Autor Thema: Linie D  (Gelesen 365990 mal)

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nord22

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Re: Linie D
« Antwort #1125 am: 22. November 2021, 21:13:00 »
Anbei ein Postkartenmotiv mit einem Zug der NWTG Dampftramway am Nußdorfer Platz; die Karte wurde am 16.03.1898 geschrieben (Quelle: ebay). Der Beiwagen 180 hat eine interessante Geschichte: gebaut 1887 von der Waggonfabrik Graz; nach der Übernahme durch die WStB wurde er zu v1 1791 und für den elektrischen Betrieb adaptiert. Im August 1928 erfolgte die Umzeichnung und Adaptierung in Salzbeiwagen sz2 7213 (angeschrieben am Wagen als sz). Ausmusterung per 31.01.1947.

LG nord22

diogenes

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Re: Linie D
« Antwort #1126 am: 22. November 2021, 21:46:21 »
Interessant auch, dass einige der Häuser, die man da sehen kann, immer noch stehen :)
Ceterum censeo in Vindobona ferrivias stratarias ampliores esse.
Oh 8er, mein 8er!

martin8721

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Re: Linie D
« Antwort #1127 am: 09. Januar 2022, 10:25:25 »
Auch von der Linie D gibt es ein schönes Video von User RomanoMölter aus dem Jahr 1993.

https://youtu.be/U2wXFn6hN1M

Interessant finde ich hier auch das Mitfilmen des Fahrerplatzes ab Minute 05:30.
Der C1 dürfte ja von der Bedienung her sehr angenehm gewesen sein, oder? Zumindest wirkt die Bedienung des Fahrhebels recht "einfach", wenn ich im Vergleich dazu an einen Schleifring-, oder Nockenfahrschalter denke oder auch an den E1 mit seiner Geamatic, wo das Schalten auf Fahr- und Bremsstufen ja auch ein gewisses Feingefühl erfordert.
Hatte der C1 eigentlich schon eine automatische Haltebremse, welche beim Stillstand des Zuges einsetzte (so wie die Solenoid-250-Bremse beim E1), oder musste der Fahrer die Handbremse kurbeln? Die rechte Seite des Fahrerplatzes sieht man ja im Video leider nicht und selber erinnern kann ich mich auch nicht mehr. Als die C1 ausgemustert wurden, war ich 15 und da habe ich auf die Handgriffe des Fahrpersonals noch nicht so genau geachtet.  ;)

fastpage

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Re: Linie D
« Antwort #1128 am: 09. Januar 2022, 10:41:41 »
Auch von der Linie D gibt es ein schönes Video von User RomanoMölter aus dem Jahr 1993.

Hatte der C1 eigentlich schon eine automatische Haltebremse, welche beim Stillstand des Zuges einsetzte (so wie die Solenoid-250-Bremse beim E1), oder musste der Fahrer die Handbremse kurbeln? Die rechte Seite des Fahrerplatzes sieht man ja im Video leider nicht und selber erinnern kann ich mich auch nicht mehr. Als die C1 ausgemustert wurden, war ich 15 und da habe ich auf die Handgriffe des Fahrpersonals noch nicht so genau geachtet.  ;)
Hat eine pneumatische Haltebremse,daher auch im FG-Raum die Fußmassage wegen Kompressorlauf.

Arkadier

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Re: Linie D
« Antwort #1129 am: 09. Januar 2022, 12:54:17 »
Ja, das ist der Nußdorfer Platz am FJ-Bahnhof (im Hintergrund)

95B

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Re: Linie D
« Antwort #1130 am: 09. Januar 2022, 14:21:17 »
Ja, das ist der Nußdorfer Platz am FJ-Bahnhof (im Hintergrund)

Was, wo, wie? ???
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

Helga06

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Re: Linie D
« Antwort #1131 am: 09. Januar 2022, 16:07:37 »
Ja, das ist der Nußdorfer Platz am FJ-Bahnhof (im Hintergrund)

Was, wo, wie? ???
er meint sicher den Bahnhof der FJB in Nußdorf. Etwas patschert geschrieben.

Z-TW

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Re: Linie D
« Antwort #1132 am: 09. Januar 2022, 16:15:56 »
Das ist nicht der Bahnhof Nußdorf!

WIENTAL DONAUKANAL

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Re: Linie D
« Antwort #1133 am: 09. Januar 2022, 17:03:54 »
Das ist nicht der Bahnhof Nußdorf!

Es könnte das Sudhaus der Nussdorfer Brauerei sein.

Schaltkurbel

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Re: Linie D
« Antwort #1134 am: 09. Januar 2022, 17:13:53 »
Auch von der Linie D gibt es ein schönes Video von User RomanoMölter aus dem Jahr 1993.

https://youtu.be/U2wXFn6hN1M

Interessant finde ich hier auch das Mitfilmen des Fahrerplatzes ab Minute 05:30.
Der C1 dürfte ja von der Bedienung her sehr angenehm gewesen sein, oder? Zumindest wirkt die Bedienung des Fahrhebels recht "einfach", wenn ich im Vergleich dazu an einen Schleifring-, oder Nockenfahrschalter denke oder auch an den E1 mit seiner Geamatic, wo das Schalten auf Fahr- und Bremsstufen ja auch ein gewisses Feingefühl erfordert.
Hatte der C1 eigentlich schon eine automatische Haltebremse, welche beim Stillstand des Zuges einsetzte (so wie die Solenoid-250-Bremse beim E1), oder musste der Fahrer die Handbremse kurbeln? Die rechte Seite des Fahrerplatzes sieht man ja im Video leider nicht und selber erinnern kann ich mich auch nicht mehr. Als die C1 ausgemustert wurden, war ich 15 und da habe ich auf die Handgriffe des Fahrpersonals noch nicht so genau geachtet.  ;)

Für den Schalthebel hatte der C1 einen einen "Hilfsantrieb" - wenn da der Automat ausgelöst hatte, war der Schalthebel eher schwer gängig.
Die pneumatische Haltebremse war mittels Fußpedal zu betätigen.
Sollte jemand einen Tipp- oder Rechtschreibfehler finden darf er diesen behalten!

Paulchen

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Re: Linie D
« Antwort #1135 am: 09. Januar 2022, 17:30:51 »
Das ist nicht der Bahnhof Nußdorf!

Es könnte das Sudhaus der Nussdorfer Brauerei sein.

Von welcher Stelle im Video ist eigentlich die Rede?

EDIT: Achso, ihr redet von dem Foto in Beitrag #1125, nicht vom Video.

maybreeze

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Re: Linie D
« Antwort #1136 am: 09. Januar 2022, 17:31:03 »
Das ist nicht der Bahnhof Nußdorf!

Es könnte das Sudhaus der Nussdorfer Brauerei sein.

So würde ich es auch sehen. Der Dampftramwayzug biegt von der Heligenstädter Straße auf den Nussdorfer Platz ab und ist Richtung Zahnradbahnhof unterwegs. Der Bahnhof Nussdorf wäre im Rücken des Fotografen.

Brauhaus Nussdorf




WIENTAL DONAUKANAL

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Re: Linie D
« Antwort #1137 am: 09. Januar 2022, 18:35:19 »
Auch von der Linie D gibt es ein schönes Video von User RomanoMölter aus dem Jahr 1993.

https://youtu.be/U2wXFn6hN1M

Interessant finde ich hier auch das Mitfilmen des Fahrerplatzes ab Minute 05:30.
Der C1 dürfte ja von der Bedienung her sehr angenehm gewesen sein, oder? Zumindest wirkt die Bedienung des Fahrhebels recht "einfach", wenn ich im Vergleich dazu an einen Schleifring-, oder Nockenfahrschalter denke oder auch an den E1 mit seiner Geamatic, wo das Schalten auf Fahr- und Bremsstufen ja auch ein gewisses Feingefühl erfordert.
Hatte der C1 eigentlich schon eine automatische Haltebremse, welche beim Stillstand des Zuges einsetzte (so wie die Solenoid-250-Bremse beim E1), oder musste der Fahrer die Handbremse kurbeln? Die rechte Seite des Fahrerplatzes sieht man ja im Video leider nicht und selber erinnern kann ich mich auch nicht mehr. Als die C1 ausgemustert wurden, war ich 15 und da habe ich auf die Handgriffe des Fahrpersonals noch nicht so genau geachtet.  ;)

Für den Schalthebel hatte der C1 einen einen "Hilfsantrieb" - wenn da der Automat ausgelöst hatte, war der Schalthebel eher schwer gängig.
Die pneumatische Haltebremse war mittels Fußpedal zu betätigen.

Ja das war ein Servomotor mit Rutschkupplung kurz vor dem an der türlosen Seite in der Mitte am Wagenboden aufgehängtem Schaltwerk. Dieser Motor hing an der 24 V Anlage, die vom Umformer über die unter der Heckplattform situierten Pufferakkus angespeist wurde. Türantriebe und Schaltwerkservo sowie einige weitere Funktionen funktionierten auch bei abgezogenen Bügel.
Vom Schaltbock im Führerstand wurde die Bewegung des Schalthebels über eine Kegelradumsetzung auf die unter dem Wagenboden laufende Schaltwerkswelle zum Schaltwerk. Wegen des spitz zulaufenden Wagenkasten hatte diese Welle zweimal einen Richtungsbruch, die mittels kardanischer Gelenke überbrückt wurden. Es gab zwei Schaltwerkstypen, das originale von SGP verbaute und das bei Umbauten von Kiepe stammende Schaltwerk.
Die gute Funktion der Servoanlage machten den Schalthebel sehr leichtgängig und erlaubte daher eine recht rabiate Fahrweise. Besonders das SGP Schaltwerk litt unter diesen Bedingungen obwohl es dafür recht gut eingerichtet und dimensioniert war. Nach dem Eingangsflansch zum Servoantrieb war das gegossene Maltheserkreuz, eine Wellscheibe in ähnlicher Form eines Maltheserkreuzes, in die eine Rolle eingriff, die zum definierten Einrasten der Schaltstufen diente. Die Leichtgängigkeit führte zum raschen Überschalten der Halbstufen die eigentlich Zeit zum Löschen der Lichtbögen dienen sollte. Auch dafür war das Schaltwerk gerüstet, neben einsteckbarer Löschkammern gab es mächtige kupferne Wendeschaltfinger.
Die Schaltfinger hatten in der Regel tiefe Einbrände Abschmelzungen, die in der Remise noch durch nachfeilen und nachstellen auf ca 8 mm Luftspalt behoben wurden. Wenn aber nichts mehr ging, hatte der Schaltfinger am anderen Ende ein zweites Schaltmesser angegossen - nach lösen zweier Schrauben hat man den Finger einfach umgedreht und wieder eingebaut.

Woher habe ich meine Weisheit, in den frühen 70er Jahren haben die WVB Ausbesserungen ausgelagert und die Franz Knotz KG bekam einen Auftrag über die Kastenrevision von zwei n2 und zwei C1, mit Vorbehalt 120 und 150. Brown Boveri sollte beim Ab- und Anbau elektrischer Einrichtungen unterstützen.
Knotz war damals noch nicht für derartige Aufträge eingerichtet und es wurde fast zum Desaster, aber das wäre zu sehr O.T.

95B

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Re: Linie D
« Antwort #1138 am: 10. Januar 2022, 12:37:19 »
Die pneumatische Haltebremse war mittels Fußpedal zu betätigen.

Im Letztzustand wurde sie auf der letzten Bremsstufe durch ein Halterelais aktiviert, das Lösen erfolgte beim Schalten auf die erste Fahrstufe knapp vor deren Erreichen.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

martin8721

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Re: Linie D
« Antwort #1139 am: 10. Januar 2022, 20:23:38 »
Danke für all eure Antworten bezüglich der Bremsen der C1 und insbesondere an Wiental Donaukanal für die ausführlichen, technischen Erläuterungen.  :up: