grottenhof - Reininghaus - Citypark - Messe - Harmsdorf - St. Peter Schulzentrum den Betrieb auf und die Linie 62 Puntigam - Carnerigasse wird durch einen Abend- und Wochenendverkehr voll ausgebaut.)

·        In den Wirtschaftsplan der Holding Graz Linien aufgenommen wurde die Haltestelle ,,Münzgrabenkirche" auf der Straßenbahnlinie 6. Hier ist auch eine Gleisumlegung erforderlich. Zudem wird eine Druckknopfampel für Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrerinnen und Radfahrer errichtet. Die Umsetzung soll 2021 erfolgen.

,,Diese Verbesserungen sind wichtige Maßnahmen zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs - wir arbeiten bereits an den nächsten", sagt Stadträtin Kahr. Auch im Projekt ,,Straßenbahnbeschaffung" ist man mit der Beauftragung der Holding Graz Linien für die Markterkundung einen Schritt weiter. ,,Der Ankauf muss gut vorbereitet sein. Die neuen Trams sind notwendig, um mit Fertigstellung der drei Neubaustrecken auch eine neue Angebotsqualität bieten zu können."
 

Im Zuge der Markterkundung wird es zu Tests von Wagen verschiedener Anbieter kommen, unter anderem mit dem Ziel, das Lärm- und Erschütterungsverhalten genau zu prüfen. Auch andere Überlegungen, etwa die Tunneleignung, Doppeltraktion (Koppelbarkeit zweier Züge) und Wendezug-Ausstattung werden in der Vorbereitung der Bestellung berücksichtigt. Die Entscheidung, wie viele Trams von welchem Anbieter geordert werden, wird voraussichtlich im Frühsommer 2020 fallen. In Diskussion ist eine Zahl von 10 bis 12 Stück, wobei optional Folgebestellungen 2027-29 (als Ersatz von 22 alten Wagen) sowie die Verlängerung der ersten bestellten Serie in einem Paket verhandelt werden soll.

Der Zeitplan sieht vor, dass im Frühjahr 2022 der erste neue Wagen geliefert wird. Bis zur Umsetzung eines neuen, erweiterten Betriebskonzeptes in zeitlicher Abstimmung mit der Inbetriebnahme der Innenstadtentflechtung voraussichtlich Ende 2023 sollte die Auslieferung der neuen Wagen-Serie abgeschlossen sein.


Quelle: http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php/topic,12961.msg173731.html#new bzw. Presseaussendung Büro Kahr

Ferry

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Re: Verbesserungen Bim 2019
« Antwort #1 am: 05. April 2019, 15:30:18 »
etwa die Tunneleignung

Was versteht man darunter?
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Re: Verbesserungen Bim 2019
« Antwort #2 am: 05. April 2019, 21:49:14 »
etwa die Tunneleignung
Was versteht man darunter?
Und was versteht man unter Wendezug-Ausstattung? Das man hinten eine 2016 drankuppeln kann und mit dem Gespann nach Fehring düsen kann?  ;D

38ger

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Re: Verbesserungen Bim 2019
« Antwort #3 am: 06. April 2019, 01:19:45 »
etwa die Tunneleignung
Was versteht man darunter?
Und was versteht man unter Wendezug-Ausstattung? Das man hinten eine 2016 drankuppeln kann und mit dem Gespann nach Fehring düsen kann?  ;D

Beiwagen mit Fahrerplatz wäre das einzige, was ich mir vorstellen könnte. Würde mich aber wundern, wenn man das ernsthaft in Erwägung zieht, denn verbreitet ist so etwas definitiv nirgendwo - und in Graz kennt man eigentlich ja weder Zweirichtungsfahrzeuge, noch Beiwagenbetrieb. Und ein Beiwagen mit Führerstand wäre mit Einrichtungswägen ja relativ unnötig ...

Straßenbahn Graz

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Re: Verbesserungen Bim 2019
« Antwort #4 am: 06. April 2019, 19:56:28 »
Gemeint sind damit sicher Zweirichter.

(...) und in Graz kennt man eigentlich ja weder Zweirichtungsfahrzeuge, noch Beiwagenbetrieb.

Stimmt, hat man in Graz noch nie was davon gehört...  ::)

4498

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Re: Verbesserungen Bim 2019
« Antwort #5 am: 06. April 2019, 20:41:37 »
Gemeint sind damit sicher Zweirichter.

(...) und in Graz kennt man eigentlich ja weder Zweirichtungsfahrzeuge, noch Beiwagenbetrieb.

Stimmt, hat man in Graz noch nie was davon gehört...  ::)
Ich fühle mich jetzt irgendwie alt, wenn ich zur Kenntnis nehmen muss, dass manche Leute das nicht mehr kennen.

Aktuell gibt es, das sei ein Tipp für unsere Jungen, reinen Zweirichtungbetrieb in Innsbruck und Gmunden. Ist aber trotzdem kein Wendezugbetrieb. >:D

Ferry

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Re: Verbesserungen Bim 2019
« Antwort #6 am: 08. April 2019, 13:11:38 »
Gemeint sind damit sicher Zweirichter.

(...) und in Graz kennt man eigentlich ja weder Zweirichtungsfahrzeuge, noch Beiwagenbetrieb.

