Autor Thema: Berufsbild Straßenbahnfahrer  (Gelesen 14424 mal)

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t12700

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #30 am: 07. Februar 2019, 16:50:36 »
Auf den Bahnhöfen gibt es zwar einige Abstellplätze für Bedienstete, die natürlich auch ein bisschen was kosten, aber ohne Garantie auf einen freien Platz. Was dann? Es gibt Leute, die fahren in so einem Fall wieder heim und melden sich krank!
Im Normalfall würd ich ja sagen, dass sich solche Leute gleich die Fristlose mitnehmen können, weil sowas kann ja kein Grund sein, gleich den Job zu quittieren. Bei der derzeitigen Personalsituation wär das aber verheerend, was natürlich dann dazu führt, dass ein solches Verhalten keine abschreckende Folgen hat! :bh: :down:

LG t12700
Auf dass uns die E1 noch lange erhalten bleiben; hoffentlich auch am 49er

camelbak

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #31 am: 07. Februar 2019, 17:45:31 »
Auf den Bahnhöfen gibt es zwar einige Abstellplätze für Bedienstete, die natürlich auch ein bisschen was kosten, aber ohne Garantie auf einen freien Platz. Was dann? Es gibt Leute, die fahren in so einem Fall wieder heim und melden sich krank!
Im Normalfall würd ich ja sagen, dass sich solche Leute gleich die Fristlose mitnehmen können, weil sowas kann ja kein Grund sein, gleich den Job zu quittieren. Bei der derzeitigen Personalsituation wär das aber verheerend, was natürlich dann dazu führt, dass ein solches Verhalten keine abschreckende Folgen hat! :bh: :down:

LG t12700

Wird dann ein Ersatzfahrer geholt oder fällt der Kurs ersatzlos aus ?
Wenn man jemanden holen muss ist das aus kollegialer Sicht unter aller S**.

Aber so wie ihr hier redet müssen die ja fast jeden nehmen der eine Bewerbung abgibt...🤔
Das heißt meine Chancen würden gut stehen :'D

T1

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #32 am: 07. Februar 2019, 17:52:59 »
Auf den Bahnhöfen gibt es zwar einige Abstellplätze für Bedienstete, die natürlich auch ein bisschen was kosten, aber ohne Garantie auf einen freien Platz. Was dann? Es gibt Leute, die fahren in so einem Fall wieder heim und melden sich krank!
Im Normalfall würd ich ja sagen, dass sich solche Leute gleich die Fristlose mitnehmen können, weil sowas kann ja kein Grund sein, gleich den Job zu quittieren. Bei der derzeitigen Personalsituation wär das aber verheerend, was natürlich dann dazu führt, dass ein solches Verhalten keine abschreckende Folgen hat! :bh: :down:

LG t12700
Und, wie willst ihm draufkommen?

t12700

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #33 am: 07. Februar 2019, 17:56:01 »
Aber so wie ihr hier redet müssen die ja fast jeden nehmen der eine Bewerbung abgibt...🤔
Das heißt meine Chancen würden gut stehen :'D
Das Problem ist, dass viele einfach den Hut drauf hauen, ob der Zustände im Unternehmen. Und die Jobbedingungen sind vor allem im Vergleich nicht mehr wirklich attraktiv, sei es das Gehalt, die Arbeitsbedingungen, einfach die Zustände im Betrieb. Da muss man dann einfach alles nehmen, was einigermaßen tauglich ist, was das Gesamtniveau und das Standing auch nicht stärkt.

@T1: wenn man ihn in seinem Auto schon beim Bahnhof sieht und wenig später den Anruf bezüglich Krankenstand erhält, sollte das funktionieren. Ist aber natürlich nicht immer so leicht. Außerdem, die meisten kennen immer wen, der einem hilft (zB ein Hausarzt, der dir die Krankmeldung so schreibt, wie du es willst...)

LG t12700
Auf dass uns die E1 noch lange erhalten bleiben; hoffentlich auch am 49er

T1

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #34 am: 07. Februar 2019, 18:10:44 »
@T1: wenn man ihn in seinem Auto schon beim Bahnhof sieht und wenig später den Anruf bezüglich Krankenstand erhält, sollte das funktionieren. Ist aber natürlich nicht immer so leicht. Außerdem, die meisten kennen immer wen, der einem hilft (zB ein Hausarzt, der dir die Krankmeldung so schreibt, wie du es willst...)
Und, was willst machen, wenn er sich trotzdem "plötzlich total unwohl fühlt" und das der Hausarzt auch so bestätigt?

Wenn man wem bei sowas wasserdicht draufkommt, würde man schon Konsequenzen ziehen, egal, ob Personalmangel oder nicht.

HLS

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #35 am: 07. Februar 2019, 18:20:16 »

Ok verstehe.
Und wie viele Stunden Pause sind das? Zahlt sich das aus heim zu fahren oder ist da nur Mittagessen und ein kleiner Spaziergang drin :D
Ich habe hier mal zwei Beispiele für Unterbrecherdienste, da ich sie grad zur Hand habe.
62-201 Samstag: Dienstbeginn 1 04:49Uhr Bhf. Speising(gleichzeitig ist dort auch das Expedit), Dienstende 1(anschließend Unterbrecherpause) 09:03Uhr am Expedit
                            Dienstbeginn 2 14:48 Expedit, Dienstende 2 17:53 Expedit. Schichtlänge ist 13:03h und die bezahlte Arbeitszeit ist 6:49h mit einem sogenanntem Rollbonus vom 295min.
49-209 Mittwoch: Dienstbeginn 1 06:42 Expedit, Dienstende 1 10:06 Expedit(da sind aber 14min Wegzeit eingerechnet, da du diesen Zug in Rudolfsheim einziehst).
                            Dienstbeginn 2 14:55 Bhf. Rudolfsheim, Dienstende 2 19:33 Rudolfsheim(da aber auch wieder 14min Wegzeit mit inkludiert, da du bereits um 19:19Uhr den Zug am Expedit übergibst). Die Schichtlänge ist 12:37h und die bezahlte Arbeitszeit 7:04h und der Rollbonus von 349min.


Meine Meinung zu einer möglichen Bewerbung. Es ist ein Job der viel Verantwortung erfordert, wenig Freizeitgestaltungsmöglichkeit(sprich Wochenende bekommen neue Mitarbeiter für gewöhnlich nicht frei und wir reden da von Wartezeiten je nach Bahnhof zwischen 5* & 15 Jahren), Vorgesetzte glauben Götter zu sein und der "Untergebene" ist nicht mehr als eine Nummer, du kannst dich nur auf dich selbst verlassen, da Kollegialität nicht erwünscht ist, du bist der Chef am Zug und mußt es somit auch durchsetzen und verantworten was du entscheidest, bist für die Verantwortung unterbezahlt, mußt dich täglich ggf. mit Beschwerden(von Fahrgästen) und anderen internen Maßregelungen rumplagen, Verkehrsunfälle gehören zur Tagesordnung(und da sollte man wissen mit umzugehen, speziell wenns um eine mögliche Schuldfrage geht, sprich die vorgegeben Geschwindigkeiten sind Maximalwerte, es gibt keine Toleranz), der Dienstplan ist zwar eine wöchentlich in Früh- & Spätdienst aufgeteilt, gilt aber eher als Wechseldienst und noch so einige weitere Unannämlichkeiten die man aus "normalen" Berufen gar nicht kennt.

Ich habe für mich damals entschieden genau das zu wollen und habe es gern gemacht und würde sofort wieder fahren, allerdings nur ohne Fahrgäste und mit einem höherm Lohn und mit einer längeren Arbeitszeit, da ich dann nicht 5 mal pro Woche arbeiten gehn müßte und somit mir mehr nutzbare Freizeit schaffen würde.

Du wirst bei meiner Aufzählung (fast) nur negatives lesen, das ist beabsichtigt und genau das sind die Punkte die einen Neuen sehr schnell scheitern lässt.
Wenn du mit all diesen Dingen leben kannst und auch deine Familie(Freundin/Frau, Kinder, Eltern), ist es sicher ein Job für dich, beantwortest du allerdings nur einen Teil mit nein, schick die Bewerbung nicht ab, du tust dir sonst keinen Gefallen, denn vom Lohn her, gibt es sicher hunderte Berufe, die gleich oder mehr zahlen.


*Auch diese 5 Jahre sind eher nicht mehr realistisch bzw. werden in naher Zukunft unrealistisch.





@T1: wenn man ihn in seinem Auto schon beim Bahnhof sieht und wenig später den Anruf bezüglich Krankenstand erhält...

LG t12700
Ja und??? Wenn ich krank werde, entscheidet sicher keiner an meinem Arbeitsplatz, Schlauerweise würde ich es aber anders machen, mich erst dienstfähig melden und kurz drauf entscheiden es geht doch nicht, dreh mich zum Auto fahre Heim gehe zum Arzt und melde mich ab dem nächsten tag erst krank, da ich ja diesen (ersten) tag dann Krank mit Leistung habe und keine Krankenschein benötige.
Aber auch hatte ich es gehabt, dass ich zu Hause losgefahren bin und alles schien okay und auf dem Weg zur Arbeit gings mit von Minute zu Minute schlechter, bin zum Expeditor rein und habe ihm nur mehr gesagt, dass ich wieder Heim fahre und als ich wieder zu Hause war, hatte ich schon 39,5°C Fieber. Welcher Dienstgeber will dir also deshalb ne Kündigung schicken, die kann vor keinem Arbeitsgericht standhalten.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

fastpage

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #36 am: 07. Februar 2019, 18:21:00 »
Auf den Bahnhöfen gibt es zwar einige Abstellplätze für Bedienstete, die natürlich auch ein bisschen was kosten, aber ohne Garantie auf einen freien Platz. Was dann? Es gibt Leute, die fahren in so einem Fall wieder heim und melden sich krank!
Im Normalfall würd ich ja sagen, dass sich solche Leute gleich die Fristlose mitnehmen können, weil sowas kann ja kein Grund sein, gleich den Job zu quittieren. Bei der derzeitigen Personalsituation wär das aber verheerend, was natürlich dann dazu führt, dass ein solches Verhalten keine abschreckende Folgen hat! :bh: :down:

LG t12700

Wenn drumherum keine Parkplätze frei /Parkpickerlzone, was soll er da groß machen? Hinstellen und 30(?)€ Ticket bei Dienstende im Scheibenwischer steckend, ist der Arbeitstag dann quasi ein Nullsummenspiel.
Klar, unkollegial usw. aber ich vermute es gibt mehr Wickel, wenn er anruft und bittet,den ersten Draher anders zu decken bis man einen legalen Parkplatz gefunden.

Car2Go ist auch für mich im Winter die erste Wahl. Wohne an einer Abstellgrenzlinie, daher immer Autos in der Nacht vorhanden und Zone juckt mich mit dem Auto dann nicht.
Sommer Motorrad.

Finde es noch immer eine Frechheit, dass Dienstbeginn und Dienstende nicht auf der gleichen Dienststelle sein muss(heißt der Weg von B nach A ist bezahlt). Was da den Fahrern im Monat an Stunden verlorengeht....Schade.


t12700

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #37 am: 07. Februar 2019, 18:30:48 »
@T1: wenn man ihn in seinem Auto schon beim Bahnhof sieht und wenig später den Anruf bezüglich Krankenstand erhält, sollte das funktionieren. Ist aber natürlich nicht immer so leicht. Außerdem, die meisten kennen immer wen, der einem hilft (zB ein Hausarzt, der dir die Krankmeldung so schreibt, wie du es willst...)
Und, was willst machen, wenn er sich trotzdem "plötzlich total unwohl fühlt" und das der Hausarzt auch so bestätigt?

Wenn man wem bei sowas wasserdicht draufkommt, würde man schon Konsequenzen ziehen, egal, ob Personalmangel oder nicht.
Das ist ja genau das, jemandem da drauf kommen ist eben gar nicht so leicht. Denn selbst man nur einen Verdacht hat, wenn er am nächsten Tag wieder pumperlgesund erscheint, sind die WL natürlich machtlos.

Mein Ansatz wär da eigentlich ein anderer, nämlich dafür zu sorgen, dass es genug Parkplätze gibt. Und das müssen halt zuerst mehrere Kollegen ansprechen und hoffen, dass es die Oberen auch interessiert.

Wenn man es aber so handhabt wie HLS, dann gibt es keine 2 Meinungen, ob der Mitarbeiter krank ist oder nicht. Genau so würde ich es im plötzlichen Krankheitsfall auch handhaben (mache ich im Fall des Falles auch genauso bei meinem Arbeitgeber), dann kann und darf nichts passieren.

LG t12700
Auf dass uns die E1 noch lange erhalten bleiben; hoffentlich auch am 49er

normalbuerger

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #38 am: 07. Februar 2019, 18:44:01 »
Auf den Bahnhöfen gibt es zwar einige Abstellplätze für Bedienstete, die natürlich auch ein bisschen was kosten, aber ohne Garantie auf einen freien Platz. Was dann? Es gibt Leute, die fahren in so einem Fall wieder heim und melden sich krank!
Im Normalfall würd ich ja sagen, dass sich solche Leute gleich die Fristlose mitnehmen können, weil sowas kann ja kein Grund sein, gleich den Job zu quittieren. Bei der derzeitigen Personalsituation wär das aber verheerend, was natürlich dann dazu führt, dass ein solches Verhalten keine abschreckende Folgen hat! :bh: :down:

LG t12700

Wird dann ein Ersatzfahrer geholt oder fällt der Kurs ersatzlos aus ?
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Aber so wie ihr hier redet müssen die ja fast jeden nehmen der eine Bewerbung abgibt...🤔
Das heißt meine Chancen würden gut stehen :'D

Bewirb dich bei der ÖBB als Triebfahrzeugführer, da bekommst mehr Geld und das Klima ist um einiges besser. Auch von den Diensten her besser.
Nur so ein kleiner Tipp von mir ;)
Ok, Ausbildung dauert um einiges länger, aber an dem solls nicht scheitern.
Finde die Personalpolitik bei den WiLi erschreckend, wundert mich nicht dass sie solche Probleme haben das Personal zu halten.

camelbak

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #39 am: 07. Februar 2019, 18:45:25 »

Ok verstehe.
Und wie viele Stunden Pause sind das? Zahlt sich das aus heim zu fahren oder ist da nur Mittagessen und ein kleiner Spaziergang drin :D
Ich habe hier mal zwei Beispiele für Unterbrecherdienste, da ich sie grad zur Hand habe.
62-201 Samstag: Dienstbeginn 1 04:49Uhr Bhf. Speising(gleichzeitig ist dort auch das Expedit), Dienstende 1(anschließend Unterbrecherpause) 09:03Uhr am Expedit
                            Dienstbeginn 2 14:48 Expedit, Dienstende 2 17:53 Expedit. Schichtlänge ist 13:03h und die bezahlte Arbeitszeit ist 6:49h mit einem sogenanntem Rollbonus vom 295min.
49-209 Mittwoch: Dienstbeginn 1 06:42 Expedit, Dienstende 1 10:06 Expedit(da sind aber 14min Wegzeit eingerechnet, da du diesen Zug in Rudolfsheim einziehst).
                            Dienstbeginn 2 14:55 Bhf. Rudolfsheim, Dienstende 2 19:33 Rudolfsheim(da aber auch wieder 14min Wegzeit mit inkludiert, da du bereits um 19:19Uhr den Zug am Expedit übergibst). Die Schichtlänge ist 12:37h und die bezahlte Arbeitszeit 7:04h und der Rollbonus von 349min.


Meine Meinung zu einer möglichen Bewerbung. Es ist ein Job der viel Verantwortung erfordert, wenig Freizeitgestaltungsmöglichkeit(sprich Wochenende bekommen neue Mitarbeiter für gewöhnlich nicht frei und wir reden da von Wartezeiten je nach Bahnhof zwischen 5* & 15 Jahren), Vorgesetzte glauben Götter zu sein und der "Untergebene" ist nicht mehr als eine Nummer, du kannst dich nur auf dich selbst verlassen, da Kollegialität nicht erwünscht ist, du bist der Chef am Zug und mußt es somit auch durchsetzen und verantworten was du entscheidest, bist für die Verantwortung unterbezahlt, mußt dich täglich ggf. mit Beschwerden(von Fahrgästen) und anderen internen Maßregelungen rumplagen, Verkehrsunfälle gehören zur Tagesordnung(und da sollte man wissen mit umzugehen, speziell wenns um eine mögliche Schuldfrage geht, sprich die vorgegeben Geschwindigkeiten sind Maximalwerte, es gibt keine Toleranz), der Dienstplan ist zwar eine wöchentlich in Früh- & Spätdienst aufgeteilt, gilt aber eher als Wechseldienst und noch so einige weitere Unannämlichkeiten die man aus "normalen" Berufen gar nicht kennt.

Ich habe für mich damals entschieden genau das zu wollen und habe es gern gemacht und würde sofort wieder fahren, allerdings nur ohne Fahrgäste und mit einem höherm Lohn und mit einer längeren Arbeitszeit, da ich dann nicht 5 mal pro Woche arbeiten gehn müßte und somit mir mehr nutzbare Freizeit schaffen würde.

Du wirst bei meiner Aufzählung (fast) nur negatives lesen, das ist beabsichtigt und genau das sind die Punkte die einen Neuen sehr schnell scheitern lässt.
Wenn du mit all diesen Dingen leben kannst und auch deine Familie(Freundin/Frau, Kinder, Eltern), ist es sicher ein Job für dich, beantwortest du allerdings nur einen Teil mit nein, schick die Bewerbung nicht ab, du tust dir sonst keinen Gefallen, denn vom Lohn her, gibt es sicher hunderte Berufe, die gleich oder mehr zahlen.


*Auch diese 5 Jahre sind eher nicht mehr realistisch bzw. werden in naher Zukunft unrealistisch.

Danke für die zwei Beispiele. Der Tag sieht tatsächlich nach ziemlich im A**** aus.

Naja ich habe eig oft 12 Stunden Schichten sowie Wochenende, Feiertage, etc gearbeitet und das ist für mich kein Problem eigentlich.
Und man hat ja nicht nur Unterbrecher :D

Ja das mit in der Freizeit dann noch zum Anfangsdienstort zu kommen finde ich schon ziemlich... bescheiden.

Kommem Beschwerden tatsächlich so oft vor?
Also muss ich wirklich damit rechnen mich in jedem Dienst für etwas rechtfertigen zu müssen?

HLS

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #40 am: 07. Februar 2019, 18:47:34 »


Bewirb dich bei der ÖBB als Triebfahrzeugführer, da bekommst mehr Geld und das Klima ist um einiges besser. Auch von den Diensten her besser.
Nur so ein kleiner Tipp von mir ;)
Ok, Ausbildung dauert um einiges länger, aber an dem solls nicht scheitern.
Finde die Personalpolitik bei den WiLi erschreckend, wundert mich nicht dass sie solche Probleme haben das Personal zu halten.
Und die Durchfallsquote steigt z.Z. auch überdurchschnittlich stark an. ;)
"Grüß Gott"

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camelbak

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #41 am: 07. Februar 2019, 19:12:42 »

Bewirb dich bei der ÖBB als Triebfahrzeugführer, da bekommst mehr Geld und das Klima ist um einiges besser. Auch von den Diensten her besser.
Nur so ein kleiner Tipp von mir ;)
Ok, Ausbildung dauert um einiges länger, aber an dem solls nicht scheitern.
Finde die Personalpolitik bei den WiLi erschreckend, wundert mich nicht dass sie solche Probleme haben das Personal zu halten.

Dort hab ich mich auch schon beworben.
Wenn du bei der ÖBB bist hätte ich auch gleich dafür Fragen an dich?! :D

Ich finde es sehr schade, dass die Personal-Politik so ein riesen Problem bei den WL ist, ich stelle mir den Beruf an sich ja ziemlich cool vor aber nachdem was man so hört ist das drumherum ja grauenvoll.

camelbak

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #42 am: 07. Februar 2019, 19:15:00 »


Bewirb dich bei der ÖBB als Triebfahrzeugführer, da bekommst mehr Geld und das Klima ist um einiges besser. Auch von den Diensten her besser.
Nur so ein kleiner Tipp von mir ;)
Ok, Ausbildung dauert um einiges länger, aber an dem solls nicht scheitern.
Finde die Personalpolitik bei den WiLi erschreckend, wundert mich nicht dass sie solche Probleme haben das Personal zu halten.
Und die Durchfallsquote steigt z.Z. auch überdurchschnittlich stark an. ;)

Bei der Prüfung für die Straßenbahnfahrer jetzt oder wie ? :)

Sorry für Doppelpost.

normalbuerger

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #43 am: 07. Februar 2019, 19:28:06 »


Bewirb dich bei der ÖBB als Triebfahrzeugführer, da bekommst mehr Geld und das Klima ist um einiges besser. Auch von den Diensten her besser.
Nur so ein kleiner Tipp von mir ;)
Ok, Ausbildung dauert um einiges länger, aber an dem solls nicht scheitern.
Finde die Personalpolitik bei den WiLi erschreckend, wundert mich nicht dass sie solche Probleme haben das Personal zu halten.
Und die Durchfallsquote steigt z.Z. auch überdurchschnittlich stark an. ;)

Ja das ist eh klar, z.Z. gibt es einen Haufen Bewerbungen, da ist es klar dass dann viel mehr durchfallen weil es ja auch viel mehr Bewerber gibt.
Für mich sind die WiLi unten durch, die Regelung mit den Wochenenden finde ich einfach sowas von unten durch.
Mich persönlich stört es nicht an Wochenenden und Feiertagen zu arbeiten, aber so alle paar Wochen wird man mal ein freies Wochenende haben dürfen ohne sich Urlaub zu nehmen.
Da dürfte die Gewerkschaft wohl auf keine jungen schauen sondern nur auf die "alten", aber klar, das ist ja eh meistens so. :fp:

Klingelfee

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Re: Berufsbild Straßenbahnfahrer
« Antwort #44 am: 07. Februar 2019, 19:46:04 »
@Newby19xx: Du hast hier viele negative Eindrücke vom Beruf des Straßenbahnfahrer bekommen.

Und klar viele kommen mit den Wochenende immer arbeiten nicht klar. Aber auch ich hatte dies zu meinen Anfängen. Bei mir hat es 9 Jahre gedauert, bis ich dann einen rollenden freien Tag bekommen habe, wo ich dann alle 3 Wochen einen Sa/So  hatte.

Und es gibt viele alte Kollegen, die gar kein freies Wochenende haben wollen.

Zu dem Verhältnis gegenüber den Vorgesetze. Wie in allen Großfirmen hast du auch bei den WL Führungskräfte, die sich eigentlich einen anderen Job suchen sollten. Noch dazu, wo die Führungskräfte bis zum Obermeister selbst im Fahrdienst begonnen hatten. Viele junge Kollegen machen halt mMn den Fehler, Sachen zu kritisieren, ohne sich vorher über die Hintergründe zu informieren. Und das diese dann einen schweren Stand bei den Vorgesetzten haben, sollte dann auch einen jedem klar sein. Ich habe diesbezüglich auch mein Lehrgeld bezahlen müssen. Nur ich habe dass dann überstanden und mir durch mein Fachwissen dann einen gewissen Ruf geschaffen

Beschwerden: Derzeit sind die personenbezogenen Beschwerden im Verhältnis 3 zu 1. Sprich auf 3 Mitarbeiter kommt eine Beschwerde - Pro Jahr. Also kannst du dir ausrechnen wie oft du dich bei deinen Vorgesetzten dann wegen einer Beschwerde rechtfertigen mußt. Aber auch da ist dann wichtig, dass deine Rechtfertigung Hand und Fuß hat und nicht nur ein herumgestammle ist, dass noch dazu keinen Zusammenhang hat.

Das ist auch immer das, was ich einem Fahrer versuch zu erkläre, wenn er meint er hat bei einem Falschparker von der Betriebinspektion die Rückfrage bekommen hat, ob er vorbei kommt.
Wenn man bei der Meldung nur sagt, da steht einer im HV, muss einem klar sein das die Nachfrage kommt. Denn je nachdem schickt die BI dann nur einen Revisor oder auch die Polizei, bzw Feuerwehr vorbei.

Abschließend kann ich dir nur empfehlen. Wenn du den Job als Straßenbahnfahrer wirklich machen willst, und du dir bewusst machst, dass du eben die ersten Jahre womöglich keinen Sa/So hast, dann bewirb dich.

Auch auf die Gefahr, dass der Freundeskreis kleiner wird und auch ein Widerstand in der Partnerschaft kommt. Es gibt eben viele, die wieder aufhören, bevor sie die Scheidung haben.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen