Autor Thema: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa  (Gelesen 281356 mal)

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coolharry

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #15 am: 21. März 2012, 10:09:46 »
Noch ein Punkt ist erwähnenswert: Die WL beabsichtigen, das Stück von der Ex-Schleife Rothneusiedl nach Oberlaa – also dort, wo auch der 67er am eigenen Bahnkörper fährt – die U1 ebenerdig zu führen. Bin schon gespannt, wie man da den Querverkehr gegen Ende der Strecke behandelt (Unterführung? Brücke?).

Im Niveau werdens die U-Bahn sicher führen aber anstatt der Fontanastraße. Das mit dem adaptieren der Gleise ist, meiner Meinung nach, schwachsinn.

In Neulaa (Rothneusiedl alt) kommt dann sicher ein riesen Busbahnhof hin, der genauso hübsch ist wie der in Stadlau und mit genau soviel Liebe zum Detail und Hingabe konzipiert wird. Sprich: Er wird zum speiben ausschauen. Er wird Ampeln bekommen, die nur aufhalten und nicht regeln etc. etc.

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U4

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #16 am: 21. März 2012, 11:18:26 »
U1-Verlängerung: Endstelle Oberlaa fixiert
       

Utl.: Abzweigung Rothneusiedl wird als künftige Option technisch mitgeplant =

   Wien (OTS) - Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer und die Favoritner Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner gaben heute am Verteilerkreis den Startschuss für die U1-Verlängerung nach Oberlaa. Die in der 4. Ausbaustufe geplante
Endstelle Rothneusiedl bleibt als künftige Option für einen weiteren Ausbau aufrecht, ist aber derzeit aus Sicht der Stadtentwicklung nicht zielführend. 2017 wird die U1 dann von Leopoldau bis nach Oberlaa fahren und damit vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner von Favoriten und die Therme Wien ein Stück näher an die City rücken. 

"Mit der Entscheidung für die Endstelle Oberlaa binden wir nicht nur die Therme Wien, sondern auch die Bewohnerinnen und Bewohner des südöstlichen Teils der Hanssonsiedlung und viele tausend Menschen an Wiens beliebtes und schnellstes Öffentliches Verkehrsmittel - die U-Bahn - an. Allein 21.000 Menschen profitieren zusätzlich von der Führung
nach Oberlaa", so Vizebürgermeisterin Renate Brauner.

"Die Öffis sind in Wien bereits heute die erste Wahl, um unterwegs zu sein. Mit dem Ausbau der Infrastruktur und der günstigen Jahreskarte werden wir den Vorsprung weiter ausbauen. Die Entscheidung für die Endstelle Oberlaa ist im Hinblick auf Stadt- und Verkehrsentwicklung richtig. Mit der technischen Option auf einen Ast nach Rothneusiedl
können wir aber jederzeit flexibel auf das Wachstum der Stadt reagieren", erklärt Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer: "Mit der Verlängerung der U1 nach Oberlaa und der Option auch künftig nach Rothneusiedl zu fahren, haben wir die beste Lösung für unsere Fahrgäste getroffen. Insgesamt wächst die U1 in den nächsten Jahren vom Reumannplatz um 4,6 km und fünf Stationen. 2017 ist sie mit 19,2 km dann die längste U-Bahnlinie Wiens."

Bauarbeiten für unterirdische Stationen starten in Kürze Bereits seit Herbst 2010 laufen in Favoriten die Vorarbeiten für die Verlängerung der U1.
Diese sind jetzt abgeschlossen und der Start für den unterirdischen U-Bahnbau steht unmittelbar bevor. Die Arbeiten für die ersten drei Stationen nach dem Reumannplatz - Troststraße, Altes Landgut und Alaudagasse, die unterirdisch gebaut werden - starten in Kürze.

