Autor Thema: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen  (Gelesen 34444 mal)

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60er

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #30 am: 05. November 2012, 14:40:25 »
Das Rathaus will die U-Bahn ja genauso haben, da man damit hervorragend wahlkämpfen kann. Auch die Grünen werden sich sicher nicht gegen die U-Bahn stellen, denn damit würden sie von der Konkurrenz sofort als Öffi-Verhinderer abgestempelt werden und das können sie sich von allen Parteien am allerwenigsten leisten.

Ferry

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #31 am: 05. November 2012, 18:52:57 »
Im Wesentlichen reden wir hier immer nur von Stellungnahmerechten der Bezirken, nicht von Vetos. Aus meienr Sicht sind die BV für das Rathaus derzeit einfach willkommene Sündenböcke, um etwas abzuschießen, was man ohnehin nicht will. Wenn der Rathausmann etwas will, dann geschieht das in dieser Stadt auch.
Das mag in einigen Fällen stimmen, in anderen aber nicht. Es gibt in der Wiener Stadtverfassung eine klare Kompetenzregelung zwischen Rathaus und BV. Und in die - in Wien ziemlich weitreichenden - Kompetenzen eines BV kann das Rathaus nicht so einfach hineinreden (besonders dann nicht, wenn der BV von einer anderen Fraktion ist). Das macht bezirksübergreifende Projekte in Wien ja so kompliziert (siehe Parkpickerl!). Im Falle des 13ers müssten das Rathaus und alle BV der betroffenen Bezirke zustimmen, dann bestünde zumindest theoretisch die Möglichkeit, dass er gebaut wird. Stellt sich auch nur ein BV dagegen, wird aus dem Projekt nichts.

In Graz z.B. könnten die BV solche bezirksübergreifenden Projekte nicht zu Fall bringen, weil sich ihre Kompetenzen (weitgehend) nur auf bezirkseigene Projekte erstrecken.
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highspeedtrain

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #32 am: 06. November 2012, 10:06:56 »
Im Wesentlichen reden wir hier immer nur von Stellungnahmerechten der Bezirken, nicht von Vetos. Aus meienr Sicht sind die BV für das Rathaus derzeit einfach willkommene Sündenböcke, um etwas abzuschießen, was man ohnehin nicht will. Wenn der Rathausmann etwas will, dann geschieht das in dieser Stadt auch.
Das mag in einigen Fällen stimmen, in anderen aber nicht. Es gibt in der Wiener Stadtverfassung eine klare Kompetenzregelung zwischen Rathaus und BV. Und in die - in Wien ziemlich weitreichenden - Kompetenzen eines BV kann das Rathaus nicht so einfach hineinreden (besonders dann nicht, wenn der BV von einer anderen Fraktion ist). Das macht bezirksübergreifende Projekte in Wien ja so kompliziert (siehe Parkpickerl!). Im Falle des 13ers müssten das Rathaus und alle BV der betroffenen Bezirke zustimmen, dann bestünde zumindest theoretisch die Möglichkeit, dass er gebaut wird. Stellt sich auch nur ein BV dagegen, wird aus dem Projekt nichts.

In Graz z.B. könnten die BV solche bezirksübergreifenden Projekte nicht zu Fall bringen, weil sich ihre Kompetenzen (weitgehend) nur auf bezirkseigene Projekte erstrecken.

Es zahlt sich aus, einen Blick direkt in die Stadtverfassung zu werfen, anstatt nur abstrakt zu diskutieren.

Dort fällt auf, dass in den §§ 103g und 103h den Bezirksvertretungen und Bezirksvorstehungen ausschließlich Stellungnahme- und Mitwirkungsrechte eingeräumt sind, aber keine abschließenden inhaltlichen Entscheidungsbefugnisse.

