Autor Thema: Nachtaufnahmen fahrender Züge: Wer braucht schon Licht zum Fotografieren?  (Gelesen 80003 mal)

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Linie 41

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Ah interessant. Von dem Standort habe ich es noch nie probiert. Mal sehen ob das noch geht oder tausende Masten im Bild stehen.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

T1

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Belichtungszeit eh noch nachträglich ändern
??? ??? ???

Und wenn ich noch einen Weichzeichnungsfilter drüber leg, kann ich auch die Blendenwerte nachträglich ändern. Net wahr? ;D

Zum 26er-Bild von darkweasel: Grundsätzlich gut gelungen, das Motiv mit dem Mond kann was. Das größte Problem ist die fehlende Schärfe, da dürfte der AF Probleme gehabt haben und nicht den ULF erwischt haben.

Ich hab mich auch einmal am JPEG versucht, nachdem ich nicht dabei war, kann ich die Bearbeitung auch nur gefühlsmäßig vornehmen – ich würde es wohl ungefähr machen:

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Ich darf ein Bild vom letzten Allerheiligen anhängen:

... und ich ein Bild von derselben Stelle, nicht von Allerheiligen, aber fast 40 Jahre früher, vom 19.12.1975:

Das Bild vom letzten Allerheiligen wirkt auf mich etwas zu gelbstichig, sonst aber eigentlich einwandfrei. Das Bild aus 1975 gefällt auch, welchen Film (ASA) hast du verwendet?

Freut mich übrigens, dass der Thread Anklang findet. :D

martin8721

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... und ich ein Bild von derselben Stelle, nicht von Allerheiligen, aber fast 40 Jahre früher, vom 19.12.1975:

Sehr schönes Bild!  :D
Aber was zeigt denn die Strab-VLSA da an?! Einbiegen nach links:o

Wattman

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Sehr schönes Bild!  :D
Danke!

Aber was zeigt denn die Strab-VLSA da an?! Einbiegen nach links:o
Gut beobachtet - ist mir noch gar nicht aufgefallen. Man sollte einmal schauen, was diese Strab-VLSA heute anzeigt.

Das Bild aus 1975 gefällt auch, welchen Film (ASA) hast du verwendet?

Perutz C19, einen Klon des Agfa CT18. Beide Filme habe ich verwendet.

T1

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Um wieder vom OT der letzten Beiträge wegzukommen (es geht hier ja um fahrende Straßenbahnen 8)), ein aktuelles Foto von gerade eben. Wir sind wie beim allerersten Foto in diesem Thread wiedermal auf der Wiedner Hauptstraße, wieder ist eine Kirche zu sehen, diesmal ist es allerdings nicht der 65er, sondern der 66er.

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Unglaublich, wieviel Geduld man am Abend braucht, obwohl der 66er doch alle fünf Minuten fährt. Na ja, kurz bevor es ganz dunkel wird, hab ich dann doch den 4075 mit 1475 erwischen können.


Wattman

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Super, auch kein Farbstich.
ISO? Bel.zeit? f? Oder sind eh die Exif-Daten dabei (kann ich am BureauPC nicht feststellen).

T1

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Die EXIF-Daten hat scheinbar die Forensoftware gefressen. Wie auch immer: ISO 1600, 1/80, Blende 2, 50 mm.

Wattman

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1/80 ohne Bewegungsunschärfe?!? :o
Oder stand der Zug (wogegen seine Position in der Hst. spricht)? ;D

Linie 41

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1/80 ohne Bewegungsunschärfe?!? :o
Also 1/80 ist bei der Schneckengeschwindigkeit der Wiener Straßenbahn locker drin. Das ist ja kein TGV.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

Linie 58

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1/80 ohne Bewegungsunschärfe?!? :o

Ich nehme an, ganz leicht mit dem Zug mitgezogen - und eins von den 20 Serienbildern wird schon passen (;D).

Wattman

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1/80 ohne Bewegungsunschärfe?!? :o
Also 1/80 ist bei der Schneckengeschwindigkeit der Wiener Straßenbahn locker drin. Das ist ja kein TGV.
Es kommt nicht nur auf die Fahrgeschwindigkeit an, sondern auch auf die Winkelgeschwindigkeit. Und die ist von Betrachtungswinkel und Brennweite abhängig. Das Bild ist offensichtlich im Weitwinkel aufgenommen, was die fehlende Bewegungsunschärfe umso erstaunlicher macht.

Ich nehme an, ganz leicht mit dem Zug mitgezogen

Dagegen spricht die Schärfe der stehenden Objekte (Kirche).

T1

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Grundsätzlich sind dort die Fahrzeuge nicht so schnell unterwegs, sodass man mit einem 1/80 auskommt. Wie gesagt, der Zug fuhr (das ist ja der Sinn dieses Threads). Bei den ersten Aufnahmen der Serie hab ich sogar wie von Linie 58 erwähnt leicht mitgezogen, bei dem Bild aber nicht mehr – daher auch die scharfe Kirche. Bei den geringen Geschwindigkeiten macht sich das Mitziehen aber auf die Schärfe der Hintergrundobjekte kaum bemerkbar, erst bei Ansicht in Originalgröße.

Wenn die Fahrzeuge schneller unterwegs sind, dann reicht 1/80 ohne Mitziehen natürlich kaum aus. Dann wird entweder leicht mitgezogen, oder aber unterbelichtet (-1) und nachträglich aufgehellt (RAW sei dank weniger ein Problem). Beispielsweise wurde das erste Bild aus dem Thread mit 1/125, Blende 3.2 und ISO 2000 aufgenommen. Das Bild out of cam ist dann natürlich um einiges finsterer, durchs Aufhellen merkt man auch einen kleinen Unterschied im Rauschen.

Es kommt nicht nur auf die Fahrgeschwindigkeit an, sondern auch auf die Winkelgeschwindigkeit. Und die ist von Betrachtungswinkel und Brennweite abhängig. Das Bild ist offensichtlich im Weitwinkel aufgenommen, was die fehlende Bewegungsunschärfe umso erstaunlicher macht.
Nein, das waren 50 mm auf DX, also 75 mm. Leichtes Tele also. ;)

Ich nehme an, ganz leicht mit dem Zug mitgezogen - und eins von den 20 Serienbildern wird schon passen (;D).
In dem Fall passen sogar 7 von 9. 8)

Linie 41

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Das Bild ist offensichtlich im Weitwinkel aufgenommen, was die fehlende Bewegungsunschärfe umso erstaunlicher macht.
Die Bewegungsunschärfe steigt aber meines Wissens mit der Brennweite.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

13er

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Das Bild ist offensichtlich im Weitwinkel aufgenommen, was die fehlende Bewegungsunschärfe umso erstaunlicher macht.
Die Bewegungsunschärfe steigt aber meines Wissens mit der Brennweite.
Naja, die Unschärfe an sich ist immer gleich groß, nur bei kleineren Bildwinkeln (=größere Brennweite) sieht man es deutlicher. Ich finde es aber sehr beachtlich, bei 50mm 1/80 so schön abzubilden!
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

Wattman

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@T1: Danke, alles klar!

@all: sagen wir, wenn wir die Parameter Fahrgeschwindigkeit, Belichtungszeit, Entfernung zum Objekt und Betrachtungswinkel gleich lassen, dann legt das Fahrzeug pro Zeiteinheit eine umso größere Strecke auf dem Kamerasensor zurück, je kürzer die Brennweite ist. Daher ist auch die Gefahr der Bewegungsunschärfe bei kurzen Brennweiten größer. Einverstanden?