Autor Thema: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')  (Gelesen 1027 mal)

4020, sebabua und 1 Gast betrachten dieses Thema.

WVB

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 646
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #30 am: Gestern um 10:13:42 »
und ein Fahrzeitenvergleich Meidling-Floridsdorf über die Jahre wäre interessant.
1972: 23 min
2003: 24 min
2026: 25 min

Superguppy

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 469
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #31 am: Gestern um 10:21:17 »
und ein Fahrzeitenvergleich Meidling-Floridsdorf über die Jahre wäre interessant.
1972: 23 min
2003: 24 min
2026: 25 min
Das ist ja hoch interessant! Vermutlich ist die Auslastung heute wesentlich höher, was den Fahrgastwechsel langsamer macht? Das Beschleunigungsvermögen der Fahrzeuge müsste ja heute durchschnittlich etwas besser sein als 1972, oder?

JochenK

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 480
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #32 am: Gestern um 10:53:28 »
Das Provisorium zeigt, wie den Verantwortlichen die Fahrgäste wurscht sind. Als die Tangente wegen Donaubrückensanierung gesperrt werden musste, hat man extra eine Brücke errichtet, damit keine Autospuren verloren gehen, das ist die Brücke, über die heute die U2 fährt. Und für die Schnellbahnfahrgäste leistet man sich jetzt nicht mal extra Signale, um bessere Durchrutschwege zu haben.

Welches genau für ein Jahr war und in einer Woche beendet ist, sicher hat es den Ablauf gestört aber für den Zeitraum war er zum ertragen.

Handelskai ist ein künstliches Zentrum. Die Vorortelinie von Heiligenstadt über die Donau nach Floridsdorf wäre interessant gewesen. Da hätte man auch mit der U6 von Floridsdorf nach Handelskai zurückfahren können.
na die Streckenführung stelle ich mir äußerst spannend vor....

Kurzzug

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 399
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #33 am: Gestern um 11:25:05 »
Über die Donaubrücke war früher 100km/h.
Alles klar, dürfte vor allem den Durchfahrern Wien Nord - Wien Floridsdorf was gebracht haben.

und ein Fahrzeitenvergleich Meidling-Floridsdorf über die Jahre wäre interessant.
1972: 23 min
2003: 24 min
2026: 25 min
Das ist ja hoch interessant! Vermutlich ist die Auslastung heute wesentlich höher, was den Fahrgastwechsel langsamer macht? Das Beschleunigungsvermögen der Fahrzeuge müsste ja heute durchschnittlich etwas besser sein als 1972, oder?

Die Auslastung wird sicher auch eine Rolle spielen, vor allem war aber die Zugdichte viel niedriger. 1972 maximal 8 pro Stunde, eher 4 und 2003 maximal 15, eher 10. REX7, CAT und S80 waren unbekannt. Mit heute vergleichbare Durchbindungen gab es auch nicht. Payerbach-Reichenau - Laa/Thaya wie es der CJX9/REX2 heute macht wäre undenkbar gewesen, das höchste der Gefühle war die S-Bahn Wr. Neustadt Hbf - Gänserndorf. Das sind alles Faktoren, die einen größeren Puffer im Fahrplan bedingen.

Dass ein 4746 trotz Halt in allen Stationen unter 23 min kommen könnte, müsste hier jedem klar sein. Die Züge tun es bei Verspätungen im Nachtbetrieb auch sehr zuverlässig. Zwischen Ankunft Traisengasse und Abfahrt Wien Mitte allein können etwa 3 min aufgeholt werden, da die Standzeiten in Praterstern und Wien Mitte hoch angesetzt sind. Man fragt sich manchmal, ob man die Zeiten am Tagesrand nicht etwas anpassen sollte, auch wenn dafür nicht die exakt gleiche Taktminute angeboten wird.

haidi

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 15871
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #34 am: Gestern um 13:21:37 »
Man fragt sich manchmal, ob man die Zeiten am Tagesrand nicht etwas anpassen sollte, auch wenn dafür nicht die exakt gleiche Taktminute angeboten wird.
Wer iist man?

Ich halte nichts, den Takt im Laufe des Tages zu verändern. Fahrgast weiß, dass sein Zug zum Minute X kommt und wenn er Abends nach einer Feier in der Nähe der Arbeitsstätte heim fahren will, dann muss er auf den Fahrplan schauen. Das sind Sacheh, wie auch die Forderung, früherer Schluss bei Buslinen, wie es aus Ersparnisgründen von "Modellbahnern" gefordert wird, auch tagsüber Fahrgäste kosten wird.
Microsoft is not the answer. It's the question and the answer is NO.

Kurzzug

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 399
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #35 am: Gestern um 16:00:11 »
Man wäre erstmal ich. Ich glaube, du hast mich falsch verstanden: Mein Vorschlag wäre, die S-Bahn am Abend/in der Nacht zu anderen Minuten als am Tag abfahren zu lassen, am Takt selbst würde ich nichts verändern wollen.
Beispielsweise würde die S-Bahn nach Mödling um 15:04 von Wien Mitte fahren, in der Nacht aber um 0:08.

haidi

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 15871
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #36 am: Gestern um 20:09:15 »
Man wäre erstmal ich. Ich glaube, du hast mich falsch verstanden: Mein Vorschlag wäre, die S-Bahn am Abend/in der Nacht zu anderen Minuten als am Tag abfahren zu lassen, am Takt selbst würde ich nichts verändern wollen.
Beispielsweise würde die S-Bahn nach Mödling um 15:04 von Wien Mitte fahren, in der Nacht aber um 0:08.
Abfahrtsminuten waren gemeint, also keine Veränderung der Abfahrtsminuten. Was soll das bringen?
Microsoft is not the answer. It's the question and the answer is NO.

MK

  • RBL-Disponent
  • ***
  • Beiträge: 1947
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #37 am: Gestern um 20:19:41 »
Dass man zu Zeiten schwachen Fahrgastwechsels nicht immer die gleiche Zeit abwarten muss und somit bessere Gesamtfahrzeiten erzielt?
o_O

WVB

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 646
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #38 am: Gestern um 20:57:36 »
Alles klar, dürfte vor allem den Durchfahrern Wien Nord - Wien Floridsdorf was gebracht haben.
Die waren 2 Minuten schneller als die S-Bahnen die in der Traisengasse und Strandbäder hielten.

1972 maximal 8 pro Stunde
In der Früh-HVZ waren es bis zu 12 pro Stunde.

haidi

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 15871
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #39 am: Gestern um 23:29:57 »
Dass man zu Zeiten schwachen Fahrgastwechsels nicht immer die gleiche Zeit abwarten muss und somit bessere Gesamtfahrzeiten erzielt?
Wir sind nicht am Österreichring. Wichtiger als 3 Minuten weniger Fahrzeug ist meiner Ansicht, dass man ohne nachzuschauen weiß, wann der Zug kommt.
Microsoft is not the answer. It's the question and the answer is NO.

JochenK

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 480
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #40 am: Heute um 05:59:07 »
Wir sind nicht am Österreichring. Wichtiger als 3 Minuten weniger Fahrzeug ist meiner Ansicht, dass man ohne nachzuschauen weiß, wann der Zug kommt.

Nennt sich Taktfahrplan zum nachschlagen und zur Bildung mancher.
Was soll das für einen Sinn ergeben sich in der Nacht den Takt zu zerschlagen?

MK

  • RBL-Disponent
  • ***
  • Beiträge: 1947
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #41 am: Heute um 08:24:59 »
Wir sind nicht am Österreichring.

Wir sind auch nicht im Jahr 1976.

Zitat
Wichtiger als 3 Minuten weniger Fahrzeug ist meiner Ansicht, dass man ohne nachzuschauen weiß, wann der Zug kommt.

Entweder es geht um die Stammstrecke (oder den Südast), dann geht man zur Station und nimmt den nächsten Zug, weil das Intervall eh kurz genug ist. Oder man braucht einen bestimmten Nordast (oder S7/S80), dann schaut man in der App nach.

Nennt sich Taktfahrplan zum nachschlagen und zur Bildung mancher.
Was soll das für einen Sinn ergeben sich in der Nacht den Takt zu zerschlagen?

Es ist kein "Zerschlagen" eines Taktes, wenn unterschiedliche Fahrzeiten (oder auch Takte) für HVZ, NVZ und SVZ gelten. :fp: Beim Oberflächenverkehr ist es auch gar nicht anders machbar.
o_O

Klingelfee

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 16227
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #42 am: Heute um 08:36:09 »
Es ist kein "Zerschlagen" eines Taktes, wenn unterschiedliche Fahrzeiten (oder auch Takte) für HVZ, NVZ und SVZ gelten. :fp: Beim Oberflächenverkehr ist es auch gar nicht anders machbar.

Nur im Oberflächenverkehr hast du keinen Güterverkehr, der dann durch Veränderung des Taktes womöglich nicht mehr zwischen 2 Zügen "Reinpasst". Oder aber dann in weiterer Folge ein gegenzug, der auf Grund von eingleisiger Strecke abgewartet werden muss. Und dann ist halt immer noch der Gewohnheitsfahrgast, der weiß, zur min X fährt mein Zug. Wenn man überhaupt bei langen Intervallen, dann Abweichungungen von mehreren Minuten hat, dann kann das schon zu Verwirrung führen. ICh habe lieber 2-3 min längere Fahrzeit, weiß aber dafür, dass der Zug um XX Min kommen sollte.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