Stimmt, hat man in Graz noch nie was davon gehört...  ::)

Schmarrn. Natürlich gab es in Graz Zweirichtungsfahrzeuge und Beiwagenbetrieb. Die letzten dieser Wagen waren die Reihe 200er (201-250; Triebwagen) und 301B - 350B, vormals 401B - 450B (Beiwagen). Die Umnummerierung erfolgt bei 35 Wagen im Zuge des Umbaus für schaffnerlosen Betrieb; die ebenfalls 35 umgebauten Triebwagen behielten ihre Nummer. Die letzten dieser Garnituren wurden 1988 ausgemustert, einige Solo-TW fuhren noch als HVZ-Verstärker bis Sommer 1989.

Funktional entsprachen diese Fahrzeuge etwa unserer Serie B/b.
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Straßenbahn Graz

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Re: Verbesserungen Bim 2019
« Antwort #7 am: 08. April 2019, 16:55:05 »
Die letzten Zweirichter im Personenverkehr waren dann bis 1993 TW 251 und 252. Im Sommer 2012 gab es dann auch noch die Linie E(2) zwischen Jakominiplatz und Annenstraße bei der es am Südtirolerplatz eine Kletterweiche gab. Beiwagenbetrieb gab es 2011 und 2012 mit der Garnitur 206+319B bei der Radlbim.

38ger

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Re: Verbesserungen Bim 2019
« Antwort #8 am: 08. April 2019, 17:11:36 »
Als regulären Straßenbahnverkehr würde ich das aber nicht bezeichnen. Das, was man im Nostalgieverrkehr oder im touristischen Verkehr kennt, das ist doch etwas anderes, als die Frage, wie man sich als Graz Holding oder vonseiten der Politik oder der Fahrgäste die Zukunft der Straßenbahn vorstellt. Und dass der tagtägliche Linienbetrieb mit Beiwägen oder Zweirichtungsfahrzeugen betrieben wirde, das ist doch etwas, was mir unbekannt ist.
Und gerade die genannten Beispiele sind ja eigentlich auch eher Beispiele dafür, warum Beiwägen in Graz eher as altmodisch betrachtet werden müssten. Spannend, dass man solche Sachen wie Traktionsbetrieb und Zweirichtungsfahrzeuge nun tatsächlich in aktuelle Überlegungen miteinbezieht. (wasauchimmer man unter "Wendezugausstattung" verstehen soll)

Ferry

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Re: Verbesserungen Bim 2019
« Antwort #9 am: 09. April 2019, 15:56:11 »
Als regulären Straßenbahnverkehr würde ich das aber nicht bezeichnen. Das, was man im Nostalgieverrkehr oder im touristischen Verkehr kennt, das ist doch etwas anderes, als die Frage, wie man sich als Graz Holding oder vonseiten der Politik oder der Fahrgäste die Zukunft der Straßenbahn vorstellt. Und dass der tagtägliche Linienbetrieb mit Beiwägen oder Zweirichtungsfahrzeugen betrieben wirde, das ist doch etwas, was mir unbekannt ist.

Ich halte Beiwagen nicht grundsätzlich für etwas Schlechtes, es kommt auf die jeweilige Betriebsform und die Bedürfnisse des Betriebes an. Aber dass man in Graz, wie User "38ger" geschrieben hat, weder Zweirichtungsfahrzeuge noch Beiwagenbetrieb kennt, konnte ich so nicht stehenlassen.
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38ger

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Re: Verbesserungen Bim 2019
« Antwort #10 am: 10. April 2019, 01:07:46 »
Als regulären Straßenbahnverkehr würde ich das aber nicht bezeichnen. Das, was man im Nostalgieverrkehr oder im touristischen Verkehr kennt, das ist doch etwas anderes, als die Frage, wie man sich als Graz Holding oder vonseiten der Politik oder der Fahrgäste die Zukunft der Straßenbahn vorstellt. Und dass der tagtägliche Linienbetrieb mit Beiwägen oder Zweirichtungsfahrzeugen betrieben wirde, das ist doch etwas, was mir unbekannt ist.

Ich halte Beiwagen nicht grundsätzlich für etwas Schlechtes, es kommt auf die jeweilige Betriebsform und die Bedürfnisse des Betriebes an. Aber dass man in Graz, wie User "38ger" geschrieben hat, weder Zweirichtungsfahrzeuge noch Beiwagenbetrieb kennt, konnte ich so nicht stehenlassen.

Na eh gut, wenn ich ausgebessert werde!
Ich kann mir nur trotzdem nicht vorstellen, dass ein Betrieb, der sich dazu entschlossen hat auf Sänften bzw. zusätzliche Zwischenmodule (Verlängerung der Sechsachser auf Achtachser) zu setzen (anstatt auf Beiwägen) jetzt wieder zurückkehrt zu diesem Konzept. Grundsätzlich bin ich der größte Fan von Niederflurbeiwägen als Maßnahme um innerhalb von kürzester Zeit hunderte Hochflurstraßenbahnen mit Niederflureinstiegen ausstatten zu können. In Wien wird das ja auch noch sicher zehn Jahre dauern, bis man alle Hochflurstraßenbahnen ersetzt hat. Und in Graz wäre es eine ideale Möglichkeit die 20 (22?) Hochflurfahrzeuge mit einer enormen Kapazitätserhöhung zu versehen, die verglichen mit neuen Fahrzeugen sehr viel günstiger und schneller erreichbar wäre.