Die faktische Macht der Bezirke kommt vielmehr aus ihren budgetrechtlichen Befugnissen, die in § 103 Wr Stadtverfassung geregelt sind. Darunter fällt in der Tat der Großteil von Fragen, die Straßen betreffen. Auffallend § 103 Abs 1 Z 3, der den Bezirken folgende Haushaltsangelegenheiten zuordnet:

"Planung und Herstellung (Neu-, Um- und Ausbau) von Hauptstraßen A und Nebenstraßen sowie der durch die Vorhaben notwendigen Einbauten, soweit diese nicht in die Zuständigkeit der Unternehmungen (§ 71) fallen, ausgenommen jene im jeweiligen Voranschlag ausgewiesenen Projekte, Straßenbauten im Zusammenhang mit U-Bahnbau sowie Radwege, die im Hauptradwegenetz ausgewiesen sind;"

Diese BEstimmung findet sich im "normalen" Teil der Stadtverfassung, also jener Teil, der mit einfacher Mehrheit im Landtag geändert werden kann. Es bedarf keiner großer Fantasie, um zu erkennen, dass, wenn Straßenbahnen eine Priorität der Wiener Stadtregierung wären, binnen weniger Monate die Worte "im Zusammenhang mit U-Bahnbau" durch die Worte "im Zusammenhang mit U-Bahn- und Straßenbahnbau" geändert würden.

Ich bleibe daher dabei: Die Bezirke sind eine praktische Ausrede, um Dinge zu verhindern, von denen man ohnehin nicht überzeugt ist. Wäre die Straßenbahn dem Bürgermeister und der Wiener Stadtregierung genauso wichtig, wie die U-Bahn, würden die Bezirke keinerlei Rolle spielen.

T1

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #33 am: 06. November 2012, 13:15:03 »
Nur um ein bißchen zu vermitteln, worum es hier geht. Ohne U5 sind folgende Linien vorgeplant:
Sorry, aber einiges davon halte ich für unwahrscheinlich, wenn nicht unmöglich. Bitte definiere, was konkret unter "vorgeplant" zu verstehen ist und von welchen Zeiträumen wir hier sprechen.
Das ist ja nicht politisch (außer vielleicht von den Grünen) vorgeplant, sondern von Mitarbeitern der MA 18. Und die sind in ihren Planungen teils bereits recht konkret. Aber da sind auch einige weitere Sachen dabei – manches davon sehr wage, aber doch "angedacht".

Und im Hinblick auf den geplanten behindertengerechten Umbau von Bahnhöfen, der bei gleichbleibender Fläche weniger Abstellmöglichkeit bieten wird, müssten etliche großräumige Remisen neu errichtet werden. Sorry, aber das passt ganz einfach nicht zusammen.
Was schwirren da wieder für Gerüchte herum? So dramatisch wie hier manche tun ist es nicht. ::)

Das Rathaus will die U-Bahn ja genauso haben, da man damit hervorragend wahlkämpfen kann. Auch die Grünen werden sich sicher nicht gegen die U-Bahn stellen, denn damit würden sie von der Konkurrenz sofort als Öffi-Verhinderer abgestempelt werden und das können sie sich von allen Parteien am allerwenigsten leisten.
Genau das haben sie in der Josefstadt gemacht. Wie gesagt:

Dass die Grünen dagegen sind, ist sehr löblich und auch bewundernswert: Eine Partei, die sich sonst stark für den ÖV-Ausbau macht, lässt sich nicht mal aus populistischen Gründen abbringen, dagegen zu sein. Hoffentlich bleibt das so, aber dessen Verkehrssprecher ist ja zum Glück recht fähig.

moszkva tér

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #34 am: 06. November 2012, 13:23:41 »
Nur um ein bißchen zu vermitteln, worum es hier geht. Ohne U5 sind folgende Linien vorgeplant:
Sorry, aber einiges davon halte ich für unwahrscheinlich, wenn nicht unmöglich. Bitte definiere, was konkret unter "vorgeplant" zu verstehen ist und von welchen Zeiträumen wir hier sprechen.
Das ist ja nicht politisch (außer vielleicht von den Grünen) vorgeplant, sondern von Mitarbeitern der MA 18. Und die sind in ihren Planungen teils bereits recht konkret. Aber da sind auch einige weitere Sachen dabei – manches davon sehr wage, aber doch "angedacht".

So funktioniert die Politik - nicht nur in Wien und nicht nur in der Stadtplanung.

Die Fachabteilungen machen Planungen, Projekte und Studien (bzw. geben diese in Auftrag). Vieles davon wird zurückgehalten. Braucht nun ein Politiker (Stadtrat, Minister oder sonstwas) schnell ein Projekt, um in die Nachrichten zu kommen, geht er nachfragen, was es so im Archiv gibt. So war es beispielsweise mit dem Gorbach-160er genauso wie das beim Staatssekretär Kurz seiner Staatsbürgerschaft-per-Sozialdienst ist. Detto wenn eine Planung flöten geht. Dann schaut man, was an brauchbaren Alternativen schnell aus dem Hut gezaubert werden kann.

