Autor Thema: Türbedienung mit und ohne Schaffner (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)  (Gelesen 2172 mal)

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95B

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Vor dem Umbau ist das logisch, da noch keine Einrichtungen zum selbsttätigen Schließen der Türen vorhanden waren. Die meines Erachtens ungeklärte Frage ist, ob es nach dem Umbau möglich war, die Ausstiegtüren per Knopfdruck zu schließen oder ob das selbsttätige Schließen abgewartet werden musste.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

31/5

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Oft ging damals der Schaffner im Zug herum und kontrollierte, ob jemand einen Fahrschein brauchte und er konnte von Druckknöpfen neben den Türen alle Türen außer Tür 1 manuell steuern.

Das ging jedoch nur auf den Zügen, die eine Geamatic hatten bei allen anderen Zügen musste der Schaffner auf seinem Platz sein, da er gleichzeitig auch der Totmann des Fahrer war.

Kann mir echt nicht vorstellen das es mit der Geamatic zu tun hat, den auch die F und L3, L4 sowie die T2 haben die "Knöpfe" für die Türsteuerung drinnen. Habe es selbst erlebt als auf der Linie 5 der Schaffner im F hin und her gegangen ist um die Fahrscheine abzustempeln. Ebenso die C1/C3 und D/D1 die mit dem "Säbel" fahren.
Also herumgehende Schaffner habe ich auf Typen mit Schaffnerplatz nur auf Fahrzeugen ohne Geamatic / Totmann gesehen. Irgendwie habe ich diese Schaffner meistens als verhaltensoriginell erlebt, weil sie einerseits doch relativ zielsicher Schwarzfahrer erkannt haben, aber andererseits auch nicht wirklich was ausrichten konnten.

Ich war mal knapp davor, in der Traisengasse ÖBB einen Zugbegleiter daran zu hindern, den Zug (4020) an der Fahrgasttür abzufertigen. Er hatte (freiwillig) eine Fahrscheinkontrolle durchgeführt und konnte, obwohl er den Schwarzfahrer sogar körperlich am Aussteigen hindern wollte, eben dieses Aussteigen nicht verhindern. Ich hatte vor, auf Grund dieses Vorfalls (Unfähigkeit, wirksam eine Fahrkartenkontrolle durchzuführen) seine Diensttauglichkeit in Zweifel zu stellen und notfalls den Zug selbst abzufertigen.

Und über ein anderes Mal kann ich mich nur ärgern (Siemensstraße, 4020). Da bin ich eingestiegen und habe den Zugbegleiter gesehen, der den Schwarzfahrer wirklich blockiert hat. Der Zugbegleiter hat sich auch überlegt, was er denn tun könnte, es kam sogar schon per Lautsprecher die Aufforderung des Triebfahrzeugführers, bitte abzufertigen. Der Abfertigungsversuch ging schief, der Schwarzfahrer entwischte durch die Tür, an der er die Abfertigung durchgeführt hatte.

Ich hätte in dieser Situation genug Zeit gehabt, alle Türen des Wagens per Vierkant abzusperren.

Hast Du für das Abfertigen des Zuges bzw. Absperren der Türen irgendeine Berechtigung oder Qualifikation?

Schaltkurbel

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Mit dem Umbau auf Geamatic waren mW alle Druckknöpfe (am Schaffnerplatz und jene seitlich im Wagen) außer Funktion. Die Kontrolllämpchen leuchteten aber.
Sollte jemand einen Tipp- oder Rechtschreibfehler finden darf er diesen behalten!

hema

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Vor dem Umbau ist das logisch, da noch keine Einrichtungen zum selbsttätigen Schließen der Türen vorhanden waren. Die meines Erachtens ungeklärte Frage ist, ob es nach dem Umbau möglich war, die Ausstiegtüren per Knopfdruck zu schließen oder ob das selbsttätige Schließen abgewartet werden musste.
Soweit ich mich erinnern kann, war es auf "mit Schaffner" so wie du es geschildert hast, auf Wahlschalter "ohne Schaffner" haben alle Türen selbsttätig geschlossen. Irgendwann wurden die Einrichtungen des Schaffnersitzes (Notbremspedal!) komplett deaktiviert und dann wurden sie sowieso sukzessive ausgebaut.
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benkda01

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hema

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95B und ich haben nichts anderes behauptet!  ;)
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benkda01

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95B und ich haben nichts anderes behauptet!  ;)
Ja eh, das war die definitive Bestätigung! ;)

4498

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Hast Du für das Abfertigen des Zuges bzw. Absperren der Türen irgendeine Berechtigung oder Qualifikation?
Im ersten Fall schrieb ich "ich war knapp davor" ... man ist halt als zahlender Fahrgast sauer, wenn jemand einen Schwarzfahrer davonkommen lässt und es nicht mal schafft, ihn rauszuwerfen. Zur Abfertigung fehlt mir alleine schon das Werkzeug.

Und  zum zusperren, es wurde ja mal geurteilt, dass man auch den Schwarzfahrer zur Durchsetzung des erhöhten Beförderungsentgelts festhalten darf. Wenn wer anderer aussteigen will, so darf ich das natürlich nicht verhindern.

31/5

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Hast Du für das Abfertigen des Zuges bzw. Absperren der Türen irgendeine Berechtigung oder Qualifikation?
Im ersten Fall schrieb ich "ich war knapp davor" ... man ist halt als zahlender Fahrgast sauer, wenn jemand einen Schwarzfahrer davonkommen lässt und es nicht mal schafft, ihn rauszuwerfen. Zur Abfertigung fehlt mir alleine schon das Werkzeug.

Und das ist auch gut so. Es ist bei den ÖBB nicht vorgesehen, dass Fahrgäste, denen irgend etwas nicht passt, den Zugführer am Abfertigen hindern und den Zug selbst abfertigen.

Und  zum zusperren, es wurde ja mal geurteilt, dass man auch den Schwarzfahrer zur Durchsetzung des erhöhten Beförderungsentgelts festhalten darf. Wenn wer anderer aussteigen will, so darf ich das natürlich nicht verhindern.

"Man" ist aber das Zugpersonal und nicht andere Fahrgäste wie Du.

Welche Art Fahrgast Du bist, möge sich jeder hier aufgrund Deiner Schilderungen selbst ein Bild machen.

Ferry

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Interessant wäre noch, ob diese Schaltung nach Wegfall des Fahrgastflusses geändert wurde. Aber das wird wohl nicht mehr festzustellen sein.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

hema

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Das Schema ist im Prinzip heute noch so. Es wurden im Lauf der Zeit allerdings die Schaffnersitze, die Freigabeüberbrückung und die seitichen Bedientafeln ausgebaut und neue Türrelais-Kombinationen verwendet, welche Fühlerkanten, Lichtschranken, Haltewunsch und Vorlöschung möglich machten. Diese wurden dann im Zuge des Umbaus auf "elektronische" Fühlerkanten wieder durch neuere ersetzt.
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