Autor Thema: Grazer U-Bahn?  (Gelesen 7466 mal)

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Linie 41

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Re: Grazer U-Bahn?
« Antwort #105 am: 23. Februar 2021, 08:06:11 »
Diese Wege sind aber für den Grazer Otto Normalfahrgast nicht typisch.
Welche? Die in Zick-Zack? Ja. Sonst: HBF-Uni bzw. HBF-Hauptplatz? Was wäre typischer als das? Ok, Jakominiplatz-LKH vielleicht noch.

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Ergänzung: ich habe mir erlaubt auf einer Karte, basierend auf einem alten Netzplan von UrbanRail.net, die bisherigen Netzänderungen und aktuellen Ausbauten einzutragen sowie die geplanten Strab-Ausbauten, die 2 Metro-Linien und vor allem die in der Metro-Studie angeführten Stellen im Strab-Netz, die bis 2030 hoffnungslos überlastet sein werden. Wenn man genau schaut, dann wird sich der eine oder andere Fragen, warum man die Metro dann nicht dort plant, wo das Strab-Netz überlastet ist, sondern dort, wo die Strab überlastete Buslinien ablösen soll. Tja, gute Frage - es wird den Experten doch wohl nicht etwa ein Fehler unterlaufen sein?  >:D  (bestimmt nicht, denn das Ziel, dass die Metro den Netzausbau obligat macht, das wurde ja demonstriert, praktischer Nutzen war ja nie Vater des Gedankens....)
Ok, mit etwas Kreativität würde der Ast in der Leonhardstraße von der Metro profitieren, so fair muss man sein.

An dem Plan sieht man vor allem eines: Die eine Linie ist da, um den Tram-Ausbau nicht machen zu müssen. Die andere Linie ist einfach nur dem Kopf eines völlig Irrsinnigen entsprungen.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

KSW

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Re: Grazer U-Bahn?
« Antwort #106 am: 23. Februar 2021, 08:23:50 »
Treffend formuliert  ;D
Es erschließt sich mir auch nicht, wie man damit die Pendlerproblematik lösen will, bzw. mit welchem mathematischen Kunstgriffen bei der Straßenbahn ein Plus von 55.000 Fahrgästen den Modal Split um 2%, bei der U-Bahn ein Plus von 130.000 Fahrgästen den Modal Split aber um 9% verbessern soll. Die Anzahl aller zurückgelegten Wege sollte doch in beiden Fällen gleich sein?

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Re: Grazer U-Bahn?
« Antwort #107 am: 23. Februar 2021, 11:47:04 »
Der Zickzack bewirkt außerdem noch, dass außer M2-Süd -> M1-Ost keine Umsteigeverbindung innerhalb der U-Bahn wirklich Sinn ergibt. Schließlich führt der M2-Nordast - dank des 180°-Bogens der M1 - über 4 Stationen annähernd parallel zu M1-West und 2 Stationen lang parallel zu M1-Ost.
Fröbelpark-Hbf würde ich jedenfalls eher zu Fuß gehen, statt mit Kirche ums Kreuz U-Bahn zu fahren.

Bhf_Breitensee

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Re: Grazer U-Bahn?
« Antwort #108 am: 23. Februar 2021, 20:38:26 »
Ist es richtig, dass Graz 1/3 der Länge von Wien haben möchte? Graz hat aber vermutlich nicht ein Drittel der Einwohner Wiens.

KSW

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Re: Grazer U-Bahn?
« Antwort #109 am: 24. Februar 2021, 09:59:06 »
Ist es richtig, dass Graz 1/3 der Länge von Wien haben möchte? Graz hat aber vermutlich nicht ein Drittel der Einwohner Wiens.
Ja, die 25km wären etwas weniger als 1/3 - wobei es, wenn es dazu kommen sollte, dabei nicht bleiben kann, in der derzeit geplanten Variante wäre das komplett sinnlos. Angeblich gibt es ja Ideen für eine M3, die dann zumindest den derzeit komplett ausgesparten Bereich Andritz und St. Peter/Liebenau erschließen würde, immerhin jene Bereiche, in denen die Straßenbahn jetzt schon die Kapazitätsgrenze übersprungen hat (macht ja auch Sinn viel Geld zu investieren, aber nicht dort wo es am dringendsten wäre.... :P).
Bloß, solange man sich nicht Richtung Umland bewegt, bringt das halt alles nichts - die Pendler würden die Wagen füllen, die kurzen innerstädtischen Wege erledigt man wohl anders.
Auf Wien umgemünzt wäre dieses U-Bahn System ja etwa so wie wenn bei U3 am Westbahnhof und Wien Mitte, U1 am Praterstern und HBF Schluss wäre und die Linien dazwischen wilde Schlangenlinien dazwischen, wobei die Straßenbahn die Prater-/Rotenturm-/Kärnterstraße störungsfrei als direkte Verbindung fahren würde.
Das würde eher auch keine Pendler zusätzlich auf den ÖV bringen, weil man zuerst mit dem PKW mitten ins Zentrum müsste.