fastpage

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 514
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #43 am: Heute um 08:53:21 »
Das würde auf der S45 funktionieren, die wie ne Bim ein Inselbetrieb.
Auf der Eisenbahn fahren auch noch andere Züge und es gibt Angebotstrassen für Umleitungsfälle.
Spätestens in Meidling gibt es dann Konflikte mit der Bahnsteigbelegung oder der Trassenvergabe Richtung Liesing/Mödling.
Und die Fahrgäste wissen zb das um xx:39 und xx:09 von Floridsdorf weg der Rex fährt und danach um xx:42 und xx:12 die Schnellbahn nach Wr Neustadt/Mödling usw.
Jetzt verkürze ich die Fahrzeit und lasse die Züge nicht mehr 2Min in Praterstern und Wien Mitte halten, weil es ausserhalb der HVZ nicht notwendig.
Gut, die Zeit muss der Zug dann in Meidling herumstehen oder davor, weil kein freier Bahnsteig oder noch ein Schnellzug vorfahren muss.
Der Vorteil eines Taktfahrplans ist, das ich nicht mehr nachdenken muss wann der Zug fährt, denn nicht alle steigen entlang der Stammstrecke ein und wieder aus. Viele fahren weiter und ab Meidlng herscht dann ein 30 bzw 60Min Takt.

Was aber stimmt, ist die Verteilung der Fahrzeit entlang der Stammstrecke. Da wurde vor Jahren versucht das Rad neu zu erfinden. Früher bist mit 60km/h bis Praterstern und dann 40km/h(da gabs noch keine Fahrzeuge mit PZB90 auf der Stammstrecke) gleichmäßig ausserhalb der HVZ durchgekommen.
Dann hat man die Fahrzeit zamgekürzt zwischen Wien Mitte und Südtirolerplatz. Nun kann man bis Wien Mitte herumschleichen und dann bis Südtirolerplatz dafahrt mas kaum bis nicht.
Das war früher gleichmäßiger.

Kurzzug

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 399
Re: ETCS (war: 4030.210 in Hainburg und 'Beifang')
« Antwort #44 am: Heute um 10:37:09 »
Einige outen sich hier als Nichtkenner/Nichtanwender der Nacht-S-Bahn. Die Nacht-S7 fährt 3 min vor dem regulären Takt nach Schwechat. Es ist im Status Quo schon nicht so wie ihr es euch vorstellt, also kann mans doch gleich optimieren.

Spätestens in Meidling gibt es dann Konflikte mit der Bahnsteigbelegung oder der Trassenvergabe Richtung Liesing/Mödling.
Und die Fahrgäste wissen zb das um xx:39 und xx:09 von Floridsdorf weg der Rex fährt und danach um xx:42 und xx:12 die Schnellbahn nach Wr Neustadt/Mödling usw.
Jetzt verkürze ich die Fahrzeit und lasse die Züge nicht mehr 2Min in Praterstern und Wien Mitte halten, weil es ausserhalb der HVZ nicht notwendig.
Gut, die Zeit muss der Zug dann in Meidling herumstehen oder davor, weil kein freier Bahnsteig oder noch ein Schnellzug vorfahren muss.

Aktuelle Situation: Die Nacht-S2 fährt in Meidling eine Minute später weg als untertags, um einen 3 min Anschluss vom Gürtel mit der U6 herzustellen. Der klappt typischerweise auch. Dennoch fährt der Zug im normalen Taktmuster und ist in der Regel eine Minute vor Plan in Meidling. Aktuell steht der Zug also schon 4 min in Meidling rum. Es wäre also sinnvoll, den Zug aus Leopoldau etwa 6 min später abfahren zu lassen und die Ankunftszeit ab Atzgersdorf eine Minute vorzuverlegen (in die reguläre Trasse). Dann wäre man bei einer Zeit, die immer noch gut fahrbar ist und schafft eine 7 min schnellere Fahrzeit. Angesichts der aktuellen Fahrzeit Leopoldau - Mödling von 51 min sehr lohnend.

Im täglichen Spätabendverkehr ist das etwas schwieriger umzusetzen, eben weil da noch Trassenkonflikte existieren. Ob ein nächtlicher Güterzug 3 min früher oder später fährt, ist ja egal, ein EC oder RJ sieht das anders. Insofern hat man in der Nacht deutlich mehr Gestaltungsspielraum. Es will aber hoffentlich keiner darauf bestehen, dass der 6-minütige Halt des CJX9 in Wien Meidling zur Schwachlastzeit gesetzt sein muss, nur um die Abfahrtsminuten gleich zu halten. Die Fahrzeit Wien Mitte - Baden ließe sich alleine durch Reduktion dieses Aufenthalts um 20% reduzieren.

Ich weiß natürlich, dass diese Diskussion anhand des aktuellen Fahrplans eine rein akademische ist. Der Fahrplan in seiner aktuellen Form wird schon in ein paar Tagen Geschichte sein. Dennoch denke ich, dass man auch zukünftige Stammstreckenfahrpläne nicht zum Dogma erheben soll. Nur weil man mit einem Stadler KISS in der HVZ 24 min braucht, um von Floridsdorf nach Meidling zu kommen, muss das am Spätabend nicht auch so sein. Entsprechend wird man den Zug einfach 1-2 min später in Floridsdorf abfahren lassen können. Es juckt doch niemanden ernsthaft, dass der dann nicht zur gleichen Taktminute abfährt. Die Minderheit, der das wichtig ist, kann ohnehin früher am Bahnsteig sein und hat dabei nichts verloren.