Autor Thema: Rauchfangkehrerkirche  (Gelesen 19604 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

tramway.at

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 5290
    • www.tramway.at
Re: Rauchfangkehrerkirche
« Antwort #45 am: 11. September 2017, 11:46:05 »
Egal, wie man zur USTRAB steht: eine Kirche als Hindernis auf einer Hauptverkehrsachse ist absurd. Wenn diese noch dazu in einem schlechten baulichen Zustand ist, dann bitte weg damit!

Quatsch. Der für den IV nutzbare Straßenquerschnitt ist an dieser Stelle heute geringer als damals, wegen der neuen Lifte der USTRAB-Station. Mit dem Argument hat man leider vieles zerstört, einiges ist uns glücklicherweise erspart geblieben. Heute sind zB viele der damaligen "neuralgischen Engstellen" völlig unproblematisch oder sogar verkehrsberuhigt.
Ich meinte eigentlich nicht den IV, sondern die Beschleunigung der Straßen- und Lokalbahn durch Wegfall der Kurven bei Umfahrung der alten Kirche. Dass die Wiedner Hauptstraße besonders im Bereich der USTRAB eine unnötige Verkehrshölle ist, ist ja unbestritten. Hier wäre eine Führung der Gleise an der Oberfläche sicher besser gewesen.

Auch unterirdisch hätte man zwei eingleisige Straßenbahn-Richtungstunnels aussen an der Kirche vorbeiführen können. Die Notwendigkeit des Abbruchs ergab sich daraus, dass hier eine "Premetro"-Strecke gebaut wurde, mit Kurvenradien für 60-80 km/h, für eine künftige U1A (das Verzweigungsbauwerk am Karlsplatz wurde ja auch mitgebaut, ebenso ein "Stranded Investment"). Eine Groteske ist ja, dass die Tramway mit vmax 15 die Kurve runterschleicht, aus Angstgründen (wobei, ich kenn die aktuelle Situation nicht mehr, zu meiner Schulzeit war das so, dass man sich das Gefälle runtergetastet hat)
Harald A. Jahn, www.tramway.at

Aktuell: Großes Update auf www.tramway.at

coolharry

  • Obermeister
  • *
  • Beiträge: 4444
  • romani ite domum!
Re: Rauchfangkehrerkirche
« Antwort #46 am: 11. September 2017, 11:50:33 »
Auch unterirdisch hätte man zwei eingleisige Straßenbahn-Richtungstunnels aussen an der Kirche vorbeiführen können. Die Notwendigkeit des Abbruchs ergab sich daraus, dass hier eine "Premetro"-Strecke gebaut wurde, mit Kurvenradien für 60-80 km/h, für eine künftige U1A (das Verzweigungsbauwerk am Karlsplatz wurde ja auch mitgebaut, ebenso ein "Stranded Investment"). Eine Groteske ist ja, dass die Tramway mit vmax 15 die Kurve runterschleicht, aus Angstgründen (wobei, ich kenn die aktuelle Situation nicht mehr, zu meiner Schulzeit war das so, dass man sich das Gefälle runtergetastet hat)

Man hätt sie, auch wenn man so gebaut hat, wie man gebaut hat, gar nicht abreissen müssen. Das bauen wäre nur teurer geworden. Man schaue sich an unter wievielen Häusern die U-Bahn heute durchfährt. Teilweise sogar sehr dicht an der Oberfläche. Ob man damals aber schon soweit war in Wien entzieht sich meiner Kenntnis.

Und 60-80 in der Kurve - halte ich für unrealistisch. Bei dem Radius von geschätzten maximal 100m sind bei der großen Eisenbahn, selbst mit gewaltiger Überhöhung, nur 30km/h möglich. Selbst wenn man berücksichtigt, das nur gleiche Züge verkehren kann man bei einer hundert Meter Radius Kurve nur vielleicht mit maximal 50 durch. Und da hauts einen schon ziemlich herum.
Für 80km/h brauchst mindestens 300m Radius und für 60 nur ein paar Meter weniger.
Quelle für Radien:
http://drahtkupplung.info/gtbhb2423.html
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

haidi

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 10219
Re: Rauchfangkehrerkirche
« Antwort #47 am: 11. September 2017, 12:52:26 »
Ich meinte eigentlich nicht den IV, sondern die Beschleunigung der Straßen- und Lokalbahn durch Wegfall der Kurven bei Umfahrung der alten Kirche. Dass die Wiedner Hauptstraße besonders im Bereich der USTRAB eine unnötige Verkehrshölle ist, ist ja unbestritten. Hier wäre eine Führung der Gleise an der Oberfläche sicher besser gewesen.
Ich halte es genau so schlecht, Gebäude wegen des MIV abzureißen, wie für den öffentlichen Verkehr. Die eine Minute längere Fahrzeit ist uninteressant so lange die Linie auf der ganzen Linie bei Ampeln 10 Minuten unnötig verliert. Eventuell kann man eine Haltestelle so situieren, dass sie in diesem Langsamfahrbereich liegt, dann ist der Zeitverlust weg.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

h 3004

  • RBL-Disponent
  • ***
  • Beiträge: 1762
Re: Rauchfangkehrerkirche
« Antwort #48 am: 11. September 2017, 15:18:58 »
Interssant ist, daß die USTRAB genau dort anfängt, wo die Wiedner Hauptstr. breit wird. In die andere Richtung (Stadt) wäre es sinnvoller gewesen (aber vermutlich für die Architekten beim Karlsplatz zu kompliziert, weil nicht gleich U-Bahn-Betrieb ).

tramway.at

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 5290
    • www.tramway.at
Re: Rauchfangkehrerkirche
« Antwort #49 am: 11. September 2017, 15:47:14 »
Interssant ist, daß die USTRAB genau dort anfängt, wo die Wiedner Hauptstr. breit wird. In die andere Richtung (Stadt) wäre es sinnvoller gewesen (aber vermutlich für die Architekten beim Karlsplatz zu kompliziert, weil nicht gleich U-Bahn-Betrieb ).

Sehr genau wusste man damals sowieso nicht, was man macht. Es dürfte - unter Eindruck des Brüsseler Systems - den politischen Wunsch gegeben haben, eine Ustrab bzw Premetro zu bauen. Das Laurenzgassen-"Schwanzerl" ist glaube ich nur wegen der Gürtel-Ustrab entstanden (warum man die Rampe aber nicht in die Kliebergasse gelegt hat weiß ich natürlich nicht).
Harald A. Jahn, www.tramway.at

Aktuell: Großes Update auf www.tramway.at

nord22

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 8051
Re: Rauchfangkehrerkirche
« Antwort #50 am: 07. November 2017, 07:44:55 »
Ein grenzgeniales Fotomotiv von Mag. Alfred Luft.

LG nord22

haidi

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 10219
Re: Rauchfangkehrerkirche
« Antwort #51 am: 07. November 2017, 08:37:02 »
Rechts eine  Hammerbrotfiliale, Hammerbrot, 1900 von Arbeiter-Konsumvereinen gegründet, wurde 1969 mit Ankerbrot fusioniert
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging