Autor Thema: Diverse Netzausbauten (war: 13 statt 13A)  (Gelesen 18188 mal)

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T1

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Re: Diverse Netzausbauten (war: 13 statt 13A)
« Antwort #90 am: 19. Februar 2019, 00:09:57 »
Gestorben ist noch nichts, das ist die (aus Erfahrungen stammende) Schwarzmalerei hier im Forum.

Bei meinen Gesprächen im ÖIR hab ich gehört, dass die Linie nicht nötig ist, weil die Leute eh zur U1 gehen (meine Interpretation: "sollen"). Also, macht's euch keine Hoffnungen, die U1 will gefüllt werden.
Aha, von der Neilreichgasse gehen die Leute zur U1, klar. Darum ist der 6er auch so schwach ausgelastet.

Solche Aussagen traue ich nicht mal dem Chefplaner der Wiener Linien zu, und dem trau ich viel zu. Dem ÖIR aber schon gar nicht. Ich nehme an, es handelt sich um ein Missverständnis. ;)

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Re: Diverse Netzausbauten (war: 13 statt 13A)
« Antwort #91 am: 19. Februar 2019, 00:12:02 »
Gestorben ist noch nichts, das ist die (aus Erfahrungen stammende) Schwarzmalerei hier im Forum.

Bei meinen Gesprächen im ÖIR hab ich gehört, dass die Linie nicht nötig ist, weil die Leute eh zur U1 gehen (meine Interpretation: "sollen"). Also, macht's euch keine Hoffnungen, die U1 will gefüllt werden.
Aha, von der Neilreichgasse gehen die Leute zur U1, klar. Darum ist der 6er auch so schwach ausgelastet.

Solche Aussagen traue ich nicht mal dem Chefplaner der Wiener Linien zu, und dem trau ich viel zu. Dem ÖIR aber schon gar nicht. Ich nehme an, es handelt sich um ein Missverständnis. ;)

Ja, ich meinte den 67er zum Monte Laa
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T1

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Re: Diverse Netzausbauten (war: 13 statt 13A)
« Antwort #92 am: 19. Februar 2019, 00:18:16 »
Ah, das macht schon mehr Sinn. Bis zum Bereich Eisenstadtplatz würde ich sogar meinen, dass das zutrifft – da ist man zu Fuß wirklich schnell bei der Troststaße. Wenn ein 67er beim Quellenplatz wieder Richtung Süden abbiegt, würde eine Straßenbahn den Fahrgästen in dem Bereich wirklich wenig bringen. Eine Verknüpfung Richtung Matzleinsdorfer Platz wäre da schon interessanter.

Ich glaube übrigens kaum, dass die U1 gefüllt werden will. Zumindest im innerstädtischen Bereich erscheint sie mir zur HVZ bald an der Kapazitätsgrenze zu sein. Dem sind sich die Wiener Linien wohl hoffentlich irgendwann auch bewusst.

Klingelfee

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Re: Diverse Netzausbauten (war: 13 statt 13A)
« Antwort #93 am: 19. Februar 2019, 04:49:36 »
Ah, das macht schon mehr Sinn. Bis zum Bereich Eisenstadtplatz würde ich sogar meinen, dass das zutrifft – da ist man zu Fuß wirklich schnell bei der Troststaße. Wenn ein 67er beim Quellenplatz wieder Richtung Süden abbiegt, würde eine Straßenbahn den Fahrgästen in dem Bereich wirklich wenig bringen. Eine Verknüpfung Richtung Matzleinsdorfer Platz wäre da schon interessanter.

Ich glaube übrigens kaum, dass die U1 gefüllt werden will. Zumindest im innerstädtischen Bereich erscheint sie mir zur HVZ bald an der Kapazitätsgrenze zu sein. Dem sind sich die Wiener Linien wohl hoffentlich irgendwann auch bewusst.

Ich finde es herrlich, dass ihr bezüglich der Verkehrsplanung immer die WL verantwortlich macht. Denn entscheiden über die Projekte tut immer noch die Stadt Wien. Und wenn die Stadt sagt, die Linie kommt, dann fragen die WL nur mehr, zahlt ihr auch den Ausbau. Wenn ja, dann setzen die WL die PRojekte auch um. Siehe Linie 11.

Bezüglich einer Straßenbahn Richtung Monte Laa. Klar verstehe ich, dass es hier die Forderung einer Straßenbahn gibt. Aber es ist ja nicht so, dass dieser Bereich öffentlich nicht versorgt ist. Schließlich fährt genau auf der geplanten Trasse die Buslinien 68A/B.

Ich denke, bevor man mit Gewalt eine Buslinie auf Straßenbahn umstellen will, sollte man schauen, das die diversen Neubauprojekte, die keinen ÖV-Anschluß haben, diesen bekommen.

Dies scheitert jedoch meistens nicht am Willen der Stadt oder der WL, sondern an den Bürgerinitiativen, die keinen ÖV und schon gar nicht eine Straßenbahn durch ihr Gebiet wollen.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

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Re: Diverse Netzausbauten (war: 13 statt 13A)
« Antwort #94 am: 19. Februar 2019, 06:05:34 »
Das mit den Bürgerinitiativen sieht man auch schön woanders. Mag zwar jetzt ein bisschen OT sein, aber es ist ja geplant, dass die Achenseebahn elektrifiziert wird. Und schwupps, steht dort schon eine BI am Teppich, die gegen eine sehr laute Achenseebahn protestiert, zu welcher sie, laut deren Meinung, wird, wenn sie elektrisch wird. Zur Information, aktuell fährt man hier noch mit einer Dampflok, also was ist lauter? Man sieht, BIs bilden sich ganz schnell und zwar auf Grund "billigster" Argumente.

darkweasel

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Re: Diverse Netzausbauten (war: 13 statt 13A)
« Antwort #95 am: 19. Februar 2019, 07:14:54 »
Als m.E. sinnvollen Kompromiss zwischen Wald- und Absberggasse könnte man ja auch einfach durch die Steudelgasse fahren.
Inwiefern findest du deine Lösung sinnvoller als die anderen Varianten?
Weil die Linie dann einerseits zu einem gewissen Grade Entlastungslinie für die andere Linie (wie auch immer diese dann heißt) in der östlichen Quellenstraße spielen kann (bei der Herndlgasse nicht der Fall), andererseits aber kein ewiger Umweg auf dem Weg von der Laaer-Berg-Straße zur U1 entsteht wie bei der Absberggasse. Wenn man in der Steudelgasse z.B. bei der Puchsbaumgasse eine Haltestelle vorsieht, sind große Teile des Einzugsgebiets der Hst. Absberggasse auch in deren Einzugsgebiet. In der Herndlgasse würde man gerade so knapp an der U1 vorbeifahren, dass zwar einerseits lange Umsteigewege entstünden, aber andererseits viel weniger Wohnungen besser angebunden wären als jetzt.

coolharry

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Re: Diverse Netzausbauten (war: 13 statt 13A)
« Antwort #96 am: 19. Februar 2019, 07:17:30 »
Ich denke, bevor man mit Gewalt eine Buslinie auf Straßenbahn umstellen will, sollte man schauen, das die diversen Neubauprojekte, die keinen ÖV-Anschluß haben, diesen bekommen.

Wenn man bei Stadtentwicklungsgebieten und den dazu gehörigen Straßenzügen von Anfang an Öffikorridore eingeplant hat, dann hat man auch gegenüber den BIs meist einen besseren Stand. Beim Kretaviertel wars halt schwer einen Konsens zu finden der sehr viele Parkplätze und ein paar Bäume gekostet hätte. Noch dazu wenn man aus dem Bezirk so gar keine Rückendeckung hatte.

Dies scheitert jedoch meistens nicht am Willen der Stadt oder der WL, sondern an den Bürgerinitiativen, die keinen ÖV und schon gar nicht eine Straßenbahn durch ihr Gebiet wollen.

Eine BI ist halt immer so einflußreich wie ihr Freundeskreis. Eine BI ohne Kontakt in eine wichtige Partei kann meist auch, weißt eh wohin gehen.
Und BIs wirds immer geben. Schießlich ist es das gute recht eines jeden Bürgers seine Anliegen und Wünsche kund zu tun. Ob und wieviel sie gehör finden steht auf einem anderen Blatt.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

Klingelfee

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Re: Diverse Netzausbauten (war: 13 statt 13A)
« Antwort #97 am: 19. Februar 2019, 07:40:45 »
Ich denke, bevor man mit Gewalt eine Buslinie auf Straßenbahn umstellen will, sollte man schauen, das die diversen Neubauprojekte, die keinen ÖV-Anschluß haben, diesen bekommen.

Wenn man bei Stadtentwicklungsgebieten und den dazu gehörigen Straßenzügen von Anfang an Öffikorridore eingeplant hat, dann hat man auch gegenüber den BIs meist einen besseren Stand. Beim Kretaviertel wars halt schwer einen Konsens zu finden der sehr viele Parkplätze und ein paar Bäume gekostet hätte. Noch dazu wenn man aus dem Bezirk so gar keine Rückendeckung hatte.


Nur was nützt es dir, wenn du von Anfang an einen Korridor einplanst. Widerstand wirst du trotzdem haben. Ich sage nur Tokiostraße. auch hier gab es eine Bürgerinitiative, die die SL 25 verhindern wollte. Aber du hast Recht. Bei einer Bürgerinitiative kommt es immer darauf an, wer sich dieser anschließt. Nur leider hast du in der heutigen Zeit eine so große Vernetzung, dass sich fast immer ein "wichtiger" Fürsprecher findet. überhaupt dann, wenn es um Bäume oder seltenen Tiere handelt.

Und da ist es auch oft unabhängig, wer zuerst da war die Bewohner, oder diejenige, gegen die vorgegangen wird. Ich sage da nur " akustische Verschubsignale in Ottakring".
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

coolharry

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Re: Diverse Netzausbauten (war: 13 statt 13A)
« Antwort #98 am: 19. Februar 2019, 07:49:35 »
Ich denke, bevor man mit Gewalt eine Buslinie auf Straßenbahn umstellen will, sollte man schauen, das die diversen Neubauprojekte, die keinen ÖV-Anschluß haben, diesen bekommen.

Wenn man bei Stadtentwicklungsgebieten und den dazu gehörigen Straßenzügen von Anfang an Öffikorridore eingeplant hat, dann hat man auch gegenüber den BIs meist einen besseren Stand. Beim Kretaviertel wars halt schwer einen Konsens zu finden der sehr viele Parkplätze und ein paar Bäume gekostet hätte. Noch dazu wenn man aus dem Bezirk so gar keine Rückendeckung hatte.


Nur was nützt es dir, wenn du von Anfang an einen Korridor einplanst. Widerstand wirst du trotzdem haben. Ich sage nur Tokiostraße. auch hier gab es eine Bürgerinitiative, die die SL 25 verhindern wollte. Aber du hast Recht. Bei einer Bürgerinitiative kommt es immer darauf an, wer sich dieser anschließt. Nur leider hast du in der heutigen Zeit eine so große Vernetzung, dass sich fast immer ein "wichtiger" Fürsprecher findet. überhaupt dann, wenn es um Bäume oder seltenen Tiere handelt.

Und da ist es auch oft unabhängig, wer zuerst da war die Bewohner, oder diejenige, gegen die vorgegangen wird. Ich sage da nur " akustische Verschubsignale in Ottakring".

Die BI Tokiostraße ist aber genau so ein Beispiel für "Wenn der Korridor da ist hat man bessere Karten".
Schließlich fährt der 25er und Rasengleis, wenn auch mit tiefliegender Ebene, gibts auch. Was ich so mit bekommen habe, war das Rasengleis ja der Konsens den man dann getroffen hat.

Und du wirst heute kein Bauprojekt ohne Widerstand abwicklen können. Nichtmal das eigene Einfamilienhaus wirst nicht ohne Diskussionen bauen können. Das fängt bei Zufahrt von LKW an und hört bei Heckenhöhen auf.

Die "Ich will keine Veränderung" Fraktion wird immer größer. Wohl auch weil sich alles immer schneller verändert, will man irgendetwas was sich nicht verändert. Und wenns eine vollgeparkte, schiarche Straße ist. Aber es ist meine schiarche, vollgeparkte Straße und die will ich so, weil ich sie seit zig Jahren nicht anders kenne. Gegen neue Häuser kann man meist weniger vorgehen als gegen öffentliche Bauvorhaben.
Sprich mal mit einem Architekten und geh mal auf eine Behördenverhandlung. Teilweise ist das ein Kabarett mit was für Argumenten da argumentiert wird.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

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Re: Diverse Netzausbauten (war: 13 statt 13A)
« Antwort #99 am: 19. Februar 2019, 08:48:29 »
Ich finde es herrlich, dass ihr bezüglich der Verkehrsplanung immer die WL verantwortlich macht. Denn entscheiden über die Projekte tut immer noch die Stadt Wien. Und wenn die Stadt sagt, die Linie kommt, dann fragen die WL nur mehr, zahlt ihr auch den Ausbau. Wenn ja, dann setzen die WL die PRojekte auch um. Siehe Linie 11.
Auf den vorherigen Seiten wird von MA 18, den Favoritner Genossen und dem ÖIR geredet, die WL mit keinem Wort erwähnt oder gar beschuldigt. Pack deine Paranoia wieder ein ;)

Außerdem: Red einmal mit deinem Chefplaner. Der sieht das ein wenig anders.

Ich denke, bevor man mit Gewalt eine Buslinie auf Straßenbahn umstellen will, sollte man schauen, das die diversen Neubauprojekte, die keinen ÖV-Anschluß haben, diesen bekommen.
Welche genau meinst du?

Monte Laa ist ein Neubauprojekt ohne gescheitem ÖV-Anschluss...

Als m.E. sinnvollen Kompromiss zwischen Wald- und Absberggasse könnte man ja auch einfach durch die Steudelgasse fahren.
Inwiefern findest du deine Lösung sinnvoller als die anderen Varianten?
Weil die Linie dann einerseits zu einem gewissen Grade Entlastungslinie für die andere Linie (wie auch immer diese dann heißt) in der östlichen Quellenstraße spielen kann (bei der Herndlgasse nicht der Fall), andererseits aber kein ewiger Umweg auf dem Weg von der Laaer-Berg-Straße zur U1 entsteht wie bei der Absberggasse. Wenn man in der Steudelgasse z.B. bei der Puchsbaumgasse eine Haltestelle vorsieht, sind große Teile des Einzugsgebiets der Hst. Absberggasse auch in deren Einzugsgebiet. In der Herndlgasse würde man gerade so knapp an der U1 vorbeifahren, dass zwar einerseits lange Umsteigewege entstünden, aber andererseits viel weniger Wohnungen besser angebunden wären als jetzt.
Hmm, verstehe, aber der Hotspot am 6er ist immer noch die Hst. Absberggasse. Die wird dadurch halt gar nicht entlastet.