Zigtausende profitieren - Therma Oberlaa und Hanssonsiedlung gut angebunden Nach eingehender Analyse wurde beschlossen, die U1 vorerst nicht nach Rothneusiedl, sondern ebenerdig über Neulaa nach Oberlaa zu führen. 2017 wird damit nicht nur die Therme Wien, sondern auch tausende Bewohnerinnen und Bewohner des südöstlichen Teils der Hansson-Siedlung und der Stadtentwicklungsgebiete südlicher der Donauländebahn besser an den öffentlichen Verkehr angebunden - rund 21.000 Menschen werden zwischen Alaudagasse und Oberlaa von diesem Angebot profitieren. Gleichzeitig werden im Bereich der Station Alaudagasse Vorbereitungsarbeiten für eine mögliche Liniengabelung nach Rothneusiedl vorgenommen. So könnte in einigen Jahren, einhergehend mit der Stadtentwicklung in diesem Gebiet, die U1 auch nach Rothneusiedl fahren.

Daten der U1-Verlängerung vom Reumannplatz nach Oberlaa

Länge: 4,6 Kilometer
Stationen: 5 (Troststraße, Altes Landgut, Alaudagasse, Neulaa, Oberlaa)
Kosten: ca. 600 Millionen Euro
Baubeginn: Vorarbeiten Ende 2010, U-Bahnbau  2012
Geplante Eröffnung: 2017

Rückfragehinweis:
   Wiener Linien GmbH & Co KG
   Kommunikation

13er

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #17 am: 21. März 2012, 11:26:08 »
Viel Spaß den dortigen Bewohnern beim Hatschen, wenn vier Haltestellen (Stockholmer Platz, Rothneusiedl, PAHO Ost, Laaer-Berg-Straße) durch genau eine (Neulaa) ersetzt werden :)
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TW 292

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #18 am: 21. März 2012, 12:21:22 »
Würde man den 67er beschleunigen, dann hätte man wohl auch einen Zeitgewinn.

Die 6 Minuten kürzere Fahrzeit, von dieser werden viele kaum was haben, dafür werden die Wege zur U-Bahn Station länger.  :P

schaffnerlos

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #19 am: 21. März 2012, 12:26:42 »
Die 6 Minuten kürzere Fahrzeit, von dieser werden viele kaum was haben, dafür werden die Wege zur U-Bahn Station länger.  :P

Aber die meisten Fahrgäste ersparen sich das Umsteigen am Reumannplatz, was auch wieder einen Zeit- und Komfortgewinn bringt. Aus Fahrgastsicht heben sich Vorteile und Nachteile ziemlich auf, aus ökonomischer Sicht ist die Verlängerung natürlich ein Wahnsinn.

Linie 41

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #20 am: 21. März 2012, 13:06:53 »
Dem kann ich voll zustimmen. Die U1, welche den 67er komplett übernimmt, ist definitiv die verkehrstechnisch bessere Lösung als der Status quo. Das kann natürlich immer noch nicht mit einer hypothetischen Stadtbahnlösung konkurrieren, aber diese steht seit dem Entscheid zum U-Bahnbau in den 70ern ohnehin nicht mehr zur Debatte.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

martin8721

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #21 am: 21. März 2012, 13:07:14 »
U1-Verlängerung: Endstelle Oberlaa fixiert
       
[...]  besser an den öffentlichen Verkehr angebunden - rund 21.000 Menschen werden zwischen Alaudagasse und Oberlaa von diesem Angebot profitieren.

Kosten: ca. 600 Millionen Euro



Das traut man sich auch noch so großmundig zu sagen?
21.000 Fahrgäste pro was? Insgesamt? Pro Tag? Pro Stunde?

Soweit ich weiß, ist eine U-Bahn aus verkehrsplanerischer Sicht erst ab einem Wert von ~10.000 FG/Stunde sinnvoll.  ::)



coolharry

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #22 am: 21. März 2012, 13:09:15 »
U1-Verlängerung: Endstelle Oberlaa fixiert
       
[...]  besser an den öffentlichen Verkehr angebunden - rund 21.000 Menschen werden zwischen Alaudagasse und Oberlaa von diesem Angebot profitieren.

Kosten: ca. 600 Millionen Euro



Das traut man sich auch noch so großmundig zu sagen?
21.000 Fahrgäste pro was? Insgesamt? Pro Tag? Pro Stunde?

Soweit ich weiß, ist eine U-Bahn aus verkehrsplanerischer Sicht erst ab einem Wert von ~10.000 FG/Stunde sinnvoll.  ::)




Einwohner der Siedlungen entlang der Strecke. Also wird die tatsächliche Zahl der Fahrgäste pro Zug irgendwo zwischen 5-150 liegen. Je nach Tageszeit.

Klar man das locker mit ner Tram abtransportieren aber mit der muß man ja umsteigen. Ausserdem ist die Bim ja nicht cool. Die is voll uncool.  ;D
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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #23 am: 21. März 2012, 13:17:02 »
21.000 Fahrgäste pro was? Insgesamt? Pro Tag? Pro Stunde?
Das Einzugsgebiet (pro Tag). Wenn wir da mal rechnen, dass die Hälfte davon wirklich mit dem ÖV fährt, dann kann man in der Früh und am Abend jeweils maximal 10.000 Fahrgäste rechnen. Das kann man in etwa einer Stunde an- und abtransportieren. Den Rest des Tages fährt die U-Bahn quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ihr braucht nur mal tagsüber nach Siebenhirten oder Leopoldau fahren, um euch das in der Realität anzuschauen ;)
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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #24 am: 21. März 2012, 13:19:05 »
Interessant ist auch dass in dem Zusammenhang nicht von einer Einstellung, wie bisher üblich, sondern von einer "Umlegung" des 67ers die Rede ist. Die Route zum Monte Laa und vielleicht darüber hinaus scheint also schon recht fix zu sein!

Daniel

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #25 am: 21. März 2012, 13:24:30 »
Interessant ist auch dass in dem Zusammenhang nicht von einer Einstellung, wie bisher üblich, sondern von einer "Umlegung" des 67ers die Rede ist.
Umlegung der Fahrzeuge auf andere Linien und Umlegung der Schienen in den Hochofen :D Alles andere würde mich sehr verwundern, aber nichts ist unmöglich, heißt's zumindest bei Toyota.
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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #26 am: 21. März 2012, 13:27:04 »
Wenn man g'scheit ist und es bautechnisch möglich ist, würde ich am Reumannplatz die Wendeanlage belassen und nur jeden zweiten Zug nach Oberlaa führen. Sollte der Rothneusiedler Ast oder der große Fahrgastansturm tatsächlich einmal kommen, können diese kurzgeführten Züge ja verlängert werden.

ULF

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #27 am: 21. März 2012, 13:30:57 »
Wenn man g'scheit ist und es bautechnisch möglich ist, würde ich am Reumannplatz die Wendeanlage belassen und nur jeden zweiten Zug nach Oberlaa führen. Sollte der Rothneusiedler Ast oder der große Fahrgastansturm tatsächlich einmal kommen, können diese kurzgeführten Züge ja verlängert werden.
Laut einem nicht vor allzu langer Zeit veröffentlichten Render-Video der Wiener Linien ist bei der Station Alaudagasse eine zweigleisige eingleisige Wendeanlage vorgesehen. Kurzführungen bis dorthin wären, denk ich einmal, sinnvoller. Innerhalb der Favoritenstraße und bis zum Verteilerkreis schätze ich den Fahrgastandrang doch als ausreichend ein.

Edith: Hab mir nochmal das Video angsehen... Mein Gedächnis hat mich betrogen. :P

W_E_St

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #28 am: 21. März 2012, 13:33:21 »
21.000 Fahrgäste pro was? Insgesamt? Pro Tag? Pro Stunde?
Das Einzugsgebiet (pro Tag). Wenn wir da mal rechnen, dass die Hälfte davon wirklich mit dem ÖV fährt, dann kann man in der Früh und am Abend jeweils maximal 10.000 Fahrgäste rechnen. Das kann man in etwa einer Stunde an- und abtransportieren. Den Rest des Tages fährt die U-Bahn quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ihr braucht nur mal tagsüber nach Siebenhirten oder Leopoldau fahren, um euch das in der Realität anzuschauen ;)
Ich empfehle einen 67er werktags nach etwa 21 Uhr... vom Kurzentrum bis nach Rothneusield hatte ich schon mehrfach einen E2+c5 für mich alleine!
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

schaffnerlos

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #29 am: 21. März 2012, 13:39:48 »
Station Alaudagasse ... Kurzführungen bis dorthin...

...meines Erachtens wegen zwei verbliebener Stationen (Neulaa, Oberlaa) sinnlos, da erspart man sich im Vergleich zu den betrieblichen Einschränkungen kaum etwas.