Alle diese Ideen waren schon seit Langem untersucht, Pro und Contra abgewogen, und dann archiviert. "Machts ma noch a schenes Bauer-Point" und fertig ist die Pressekonferenz.

Dass alle diese Straßenbahnideen schon fertig durchgeplant sind, glaube ich sofort. Nur öffentlich werden sie erst gemacht, wenn die U5 stirbt. Denn wenn das passiert, braucht man schnell eine gute Alternative, und das lässt sich nicht über Nacht planen.

Ferry

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #35 am: 06. November 2012, 13:47:21 »
Dass alle diese Straßenbahnideen schon fertig durchgeplant sind, glaube ich sofort. Nur öffentlich werden sie erst gemacht, wenn die U5 stirbt. Denn wenn das passiert, braucht man schnell eine gute Alternative, und das lässt sich nicht über Nacht planen.
Und auch dann ist es bei einigen mehr als fraglich, ob sie kommen.

@highspeedtrain: Letztlich hast du - vermutlich juristisch versierter als ich (wozu nicht viel gehört  ;)) - nur das bestätigt, was ich geschrieben habe: die BV haben die Kompetenz, bezirksübergreifende Projekte - und dazu zählen i.d.R. auch Straßenbahnstrecken - zu verhindern. Ich habe ja nicht behauptet, dass die Stadtverfassung in Stein gemeißelt ist und nicht geändert werden könnte. Nur solange das nicht passiert - und da die U-Bahn für die gesamte Wiener Kommunalpolitik eine Prestigeangelegenheit ist und bleibt, wird es nicht so schnell passieren - haben Projekte wie 13er, 14er oder 15er kaum Chancen auf Realisierung. Am ehesten noch die Verlängerungen, denn die betreffen einerseits meistens nur einen Bezirk und andererseits "ist die Straßenbahn ja eh schon da" (d.h., es gibt keinen Konkurrenzkampf zwischen Straßenbahn und U-Bahn).

Ich hatte "13er's" Posting insoferne missverstanden, als dass ich in "vorgeplant" bereits "Realisierung geplant, falls U5 nicht kommt" hineininterpretiert habe. Dass die Projekte selbst schon durchaus konkret geplant sind, glaube ich bei den meisten sofort. Aber was war in Wien nicht schon alles geplant, das dann letzten Endes doch nicht gekomen ist!  ::)
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60er

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #36 am: 06. November 2012, 14:03:05 »
Das Rathaus will die U-Bahn ja genauso haben, da man damit hervorragend wahlkämpfen kann. Auch die Grünen werden sich sicher nicht gegen die U-Bahn stellen, denn damit würden sie von der Konkurrenz sofort als Öffi-Verhinderer abgestempelt werden und das können sie sich von allen Parteien am allerwenigsten leisten.
Genau das haben sie in der Josefstadt gemacht.
Ja, jetzt sagen sie das. Wenn jedoch Wahlkampf ist, schau ich mir an, was sie machen, wenn die schwarz-blau-braune Opposition die Grünen als die U-Bahn-Verhinderer darstellt. Eine klare Absage zum U-Bahn-Bau in Wien hat man von den Grünen zudem bis heute nicht gehört. Eine solche wird es wohl auch nie geben, denn das wäre, wie gesagt, politischer Selbstmord.

Beim Straßenbahnausbau haben die Grünen genaugenommen ja auch genau nichts weitergebracht. Kein einziges grünes Straßenbahnprojekt hat auch nur die geringste Chance auf Realisierung.

highspeedtrain

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #37 am: 06. November 2012, 14:45:59 »
@highspeedtrain: Letztlich hast du - vermutlich juristisch versierter als ich (wozu nicht viel gehört  ;)) - nur das bestätigt, was ich geschrieben habe: die BV haben die Kompetenz, bezirksübergreifende Projekte - und dazu zählen i.d.R. auch Straßenbahnstrecken - zu verhindern. Ich habe ja nicht behauptet, dass die Stadtverfassung in Stein gemeißelt ist und nicht geändert werden könnte. Nur solange das nicht passiert - und da die U-Bahn für die gesamte Wiener Kommunalpolitik eine Prestigeangelegenheit ist und bleibt, wird es nicht so schnell passieren - haben Projekte wie 13er, 14er oder 15er kaum Chancen auf Realisierung. Am ehesten noch die Verlängerungen, denn die betreffen einerseits meistens nur einen Bezirk und andererseits "ist die Straßenbahn ja eh schon da" (d.h., es gibt keinen Konkurrenzkampf zwischen Straßenbahn und U-Bahn).

Ich gebe Dir ja völlig recht, nur denke ich eben, dass weder die Stadtverfassung noch die BV die echten Hindernisse für die Straßenbahn sind, sondern der mangelnde politische Wille auf SPÖ-Seite. Wenn man wirklich will, sind Gesetze ganz schnell geändert - ich bin jetzt zu faul zum recherchieren, aber auch die Ausnahme der Bezirkskompetenz für Hauptradrouten (siehe § 103 Abs 1 Z 3 Wr Stadtverfassung) war mit Sicherheit nicht immer in der Stadtverfassung, sondern Ergebnis eines politischen Willens, den Ausbau von Radrouten nicht an einzelnen Bezirken scheitern zu lassen.

Achter

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #38 am: 06. November 2012, 17:24:00 »
Da es die Grünen ja nicht einmal fertigbringen, die geplante U2-Verlängerung am Hauptbahnhof vorbei zu verhindern: Was erwartet Ihr Euch von denen? Wien ist rot einzementiert - und diese Partei und deren Funktionäre haben es in Jahrzehnten nur fertiggebracht, daß man - außer mit der U-Bahn -  in Wien weder mit dem Auto, noch mit Öffis weiterkommt, weil alles ein Flickwerk ist.

Beispiel 62er: Bei fast allen Kreuzungen sind Oberleitungskontakte montiert - aber grundsätzlich deaktiviert (Floragasse, Große Neugasse, Längenfeldgasse, Aßmayergasse, Abzweige zum Möbelix, Schneiderhangasse, Altmannsdorferstraße, Schönbrunner Allee, Atzgersdorfer Straße, Hofwiesengasse). Mit Vorrangschaltungen könnte die Linie insgesamt um 10 - 12 Minuten beschleunigt werden. Würde zwei Garnituren und über den ganzen Tag sieben bis acht Fahrer einsparen - pro Jahr Zigtausende Euro. Hochgerechnet auf alle Linien - weil bei den Anderen schauts sicher genau so aus - sind das Millionenbeträge pro Jahr, die in Sinnvolleres gesteckt werden könnten. Aber da ist natürlich die rote Gewerkschaft dahinter, daß das nicht passiert.

Also was erwartet Ihr Euch, solange Rot - Grün etwas zu melden hat?

60er

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #39 am: 06. November 2012, 17:31:42 »
Da es die Grünen ja nicht einmal fertigbringen, die geplante U2-Verlängerung am Hauptbahnhof vorbei zu verhindern: Was erwartet Ihr Euch von denen? Wien ist rot einzementiert - und diese Partei und deren Funktionäre haben es in Jahrzehnten nur fertiggebracht, daß man - außer mit der U-Bahn -  in Wien weder mit dem Auto, noch mit Öffis weiterkommt, weil alles ein Flickwerk ist.
Die U2 Süd kommt sowieso nicht. Egal ob mit oder ohne den Grünen.

Zitat
Also was erwartet Ihr Euch, solange Rot - Grün etwas zu melden hat?
Rot-Grün ist für den öffentlichen Verkehr immerhin noch das Bestmögliche. Unter Schwarz-Blau verfiele Wiens Verkehrspolitik vermutlich wirklich zurück in die 60er-Jahre! Freie Fahrt und gratis Parken für alle Autofahrer, Fahrradkennzeichen, flexible Autobusse statt Rumpeltramway und weitere wahnwitzige U-Bahn-Planungen.

Achter

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #40 am: 06. November 2012, 17:32:54 »
Zum letzten Satz: Das glaube ich nicht - die würden versuchen, zu sparen.

Die angedachten Fahrradkennzeichen haben sich die Radler selbst zuzuschreiben - oder willst Du am Gehsteig von einem Nachwuchs-Lance-Armstrong ungestraft überrollt werden?

60er

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #41 am: 06. November 2012, 17:34:39 »
Zum letzten Satz: Das glaube ich nicht - die würden versuchen, zu sparen
Aha, und sparen beim ÖV fändest du also gut? ::)

Die angedachten Fahrradkennzeichen haben sich die Radler selbst zuzuschreiben - oder willst Du am Gehsteig von einem Nachwuchs-Lance-Armstrong ungestraft überrollt werden?
Absoluter Blödsinn. Die Fahrradkennzeichen sind polemische Rülpser einiger rechter Politiker und nichts weiter.

Achter

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #42 am: 06. November 2012, 17:36:38 »
Zum letzten Satz: Das glaube ich nicht - die würden versuchen, zu sparen
Aha, und sparen beim ÖV fändest du also gut? ::)

Sinnvolles Sparen - so wie in meiner ersten Antwort angeführt: JA

Was spricht dagegen, die Fahrzeiten auf einer Linie zu kürzen - man spart ja dadurch auch die Fahrzeit der Fahrgäste ein!

60er

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #43 am: 06. November 2012, 17:41:49 »
Sinnvolles Sparen - so wie in meiner ersten Antwort angeführt: JA

Was spricht dagegen, die Fahrzeiten auf einer Linie zu kürzen - man spart ja dadurch auch die Fahrzeit der Fahrgäste ein!
Nichts spricht dagegen. Nur würden es die Schwarz-Blauen wohl kaum sinnvoll machen, da sie sich stets dem Autofahrer verpflichtet fühlen und daher einer Ampelbeeinflussung nicht zustimmen würden. Oder was glaubst du, warum der 62er in Wieden von roten Ampeln und deaktivierten Oberleitungskontakten ausgebremst wird? Einsparungen gäbe es daher höchstens bei Intervallen und durch Anhebung der Ticketpreise.

Klingelfee

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #44 am: 06. November 2012, 17:45:52 »
Beispiel 62er: Bei fast allen Kreuzungen sind Oberleitungskontakte montiert - aber grundsätzlich deaktiviert (Floragasse, Große Neugasse, Längenfeldgasse, Aßmayergasse, Abzweige zum Möbelix, Schneiderhangasse, Altmannsdorferstraße, Schönbrunner Allee, Atzgersdorfer Straße, Hofwiesengasse). Mit Vorrangschaltungen könnte die Linie insgesamt um 10 - 12 Minuten beschleunigt werden. Würde zwei Garnituren und über den ganzen Tag sieben bis acht Fahrer einsparen - pro Jahr Zigtausende Euro. Hochgerechnet auf alle Linien - weil bei den Anderen schauts sicher genau so aus - sind das Millionenbeträge pro Jahr, die in Sinnvolleres gesteckt werden könnten. Aber da ist natürlich die rote Gewerkschaft dahinter, daß das nicht passiert.

Also was erwartet Ihr Euch, solange Rot - Grün etwas zu melden hat?

Jetzt fangst du auch noch an. Fahr einmal länger Zeit selber auf der Linie 62 und du wirst auch feststellen, dass viele deiner angeführten Ampelanlagen sehr wohl beeinflusst sind, bzw auf Grund des starken Andrang des MIV nicht wirklich beeinflussbar ist, weil wenn du die Linie 62 zu sehr beschleunigst, du dann die anderen Linien bremst.

Paar Beispiele
Längenfeldgasse - 63A
Aßmayergasse - 59A
Altmannsdorfer Straße - 16A, 64A
Schönbrunner Allee  - 63A
Atzgersdorfer Straße - 56B, 156B, 260
Hofwiesengasse - 60, 56B, 156B

Aber klar, wenn nichts los ist, hole ich dir 10 Verspätung auf. Nur dürfen da keine Autos im Weg sein und auch kein einziger Kinderwagen mitfahren wollen. Vor X Jahren habe ich das an einem 24. Dezember zusammengebracht. Das war aber eine Eintagsfliege. Und dir muss auch klar sein, dass eine JEDE Fahrzeitverkürzung das Unfallrisiko steigert. Siehe Unfall auf der Linie 41, das war nur, weil der Fahre eine Verspätung aufholen wollte.

Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen