Autor Thema: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat  (Gelesen 377656 mal)

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Vineyard

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #750 am: 13. August 2025, 07:28:20 »
Es ist Teil des aktuellen Wien Plans.

https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=11466.msg466975#msg466975

Zitat
"Eine Umsetzung muss in Kooperation mit NÖ erfolgen."

Heißt wahrscheinlich, dass man hofft, dass nach den nächsten NÖ Landtagswahlen (in drei Jahren) die Karten neu gemischt werden.

Vineyard

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #751 am: Gestern um 16:26:46 »
https://presse.wien.gv.at/presse/2026/01/28/sima-ad-landbauer-strassenbahn-72-koennte-schon-laengst-in-betrieb-sein-niederoesterreich-hat-jahrhundertchance-vergeben

Zitat
Sima ad Landbauer: Straßenbahn 72 könnte schon längst in Betrieb sein – Niederösterreich hat Jahrhundertchance vergeben!
Wien zeigt mit neuen Straßenbahnlinien 12, 27 und 18 wie Öffi-Ausbau geht

Wien treibt den Ausbau der Öffis, konkret auch der Straßenbahnen, konsequent voran und hat immer auch auf grenzüberschreitende Linien gedrängt und auch geplant. Die Straßenbahnlinie 72 von Simmering nach Schwechat könnte laut Wiens Mobiliätsstadträtin Ulli Sima bereits in Betrieb und ein attraktives Angebot für die Pendlerinnen und Pendler und Pendler sein, hätte Niederösterreich das Projekt nicht blockiert. „Landesrat Landbauer hat das historische Zeitfenster, ja eine Jahrhundertchance, verstreichen lassen. Der Bund hätte bei der Linie 72 einst zu 50 % gefördert und auch bei der Anschaffung der Straßenbahn die Hälfte mitbezahlt. Das Land Wien stand natürlich bereit, seinen Anteil zu übernehmen, die Planungen waren abgeschlossen und auch Niederösterreich hatte sich zunächst klar hinter das gemeinsame Projekt gestellt.“, erläutert Sima, allein der FPÖ Landesrat stellte sich dagegen. Stattdessen würde Landbauer nun frühestens 2027 einen Bus auf die Strecke schicken, also Jahre nachdem die neue Bim-Linie schon längst fahren könnte. Das sei ein Schlag ins Gesicht der über 400 000 Pendlerinnen und Pendler und Pendler, denn eine Straßenbahn hat ein Vielfaches an Kapazität im Vergleich zu einem Bus. „Wien zeigt mit drei neuen Straßenbahnlinien aktuell, wie Ausbau der Öffis funktioniert: Sowohl die Linie 27, als auch die Linie 12 sind bereits in Betrieb, die neue Linie 18 von der Burggasse/Stadthalle bis Stadion geht mit Schulbeginn auf Schiene. Es ist mehr als bedauerlich, dass Niederösterreich die fertigen Pläne inklusive damaligen Finanzierungszusagen des Bundes in den Wien geschlagen hat, so eine Chance wird es leider nicht mehr geben“, bedauert Sima abschließend.

Tatra83

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #752 am: Gestern um 21:00:30 »
Hier ein Zitat der Bgm. Baier aus dem 469. Gemeinderat in Schwechat vom 11.04.2022:

Zitat
Da derzeit von den Ländern Wien und NÖ die Errichtung einer Straßenbahn in Schwechat medial präsentiert wird, habe ich mir erlaubt ein Statement an den zuständigen LR Schleritzko, STR Ulli Sima, Landeshauptfrau Mikl-Leitner, den VOR und Herrn DI Kehrer von den Wiener Linien abzugeben. Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass jede Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs eine große Bereicherung für die Stadt ist. Dennoch hat der Bund bis jetzt keine Finanzierungszusage für dieses Projekt gegeben. Deshalb und auch aufgrund der Rückmeldungen aus der Bevölkerung wäre auch eine Ertüchtigung des Busverkehrsnetzes eine erhebliche Erleichterung als EINE Straßenbahnlinie Richtung Rannersdorf und retour.
Unabhängig von der Realisierung dieser Straßenbahn bedarf es einer grundsätzlichen Verbesserung der Busanbindungen. Da Schwechat an den VOR angeschlossen ist, beteiligen wir uns schon jetzt mit einem entsprechend hohen Beitrag an der Umsetzung des ÖPNV in unserer Stadt.

Das mit den Rückmeldungen aus der Bevölkerung ist nobel in einem Nebensatz verpackt, womöglich war die Euphorie bei der Schwechater Bevölkerung nicht so überbordend?
Und ich dachte, mit der Straßenbahn bin ich schneller als zu Fuß.

tramway.at

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #753 am: Gestern um 21:21:02 »
Das mit den Rückmeldungen aus der Bevölkerung ist nobel in einem Nebensatz verpackt, womöglich war die Euphorie bei der Schwechater Bevölkerung nicht so überbordend?

Ich hörte sinngemäß, dass ein Fahrschuleigentümer just an der Stelle, wo der 72er nach rechts Richtung Rannersdorf abbiegen sollte sehr dagegen war (auch, weil er dort immer "halblegal" parkt). Ich glaub, er war sogar Gemeinderat. Vielleicht hab ich jetzt etwas ungenau in Erinnerung, aber so in der Richtung wars.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

Vineyard

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #754 am: Gestern um 22:17:08 »
Dass die Fr. Baier gegen das Projekt war, ist ja nichts Neues.

coolharry

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #755 am: Heute um 07:29:35 »
Das mit den Rückmeldungen aus der Bevölkerung ist nobel in einem Nebensatz verpackt, womöglich war die Euphorie bei der Schwechater Bevölkerung nicht so überbordend?

Ich hörte sinngemäß, dass ein Fahrschuleigentümer just an der Stelle, wo der 72er nach rechts Richtung Rannersdorf abbiegen sollte sehr dagegen war (auch, weil er dort immer "halblegal" parkt). Ich glaub, er war sogar Gemeinderat. Vielleicht hab ich jetzt etwas ungenau in Erinnerung, aber so in der Richtung wars.

An der Stelle ist gar keine Fahrschule. Und dort gibts nur legale Stellplätze oder man steht am Gehsteig. Was nicht heißt das der Typ dagegen war, nur das Argument war falsch. In Schwechat gibt es zwei Fahrschulen, lt. Google, und keine davon wäre an der 72er Strecke gelegen.

Das Schwechat mit dem ganzen nicht glücklich gewesen wäre ist auch klar. Wäre doch der Großteil der Kosten für den notwendigen Straßenumbau an der Gemeinde hängen geblieben. Auch wenn 50% vom Bund gekommen wären hätte mindestens ein Viertel die Gemeinde Schwechat aufbringen müssen. Dann hätte sämtlicher Groll über die Umbaumaßnahmen, den Baustellenlärm und die Zufahrtseinschränkungen während des Baus, sowie den Wegfall von Parkplätzen sich zu 100% gegen die Gemeinde Schwechat gerichtet. Da ist wohl niemand erfreut. Und Schwechat ist Rot. Die werden also nicht das tun, was Schwarz-Blau in der Landesregierung will. Wie es halt so ist. Außerdem wären die Bauarbeiten genau in den Gemeinderatswahlkampf gefallen.
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

Katana

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #756 am: Heute um 07:50:46 »

Ich hörte sinngemäß, dass ein Fahrschuleigentümer just an der Stelle, wo der 72er nach rechts Richtung Rannersdorf abbiegen sollte sehr dagegen war (auch, weil er dort immer "halblegal" parkt). Ich glaub, er war sogar Gemeinderat. Vielleicht hab ich jetzt etwas ungenau in Erinnerung, aber so in der Richtung wars.

An der Stelle ist gar keine Fahrschule. Und dort gibts nur legale Stellplätze oder man steht am Gehsteig. Was nicht heißt das der Typ dagegen war, nur das Argument war falsch. In Schwechat gibt es zwei Fahrschulen, lt. Google, und keine davon wäre an der 72er Strecke gelegen.
Vielleicht war nicht die Geschäfts-, sondern die Privatadresse gemeint.

Vineyard

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #757 am: Heute um 08:34:54 »
An der Abbiegung Richtung Rannersdorf ist laut Google Maps eine Mietwagen Firma.

Das ist übrigens was nun stattdessen kommt.

https://www.w24.at/News/2024/4/Regionalbusverkehr-zwischen-Schwechat-und-Wien.

Zitat
Angekündigt wurde eine Reduktion von Bus-Intervallen und Wartezeiten. Die bisher im Stundentakt geführten Linien 217 (Himberg-Rannersdorf-Simmering) und 218 (Himberg-Zwölfaxing-Simmering) sollen in Zukunft im Zehn-Minuten-Takt unter der Einbindung der Linien 272 (Richtung Bruck) und 279 (Richtung Mannswörth) geführt werden. Im Trassen-Einzugsgebiet wären rund 130.000 Menschen Nutznießer der Angebotsverbesserung, wurde betont.

Der angepeilte Umsetzungszeitpunkt Ende 2026/Anfang 2027 liege "mindestens zwei Jahre vor der frühestmöglichen Fertigstellung der Straßenbahnlinie 72". Weiters seien die jährlichen Betriebskosten mit 1,2 Millionen Euro (für Dieselfahrzeuge) bis 1,8 Millionen Euro (für E-Fahrzeuge) vorerst deutlich geringer als jene der Linie 72 in der Höhe von etwa 2,9 Millionen Euro.

Nulltarif

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #758 am: Heute um 10:05:23 »
Wieder einmal das übliche, fast schon peinliche Polit-Geplänkel der Meisterin der Eröffnungsfotos. Herr Landbauer ist nicht der mir sympathischste Politiker, aber wie hier schon geschrieben wurde: Gescheitert ist der 72er an der Stadtgemeinde Schwechat, die vor allem die laufenden Betriebskosten nicht stemmen wollte. (Ich bin nicht einmal mehr sicher, ob Hr. Landbauer überhaupt schon in der Landesregierung war, als das Projekt gestorben wurde.)

Unabhängig davon frage ich mich, wieviel der 72 überhaupt gebracht hätte. Natürlich hätte es Menschen entlang der Trasse gegeben, die profitiert hätten, aber ob deren Anzahl wirklich eine Straßenbahn rechtfertigt, weiß ich nicht, ich bezweifle es ein wenig. Die Verbindung war halt die einzige sinnvoll realisierbare unter dem Titel "Verbindungen zwischen Wien und Umland intensivieren". Aber um von Schwechat schnell in zentrale Gegenden Wiens zu kommen, würde ich - wenn ich nicht direkt am 72er wohne - ohnehin die ÖBB wählen. Mit S7 und (in der HVZ) REX7 sind die Verbindungen ja gut, zumal auch da Schwechat als einzige an Wien angrenzende Gemeinde tariflich zur Kernzone gehört. (Warum eigentlich?)
Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. (Dalai Lama)

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #759 am: Heute um 10:13:32 »
Unabhängig davon frage ich mich, wieviel der 72 überhaupt gebracht hätte. Natürlich hätte es Menschen entlang der Trasse gegeben, die profitiert hätten, aber ob deren Anzahl wirklich eine Straßenbahn rechtfertigt, weiß ich nicht, ich bezweifle es ein wenig.

Bei U5 und U2 hat niemand nach dem Nutzerpotential gefragt.

abc

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #760 am: Heute um 10:26:57 »
zumal auch da Schwechat als einzige an Wien angrenzende Gemeinde tariflich zur Kernzone gehört. (Warum eigentlich?)

Gerasdorf und Groß Enzersdorf doch auch, oder? Vielleicht jeweils nicht das ganze Gemeindegebiet bzw. nicht alle Verkehrsmittel, aber das ist in Schwechat mit dem Flughafen ja auch nicht anders.

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #761 am: Heute um 10:35:15 »
Teile von Perchtoldsdorf, Vösendorf und Purkersdorf auch. An anderen Stellen (z.B. Kaltenleutgeben) ist die Kernzonengrenze aber genau die Stadtgrenze.
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WVB

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #762 am: Heute um 10:48:07 »
zumal auch da Schwechat als einzige an Wien angrenzende Gemeinde tariflich zur Kernzone gehört. (Warum eigentlich?)
Da gibt es aber neben der S7 nur den 71A für Binnenfahrten, den 266 als Korridorverkehr nach Kledering/Oberlaa/Siebenhirten sowie den 279 Kaiserebersdorf-Albern. Sonst ist in Schwechat alles außerhalb der Kernzone.

95B

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #763 am: Heute um 10:53:43 »
zumal auch da Schwechat als einzige an Wien angrenzende Gemeinde tariflich zur Kernzone gehört. (Warum eigentlich?)

Gerasdorf und Groß Enzersdorf doch auch, oder?

Das ist ein typischer Fall von "Des woar scho imma so". Es sind auch die Haltestellen in Schwechat entlang der Wiener Straße bis zur Volksbank Wiener Autobushaltestellentafeln (weil die Tramwaykonzession bis dorthin ging) und darüber hinaus grün-gelbe Schilder (bzw. früher Löffel) in Regionalausführung.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!
Entklumpertung des Referats West am 02.02.2024 um 19.45 Uhr planmäßig abgeschlossen!

MK

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #764 am: Heute um 10:53:55 »
Der 266er gehört nicht vollständig zur Kernzone. Es gibt ein Extra-Ticket "AP 266 über Region", das man buchen kann, wenn man von Wien nach Wien über die Region fährt (und sinnvollerweise bei der VOR-App bei der Wahl "Wien Kernzone" vor dem normalen Kernzonenfahrschein angezeigt wird...). Früher war er teurer als der normale Kernzonenfahrschein (2,90 statt 2,50), der Preis wurde aber nicht erhöht, weswegen jetzt der normale Kernzonenfahrschein teurer ist (3,00).

Ansonsten sind alle Haltestellen in Kledering in der Kernzone, also die drei des 70A und die ÖBB-Station.
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