Autor Thema: Übergriffe auf Mitarbeiter  (Gelesen 76983 mal)

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Wagenbeweger

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #450 am: 27. März 2015, 10:27:09 »


 So wurde bereits rund die Hälfte der alten Straßenbahnen vom Typ E2 mit geschlossenen Fahrerkabinen ausgestattet,


 :bh:

sheldor

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #451 am: 27. März 2015, 11:19:59 »


 So wurde bereits rund die Hälfte der alten Straßenbahnen vom Typ E2 mit geschlossenen Fahrerkabinen ausgestattet,


 :bh:

Als ich diesen schwachsinn gehört habe dachte ich mir auch meinen Teil. Die paar Zentimeter die diese Scheibe höher und breiter(?) wurde nennen die Fahrerkabine? Wieviele Züge wurden eigentlich schon umgerüstet?

moszkva tér

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #452 am: 27. März 2015, 13:43:50 »
Zitat
106 Mal sind Mitarbeiter der Wiener Linien 2014 tätlich angegriffen worden, ...

Mehr Übergriffe als im Vorjahr gab es 2010 ... mit 105 ...

Statistik ist ja nicht so Meins, aber...  :fp:

Keine Frage, jeder Übergriff ist einer zu viel. Aber einen Trend nach oben kann ich da statistisch nicht rauslesen.

Geamatic

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #453 am: 27. März 2015, 14:00:40 »
2010: 105 Vorfälle
2011: ?
2012: 108 Vorfälle
2013: ? (ich glaub mal gehört zu haben unter 100)
2014: 106 Vorfälle

Es ist also eine Frechheit zu sagen, dass Jahr 2014 sei ein statistischer Ausreißer. Man könnte das genauso gut von den Jahren 2011 und 2013 sagen. Fakt ist, die Zahlen ändern sich nicht merklich und das Unternehmen nimmt willentlich in Kauf das im Schnitt alle 3-4 Tage ein Mitarbeiter beim ausüben seine Arbeit verletzt/attackiert wird. Aber die Zahlen können sich auch nicht ändern, wenn faktisch nichts zum Schutz der Mitarbeiter getan wird. Aber Hauptsache in Erdberg wird ein teures Sicherheitssystem installiert, damit ja nicht jemand wütend in die Chefetage kommt.

hema

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #454 am: 27. März 2015, 16:00:44 »
Da die meisten insultierten Mitarbeiter Fahrscheinprüfer, Stationswarte oder Kontrollorgane sind, können Fahrerkabinen die Zahl wohl kaum signifikant reduzieren. Auch ein Gutteil der belästigten Fahrer befand sich zum Zeitpunkt des Problems nicht am Fahrerplatz!


Jeder Übergriff ist einer zu viel, aber man darf das auch nicht überbewerten, weil viele sich schon angegriffen fühlen, wenn sie wer blöd anredet oder gar antupft!  ::)
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68er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #455 am: 27. März 2015, 16:00:54 »
das Unternehmen nimmt willentlich in Kauf das im Schnitt alle 3-4 Tage ein Mitarbeiter beim ausüben seine Arbeit verletzt/attackiert wird

Wenn man einen Job mit Kundenkontakt und/oder im öffentlichen Raum ausübt, kann es keine 100%ige Sicherheit geben.
In Supermärkten gibt es die Anzahl an Zwischenfällen, die es bei euch in einem Jahr gibt, vermutlich jeden Tag. Dort fordert niemand, auch nicht die Gewerkschaft oder die Betroffenen, einen Security und/oder einen Glaskobel je Kassiererin.
Das ist nur ein Auswuchs der WiLi-Unternehmenskultur, die die Ansicht "Spazierenfahren zum Selbstzweck und die blöden Passagiere sollen möglichst nicht stören" zum Motto erhebt.

Inventar

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #456 am: 27. März 2015, 19:01:04 »
das Unternehmen nimmt willentlich in Kauf das im Schnitt alle 3-4 Tage ein Mitarbeiter beim ausüben seine Arbeit verletzt/attackiert wird

Wenn man einen Job mit Kundenkontakt und/oder im öffentlichen Raum ausübt, kann es keine 100%ige Sicherheit geben.
In Supermärkten gibt es die Anzahl an Zwischenfällen, die es bei euch in einem Jahr gibt, vermutlich jeden Tag. Dort fordert niemand, auch nicht die Gewerkschaft oder die Betroffenen, einen Security und/oder einen Glaskobel je Kassiererin.
Das ist nur ein Auswuchs der WiLi-Unternehmenskultur, die die Ansicht "Spazierenfahren zum Selbstzweck und die blöden Passagiere sollen möglichst nicht stören" zum Motto erhebt.

Selten so einen Blödsinn gelesen. Der große Teil der "Tätlichen" ist nicht im Fahrdienst sondern bei der Kontrolle. Das da einige selber schuld sind kann man auch nicht abstreiten. Aber was da oft passiert, von Seiten der FG ist schon arg. Da zucken Leute aus nur weil sie ihre Jahreskarte herzeigen müssen. Die Umgangsformen haben sich halt in den letzten Jahren sehr zum Schlechten geändert. Und ja ich weiß wo von ich spreche. Über 30 Jahre Fahrdienst und über 20 Jahre Fahrscheinprüfer haben mir da schon einen tieferen Einblick gegeben.

sheldor

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #457 am: 27. März 2015, 21:33:24 »
Also bei solchen Aktionen wundert es mich nicht, dass es ab und zu "scheppert"  :o:

"Kontrollore halten Schwarzfahrer in Schach" (Artikel und Video): http://www.heute.at/leser/art23650,1140081

Vorallem dann die Antwort der WL:

Zitat
Unsere Mitarbeiter haben sich hier in einer schwierigen Situation rechtmäßig verhalten, der potenzielle Schwarzfahrer wurde nicht an die Wand gehaut, er wurde nur am Davonlaufen gehindert. Nachdem sich der Schwarzfahrer gegenüber unseren Mitarbeitern nicht ausweisen wollte, wurde die Polizei hinzugezogen. Das kurzfristige Anhalten von potenziellen Schwarzfahrerinnen und Schwarzfahrer bis zum Eintreffen der Polizei ist erlaubt.

Seit wann ist denn das erlaubt? Schwarzfahren ist meines wissens eine Verwaltungsübertretung und da darf man doch nur von der Polizei angehalten werden. Oder täusche ich mich da?


Werner1981

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #458 am: 27. März 2015, 21:47:07 »

Seit wann ist denn das erlaubt? Schwarzfahren ist meines wissens eine Verwaltungsübertretung und da darf man doch nur von der Polizei angehalten werden. Oder täusche ich mich da?


Seit 2007.

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/archiv/93121_Schwarzkappler-duerfen-doch-festhalten.html

hema

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #459 am: 27. März 2015, 21:54:29 »
Da ist immer viel rechtliche Grauzone dabei. Falls es der Schwarzfahrer vor Gericht kommt, sagt ihm dann eh der Richter, wie er es sieht. Der ertappte Schwarzfahrer könnte natürlich auch versuchen, die Kontrollore anzuzeigen, die würden dann, natürlich in einem anderen Verfahren, ebenfalls von der Justiz erfahren, wie ihr konkretes Vorgehen bewertetet wird.
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95B

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #460 am: 27. März 2015, 21:58:12 »
Da ist immer viel rechtliche Grauzone dabei. Falls es der Schwarzfahrer vor Gericht kommt, sagt ihm dann eh der Richter, wie er es sieht. Der ertappte Schwarzfahrer könnte natürlich auch versuchen, die Kontrollore anzuzeigen, die würden dann, natürlich in einem anderen Verfahren, ebenfalls von der Justiz erfahren, wie ihr konkretes Vorgehen bewertetet wird.

Mit ein wenig Vernunft betrachtet sollten die paar Euro Kopfgeld das nicht wert sein.
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hema

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #461 am: 27. März 2015, 22:00:11 »
Sind sie eh nicht, das sind halt auch irgendwie "Hahnenkämpfe"!
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95B

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #462 am: 27. März 2015, 22:05:26 »
Sind sie eh nicht, das sind halt auch irgendwie "Hahnenkämpfe"!

Ja, da geht es um die Ehre und das beleidigte Ego.
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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #463 am: 18. Juni 2015, 10:50:15 »
Zitat
Wien – Innere Stadt: Polizist attackiert
Wien (OTS) - Am 17.06.2015 um 10.32 Uhr führten Mitarbeiter der Wiener Linien Fahrscheinkontrollen im Bereich der U2 Station Schottentor durch. Als ein auf Streife befindlicher Fahrradpolizist eine männliche Person bemerkte, die gegenüber drei Mitarbeitern der Wiener Linien handgreiflich wurde, kam der Beamte den Kontrolleuren zu Hilfe. Trotz mehrmaliger Schlichtungsversuche seitens des Beamten ließ sich der 64-jährige Mann nicht beruhigen, attackierten den Fahrradcop in Folge sogar mit Faustschlägen und verletzte diesen leicht. Der Beschuldigte wurde festgenommen und angezeigt.

Rückfragen & Kontakt:

Landespolizeidirektion Wien - Büro Öffentlichkeitsarbeit

Kanitzgasse

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #464 am: 06. Januar 2018, 19:43:53 »
Presseaussendung der Landespolizeidirektion Wien:

Wien-Innere Stadt: Gefährliche Drohung gegen Wiener-Linien-Mitarbeiter
Ein 28-Jähriger wurde am 6. Jänner 2018 um 01.15 Uhr vorläufig festgenommen, da er zwei Mitarbeiter der Wiener Linien im Bereich der Kärntnertorpassage bedrohte, die den Mann zuvor aufgeweckt hatten. Es wurde niemand verletzt. Der Beschuldigte wurde nach einer Vernehmung auf freiem Fuß angezeigt.