Tramwayforum

Straßenbahn Wien => Allgemeines => Thema gestartet von: 13er am 15. April 2014, 21:23:27

Titel: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 15. April 2014, 21:23:27
Heute Abend gleich zwei Übergriffe auf Mitarbeiter:
- Am 9er
- Am 60er: E2-Fahrer mit Schlagstock(!) attackiert, angeblich (unbestätigt) drei Täter

Weitere Details unbekannt...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Bimigel am 15. April 2014, 21:29:17
Hast Du das selbst gesehen? :o
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 15. April 2014, 21:30:55
Hast Du das selbst gesehen? :o
Nein, es wurde mir aus mehreren Quellen berichtet.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Bimigel am 15. April 2014, 21:56:40
Und welche wären das?  8)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 15. April 2014, 22:07:01
Und welche wären das?  8)
Tut nix zur Sache.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 15. April 2014, 22:13:28
@ Bimgeil.....Es entspricht der Tatsache. Fahrerstand voller Blut, Kollege schwer verletzt. Wenn der werte 13er sowas schreibt dann sollte man ihm auch glauben und nicht mit irgendwelchen coolen Smilies das ganze "abschasseln" wollen. Sorry für meine Wortwahl aber wir sind gerade alle etwas durch den Wind deswegen.....
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 15. April 2014, 22:16:57
@ Bimgeil.....
:blankd:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 15. April 2014, 22:20:31

 :blankd:

ja die bösen Tasten, man möge mir verzeihen
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 21er am 15. April 2014, 22:32:06
Ich hoffe man findet diese kranken Gestalten!  >:(

Eine Frage: Dürfte man als Fahrer Pfefferspray oder sogar eine Waffe (mit Waffenschein usw.) im Dienst oder am Fahrplatz dabei haben? Ich denke da an Selbstschutz.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 15. April 2014, 22:33:13
Eine Frage: Dürfte man als Fahrer Pfefferspray oder sogar eine Waffe (mit Waffenschein usw.) im Dienst oder am Fahrplatz dabei haben? Ich denke da an Selbstschutz.
Eine Schußwaffe mit Sicherheit nicht.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 15. April 2014, 22:57:46
....ich frag mich sehr oft, was es bringt, ausgerechnet Fahrer eines Tramwayzuges oder eines Autobusses zu überfallen oder körperlich anzugehen ?
Ich fürchte, das ist in den allermeisten Fällen (also wenn sich Opfer und Täter nicht kennen und z.B. Rache oder Eifersucht eine Rolle spielen) einfach Schicksal - zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Es hätte wahrscheinlich genauso auch einen Passanten, einen Taxifahrer oder sonst wen erwischen können.

Vielleicht wird man bei den WL doch noch irgendwann umdenken und den E2 Fahrerkabinen spendieren. Sie müssen eigentlich nur eine Dienstreise nach Polen unternehmen, um zu sehen, wie so was geht.

@41er: Der Fahrer darf sehr wohl auch im Dienst eine geladene Schußwaffe mitführen. Das wurde bereits ausjudiziert. Selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass er zum Besitz und Führen einer Waffe berechtigt ist. Oder eben sonstige Selbstverteidigungsutensilien.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 60er am 15. April 2014, 23:22:43
@41er: Der Fahrer darf sehr wohl auch im Dienst eine geladene Schußwaffe mitführen. Das wurde bereits ausjudiziert. Selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass er zum Besitz und Führen einer Waffe berechtigt ist.
Nur wer ist schon dazu berechtigt? Ein Normalsterblicher bekommt in Österreich nicht so einfach einen Waffenpass ausgehändigt, sondern nur eine Waffenbesitzkarte, die jedoch nicht zur allgemeinen Mitführung einer Schusswaffe berechtigt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 15. April 2014, 23:39:09
http://kurier.at/chronik/wien/wien-liesing-bim-fahrer-von-trio-attackiert/60.929.057 (http://kurier.at/chronik/wien/wien-liesing-bim-fahrer-von-trio-attackiert/60.929.057)

Btw in der Wiederholungsschule wird seit neuestem Deeskalation geschult, mit dem Hinweis dass man sich nicht wehren soll...die Geschäftsleitung wünscht das nicht.... :fp: :bh: :bh:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 16. April 2014, 01:28:14

@41er: Der Fahrer darf sehr wohl auch im Dienst eine geladene Schußwaffe mitführen. Das wurde bereits ausjudiziert. Selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass er zum Besitz und Führen einer Waffe berechtigt ist. Oder eben sonstige Selbstverteidigungsutensilien.
Die Frage ist, ob dich der Dienstgeber dann auch einen Zug führen lässt!  ;)



Außerdem glaube ich nicht, das es gefährlicher ist Straßenbahner zu sein, als in jedem anderen Beruf tätig zu sein, in dem man an doch relativ exponierter Stelle werkt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 16. April 2014, 01:34:26

Btw in der Wiederholungsschule wird seit neuestem Deeskalation geschult . . . .
Hehe, da gibt es eine Geschichte, wo der Vortragende und ein Schulungsteilnehmer während der Deeskalationsschulung böse aneinander gerieten und von den anderen Schülern mit Gewalt getrennt werden mussten!     C:-)


Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: schaffnerlos am 16. April 2014, 10:06:19
Dürfte man als Fahrer Pfefferspray ... im Dienst oder am Fahrplatz dabei haben? Ich denke da an Selbstschutz.
Pfefferspray am Fahrerplatz ist aber mehr Selbstgefährdung als Abwehr. Man denke nur an den Vorfall in einem U-Bahn-Wagen, wo ein weiblicher Fahrgast sich mit Pfefferspray verteidigen wollte und sich selbst außer Gefecht gesetzt hat.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Bimigel am 16. April 2014, 11:33:45
@ Bimgeil.....Es entspricht der Tatsache. Fahrerstand voller Blut, Kollege schwer verletzt. Wenn der werte 13er sowas schreibt dann sollte man ihm auch glauben und nicht mit irgendwelchen coolen Smilies das ganze "abschasseln" wollen. Sorry für meine Wortwahl aber wir sind gerade alle etwas durch den Wind deswegen.....
Es tut mir wirklich sehr leid, wenn meine Frage jetzt so blöd rübergekommen ist. Natürlich glaube ich 13er, wenn er so was schreibt, aber ich wollte eigentlich nur die Quelle wissen, was sich durch Nightshift jetzt auch erübrigt hat. Mir tut der Fahrer leid, und ich hoffe das die schnellstens gefasst werden.
Verzeihung...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 16. April 2014, 13:57:23
Eine Frage: Dürfte man als Fahrer Pfefferspray oder sogar eine Waffe (mit Waffenschein usw.) im Dienst oder am Fahrplatz dabei haben? Ich denke da an Selbstschutz.
Eine Schußwaffe mit Sicherheit nicht.
Pfefferspray m.W. auch nicht. Abgesehen davon, dass es nicht so leicht dürfte, den zu bekommen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 5er am 16. April 2014, 13:59:26
Pfefferspray m.W. auch nicht. Abgesehen davon, dass es nicht so leicht dürfte, den zu bekommen.
Wahnsinnig schwer zu bekommen:

http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=pfefferspray&sprefix=pfeff%2Caps&rh=i%3Aaps%2Ck%3Apfefferspray (http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=pfefferspray&sprefix=pfeff%2Caps&rh=i%3Aaps%2Ck%3Apfefferspray)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 16. April 2014, 14:04:18
Eine Frage: Dürfte man als Fahrer Pfefferspray oder sogar eine Waffe (mit Waffenschein usw.) im Dienst oder am Fahrplatz dabei haben? Ich denke da an Selbstschutz.
Eine Schußwaffe mit Sicherheit nicht.
Pfefferspray m.W. auch nicht.
So wie ich geschrieben habe, dürfen Fahrer sehr wohl Waffen, Pfefferspray usw. mitführen. Ich weiß das aus gut unterrichteter Quelle und habe keinen Grund, daran zu zweifeln.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 16. April 2014, 14:06:39
Pfefferspray m.W. auch nicht. Abgesehen davon, dass es nicht so leicht dürfte, den zu bekommen.
Wahnsinnig schwer zu bekommen:

http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=pfefferspray&sprefix=pfeff%2Caps&rh=i%3Aaps%2Ck%3Apfefferspray (http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=pfefferspray&sprefix=pfeff%2Caps&rh=i%3Aaps%2Ck%3Apfefferspray)
Das sind aber Light-Sprays, die "richtigen" Pfeffersprays, die die Exekutive verwendet, sehen anders aus und sind wesentlich stärker. Im Vergleich etwa so wie eine Softgun zu einer "richtigen" Pistole.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 16. April 2014, 14:09:20
Das sind aber Light-Sprays, die "richtigen" Pfeffersprays, die die Exekutive verwendet, sehen anders aus und sind wesentlich stärker. Im Vergleich etwa so wie eine Softgun zu einer "richtigen" Pistole.
Es geht ja nicht darum, jemanden damit dauerhaft zu schädigen. Es reicht ja schon, den/die Täter kurzzeitig (schau dir mal ein entsprechendes Youtube-Video an!) zu verwirren, aus dem Zug zu stoßen und die Zeit zu nützen, um die Türen zu schließen und notfalls wegzufahren (E2-Türen sind kein Hindernis, beim ULF bekommt man sie von außen schon viel schwieriger auf). So stell ich mir das zumindest praktisch vor.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 16. April 2014, 14:12:49

Es tut mir wirklich sehr leid, wenn meine Frage jetzt so blöd rübergekommen ist. Natürlich glaube ich 13er, wenn er so was schreibt, aber ich wollte eigentlich nur die Quelle wissen, was sich durch Nightshift jetzt auch erübrigt hat. Mir tut der Fahrer leid, und ich hoffe das die schnellstens gefasst werden.
Verzeihung...

Schon vergessen  :)
Dem Kollegen geht´s mittlerweile zumindest äusserlich wieder halbwegs gut.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 16. April 2014, 14:14:00
Presseaussendung der Polizei Wien:

Zitat
Wien-Liesing: Straßenbahnfahrer von einem unbekannten Mann attackiert und verletzt

Gestern um 18.35 Uhr hielt ein 38-jähriger Straßenbahnfahrer mit dem Straßenbahnzug der Linie 60 für einige Minuten in der Endstation in der Schillerpromenade. Kurz bevor er wieder losfahren wollte, sprang plötzlich ein junger Mann in die Straßenbahn, beschimpfte den Fahrer und schlug mehrmals mit einem Schlagstock auf ihn ein. Dabei erlitt das Opfer Platzwunden am Kopf sowie Prellungen am Unterarm, da er eine Hand schützend vor dem Kopf hielt. Der Fahrer versuchte noch die Tür der Straßenbahn zu schließen, damit der Täter nicht weglaufen konnte, doch die Türe ging wieder auf, worauf der Jugendliche mit einem weiteren Unbekannten sofort die Flucht ergriff. Eine Sofortfahndung nach den mutmaßlichen Tätern verlief ohne Erfolg.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: U4 am 16. April 2014, 14:44:03
Zitat
Utl.: Sicherheit für die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter muss erhöht werden =

Wien (OTS/ÖGB) - "Es reicht uns", stellt Kurt Wessely,
Betriebsratsvorsitzender der Wiener Linien, nach dem neuerlichen
Überfall auf einen Straßenbahnfahrer fest und kündigt für morgen,
Donnerstag, Beschlüsse für Betriebsversammlungen an. Mittwoch
kommender Woche werden die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter der Wiener Linien den
Betrieb mit zweistündiger Verspätung aufnehmen. Dadurch werde es in
den Morgenstunden bis 6.30 Uhr zu Beeinträchtigungen des U-Bahn-,
Straßenbahn- und Busverkehres kommen.++++
"Wir wollen eine flächendeckende Videoüberwachung in allen
Fahrzeugen, Stationen sowie Endstellen. Gleichzeit muss das Personal
für die Sicherheit aufgestockt werden", stellt Michael Bauer,
Zentralbetriebsratsvorsitzender der Wiener Linien, erste Forderungen
auf. Zusätzlich sollen in Tagesrandzeiten und bei Nachtfahrten nur
mehr Fahrzeuge mit Fahrerkabinen eingesetzt werden.
Gemeinsam appellieren sie an die Wiener Bevölkerung, einerseits die
Leistungen der Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter zu schätzen und anderseits die
steigende Gewaltbereitschaft sowie die an Häufigkeit und Schwere
zunehmenden Übergriffe zu verurteilen. Bauer und Wessely: "Die
Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter haben unsere volle Unterstützung. Es geht jetzt auch
darum, gemeinsam zur Deeskalation beizutragen." 

~
Rückfragehinweis:
   Michael Bauer
   Vorsitzender des Zentralbetriebsrat der Wr. Linien
   Vorsitzender der HG IV - GdG-KMSfB
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: martin8721 am 16. April 2014, 14:51:02
Zitat
Utl.: Sicherheit für die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter muss erhöht werden =

Wien (OTS/ÖGB) - Mittwoch kommender Woche werden die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter der Wiener Linien den
Betrieb mit zweistündiger Verspätung aufnehmen
. Dadurch werde es in
den Morgenstunden bis 6.30 Uhr zu Beeinträchtigungen des U-Bahn-,
Straßenbahn- und Busverkehres kommen.++++
"Wir wollen eine flächendeckende Videoüberwachung in allen
Fahrzeugen, Stationen sowie Endstellen
.
~
Rückfragehinweis:
   Michael Bauer
   Vorsitzender des Zentralbetriebsrat der Wr. Linien
   Vorsitzender der HG IV - GdG-KMSfB

Nächsten Mittwoch wird der Betrieb wirklich erst 2 Stunden später aufgenommen?  :o
Das erinnert an frühere Zeiten: Wenn ein starker Arm es will, stehen alle Räder still.

Und zu den Videokameras an allen Haltestellen. Hmmm.  ::)
Wir werden euch alle überwachen!
Wie das juristisch, datenschutztechnisch und technisch gehen soll, möcht ich mir ansehen.


Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 16. April 2014, 15:14:24
Das mit den Videokameras ist natürlich eine furchtbare Idee (und erhöht die Sicherheit definitiv nicht, darüber gibt es viele Studien aus den Überwachungsländern schlechthin wie England). Abgesehen davon ist diese Idee wirklich unfinanzierbar. Einrichtung und Betrieb der U-Bahn-Videoüberwachung kostet jetzt schon im höheren zweistelligen Mio.bereich. Das kann man niemals auf die vielen tausenden Haltestellen des Oberflächennetzes ausweiten.

Aber dagegen, dass ab sofort zu den Tagesrandzeiten nur mehr ULFe eingesetzt werden, wird niemand ernstlich was einwenden können! Vielleicht klappt's ja über dieses tragische Ereignis (warum braucht es immer so extreme Anlassfälle??), den Niederflurauslauf zu erhöhen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 16. April 2014, 15:33:06
Neues dazu auch hier: http://wien.orf.at/news/stories/2642242/ (http://wien.orf.at/news/stories/2642242/)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 16. April 2014, 15:34:58
Die FPÖ hat sich auch schon zu Wort gemeldet... und fordert per Aussendung eine U-Bahnpolizei! Die wird sicher super in Rodaun oder Strebersdorf helfen können  ::) ::) ::)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 217Essling am 16. April 2014, 15:46:51
Zitat
Utl.: Sicherheit für die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter muss erhöht werden =

Wien (OTS/ÖGB) - "Es reicht uns", stellt Kurt Wessely,
Betriebsratsvorsitzender der Wiener Linien, nach dem neuerlichen
Überfall auf einen Straßenbahnfahrer fest und kündigt für morgen,
Donnerstag, Beschlüsse für Betriebsversammlungen an. Mittwoch
kommender Woche werden die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter der Wiener Linien den
Betrieb mit zweistündiger Verspätung aufnehmen. Dadurch werde es in
den Morgenstunden bis 6.30 Uhr zu Beeinträchtigungen des U-Bahn-,
Straßenbahn- und Busverkehres kommen.++++
"Wir wollen eine flächendeckende Videoüberwachung in allenko
Fahrzeugen, Stationen sowie Endstellen. Gleichzeit muss das Personal
für die Sicherheit aufgestockt werden", stellt Michael Bauer,
Zentralbetriebsratsvorsitzender der Wiener Linien, erste Forderungen
auf. Zusätzlich sollen in Tagesrandzeiten und bei Nachtfahrten nur
mehr Fahrzeuge mit Fahrerkabinen eingesetzt werden.
Gemeinsam appellieren sie an die Wiener Bevölkerung, einerseits die
Leistungen der Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter zu schätzen und anderseits die
steigende Gewaltbereitschaft sowie die an Häufigkeit und Schwere
zunehmenden Übergriffe zu verurteilen. Bauer und Wessely: "Die
Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter haben unsere volle Unterstützung. Es geht jetzt auch
darum, gemeinsam zur Deeskalation beizutragen." 

~
Rückfragehinweis:
   Michael Bauer
   Vorsitzender des Zentralbetriebsrat der Wr. Linien
   Vorsitzender der HG IV - GdG-KMSfB
Der Vorsitzende des Zentralbetriebsrates sitzt im Aufsichtsrat.
Weiß er nicht dass die neuen ULFe ohne Video ausgeliefert und im Betrieb gesetzt werden, traurig, traurig, aber so ist das führende Management.
Leidtragend ist das Personal und wir Fahrgäste.

Es gibt keine klare Linie bei den Wiener Linien.

Wieso werden Neubaufahrzeuge bei der BIM nicht vollständig ausgerüstet, mit fehlende Video Überwachung ausgeliefert?

Durch die spätere Nachrüstung sind die modernste Fahrzeuge wieder einige Zeit nicht im Fahrgastbetrieb.

 
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 4463 am 16. April 2014, 15:49:32
Ich denke, die Ausstattung jedes Fahrers mit Pfefferspray wäre ein gangbarer Weg. Im Rahmen des Deeskalationstrainings könnte dann auch der Einsatz des Pfeffersprays (natürlich mit einem nicht wirksamen Spray) geübt werden, dann gibt es im Fall des Falles auch eine geringere Wahrscheinlichkeit, sich selbst damit außer Gefecht zu setzen.

Der Umbau der E2 auf (weistesgehend) geschlossene Fahrerkabinen sollte ja ein leichtes sein. Wenn dann der Einsatz der E1 nur mehr in der HVZ erfolgt, dann wäre ein Umbau eben dieser wohl auch nicht unbedingt notwendig.
Und über Umwege kommt man so auch zu einer ordentlichen Niederflurquote zu später Stunde.

Vorfälle wie am Franz-Jonas-Platz können aber leider selbst mit diesen Maßnahmen nicht hintangehalten werden. Und Videoüberwachung schreckt solche Täter höchstwahrscheinlich nicht ab, das sind ja gewaltbereite Menschen, keine "Taschendiebe", die ihre Tat "planen" und überwachte Bereiche meiden.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 16. April 2014, 16:02:40
Die Fahrerkabine hilft bei der Wagenumschau auch nicht viel.

Nebenbei:
Bei Angriffen mit Schlagstöcken und Baseballschlägern unbedingt an den Gegner gehen, damit kann er nicht mehr so viel Wucht ausüben. Die Schläge nicht mit quer gelegten Arm abfangen (der ist dann gebrochen), sondern mit im spitzen Winkel gegen die Schlagrichtung gehaltenem Arm (damit der Stock abrutscht).
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 16. April 2014, 20:27:17
Answer Lang hat laut ORF gesagt, dass bis Anfang 2016(!) an den Tagesrandzeiten nur mehr Züge mit Fahrerkabinen (=ULFe) eingesetzt werden sollen.

Da frage ich mich: Warum so lange auf etwas warten, das jetzt schon spielendst(!!) möglich wäre?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Edwin am 16. April 2014, 20:44:24
Answer Lang hat laut ORF gesagt, dass bis Anfang 2016(!) an den Tagesrandzeiten nur mehr Züge mit Fahrerkabinen (=ULFe) eingesetzt werden sollen.

Diese Aussage ist ja blanker Hohn gegenüber den betroffenen Mitarbeitern.

Zitat von: 13er
Da frage ich mich: Warum so lange auf etwas warten, das jetzt schon spielendst(!!) möglich wäre?



Damit geben die WL indirekt ihre Unfähigkeit zu ....
Warum baut man nicht die E2 auf geschlossene Fahrerkabinen um?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 16. April 2014, 20:45:50
Mein Kollege saß aber am Fahrerplatz als er angegriffen wurde.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Edwin am 16. April 2014, 20:50:06
Die Fahrerkabine hilft bei der Wagenumschau auch nicht viel.

Eine geschlossene Fahrerkabine ist aber auf alle Fälle eine Hilfe, denn Angriffe können jederzeit, auch während der Fahrt, erfolgen. Und im gegenständlichen Falle war ja der Fahrer bereits am Fahrerplatz (wie HLS auch schrieb) und zur Abfahrt bereit (was ich so aus den Schilderungen verstanden habe) als der Übergriff erfolgte.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 16. April 2014, 21:35:16

Warum baut man nicht die E2 auf geschlossene Fahrerkabinen um?
Und aus der kommt der Fahrer nie wieder raus? Bei der Ablöse wird er dann von Bodyguards flankiert!?  ::)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 16. April 2014, 21:45:40
Und aus der kommt der Fahrer nie wieder raus? Bei der Ablöse wird er dann von Bodyguards flankiert!?  ::)
Natürlich kann man keinen Rundumschutz garantieren. Aber allein schon um den Mitarbeitern zu zeigen, dass sie dem Unternehmen was wert sind und man auf ihre Sicherheit schaut, gehören jetzt in die E2 Kabinen rein. Und zwar sofort und ohne Diskussion! Das Geld ist massenweise für Blödsinnigkeiten wie Lukas Schnell da, da braucht man nur ein bißchen was umschichten.

Als Fahrer würde ich die Aussage von Answer Lang als Beleidigung und Herabwürdigung empfinden. Klingt wie: Die 1,5 Jahre werdet's es schon noch aushalten und wenn dabei noch ein paar verletzt werden, is ah wurscht, es kommen eh genug nach. In Deutschland sieht man, wie sich das Problem mehr und mehr verschärft.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Achter am 16. April 2014, 21:47:17
Die Ablöse dauert 30 Sekunden, die Tour aber mehrere Stunden - also sind die Fahrer (außer bei der Wagenumsicht) 99 % der Zeit halbwegs sicher.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 16. April 2014, 22:02:05
Ein Straßenbahner ist nicht stärker gefährdet als die meisten anderen Berufstätigen, also wozu sich ins Hemd machen?  ::)


Ach ja, es kommen die Personalvertretungswahlen!  :fp:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 16. April 2014, 22:29:30
Ein Straßenbahner ist nicht stärker gefährdet als die meisten anderen Berufstätigen, also wozu sich ins Hemd machen?  ::)
Das find ich nicht. Ein Fahrer ist während der gesamten Arbeitszeit sehr exponiert, da im Prinzip jeder, auch ohne Fahrschein, das Fahrzeug betreten kann. Das trifft nur auf eher wenige Berufsgruppen zu.

Mir im Büro kann nur viel schwerer was passieren... gut, wenn ein Student wegen eines Nicht Genügend mit der Glock vorbeischaut, schaut's auch schlecht für mich aus, aber vor zufälliger Gewalt ist man an einem Büroarbeitsplatz wesentlich besser geschützt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 16. April 2014, 22:50:47
Drum habe ich ja gesagt die "meisten", es gibt natürlich etliche Leute, die unterm Quargelsturz arbeiten!  ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 16. April 2014, 22:54:56
Dürfte man als Fahrer Pfefferspray ... im Dienst oder am Fahrplatz dabei haben? Ich denke da an Selbstschutz.
Pfefferspray am Fahrerplatz ist aber mehr Selbstgefährdung als Abwehr. Man denke nur an den Vorfall in einem U-Bahn-Wagen, wo ein weiblicher Fahrgast sich mit Pfefferspray verteidigen wollte und sich selbst außer Gefecht gesetzt hat.
Mit einer Schußwaffe wirst Du im Nahkampf allerdings auch nicht weit kommen (verursacht entweder nur Kollateralschaden oder wird einem schlimmstenfalls abgenommen und gegen einen selbst eingesetzt), das einzige, was da wirklich gut funktioniert, ist ein scharfes, spitzes Messer.

@13er: Exponiert bist Du in jedem Beruf, wo Du mit Menschen zu tun hast. Als Rettungssani oder Arzt ist es auch nicht weniger gefährlich.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: luki32 am 17. April 2014, 07:06:46
Drum habe ich ja gesagt die "meisten", es gibt natürlich etliche Leute, die unterm Quargelsturz arbeiten!  ;)

Auch das ist nicht richtig, alle Büroangestellten und Arbeitende in Bürohäusern sind da sicherer, und das sind mehr als ein paar.

mfg
Luki
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 17. April 2014, 08:38:52
Drum habe ich ja gesagt die "meisten", es gibt natürlich etliche Leute, die unterm Quargelsturz arbeiten!  ;)
Auch das ist nicht richtig, alle Büroangestellten und Arbeitende in Bürohäusern sind da sicherer, und das sind mehr als ein paar.
Nicht unbedingt - siehr Angriffe auf Mitarbeiter des Arbeitsmarktserices, in Gerichten, aber auch in Gemeindeverwaltungen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 17. April 2014, 14:45:07
Blablabla:

Zitat
Bedauerlicherweise Einschränkungen für die Fahrgäste im Frühverkehr

Der Betriebsrat der Wiener Linien will am Mittwoch in der Früh Betriebsversammlungen abhalten, um auf die feigen Übergriffe auf Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter aufmerksam zu machen. Übergriffe, bei denen Menschen verletzt werden, sind ein ernstes Thema, über das man reden muss.

Uns allen ist klar, wie belastend es für einen Menschen ist, während seiner Arbeit, beschimpft, angespuckt, körperlich angegriffen oder im extremen Fall sogar verletzt zu werden. Und wenn der Betriebsrat den Unmut darüber zum Ausdruck zu bringen und die Bevölkerung auf dieses Thema aufmerksam machen will, ist das selbstverständlich nachvollziehbar. Schade ist nur, wenn genau jene Mensch darunter leiden müssen, die ohnedies überwiegend mit unseren Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter solidarisch sind: unsere Fahrgäste.

Für die Wiener Linien gilt: Jeder Angriff ist einer zu viel!

Sicherheit der Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter steht für unsere  Geschäftsführung an erster Stelle. Deswegen haben die Wiener Linien in den letzten Jahren auch viel getan, um die Sicherheit und den Schutz der Kolleginnen und Kollegen im Außendienst zu erhöhen: Deeskalationstraining für Fahrerinnen und Fahrer, Kontrollorgane und Stationswarte, Ausbau der Videoüberwachung, Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Polizei, Einbau von Fahrerkabinen in der Straßenbahn und nun auch im neuen Mercedes-Bus sowie die Einrichtung des SOZIUS-Dienstes für Betroffene. Vieles von dem, was die Belegschaftsvertretung jetzt als Maßnahmen fordert, wird seit Jahren umgesetzt.

Weitere Maßnahmen sind geplant:

• Ausweitung Videoüberwachung: Weitere Investitionen in den Bereich Videoüberwachung. Wir werden 2014/2015 um 770.000 Euro 70 weitere (lange) ULFs mit Videoüberwachung ausstatten. (101 ULFs sind bereits ausgestattet)

• Fahrzeuge/Schutz: Ab 2016 werden an Wochenenden und in den Abendstunden ausschließlich Straßenbahnen mit Fahrerkabinen eingesetzt werden. Bereits jetzt sind zu diesen Zeiten 80 Prozent Straßenbahnen mit Fahrerkabinen unterwegs.

Bisher wurden bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt:

• Deeskalationstrainings: Stationswarte, Fahrscheinprüferinnen und Fahrscheinprüfer und Fahrerinnen und Fahrer besuchen in ihrer Ausbildung ein Deeskalationstraining (Dauer: 1-2 Tage).

• Fahrzeuge/Schutz: Wir stellen nur noch Fahrzeuge mit Schutz für die Fahrerinnen und Fahrer in den Dienst. Die ULFs haben eine Fahrerkabine (20 neue im Jahr), die neuen Busse eine Abtrennung mit Glas und die U-Bahnen sowieso ebenfalls eine Kabine.

• Fahrzeuge/Alarm: Alle unsere Fahrzeuge verfügen über einen stillen und einen lauten (Abschreckung!) Alarm am Fahrerplatz. Beide schalten eine Funkverbindung zu unserer Leitstelle ein, die dann die Polizei verständigen kann.

• Videoüberwachung: Wir bauen die Videoüberwachung laufend aus, nicht nur im U-Bahn-Bereich, sondern auch in Straßenbahnen und Bussen. Im Jahr 2013 haben die Wiener Linien in den Ausbau der Videoüberwachung 1,2 Mio. Euro investiert.

• Psychologische Unterstützung: Bei den Wiener Linien gibt es ein eigenes Kriseninterventionsteam namens SOZIUS, dass sich im Fall des Falles um den betroffenen Kollegen kümmert.

• Polizei & Gericht: Wir arbeiten eng mit der Polizei zusammen. Deshalb werden auch die allermeisten Täter gefasst. Im Rechtsverfahren wird es für die Täter dann auch noch teuer. Sie müssen die Kosten für Lohnregress, Krankenstand, Personalmehrkosten und Kosten für Einsatzkräfte (Funkwagen usw.) bezahlen – das können leicht einmal mehrere tausend Euro sein.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 17. April 2014, 15:50:31
Und sie haben es immer noch nicht begriffen: Videoüberwachung verhindert keine Verbrechen – wenn überhaupt kann sie allenfalls helfen solche aufzuklären und selbst da ist der Nutzen marginal. Den Quatsch mit 80% ULF in den Abendstunden glauben sie ja hoffentlich selber nicht.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 18. April 2014, 09:12:07

@13er: Exponiert bist Du in jedem Beruf, wo Du mit Menschen zu tun hast. Als Rettungssani oder Arzt ist es auch nicht weniger gefährlich.

Vor allem bei den Rettungsorganisationen klappt die Zusammenarbeit mit der Polizei wunderbar. Und man hat volle Rückendeckung von oben, ausserdem noch Gefahrenzulage usw usw. Alles Dinge die man sich bei uns nur wünschen kann.

Ich kann mich noch  an eine tobende Psychose erinnern, Funkspruch an die Leitstelle das wir dringend die Polizei benötigen, drei Minuten später 3 Funkstreifen, 1 Sektorwagen.
Bei den WL, Funkgespräch man benötigt dringend die Polizei,  renitenter Fahrgast, Polizei kommt nach 17 Minuten. Natürlich ist zu hinterfragen wie das von der BI an die Polizei weitergegeben wurde.

Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 18. April 2014, 10:05:51

@13er: Exponiert bist Du in jedem Beruf, wo Du mit Menschen zu tun hast. Als Rettungssani oder Arzt ist es auch nicht weniger gefährlich.

Vor allem bei den Rettungsorganisationen klappt die Zusammenarbeit mit der Polizei wunderbar. Und man hat volle Rückendeckung von oben, ausserdem noch Gefahrenzulage usw usw. Alles Dinge die man sich bei uns nur wünschen kann.

Ich kann mich noch  an eine tobende Psychose erinnern, Funkspruch an die Leitstelle das wir dringend die Polizei benötigen, drei Minuten später 3 Funkstreifen, 1 Sektorwagen.
Bei den WL, Funkgespräch man benötigt dringend die Polizei,  renitenter Fahrgast, Polizei kommt nach 17 Minuten. Natürlich ist zu hinterfragen wie das von der BI an die Polizei weitergegeben wurde.

Die BI gibt solche Funksprüche unmittelbar an die Polizei weiter. Das heißt während, Mitarbeiter A der Leitstelle mit dem Fahrer Funkt, telefoniert Mitarbeiter B schon mit der Polizei. Nur das nützt überhaupt nichts, wenn du dann an eine Polizeistreife kommst, die nicht gut auf die WL zu sprechen ist, bzw die sich eigentlich schon auf den Feierabend gefreut hat und 10 min vor der Ablöse nochmal ausrücken muss.

Am eigenen Leib selbst erfahren. Tätlicher Angriff am Westbahnhof, 19 min (in Worten NEUNZEHN) auf die Polizei gewartet, die dann im Abendverkehr OHNE Folgetonhorn und Blaulicht von der Westbahnstraße über die Gürtelfahrbahn zugefahren ist. Und auf die Frage, wieso sie eigentlich ohne Musik und Licht gekommen sind, kam lapidar die Antwort, man wollte den Angreifer nicht verscheuchen.

Auch hören wir immer wieder, dass bei Vorfällen wir schauen sollen, das wir das selber Regeln sollen, weil die Polizei keinen Mitarbeiter frei haben.

So stand einmal ein Bus bereits 25 min bei einem Verkehrsunfall, wo der Unfallgegner die Polizei gerufen hatte, ohne dass ein Polizist erschienen ist. Und dass, obwohl die nächste Polizeiinspektion nur ca 100m entfernt war.

Nach etwas netteren zureden konnte ich ihn dann bei meinen Eintreffen sehr wohl überzeugen, seine Daten bekannt zugeben und auf die Polizei zu verzichten.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 18. April 2014, 10:21:52
Nur das nützt überhaupt nichts, wenn du dann an eine Polizeistreife kommst, die nicht gut auf die WL zu sprechen ist, bzw die sich eigentlich schon auf den Feierabend gefreut hat und 10 min vor der Ablöse nochmal ausrücken muss.
Mit Verlaub, aber wenn die das auch nur ein einziges Mal machen, dann setz ich als Verkehrsunternehmen alles in Bewegung, dass so was nie wieder vorkommt!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 18. April 2014, 10:25:17
Mit Verlaub, aber wenn die das auch nur ein einziges Mal machen, dann setz ich als Verkehrsunternehmen alles in Bewegung, dass so was nie wieder vorkommt!

Da kannst du in Bewegung setzen, was du willst – die Exekutive wird mit 101 Ausreden gegen dich auffahren und beim nächsten Mal dauert es noch länger. Oder als Gleichung ausgedrückt:

Exekutive : Einsatzfall = Verkehrsunternehmen : Beförderungsfall :D
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 18. April 2014, 10:29:09
Naja, strenges Kalkül. Besoffener Fahrgast -> Eintreffen nach zwei Minuten -> (unangenehme) Arbeit. Besoffener Fahrgast -> Eintreffen nach zwanzig Minuten -> Besoffener ist längst davongetorkelt -> Arbeit hat sich erledigt!  ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 18. April 2014, 13:05:25
Nur das nützt überhaupt nichts, wenn du dann an eine Polizeistreife kommst, die nicht gut auf die WL zu sprechen ist, bzw die sich eigentlich schon auf den Feierabend gefreut hat und 10 min vor der Ablöse nochmal ausrücken muss.
Mit Verlaub, aber wenn die das auch nur ein einziges Mal machen, dann setz ich als Verkehrsunternehmen alles in Bewegung, dass so was nie wieder vorkommt!

Mag sein, dass man es machen sollte. Ob es jedoch nicht kontraproduktiv ist lasse ich dahin gestellt. Denn was wäre dann der Enderfolg. Die Zusammenarbeit am kurzen Dienstweg würde sich verschlechtern. Und ein spontanes Eingreifen der Polizei würde seltener werden. Zum Glück sind solche Vorfälle eher die Seltenheit und daher ist es besser damit zu leben, als sich darüber offiziell aufzuregen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 18. April 2014, 15:20:36
Wieso funktioniert dann die Zusammenarbeit zwischen Rettungsleitstelle und der Polizei hervorragend? Weil während des Telefonats vom Call Taker auf die Dringlichkeit des Polizeieinsatzes mit Nachdruck hingewiesen wird. Wie gesagt kommt immer drauf an was der Bi´ler der Polizei wirklich am Telefon erzählt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 18. April 2014, 19:21:35
Heute gab es bereits wieder am 10A einen Angriff auf einen Fahrer oder Fahrscheinprüfer - Details nicht bekannt

Am 1er (B 627) gab es von 17:38 bis 18:07 einen Polizeieinsatz bei der Kliebergasse(?) Rampe Knöllgasse. Ein Fahrer bzw. dessen Zug wurde mit einer Schusswaffe(!) bedroht - mehr Details nicht bekannt. Die Züge fuhren in der Zeit offenbar nach Meidling.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Paulchen am 18. April 2014, 19:27:05
Heute gab es bereits wieder am 10A einen Angriff auf einen Fahrer oder Fahrscheinprüfer - Details nicht bekannt

Am 1er (B 627) gab es von 17:38 bis 18:07 einen Polizeieinsatz bei der Kliebergasse(?). Ein Fahrer bzw. dessen Zug wurde mit einer Schusswaffe(!) bedroht - mehr Details nicht bekannt. Die Züge fuhren in der Zeit offenbar nach Meidling.

Ist das nur mein subjektiver Eindruck, dass die Anzahl der Übergriffe derzeit stark zunimmt, oder ist das auch in absoluten Zahlen belegbar? Gibt es Vermutungen, woran dieser Anstieg liegt?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 18. April 2014, 19:27:09
Heute gab es bereits wieder am 10A einen Angriff auf einen Fahrer oder Fahrscheinprüfer - Details nicht bekannt

Am 1er (B 627) gab es von 17:38 bis 18:07 einen Polizeieinsatz bei der Kliebergasse(?). Ein Fahrer bzw. dessen Zug wurde mit einer Schusswaffe(!) bedroht - mehr Details nicht bekannt. Die Züge fuhren in der Zeit offenbar nach Meidling.

Tja. War ja zu erwarten. Medien bummvoll, Nachahmungstäter, latente Täter, bei denen der sogenannte Streik (der gelinde gesagt eine Frechheit ist) das Fass zum Überlaufen bringt, Mutproben a la des traust di nie schau de andern bringens aa, ...

Wenns a Pech ham, gehts noch a Randl so weiter...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Karbei am 18. April 2014, 19:51:21
Am 1er (B 627) gab es von 17:38 bis 18:07 einen Polizeieinsatz bei der Kliebergasse(?).
Es passierte bei der Ustrab Rampe beim Matzleinsdorfer Platz:

(http://imgl.krone.at/Bilder/2014/04/18/Wien_71-jaehriger_Mann_schiesst_auf_Strassenbahn-Auf_Lenker_gezielt-Story-401304_630x356px_2_3Ba5P8EwsRfFQ.jpg)

Ein maskierter Mann hat am späten Freitagnachmittag beim Wiener Matzleindsdorferplatz offenbar auf eine Straßenbahn geschossen. Nach Berichten von Augenzeugen soll der Täter zunächst auf den Fahrer gezielt, aber die Waffe dann in die Luft abgefeuert haben.

Laut Zeugen sei es gegen 17.45 Uhr zu dem Einsatz an der Ecke Quellenstraße/Knöllgasse gekommen. Die Polizei war mit neun Funkstreifen vor Ort. Bei dem Täter soll es sich laut Polizeisprecher Roman Hahslinger um einen 71 Jahre alten Mann handeln.

http://www.krone.at/Oesterreich/Wien_71-jaehriger_Mann_schiesst_auf_Strassenbahn-Auf_Lenker_gezielt-Story-401304 (http://www.krone.at/Oesterreich/Wien_71-jaehriger_Mann_schiesst_auf_Strassenbahn-Auf_Lenker_gezielt-Story-401304)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 18. April 2014, 20:22:26
Danke für das Foto und den Link! Im Krone-Artikel dürfte von den Fakten her aber so einiges nicht stimmen... http://derstandard.at/1397521126214/Wien-20-Jaehriger-nach-Schuss-mit-Gaspistole-auf-Tramway-festgenommen (http://derstandard.at/1397521126214/Wien-20-Jaehriger-nach-Schuss-mit-Gaspistole-auf-Tramway-festgenommen) beruft sich auf die Polizei (die sollte es wissen), demnach war es wohl ein 20jähriger.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: sheldor am 18. April 2014, 20:43:38
Laut heute.at wurde der 20-jährige Verdächtige festgenommen. Diese beruft sich ebenfalls auf die Angaben der Polizei
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Bimigel am 18. April 2014, 22:16:08

Ein maskierter Mann hat am späten Freitagnachmittag beim Wiener Matzleindsdorferplatz offenbar auf eine Straßenbahn geschossen. Nach Berichten von Augenzeugen soll der Täter zunächst auf den Fahrer gezielt, aber die Waffe dann in die Luft abgefeuert haben.

Laut Zeugen sei es gegen 17.45 Uhr zu dem Einsatz an der Ecke Quellenstraße/Knöllgasse gekommen. Die Polizei war mit neun Funkstreifen vor Ort. Bei dem Täter soll es sich laut Polizeisprecher Roman Hahslinger um einen 71 Jahre alten Mann handeln.

http://www.krone.at/Oesterreich/Wien_71-jaehriger_Mann_schiesst_auf_Strassenbahn-Auf_Lenker_gezielt-Story-401304 (http://www.krone.at/Oesterreich/Wien_71-jaehriger_Mann_schiesst_auf_Strassenbahn-Auf_Lenker_gezielt-Story-401304)
Das ist ja wohl Wahnsinn! Was kommt als nächstes?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 18. April 2014, 23:07:54
Tja. War ja zu erwarten. Medien bummvoll, Nachahmungstäter, latente Täter, bei denen der sogenannte Streik (der gelinde gesagt eine Frechheit ist) das Fass zum Überlaufen bringt, Mutproben a la des traust di nie schau de andern bringens aa, ...

Den Streik (die Dienststellenversammlungen, nicht Streik) halte ich nicht für ein Frechheit, sondern die Wurm'sche Begründung - gegen Angriffe auf Tramwayer. Wenn man den Streik gegen den Dienstgeber führt (wir wollen Fahrerkabinen in den E2 oder wir wollen Abends nur mehr ULF fahren), dann stehe ich voll und ganz dahinter.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 18. April 2014, 23:33:50
Die Bevölkerung wird halt zunehmends radikaler. Wen wundert's, dem Großteil geht's auf Kosten der herrschenden Klasse und der oberen 10.000 immer schlechter. Und an der Spitze stehen auch noch Totalversager – wenn der Alk zur Kompensation ausgeht, läuft das Faß eben über.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 19. April 2014, 01:31:58

Den Streik (die Dienststellenversammlungen, nicht Streik) halte ich nicht für ein Frechheit, sondern die Wurm'sche Begründung - gegen Angriffe auf Tramwayer. Wenn man den Streik gegen den Dienstgeber führt (wir wollen Fahrerkabinen in den E2 oder wir wollen Abends nur mehr ULF fahren), dann stehe ich voll und ganz dahinter.
Betroffen sind aber nur die Fahrgäste, sonst niemand. Und was können die dafür?


Die ganze Spiegelfechterei hat nur einen Grund: die demnächst bevorstehende Personalvertreterwahl und da wollen alle gut dastehen. Die FSG mit dem "Streik", andere Fraktionen mit einer Latte von Maßnahmen, die sie fordern (lückenlose Video-Überwachung, Securities für Mitarbeiter, keine Wagenumsicht am Abend und . . . . und . . . . und).
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: sheldor am 19. April 2014, 06:39:26

Den Streik (die Dienststellenversammlungen, nicht Streik) halte ich nicht für ein Frechheit, sondern die Wurm'sche Begründung - gegen Angriffe auf Tramwayer. Wenn man den Streik gegen den Dienstgeber führt (wir wollen Fahrerkabinen in den E2 oder wir wollen Abends nur mehr ULF fahren), dann stehe ich voll und ganz dahinter.
Betroffen sind aber nur die Fahrgäste, sonst niemand. Und was können die dafür?


Die ganze Spiegelfechterei hat nur einen Grund: die demnächst bevorstehende Personalvertreterwahl und da wollen alle gut dastehen. Die FSG mit dem "Streik", andere Fraktionen mit einer Latte von Maßnahmen, die sie fordern (lückenlose Video-Überwachung, Securities für Mitarbeiter, keine Wagenumsicht am Abend und . . . . und . . . . und).


Und da gebe ich dir vollkommen Recht: Diese Aktion der FSG ist eine reine Wahlkampfgschicht. Nicht mehr und nicht weniger. Nach der Wahl passt wieder alles. Dieses ist der FSG grade zu ihn den Schoß gefallen.

–- Betriebsversammlung hin oder her - es wird sich nichts ändern –-
(Ich hoffe es ist mir in diesem Forum keiner böse! Für mich klingt das als Wahlkampf...Mai!!!)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Operator am 19. April 2014, 08:00:47

Den Streik (die Dienststellenversammlungen, nicht Streik) halte ich nicht für ein Frechheit, sondern die Wurm'sche Begründung - gegen Angriffe auf Tramwayer. Wenn man den Streik gegen den Dienstgeber führt (wir wollen Fahrerkabinen in den E2 oder wir wollen Abends nur mehr ULF fahren), dann stehe ich voll und ganz dahinter.
Betroffen sind aber nur die Fahrgäste, sonst niemand. Und was können die dafür?


Die ganze Spiegelfechterei hat nur einen Grund: die demnächst bevorstehende Personalvertreterwahl und da wollen alle gut dastehen. Die FSG mit dem "Streik", andere Fraktionen mit einer Latte von Maßnahmen, die sie fordern (lückenlose Video-Überwachung, Securities für Mitarbeiter, keine Wagenumsicht am Abend und . . . . und . . . . und).



–- Betriebsversammlung hin oder her - es wird sich nichts ändern –-
(Ich hoffe es ist mir in diesem Forum keiner böse! Für mich klingt das als Wahlkampf...Mai!!!)
Warum soll dir wer böse sein? Hast du Angst, deine persönliche Meinung hier kund zu tun?
Auch dafür ist das Forum da, es hat eben jeder seine Meinung und das ist gut so.
In manchen (vielen) Ländern hätte man schon intensiv interveniert, das sein zu lassen oder  es gleich abgedreht!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: nord22 am 19. April 2014, 08:58:36
Das nächste Vorkommnis auf krone.at: Ein maskierter Mann hat am späten Freitagnachmittag beim Wiener Matzleinsdorferplatz mit einer Gaspistole auf eine Straßenbahn geschossen . (Ustrab Rampe Knöllgasse)
Näheres unter http://www.krone.at/Oesterreich/Wien_20-jaehriger_Mann_schiesst_auf_Strassenbahn-Auf_Lenker_gezielt-Story-401304 (http://www.krone.at/Oesterreich/Wien_20-jaehriger_Mann_schiesst_auf_Strassenbahn-Auf_Lenker_gezielt-Story-401304)

nord22
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 19. April 2014, 10:06:58
Das war oben schon gepostet. ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 19. April 2014, 19:39:23
Der Zug war übrigens ein 1er (das kam aus der Berichterstattung nicht so ganz raus), der Fahrer von BSm (Gürtel).

Gestern gab es noch einen weiteren Vorfall: Bei (mind.) zwei 6ern wurden am Leberberg sämtliche Fensterscheiben eingeschlagen...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 19. April 2014, 21:23:44
Das Einschlagen von Scheiben und Herumballern mit Gaspistolen am Bahnsteig sind zwar kriminelle Akte, aber keine Übergriffe auf Straßenbahnfahrer!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 4463 am 19. April 2014, 21:35:55
Bei (mind.) zwei 6ern wurden am Leberberg sämtliche Fensterscheiben eingeschlagen...
Wie geht sowas?  :o Auch wenn sich der Fahrer logischerweise fürchtet, sobald jemand damit beginnt, sollte doch spätestens nach Ankunft des Folgezuges die Polizei alarmiert werden. Das Einschlagen von Sicherheitsglasscheiben ist meines Wissens nichts, was allzu schnell von statten geht. Waren das ULFe oder Hochflurer?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 19. April 2014, 22:05:56
Ach, vor einigen Jahren haben sie auf der Strecke neben dem Auer Welsbach-Park bei einigen Zügen etliche Fenster eingeschossen (mit Steinen). Waren vier ULF und ein E2, glaube ich. Das wurde halt nicht an die große Glocke gehängt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 19. April 2014, 22:13:21
Das wurde halt nicht an die große Glocke gehängt.
Sie versuchen, alles, was in der Richtung passiert, zu vertuschen, da der Stadt solche Vorfälle überhaupt nicht in den Kram passen. Ich kann schon verstehen, dass es vielen Fahrern jetzt mal reicht.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 4463 am 19. April 2014, 22:27:25
Sie versuchen, alles, was in der Richtung passiert, zu vertuschen, da der Stadt solche Vorfälle überhaupt nicht in den Kram passen.
Dass der Stadt sowas nicht in den Kram passt, ist ja nachvollziehbar. Es wäre allerdings vernünftiger, die Anstrengungen dahingehend zu fokussieren, dass man versucht, derartige Vorfälle zu verhindern, statt sie nur dazu zu verwenden, die Vertuschungs- und Propagandamaschinerie des obersten Sowjet am Läufen zu halten. :down:
Mir ist klar, dass es immer gewalttätige Leute geben wird, aber nichtsdestotrotz liegt es auch an der Stadt gewissen Entwicklungen gegenzusteuern und ihnen Einhalt zu gebieten. Und damit haben die WL nichts zu tun, die sind - genauso wie ihre Fahrer - in diesem Fall das Opfer.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 19. April 2014, 22:46:46
Bei (mind.) zwei 6ern wurden am Leberberg sämtliche Fensterscheiben eingeschlagen...
Wie geht sowas?  :o

Nothammer, zack – zack – zack – zack. Ist wahrscheinlich in unter zwei Minuten erledigt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 20. April 2014, 07:16:52
Das wurde halt nicht an die große Glocke gehängt.
Sie versuchen, alles, was in der Richtung passiert, zu vertuschen, da der Stadt solche Vorfälle überhaupt nicht in den Kram passen. Ich kann schon verstehen, dass es vielen Fahrern jetzt mal reicht.

Ich will nicht behaupten, das der eine oder andere Vorfall vertuscht wird. Es ist aber sicher besser, wenn nicht alle Vorfälle bei der allgemeinen Öffentlichkeit publik gemacht werden, da man so sonst nur Nachahmungstäter auf dumme Ideen bringt.

Und nur weil etwas nicht allgemein Publik gemacht wird, heißt es eben noch lange nicht, das etwas vertuscht wird.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 20. April 2014, 09:59:35
Vertuschen ist nicht grundsätzlich schlecht, wenn aus den Vorfällen im Stillen Konsequenzen gezogen würden. Genau das wollen sich die WL durch das Vertuschen aber ersparen, daher kann man es nicht gutheißen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Operator am 20. April 2014, 10:49:09
Vertuschen ist nicht grundsätzlich schlecht, wenn aus den Vorfällen im Stillen Konsequenzen gezogen würden. Genau das wollen sich die WL durch das Vertuschen aber ersparen, daher kann man es nicht gutheißen.
Schließ mich deiner Meinung voll und ganz an!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Rodauner am 20. April 2014, 12:15:53
Stelle hier mal als Idee in den Raum, dass möglichst viele Mitarbeiter des Fahrdienstes der WL ein Schreiben an das Verkehrs-Arbeitsinspektorat (VAI) richten. Dessen Aufgabe besteht laut Eigendefinition nämlich unter anderem in der "....Weiterentwicklung des Arbeitnehmerschutzes im Verkehrsbereich durch legistische Maßnahmen."

Konkret zuständig ist:
Abteilung 11 - Verkehrs-Arbeitsinspektorat Schienenbahnen
Arbeitnehmerschutz im Verkehrswesen betreffend Eisenbahnunternehmen, Schlaf-, Liege-, Buffet- und Speisewagen sowie von Umschlageinrichtungen zur Abwicklung des Eisenbahnbetriebes und des begleiteten Güterverkehrs.
E-Mail: VII11@bmask.gv.at
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hubi am 20. April 2014, 12:44:10
Nur wenn in der Öffentlichkeit ständig behauptet wird, dass die Übergriffe nicht steigen, ja sogar rückläufig sind, dann würde ich von Vertuschung  Verarschung des eigenen Personales sprechen. Es gab heuer bereits über 70 Übergriffe auf das Personal! Also beinahe schon mehr als angeblich das letzte gesamte Jahr!
Hab das feinsäuberlich dokumentiert.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 20. April 2014, 13:23:18
Gestern gab es einen Angriff auf drei Fahrscheinprüfer auf der U3!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Operator am 20. April 2014, 14:24:27
Gestern gab es einen Angriff auf drei Fahrscheinprüfer auf der U3!
Und auch die "Gewichtung" der Überfälle hat sich zu Ungunsten des Personals verschoben; u.a. Schußwaffen, Messerattaken, Schlagstöcke  und Ähnliches!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Operator am 20. April 2014, 14:26:20
Nur wenn in der Öffentlichkeit ständig behauptet wird, dass die Übergriffe nicht steigen, ja sogar rückläufig sind, dann würde ich von Vertuschung  Verarschung des eigenen Personales sprechen. Es gab heuer bereits über 70 Übergriffe auf das Personal! Also beinahe schon mehr als angeblich das letzte gesamte Jahr!
Hab das feinsäuberlich dokumentiert.
Die Presseabteilung  untersteht direkt dem Direktor, das war früher nicht so! Sie ist eine Stabstelle! Also sozusagen der verlängerte Arm des Direktors!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 217Essling am 20. April 2014, 16:33:47
Seit 16.10h steht in der Haltestelle Alser Straße U der Linie 43 der B1  / 766, wo der Fahrer eine Insultierung hatte. Die  Folgezüge Richtung Neuwaldegg  werden über 44 - 9 umgeleitet.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hubi am 20. April 2014, 16:39:33
Ich befürchte nur das diese Übergriffe immer mehr werden, nur was soll man dagegen tun, mir fällt dazu absolut nichts ein. Leider werden ja die wenigsten Täter erwischt und somit wird der "Anreiz" zu solchen Mutproben oder was auch immer, noch höher befürchte ich. Ich glaube nämlich nicht das diese Vorfälle direkt etwas mit den WL zu tun haben.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 20. April 2014, 16:57:45
Nur wenn in der Öffentlichkeit ständig behauptet wird, dass die Übergriffe nicht steigen, ja sogar rückläufig sind, dann würde ich von Vertuschung  Verarschung des eigenen Personales sprechen. Es gab heuer bereits über 70 Übergriffe auf das Personal! Also beinahe schon mehr als angeblich das letzte gesamte Jahr!
Hab das feinsäuberlich dokumentiert.

Es sind zwar schon sehr viele aber von den 70 sind wir zum Glück noch weit entfernt.

Und zum schreiben an den VAI. Was soll er machen, jeden Fahrer einen Bodygoard mitgeben. Bei weit mehr als 50% der Angriffe würde eine Kabine nämlich absolut nichts bringen, da diese ausserhalb des Fahrplatzes passiert sind. Ich sage nur Linie 31 und 67. Und auch bei der Linie 60 war der Fahrer zum Zeitpunkt nicht am Fahrerplatz, sondern gerade auf den Weg dorthin.

All das gebe ich nur zu bedenken, dass bei vielen Angriffen einerseits das Personal selbst schuld sind - Thema verhalten der Fahrscheinkontrollore gegenüber der Fahrgäste, und andererseits das Personal "Angriffe" meldet, wo ihm ein anderer nur schief angeschaut hat.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 20. April 2014, 19:41:22
Bei weit mehr als 50% der Angriffe würde eine Kabine nämlich absolut nichts bringen.
Da der Einsatz von Kabinenzügen in den Nachtstanden bereits jetzt möglich ist und das noch dazu kostenlos, wäre das doch eine schöne Sache, wenn man gleich mit so einer Maßnahme, die nur ein bißchen logistischen Aufwand bedeutet, schon mal ca. 50% der Vorfälle vermeiden könnte.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 20. April 2014, 19:42:23
@klingelfee beim 60er war der Fahrer am Fahrerplatz!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 20. April 2014, 20:08:25
Da der Einsatz von Kabinenzügen in den Nachtstanden bereits jetzt möglich ist und das noch dazu kostenlos, wäre das doch eine schöne Sache, wenn man gleich mit so einer Maßnahme, die nur ein bißchen logistischen Aufwand bedeutet, schon mal ca. 50% der Vorfälle vermeiden könnte.

Und mit diesem logistischen Aufwand wäre es auch gleich möglich, am Wochenende (oder zumindest an Sonntagen) reinen Niederflurbetrieb anzubieten. Aber wie will man das schaffen, wo man es nicht einmal zusammenbringt, dass die Blaue jeder Linie ein ULF ist? :ugvm:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Rodauner am 21. April 2014, 11:56:06
Nur wenn in der Öffentlichkeit ständig behauptet wird, dass die Übergriffe nicht steigen, ja sogar rückläufig sind, dann würde ich von Vertuschung  Verarschung des eigenen Personales sprechen. Es gab heuer bereits über 70 Übergriffe auf das Personal! Also beinahe schon mehr als angeblich das letzte gesamte Jahr!
Hab das feinsäuberlich dokumentiert.

Es sind zwar schon sehr viele aber von den 70 sind wir zum Glück noch weit entfernt.

Und zum schreiben an den VAI. Was soll er machen, jeden Fahrer einen Bodygoard mitgeben. Bei weit mehr als 50% der Angriffe würde eine Kabine nämlich absolut nichts bringen, da diese ausserhalb des Fahrplatzes passiert sind. Ich sage nur Linie 31 und 67. Und auch bei der Linie 60 war der Fahrer zum Zeitpunkt nicht am Fahrerplatz, sondern gerade auf den Weg dorthin.

All das gebe ich nur zu bedenken, dass bei vielen Angriffen einerseits das Personal selbst schuld sind - Thema verhalten der Fahrscheinkontrollore gegenüber der Fahrgäste, und andererseits das Personal "Angriffe" meldet, wo ihm ein anderer nur schief angeschaut hat.

Man erinnere sich an die Vorfälle mit den eingeklemmten Kinderwagen, Hundeleinen, etc., vor allem bei den E1. Da wurde die Behörde recht flott von sich aus aktiv => Obwohl sich die WL dagegen wehrten, mussten die unsäglichen Außenrückspiegel bei den Typen E1 und E2 nachgerüstet werden - die aber in etlichen Haltestellen (Aussenbogen,...) auch keine Beobachtung des gesamten Zuges erlauben. Es wäre unlogisch und nicht einzusehen, wenn die zuständigen Stellen für Arbeitnehmerschutz nach den jüngsten Vorfällen nicht reagieren bzw. "wegschauen" würden  ::)

Im übrigen kann ich Dir versichern, dass das Fahrpersonal nicht jeden einzelnen kleinen Konflikt mit Fahrgästen meldet (Paradebeispiel: uneinsichtiger FG mit Hund ohne Beißkorb). Da müßte man nach jeder zweiten Schicht beim Verkehrsführer antanzen! Noch dazu, wo in etlichen Satellitenbahnhöfen (SPS, OTG,...) nach dem Frühauslauf keiner mehr da ist und man es telefonisch machen (und dann zwecks Unterschrift später erst recht zum "Mutterbahnhnof" - in diesem Fall RDH - fahren) müßte. Die Leute wollen pünktlich nach Hause und legen Meldungen - sei es in einer der kurzen Pausen, aber besonders nach Dienstende - nur ab, wenn es unbedingt nötig ist!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 21. April 2014, 12:15:34
Im übrigen kann ich Dir versichern, dass das Fahrpersonal nicht jeden einzelnen kleinen Konflikt mit Fahrgästen meldet (Paradebeispiel: uneinsichtiger FG mit Hund ohne Beißkorb). Da müßte man nach jeder zweiten Schicht beim Verkehrsführer antanzen! Noch dazu, wo in etlichen Satellitenbahnhöfen (SPS, OTG,...) nach dem Frühauslauf keiner mehr da ist und man es telefonisch machen (und dann zwecks Unterschrift später erst recht zum "Mutterbahnhnof" - in diesem Fall RDH - fahren) müßte. Die Leute wollen pünktlich nach Hause und legen Meldungen - sei es in einer der kurzen Pausen, aber besonders nach Dienstende - nur ab, wenn es unbedingt nötig ist!

Mag sein, das dies deine Beobachtung sit. Wenn ich mir aber anschaue, wegen welchen Kindlichkeiten oft die Funkstreife ausrückt, dann halte ich voll dagegen. So hatte ich einmal einen Einsatz wegen einem randlierden Fahrgast, der sich dann als 75 jährige Frau herausgestellt hatte, die zweimal mit ihren Stock gegen den Zug geklopft hatte, weil der Fahrer ihrer Meinung nach nicht genug auf sie geachtet hatte.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 21. April 2014, 12:53:50
Man erinnere sich an die Vorfälle mit den eingeklemmten Kinderwagen, Hundeleinen, etc., vor allem bei den E1.
Viele Vorfälle waren es nicht, es waren etliche
Zitat
Da wurde die Behörde recht flott von sich aus aktiv => Obwohl sich die WL dagegen wehrten, mussten die unsäglichen Außenrückspiegel bei den Typen E1 und E2 nachgerüstet werden - die aber in etlichen Haltestellen (Aussenbogen,...) auch keine Beobachtung des gesamten Zuges erlauben. Es wäre unlogisch und nicht einzusehen, wenn die zuständigen Stellen für Arbeitnehmerschutz nach den jüngsten Vorfällen nicht reagieren bzw. "wegschauen" würden  ::)
Da war ja die Journaille dahinter
Zitat
Im übrigen kann ich Dir versichern, dass das Fahrpersonal nicht jeden einzelnen kleinen Konflikt mit Fahrgästen meldet (Paradebeispiel: uneinsichtiger FG mit Hund ohne Beißkorb). Da müßte man nach jeder zweiten Schicht beim Verkehrsführer antanzen! Noch dazu, wo in etlichen Satellitenbahnhöfen (SPS, OTG,...) nach dem Frühauslauf keiner mehr da ist und man es telefonisch machen (und dann zwecks Unterschrift später erst recht zum "Mutterbahnhnof" - in diesem Fall RDH - fahren) müßte. Die Leute wollen pünktlich nach Hause und legen Meldungen - sei es in einer der kurzen Pausen, aber besonders nach Dienstende - nur ab, wenn es unbedingt nötig ist!
Tja, wenn er wegen einer zu legenden Meldung nach Rudolfsheim zur Unterschrift fahren muss, dann gehört das inclusive der Wegzeit zur Dienstzeit, muss er das nach seiner regulären Dienstzeit machen, dann sind das angeordnete Überstunden mit allen Konsequenzen für den Dienstgeber - Überstundenentlohnung, maximale Tages- bzw. Wochenarbeitszeit, minimale Ruhezeiten...


Edit: Quoting repariert
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 21. April 2014, 17:30:07
Heute 15.48 Widholzgasse: 653/6, Fahrer wurde "mit einer gelben Flüssigkeit beworfen". Bis 16.10 kein Betrieb zwischen Zentralfriedhof und Kaiserebersdorf.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 23A am 21. April 2014, 18:32:30
Heute 15.48 Widholzgasse: 653/6, Fahrer wurde "mit einer gelben Flüssigkeit beworfen". Bis 16.10 kein Betrieb zwischen Zentralfriedhof und Kaiserebersdorf.

Unglaublich was es für Vollidioten gibt... >:( 
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 21. April 2014, 18:42:37
"mit einer gelben Flüssigkeit beworfen"

Angepisst?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hubi am 21. April 2014, 18:44:42
Zitat
Mag sein, das dies deine Beobachtung sit. Wenn ich mir aber anschaue, wegen welchen Kindlichkeiten oft die Funkstreife ausrückt, dann halte ich voll dagegen. So hatte ich einmal einen Einsatz wegen einem randlierden Fahrgast, der sich dann als 75 jährige Frau herausgestellt hatte, die zweimal mit ihren Stock gegen den Zug geklopft hatte, weil der Fahrer ihrer Meinung nach nicht genug auf sie geachtet hatte.

Ok, nur wo soll man die Grenze ziehen?
Ich glaube das die Fahrer in Zukunft noch viel öfter anfunken sollen, dann würde sich das Untrnehmen etwas überlegen müssen!
Nur sich ständig als Supertoll präsentieren wird bald nicht mehr reichen, die Medien stehen schon in den Startlöchern um vom erbärmlichen Schienenzustand und katastrophalen Wagenzuständen zu berichten
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: RobCapa am 21. April 2014, 19:15:11
"mit einer gelben Flüssigkeit beworfen"

Angepisst?

Nach einem Freund der dabei war leider ja  :fp:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 21. April 2014, 19:40:57
Traurig genug, aber warum hat der Typ dann noch Eier?

Das meinte ich mit Nachahmungstäter, jeder der Tr...ttln glaubt, er kanns auch und noch besser, erwischt wird eh keiner....
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: RobCapa am 21. April 2014, 19:47:00
Kann ich dir sagen, wohne in der Gegend.
Da bist schnell weg - entweder stadteinwärts in die Thürnlhofbauten oder stadtauswärts zu einem breiten Grünareal.
Im Winter schießen die Kinder dort gern auch mit Schneebällen auf die Tram
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 21. April 2014, 19:52:39
kinder ... schneebälle ... Tram

Gut, okay, wir waren alle mal Kinder. Schneebälle sind ja auch keine Bedrohung.

Ich kapier nur nicht, wie man einen Straßenbahnfahrer um 3/4 4 nachmittags anpinkeln kann ...  :-[
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: RobCapa am 21. April 2014, 19:56:18
Na na! Da hat keiner das Hoserl runter gelassen sondern durchs offene Fenster kam was geflogen war gelb und dann hats gestunken.
Hab auch anderorts was von einem Farbbeutel gelesen...mein Freund meint, dem Geruch, nach es sei Pisse. Vielleicht auch was chemisches?

Ich finde es auf jeden Fall recht deftig da die Gegend an sich nicht so arg ist.

@Schneebälle:
Jo ich auch mal aber wenn dann immer nur auf den Popo der Bim. Hab aber schon mitbekommen das manche Kinder so gscheid sind und voll auf die Frontscheibe zielen.  :up: :bh:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Schienenbremse am 21. April 2014, 20:00:51
RobCapa, bitte bemühe dich in allen deinen Beiträgen um die Anwendung der Großschreibung. Das fördert die Lesbarkeit deiner Postings ungemein.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: RobCapa am 21. April 2014, 20:05:01
RobCapa, bitte bemühe dich in allen deinen Beiträgen um die Anwendung der Großschreibung. Das fördert die Lesbarkeit deiner Postings ungemein.

Done nachträglich geändert - versuche drauf zu schaun, sorry wenns nicht immer sofort hinhaut ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Rodauner am 21. April 2014, 21:31:42
....die Medien stehen schon in den Startlöchern um vom erbärmlichen Schienenzustand und katastrophalen Wagenzuständen zu berichten.

Nur zu!!! Aber ich fürchte, die "Journaille" (© haidi) wird durch die Jubel- und Herunterspieltaktik der WL bei ihren Recherchen wenig ans Tageslicht bringen und bald die Lust an diesen Themen verlieren! >:(
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 21. April 2014, 21:35:10
Angepisst?
Red Bull wäre die andere Möglichkeit.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Rodauner am 21. April 2014, 21:38:59

Ich finde es auf jeden Fall recht deftig da die Gegend an sich nicht so arg ist.


Das dachten die Speisinger Fahrer auch von der Endstelle Rodaun - bis zum Abend des 15. April  :-\
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 21. April 2014, 21:47:57
es war kein Lulu, sondern es wurde auf den Zug mit einem Paintballgewehr bzw dessen Farbkugel geschossen  :bh:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: RobCapa am 21. April 2014, 21:52:02
Das dachten die Speisinger Fahrer auch von der Endstelle Rodaun - bis zum Abend des 15. April  :-\

 :-\ Es ist schon ein Unterschied zwischen dort leben und dort durchfahren...net bös sein. Klar passieren kann überall etwas da Idioten ja normalerweise Beine haben

es war kein Lulu, sondern es wurde auf den Zug mit einem Paintballgewehr bzw dessen Farbkugel geschossen  :bh:

Danke für die Aufklärung. Wie gesagt hab nur von einem Freund gehört....siehe weiter oben.
Nur dann muss der Schütze in den Bauten gehockt haben...vermute mal Siedlung Thürnlhof.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: martin8721 am 21. April 2014, 21:59:47
Danke für die Aufklärung. Wie gesagt hab nur von einem Freund gehört....siehe weiter oben.
Nur dann muss der Schütze in den Bauten gehockt haben...vermute mal Siedlung Thürnlhof.

Dort wohnen auch ziemliche Trotteln.
Hab das nicht erst ein Mal erlebt, dass der 6er zwischen 4. Tor und Leberberg mit Steinen und (vor allem im Dezember) Silvesterraketen beworfen wurde.  :(
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Rodauner am 21. April 2014, 22:04:27
Das dachten die Speisinger Fahrer auch von der Endstelle Rodaun - bis zum Abend des 15. April  :-\

 :-\ Es ist schon ein Unterschied zwischen dort leben und dort durchfahren...net bös sein. Klar passieren kann überall etwas da Idioten ja normalerweise Beine haben


Vielen herzlichen Dank für die Aufklärung! Warum glaubst Du habe ich mir ausgerechnet diesen Nick hier zugelegt  :fp: ?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: RobCapa am 21. April 2014, 22:11:37
Vielen herzlichen Dank für die Aufklärung! Warum glaubst Du habe ich mir ausgerechnet diesen Nick hier zugelegt  :fp: ?

Du hast auch vom Fahrer geschrieben und nicht von dir...

PS: Bin trotz meines Nicknamen kein Ungar oder Berufsfotograf
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 22. April 2014, 08:02:55
es war kein Lulu, sondern es wurde auf den Zug mit einem Paintballgewehr bzw dessen Farbkugel geschossen  :bh:

Die Info kann ich bestätigen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Rodauner am 23. April 2014, 19:41:10
Ich befürchte nur das diese Übergriffe immer mehr werden, nur was soll man dagegen tun, mir fällt dazu absolut nichts ein. Leider werden ja die wenigsten Täter erwischt und somit wird der "Anreiz" zu solchen Mutproben oder was auch immer, noch höher befürchte ich. Ich glaube nämlich nicht das diese Vorfälle direkt etwas mit den WL zu tun haben.

Frage an die Juristen hier: Sind Übergriffe in der zuletzt vorgekommenen Art wie Arbeitsunfälle zu werten und als solche seitens des Unternehmens an das Arbeitsinspektorat zu melden? Insbesondere, wenn der Mitarbeiter wegenkörperlicher Verletzungen oder aus psychischen Gründe mehr als drei Tage in Krankenstand geht? Siehe:

(5) Sofern keine Meldeverpflichtung von Arbeitsunfällen gemäß § 363 Abs. 1 des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG), BGBl. Nr. 189/1955, in der jeweils geltenden Fassung besteht, sind Arbeitgeber/innen verpflichtet, Arbeitsunfälle ihrer Arbeitnehmer/innen, durch die ein/e Arbeitnehmer/in mehr als drei Tage völlig oder teilweise arbeitsunfähig geworden ist, dem Arbeitsinspektorat mit einem von diesem aufzulegenden Vordruck zu melden.
BGBl. I Nr. 35/2012 (2. Stabilitätsgesetz 2012)


Hier ein Auszug aus dem Arbeitsinspektionsgesetz 1993 - ArbIG:

Aufgaben der Arbeitsinspektion
§ 3. (1) Die Arbeitsinspektion ist die zur Wahrnehmung des gesetzlichen Schutzes der Arbeitnehmer/innen und zur Unterstützung und Beratung der Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen bei der Durchführung des Arbeitnehmerschutzes berufene Behörde. Sie hat durch ihre Tätigkeit dazu beizutragen, dass Gesundheitsschutz und Sicherheit der Arbeitnehmer/innen sichergestellt und durch geeignete Maßnahmen ein wirksamer Arbeitnehmerschutz gewährleistet wird. Zu diesem Zweck hat die Arbeitsinspektion die Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen erforderlichenfalls zu unterstützen und zu beraten sowie die Einhaltung der dem Schutz der Arbeitnehmer/innen dienenden Rechtsvorschriften und behördlichen Verfügungen zu überwachen, insbesondere soweit diese betreffen

1. den Schutz des Lebens, der Gesundheit und der Sittlichkeit sowie der Integrität und Würde

BGBl. I Nr. 118/2012 (ASchG-Novelle)
,


2. die Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen,

usw.......


Die ÖBB definieren einen Übergriff lt. einer Meldung in wien.orf.at übrigens so:

Als solcher gewertet werden das Berühren eines ÖBB-Mitarbeiters im Konfliktfall, das Beleidigen und auch tätliche Angriffe.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 26. April 2014, 21:19:13
Heute hat ein 49er-Fahrer in der Westbahnstraße (Zieglergasse) ein paar Watschn abgefangen... allerdings außerhalb der Fahrerkabine, möglicherweise hat er sich zu einem verbalen Gefecht hinreißen lassen, das dann körperlich wurde. Es folgte ein Polizeieinsatz. Der 49er fuhr ab 13:15 zum ULP.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 26. April 2014, 22:00:33
Frage an die Juristen hier: Sind Übergriffe in der zuletzt vorgekommenen Art wie Arbeitsunfälle zu werten und als solche seitens des Unternehmens an das Arbeitsinspektorat zu melden?

Eine Anekdote:
Die GÖD-Zeitung hatte früher einen Mittelteil mit Dienst- und Besoldungsrechtsurteilen und Erklärungen dazu - war für Personalvertreter eine gute Wissensbasis. Einer der ARtikel fing mit diesen 2 trockenen Säzten an und sollte deine Frage durchaus beantworten:

N.N., Beamter am Finanzamt in X. wurde am Weg zum Dienst ermordet. Es lag also ein Arbeitsunfall vor.

Es ging darum, dass der Dienststellenleiter keine Arbeitsunfalls-Meldung abgegeben hat und die Witwe dadurch anfänglich eine geringere Pension erhielt. Als man dann drauf kam, wurde der Witwe der höhere Ruhegenuss nachgezahlt und der Dienststellenleiter musste die Differenz aus seiner Tasche berappen. Die genaue juristische Begründung ist mir nicht mehr geläufig, der Artikel stammt aus den frühen Achzigern.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 26. April 2014, 22:30:09
N.N., Beamter am Finanzamt in X. wurde am Weg zum Dienst ermordet. Es lag also ein Arbeitsunfall vor.
Haha, das ist es, was ich an unserer k. & k. Verwaltung liebe: diese überschwengliche Trockenheit eines Eßlöffels Zimt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 26. April 2014, 22:40:47
N.N., Beamter am Finanzamt in X. wurde am Weg zum Dienst ermordet. Es lag also ein Arbeitsunfall vor.
Haha, das ist es, was ich an unserer k. & k. Verwaltung liebe: diese überschwengliche Trockenheit eines Eßlöffels Zimt.
Der damalige Leiter des Rechtsbüros der GÖD war Sigi Dohr, ein genialer Dienstrechtsexperte, aber staubtrocken. Trotzdem waren seine Dienstrechtskurse für Personalvertreter spannend und ich hab jeden genossen. Unser Fraktionsführer hatte einen guten Draht zu ihm, jedem waren diese Kurse nicht vergönnt.
Leider hat er Bestrebungen gehabt, Vorsitzender der GÖD zu werden und wurde auch gewählt, auf diesem Platz war er keine gute Besetzung, er hatte kein Gespür für öffentliche auftritte und war gegen Rudolf Sommer schon ein starker Rückschritt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 26. April 2014, 23:22:19
Leider hat er Bestrebungen gehabt, Vorsitzender der GÖD zu werden und wurde auch gewählt, auf diesem Platz war er keine gute Besetzung, er hatte kein Gespür für öffentliche auftritte und war gegen Rudolf Sommer schon ein starker Rückschritt.
Verglichen mit Neugebauer war er trotzdem eindeutig die bessere Besetzung.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 27. April 2014, 03:43:10
Heute hat ein 49er-Fahrer in der Westbahnstraße (Zieglergasse) ein paar Watschn abgefangen... allerdings außerhalb der Fahrerkabine, möglicherweise hat er sich zu einem verbalen Gefecht hinreißen lassen, das dann körperlich wurde. Es folgte ein Polizeieinsatz. Der 49er fuhr ab 13:15 zum ULP.

Besagter Kollege wollte im Zug einer Frau helfen, welche scheinbar von einem Mann bedroht wurde.........
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 28. April 2014, 14:02:06
Die Gewerkschaft übergibt heute ihre von 1.000 Mitarbeitern unterzeichnete Petition mit den bekannten 7 Punkten an die Geschäftsführung. Es steht ein Streik im Raum, wenn die Forderungen so behandelt werden wie bisher.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 28. April 2014, 15:44:23
Jaja, die Wahl!  ::)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 217Essling am 28. April 2014, 19:28:46
Die Gewerkschaft übergibt heute ihre von 1.000 Mitarbeitern unterzeichnete Petition mit den bekannten 7 Punkten an die Geschäftsführung. Es steht ein Streik im Raum, wenn die Forderungen so behandelt w,erden wie bisher.
1000 von 8000 Bediensteten sind  nicht viel.
Und wie verhält sich der Gewerkschaftler im Aufsichtsrat?
Abwarten und nach der Wahl ist das scheinbar eh laues Lüfterl nicht mehr wahrnehmbar, also alles wunderbar.  :-\
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 28. April 2014, 19:40:47
Gestern Abend. Schießerei im 60er Station Sillerplatz, FG vs FG mit Gaspistole. Ein Täter wurde gefasst, ein zweiter ist flüchtig.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 28. April 2014, 21:11:35
Die Gewerkschaft übergibt heute ihre von 1.000 Mitarbeitern unterzeichnete Petition mit den bekannten 7 Punkten an die Geschäftsführung. Es steht ein Streik im Raum, wenn die Forderungen so behandelt w,erden wie bisher.
1000 von 8000 Bediensteten sind  nicht viel.
Und wie verhält sich der Gewerkschaftler im Aufsichtsrat?
Abwarten und nach der Wahl ist das scheinbar eh laues Lüfterl nicht mehr wahrnehmbar, also alles wunderbar.  :-\
1000 von 8000 ist aber in sofern doch viel, wenn man bedenkt, dass die Unterschriften nur im Morgenauslauf zusammen kamen. Denn ein Teil war im "Wochenende", Urlaub, Krankenstand oder einfach in einer anderen Schicht.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 28. April 2014, 23:39:36
1000 von 8000 ist aber in sofern doch viel, wenn man bedenkt, dass die Unterschriften nur im Morgenauslauf zusammen kamen. Denn ein Teil war im "Wochenende", Urlaub, Krankenstand oder einfach in einer anderen Schicht.
Das ist auch wieder nicht viel, wenn man bedenkt "Wehe du unterschreibst nicht"
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 29. April 2014, 00:25:24
Das ist auch wieder nicht viel, wenn man bedenkt "Wehe du unterschreibst nicht"
Das würde sich kaum wer trauen!  ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 29. April 2014, 16:45:11
Wieder kam es am Wochenende zu gewalttätigen Übergriffen in Straßenbahnen der Wiener Linien. Diesmal wurden jedoch nur indirekt Mitarbeiter des Unternehmens zu Opfern – in einem Fall wurde ein Fahrer verletzt, als er dazwischenging, als ein Mann eine Frau schlug.

Wie ORF.at berichtete und Wiener Linien-Sprecher Michael Unger gegenüber VIENNA.AT bestätigte, kam es am Samstag bzw. Sonntag erneut zu Vorfällen von Gewalt in Straßenbahnen in zwei Wiener Bezirken, nämlich in Neubau und in Hietzing.
Tatort Straßenbahn-Linie 49

Die Zwischenfälle, die sich am Samstagnachmittag und Sonntagnacht ereigneten, geschahen laut Unger in den Linien 49 und 60.

Bei dem Vorfall am Samstag, der sich Unger zufolge im Bereich der Station Westbahnstraße ereignete, habe ein Fahrgast seine Partnerin in dem Zug der Linie 49 tätlich bedroht bzw. angegriffen und mit Schlägen traktiert.
Mann schlug Frau – Fahrer schritt ein

Ein Fahrgast habe den Fahrer Ungers Schilderung zufolge auf die Situation aufmerksam gemacht, woraufhin dieser Zivilcourage zeigte, indem er den heftigen Streit zu schlichten versucht hätte. Als der Wiener Linien-Mitarbeiter jedoch dazwischenging, bekam er selbst einen Schlag auf den Kopf bzw. “eine stärkere Watsche” ab, so Unger.

Der Fahrer habe mit einer leichten Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Laut polizeilichen Angaben sei der Täter später ausgeforscht worden und befände sich in Haft.
Pistolen-Schuss in der Linie 60

Bei dem Vorfall am Sonntag handelte es sich um einen Gewaltakt, der nicht gegen einen Wiener Linien-Mitarbeiter gerichtet war, so Unger. Dabei fiel nach einem Streit zwischen Fahrgästen in einer Garnitur der Linie 60 ein Schuss aus einer Softgun.

Dieser Zwischenfall geschah laut Unger an der Haltestelle Sillerplatz, wo es zu einem Streit zwischen drei Fahrgästen gekommen war. Einer der beiden zog die Waffe und schoss auf einen seiner Kontrahenten, wie der Sprecher berichtet. Dieser wurde leicht verletzt.
Wiener Linien verurteilen Gewalt in den Öffis

Es waren beides keine klassischen ‘Fahrer-Angriffe’ in dem Sinne – aber natürlich auch bedauerliche Vorfälle, den wir verurteilen”, so der Sprecher.

Vergangene Woche hatte es seitens der Wiener Linien wegen der gehäuften Vorfälle von Attacken auf Wiener Linien-Mitarbeiter eine Betriebsverhandlung gegeben, bei der Maßnahmen zur Abhilfe wie etwa Pocket-Alarme für die Angestellten beschlossen wurden – VIENNA.AT berichtete.

Bei aller Liebe und Abneigung gegen Gewalt:

Zitat
Wieder kam es am Wochenende zu gewalttätigen Übergriffen

...das ist jetzt nur noch mediale Ausschlachterei...

Nicht falsch verstehen, ich befürworte das nicht, im Gegentum. Aber wenn sich zwei abwatschen und ich geh dazwischen und hasel eine ab, ist das was anderes als wenn der Fahrer direkt angegriffen wird. Zwar genauso zu verurteilen, aber letztendlich ist das jetzt nur mehr Mediengeilheit...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 10-44-42 am 29. April 2014, 17:07:36
Und wie werden nun die Fahrgäste geschützt vor solchen "Personen"?

Ist das Öffifahren in Wien schon so gefährlich wie in einer 3ten Weltstadt?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 29. April 2014, 17:13:59
Von innen versperrbare Einzelkabinen?  8)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 29. April 2014, 17:29:34
Von innen versperrbare Einzelkabinen?  8)

Mit benutzerdefinierter Filmauswahl am Infoscreen? 8)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 29. April 2014, 18:30:01


Mit benutzerdefinierter Filmauswahl am Infoscreen? 8)

Mit verspiegeltem Glas?  :ugvm: :ugvm:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 03. Mai 2014, 20:37:22
Alibi-Maßnahme?

Zitat
Sicherheitsper­so­nal in Öffis bekommt Verstärkung

Die Wiener Linien reagieren auf die jüngsten Übergriffe.


25 neue Beamte unterstützen ab Montag die Bereitschaftseinheit der Wiener Polizei, die in den U-Bahnen der Stadt für Ordnung sorgt. Insgesamt sind jetzt 150 Polizisten in den Öffis unterwegs, um Übergriffe – wie sie in den vergangenen Monaten öfter passiert sind – zu verhindern.

Zusätzlich soll auch das 300-köpfige Linienservice, das ab 2015 in den Öffi-Stationen unterwegs sein wird, in Deeskalationsstrategien geschult werden. Derzeit besteht das Linienservice lediglich aus sechs Zweierteams pro Tag, die allerdings auch für Fahrscheinkontrollen zuständig sind. Die Aufstellung dieser neuen Gruppe hatte die zuständige Finanzstadträtin Renate Brauner bei der SPÖ-Klubklausur in Rust angekündigt.

Information

Hauptaufgabe des Teams wird aber die Information der Fahrgäste sein. Um sie war es zuletzt nicht immer zum Besten gestellt. Etwa, als es Anfang März zum größten U-Bahn-Ausfall in der Geschichte der Wiener Linien kam. Ein Defekt im Stellwerk legte damals die U3, die U6 sowie Teile der U4 vollkommen lahm. Viele der Passagiere fühlten sich von den Verkehrsbetrieben im Stich gelassen. Vor Ort habe es zu wenig Infos und Mitarbeiter gegeben, kritisierten zahl­reiche gestrandete Fahrgäste.

Genau solche Probleme soll das neue Linienteam verhindern. "Die Rückmeldungen der Fahrgäste zeigen: Sie wollen, gerade bei Störungen, Ansprechpartner vor Ort haben", sagt eine Sprecherin der Wiener Linien. Sie könnten, so das Kalkül, Fahrgastströme bei Betriebsstörungen besser umdirigieren, als das mit Lautsprecher-Durchsagen möglich ist.

Sicherheit ist aber dennoch ein Thema: "Sind mehr Mitarbeiter in den Stationen unterwegs, erhöht sich auch das subjektive Sicherheits­gefühl", heißt es im Büro Brauner. Im Unterschied zu einer von der FPÖ immer wieder geforderten eigenen U-Bahn-Polizei gehe es hier aber nicht um Law&Order-Maßnahmen. Derzeit sei man aber noch in einer frühen Planungsphase, heißt es bei den Wiener Linien. Deshalb seien auch die Kosten des Projekts offen. Zumindest ein Teil des neuen Linienteams wird aus bestehenden Mitarbeitern rekrutiert, wie viele man zusätzlich einstellen muss, wird noch geklärt.

(KURIER) ERSTELLT AM 02.05.2014, 19:02

Quelle: kurier.at/chronik/wien/sicherheitspersonal-in-oeffis-bekommt-verstaerkung/63.566.016
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 03. Mai 2014, 20:42:29
Alibi-Maßnahme?

Aber nein. Das ist doch nur ein kleiner Teil des segensreichen Wirkens der Nomenklatura für das ewig dankbare Fußvolk!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 08. Mai 2014, 12:19:42
Der "Messerstecher von Floridsdorf" wird nun laut einem aktuellen Bericht der Krone als unzurechnungsfähig beurteilt...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 08. Mai 2014, 13:05:59
Der "Messerstecher von Floridsdorf" wird nun laut einem aktuellen Bericht der Krone als unzurechnungsfähig beurteilt...
und in eine Anstalt eingewiesen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: luki32 am 08. Mai 2014, 13:11:25
Der "Messerstecher von Floridsdorf" wird nun laut einem aktuellen Bericht der Krone als unzurechnungsfähig beurteilt...
und in eine Anstalt eingewiesen.

Wo ihn dann ein findiger Anwalt mit Hilfe eines Psychiaters schnell herausholt, weil er ja soooooo arm ist.  :down:

mfG
Luki
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 08. Mai 2014, 13:30:17
Der "Messerstecher von Floridsdorf" wird nun laut einem aktuellen Bericht der Krone als unzurechnungsfähig beurteilt...
und in eine Anstalt eingewiesen.

Wo ihn dann ein findiger Anwalt mit Hilfe eines Psychiaters schnell herausholt, weil er ja soooooo arm ist.
Dazu muss er Geld haben, gratis arbeiten die auch nich.
Und was hätte er als zurechnungsfähiger Ersttäter bekommen? Da ist er länger in der Anstalt als als Zurechnungsfähiger im Häfn.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: W_E_St am 08. Mai 2014, 14:21:28
Abwarten... es ist ein Krone-Artikel.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 08. Mai 2014, 14:29:25
"Messerstecher von Floridsdorf"

Deine Wortwahl erinnert mich an einen allseits bekannten Zwischenfall in der Leopoldau. :D
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 17. Mai 2014, 08:24:31
Für die Sicherheit der Fahrer draußen wird nix getan (und da heute bei den Betriebsratswahlen die FSG im Amt bestätigt wurde, wird sich daran auch nix ändern), an anderer Stelle - wo es das Management teilweise auch selbst betrifft - ist man schneller:
Die haben wohl Angst, dass die Fahrer einmal geschlossen in Erdberg einmarschieren.

Das Problem ist eher, dass es viele Schlösser gibt, wo man gar nicht mehr weiß, wer aller dafür einen Schlüssel hat, bzw auf Grund von Umstrukturierung haben jetzt Mitarbeiter mehr Schlüssel, als früher, damit er in alle für ihn notwendige Räume kommt. Weiter sind viele der vorhandenen Schlüssel noch ohne Seriennummer, so dass man gar nicht zuordnen kann wem welche Schlüssel gehören. Im Missbrauchfall, wo Schlüssel dann auf der Flucht zurück bleiben ist so etwas nie schlecht.

Und da die WL ein komplexes Schließsystem hat, ist es einfacher und wahrscheinlich , das Alte zu schmeissen und ein Neues anzuschaffen, als das Alte auf das neue Konzept anzupassen.
Umstrukturieren ist das Zauberwort, damit man Verfehlungen verschleiert und keiner Schuld ist. Werden Unterlagen und Daten nicht weiter geben?  Ach ja, wem interessiert es, "es war ja vor meiner Zeit."k
Was nützt eine Seriennummer, wenn man nicht weiß wer einen Schlüssel hat, oder diese nach gemacht werden?

Ist etwas passiert, dass dieses Projekt jetzt in Angriff genommen wird ? Wäre nicht ein sicherer Arbeitsplatz für die Fahrbediensteten wichtiger.

Lieber 217Essling,

natürlich sind die Fahrer auch wichtig. Nur ist es für ein Unternehmen einmal genau so wichtig, dass gewisse Bereiche besonders gesichert sind. Denn was nützt dir der beste Mitarbeiterschutz, wenn dann die technischen Einrichtungen für den Betrieb mehr oder weniger öffentlich zugänglich sind.

Ausserdem ist nun mal ein Schloßtausch leichter durchzuführen, als ein Einbau der Fahrerkabine, wo etliche Abteilungen und Behörden mitreden, wie diese Kabine dann auszuschauen hat. Nur mit dem Einbau einer Rückwand und einer Türe ist es da leider nicht getan.

Und dann schau dir bitte die letzten tätlichen Angriffe an und sage mir dann, wie du sie verhindern hättest können? Mir ist klar, dass ein JEDER Angriff ein Angriff zuviel ist. Jedoch mit Ausnahme der Linie 60 wurden mWn ALLE Mitarbeiter ausserhalb des Fahrerplatzplatz oder sogar ausserhalb des Fahrzeuges angegriffen. Und auch der Angriff auf der Linie 60 soll ein Racheakt nach einer Beziehung gewesen sein. Und wenn das stimmt, dann wäre er zu einem anderen Zeitpunkt niedergeschlagen worden.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 17. Mai 2014, 09:08:24
Und auch der Angriff auf der Linie 60 soll ein Racheakt nach einer Beziehung gewesen sein. Und wenn das stimmt, dann wäre er zu einem anderen Zeitpunkt niedergeschlagen worden.

Und jetzt möchte ich gerne wissen woher Du dieses Latrinengerücht hast...... :ugvm:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 17. Mai 2014, 09:20:34
Und auch der Angriff auf der Linie 60 soll ein Racheakt nach einer Beziehung gewesen sein. Und wenn das stimmt, dann wäre er zu einem anderen Zeitpunkt niedergeschlagen worden.

Und jetzt möchte ich gerne wissen woher Du dieses Latrinengerücht hast...... :ugvm:

Von Mitarbeiter seiner Heimatdienststelle
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 17. Mai 2014, 09:29:08
Latrinengerücht

Naja, so Latrine ist das nicht, hört man schon von anderen Seiten auch...

... fremdgefummelt ...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 17. Mai 2014, 10:33:19
Und auch der Angriff auf der Linie 60 soll ein Racheakt nach einer Beziehung gewesen sein. Und wenn das stimmt, dann wäre er zu einem anderen Zeitpunkt niedergeschlagen worden.

Und jetzt möchte ich gerne wissen woher Du dieses Latrinengerücht hast...... :ugvm:

Von Mitarbeiter seiner Heimatdienststelle
Das muss ich leider auch bestätigen... hat offenbar, wenn es stimmt, der falschen Dame schöne Augen gemacht...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: normalbuerger am 17. Mai 2014, 11:24:24
Gab es eigentlich schon übergriffe direkt am Fahrerplatz?
Ich würde alle Fahrer mit Pfefferspray ausrüsten und darauf einschulen, wäre am effektivsten.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 17. Mai 2014, 11:36:43
Ich würde alle Fahrer mit Pfefferspray ausrüsten und darauf einschulen, wäre am effektivsten.
Ein UZI wär sicher effektiver.

Mit Pfefferspray in der Tasche steht der Fahrer mit einem Fuß im Kriminal. Da werden genug Fälle sein, wo der Fahrer den Pfefferspray unberechtigt einsetzt. Sollen dann die FAhrgäste auch Pfefferspray mit sich führen, damit sie sich gegen rabiate FAhrer wehren können?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 17. Mai 2014, 11:46:43
Das Problem beim Pfefferspray ist eher die Anwendung. Bei so kurzen Distanzen (Fahrerplatz) verletzt man sich da ziemlich wahrscheinlich auch selbst.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: normalbuerger am 17. Mai 2014, 11:51:04
Ich habe ja auch gesagt man müsste sie darauf einschulen, lieber einmal mehr den Pfefferspray verwenden als einmal zu wenig.
Man muß natürlich einige Dinge beachten bei der Verwfndung des Pfefferspray's, aber solche Dinge kann man schulen.
Wieviele übergriffe gab es denn jetzt wirklich direkt am Fahrerplatz?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 17. Mai 2014, 11:52:44
Wieviele übergriffe gab es denn jetzt wirklich direkt am Fahrerplatz?
Offiziell gibt es überhaupt keine Übergriffe, das sind alles nur Märchen! ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 17. Mai 2014, 12:10:05
Ich habe ja auch gesagt man müsste sie darauf einschulen, lieber einmal mehr den Pfefferspray verwenden als einmal zu wenig.
Genau das ist es, was ich an der Ausrüstung von Fahrern mit Pfefferspray falsch finde. Durch die mediale Thematisiserung (und auch der Thematisierung durch die PV wegen der Wahl) wird es eher zu unüberlegten und unnötigen Pfefferspray-Einsätzen kommen. Nicht nur, dass es Menschen gibt, die durch den Pfefferspray rabiater werden und dann den FAhrer eher noch schlimmer verletzen, wird es da sicher zu Verurteilungen von Fahrern kommen.
WEnn der Fahrer an ein gewisses Klientel kommt, dann wird er einmal in seiner Wohngegend abgepasst, da hilft ihm der Pfefferspray überhaupt nichts.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 17. Mai 2014, 12:10:24
Gab es eigentlich schon übergriffe direkt am Fahrerplatz?
Ich würde alle Fahrer mit Pfefferspray ausrüsten und darauf einschulen, wäre am effektivsten.

Und dann gleich für ALLE Fahrgäste die Rettung bestellen. Du warst offensichtlich noch nie dabei, wenn in einer Straßenbahn mit Pfefferspray hantiert wurde. das wäre nämlich Schwachsinn pur. Ich weis nämlich sehr wohl, wie die Luft IN einer Straßenbahn ist, wenn Pfefferspray eingesetzt wurde. Und obwohl der Zug schon gute 5 min mit offenen Türen gestanden ist, war die Luft nicht atembar. Erst weitere 10 min später war es mir Möglich im Zug wieder normal zu atmen und so den Zug dann ein zu ziehen.

Und könnte man BITTE wieder zum eigentlich Thema zurückkommen und das Thema Fahrerangriff entweder überhaut löschen, bzw in den richtigen Tread verschieben?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: normalbuerger am 17. Mai 2014, 14:52:27
Und warum schreibe ich, man müsste die Fahrer schulen!!
Dort würde man lernen in welcher Situation man ihn verwenden darf und wann nicht, ihn in der Straßenbahn direkt zu verwenden wäre purer Schwachsinn, denn da wären alle Fahrgäste gefährdet!
Die meisten übergriffe erfolgen ja außerhalb des Fahrzeuges und für dort wäre er auch gedacht gewesen. Es ist auch wichtig zu lernen wie man ihn einsetzt und unter welchen Voraussetzungen. Auch die Versorgung der gegnerischen Partei nach einem Angriff mit dem Pfefferspray ist wichtig, es gibt viele die darauf allergisch reagieren!
Deswegen würde es Einschulungen geben, denn ein Pfefferspray ist ja kein Haarspray!
Aber man rüstet die Fahrer lieber mit irgendwelchen Piepserln aus, wertlos, denn bis die nächste Polizei da ist Vergehen einige Minuten, der Fahrer wieder mal verletzt und die Täter wieder weg, echt Super dieses Ding, schade ums Geld.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 17. Mai 2014, 15:29:10
Es gibt auch speziellen Pfefferspray in Schaum- oder Gelform, der für den Einsatz in geschlossenen Räumen geeignet ist. Aber eine Fahrerkabine bietet dennoch mehr und besseren Schutz. Da Ex-Wiener E1 in zahlreichen EU-Laendern Fahrerkabinen erhalten haben, kann es nicht sein, dass das in Österreich nicht geht.

Man will nicht, aber dann sollte man sich auch dazu bekennen und nicht mit 101 Ausreden aufmarschieren.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: normalbuerger am 17. Mai 2014, 15:48:14
Ja und wieviele Übergriffe passieren jetzt direkt am Fahrerplatz?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 17. Mai 2014, 15:49:09
Ja und wieviele Übergriffe passieren jetzt direkt am Fahrerplatz?

Hierbei ginge es um Vorbeugung. Man muss nicht erst warten, bis etwas passiert!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 17. Mai 2014, 16:29:01
Bei der Verwendung von Pfefferspray oder anderer Waffen kann man ganz schnell eine Verurteilung wegen Notwehrüberschreitung, schwerer Körperverletzung etc. am Hals haben!  :o
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 217Essling am 17. Mai 2014, 16:30:12
 :up:
Es gibt auch speziellen Pfefferspray in Schaum- oder Gelform, der für den Einsatz in geschlossenen Räumen geeignet ist. Aber eine Fahrerkabine bietet dennoch mehr und besseren Schutz. Da Ex-Wiener E1 in zahlreichen EU-Laendern Fahrerkabinen erhalten haben, kann es nicht sein, dass das in Österreich nicht geht.

Man will nicht, aber dann sollte man sich auch dazu bekennen und nicht mit 101 Ausreden aufmarschieren.
  :up:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: normalbuerger am 17. Mai 2014, 17:05:55
Was wollt ihr jetzt eigentlich? Ein abgetrennter Fahrerplatz bringt nichts wenn man sich nicht darin befindet. Die letzten Übergriffe passierten immer außerhalb der Straßenbahn, dort müssen sie auch geschützt werden.
Jetzt stellt euch mal vor man baut bei den E1 einen abgetrennten Fahrerplatz ein, es würden sich wieder mal alle darüber beschweren wie hässlich das aussieht, ich erinnere an die Außenspiegel der E1 und E2, die wurden auch zum Schutz der Fahrgäste eingebaut, nicht weil sie unnötig sind!
Es ist klar das man mit dem Pfefferspray auch eine Notwehrüberschreitung bekommen kann, deswegen gibt es ja Schulungen! Aber man muß sich auch bewusst sein, eine Notwehrüberschreitung ist manchmal noch besser als schwer verletzt im Spital zu liegen weil man ärgstes verprügelt wurde.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 17. Mai 2014, 17:14:00
Was wollt ihr jetzt eigentlich? Ein abgetrennter Fahrerplatz bringt nichts wenn man sich nicht darin befindet. Die letzten Übergriffe passierten immer außerhalb der Straßenbahn, dort müssen sie auch geschützt werden.
Jetzt stellt euch mal vor man baut bei den E1 einen abgetrennten Fahrerplatz ein, es würden sich wieder mal alle darüber beschweren wie hässlich das aussieht, ich erinnere an die Außenspiegel der E1 und E2, die wurden auch zum Schutz der Fahrgäste eingebaut, nicht weil sie unnötig sind!
Es wurden nicht die Außenspiegel an den Ex kritisiert, sondern die Art der Montage - weltweit einmalig, obwohl es sehr viele Beispiele gibt, wie Außenspiegel an dieser Fahrzeugart montiert werden können. Demjenigen, dem das eingefallen ist, gehören diese Spiegel an seinem PKW montiert.
Zitat
Es ist klar das man mit dem Pfefferspray auch eine Notwehrüberschreitung bekommen kann, deswegen gibt es ja Schulungen! Aber man muß sich auch bewusst sein, eine Notwehrüberschreitung ist manchmal noch besser als schwer verletzt im Spital zu liegen weil man ärgstes verprügelt wurde.
Pfefferspray ist wie jede andere Waffe trügerische Sicherheit, die den Träger noch mehr gefährdet. Wie willst du schulen? Jeden FAhrer erst einmal 1-2 Wochen Selbstverteidigung und dann alle 3 Monate einen Tag? Erst dann beginnt das, einigermaßen sinnvoll zu werden. Die meisten Angriffe lassen dem Fahrer gar nicht die Zeit den Pfefferspray in die Hand zu bekommen, da wird er ohne wirklich gründliche Schulung seine Hände zur Abwehr benutzen, selbst wenn er den Pfefferspray wie John Wayne seinen Colt im Holster am Gürtel trägt, was die WL sicher verbieten werden. Und wenn er den Pfefferspray schon vorsorglich in die Hand nimmt, dann kann schnell aus der Notwehr ein Angriff werden.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: normalbuerger am 17. Mai 2014, 18:06:02
Na dann lassen wir das mit dem Pfefferspray wenn das zu umständlich ist. Baut in die alten Kübeln um tausende Euro eine Kabine ein, die ja dann in den nächsten Jahren wieder weggeschmissen werden, Geldvernichtung ist ja eh egal, die Mitarbeiter werden weiterhin überfallen und geprügelt weil sie grad nicht in ihrer Kabine waren, da haben sie dann eben ein Pech gehabt, wären sie halt in ihrer Kabine geblieben.
Was habt ihr denn für Vorschläge, außerdienstlich Fahrerkabine?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 17. Mai 2014, 18:09:44
ich erinnere an die Außenspiegel der E1 und E2, die wurden auch zum Schutz der Fahrgäste eingebaut, nicht weil sie unnötig sind!
Das ist ein Irrtum. Die Spiegel können und dürfen nicht zur Abfertigung verwendet werden. Die wurden einzig und allein zur Beruhigung der Medien angebracht. Und praktisch ist es, um zu sehen, ob rechts was kommt (z.B. Einsatzfahrzeuge oder bei Fahrbahnverengungen, um Unfälle zu vermeiden).
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: normalbuerger am 17. Mai 2014, 18:51:48
Und warum gibt's dann links keinen Spiegel, dann könnte man deutlich besser den Überblick behalten als nur mit einem rechten Spiegel oder?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 17. Mai 2014, 19:09:55
Und warum gibt's dann links keinen Spiegel, dann könnte man deutlich besser den Überblick behalten als nur mit einem rechten Spiegel oder?
Gibt's in etlichen Betrieben eh!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: W_E_St am 17. Mai 2014, 19:15:29
Noch viel größer würde das Maulen ausfallen, weil mit der Fahrerkabine die halbe Tür 1 wegfiele (war zumindest bei allen bisherigen Umbauten so). Ich verstehe auch nicht so ganz, wieso hier alle dermaßen auf Fahrerkabinen stehen, wohingegen sie sich früher darüber aufgeregt haben, wie sich die Wagenbeweger in selbigen vor den bösen Beförderungsfällen verschanzen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 17. Mai 2014, 19:26:10
Na dann lassen wir das mit dem Pfefferspray wenn das zu umständlich ist. Baut in die alten Kübeln um tausende Euro eine Kabine ein, die ja dann in den nächsten Jahren wieder weggeschmissen werden, Geldvernichtung ist ja eh egal, die Mitarbeiter werden weiterhin überfallen und geprügelt weil sie grad nicht in ihrer Kabine waren, da haben sie dann eben ein Pech gehabt, wären sie halt in ihrer Kabine geblieben.
Was habt ihr denn für Vorschläge, außerdienstlich Fahrerkabine?
Irgendwie wird es nun schon lächerlich. Hätten die Medien das Thema nicht aufgebauscht, würde kein Mensch drüber reden. Es werden garantiert mehr Straßenbahnfahrer(innen) in der Freizeit oder am Weg von der und zur Arbeit belästigt, überfallen, verletzt oder durch Unfälle betroffen als während des Dienstes. Die Sache ist natürlich nicht schön oder zu begrüßen, aber von ähnlichen Problemen betroffen sind doch auch die meisten anderen Menschen!



Und warum gibt's dann links keinen Spiegel, dann könnte man deutlich besser den Überblick behalten als nur mit einem rechten Spiegel oder?
Weil sie nicht ausdrücklich verlangt sind. Es heißt nur verklausuliert, dass Rückblickspiegel zumindest an der rechten Seite angebracht werden müssen. Ob dieses "mindest" auch die Anbringung zusätzlich auf der anderen Seite impliziert*, darüber kann man streiten.




*) Der "Erfinder" dieser Formulierung hat mir einmal erzählt, dass er eigentlich der Meinung war, dass es damit klar sein sollte, dass im Normalfall Spiegel auf beiden Seiten (oder sonstwo) sind, man aber in bestimmten Fällen mit dem rechten (Mindestforderung) auskommen kann.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 23A am 20. Mai 2014, 20:58:32
Da es anscheinend noch nicht niemand gepostet hat: Nach etwas längerer Pause beschloßen nun drei  Jugendliche  im 21.  einfach mal Fahrgäste und Fahrer zu bedrohen und schossen/warfen etwas ( Noch ist es ja nicht sicher) auf einen E1-Zug der Linie 26.  :o  :bh:

Hier der Link zur Berichtserstattung: http://www.krone.at/Oesterreich/Auf_Wiener_Strassenbahn_geschossen_-_Trio_fluechtig-Loch_in_Scheibe-Story-405027 (http://www.krone.at/Oesterreich/Auf_Wiener_Strassenbahn_geschossen_-_Trio_fluechtig-Loch_in_Scheibe-Story-405027)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 20. Mai 2014, 21:18:33
Ja, wenn da wer g'sessn wär, schaut's wahrscheinlich nicht gut aus.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: normalbuerger am 20. Mai 2014, 21:38:45
Da würde eine geschlossene Kabine auch nix bringen wenn's von außen kommt!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 20. Mai 2014, 22:19:42
Und Schwingenschrot reiht sich voll und ganz in die Microcephalaten des rechten Reichsviertels ein.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 21. Mai 2014, 15:12:42
Wieso flüchten die Leute ins Freie? Da duck ich mich doch irgendwo hinter den Sesseln oder im Portalbereich anstatt mich dem Heckenschützen am offenen Feld auszuliefern.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: tramway.at am 21. Mai 2014, 15:28:05
Von meiner Mutter hab ich vernommen, dass sie vor gut einer Woche, Augenzeugin wurde, bei einem Vorfall in einer neuen Garnitur der Linie 2. Ein  farbpigmentierter junger Mann, trank seine Flasche Bier aus, und wollte die leere Flasche, offensichtlich, beim Fenster rauswerfen. Da ihm dies nicht gelang, zertrümmerte er diese, und warf danach die Flasche raus. Als jemand die Notbremse zog, und der Zug dadurch stehenblieb, stieg eben dieser junge Mann ganz gemütlich aus, und ging davon. Einige andere Passanten nahmen die Verfolgung auf, hielten ihn fest, bis die Polizei kam.

Äh - eine ULF-Scheibe hat der ganz einfach eingeschlagen? Ja sicher.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Anid am 21. Mai 2014, 15:32:53
Ich glaub er meint die Flasche...

Daniel

Edit(tram): Politische Korrektheitsdiskussion abgetrennt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: tramway.at am 21. Mai 2014, 15:46:27
Also, ich hab mal ähnliches so erlebt: im 13A auf der Pilgrambrücke ist ein Süchti im Lichtschranken der mittleren Tür paralysiert stehengeblieben und hat nach 10 sec. die fast leere Whiskey-Flasche in hohem Boden rausgeworfen. Hätte draussen auch keinen treffen sollen. Ich hab dem dann einen festen Rempler gegeben und ihm seinen Ranzen nachgeworfen, dann ging die Fahrt flüssig weiter. So eine Gutmenschin hat mich noch angepflaumt, wie brutal und böse das von mir war... Bedrohlich war das ganze aber nicht, Großstadt halt. Man soll nicht alles dramatisieren.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Bus am 21. Mai 2014, 15:48:34
ja ja in der Bronx am 13A  ;D
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 22. Mai 2014, 09:19:08
Ich glaub er meint die Flasche...
Wenn er die Flasche zertrümmert hat, wie konnte er sie nachher noch hinauswerfen? Und mit "neuer Garnitur" ist wohl ein ULF gemeint - durch welches Fenster hätte er sie da rauswerfen wollen? Klingt alles in allem nicht sehr plausibel.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: normalbuerger am 22. Mai 2014, 16:34:59
Vielleicht hatte er ja einen Doppler, der geht sich bei den kleinen Fenstern nicht aus;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 27. Mai 2014, 16:00:50
Zitat
Übergriff auf Kontrolleure der Wiener Linien bei Schloss Schönbrunn

27. Mai 2014, 15:42


Ertappter Schwarzfahrer konnte sich nicht ausweisen und wurde aggressiv
Am Montagnachmittag griff ein Mann drei Mitarbeiter der Wiener Linien an. Das bestätigte ein Sprecher der Wiener Linien. Nachdem die Kontrolleure den Fahrgast mit nicht entwertetem Fahrschein in der Straßenbahnlinie 58 aufgegriffen hatten, stiegen sie mit ihm bei der Station "Schloss Schönbrunn" aus. Der Schwarzfahrer konnte sich nicht ausweisen. Daraufhin ging der Mann auf die drei Mitarbeiter los. Er kratzte und schlug auf einen Kontrolleur ein und packte ihn am Hemdkragen.

Bis die Polizei eintraf, hielten zwei Mitarbeiter den noch immer aggressiven Schwarzfahrer fest, gegen ihn wurde schließlich Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Alle drei Kontrolleure mussten zur Überprüfung ihres Gesundheitszustandes ins Krankenhaus, konnten mit leichten Verletzungen aber wieder entlassen werden. "Leider kommt es immer wieder zu solch aggressivem Verhalten durch Schwarzfahrer", sagt Wiener Linien Sprecher Dominik Gries: "Der Vorfall ist aber zum Glück glimpflich verlaufen."

Erst Ende April legten die Wiener Linien Mitarbeiter für ein paar Stunden ihre Arbeit nieder und forderten in Betriebsversammlungen mehr Sicherheit. Grund dafür waren mehrere Übergriffe auf Bedienstete der Verkehrsbetriebe. So feuerte unter anderem ein Mann mit einer Softgun in der Straßenbahnlinie 60 mehrere Schüsse ab. (bbl, derStandard.at, 27.5.2014)

Quelle: http://derstandard.at/2000001594984/Uebergriff-auf-Kontrolleure-der-Wiener-Linien-bei-Schloss-Schoenbrunn (http://derstandard.at/2000001594984/Uebergriff-auf-Kontrolleure-der-Wiener-Linien-bei-Schloss-Schoenbrunn)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hubi am 27. Mai 2014, 18:06:56
Aja, die Kontrollore mussten KH aber "Der Vorfall ist aber zum Glück glimpflich verlaufen." :ugvm:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: coolharry am 27. Mai 2014, 19:53:31
Aja, die Kontrollore mussten KH aber "Der Vorfall ist aber zum Glück glimpflich verlaufen." :ugvm:

Wenn man Verletzt wurde muss man immer ins KH da nur ein Arzt feststellen darf wie schwer die Verletzungen sind. Auch wenns nur ein paar Kratzer sind. Sonst gilts als Verweigerung und steht dann auch so im Polizeibericht. Das könnte sich begünstigend auf den Angreifer auswirken, da nicht fest steht wie schwer die Verlutzungen dann wirklich waren. Ausserdem kommts immer wieder mal vor das wer zuerst sagt, das alles okay ist und eine Stunde später kämpft er ums überleben. (Bei Autounfällen kommt das gern mal vor).
Und ich würde auch sagen das es glimpflich war, es hätte auch schlimmer ausgehen können.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 02. Juni 2014, 12:58:49
Bin schon gespannt, was da präsentiert wird:

Zitat
Wien (OTS) - Thema: "Präsentation 5-Punkte-Programm für mehr
Sicherheit für Öffi-Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter"

Mit Öffi-Stadträtin Renate Brauner, Eduard Winter (Wiener Linien),
Alexandra Reinagl (Wiener Linien)

Ort: Rathaus, Stiege 5, Büro Vizebürgermeisterin Renate Brauner;
Datum: Mittwoch, 4.6.2014; Zeit: 9:30 Uhr

Wir freuen uns über Ihren Besuch!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: U4 am 05. Juni 2014, 15:02:33
Zitat
Straßenbahnfahrer bei Überfall verletzt

Einen Tag der nach Präsentation eines Sicherheitspakets für Öffi-Mitarbeiter ist ein Wiener Straßenbahnfahrer heute Mittag in Ottakring Opfer eines Überfall geworden. Der Täter ist flüchtig.

Nach Angaben der Wiener Linien schlug ein Unbekannter dem Mann mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf und raubte dessen Tasche. Schauplatz des Vorfalls war die Endstelle der Linie 46 am Joachimsthalerplatz in Ottakring. Der Straßenbahnfahrer, der in Begleitung einer Kollegin war, sei gerade ausgestiegen, als er von dem Unbekannten attackiert wurde.
Alarmfahndung erfolglos

Der ungefähr 40 Jahre alte Mitarbeiter habe eine Rissquetschwunde erlitten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte Wiener-Linien-Sprecher Dominik Gries. Die Kollegin habe sofort Alarm ausgelöst, der Täter sei trotz einer Alarmfahndung durch die Polizei vorläufig nicht gefunden worden.

Erst am Mittwoch wurde ein Fünfpunkteprogramm für mehr Sicherheit für die Öffi-Fahrer präsentiert - mehr dazu in Fünfpunkteprogramm für mehr „Öffi“-Sicherheit. In den vergangenen Monaten hat es eine Reihe gewaltsamer Angriffe auf Fahrpersonal der Wiener Linien gegeben. So wurde am 15. April ein Bim-Lenker bei der Endstelle der Linie 60 in Liesing mit einem Schlagstock attackiert. Der Mann erlitt Platzwunden am Kopf und Prellungen am Unterarm - mehr dazu in Neue Attacke: Bim-Fahrer haben genug.

Quelle wien.orf.at
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 05. Juni 2014, 15:06:39
Ja. aber was soll man dagegen machen, wenn wer (in Begleitung!) auf der Straße überfallen wird? Ist wohl kein spezifischen Problem der WiLi-Fahrer.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 5er am 05. Juni 2014, 17:24:04
Inzwischen stehts etwas anders beim orf:


Straßenbahnfahrer attackiert und verletzt

Einen Tag nach der Präsentation eines Sicherheitspakets für Öffi-Mitarbeiter ist erneut ein Wiener Straßenbahnfahrer Donnerstagmittag in Ottakring Opfer einer Attacke geworden. Der Täter ist flüchtig.

Nach Angaben der Wiener Linien schlug ein Unbekannter dem Mann mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf. Schauplatz des Vorfalls war die Endstelle der Linie 46 am Joachimsthalerplatz in Ottakring.
Wollte nicht aussteigen

Alle Fahrgäste wurden gebeten auszusteigen, doch ein Fahrgast blieb sitzen, schilderte Barbara Riehs von der Wiener Polizei: „Daraufhin wurde er von dem Straßenbahnfahrer angesprochen. Er hat dann weiterhin die Straßenbahn nicht verlassen.“ Als der Fahrer dann nach vorne ging, wurde er von hinten von dem Unbekannten atackiert.

Alarmfahndung erfolglos

Der ungefähr 40 Jahre alte Mitarbeiter habe eine Rissquetschwunde erlitten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte Wiener-Linien-Sprecher Dominik Gries. Die Kollegin habe sofort Alarm ausgelöst, der Täter sei trotz einer Alarmfahndung durch die Polizei vorläufig nicht gefunden worden.

Erst am Mittwoch wurde ein Fünfpunkteprogramm für mehr Sicherheit für die Öffi-Fahrer präsentiert - mehr dazu in Fünfpunkteprogramm für mehr „Öffi“-Sicherheit. In den vergangenen Monaten hat es eine Reihe gewaltsamer Angriffe auf Fahrpersonal der Wiener Linien gegeben. So wurde am 15. April ein Bim-Lenker bei der Endstelle der Linie 60 in Liesing mit einem Schlagstock attackiert. Der Mann erlitt Platzwunden am Kopf und Prellungen am Unterarm
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: U4 am 05. Juni 2014, 17:31:52
und weitere Details:
war Fahrlehrer einer jungen Fahrerin, ist nach hinten um den Fahrgast zu "stampern" - der will nicht aussteigen, Lehrfahrer geht nach vor zur Schülerin - und wird niedergeschlagen
Quelle Beitrag in heute österreich
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Operator am 05. Juni 2014, 17:47:56
Punkt eins: Je mehr in die Öffentlichkeit kommt und (zurecht) breitgetreten wird, wird es immer wieder Nachahmungsstäter geben.
Punkt zwei: Man sieht an der heutigen Situation, das auch eine geschlossene Kabine nichts geholfen hätte.
Hier wird wieder mal "politisches Kleingeld" ausgespielt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 05. Juni 2014, 18:02:49
und weitere Details:
war Fahrlehrer einer jungen Fahrerin, ist nach hinten um den Fahrgast zu "stampern" - der will nicht aussteigen, Lehrfahrer geht nach vor zur Schülerin - und wird niedergeschlagen
Quelle Beitrag in heute österreich

Wir kennen allerdings nicht die ganze Geschichte: Wie hat er den Fahrgast zu stampern versucht, wie war dessen Reaktion, was hat sich daraufhin entwickelt? Stand der Fahrgast unter Einfluss von bewusstseinsbeeinträchtigenden Substanzen? Kannten einander die beiden? Fragen über Fragen, ohne deren Beantwortung man weder in die eine noch in die andere Richtung vorschnelle Schlüsse ziehen darf!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 217Essling am 05. Juni 2014, 18:38:59
Punkt eins: Je mehr in die Öffentlichkeit kommt und (zurecht) breitgetreten wird, wird es immer wieder Nachahmungsstäter geben.
Punkt zwei: Man sieht an der heutigen Situation, das auch eine geschlossene Kabine nichts geholfen hätte.
Hier wird wieder mal "politisches Kleingeld" ausgespielt.
Zu Punkt 2: Eine Video Überwachung hätte heute Erfolg gehabt und warum nur 70 ULFe nachgerüstet werden ist mir ein Rätsel.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 05. Juni 2014, 18:52:48
Zu Punkt 2: Eine Video Überwachung hätte heute möglicherweise Erfolg gehabt und warum nur 70 ULFe nachgerüstet werden ist mir ein Rätsel.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 217Essling am 05. Juni 2014, 19:26:45
Zu Punkt 2: Eine Video Überwachung hätte heute möglicherweise Erfolg gehabt und warum nur 70 ULFe nachgerüstet werden ist mir ein Rätsel.
Da der Täter im Zug war, wäre der Erfolg, nicht möglicherweise, sondern wahrscheinlich 100%, außer die Anlage hätte eine Störung gehabt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 05. Juni 2014, 19:44:07
Zu Punkt 2: Eine Video Überwachung hätte heute möglicherweise Erfolg gehabt und warum nur 70 ULFe nachgerüstet werden ist mir ein Rätsel.
Da der Täter im Zug war, wäre der Erfolg, nicht möglicherweise, sondern wahrscheinlich 100%, außer die Anlage hätte eine Störung gehabt.

Und wieso 100%. Die Aufklärung auch bei Videoüberwachung liegt leider nicht dort.

Auf diesem Weg - Gute Besserung und eine hoffentlich wieder vollkommende Genesung
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 05. Juni 2014, 20:02:35
Kollege liegt mittlerweile auf einer Neurochirurgie, und um ehrlich zu sein es sieht nicht sehr gut aus. Wir sind in Gedanken alle bei ihm und hoffen dass er sich bald erholen wird...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 05. Juni 2014, 20:05:02
Aus wien.orf.at:

Zitat
Zunächst war vermutet worden, dass es sich um einen stumpfen Gegenstand handelte und der 33-Jährige mit einer Rissquetschwunde davongekommen sei. Beides bestätigte sich nicht. Die Polizei zog nach näherer Untersuchung des Falles einen spitzen Gegenstand, eventuell sogar ein Messer, als Tatwaffe in Betracht.
Schädeldecke eingedrückt

Der Fahrer war nach kurzer Zeit nicht mehr ansprechbar. Eine Untersuchung ergab, dass ihm die Schädeldecke eingedrückt worden war. Der 33-Jährige musste notoperiert werden. Seine in Ausbildung befindliche Kollegin erlitt einen schweren Schock, blieb ansonsten aber unverletzt und löste sofort Alarm aus. Vom Täter fehlte trotz einer Alarmfahndung aber jede Spur.

Zwischendurch soll - laut einem Standard-Posting - gestanden sei, dass der Lehrfahrer einen Reversiervorgang mit der Schülerin üben wollte und deshalb die Fahrgäste rausgeschmissen hätte. Kommt mir insofern falsch vor, als das sicher nicht im Linienbetrieb gemacht werden wird.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: W_E_St am 05. Juni 2014, 20:39:53
Videoüberwachung hätte die Tat nie und nimmer verhindert, sie hätte nur - sofern sie tatsächlich funktioniert hätte und in Betrieb gewesen wäre - die Chancen der Ergreifung des Täters etwas erhöht. Nicht mehr und nicht weniger.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 05. Juni 2014, 20:44:51
Laut Radio-Nachrichten wurde ein Verdächtiger festgenommen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 05. Juni 2014, 21:56:24
Gibt es in den ULFen eigentlich Nothämmer? Ich denke, das wäre eine Waffe, die eine stichförmige Verletzung hervorruft und massiv auf das Schädeldach einwirkt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: W_E_St am 05. Juni 2014, 22:51:05
Gibt es in den ULFen eigentlich Nothämmer? Ich denke, das wäre eine Waffe, die eine stichförmige Verletzung hervorruft und massiv auf das Schädeldach einwirkt.
Ja sicher gibts die!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Andi_M am 05. Juni 2014, 22:51:12
Nothammer gibts nur in der Fahrerkabine. Zum Glück hat man anscheinend den Täter gefasst. Solche Verrückte gehören für lange Zeit weggesperrt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 05. Juni 2014, 22:52:44
Gibt es in den ULFen eigentlich Nothämmer? Ich denke, das wäre eine Waffe, die eine stichförmige Verletzung hervorruft und massiv auf das Schädeldach einwirkt.
Ja gibt es.
Nothammer gibts nur in der Fahrerkabine. Zum Glück hat man anscheinend den Täter gefasst. Solche Verrückte gehören für lange Zeit weggesperrt.
Blödsinn der die gibts auch im Fahrgastraum.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 06. Juni 2014, 05:52:22
Attacke auf  Bim-Fahrer: Festnahme
 
Ein 30-jähriger Mann ist am späten Donnerstagnachmittag in Wien-Penzing nach einer Attacke auf einen Wiener Straßenbahnfahrer zu Mittag festgenommen worden.  

http://www.vienna.at/attacke-auf-bim-fahrer-in-wien-verdaechtiger-festgenommen/3986539 (http://www.vienna.at/attacke-auf-bim-fahrer-in-wien-verdaechtiger-festgenommen/3986539)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: h 3004 am 06. Juni 2014, 08:41:08
Ein bischen OT: Laut orf.at sind in einem Obus in Salzburg 2 Kontrollorinnen von einem Schwarzfahrer gebissen worden. Der Täter aus Somalia konnte nach einer Fahndung gefaßt werden.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: tram am 06. Juni 2014, 08:54:24
Ein bischen OT: Laut orf.at sind in einem Obus in Salzburg 2 Kontrollorinnen von einem Schwarzfahrer gebissen worden. Der Täter aus Somalia konnte nach einer Fahndung gefaßt werden.


[ ] Wien
  • andere Stadt

[ ] Tramway
  • Bus


==> Autobusforum (http://abf.invollenzuegen.de/)

Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: h 3004 am 06. Juni 2014, 10:24:56
Nun - man wird die Konsequenzen aus dieser Belehrung ziehen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 06. Juni 2014, 11:05:35
Ein bischen OT: Laut orf.at sind in einem Obus in Salzburg 2 Kontrollorinnen von einem Schwarzfahrer gebissen worden. Der Täter aus Somalia konnte nach einer Fahndung gefaßt werden.


[ ] Wien
  • andere Stadt

[ ] Tramway
  • Bus



==> Autobusforum (http://abf.invollenzuegen.de/)



Also erwähnen wird man es in diesem Zusammenhang wohl noch dürfen!  ;)  ???
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 06. Juni 2014, 11:13:28
Also erwähnen wird man es in diesem Zusammenhang wohl noch dürfen!  ;)  ???

Den Obus (der ja eigentlich eine Eisenbahn ist) oder das Autobusforum? ;D
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 06. Juni 2014, 11:15:26
Dass zwei Kontrollorinnen von einem ??? gebissen wurden!  :P
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 06. Juni 2014, 11:33:40
Den Obus (der ja eigentlich eine Eisenbahn ist) oder das Autobusforum? ;D
Der O-Bus ist keine Eisenbahn, sondern er fällt aus bestimmten Gründen (weitgehende Spurgebundenheit) tewilweise unter das Eisenbahnrecht. Ansonsten ist es ein Autobus mit elektrischem Antrieb und daher nicht Teil des Tramwayforums.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 06. Juni 2014, 13:16:30
Bimfahrer-Attacke: Verdächtiger in Psychiatrie

Der nach der Attacke auf einen Straßenbahnfahrer in Wien am Donnerstag festgenommene Mann ist bisher nicht einvernahmefähig gewesen und eingewiesen worden. Das sagte Polizeisprecherin Barbara Riehs am Freitag.

Das Alter des Verdächtigen korrigierte die Exekutive in der Früh von 30 auf 39 Jahre. Das Opfer, das bei dem Angriff in Ottakring am Kopf schwer verletzt worden war, befand sich in stabilem Zustand.  

Kann man nur gute Besserung wünschen und hoffen, dass es keine Dauerschäden gibt.

http://wien.orf.at/news/stories/2651287/ (http://wien.orf.at/news/stories/2651287/)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Nightshift am 06. Juni 2014, 19:10:12
Nur zur Info, dem Kollegen geht es gut, er ist wach, ansprechbar und liegt bereits auf der Normalstation. Da hat er wirklich  :luck: gehabt  :up:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 06. Juni 2014, 19:14:35
Nur zur Info, dem Kollegen geht es gut, er ist wach, ansprechbar und liegt bereits auf der Normalstation. Da hat er wirklich  :luck: gehabt  :up:
:up:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 06. Juni 2014, 19:23:43
Nur zur Info, dem Kollegen geht es gut, er ist wach, ansprechbar und liegt bereits auf der Normalstation. Da hat er wirklich  :luck: gehabt  :up:

Na Gottseidank!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 06. Juni 2014, 20:47:09
Nur zur Info, dem Kollegen geht es gut, er ist wach, ansprechbar und liegt bereits auf der Normalstation. Da hat er wirklich  :luck: gehabt  :up:
Angeblich hat er schon ein Foto (mit Naht) auf Facebook gepostet!  :))
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 06. Juni 2014, 21:08:46
Nur zur Info, dem Kollegen geht es gut, er ist wach, ansprechbar und liegt bereits auf der Normalstation. Da hat er wirklich  :luck: gehabt  :up:
Angeblich hat er schon ein Foto (mit Naht) auf Facebook gepostet!  :))
Kann ich bestätigen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 12. Juni 2014, 17:13:03
Morgen um 11 Uhr sollen alle Züge drei Minuten lang stehen bleiben, um ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 12. Juni 2014, 17:20:55
Morgen um 11 Uhr sollen alle Züge drei Minuten lang stehen bleiben, um ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen.
Jeweils quer über Ring, Gürtel und sonstigen Hauptstraßen.  >:D
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 12. Juni 2014, 18:27:52
Morgen um 11 Uhr sollen alle Züge drei Minuten lang stehen bleiben, um ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen.
Und was bringt das?  ::)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 12. Juni 2014, 18:34:30
Hab ich gesagt, dass es was bringt?  ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 12. Juni 2014, 21:11:00
Was das bringt? Natürlich viele hoch erfreute FG.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 13. Juni 2014, 00:11:03
Für einen Streik ist man natürlich zu feig. Ein Sozi hackt dem anderen Sozi kein Auge aus.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 13. Juni 2014, 00:18:23
Für einen Streik ist man natürlich zu feig.
Und was sollte der ändern? So nach dem Motto "Ihr bösen, bösen Fahrgäste, wenn da immer wer von Euch einen unserer Mitarbeiter haut, werden wir Euch halt nimmer rumkutschieren. Werdet's schon sehen, war ihr davon habt! Ätsch, ätsch, ätsch."  ::)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 13. Juni 2014, 00:22:51
Die innerbetrieblichen Sicherheitsvorkehrungen könnte man ändern. Aber da ist man sichtlich mit dem Brauner-Plan vollauf zufrieden.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 13. Juni 2014, 08:49:28
Für einen Streik ist man natürlich zu feig. Ein Sozi hackt dem anderen Sozi kein Auge aus.
Außerdem braucht man sich die nächsten 4-5 Jahre nicht darum zu kümmern, die Wahlen sind geschlagen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: schaffnerlos am 13. Juni 2014, 09:10:26
Total sinnbefreite Aktion. Heute ist Vollmond und Freitag der 13.
Mal sehen, wieviele Übergiffe auf der Fahrpersonal es wegen dieser drei Minuten geben wird.
Die Wiener Linien sollen gefälligst das tun, wofür sie von uns Fahrgästen und Steuerzahlern bezahlt werden: Fahren!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 13. Juni 2014, 09:39:08
Für einen Streik ist man natürlich zu feig. Ein Sozi hackt dem anderen Sozi kein Auge aus.
Außerdem braucht man sich die nächsten 4-5 Jahre nicht darum zu kümmern, die Wahlen sind geschlagen.

Naja, immerhin haben wir nächstes Jahr Gemeinderatswahlen, also ganz so ist es auch nicht.  :lamp:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: petestoeb am 13. Juni 2014, 17:23:48
Total sinnbefreite Aktion. Heute ist Vollmond und Freitag der 13.
Mal sehen, wieviele Übergiffe auf der Fahrpersonal es wegen dieser drei Minuten geben wird.
Die Wiener Linien sollen gefälligst das tun, wofür sie von uns Fahrgästen und Steuerzahlern bezahlt werden: Fahren!

Also wegen drei Minuten pudelst dich so auf. Die wurden ohnehin nachher wieder aufgeholt. Und vergiss nicht: Mit deinem Fahrschein (und Steuern) ermöglichst du zwar den öffentlichen Verkehr - GEKAUFT HAST DU DAMIT ABER WEDER DAS UNTERNEHMEN NOCH DIE MITARBEITER.

Und ich finde, dass man durchaus auch Zeichen setzen muss, um die Menschen aufzurütteln. Natürlich wird das keinen Zwischenfall verhindern, aber vielleicht so Manchem ermutigen, einfach still und leise die Polizei zu verständigen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: h 3004 am 13. Juni 2014, 17:36:45
 :up:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 13. Juni 2014, 17:40:13
(http://cdn1.vienna.at/2014/06/wienerlinien_ja.jpg)

Sogar das RBL habens zum Laufen gebracht  :blank:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Schienenfreak am 13. Juni 2014, 18:46:44
Total sinnbefreite Aktion. Heute ist Vollmond und Freitag der 13.
Mal sehen, wieviele Übergiffe auf der Fahrpersonal es wegen dieser drei Minuten geben wird.
Die Wiener Linien sollen gefälligst das tun, wofür sie von uns Fahrgästen und Steuerzahlern bezahlt werden: Fahren!
Da geb ich dir Recht! Das Ganze war sinnlos. Mehr Sinn würde es machen wenn man die Übeltäter öffentlichkeits- und medienwirksam strafrechtlich verfolgt und sie dann im Sinne der Generalprävention gerichtlich bestraft werden. ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Bimigel am 13. Juni 2014, 18:52:47
Wem stören schon 3 Minuten Aufenthalt? Das wartet man sowieso bei jeder Ampel.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Gugi am 13. Juni 2014, 22:43:37
Die Fakten spielen keine große Rolle; wichtig ist, was in den Medien berichtet wird. Und die Berichterstattung auf ORF Wien war sehr positiv für die WL-Mitarbeiter.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: martin8721 am 14. Juni 2014, 12:03:51
Da geb ich dir Recht! Das Ganze war sinnlos. Mehr Sinn würde es machen wenn man die Übeltäter öffentlichkeits- und medienwirksam strafrechtlich verfolgt und...

...und ihnen am Marktplatz die Hand abhackt. So wie in der guten, alten Zeit.  ;)
Das hätt auch eine präventive Wirkung und die Leut hätten a Hetz'.

Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Bus am 14. Juni 2014, 17:33:38
Durften eigentlich die privaten Subs auch 3 stehen bleiben oder sind die nachwievor Teilnehmer der dritten Klasse?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Schienenfreak am 14. Juni 2014, 22:54:16
Da geb ich dir Recht! Das Ganze war sinnlos. Mehr Sinn würde es machen wenn man die Übeltäter öffentlichkeits- und medienwirksam strafrechtlich verfolgt und...

...und ihnen am Marktplatz die Hand abhackt. So wie in der guten, alten Zeit.  ;)
Das hätt auch eine präventive Wirkung und die Leut hätten a Hetz'.
Blödsinn! ::)
Man kann auch mit heutigen Methoden generalpräventive Wirkung erzeugen. Musst nicht gleich so maßlos übertreiben. :down:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 14. Juni 2014, 23:18:43
Musst nicht gleich so maßlos übertreiben. :down:

Ui, da redet schon wieder der Richtige ... >:D
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: martin8721 am 15. Juni 2014, 10:27:59
Musst nicht gleich so maßlos übertreiben. :down:

Ui, da redet schon wieder der Richtige ... >:D

Genau. Und außerdem war da ein zwinkernder  ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 16. Juni 2014, 19:20:03
In anderen Ländern ist man nicht so zimper- und zögerlich wie bei uns:

[attach=1]
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 4463 am 16. Juni 2014, 21:12:59
Strafbar ist es bei uns ja genauso. So ähnliche Informationen gibt es übrigens auch in schweizer Öffis. Keine Ahnung, ob es in dem Fall besondere Strafbestimmungen für Angriffe auf "einschlägige" Mitarbeiter gibt (ähnlich wie bei uns bei Polizisten, wo jede Körperverletzung automatisch als schwere geahndet wird).
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 16. Juni 2014, 23:49:27
Bei allen Beamten gilt eine Verletzung im Dienst als schwere Körperverletzung.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 17. Juni 2014, 09:54:56
Bei allen Beamten gilt eine Verletzung im Dienst als schwere Körperverletzung.
Meines Wissens nur mehr bei uniformierten Beamten.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 17. Juni 2014, 10:19:14
Meines Wissens nur mehr bei uniformierten Beamten.
Zählt die WL-Uniform als Uniform?
Wenn ja, wie es es dann bei Vertragbedienstete und KVler?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 17. Juni 2014, 10:46:09
Gestern kurz vor Mitternacht gab es wieder einen tätlichen Angriff auf einen Fahrer des 731/60 in Rodaun.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 17. Juni 2014, 17:39:41
Gestern kurz vor Mitternacht gab es wieder einen tätlichen Angriff auf einen Fahrer des 731/60 in Rodaun.
Von einem seiner Kollegen gehört: Ein Jugendlicher warf eine Bierdose auf den Fahrer und lief dann davon.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 17. Juni 2014, 17:46:00
Gestern kurz vor Mitternacht gab es wieder einen tätlichen Angriff auf einen Fahrer des 731/60 in Rodaun.
Von einem seiner Kollegen gehört: Ein Jugendlicher warf eine Bierdose auf den Fahrer und lief dann davon.

Im Zug? oder draußen?

Tut man nicht, keine Frage.
Schaut mir aber nach besoffenem Nachahmungsspaß aus.
Was es nicht besser macht, nicht falsch verstehn.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 17. Juni 2014, 17:49:04
Gestern kurz vor Mitternacht gab es wieder einen tätlichen Angriff auf einen Fahrer des 731/60 in Rodaun.
Von einem seiner Kollegen gehört: Ein Jugendlicher warf eine Bierdose auf den Fahrer und lief dann davon.
Im Zug? oder draußen?
Nähere Details kenn ich leider auch nicht... schlimm jedenfalls, wohin sich diese Stadt entwickelt. Hab grad erst erlebt, worin das endet.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: W_E_St am 17. Juni 2014, 18:37:53
Ich werde ihn bei Gelegenheit einscannen und die Details posten, aber nur so viel: mir ist letztens ein Artikel von 1998 in die Finger geraten. Inhalt: ein Tramwayfahrer, der von Jugendlichen im Dienst schwerst verletzt wurde, arbeitet wieder. Das ist also nichts neues, es wird nur momentan massiv hochgespielt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 4463 am 17. Juni 2014, 20:03:23
Ein Jugendlicher warf eine Bierdose auf den Fahrer und lief dann davon.
Wenn sie leer war, kann sie (für den Fall, dass sie zerdrückt war) Schnittwunden hervorrufen, wenn sie voll war vielleicht eine Beule oder einen blauen Fleck und mit Bier angesautes Gewand.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 20. Juni 2014, 20:03:37
Sorry, dass das ernsthafte Thema in Form von Lukas so mit den Füßen getreten wird:

Zitat
Lukas Schnell war am Aktionstag unterwegs und hat sich eine wenig umgehört.

War echt lässig, dass ich auch bei so etwas dabei sein kann, solang ich hier als Praktikant bin. Ich war am Aktionstag unterwegs und hab‘ mich ein wenig umgesehen. „Recht haben’s“, habe ich von den Leuten immer wieder gehört, „was da in letzter Zeit alles passiert, das ist wirklich nicht mehr tragbar, da gehört etwas gemacht!“

Natürlich wissen wir alle, dass auf der Erde nicht nur guten Menschen leben. Und dass es bei täglich zweieinhalb Millionen Fahrgästen hin und wieder zu Unstimmigkeiten und Konflikten kommt, das haut, glaube ich, auch niemand um. Obwohl: manchmal ist das, was die Leute verbal von sich geben auch schon sehr grenzwertige. Ich bewundere da immer wieder unsere Kollegen im Fahrdienst, von der U-Bahn-Aufsicht oder von der Kontrolle. Die meisten bleiben in jeder Situation cool, echte Profis eben.

Bei feigen, hinterhältigen Attacken, gegen die man selbst überhaupt nichts machen kann, da sehen wirklich alle rot. Und da werden auch sonst sehr höfliche und zurückhaltende Menschen ziemlich stinkig: „Sollen die Koffer doch mit dem Schädl gegen einen Hydranten laufen, aber die Leute in Ruh lassen, die nur ihre Arbeit machen!“

Darum war es auch so wichtig jetzt einmal eine kleine Action zu machen, damit die Leute mitkriegen, dass wir da ein Problem haben. Ob wir das Richtige gemacht haben? Na, ja, manchen war es zu wenig. „Drei Minuten nicht fahren am späten Vormittag, damit erreichen wir das Gesindel, das auf uns losgeht nicht. Da müssten wir länger stehen, vielleicht einen ganzen Nachmittag lang, da werden die erst munter“, hat eine Straßenbahnfahrerin zu mir gemeint.

Trotzdem, ich glaube, das war jetzt einmal ein super Zeichen! Auch für die von uns, die nicht so gefährdet sind, Opfer eines Übergriffs zu werden. Unsere Leute draußen dürfen uns nicht egal sein, da müssen wir zusammen halten. Und was ist mit den Fahrgästen? Also ich glaub‘ die meisten haben längst gecket, was sie an uns haben und waren echt solidarisch. Und die anderen haben jetzt die Message erhalten: Hände weg von unseren Mitarbeitern! Sonst …? Ja was ist sonst? Sonst bekommt ihr es mit uns allen zu tun! Symbolische Aktionen sind schon gut und richtig. Aber mit Stickern, Fahnen oder drei Minuten still stehen, werden wir durchgeknallte Idioten nicht auhalten. Da braucht’s mehr: nämlich die Courage von uns allen!

[attach=1]
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: tom128 am 20. Juni 2014, 20:41:50
Sorry, dass das ernsthafte Thema in Form von Lukas so mit den Füßen getreten wird:

Zitat
Lukas Schnell war am Aktionstag unterwegs und hat sich eine wenig umgehört.

[...]

Trotzdem, ich glaube, das war jetzt einmal ein super Zeichen! Auch für die von uns, die nicht so gefährdet sind, Opfer eines Übergriffs zu werden. Unsere Leute draußen dürfen uns nicht egal sein, da müssen wir zusammen halten. Und was ist mit den Fahrgästen? Also ich glaub‘ die meisten haben längst gecket, was sie an uns haben und waren echt solidarisch. Und die anderen haben jetzt die Message erhalten: Hände weg von unseren Mitarbeitern! Sonst …? Ja was ist sonst? Sonst bekommt ihr es mit uns allen zu tun! Symbolische Aktionen sind schon gut und richtig. Aber mit Stickern, Fahnen oder drei Minuten still stehen, werden wir durchgeknallte Idioten nicht auhalten. Da braucht’s mehr: nämlich die Courage von uns allen!

(Dateianhang Link)

"gecket" - Aber wer braucht schon korrekte Rechtschreibung bei der ach so coolen "Jugendsprache".  :fp:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 21. Juni 2014, 02:43:22
Und hat den Lukas auch irgendwer am Aktionstag live erspäht?  ::)


Diese Grafik-Dilettanten sollten endlich lernen, den hl. Lukas ordentlich in die Bilder reinzukopieren! Ist ja peinlich, welche Pfusch-Montagen da für viel Geld abgeliefert werden. Mindestens genauso peinlich, wie die zugehörigen Münchhausen-Texte (wer immer sich die aus den Fingern zuzelt).  :fp:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 26. Juni 2014, 14:10:51
Heute wieder zwei Insultierungen von Mitarbeitern: U3 und D (Adlerschleife).
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hubi am 26. Juni 2014, 14:17:33
...und wenn sie nicht mindestens 2 Wochen im Spital verbringen, ist ja Gottseidank nichts schlimmes passiert! :bh:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: B1.702 am 26. Juni 2014, 14:49:33
Ich werde ihn bei Gelegenheit einscannen und die Details posten, aber nur so viel: mir ist letztens ein Artikel von 1998 in die Finger geraten. Inhalt: ein Tramwayfahrer, der von Jugendlichen im Dienst schwerst verletzt wurde, arbeitet wieder. Das ist also nichts neues, es wird nur momentan massiv hochgespielt.

Der Fahrer eines E1 der Linie 18 am Margaretengürtel wurde damals von 3 Jugendlichen angegriffen, nachdem er diese wegen des Ziehens der Notbremse zur Rede gestellt hatte. Einer der Jugendlichen (die anderen waren mehr oder weniger nur verbal beteiligt) zog ein Messer; der Fahrer trug eine Stichverletzung am Bauch und Arm davon.

Das Beispiel ist insoferne ein sehr gutes für die derzeitige Diskussion, und zwar aus folgenden Gründen:

- Dies ist der schwerste Vorfall, der mir bekannt ist. Er ist jetzt schon 16 Jahre her.
- Die Jugendlichen wurden sehr schnell gefasst, auch weil sich einer der Beteiligten stellte, um nicht selbst als Gewaltttäter zu gelten. Ganz ohne Videoüberwachung und sonstigen Sch..ß.

Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass wieder mal politische Kräfte eine angebliche "Häufung" herbei reden, um ihre Interessen durchzusetzen. Das gab's ja schon mehrmals, ich nenne nur zwei Beispiele:

- Die Berichterstattung über die ständigen bösen Unfälle beim Ein- und Aussteigen, um endlich neue Türfühlerkanten und Spiegel zu bekommen. (Die Unfälle sind keineswegs statistisch signifikant weniger geworden.)
- Die Berichterstattung über Selbstmordfußgänger und Kamikazeradfahrer, um endlich den 13A aus der Mariahilfer Straße weg zu bekommen.

(Ein Musterbeispiel war ja auch, die Mariahilfer Straße den Grünen zuzuschanzen, obwohl die fix fertigen Pläne dafür seit über 10 Jahren in der Bügermeisterschublade lagen.)

Tja, was wird jetzt passieren? Wir dürfen uns alle videoüberwachen lassen, die Fahrer kriegen Alibipiepserln (auf die keine Sau reagieren wird; oder wer macht schon was, wenn's d' das Notsignal einschaltest?), und das wird gar nichts bringen, außer dass die Berichterstattung beendet ist. Und zahlen tut's eh der Steuerzahler, und es ist gut für die Wirtschaft ("Sicherheitsausrüster") und die Politik (Kampf gegen den bösen Terrorismus und die bösen Ostkriminaltouristen und der Betriebsrat kann sich den "großen Erfolg" auf die Fahnen heften).

Bei der geworfenen Bierdose hätten übrigens 1998 die Fahrer höchstens gelacht. Jetzt gilt das plötzlich als "schwerer Übergriff"...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: moszkva tér am 26. Juni 2014, 14:57:12
Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass wieder mal politische Kräfte eine angebliche "Häufung" herbei reden, um ihre Interessen durchzusetzen. Das gab's ja schon mehrmals, ich nenne nur zwei Beispiele:

- Die Berichterstattung über die ständigen bösen Unfälle beim Ein- und Aussteigen, um endlich neue Türfühlerkanten und Spiegel zu bekommen. (Die Unfälle sind keineswegs statistisch signifikant weniger geworden.)


Entschuldige, aber das ist Blödsinn!

Vor einigen Jahren noch gab es jährlich mehrere Unfälle durch Mitschleifen, einige davon haben leider auch tödlich geendet. Seit den neuen Türfühlerkanten gab es keinen einzigen Fall von Mitschleifen mehr  :lamp:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 26. Juni 2014, 15:05:51
Seit den neuen Türfühlerkanten gab es keinen einzigen Fall von Mitschleifen mehr  :lamp:

Ja, schon lange keine derartige Unfallaufnahme mehr erlebt.

Aber mit den alten wars heftig. Selbstversuch am Bahnhof, auch der Herr Ing. is nimma rauskommen, sobald der Zug anfuhr und du die (beringte) Hand oder die dicken Wurschtfinger nicht mehr exakt im rechten Winkel rausziehen kannst, weils'd schon nebenher läufst. Und das aber auch noch im Schritttempo, sodass nix passieren sollte, und im Bewusstsein, was passiert.

Dass es da so manchen gewixt hat, der mit so was nicht rechnet, ist klar.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: luki32 am 26. Juni 2014, 15:22:44
Seit den neuen Türfühlerkanten gab es keinen einzigen Fall von Mitschleifen mehr  :lamp:

Ja, schon lange keine derartige Unfallaufnahme mehr erlebt.

Aber mit den alten wars heftig. Selbstversuch am Bahnhof, auch der Herr Ing. is nimma rauskommen, sobald der Zug anfuhr und du die (beringte) Hand oder die dicken Wurschtfinger nicht mehr exakt im rechten Winkel rausziehen kannst, weils'd schon nebenher läufst. Und das aber auch noch im Schritttempo, sodass nix passieren sollte, und im Bewusstsein, was passiert.

Dass es da so manchen gewixt hat, der mit so was nicht rechnet, ist klar.

Jaja, man braucht immer mehr Technik, da die Bevölkerung scheinbar immer mehr verblödet.
Dabei sollte man eigentlich froh sein, daß der Darwin bei den ganz Blöden greift.  >:D

mfG
Luki
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: W_E_St am 26. Juni 2014, 18:34:39
Die neuen Türfühlerkanten scheinen zu helfen, aber auch die sind manchmal defekt (vor einiger Zeit selber an einem E1 oder c4 am 5er ausprobiert).
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 15. Juli 2014, 10:48:44
In Polen sind die Wiener Straßenbahnen schon sicher

Nach Übergriffen auf ihr Personal rüsten die Wiener Linien Straßenbahnen mit besserem Schutz für Fahrer aus. In Krakau und Kattowitz wurden gebrauchte Wiener Garnituren bereits vor ihrem ersten Einsatz umgebaut

Wien - Seit in den ersten Monaten dieses Jahres mehrere Angriffe auf Straßenbahnfahrer bekannt wurden, pochen die Mitarbeiter der Wiener Linien auf höhere Sicherheitsstandards in den Fahrzeugen. Einer Mitarbeiterversammlung, die den Betrieb an einem Mittwochmorgen im April öffentlichkeitswirksam lahmgelegt hatte, folgte im Juni die Entscheidung für ein zwei Millionen Euro teures Maßnahmenpaket.

Neben dem Ausbau der Videoüberwachung ist es vor allem die Aufrüstung von 120 älteren Tramwaygarnituren, die mehr Sicherheit bringen soll: Die E2-Hochflurzüge werden nun mit einer erhöhten Glaswand zum Fahrstand hin versehen, die die Chauffeure besser schützen soll.

Wiener Züge fahren seit 2004 durch Krakau

Ein Umbau zu vollständig abgetrennten Fahrerkabinen war der erste Schritt, den das städtische Krakauer Verkehrsunternehmen Miejskie Przedsiębiorstwo Komunikacyjne (MPK) anordnete, nachdem es den Wiener Linien vor zehn Jahren gebrauchte Hochflurzüge abgekauft hatte.

Es handelt sich um E1-Triebwagen, von denen auch in Wien noch 130 Exemplare unterwegs sind. Sie sind dem Bautyp der Nachfolgegeneration E2, die in Österreichs Hauptstadt voraussichtlich noch bis Mitte der 2020er-Jahre verkehren wird, nicht unähnlich. 76 dieser Triebwagen und 66 C3-Beiwagen hält die polnische Stadt heute im Einsatz.

"Der Umbau wurde in Krakau durchgeführt, noch bevor der erste Passagier ein Fahrzeug betreten hat. Wir sind der Meinung, dass die geschlossenen Kabinen die Fahrer gut schützen", sagt der Pressesprecher von MPK, Marek Gancarczyk, gegenüber derStandard.at.

Laut Eigenangabe von MPK wurden in der südpolnischen Stadt im Vorjahr vier Attacken auf Straßenbahnfahrer gemeldet. In Wien wurden im selben Zeitraum 77 Angriffe dokumentiert. Zum Vergleich: Das Wiener Straßenbahnnetz befahren rund 500 Züge auf 29 Linien und 172 Kilometern Streckenlänge, in der 760.000-Einwohner-Stadt Krakau sind etwa 400 Garnituren auf 27 Linien und 91 Kilometern unterwegs.

In Krakau wurden neben dem Kabinenumbau auch die elektrischen Elemente runderneuert und elektronische Fahrgastanzeigen, Rückspiegel, gepolsterte Sitze sowie neue Sicherheitssensoren bei den Ein- und Ausstiegstüren installiert.

Nicht notwendig war der Umbau bei den 29 E6-/C6-Garnituren, die früher als U6-Züge im Wiener U-Bahn-Netz verkehrten und nun in Krakau ebenfalls Straßenbahndienst leisten; sie wurden schon ab Werk mit geschlossenen Fahrerkabinen ausgeliefert. MPK installierte dort Klimaanlagen.

Krakau ist nicht die einzige polnische Stadt, die ehemalige Wiener Fahrzeuge in Betrieb hat. Auch durch die 300.000-Einwohner-Stadt Kattowitz, die rund 70 Kilometer nordwestlich von Krakau liegt, fahren 25 E1-Wagen. Auch sie wurden vor der Inbetriebnahme mit geschlossenen Kabinen ausgestattet.

Testbetrieb mit nicht komplett geschlossenen Kabinen

In Wien soll in den kommenden Wochen ein erster E2-Prototyp mit erhöhter Glaswand zwischen Passagierraum und Fahrstand Praxiserfahrung bringen. Warum nicht wie in Polen gleich eine komplett abgetrennte Kabine getestet wird, liegt laut Wiener-Linien-Sprecher Answer Lang an möglichen Problemen mit der Schließfunktion der vordersten Tür.* Die umzurüstenden E2-Züge ließen sich in dieser Hinsicht nicht mit den nach Polen verkauften E1-Exemplaren vergleichen, so Lang.**

Nach dem Probebetrieb soll gemeinsam mit den Mitarbeitern entschieden werden, auf welche Art die anderen 120 Züge umgerüstet werden, so Lang. Die etwa 130 Züge der Generation E1, die noch durch Wien fahren, werden nicht mehr umgebaut. Sie werden bis 2017 durch Niederflurzüge (ULF) ersetzt worden und aus dem Stadtbild verschwunden sein. (Michael Matzenberger, derStandard.at, 15.7.2014)



*) Die blödeste Ausrede des 21. Jahrhunderts! In Oberschlesien wurde die Tür 1 auf Lichtschranken umgebaut, in Krakau funktioniert das handbediente Schließen der Tür 1 trotz Fahrerkabine!
**) Des kamma ned vergleichn. Kommt mir irgendwie bekannt vor... :ugvm:

Q: http://derstandard.at/2000003051918 (http://derstandard.at/2000003051918)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 15. Juli 2014, 11:04:29
Welche "möglichen Probleme" könnten das sein? Ich kann mir nur vorstellen, dass die Trittstufe gemeint ist?

Aber wie immer: problem- statt lösungsorientiert.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 15. Juli 2014, 11:14:46
Welche "möglichen Probleme" könnten das sein?

Das prinzipielle Schlechtheißen von allen Änderungsvorschlägen, die dem Unternehmen von außen zugetragen werden. Der Einbau einer Fahrerkabine hat nicht den geringsten Einfluss auf die Funktion der Schwenkstufe. Wenn dabei der vordere Türflügel für den Fahrgastwechsel stillgelegt wird, ist das auch kein Problem – wie funktioniert es denn jetzt, wenn dieser Türflügel wegen Anwesenheit eines Lehrfahrers abgesperrt wird? :ugvm:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 15. Juli 2014, 11:16:33
wie funktioniert es denn jetzt, wenn dieser Türflügel wegen Anwesenheit eines Lehrfahrers abgesperrt wird? :ugvm:
Stimmt, an die Lehrfahrer hab ich gar nicht gedacht. Das ist somit wirklich einfach nur braindead, so was zu behaupten und zu hoffen, dass es geschluckt wird.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 15. Juli 2014, 11:22:04
Die Diskussion über Fahrerkabinen ist sicher sinnvoll. Nur WIE verhinderst du 95% aller tätlichen Angriffe, die AUSSERHALB der Fahrerkabine stattfinden?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: coolharry am 15. Juli 2014, 11:28:14
Die Diskussion über Fahrerkabinen ist sicher sinnvoll. Nur WIE verhinderst du 95% aller tätlichen Angriffe, die AUSSERHALB der Fahrerkabine stattfinden?

So wie alle Angriffe auf Menschen außerhalb geschlossener Räume: Gar nicht.
Ob jetzt eine alte Oma überfallen wird, einem jugendlichen sein Smartphone geraubt oder ein gestörter einen Tramfahrer absticht, ist im vorhinein nicht zu verhindern.
Was man machen kann ist mehr Präsenz von Polizei oder Securities aber auch das wird keine 100% Sicherheit bieten.
Nicht mal Aufklärungskampagnen hätten da einen Sinn, weil 99% dieser Taten im Affekt passieren.
Vielleicht könnt ja jeder Fahrer ein Kettenhemd bekommen. Die sind durchstich sicher. Allerdings nicht Kugelsicher. Ein Pfeiferl zum auf sich aufmerksam machen wäre vielleicht auch eine Lösung. Aber alles verhindert keine Angriffe an sich sondern bestenfalls nur seine Auswirkungen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: schaffnerlos am 15. Juli 2014, 11:34:21
Die Diskussion über Fahrerkabinen ist sicher sinnvoll. Nur WIE verhinderst du 95% aller tätlichen Angriffe, die AUSSERHALB der Fahrerkabine stattfinden?

...und meistens nicht die Fahrer sondern die Fahrscheinprüfer oder Fahrgäste betreffen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 15. Juli 2014, 11:36:09
Die Diskussion über Fahrerkabinen ist sicher sinnvoll. Nur WIE verhinderst du 95% aller tätlichen Angriffe, die AUSSERHALB der Fahrerkabine stattfinden?
"Ich kann nicht alle Bankfilialen vor Überfällen schützen" => "Ich investiere am besten nichts in die Sicherheit der Filialen."
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 15. Juli 2014, 11:45:49
Ein Pfeiferl zum auf sich aufmerksam machen wäre vielleicht auch eine Lösung.

Eine Signalpfeife gehört zur Grundausstattung jedes Fahrers.

Die Diskussion über Fahrerkabinen ist sicher sinnvoll. Nur WIE verhinderst du 95% aller tätlichen Angriffe, die AUSSERHALB der Fahrerkabine stattfinden?

Durch eine Fahrerkabine natürlich gar nicht. Aber nur weil ich durch eine Kabine 95 % der Angriffe nicht abwehren kann, heißt das noch lange nicht, dass ich deswegen die restlichen 5 % billigen soll.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 15. Juli 2014, 12:00:49
Die Diskussion über Fahrerkabinen ist sicher sinnvoll. Nur WIE verhinderst du 95% aller tätlichen Angriffe, die AUSSERHALB der Fahrerkabine stattfinden?

Durch eine Fahrerkabine natürlich gar nicht. Aber nur weil ich durch eine Kabine 95 % der Angriffe nicht abwehren kann, heißt das noch lange nicht, dass ich deswegen die restlichen 5 % billigen soll.

Das habe ich auch nie behauptet. Nur sollte man sich auch über ein Gesamtpaket Gedanken machen und nicht nur immer an eine Gruppe denken.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: moszkva tér am 15. Juli 2014, 12:20:20
Die Diskussion über Fahrerkabinen ist sicher sinnvoll. Nur WIE verhinderst du 95% aller tätlichen Angriffe, die AUSSERHALB der Fahrerkabine stattfinden?

Durch eine Fahrerkabine natürlich gar nicht. Aber nur weil ich durch eine Kabine 95 % der Angriffe nicht abwehren kann, heißt das noch lange nicht, dass ich deswegen die restlichen 5 % billigen soll.

Das habe ich auch nie behauptet. Nur sollte man sich auch über ein Gesamtpaket Gedanken machen und nicht nur immer an eine Gruppe denken.

Wie kann man die Bediensteten vor Angriffen schützen?

Im Prinzip geht das nicht über Hardware, sondern nur durch Training der Menschen!

Fortbildungen im Bereich Deeskalation und Selbstvertrauen (jemand, der selbstbewusst wirkt, wird seltener attackiert als jemand, der schüchtern und schwach erscheint). Auch trainieren kann man das Erkennen brenzliger Situationen, um diese schon zu vermeiden, noch bevor sie passieren.

Dass mich jemand von hinten niederschlägt, kann ich nicht verhindern. Dass ich aber nicht blind in eine gefährliche Situation gerate, das kann man tatsächlich trainieren.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 15. Juli 2014, 12:21:47
Die Tür 1 auf Selbstschließung umzubauen ist wohl kein Problem. Mit der gleichen Funktionsweise wie beim ULF  - - > öffnet sie der Fahrer, bleibt sie offen, wird sie vom Fahrgast geöffnet, schließt sie automatisch.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 4463 am 15. Juli 2014, 12:24:19
Wenn die WL nur die Hälfte der Energie, die sie zum Suchen von Ausreden verwenden, zum lösen diverser Probleme aufwendeten, wäre schon sehr viel gewonnen...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 60er am 15. Juli 2014, 12:45:32
Die Tür 1 auf Selbstschließung umzubauen ist wohl kein Problem. Mit der gleichen Funktionsweise wie beim ULF  - - > öffnet sie der Fahrer, bleibt sie offen, wird sie vom Fahrgast geöffnet, schließt sie automatisch.
Auch WLB 100 und E6 haben/hatten diese Funktionsweise. Aber es gibt sicher wieder 101 Ausreden, warum das beim E2 nicht funktionieren kann... ::)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 15. Juli 2014, 13:02:41
Für jede Lösung gibts auch mindestens ein ensprechendes Problem.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 08. August 2014, 17:50:24
Zitat
Bim-Fahrer attackiert: Keine Anklage

Der 52-Jährige, der im Jänner in Wien-Floridsdorf einen Straßenbahnfahrer attackiert und lebensgefährlich verletzt hat, wird nicht angeklagt. Einem psychiatrischen Gutachten zufolge leidet der Mann an Schizophrenie.

Der Mann ist aufgrund des Gutachtens nicht schuldfähig, die Staatsanwaltschaft Wien hat daher keine Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Vielmehr wurde beim Straflandesgericht vor kurzem ein Antrag auf Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingebracht.

Die Verhandlung, in der Geschworene über diesen Antrag entscheiden müssen, startet am 25. September und ist auf zwei Tage anberaumt. Die Entscheidung soll am 2. Oktober fallen.

Lebensgefährliche Verletzungen

Der 23 Jahre alte Mitarbeiter der Wiener Linien hatte Ende Jänner um 11.30 Uhr eine Garnitur der Linie 31 am Franz-Jonas-Platz gestoppt und wollte seine Mittagspause antreten. Auf dem Weg zu den Diensträumlichkeiten stürmte der ihm völlig unbekannte 52-Jährige mit einem Messer auf ihn zu und stach ohne ersichtlichen Grund mehrfach auf ihn ein.

Der Angreifer fügte dem Straßenbahnfahrer Stichwunden im Hinterhaupt-, Nacken- und Halsbereich zu. Danach lief der Mann davon. Passanten verfolgten ihn und sahen, wie er sich unweit vom Tatort auf den Boden setzte. Als die Polizei eintraf, ließ er sich widerstandslos festnehmen - mehr dazu in Attacke auf Bim-Fahrer: Angreifer schweigt (wien.ORF.at; 27.1.2014).

Attacke auf Bim-Fahrer in Ottakring

Auch in Ottakring wurde ein Bim-Fahrer bei einer Attacke schwer verletzt, der 33-Jährige wurde von bei der Endstelle der Linie 46 am Joachimsthalerplatz von hinten niedergeschlagen und schwer am Kopf verletzt - mehr dazu in „Öffi“-Fahrer attackiert: Verdächtiger gefasst (wien.ORF.at, 5.6.2014).

Kurz vor dieser Attacke hatten Straßenbahnfahrer bei einer Betriebsversammlung Maßnahmen für mehr Sicherheit gefordert. Nach einigen Überfällen auf Bedienstete der Wiener Linien wurde ein Fünfpunkteprogramm für mehr Sicherheit präsentiert, das zwei Millionen Euro kosten soll - mehr dazu in Fünfpunkteprogramm für mehr „Öffi“-Sicherheit (wien.ORF.at; 4.6.2014).

Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2662172/ (http://wien.orf.at/news/stories/2662172/)

Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hubi am 08. August 2014, 18:35:14
Kein Kommentar! :bh: :bh:
http://wien.orf.at/news/stories/2662172/ (http://wien.orf.at/news/stories/2662172/)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 08. August 2014, 18:44:26
Kein Kommentar! :bh: :bh:
http://wien.orf.at/news/stories/2662172/ (http://wien.orf.at/news/stories/2662172/)

Und was steht im Beitrag über deinem? ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 08. August 2014, 19:47:14
Kein Kommentar! :bh: :bh:
http://wien.orf.at/news/stories/2662172/ (http://wien.orf.at/news/stories/2662172/)
Ist zwar unfair, aber rechtlich einwandfrei. Die Juristerei ist eben nicht dazu da Gerechtigkeit durchzusetzen, sondern Recht – alles andere ist wäre auch völlig schwachsinnig, weil nicht im geringsten nachvollziehbar umzusetzen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: MK am 08. August 2014, 19:56:34
Wenn jemand nicht schuldfähig ist, dann ist es durchaus fair, dass er nicht bestraft wird. Er war zum Zeitpunkt der Tat offenbar nicht in der Lage, zu bemerken, was er da gerade anrichtet.

Auch abgesehen von der Fairness ist das ein sinnvolles Ergebnis. Stimmen im Kopf oder visuelle Halluzinationen verschwinden auch von zwanzig Jahren Gefängnis nicht, von ein paar Jahren Therapie mit Medikamenten aber sehr wohl.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: luki32 am 08. August 2014, 20:18:47
Wenn jemand nicht schuldfähig ist, dann ist es durchaus fair, dass er nicht bestraft wird. Er war zum Zeitpunkt der Tat offenbar nicht in der Lage, zu bemerken, was er da gerade anrichtet.

Auch abgesehen von der Fairness ist das ein sinnvolles Ergebnis. Stimmen im Kopf oder visuelle Halluzinationen verschwinden auch von zwanzig Jahren Gefängnis nicht, von ein paar Jahren Therapie mit Medikamenten aber sehr wohl.

Genau, und dann kommt irgend ein Psychdoktor und meint, der ist wieder ok, und dann macht er wiede dasselbe, alles schon da gewesen. :bh:
Schützt die Täter, die Opfer sind so und so egal.  :fp:

mfG
Luki
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 08. August 2014, 20:22:03
Das einzige Problem ist halt nur, ist der Täter schuldunfähig, hast du als Opfer keine Chance, deine Schäden ersetzt zu bekommen. Ich weis von was ich spreche. Ich musste mir auch schon einmal den Schaden selbst begleichen, weil der Täter schuldunfähig ist.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 60er am 08. August 2014, 20:29:22
Welche Schäden soll in diesem Fall das Opfer selbst begleichen müssen? Die Behandlungskosten werden wohl hoffentlich von der Versicherung abgedeckt sein, oder nicht?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 08. August 2014, 20:31:05
Welche Schäden soll in diesem Fall das Opfer selbst begleichen müssen? Die Behandlungskosten werden wohl hoffentlich von der Versicherung abgedeckt sein, oder nicht?

Bei mir war es eine zerrissene Kleidung und eine zerbrochene Brille. Gesamtschaden knapp 1.000 Euro
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 60er am 08. August 2014, 20:35:05
Bei mir war es eine zerrissene Kleidung und eine zerbrochene Brille. Gesamtschaden knapp 1.000 Euro
Wenn der Zwischenfall in der Dienstzeit auftritt, muss man das auch selber zahlen?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: MK am 08. August 2014, 20:37:15
Wenn jemand nicht schuldfähig ist, dann ist es durchaus fair, dass er nicht bestraft wird. Er war zum Zeitpunkt der Tat offenbar nicht in der Lage, zu bemerken, was er da gerade anrichtet.

Auch abgesehen von der Fairness ist das ein sinnvolles Ergebnis. Stimmen im Kopf oder visuelle Halluzinationen verschwinden auch von zwanzig Jahren Gefängnis nicht, von ein paar Jahren Therapie mit Medikamenten aber sehr wohl.

Genau, und dann kommt irgend ein Psychdoktor und meint, der ist wieder ok, und dann macht er wiede dasselbe, alles schon da gewesen. :bh:
Schützt die Täter, die Opfer sind so und so egal.  :fp:

Für Österreich habe ich auf die Schnelle keine Zahlen gefunden, aber in Deutschland werden aus dem Maßregelvollzug (entspricht der Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher) Entlassene wesentlich seltener rückfällig als aus dem Gefängnis Entlassene. Im Maßregelvollzug liegt die Rückfallquote zwischen 15 und 30 Prozent, im Strafvollzug zwischen 60 und 80 Prozent.

Und gerade Schizophrenien sind wesentlich besser behandelbar als z.B. Persönlichkeitsstörungen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: luki32 am 08. August 2014, 20:44:17
Für Österreich habe ich auf die Schnelle keine Zahlen gefunden, aber in Deutschland werden aus dem Maßregelvollzug (entspricht der Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher) Entlassene wesentlich seltener rückfällig als aus dem Gefängnis Entlassene. Im Maßregelvollzug liegt die Rückfallquote zwischen 15 und 30 Prozent, im Strafvollzug zwischen 60 und 80 Prozent.

Und gerade Schizophrenien sind wesentlich besser behandelbar als z.B. Persönlichkeitsstörungen.

Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:

mfG
Luki
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: MK am 08. August 2014, 20:46:08
Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:

Dem nützt es nichts mehr, den anderen Fahrern (und sonstigen Menschen) aber sehr wohl.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: luki32 am 08. August 2014, 20:47:04
Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:

Dem nützt es nichts mehr, den anderen Fahrern (und sonstigen Menschen) aber sehr wohl.

Ich weiß schon, Opfer sind heutztage völlig egal, habe ich ja vergessen.

mfG
Luki
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: darkweasel am 08. August 2014, 20:53:43
Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:
Was (außer dem von Klingelfee erwähntem Aspekt) würde es ihm nützen, wenn der Mensch ins Gefängnis käme?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: MK am 08. August 2014, 20:53:44
Ich weiß schon, Opfer sind heutztage völlig egal, habe ich ja vergessen.

Die Logik, mit der du eine Maßnahme, die zu einer niedrigeren Rückfallquote (also weniger Opfern) führt, als "Opfer sind völlig egal" einordnest, bleibt mir wohl für immer verschlossen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 08. August 2014, 20:54:50
Bei mir war es eine zerrissene Kleidung und eine zerbrochene Brille. Gesamtschaden knapp 1.000 Euro
Wenn der Zwischenfall in der Dienstzeit auftritt, muss man das auch selber zahlen?

Privaten Dingen ja.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 08. August 2014, 21:18:22

Ich weiß schon, Opfer sind heutztage völlig egal, habe ich ja vergessen.

mfG
Luki
Das einzige, was offenbar wirklich hilft, ist der Erwerb einer rosa Brille!  ;)


Ich weiß aber nicht, ob das die Krankenkassa zahlt!  :-[
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Schienenfreak am 08. August 2014, 21:26:31

Ist zwar unfair, aber rechtlich einwandfrei. Die Juristerei ist eben nicht dazu da Gerechtigkeit durchzusetzen, sondern Recht – alles andere ist wäre auch völlig schwachsinnig, weil nicht im geringsten nachvollziehbar umzusetzen.
So ist es!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 60er am 09. August 2014, 00:11:20
Ich weiß schon, Opfer sind heutztage völlig egal, habe ich ja vergessen.
Den Zusammenhang kapiere ich auch nicht! Der Täter ist "geistig abnormal" und wird daher zurecht nicht in einer normalen Haftanstalt, sondern in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verwahrt.

Was forderst du? Dass das Opfer Rache nehmen kann, also Auge und Auge, Zahn um Zahn? Oder vielleicht gar die Einführung der Todesstrafe? Damit ist doch niemandem geholfen, weder dem Opfer, noch sonst irgendwem.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hubi am 09. August 2014, 06:13:19
Die Strafe der Täter hat noch keinem Opfer genützt, jedoch scheint es in Mode zu kommen sich auf eine "bsoffene Gschicht" auszureden und auf, zum Tatzeitpunkt, unzurechnungsfähig zu plädieren.
Liest man ja leider immer wieder, Täter stand unter Drogen, Täter war alkoholisiert usw., sieht man ja auch vermehrt bei Autounfällen mit Toten.
Der Führerschein ist zwar weg, aber die weiteren Strafen sind lächerlich!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 09. August 2014, 07:42:35
Schizophrenie ist aber schon ein bisserl was Anderes als ein Rausch - ein ernsthaftes Krankheitsbild nämlich. Es geht hier, wie MK richtig anmerkt, um den Schutz potentieller zukünftiger Opfer. Lebenslang bekommt er für eine Messerattacke sowieso nicht, also wird er irgendwann wieder draußen sein - und dann würde ich ihm lieber therapiert begegnen! Dass einige wieder rückfällig werden, ist leider so. Keine medizinische Behandlung ist 100% sicher. Aber es deswegen gleich bleiben zu lassen, weil es bei 2 von 100 nicht klappt, erinnert ein bißchen an die WL ;)

Die Alternative wäre lebenslang einsperren schon für "kleinere" Delikte - und das will doch auch niemand. Dazu braucht man nur in die USA zu schauen!

Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hubi am 09. August 2014, 10:34:40
Zitat
und dann würde ich ihm lieber therapiert begegnen!

.... so wie der Lehrfahrer in Ottakring?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 09. August 2014, 10:47:02
Was kann da die Justiz dafür? Wenn ihr davor Angst habt überfallen zu werden, zwingt lieber euren Arbeitgeber Präventionsmaßnahmen durchzuführen anstatt euch über das grundsätzlich ganz vernüftig formulierte und exekutierte StGB zu beschweren.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 11. August 2014, 09:53:43
Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:

Dem nützt es nichts mehr, den anderen Fahrern (und sonstigen Menschen) aber sehr wohl.

Das ist erstens noch nicht fix, denn es wird über die Einlieferung in die Anstalt ja erst am 25.9. entschieden (bis dahin darf er weiter frei herumlaufen!  ::)) und zweitens ist es für den Betroffenen kein Trost. Versetzt euch doch selbst einmal in die Lage - ihr werdet von einem Menschen vorsätzlich verletzt, müsst ins Spital, habt Schmerzen, tragt im schlimmsten Fall eine lang anhaltende oder gar lebenslange Behinderung davon. Wenn man euch dann eröffnet, dass das halt eben passiert ist und ihr damit leben müsst, weil der Betroffene geisteskrank und somit strafunmündig war, wärt ihr wohl auch nicht sehr von der Situation angetan. Und genau das ist es, auf was User "luki32" hinweist - m.M. nach vollkommen zu Recht.

Ich fände es in solchen Fällen fair, wenn der Betroffene zumindest ein Schmerzensgeld erhielte, das aus irgendeinem Fond bereitzustellen wäre. Es kann ja nicht sein, das ich wegen eines anderen an Leib und Leben Schaden nehme, ohne dass mir das in irgendeiner Weise abgegolten wird. Und natürlich bleibt die Frage, wieso so jemand frei herumlaufen kann und wieso es jetzt noch über ein Monat dauert, bis überhaupt erstmal entschieden wird, wie es weitergeht.

Wenn ich soetwas lese, wünsche ich mir manchmal, dass sich die Attacke gegen einen der Entscheidungsträger richtet. Dann ginge es vermutlich um einiges schneller.  ::)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: moszkva tér am 11. August 2014, 10:57:39

Das ist erstens noch nicht fix, denn es wird über die Einlieferung in die Anstalt ja erst am 25.9. entschieden (bis dahin darf er weiter frei herumlaufen!  ::))

Ich bin ja kein Law and Order Typ, aber da muss ich auch dir Recht geben. Wenn man sich anschaut, wegen was für Lappalien in Österreich Menschen in U-Haft versauern mussten (Tierschützer und der komische Landfriedensbruch-Heini von der Demo gegen die Rechten), dann sollte man jemandem, der tatsächlich eine Gefahr sein könnte, zumindest unter Aufsicht halten (auf der Psych zumindest).

Zitat
Versetzt euch doch selbst einmal in die Lage - ihr werdet von einem Menschen vorsätzlich verletzt, müsst ins Spital, habt Schmerzen, tragt im schlimmsten Fall eine lang anhaltende oder gar lebenslange Behinderung davon. Wenn man euch dann eröffnet, dass das halt eben passiert ist und ihr damit leben müsst, weil der Betroffene geisteskrank und somit strafunmündig war, wärt ihr wohl auch nicht sehr von der Situation angetan. Und genau das ist es, auf was User "luki32" hinweist - m.M. nach vollkommen zu Recht.

Nur leider passieren ähnliche Dinge tagtäglich, viel häufiger, im Straßenverkehr. Man stelle sich vor, irgendein Idiot scheibt dich mit dem Auto zusammen, du bist schwer verletzt, behindert oder gar tot. Da sagt jeder "Pech, sowas passiert leider".

Ob in dem Fall der Täter tatsächlich vorsätzlich im Sinne des Strafrechts gehandelt hat (Schädigungsabsicht oder Schädigung billigend in Kauf genommen) und auch in der Lage war, das abzuschätzen, darüber entscheidet dann ein Richter.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 11. August 2014, 10:59:35
Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:

Dem nützt es nichts mehr, den anderen Fahrern (und sonstigen Menschen) aber sehr wohl.

Das ist erstens noch nicht fix, denn es wird über die Einlieferung in die Anstalt ja erst am 25.9. entschieden (bis dahin darf er weiter frei herumlaufen!  ::))

Von wo hast du die Info? Meiner ging damals nämlich direkt von der U-Haft in die Klapse.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 11. August 2014, 11:23:43
Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:

Dem nützt es nichts mehr, den anderen Fahrern (und sonstigen Menschen) aber sehr wohl.

Das ist erstens noch nicht fix, denn es wird über die Einlieferung in die Anstalt ja erst am 25.9. entschieden (bis dahin darf er weiter frei herumlaufen!  ::))

Von wo hast du die Info? Meiner ging damals nämlich direkt von der U-Haft in die Klapse.

Siehe Posting #273 von User "13er" vom 8.8. Dort ist von dem genannten Termin die Rede. Und ich nehme an, dass er bis dahin auf freiem Fuß bleiben wird, denn ohne einen Einweisungsbescheid kann er nicht eingesperrt werden.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: MK am 11. August 2014, 14:28:38
Das ist erstens noch nicht fix, denn es wird über die Einlieferung in die Anstalt ja erst am 25.9. entschieden (bis dahin darf er weiter frei herumlaufen!  ::))

Hast du dazu eine Quelle? Er könnte genauso nach § 429 StPO bereits in der Anstalt sitzen.

Zitat
und zweitens ist es für den Betroffenen kein Trost. Versetzt euch doch selbst einmal in die Lage - ihr werdet von einem Menschen vorsätzlich verletzt, müsst ins Spital, habt Schmerzen, tragt im schlimmsten Fall eine lang anhaltende oder gar lebenslange Behinderung davon. Wenn man euch dann eröffnet, dass das halt eben passiert ist und ihr damit leben müsst, weil der Betroffene geisteskrank und somit strafunmündig war, wärt ihr wohl auch nicht sehr von der Situation angetan. Und genau das ist es, auf was User "luki32" hinweist - m.M. nach vollkommen zu Recht.

Aber auch wenn der Betroffene strafmündig wäre, was nutzt mir die Strafe dann? Ich muss trotzdem ins Spital, habe trotzdem Schmerzen und trage trotzdem eine Behinderung davon.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 11. August 2014, 16:19:49
Aber auch wenn der Betroffene strafmündig wäre, was nutzt mir die Strafe dann? Ich muss trotzdem ins Spital, habe trotzdem Schmerzen und trage trotzdem eine Behinderung davon.
Ich kann mir vorstellen, dass es psychisch einfacher zu verkraften wäre, wenn das ein Irrer war als ein Brutalo.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: luki32 am 11. August 2014, 16:40:14
Aber auch wenn der Betroffene strafmündig wäre, was nutzt mir die Strafe dann? Ich muss trotzdem ins Spital, habe trotzdem Schmerzen und trage trotzdem eine Behinderung davon.

Was mir das nützt, wenn er strafmündig ist? Ich hole mir Geld von ihm, wenn er so etwas gemacht hat.

Und jeder, für den das ja so harmlos ist, sollte so etwas selber erleben und dann erfahren, daß der Täter frei herumläuft, weil er ja sooooo arm ist.  :fp:

mfG
Luki
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 11. August 2014, 17:33:50
Hast du dazu eine Quelle? Er könnte genauso nach § 429 StPO bereits in der Anstalt sitzen.

Ich habe keine Quelle, aber ich bin gelernter Österreicher.  ::)

Zitat
Aber auch wenn der Betroffene strafmündig wäre, was nutzt mir die Strafe dann? Ich muss trotzdem ins Spital, habe trotzdem Schmerzen und trage trotzdem eine Behinderung davon.

Aber du hättest wenigstens die Gewissheit, dass er dafür bestraft wird, dass das nicht einfach unter den Tisch gekehrt und ohne jede Konsequenz wieder zur Tagesordnung übergegangen wird. Das hätte - zumindest für mich - vermutlich ziemliche Auswirkungen auf die Psyche, die für den Heilerfolg ja mitverantwortlich ist.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: moszkva tér am 11. August 2014, 17:41:13
Was mir das nützt, wenn er strafmündig ist? Ich hole mir Geld von ihm, wenn er so etwas gemacht hat.
Wenn er überhaupt Kohle hat. Ansonsten schaust du durch die Finger.

Ein Freund von mir hat einmal 8000 Schilling Schmerzensgeld zugesprochen bekommen für eine gebrochene Nase. Der hat auch nie was davon gesehen - uneinbringbar.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 11. August 2014, 18:32:43
Ein Freund von mir hat einmal 8000 Schilling Schmerzensgeld zugesprochen bekommen für eine gebrochene Nase. Der hat auch nie was davon gesehen - uneinbringbar.

Ja, das ist die größte Sauerei. Die gehören gepfändet bis auf's absolute Minimum.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 11. August 2014, 18:44:55
Ja, das ist die größte Sauerei. Die gehören gepfändet bis auf's absolute Minimum.

Wo nichts ist, kann man auch nichts pfänden.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: MK am 11. August 2014, 20:29:50
Was mir das nützt, wenn er strafmündig ist? Ich hole mir Geld von ihm, wenn er so etwas gemacht hat.

Vorausgesetzt, er hat Geld, das es zu holen gibt. Abgesehen davon sind wir nicht in Amerika, Schmerzensgeld bewegt sich eher im drei- bis vierstelligen und nicht im sechs- bis siebenstelligen Bereich.

Zitat
Und jeder, für den das ja so harmlos ist, sollte so etwas selber erleben und dann erfahren, daß der Täter frei herumläuft, weil er ja sooooo arm ist.  :fp:

Ich habe keine Quelle, aber ich bin gelernter Österreicher.  ::)

Aber du hättest wenigstens die Gewissheit, dass er dafür bestraft wird, dass das nicht einfach unter den Tisch gekehrt und ohne jede Konsequenz wieder zur Tagesordnung übergegangen wird. Das hätte - zumindest für mich - vermutlich ziemliche Auswirkungen auf die Psyche, die für den Heilerfolg ja mitverantwortlich ist.

Es ist aber nun einfach nicht so, dass der Täter dann frei herumläuft oder keine Konsequenzen zu fürchten hat. Es ist lediglich so, dass er nicht im Gefängnis, sondern in der Anstalt landet. In einem gewissen Sinne ist die Anstalt sogar strenger: Im Gefängnis hat er seine Strafe abzusitzen, nach den Jahren wird er entlassen, egal wie gut oder schlecht er resozialisiert ist. Aus der Anstalt kommt er erst heraus, wenn er als nicht mehr gefährlich angesehen wird.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: moszkva tér am 11. August 2014, 23:07:48
Ja, das ist die größte Sauerei. Die gehören gepfändet bis auf's absolute Minimum.

Wo nichts ist, kann man auch nichts pfänden.

Und wie soll man dort auch je was holen? Mehrfach vorbestraft. Lebt von diversen Förderungstöpfen. Wird eh schon gepfändet bis zum Gehtnichtmehr. Vermögen null. Aussichten bei der Jobsuche gleich null. Tja, da kann man nur sagen: Zahl mir einen symbolischen Euro und lass' ma's gut sein.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: luki32 am 12. August 2014, 07:28:09
Und wie soll man dort auch je was holen? Mehrfach vorbestraft. Lebt von diversen Förderungstöpfen. Wird eh schon gepfändet bis zum Gehtnichtmehr. Vermögen null. Aussichten bei der Jobsuche gleich null. Tja, da kann man nur sagen: Zahl mir einen symbolischen Euro und lass' ma's gut sein.

Na bei sicher bei mir nicht, da hat er noch eine Pfändung rennen!

mfG
Luki
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 12. August 2014, 09:01:12
Na ber sicher bei mir nicht, da hat er noch eine Pfändung rennen!

Na ja, es wird schon so sein, wie User "95B" schreibt: aus einem leeren Brunnen kann man kein Wasser schöpfen. Wenn schon alles gepfändet ist, was nützt dir eine weitere Pfändung?

Auch wenn jetzt wieder Einige vermutlich gleich laut aufschreien werden: für solche Menschen gehört ein "Sozialdienst" eingerichtet - so können sie sich einerseits nützlich machen und andererseits verdienen sie etwas, das zur Wiedergutmachung verwendet werden kann. In der Anstalt oder im Häfen sitzen sie nur herum, kosten Geld, haben keinerlei Zukunftsperspektiven und wenn sie entlassen werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder zuschlagen. Sie haben ja sonst nichts zu verlieren.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Konstal 105Na am 12. August 2014, 09:39:47
Auch wenn jetzt wieder Einige vermutlich gleich laut aufschreien werden: für solche Menschen gehört ein "Sozialdienst" eingerichtet - so können sie sich einerseits nützlich machen und andererseits verdienen sie etwas, das zur Wiedergutmachung verwendet werden kann. In der Anstalt oder im Häfen sitzen sie nur herum, kosten Geld, haben keinerlei Zukunftsperspektiven und wenn sie entlassen werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder zuschlagen. Sie haben ja sonst nichts zu verlieren.

Grundsätzlich ist die Idee, dass die Leute etwas arbeiten, sich nützlich machen und vielleiciht sogar eine Fertigkeit erlernen (Handwerk) nicht so schlecht und fördert die Resozialisiserung. Nur was verstehst du unter Sozialdienst? Möchtest du jemanden, der wegen schwerer Körperverletzung sitzt, Straßen kehren lassen? Ich nicht, die Gefahr für die Bevölkerung ist viel zu groß. Soll so jemand Leute pflegen?
Gerade im Sozialbereich haben Gewaltverbrecher nichts zu suchen. Außerdem führt das zu Lohndumbing in diesem Bereich und das Image eines Berufszweiges leidet dadurch (Da arbeiten nur Verbrecher). Außerdem soll kein Beruf dazu verkommen, dass er als Abschreckung fungiert (Schau, wenn du nicht brav bist, musst du auch Straßen kehren)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 12. August 2014, 11:10:03
Ich verstehe Ferry da auch nicht ganz: Einerseits sollen Gewaltverbrecher keinesfalls draußen herumlaufen, andererseits aber Sozialdienst leisten (wo man fast zwangsläufig mit Menschen in Kontakt kommt). Was nun?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 12. August 2014, 11:19:18
Ich verstehe Ferry da auch nicht ganz: Einerseits sollen Gewaltverbrecher keinesfalls draußen herumlaufen, andererseits aber Sozialdienst leisten (wo man fast zwangsläufig mit Menschen in Kontakt kommt). Was nun?
Sozialdienst, verstehe ich auch nicht unbedingt, was aber mMn gut funktionieren würde wären Wäscherein.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 12. August 2014, 12:27:53
Ich verstehe Ferry da auch nicht ganz: Einerseits sollen Gewaltverbrecher keinesfalls draußen herumlaufen, andererseits aber Sozialdienst leisten (wo man fast zwangsläufig mit Menschen in Kontakt kommt). Was nun?
Sozialdienst, verstehe ich auch nicht unbedingt, was aber mMn gut funktionieren würde wären Wäscherein.
Ich kann mir vorstellen, sie zum Arbeiten zu zwingen, eventuell sogar so, dass man die Grundversorgung herabsetzt, wenn er einen zugewiesenen Job nicht annimmt, aber wenn er arbeitet, dann soll er auch den in der Firma üblichen Lohn bekommen (Kollektivvertrag oder Überzahlung, wenn in der Firma üblich).
Du kennst ja auch die Geschichten mit den 1 Euro-Jobbern in Deutschland. Da wollte die Post auch angestellte Briefsortierer durch 1-Euro-Jobber ersetzten.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: moszkva tér am 12. August 2014, 12:53:32
Gerade im Sozialbereich haben Gewaltverbrecher nichts zu suchen. Außerdem führt das zu Lohndumbing in diesem Bereich und das Image eines Berufszweiges leidet dadurch (Da arbeiten nur Verbrecher). Außerdem soll kein Beruf dazu verkommen, dass er als Abschreckung fungiert (Schau, wenn du nicht brav bist, musst du auch Straßen kehren)
Das Lonhdumping im Sozialbereich ist eh schon massiv, weil da massenhaft Zivildiener arbeiten. Man lässt also einen wichtigen Berufszweig für die Gesellschaft schon jetzt von Zwangsarbeitern tragen. Das Hauptargument gegen die Abschaffung des Heeres war ja auch, dass es dann keine Zivildiener mehr gäbe, die die Alten und Kranken pflegen  :bh:

Zivildiener sind jedenfalls zu einem guten Teil noch relativ engagiert. Junge Leute, die die Chance (aufgezwungen) bekommen, einmal in einen Beruf reinzuschnuppern, den sie sonst nie kennenlernen würden und dabei noch versuchen, möglichst viel für sich selbst mitzunehmen. Aber wehe, einer der Zivildiener würde dann gerne regulär in seiner Dienststelle bleiben. Geht nicht, zu teuer!  :down:

Sozialdienst gegen Straftäter kann allerdings bedingt funktionieren. Eher bei Fahrlässigkeitsdelikten und nicht bei Vorsatzdelikten. Und auch nur dann, wenn man es nicht als "Strafe" deklariert, sondern als "Wiedergutmachung". Angenommen, jemand verschuldet einen Verkehrsunfall, bei dem jemand zu Tode kommt. Dann könnte man den Sozialdienst als Art Wiedergutmachung an der Gesellschaft anzbieten. Das ist sicher sinnvoller als eine bedingte oder teilbedingte Haftstrafe, sowohl für den Schuldigen als auch für die gesamte Gesellschaft.

Ich kann mir vorstellen, sie zum Arbeiten zu zwingen, eventuell sogar so, dass man die Grundversorgung herabsetzt, wenn er einen zugewiesenen Job nicht annimmt, ...
Gibts auch schon alles bei uns... Stichwort AMS  ;)

Na ja, es wird schon so sein, wie User "95B" schreibt: aus einem leeren Brunnen kann man kein Wasser schöpfen. Wenn schon alles gepfändet ist, was nützt dir eine weitere Pfändung?
Meiner Meinung muss man auch solchen Menschen die Chance auf einen Neustart bieten. Ist ja ein Teufelskreislauf, aus dem nie wer ausbrechen kann. Schulden, die man in drei Leben nicht zurückzahlen kann (wuascht, wo die jetzt her sind) und Pfändung aufs Existenzminimum. Welche Motivation hat denn so ein Mensch, sich jemals einen richtigen Job zu suchen - selbst wenn er einen finden würde, ist ja schon für gut ausgebildete und unbescholtene Bürger derzeit sehr schwer. Um also zu Geld zu kommen, bleibt wieder nur die Kriminalität, weil inoffizielle Einkünfte können nicht gepfändet werden. Also Privatkonkurs und unter Betreuung neu anfangen, das wäre natürlich im Idealfall das beste für alle.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: coolharry am 12. August 2014, 13:43:06
Also Privatkonkurs und unter Betreuung neu anfangen, das wäre natürlich im Idealfall das beste für alle.

Privatkonkurs schützt vor Strafschulden und Schmerzensgeldforderungen nicht. Diese können nämlich nicht in die Konkursmasse gerechnet werden und bleiben immer über. Sprich du kannst dich in den Privatkonkurs flüchten um den Spielschulden zu entfliehen, aber nicht um vor Schmerzensgeld oder Tagessätzen des Gerichtes zu entkommen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 12. August 2014, 16:24:58
Ich verstehe Ferry da auch nicht ganz: Einerseits sollen Gewaltverbrecher keinesfalls draußen herumlaufen, andererseits aber Sozialdienst leisten (wo man fast zwangsläufig mit Menschen in Kontakt kommt). Was nun?

"Sozialdienst" war vielleicht falsch ausgedrückt - ich meine Möglichkeiten, wo Arbeit ohne spezielle Ausbildung geleistet werden kann, z.B. im Baugewerbe oder bei der Straßenreinigung. Oder falls spezielle Fähigkeiten (Schlosser, Schweißer, Maurer udgl.) vorhanden sind, eine diese Fähigkeiten fordernde Arbeit. Alles besser als Tag für Tag stumpfsinnig im Knast zu sitzen.

Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 12. August 2014, 16:40:42
Alles besser als Tag für Tag stumpfsinnig im Knast zu sitzen.
Macht doch kaum jemand. Die meisten Leute arbeiten im Häfn eh auch irgendwo mit.

In der DDR haben die politischen Gefangenen z.B. Ikea-Möbel zusammengebaut.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 12. August 2014, 17:01:53
Alles besser als Tag für Tag stumpfsinnig im Knast zu sitzen.
Macht doch kaum jemand. Die meisten Leute arbeiten im Häfn eh auch irgendwo mit.

In der DDR haben die politischen Gefangenen z.B. Ikea-Möbel zusammengebaut.

Die wurden dort auch sehr oft für Arbeiten eingesetzt, die sonst keiner machen wollte, teilweise unter extrem gesundheitsschädlichen und gefährlichen Bedingungen, ohne jeden Schutz. Die Arbeiten in der Braunkohlekraftwerken ("Schwarze Pumpe") oder Chemiekombinaten (Buna-, Lenauwerke) waren berüchtigt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: MK am 12. August 2014, 17:24:59
Lenauwerke

Leunawerke.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 12. August 2014, 18:18:01
Lenauwerke

Leunawerke.

Danke, wollte ich ja schreiben. Ein klassischer "Too many fingers on keyboard" Fehler!  :)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Konstal 105Na am 12. August 2014, 19:39:05
"Sozialdienst" war vielleicht falsch ausgedrückt - ich meine Möglichkeiten, wo Arbeit ohne spezielle Ausbildung geleistet werden kann, z.B. im Baugewerbe oder bei der Straßenreinigung.

Du willst jemanden, der einen Menschen niedergestochen hat am Bau oder bei der Straßenreinigung (also in der Öffentlichtkeit) arbeiten lassen?  :o Ich halte das für viel zu gefährlich. Die Gefahr, dass der entkommt ist viel zu groß. Außer man stellt halt genug Wachpersonal mit Schusswaffen auf. Aber stell dir einmal vor wie das aussieht. Willst du soetwas wirklich?
Nicht falsch verstehen, ich bin auch dafür, dass die Leute etwas Sinnvolles tun, aber Gewaltverbrecher sollten das besser dort machen, wo sie von der Öffentlichkeit entfernt sind. Kommt natürlich auf die Umstände an. Jemanden, der einen im Suff verletzt hat, kann man unter umständen in der Öffentlichkeit arbeiten lassen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 4463 am 12. August 2014, 22:52:02
In der DDR haben die politischen Gefangenen z.B. Ikea-Möbel zusammengebaut.
Wozu? Die muss man doch als Käufer selbst zusammenbauen - das ist jedenfalls aus meiner Erfahrung der eigentliche Sinn von Ikea-Möbeln. Oder war das als Folter gedacht, nach dem Motto: "Du wirst nie so etwas besitzen!"?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 12. August 2014, 23:27:31
In der DDR haben die politischen Gefangenen z.B. Ikea-Möbel zusammengebaut.
Wozu? Die muss man doch als Käufer selbst zusammenbauen - das ist jedenfalls aus meiner Erfahrung der eigentliche Sinn von Ikea-Möbeln. Oder war das als Folter gedacht, nach dem Motto: "Du wirst nie so etwas besitzen!"?
Sagen wir Produktion von Möbeln. Auch wenn sich DDR und Produktion ebenso schlecht vertragen :D Marx, schau owa!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 12. August 2014, 23:53:57
Wozu? Die muss man doch als Käufer selbst zusammenbauen - das ist jedenfalls aus meiner Erfahrung der eigentliche Sinn von Ikea-Möbeln. Oder war das als Folter gedacht, nach dem Motto: "Du wirst nie so etwas besitzen!"?
Bei Ikea ist nicht das Nicht-Besitzen die Folter, sondern das Besitzen - schraubst du noch oder wohnst du schon?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: W_E_St am 13. August 2014, 10:17:48
Es gibt doch in den Strafvollzugsanstalten eh längst verschiedenste Werkstätten, in denen die Häftlinge arbeiten (gegen so unglaubliche Summen wie 2 Euro pro Stunde wenn ich mich an diverse Filme und Vorträge richtig erinnere).

In der Josefstadt sieht man immer wieder Häftlinge unter Bewachung Mist rausbringen, Lampen wechseln, etc. (habe dort im Rahmen eines Praktikums einmal ein paar Tage als Elektriker gearbeitet).
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 13. August 2014, 14:05:44
Nicht falsch verstehen, ich bin auch dafür, dass die Leute etwas Sinnvolles tun, aber Gewaltverbrecher sollten das besser dort machen, wo sie von der Öffentlichkeit entfernt sind. Kommt natürlich auf die Umstände an. Jemanden, der einen im Suff verletzt hat, kann man unter umständen in der Öffentlichkeit arbeiten lassen.

So habe ich es gemeint. Notorische Gewalttäter sind natürlich auszuschließen. Aber bei Verletzungen, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss entstanden sind, würde ich - nach einem entsprechenden psychologischen Gutachten - nicht ausschließen, dass man den Betreffenden auch in der Öffentlichkeit arbeiten lässt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 13. August 2014, 14:09:46
...dass man den Betreffenden auch in der Öffentlichkeit arbeiten lässt.

Das sagst auch nur so lang, bis dir so einer die Nase (oder was andres) bricht..
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Ferry am 13. August 2014, 14:31:57
...dass man den Betreffenden auch in der Öffentlichkeit arbeiten lässt.

Das sagst auch nur so lang, bis dir so einer die Nase (oder was andres) bricht..

Wie gesagt: oft ist eine Gewaltbereitschaft unter Alkoholeinfluss gegeben, nüchtern hingegen sind das friedliche Menschen. Ich kenne selbst einen solchen Typen. Man sollte nicht pauschalieren; dass vorher jedenfalls eine eingehende psychologische Untersuchung durchzuführen ist, bedarf keiner weiteren Erwähnung.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: luki32 am 13. August 2014, 15:11:46
Wie gesagt: oft ist eine Gewaltbereitschaft unter Alkoholeinfluss gegeben, nüchtern hingegen sind das friedliche Menschen. Ich kenne selbst einen solchen Typen. Man sollte nicht pauschalieren; dass vorher jedenfalls eine eingehende psychologische Untersuchung durchzuführen ist, bedarf keiner weiteren Erwähnung.

Und was von solchen psychologischen Untersuchungen zu halten ist, wissen vor allem die, die dann mit jenen zu tun haben, z.B. E2.

mfG
Luki
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 14. August 2014, 01:10:31
Wie gesagt: oft ist eine Gewaltbereitschaft unter Alkoholeinfluss gegeben, nüchtern hingegen sind das friedliche Menschen. Ich kenne selbst einen solchen Typen. Man sollte nicht pauschalieren; dass vorher jedenfalls eine eingehende psychologische Untersuchung durchzuführen ist, bedarf keiner weiteren Erwähnung.

Und was von solchen psychologischen Untersuchungen zu halten ist, wissen vor allem die, die dann mit jenen zu tun haben, z.B. E2.

Mit wie viel Prozent der psychologisch untersuchten? Bevor du da nicht einen stichhaltigen Wert liefern kannst, brauchen wir nicht darüber zu diskutieren. Da können wir gleich darüber diskutieren, ob E2 ein Schläger ist, weil ja alle Polizisten Asylanten in Lagerhäusern verprügeln.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: luki32 am 14. August 2014, 07:42:08
Wie gesagt: oft ist eine Gewaltbereitschaft unter Alkoholeinfluss gegeben, nüchtern hingegen sind das friedliche Menschen. Ich kenne selbst einen solchen Typen. Man sollte nicht pauschalieren; dass vorher jedenfalls eine eingehende psychologische Untersuchung durchzuführen ist, bedarf keiner weiteren Erwähnung.

Und was von solchen psychologischen Untersuchungen zu halten ist, wissen vor allem die, die dann mit jenen zu tun haben, z.B. E2.

Mit wie viel Prozent der psychologisch untersuchten? Bevor du da nicht einen stichhaltigen Wert liefern kannst, brauchen wir nicht darüber zu diskutieren. Da können wir gleich darüber diskutieren, ob E2 ein Schläger ist, weil ja alle Polizisten Asylanten in Lagerhäusern verprügeln.

Dann tus nicht, Herr haidi, da Du ja für Deine Aussagen immer Beweise lieferst.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 14. August 2014, 10:03:55
Du weißt sehr wohl, wie es gemeint ist.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: martin8721 am 24. August 2014, 22:07:36
Am 18er konnte ich heute bereits einen E2 mit umgebauter Fahrerkabinentür sehen.
Ist recht "russisch" gelöst - das graue Metallblattl links vom Ventilator kann man rauf und runter schieben.
Das Plexiglas ist jetzt eine Spur höher und weiter nach vorne gezogen worden.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 24. August 2014, 22:58:58
Ist recht "russisch" gelöst - das graue Metallblattl links vom Ventilator kann man rauf und runter schieben.

Sei froh, dass man außen an der Türe nicht ein großes Metallkastl mit einem Motor angebracht hat.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 217Essling am 25. August 2014, 07:29:34
Hier sieht man wieder mit welcher Liebe zum Detail und zum wohle der Fahrerinnen und Fahrer von den Verantwortungsträger agiert wird.

So russisch baut man heute nur mehr in Wien und in den Slums, abseits von gut und böse.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 25. August 2014, 08:44:18
Hier sieht man wieder mit welcher Liebe zum Detail und zum wohle der Fahrerinnen und Fahrer von den Verantwortungsträger agiert wird.

So russisch baut man heute nur mehr in Wien und in den Slums, abseits von gut und böse.

Auch wenn es nicht die optimale Lösung ist, aber so hat man wenigstens ETWAS für die Fahrbedienstete gemacht. Und die versenkbare Blechplatte ist erforderlich, damit der Fahrer noch an die Verriegelung der Fahrerplatztüre kommt, jedoch verhindert, dass ein Fahrgast einfach den Riegel bedient. Alle anderen Maßnahmen hätte zur Folge gehabt, dass man die Tür 1 zumindest halbseitig verschließt. Und das sinnvoll ist, bezweifle ich. Mann braucht sich ja nur anschauen, wenn die Türe wegen mitfahren des Lehrfahrers abgesperrt wird, wie es sich dann bei der Türe staut und wie wenige Fahrgäste den Weg zu eine der weiteren Türe nimmt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 25. August 2014, 09:26:40
Alle anderen Maßnahmen hätte zur Folge gehabt, dass man die Tür 1 zumindest halbseitig verschließt. Und das sinnvoll ist, bezweifle ich.

Von 100 Fahrgästen, die bei der Tür 1 aussteigen, benutzen rund 0 den vorderen Flügel. Von 100 Fahrgästen, die bei der Tür 1 einsteigen, benutzen vielleicht 5 oder 10 den vorderen Flügel (und zwar üblicherweise so, dass der erste sich gleich nach dem Öffnen auf die zweite Trittstufe stellt, denn weiter kommt er wegen des Stroms der aussteigenden Fahrgäste nicht). Abgehen würde der vordere Türflügel auf keinen Fall. Man könnte dann sogar die Griffstange etwas versetzen, sodass die verbleibende Türöffnung etwas breiter wird. Kinderwagenbeweger wären dankbar dafür.

Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 25. August 2014, 09:29:19
Wie oft ist ein Lehrfahrer unterwegs? Da ist klar, dass die Fahrgäste da nicht einen geschlossenen Flügel 1 erwarten. Wenn der aber bei allen Zügen verschlossen ist, dann wissen das die Fahrgäste über kurz.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 25. August 2014, 09:32:58
Von 100 Fahrgästen, die bei der Tür 1 aussteigen, benutzen rund 0 den vorderen Flügel. Von 100 Fahrgästen, die bei der Tür 1 einsteigen, benutzen vielleicht 5 oder 10 den vorderen Flügel (und zwar üblicherweise so, dass der erste sich gleich nach dem Öffnen auf die zweite Trittstufe stellt, denn weiter kommt er wegen des Stroms der aussteigenden Fahrgäste nicht). Abgehen würde der vordere Türflügel auf keinen Fall. Man könnte dann sogar die Griffstange etwas versetzen, sodass die verbleibende Türöffnung etwas breiter wird. Kinderwagenbeweger wären dankbar dafür.
Wir haben ja den Vorteil, dass wir schon in zwei Städten waren, in denen genau der erste Türflügel gesperrt ist und alles völlig problemlos funktioniert.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 25. August 2014, 09:40:00
Wir haben ja den Vorteil, dass wir schon in zwei Städten waren, in denen genau der erste Türflügel gesperrt ist und alles völlig problemlos funktioniert.

Das funktioniert nicht nur in diesen zwei Städten so, sondern nahezu überall, wo Fahrzeuge nachträglich mit Fahrerkabinen ausgerüstet wurden. Sogar etliche Neubaufahrzeuge haben vorne nur eine Tür mit einfacher Breite.

Was bei der Tür 1 viel öfter zu einem Stau führt, ist der äußerst ungünstig situierte Fahrscheinautomat. Der gehört eigentlich in den Bereich des Gelenks, wo er dem Fahrgaststrom nicht im Weg ist.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 25. August 2014, 10:08:39
Wir haben ja den Vorteil, dass wir schon in zwei Städten waren, in denen genau der erste Türflügel gesperrt ist und alles völlig problemlos funktioniert.

Das funktioniert nicht nur in diesen zwei Städten so, sondern nahezu überall, wo Fahrzeuge nachträglich mit Fahrerkabinen ausgerüstet wurden. Sogar etliche Neubaufahrzeuge haben vorne nur eine Tür mit einfacher Breite.

Was bei der Tür 1 viel öfter zu einem Stau führt, ist der äußerst ungünstig situierte Fahrscheinautomat. Der gehört eigentlich in den Bereich des Gelenks, wo er dem Fahrgaststrom nicht im Weg ist.

Bitte dreht mir meine Worte nicht immer um.

Ich habe NIE behauptet, dass es nirgends funktioniert. Ich habe nur gesagt, dass es in WIEN nicht funktioniert. Da reichen mir die Beobachtungen, die ich im Zuge meines Dienstes beim Neustifter Kirtag gemacht hatte.
Trotz AKTIVER Aufforderung des dort eingesetzten Personales wollte Fahrgäste grundsätzlich nur bei der hintersten Türe, die Fahrgäste kamen von hinten, einsteigen und blieben dann bei der Türe stehen.
Ebenso dürfte irgendetwas mit dem Wageninnern gewesen sein, denn viele Fahrgäste verweigerten sich in das Wageninnere zu gehen, obwohl dort noch Sitzplätze vorhanden waren.

Und wieder zur Tür 1 zu kommen. Es stimmt, wenn beide Türflügel zur Verfügung stehen, dann steigen viele nur bei den in Fahrtrichtung gesehen hinteren Teil ein, wird jedoch der vordere Teil gesperrt, dann wollen 95% prinzipiell bei der Tür einsteigen. und davon regen sich weit mehr als 50% auf, dass nur ein Flügel zur Verfügung steht.

Und ein Hauptproblem das ich in Wien in letzter Zeit immer mehr beobachte (und das gehört zu 100% den Fahrgästen und nicht den WL), ist das viele Fahrgäste einerseits den aussteige willigen Fahrgästen den Weg verstellen und die Steigerung, dass die Einsteiger einsteigen, bevor die Aussteiger noch ansatzweise den Wagen verlassen haben.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: luki32 am 25. August 2014, 10:46:38
Und wieder zur Tür 1 zu kommen. Es stimmt, wenn beide Türflügel zur Verfügung stehen, dann steigen viele nur bei den in Fahrtrichtung gesehen hinteren Teil ein, wird jedoch der vordere Teil gesperrt, dann wollen 95% prinzipiell bei der Tür einsteigen. und davon regen sich weit mehr als 50% auf, dass nur ein Flügel zur Verfügung steht.

Und wenn die bei den Fahrzeugen generell versperrt werden hört sich das dann auf, dann versuchens nur mehr ein paar ganz Dumme, aber die wollen auch in einen Arbeitswagen einsteigen.

mfg
Luki
Titel: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 4463 am 25. August 2014, 10:51:52
Da reichen mir die Beobachtungen, die ich im Zuge meines Dienstes beim Neustifter Kirtag gemacht hatte.
Erstens ist das eine gewisse Art von Sonderverkehr - ähnlich Stadion - und zweitens sind dort wohl die meisten Fahrgäste betrunken. Also beides nicht wirklich "Alltag".

Und ich war die letzten 3 Tage auch dort (als Fahrgast). Die Busse waren alle schön gleichmäßig gefüllt. Natürlich kamen die Leute von hinten, da ist's klar, dass die hinterste Türe am begehrtesten ist.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 25. August 2014, 11:15:11
Da reichen mir die Beobachtungen, die ich im Zuge meines Dienstes beim Neustifter Kirtag gemacht hatte.
Erstens ist das eine gewisse Art von Sonderverkehr - ähnlich Stadion - und zweitens sind dort wohl die meisten Fahrgäste betrunken. Also beides nicht wirklich "Alltag".

Und ich war die letzten 3 Tage auch dort (als Fahrgast). Die Busse waren alle schön gleichmäßig gefüllt. Natürlich kamen die Leute von hinten, da ist's klar, dass die hinterste Türe am begehrtesten ist.

Die Beobachtungen habe ich jedoch auch immer wieder im "normalen" Betrieb
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 25. August 2014, 13:30:19
Und ich war die letzten 3 Tage auch dort (als Fahrgast). Die Busse waren alle schön gleichmäßig gefüllt. Natürlich kamen die Leute von hinten, da ist's klar, dass die hinterste Türe am begehrtesten ist.

Die Klingelfee hat eine Fahrgastphobie.

Klar steigen alle Fahrgäste, wenn sie von hinten kommen bei der hintersten Türe ein. Das hat einen ähnlichen Grund wie das Einsteigen in den ersten, überfüllten Zug, auch wenn dahinter ein leerer steht.

Zweiteres, weil der zweite Zug oder Bus sicher irgendwo kurz geführt wird.
Ersteres, weil wenn der Fahrgast nach vorne geht, die Türe schon vorgelöscht ist und der Fahrgast nicht mehr rein kommt, oder wenn sie noch offen ist, gerade dann zu geht und die Vorlöschung aktiv ist.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 25. August 2014, 13:47:14
Und ich war die letzten 3 Tage auch dort (als Fahrgast). Die Busse waren alle schön gleichmäßig gefüllt. Natürlich kamen die Leute von hinten, da ist's klar, dass die hinterste Türe am begehrtesten ist.

Die Klingelfee hat eine Fahrgastphobie.

Klar steigen alle Fahrgäste, wenn sie von hinten kommen bei der hintersten Türe ein. Das hat einen ähnlichen Grund wie das Einsteigen in den ersten, überfüllten Zug, auch wenn dahinter ein leerer steht.

Zweiteres, weil der zweite Zug oder Bus sicher irgendwo kurz geführt wird.
Ersteres, weil wenn der Fahrgast nach vorne geht, die Türe schon vorgelöscht ist und der Fahrgast nicht mehr rein kommt, oder wenn sie noch offen ist, gerade dann zu geht und die Vorlöschung aktiv ist.

Ich hab keine Fahrgastphobie, sondern schön langsam eine Forumsphobie.

Denn meine Machrichten werden immer aus dem Zusammenhang heraus zitiert.

Denn solange viele der Fahrgäste sich TROTZ Informationen des Personales sich immer bei 1 Türe reinzwängen, OBWOHL die anderen Türe offen sind UND die Fahrgäste AKUSTISCH auf diese hingewiesen wird.

Ebenso kann ich das Argument, des Aussteigen auf der Strecke und das warten müssen nicht mehr hören. Denn selbst wenn ich einmal aussteigen musste, so habe ich zu 95% das nachfolgende Betriebsmittel schon gesehen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 25. August 2014, 13:51:41
Ich hab keine Fahrgastphobie, sondern schön langsam eine Forumsphobie.
Doch, du hast eine ganz schöne Fahrgastphobie. Weder sind bei uns die Fahrgäste dümmer noch intelligenter als sonst irgendwo - sondern genau gleich. Das ganze nennt sich Massenpsychologie. Kurz gesagt: In der Masse verhalten sich Menschen nicht immer auf die intelligenteste Art ;)

Wenn du mit euren Kunden so ein Problem hast, würde ich mich einfach nicht mehr zum Frontdienst einteilen lassen... so was macht doch letztendlich nur die Nerven kaputt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 25. August 2014, 13:53:54
Ich hab keine Fahrgastphobie, sondern schön langsam eine Forumsphobie.
Doch, du hast eine ganz schöne Fahrgastphobie. Weder sind bei uns die Fahrgäste dümmer noch intelligenter als sonst irgendwo - sondern genau gleich. Das ganze nennt sich Massenpsychologie. Kurz gesagt: In der Masse verhalten sich Menschen nicht immer auf die intelligenteste Art ;)

Wenn du mit euren Kunden so ein Problem hast, würde ich mich einfach nicht mehr zum Frontdienst einteilen lassen... so was macht doch letztendlich nur die Nerven kaputt.

Im Gegenteil. Ich mache den Frontdienst schon deshalb, weil ich mich über die Dummheit der Lemminge königlich amüsiere.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 25. August 2014, 13:56:53
Im Gegenteil. Ich mache den Frontdienst schon deshalb, weil ich mich über die Dummheit der Lemminge königlich amüsiere.
Mit der Einstellung wirst du ohnehin überall nur Lemminge sehen, ganz egal ob es 5 oder 50 Prozent sind. Selektive Wahrnehmung bzw. self-fulfilling prophecy, würd ich mal sagen :)

Du solltest es übrigens als Privileg sehen, mit so einer Einstellung im Kundendienst arbeiten zu dürfen. In der Privatwirtschaft würdest du mit so einem Denken über Kunden kein Jahr überleben...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 25. August 2014, 14:04:08
Denn selbst wenn ich einmal aussteigen musste, so habe ich zu 95% das nachfolgende Betriebsmittel schon gesehen.

Schön, wenn man es schon sieht. Aber um so ärgerlicher, wenn es – *piep*, *klesch* – unvermittelt doch nicht ans Ziel führt. Und so was merken sich die Fahrgäste.

Dass die Fahrgäste in der Masse ein massenorientiertes Verhalten zeigen, ist überall auf der Welt so. Beispielsweise findet man auf den stärksten Linien in Krakau, die mit Dreifachtraktionen betrieben werden, im dritten Triebwagen immer einen freien Sitzplatz, weil sich die große Masse (wie bei uns) in den Triebwagen drängt und einige in den zweiten Wagen gehen. Aber den dritten besteigen sie nur, wenn sie von hinten zueilen oder der Zug wirklich schon gerammelt voll ist.

In der Masse ignorieren die Fahrgäste gern auch Anweisungen, das ist ebenfalls überall so. Man denkt entweder "Das geht mich eh nix an" oder "Mir wurscht, ich geh den anderen nach" oder "Es werden schon welche der Anweisung folgen, dann hab ich mehr Platz" etc.

Wieviele Leute haben (außer uns Freaks) wohl wirklich wahrgenommen und inhaltlich verstanden, was der Muezzin beim Stadionverkehr gebetsmühlenartig verkündet hat? Wenn ich 5 % schätze, liege ich wahrscheinlich schon viel zu hoch. In der Masse ist akustische Information ganz schlecht transportierbar.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: wolfrathplatz am 25. August 2014, 14:32:13
Du solltest es übrigens als Privileg sehen, mit so einer Einstellung im Kundendienst arbeiten zu dürfen. In der Privatwirtschaft würdest du mit so einem Denken über Kunden kein Jahr überleben...

 :up:   

Diese *Lemminge*(Steuerzahler)  bezahlen aber den Gehalt von der Klingelfee. :bh:

Pflichten des Vertragsbediensteten:
§4/4  VBO :
4) Der Vertragsbedienstete hat gegenüber den Vorgesetzten, den Mitarbeitern, den Parteien und Kunden ein höfliches und hilfsbereites Verhalten an den Tag zu legen. Er hat im Dienst und außer Dienst ]alles zu vermeiden, was die Achtung und das Vertrauen, die seiner Stellung entgegengebracht werden, untergraben könnte.

§42 /5
Kündigung:
 wenn sich erweist, daß das gegenwärtige oder frühere Verhalten des Vertragsbediensteten mit dem Ansehen oder den Interessen des Dienstes unvereinbar ist, sofern nicht die Entlassung in Frage kommt


 8) 8)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Bus am 25. August 2014, 15:20:40
Also in der Privatwirtschaft begegnen mir manchmal schlimmer Typen und die machen jahrelang ihren Job irgendwie. Man merkt das das Sommerloch im Forum herumgeistert. Wien wäre nicht Wien, würde man alles schlecht reden.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 25. August 2014, 16:13:51
Also ich würde eure Gedankengänge auch gerne verstehen.

Denn nur weil man sich innerlich über das Verhalten so mancher Benutzer des ÖV amüsiert, heißt es noch lange nicht, dass deshalb der Kundendienst leidet. Im Gegenteil, oft amüsieren sich korrekt verhaltende Fahrgast mit einem mit. Zeitweise kommt dann von diesen auch die Frage, wie man als Mitarbeiter all diese kranke Individuen aushält.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: roadrunner am 25. August 2014, 16:21:31
Also ich würde eure Gedankengänge auch gerne verstehen.

Denn nur weil man sich innerlich über das Verhalten so mancher Benutzer des ÖV amüsiert, heißt es noch lange nicht, dass deshalb der Kundendienst leidet. Im Gegenteil, oft amüsieren sich korrekt verhaltende Fahrgast mit einem mit. Zeitweise kommt dann von diesen auch die Frage, wie man als Mitarbeiter all diese kranke Individuen aushält.

 :up:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: tramway.at am 25. August 2014, 17:18:22
Die ganze Massenpsychologie wird halt bei den WiLi nicht immer professionell gehandhabt. Das fängt ja schon bei der Konstruktion der STraßenbahn an. Beim ULF ist der Fahrer auch durch das Sprechfenster als anzusprechende Person vorhanden; der erste Einstieg ist mit dem Rolliplatz auch recht komfortabel. Bei den Citadis in Frankreich sind die komfortablen Einstiegbereiche in Wagenmitte, die erste Tür ist eine halbe, oft ist dort sogar ein Einbahnpickerl. Den Fahrer kann man nur über das Interkom ansprechen, direkter Kontakt ist garnicht vorgesehen.

Vom Chefdesigner in Paris weiss ich: der Großteil der Kommunikation mit dem Fahrgast passieren intuitiv, nur ein kleiner Teil ist direkte Ansprache. Das heisst, die Wegeführung oder die Fahrzeuge müssen selbsterklärend sein, die Fahrgäste ganz automatisch dorthin gelenkt werden, wo sie hin gehören. Aus der Anfangszeit der U-Bahn in Wien gibt es auch solche Beispiele: Die Sitze auf den Bahnsteigen sind/waren in Bahnsteigmitte, um die Leute dorthin zu locken. All das ist eine Wissenschaft, die üblicherweise sorgfältig betrieben wird und Chefsache ist. Bei uns machen das irgendwelche Tüftler oder Praktiker, gut gemeint, aber ohne wissenschaftliches/empirisches Fundament.

Das hat man übrigens in Paris schon immer so gemacht und sogar die Stationen mit Einbahnen angelegt, wo die Fahrgäste dorthin gepumpt wurden, wo sie hingehören :-) Anbei ein Plan von der Station Opera, wo man das ein wenig sieht.

Man sehe sich zum Thema dieses Video an, das sehr lehrreich ist:
http://www.urbannous.org.uk/urbandesignlondon/udlyk.htm (http://www.urbannous.org.uk/urbandesignlondon/udlyk.htm)
Mit dem Herren habe ich inzwischen viel zu tun gehabt, so jemand würde ich mir für Wien wünschen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 25. August 2014, 17:29:56
Sperren des ersten Türflügels bzw. Adaption als reine Fahrertür, wäre genau mein Ansatz gewesen. War bei den E6 ja auch kein Problem.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 25. August 2014, 21:39:44
Sperren des ersten Türflügels bzw. Adaption als reine Fahrertür, wäre genau mein Ansatz gewesen. War bei den E6 ja auch kein Problem.
Das ist ja ganz was anderes, das kannst ja gar nicht vergleichen, das waren ja Ubahn-Fahrzeuge, da steigen alle Fahrgäste nur bei den mittleren Türen ein
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: martin8721 am 25. August 2014, 21:56:05
Die ganze Massenpsychologie wird halt bei den WiLi nicht immer professionell gehandhabt. Das fängt ja schon bei der Konstruktion der STraßenbahn an. [...]
Vom Chefdesigner in Paris weiss ich: der Großteil der Kommunikation mit dem Fahrgast passieren intuitiv, nur ein kleiner Teil ist direkte Ansprache. Das heisst, die Wegeführung oder die Fahrzeuge müssen selbsterklärend sein, die Fahrgäste ganz automatisch dorthin gelenkt werden, wo sie hin gehören. [...]
Man sehe sich zum Thema dieses Video an, das sehr lehrreich ist:
http://www.urbannous.org.uk/urbandesignlondon/udlyk.htm (http://www.urbannous.org.uk/urbandesignlondon/udlyk.htm)

Cool.
Ein Verkehrsbetrieb, der sich als Urban Player sieht und die Straßenbahn als stadtgestaltendes Element einsetzt.
Ein wirklich toller Vortrag.  :up:
Wie du sagst - so etwas würde man sich auch für Wien wünschen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: moszkva tér am 25. August 2014, 22:35:21
Vom Chefdesigner in Paris weiss ich: der Großteil der Kommunikation mit dem Fahrgast passieren intuitiv, nur ein kleiner Teil ist direkte Ansprache. Das heisst, die Wegeführung oder die Fahrzeuge müssen selbsterklärend sein, die Fahrgäste ganz automatisch dorthin gelenkt werden, wo sie hin gehören. Aus der Anfangszeit der U-Bahn in Wien gibt es auch solche Beispiele: Die Sitze auf den Bahnsteigen sind/waren in Bahnsteigmitte, um die Leute dorthin zu locken. All das ist eine Wissenschaft, die üblicherweise sorgfältig betrieben wird und Chefsache ist. Bei uns machen das irgendwelche Tüftler oder Praktiker, gut gemeint, aber ohne wissenschaftliches/empirisches Fundament.
Ein gut funktionierendes Menschenmassenleitsystem haben schon die alten Römer gehabt. Das Kolosseum ist der Prototyp moderner Stadien und hat schon vor fast 2000 Jahren mehrere zehntausend Besucher effizient abgefertigt.

Aber in Wien erfindet man das Rad halt gerne neu. Man siehe auch den Skylink am Flughafen, dort hat man es auch geschafft, dass die unterschiedlichen Warteschlangen sich gegenseitig blockieren (Check-In-Automat, Gepäckabgabe, SiKo, Passkontrolle). Und bei der Gepäckabholung habe ich es einmal erlebt, dass gleich am ersten Band - wo das Gepäck vom Flieger aus Mallorca lag - sich eine 20-köpfige Reisegruppe versammelt hat, um sich am Ende der Reise zu verabschieden. Da war kein Durchkommen mehr. Sowas kann man alles planen, damit große Gruppen am Flughafen - kommt ja häufiger vor - eben nicht im Weg stehen müssen. Anderswo funktioniert das sogar. Nur bei uns nicht, da redet man sich lieber auf die blöden Lemminge aus.  :down:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 25. August 2014, 22:40:02
Dabei hat man bei der U-Bahn bei uns sogar einigermaßen mitgedacht und die Einstiege auf den Linien halbwegs gut verteilt (funktioniert klarerweise nicht überall). Eine Station Mitteleinstieg, dann wieder vorne oder hinten die Massen - geht sich dann schon ganz gut aus, dass der Zug halbwegs gleichmäßig aufgefüllt wird.

Bei einer Straßenbahn geht das einfach nicht. Wenn ich bei der Langen Gasse vom 5er zum 43er laufe, dann ist es eh klar, dass ich bei der 1er-Tür rein will, ich werd ja nicht noch ein paar Türen nach hinten laufen, nur um load balancer zu spielen. Bei anderen Haltestellen, die z.B. nicht entlang einer Straße liegen, gleicht es sich eh immer gut aus, z.B. Schottentor. Da steigen die Leute bei allen Türen ein, je nachdem, wo sie gerade stehen. Freilich, wenn dann dahinter in der Doppelhaltestelle ein 44er stehenbleibt, sprinten alle zur Tür 1. Das ist aber nicht absonderlich wie bei Lemmingen, sondern ganz normal.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: darkweasel am 25. August 2014, 22:46:20
Dabei hat man bei der U-Bahn bei uns sogar einigermaßen mitgedacht und die Einstiege auf den Linien halbwegs gut verteilt (funktioniert klarerweise nicht überall). Eine Station Mitteleinstieg, dann wieder vorne oder hinten die Massen - geht sich dann schon ganz gut aus, dass der Zug halbwegs gleichmäßig aufgefüllt wird.
Wobei die U2 da ein Gegenbeispiel ist, da merkt man beim Durchgehen klar, wie jeder Zug in Richtung des Zugendes, das Richtung Seestadt zeigt, immer leerer wird.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 25. August 2014, 22:56:01
Wobei die U2 da ein Gegenbeispiel ist, da merkt man beim Durchgehen klar, wie jeder Zug in Richtung des Zugendes, das Richtung Seestadt zeigt, immer leerer wird.
Aber z.B. die wichtigen Stationen Karlsplatz und Praterstern sind relativ gut. U2 Schottentor ist natürlich ein Unsinn, da steigen alle auf der Uniseite ein. Vielleicht wird dort ja bei der U2/5 gleich die ganze Station neu errichtet mit größeren Bahnsteigen, wer weiß.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 26. August 2014, 01:57:27
U3 Westbahnhof finde ich auch nicht gut, Abgang bei dieser Station mit großem Fahrgastpotential an einer Bahnsteigseite, ein Mittelzugang wäre wahrscheinlich gescheiter gewesen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: moszkva tér am 26. August 2014, 09:18:56
Dabei hat man bei der U-Bahn bei uns sogar einigermaßen mitgedacht und die Einstiege auf den Linien halbwegs gut verteilt (funktioniert klarerweise nicht überall). Eine Station Mitteleinstieg, dann wieder vorne oder hinten die Massen - geht sich dann schon ganz gut aus, dass der Zug halbwegs gleichmäßig aufgefüllt wird.
Wobei die U2 da ein Gegenbeispiel ist, da merkt man beim Durchgehen klar, wie jeder Zug in Richtung des Zugendes, das Richtung Seestadt zeigt, immer leerer wird.

Gerade bei der neuen U2 hat man es aber doch recht gut gelöst: Bei den Stationen Schottenring, Taborstraße und Praterstern kommen die Zugänge nicht am Bahnsteigende raus, sondern etwa 20 m weiter. Dadurch ist man mehr in Bahnsteigmitte und so verteilen sich die Massen auch besser. Allerdings sind da die Bahnsteige teilweise recht eng (speziell Schottenring und Taborstraße), sodass man auch bei geringer Fahrgastzahl kaum gute Plätze findet, wo man gemütlich warten kann, ohne im Weg zu stehen.

Eine Katastrophe ist das aber in manchen alten Stationen, zum Beispiel Landstraße (U4), wo die Pfeiler den engen Bahnsteig noch enger machen. Besonders dramatisch ist das auch in der S-Bahn-Station Wien Mitte.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: petestoeb am 26. August 2014, 17:53:06
Am 18er konnte ich heute bereits einen E2 mit umgebauter Fahrerkabinentür sehen.
Ist recht "russisch" gelöst - das graue Metallblattl links vom Ventilator kann man rauf und runter schieben.
Das Plexiglas ist jetzt eine Spur höher und weiter nach vorne gezogen worden.

Man hat es billig gemacht. Ich frage mich schon, warum man nicht mittels Plexiglas auch den Bereich des Tacho geschlossen hat dann anschließend eine echte Tür eingebaut hat. Hätte auch nur ein paar Euro mehr gekostet und die Fahrerkabine wäre endlich komplett gewesen. Beim E2 geht sich das offenbar ohne Abschließen des Türflügels aus.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 26. August 2014, 22:02:00
Egal was die Wiener Linien angreifen - RBL, Rückspiegel, Fahrerkabine und was weiß ich noch was alles - sie scheuen schon bewährte Lösungen wie der Teufel das Weihwasser  und erfinden immer etwas Neues, das selten noch besser war als die bewährten Lösungen.
Wenn die die Straßenbahn heute erst einführten, gäbe es sicher keine zweispurige, sondern eine drei- bis vierspurige Lösung
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 25. September 2014, 07:55:25
Prozess nach Angriff auf Wiener Straßenbahnfahrer


Im Wiener Straflandesgericht findet heute die Verhandlung gegen jenen 52-jährigen Mann statt, der am 26. Jänner 2014 in Wien-Floridsdorf einen 23 Jahre alten Straßenbahnfahrer mit einem Messer attackiert und lebensgefährlich verletzt hatte. Der Mann leidet laut einem psychiatrischen Gutachten an Schizophrenie und ist damit nicht zurechnungs- und nicht schuldfähig.

Die Staatsanwaltschaft Wien hat folglich keine Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Vielmehr wurde ein Antrag auf Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingebracht.

Der Straßenbahnfahrer hatte eine Garnitur der Linie 31 auf dem Franz-Jonas-Platz gestoppt und wollte seine Mittagspause antreten. Auf dem Weg zu den Diensträumlichkeiten stürmte der ihm völlig unbekannte 52-Jährige mit einem Messer auf ihn zu und stach ohne ersichtlichen Grund mehrfach auf ihn ein. Der Angreifer fügte dem Fahrer Stichwunden im Hinterhaupt-, Nacken- und Halsbereich zu.

http://orf.at/#/stories/2247043/ (http://orf.at/#/stories/2247043/)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hubi am 25. September 2014, 10:43:01
Zitat
Man hat es billig gemacht.

Da hast du teilweise Recht.
Soweit ich weiß, hätte bei einer Komplettlösung die Luftzirkulation nicht mehr gepasst und es wäre eine Klimaanlage erforderlich gewesen, die wollte man sich ersparen, möglich wäre sie sicherlich gewesen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 25. September 2014, 10:52:29
Soweit ich weiß, hätte bei einer Komplettlösung die Luftzirkulation nicht mehr gepasst und es wäre eine Klimaanlage erforderlich gewesen, die wollte man sich ersparen, möglich wäre sie sicherlich gewesen.

Wie schaffen es bloß andere Länder, dass die Luftzirkulation bei Nachrüstung einer Fahrerkabine im DÜWAG-Zug gewährleistet bleibt, obwohl keine Klimaanlage nachgerüstet wird? ::)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 25. September 2014, 11:28:06
Bei den umgebauten E2 gibt es gar keine Luftzirkulation, da man das Fahrerfenster nicht mehr öffnen kann/darf, da es dann "undurchsichtig" wird, weil die obere Scheibe mit einer dunklen Folie bepickt ist. Außerdem kommte es durch die jetzt große Scheibe in der Tür zu einem unangenehmenn Luftwirbel, weil der Luftstrom nicht  abziehen kann, sondern unmittelbar über bzw. neben dem Kopf gebrochen wird. Als Lüftung bleibt nur der kleine Ventilator am Fahrerplatz und das Schmutzgebläse im Fußraum. Super gemacht!  :down:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 25. September 2014, 11:56:58
Bei den umgebauten E2 gibt es gar keine Luftzirkulation, da man das Fahrerfenster nicht mehr öffnen kann/darf, da es dann "undurchsichtig" wird, weil die obere Scheibe mit einer dunklen Folie bepickt ist. Außerdem kommte es durch die jetzt große Scheibe in der Tür zu einem unangenehmenn Luftwirbel, weil der Luftstrom nicht  abziehen kann, sondern unmittelbar über bzw. neben dem Kopf gebrochen wird. Als Lüftung bleibt nur der kleine Ventilator am Fahrerplatz und das Schmutzgebläse im Fußraum. Super gemacht!  :down:

Klumpert eben! :D
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Elin Lohner am 25. September 2014, 12:04:46
Bei den umgebauten E2 gibt es gar keine Luftzirkulation, da man das Fahrerfenster nicht mehr öffnen kann/darf, da es dann "undurchsichtig" wird, weil die obere Scheibe mit einer dunklen Folie bepickt ist.
Und so schaut's aus:
[attach=1]
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hubi am 25. September 2014, 12:47:56
Zitat
weil die obere Scheibe mit einer dunklen Folie bepickt ist
Die soll auf eine hellere getauscht werden.... :fp:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: phil1296 am 25. September 2014, 13:00:59
Also einen ärgeren Pfusch hab ich auch noch nicht gesehen :bh: :ugvm: :ugvm: :ugvm: :ugvm: :ugvm:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 25. September 2014, 13:02:51
Also einen ärgeren Pfusch hab ich auch noch nicht gesehen :bh: :ugvm: :ugvm: :ugvm: :ugvm: :ugvm:
Ist  doch perfekt gemacht, passt zu den Rückspiegeln. So wird aus dem Fahrzeug ein stimmiges Gesamtkunstwerk.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: coolharry am 25. September 2014, 15:03:13
Ich hab das Bild jetzt ca. 3 mal angesehen um da überhaupt eine Veränderung zu erkennen. Also die Scheibe ist ja echt der totale Attackierschutz.  ::)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 25. September 2014, 22:03:11
Also die Scheibe ist ja echt der totale Attackierschutz.  ::)
Ach, die wird noch so manche Nase attackieren!  :o
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 26. September 2014, 06:53:47
Da gibts aber ärgere Verhunzungen als die Folie.

1. Man kann sich einklemmen wenn man grad in die Kabine will und wer die Tür1 öffnet.
2. Wenn der Zug voll ist, kommt man nicht mehr ins Fahrzeuginnere, sondern muß extra die Tür1 mit aufmachen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 26. September 2014, 15:47:51
. . . . und wenn du das Fahrerplatztürl aufmachst und es hat wer die Hand auf der Griffstange der Tür 1, kannst du gleich eine Unfallmeldung legen und ev. die Rettung anfordern. Anzeige wegen Fahrlässigkeit und Körperverletzung inklusive!  ::)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hubi am 26. September 2014, 16:22:32
... und wenn ein Lehrfahrer dort sitzt, kann man das Türtransparent/Druckknopf nicht mehr erreichen!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 26. September 2014, 16:27:00
... und wenn ein Lehrfahrer dort sitzt, kann man das Türtransparent/Druckknopf nicht mehr erreichen!
Vielleicht könnte man das durch Anbringung einer Flügelmutter, auf der man mit Tixo einen Teleskoparm befestigt, lösen?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 26. September 2014, 17:34:04
. . . . und wenn du das Fahrerplatztürl aufmachst und es hat wer die Hand auf der Griffstange der Tür 1, kannst du gleich eine Unfallmeldung legen und ev. die Rettung anfordern. Anzeige wegen Fahrlässigkeit und Körperverletzung inklusive!  ::)

... und wenn ein Lehrfahrer dort sitzt, kann man das Türtransparent/Druckknopf nicht mehr erreichen!

Sollte man das nicht der Aufsichtsbehörde mitteilen? C:-)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 26. September 2014, 19:30:28

Sollte man das nicht der Aufsichtsbehörde mitteilen? C:-)
Steig mal an einer "Bergauf"-Ablösestelle als Fahrgast ein (z.B. Hofwiesengasse, da schwingt das Türl schwerkraftbedingt weit auf), da hast du dann mehr an die Behörde mitzuteilen, wenn du wieder aus der Notaufnahme entlassen wirst!  :o



Wäre ja fast ein Tip an chronisch geldarme Leut', die ein paar Schmerzen nicht scheuen. Gegen die Kante der Scheibe der geöffneten Tür rennen und für den Nasenbeinbruch (+ Platzwunde) Schmerzensgeld kassieren!  8)  >:D
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 26. September 2014, 19:33:42

Sollte man das nicht der Aufsichtsbehörde mitteilen? C:-)
Steig mal an einer "Bergauf"-Ablösestelle als Fahrgast ein

Iiiich soll in einen E2 einsteigen? Brrrr!!! :P
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 217Essling am 27. September 2014, 08:05:36

Sollte man das nicht der Aufsichtsbehörde mitteilen? C:-)
Steig mal an einer "Bergauf"-Ablösestelle als Fahrgast ein (z.B. Hofwiesengasse, da schwingt das Türl schwerkraftbedingt weit auf), da hast du dann mehr an die Behörde mitzuteilen, wenn du wieder aus der Notaufnahme entlassen wirst!  :o



Wäre ja fast ein Tip an chronisch geldarme Leut', die ein paar Schmerzen nicht scheuen. Gegen die Kante der Scheibe der geöffneten Tür rennen und für den Nasenbeinbruch (+ Platzwunde) Schmerzensgeld kassieren!  8)  >:D
Hier sieht man wieder typisch die Unfähigkeit des Managements sowie der leitenden Verantwortungsträgern von der Wagentechnik, der Betriebsleitung und des Straßenbahnbetriebes.  :ugvm:
Ausbaden dürfen es wieder die Motorführerinnen und Motorführer. >:D
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 4463 am 28. September 2014, 21:45:02
Habe nur ich nicht verstanden, wozu die schwarze (oder andersfarbige) Folie am Oberteil des Seitenfensters dienen soll? ???
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 28. September 2014, 22:18:11
Sonnenschutz. Dabei gibt es da eh eine Rollo!  ::)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 02. Oktober 2014, 13:59:43
Besonders den letzten Teil finde ich interessant:

Bimfahrer niedergestochen: Täter eingewiesen

Ein 52-Jähriger, der im Jänner in Wien-Floridsdorf einen Straßenbahnlenker mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt hatte, wird in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Das Urteil ist rechtskräftig.

„Es liegen alle Einweisungskriterien vor“, erklärte die vorsitzende Richterin Martina Krainz. Damit kann der Mann zeitlich unbefristet im sogenannten Maßnahmenvollzug angehalten und behandelt werden. Der 52-Jährige leidet laut einem psychiatrischen Gutachten an paranoider Schizophrenie und war zum Tatzeitpunkt weder zurechnungs- noch schuldfähig.

„Bei Ihnen liegt eine schwere schizophrene Störung mit Stimmenhören vor“, bemerkte Krainz unter Bezugnahme auf die Feststellungen des Gutachters. Zudem habe der Sachverständige eine „denkbar ungünstige Prognose“ erstellt, derzufolge davon auszugehen sei, dass der Mann ohne vorangegangene engmaschige, stationäre Behandlung wieder Straftaten mit schweren Folgen setzen könnte. Mit der Entlassung ist erst dann zu rechnen, wenn Experten den Mann als geheilt bzw. nicht mehr gefährlich einstufen. Das ist laut Gesetz regelmäßig zu überprüfen.

52-Jähriger schwieg im Prozess

Die Staatsanwaltschaft Wien hatte keine Anklage wegen versuchten Mordes erhoben, sondern die Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt. Der Verteidiger des 52-Jährigen hatte dagegen schon am ersten Prozesstag keine Einwände: „Er hofft, dass er dort medizinische Hilfe bekommt.“

„Ich möchte überhaupt nichts sagen“, hatte der 52-Jährige zum Prozessauftakt erklärt. Stattdessen ließ er seinen Verteidiger eine kurze Aussage vorlesen: „Ich war selbst Straßenbahnfahrer, aber sie haben mich gekündigt. Sie haben mich kaputt gemacht. Seither werde ich von 10.000 Straßenbahnfahrern verfolgt. ... Wenn ich eine Pistole gehabt hätte, hätte ich sie alle erschossen.“

„Ich habe versucht, das Messer abzuwehren“

Am 26. Jänner 2014 tauchte der 52-Jährige am Franz-Jonas-Platz auf, wo ein 24-jähriger Tramwayfahrer gerade eine Garnitur der Linie 31 zum Stoppen gebracht hatte und seine Mittagspause antreten wollte. Auf dem Weg zum Pausenraum griff ihn der 52-Jährige von hinten mit einem Stilett an. Neun Mal stach er dem vom Angriff völlig überraschten Mann in den Hinterkopf, in die Schläfe, ins Gesicht, die Schulter und in die Lenden - mehr dazu in Attackierter Bimfahrer außer Lebensgefahr.

„Ich habe versucht, das Messer abzuwehren“, schilderte das Opfer als Zeuge. Dabei wurden mehrere Sehnen seiner linken Hand - der Mann ist Linkshänder - durchtrennt. Der Straßenbahnfahrer rief um Hilfe, konnte sich schließlich aber noch selbst in den Pausenraum retten. Er wurde unverzüglich ins Spital gebracht und vier Stunden lang notoperiert. Mehr als acht Monate war er im Krankenstand. Eine Straßenbahn kann er aus psychischen Gründen derzeit nicht mehr fahren. „Ich bin jetzt in der Leitstelle. Man schaut, dass man eine Arbeit für mich findet“, schilderte er dem Gericht seine aktuelle berufliche Situation.

Der Angreifer war am Tatort von Augenzeugen festgehalten und der Polizei übergeben worden. Dort gab der 52-Jährige laut Aktenvermerk folgendes Statement ab: „Ich möchte keine Aussage machen. Ich möchte in U-Haft eingeliefert werden und mit meinem Verteidiger sprechen.“

Mann war Wiener Linien bekannt

Der seit längerem verhaltensauffällige Mann wurde zwar einmal kurz im Otto-Wagner-Spital stationär aufgenommen, aber offensichtlich ohne bleibenden Erfolg. Er ließ sich auch von einem Psychiater behandeln - just von einem viel beschäftigten Gerichtsgutachter, der mehrmals wöchentlich bei Verhandlungen im Grauen Haus als Sachverständiger auftritt. Im Fall des 52-Jährigen sah der Experte aber offenbar keine Notwendigkeit, eine engmaschige Überwachung seines Patienten zu veranlassen.

Auch die Wiener Linien hielten den Mann scheinbar nicht für besonders gefährlich, obwohl er seit 2004 mit Drohanrufen auffiel. Da meldete er sich das erste Mal und ließ eine verdutzte Sekretärin wissen, er sei früher als Straßenbahnfahrer tätig gewesen, sei aber 1995 vom Fahrdienst abgezogen worden und habe dann seinen Job verloren. Sie sei Schuld an seiner Entlassung, beschied er der Sekretärin, und die Wiener Linien würden ihn seither „verfolgen“.

Als die Mitarbeiterin ihm keine weitere Beachtung schenkte, tauchte der Mann 2006 erstmals persönlich in ihrem Büro auf und wiederholte seine Anschuldigungen. 2007 marschierte er in die Personalabteilung. Ab 2008 kam es zu drei bis vier Anrufen täglich, ehe er im Mai 2008 plötzlich vor der Wohnung der Sekretärin stand, die er zu diesem Zeitpunkt bereits jahrelang bedrängt hatte. In aufgebrachtem Zustand machte er die Frau einmal mehr darauf aufmerksam, sie sei Schuld an seinem gescheiterten Leben. Die Wiener Linien erließen ein Hausverbot. Mehr geschah nicht.

Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2671537/ (http://wien.orf.at/news/stories/2671537/)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Elin Lohner am 02. Oktober 2014, 19:09:43
Besonders den letzten Teil finde ich interessant:

Bimfahrer niedergestochen: Täter eingewiesen

.....

Mann war Wiener Linien bekannt

Der seit längerem verhaltensauffällige Mann wurde zwar einmal kurz im Otto-Wagner-Spital stationär aufgenommen, aber offensichtlich ohne bleibenden Erfolg. Er ließ sich auch von einem Psychiater behandeln - just von einem viel beschäftigten Gerichtsgutachter, der mehrmals wöchentlich bei Verhandlungen im Grauen Haus als Sachverständiger auftritt. Im Fall des 52-Jährigen sah der Experte aber offenbar keine Notwendigkeit, eine engmaschige Überwachung seines Patienten zu veranlassen.

Auch die Wiener Linien hielten den Mann scheinbar nicht für besonders gefährlich, obwohl er seit 2004 mit Drohanrufen auffiel. Da meldete er sich das erste Mal und ließ eine verdutzte Sekretärin wissen, er sei früher als Straßenbahnfahrer tätig gewesen, sei aber 1995 vom Fahrdienst abgezogen worden und habe dann seinen Job verloren. Sie sei Schuld an seiner Entlassung, beschied er der Sekretärin, und die Wiener Linien würden ihn seither „verfolgen“.

Als die Mitarbeiterin ihm keine weitere Beachtung schenkte, tauchte der Mann 2006 erstmals persönlich in ihrem Büro auf und wiederholte seine Anschuldigungen. 2007 marschierte er in die Personalabteilung. Ab 2008 kam es zu drei bis vier Anrufen täglich, ehe er im Mai 2008 plötzlich vor der Wohnung der Sekretärin stand, die er zu diesem Zeitpunkt bereits jahrelang bedrängt hatte. In aufgebrachtem Zustand machte er die Frau einmal mehr darauf aufmerksam, sie sei Schuld an seinem gescheiterten Leben. Die Wiener Linien erließen ein Hausverbot. Mehr geschah nicht.

Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2671537/ (http://wien.orf.at/news/stories/2671537/)
Es muss halt immer erst etwas passieren, bis solche Schizophrene Psychopathen in die Psychartie eingewiesen werden, obwohl sie schon vorher Negativ aufgefallen sind. :bh:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hawk am 06. Oktober 2014, 20:33:35
Es ist schade das die Wiener Linien auch bei einen solchen Vorfall nicht mit härte reagieren.

Man braucht sich nur in den Öffis umzusehen, und kann viele erkennen wo man nicht weiß, für was sie imstande wären?

Tja leider in der U-Bahn verhinderte ein Fahrer auch schlimmeres, das sieht man in der DION nicht gerne.  :down:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 06. Oktober 2014, 20:35:49
Soll ich aus diesem Beitrag schlau werden?  ???
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hawk am 06. Oktober 2014, 20:39:21
Nein das wissen nur die die Fahren oder gefahren sind.  ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 06. Oktober 2014, 20:45:06
Nein das wissen nur die die Fahren oder gefahren sind.  ;)

Warum postest du überhaupt so einen kryptischen Beitrag, von dem du ohnehin annimmst, dass er nicht verstanden wird? ::)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 06. Oktober 2014, 22:15:31
. . . .  von dem du ohnehin annimmst, dass er nicht verstanden wird? ::)
Vielleicht sind wir auch einfach nur zu blöd?  :'(
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hawk am 07. Oktober 2014, 22:24:59
Nein das sagt niemand.

Das sind Ereignisse die viele von euch sehen, jedoch vom Fahrbetrieb keiner sagen darf, ohne das die Person Probleme bekommt! :down:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hubi am 14. Oktober 2014, 17:39:22
Lange hat die Ruhe leider nicht angehalten!

http://wien.orf.at/news/stories/2673816/ (http://wien.orf.at/news/stories/2673816/)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 14. Oktober 2014, 17:45:52
Lange hat die Ruhe leider nicht angehalten!

http://wien.orf.at/news/stories/2673816/ (http://wien.orf.at/news/stories/2673816/)

Zitat
Als der Fahrer ausstieg, um die Situation zu klären, ging einer der Teenager mit Schlägen auf ihn los

Da hilft aber keine Kabine.


Zitat
Der Fahrer, er erlitt Prellungen, wollte nach dem Zwischenfall seine Tour fortsetzen, wurde aber von seinen Vorgesetzten davon abgebracht.


Hmmmm.


Zitat
Die Garnitur wurde zur Spurensicherung eingezogen

Klar!  :fp:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 14. Oktober 2014, 18:16:47
Lange hat die Ruhe leider nicht angehalten!

http://wien.orf.at/news/stories/2673816/ (http://wien.orf.at/news/stories/2673816/)

Und bevor noch blöde Kommentare kommen. Der Vorfall ereignete sich am ULF 645
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 14. Oktober 2014, 18:23:02
Und bevor noch blöde Kommentare kommen.

Wieso blöde Kommentare?

Bestätigt doch nur meine Meinung. Gut, ich bin dem E1-Symbolbild aufgesessen, aber Angriffe außerhalb des Fahrerplatzes/Zuges könntest nur mit Bodygards verhindern reduzieren.

Was soll da jetzt für ein  blöder Kommentar kommen? Dass er einfach warten hätte sollen, bis es den Gfrastern das zu blöd wird?

Und dass er weiterfahren wollte ... is eh nur a blauer Fleck ... spricht (für mich zumindest) FÜR den Fahrer (wenn das in der Pressemeldung richtig ist).
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 14. Oktober 2014, 18:39:16
Und bevor noch blöde Kommentare kommen.

Wieso blöde Kommentare?

Bestätigt doch nur meine Meinung. Gut, ich bin dem E1-Symbolbild aufgesessen, aber Angriffe außerhalb des Fahrerplatzes/Zuges könntest nur mit Bodygards verhindern reduzieren.

Was soll da jetzt für ein  blöder Kommentar kommen? Dass er einfach warten hätte sollen, bis es den Gfrastern das zu blöd wird?

Und dass er weiterfahren wollte ... is eh nur a blauer Fleck ... spricht (für mich zumindest) FÜR den Fahrer (wenn das in der Pressemeldung richtig ist).

Und wenn er nur einen blauen Fleck hat, dann frage ich mich, wieso er in ein Spital gebracht wurde?

Und mittlerweile kenne ich einige user, die, wenn ich nicht erwähnt hätte, dass es sich um einen ULF gehandelt hat sofort wieder eine Endlosdiskussion über die Notwendigkeit einer Fahrerkabine auch auf der Type E2. Und das wollte ich verhindern.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 14. Oktober 2014, 18:46:00
Und wenn er nur einen blauen Fleck hat, dann frage ich mich, wieso er in ein Spital gebracht wurde?

Feigheit vor dem Feind? Psychologischer Druck?

Ja, i hab a Watschn kriagt, i brauch aba ka Rettung.

"Aber da könnt ja, da muss man, das muss festegestellt werden, denk an die Meldungen, das musst nachweisen, bla bla ..."

Allein schon um deine Ruh zu haben fahrst mit.

Aber ok, Wir wissen ALLE nicht, was er genau hatte. Laut Medien Prellungen. Bei einem Straßenverkehrs-VU haben sie auch immer Prellungen, sofern sie sagen, mir tut was weh und sie fahren mit dem €-Zeichen in den Pupillen ins Spital. Kaum ein Arzt dort traut sich, zu sagen, die Person ist unverletzt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: haidi am 14. Oktober 2014, 18:57:06
In diesem Fall ist es ganz gut, dass er im Spital war, da wird die leichte Körperverletzung dokumentiert und man hat dann wenigstens das gegen den Täter - falls man ihn erwischt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Sonderzug am 14. Oktober 2014, 19:10:07
Lange hat die Ruhe leider nicht angehalten!

http://wien.orf.at/news/stories/2673816/ (http://wien.orf.at/news/stories/2673816/)

Zitat
Als der Fahrer ausstieg, um die Situation zu klären, ging einer der Teenager mit Schlägen auf ihn los

Da hilft aber keine Kabine.


Zitat
Der Fahrer, er erlitt Prellungen, wollte nach dem Zwischenfall seine Tour fortsetzen, wurde aber von seinen Vorgesetzten davon abgebracht.


Hmmmm.


Zitat
Die Garnitur wurde zur Spurensicherung eingezogen

Klar!  :fp:


Was heißt klar?? Videoauswertung vielleicht?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 60er am 14. Oktober 2014, 21:47:53
Und wenn er nur einen blauen Fleck hat, dann frage ich mich, wieso er in ein Spital gebracht wurde?
Zur Sicherheit und damit man ein ärztliches Attest für die Anzeige in der Hand hat. Der Fahrer wollte die Fahrt sogar fortsetzen, wird also vermutlich nicht sehr schwer verletzt worden sein.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 14. Oktober 2014, 22:27:06
Warum war die Störung eigentlich nirgends eingetragen? Sowohl OpenData als auch Qando schweigen sich über den Vorfall völlig aus. War die Fahrtbehinderung wirklich so kurz? Oder wollte man wieder vertuschen?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 15. Oktober 2014, 05:17:39
Warum war die Störung eigentlich nirgends eingetragen? Sowohl OpenData als auch Qando schweigen sich über den Vorfall völlig aus. War die Fahrtbehinderung wirklich so kurz? Oder wollte man wieder vertuschen?

Ihr mit euren Verschwörungstheorien?

Was soll man vertuschen, wenn Polizei und Rettung vor Ort ist?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 15. Oktober 2014, 06:05:46
Was heißt klar?? Videoauswertung vielleicht?

WlkikiV.

Zitat
Die Garnitur wurde zur Spurensicherung eingezogen, weiters sollen laut Polizei Videos ausgewertet werden.

Videoauswertung klar, wobei fraglich ob was zu sehen ist.

Also: Welche Spurensicherung?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 15. Oktober 2014, 07:35:17
Und dass er weiterfahren wollte ... is eh nur a blauer Fleck ... spricht (für mich zumindest) FÜR den Fahrer (wenn das in der Pressemeldung richtig ist).

Zur Info, die Pressemeldung war falsch, es war mehr.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 217Essling am 15. Oktober 2014, 07:38:29
Warum war die Störung eigentlich nirgends eingetragen? Sowohl OpenData als auch Qando schweigen sich über den Vorfall völlig aus. War die Fahrtbehinderung wirklich so kurz? Oder wollte man wieder vertuschen?

Ihr mit euren Verschwörungstheorien?

Was soll man vertuschen, wenn Polizei und Rettung vor Ort ist?
Ein Vertuschen ist nicht von der Hand zu weisen, oder erkläre uns lieber warum es diesbezüglich nirgends einen Eintrag gab.
Ein Rettungs- und Polizei Einsatz ist kein Garant, das es nicht zum Verschleiern des Vorfalls kommen könnte.
Rettung und Polizei kontrollieren nicht eine eventuelle Protokollierung durch die Wiener Linien. Es sind zwei verschiedene Sachen.
Da du uns ja auch dankenswerterweise Weise auch gleich die Triebwagen Nummer mitgeteilt hast, weist du sicher auch mehr darüber. 
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 217Essling am 15. Oktober 2014, 07:41:13
Und dass er weiterfahren wollte ... is eh nur a blauer Fleck ... spricht (für mich zumindest) FÜR den Fahrer (wenn das in der Pressemeldung richtig ist).

Zur Info, die Pressemeldung war falsch, es war mehr.
Warum hat man eine Presseabteilung die Falsch Meldungen verbreitet.
Gibt oder gab es doch was zum Verschweigen?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: E2 am 15. Oktober 2014, 07:58:56
Warum war die Störung eigentlich nirgends eingetragen? Sowohl OpenData als auch Qando schweigen sich über den Vorfall völlig aus. War die Fahrtbehinderung wirklich so kurz?

Störungsdauer:
14.09-14.25 Uhr


Zitat
Oder wollte man wieder vertuschen?

Rate mal. Wenn Verspätungen wegen Gleisschäden, Fahrzeug- und Personalmängel fürs Open Data als Frequenzverspätungen laufen...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 21. Oktober 2014, 10:25:35
Die verpflichtende Wagenumsicht gehört nun der Vergangenheit an.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: schaffnerlos am 21. Oktober 2014, 10:36:06
Die verpflichtende Wagenumsicht gehört nun der Vergangenheit an.

 :bh: :bh: :bh: :ugvm:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 21. Oktober 2014, 10:47:43
Die verpflichtende Wagenumsicht gehört nun der Vergangenheit an.
:bh: :bh: :bh: :ugvm:
Von der Gewerkschaft erreicht ;) Wahrscheinlich gab es zu viele Beanstandungen, weil etliche Fahrer sowieso keine Umsicht gemacht haben (sondern mit dem Handy gespielt oder geraucht). De facto ist es eh mehr oder weniger egal bei dem derzeitigen Zustand. Wenn man was Kaputtes entdeckt, ärgert man sich höchstens; eine Reparatur zieht es kaum noch nach sich, egal wie oft man etwas in den Wagenpass einträgt (Kapazitätsmangel Werkstatt). Müll wie z.B. liegengelassene Zeitungen wird ohnehin nicht weggeräumt und Fundsachen irgendwo hingestopft statt abgegeben, damit man sich nicht damit herumärgern muss.

Sand nachfüllen muss man ohnehin, wenn auch das hie und da vernachlässigt wird und der nachfolgende Fahrer dann den Scherben auf hat.

Also no big loss.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 21. Oktober 2014, 17:29:16
Die verpflichtende Wagenumsicht gehört nun der Vergangenheit an.
Du irrst!
Der DA ist am 17.10.2014 wieder aufgehoben worden, sprich es bleibt wie bisher. :lamp:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 217Essling am 21. Oktober 2014, 19:47:11
Die verpflichtende Wagenumsicht gehört nun der Vergangenheit an.
Du irrst!
Der DA ist am 17.10.2014 wieder aufgehoben worden, sprich es bleibt wie bisher. :lamp:
Nichts neues, denn Sie (Veratwortungsträger inklusive ihrer Applausspender) wissen nicht was Sie tun. :bh:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 21. Oktober 2014, 20:00:43
Die verpflichtende Wagenumsicht gehört nun der Vergangenheit an.
Du irrst!
Der DA ist am 17.10.2014 wieder aufgehoben worden, sprich es bleibt wie bisher. :lamp:

Welcher DA ist am 17.10 aufgehoben.

Ich kenn nur den vom 17. wo drinnen steht,
Zitat
In Ausnahmefällen, insbesondere wenn es unzumutbar erscheint, kann die Wagenumsicht entfallen.

Dies gilt aber nur, wenn kein begründeter Verdacht auf Beschädigung oder Mangel einer Sicherheitseinrichtung vorliegt und nicht nach einer Ablöse.

Und ob es zumutbar oder nicht zumutbar ist, ist immer noch eine Ermessungssache des Fahrers.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 22. Oktober 2014, 08:28:42
Die verpflichtende Wagenumsicht gehört nun der Vergangenheit an.
Du irrst!
Der DA ist am 17.10.2014 wieder aufgehoben worden, sprich es bleibt wie bisher. :lamp:

Welcher DA ist am 17.10 aufgehoben.

Ich kenn nur den vom 17. wo drinnen steht,
Zitat
In Ausnahmefällen, insbesondere wenn es unzumutbar erscheint, kann die Wagenumsicht entfallen.

Dies gilt aber nur, wenn kein begründeter Verdacht auf Beschädigung oder Mangel einer Sicherheitseinrichtung vorliegt und nicht nach einer Ablöse.

Und ob es zumutbar oder nicht zumutbar ist, ist immer noch eine Ermessungssache des Fahrers.
Welche Nummer der Aufhebungsdienstauftrag jetzt hat weiß ich nicht aus dem Kopf, irgendwas mit 500... und dort steht Aufhebung des DA(die Nummer weiß ich, schreib ich dir aber Privat) und dann kommt der gleiche Text mit der Wagenumsicht.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 22. Oktober 2014, 22:47:53
Der Aufhebungsdienstauftrag ist 510 und der aufgehobene 365.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: nord22 am 04. November 2014, 18:49:41
Es gibt leider nicht nur Übergriffe auf Mitarbeiter der W.L., auch beim Umgang der W.L. mit den eigenen Mitarbeitern gibt es offensichtlich Verbesserungsbedarf, wie der Artikel http://www.unzensuriert.at/content/004341-Wiener-Linien-Vorgesetzter-griff-Mitarbeiterin-auf-die-Br-ste (http://www.unzensuriert.at/content/004341-Wiener-Linien-Vorgesetzter-griff-Mitarbeiterin-auf-die-Br-ste) zeigt.
Zitat "Sexuelle Belästigung, Unterstellungen, Diskriminierung – all das steht bei den Wiener Linien anscheinend auf der Tagesordnung. Wer sich dagegen wehrt, wird gemobbt, behauptet der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB). Dagegen gebe es für die Täter keine Konsequenzen."

nord22
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: moszkva tér am 04. November 2014, 20:25:13
Unzensuriert.at und Gewerkschaftlicher Linksblock - wie passt denn das zusammen?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 04. November 2014, 21:14:45
"Dagegen gebe es für die Täter keine Konsequenzen."

Gerade im dort zitierten Fall Roland R. sind eigentlich alle beteiligten Personen nach oben gefallen oder inzwischen in Ehren in Pension gegangen! Außer R. R. natürlich.


Und die genannten Fälle sind natürlich nur die Spitze des Eisbergs.  :-[
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 04. November 2014, 23:29:02
Ich stehe den FA keineswegs nahe - und trotzdem finde ich es gut, dass sie den ersten BO von der FSG in Leopoldau übernehmen konnten! So soll es weitergehen (auch mit GLB und anderen Noch-Kleingruppen!). Die FSG dient heute leider immer weniger den gewerkschaftlichen Idealen, sondern setzt sich für diejenigen ein, die tatsächlich ein Unrecht (ob es nun rechtlich oder moralisch sein mag) begehen.

"Vorgesetzter griff Mitarbeiterin auf die Brüste" - ein ähnlicher Fall wird doch noch in hoher Position gebraucht, der hat grad wieder wichtige Zukunfts-Projekte, da wird man sich doch von so einer Kleinigkeit nicht aufhalten lassen! 8)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 05. November 2014, 00:59:56
Folgendes hat es nie gegeben und man würde es auch nie tolerieren, das sei ausdrücklich betont!


Vorgesetzter greift vor versammelter Mannschaft einer Mitarbeiterin lachend zwischen die Beine. Sie meldet das und zeigt ihn auch an. Sie wird versetzt, er darf bleiben, alle Zeugen leiden unter schwerstem Gedächtnisverlust. Er macht, trotz allgemein bekannter Unfähigkeit einen Schritt nach oben, über ihr weiteres Schicksal schweigt die Chronik.  8)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Linie 41 am 05. November 2014, 06:53:04
Ja, aber er war doch bei der Partei!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 16. Dezember 2014, 11:45:58
Fahrscheinkontrolleur mit Messer bedroht

Bei einer Fahrscheinkontrolle in der U3-Station Schweglerstraße in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus ist ein Mitarbeiter der Wiener Linien mit einem Messer attackiert worden. Der 51-jährige mutmaßliche Täter ist festgenommen worden.

Der 51-Jährige sollte bei der routinemäßigen Kontrolle seinen Fahrschein herzeigen. Der Mann weigerte sich allerdings, versetzte laut Angaben der Polizei einem Mitarbeiter der Wiener Linien einen Stoß und flüchtete zu Fuß aus der Station.

Ein anderer Kontrolleur lief dem Mann hinterher und konnte ihn in der Stättermayergasse einholen. Plötzlich zog der 51-Jährige ein Klappmesser und führte mehrmals Stichbewegungen in Richtung des Verfolgers aus, so die Polizei.
In Geschäft festgenommen

Der Wiener-Linien-Mitarbeiter stoppte daraufhin die Verfolgung, der Mann flüchtete in ein nahegelegenes Geschäft. Die mittlerweile alarmierte Polizei nahm den Mann dort fest, er sitzt nun in Haft. Die Tatwaffe wurde sichergestellt - der mutmaßliche Täter hatte sie zuvor in einem Regal zwischen Verkaufsartikeln zu verstecken versucht.

Q: http://wien.orf.at/news/stories/2684663/ (http://wien.orf.at/news/stories/2684663/)

Ja, was läuft er ihm auch nach? :fp: Fühlte sich der Fahrscheinprüfer in seiner Ehre gekränkt? Wegen ein paar Euro Kopfgeld das Leben zu riskieren, steht irgendwie nicht in einem vernünftigen Verhältnis.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Operator am 16. Dezember 2014, 12:04:31
Fahrscheinkontrolleur mit Messer bedroht

Bei einer Fahrscheinkontrolle in der U3-Station Schweglerstraße in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus ist ein Mitarbeiter der Wiener Linien mit einem Messer attackiert worden. Der 51-jährige mutmaßliche Täter ist festgenommen worden.

Der 51-Jährige sollte bei der routinemäßigen Kontrolle seinen Fahrschein herzeigen. Der Mann weigerte sich allerdings, versetzte laut Angaben der Polizei einem Mitarbeiter der Wiener Linien einen Stoß und flüchtete zu Fuß aus der Station.

Ein anderer Kontrolleur lief dem Mann hinterher und konnte ihn in der Stättermayergasse einholen. Plötzlich zog der 51-Jährige ein Klappmesser und führte mehrmals Stichbewegungen in Richtung des Verfolgers aus, so die Polizei.
In Geschäft festgenommen

Der Wiener-Linien-Mitarbeiter stoppte daraufhin die Verfolgung, der Mann flüchtete in ein nahegelegenes Geschäft. Die mittlerweile alarmierte Polizei nahm den Mann dort fest, er sitzt nun in Haft. Die Tatwaffe wurde sichergestellt - der mutmaßliche Täter hatte sie zuvor in einem Regal zwischen Verkaufsartikeln zu verstecken versucht.

Q: http://wien.orf.at/news/stories/2684663/ (http://wien.orf.at/news/stories/2684663/)

Ja, was läuft er ihm auch nach? :fp: Fühlte sich der Fahrscheinprüfer in seiner Ehre gekränkt? Wegen ein paar Euro Kopfgeld das Leben zu riskieren, steht irgendwie nicht in einem vernünftigen Verhältnis.
Vielleicht gibt es eine Prämie gegen Personen, welche einen W.L. Mitarbeiter attakieren! 8)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Klingelfee am 16. Dezember 2014, 12:07:30
Fahrscheinkontrolleur mit Messer bedroht

Bei einer Fahrscheinkontrolle in der U3-Station Schweglerstraße in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus ist ein Mitarbeiter der Wiener Linien mit einem Messer attackiert worden. Der 51-jährige mutmaßliche Täter ist festgenommen worden.

Der 51-Jährige sollte bei der routinemäßigen Kontrolle seinen Fahrschein herzeigen. Der Mann weigerte sich allerdings, versetzte laut Angaben der Polizei einem Mitarbeiter der Wiener Linien einen Stoß und flüchtete zu Fuß aus der Station.

Ein anderer Kontrolleur lief dem Mann hinterher und konnte ihn in der Stättermayergasse einholen. Plötzlich zog der 51-Jährige ein Klappmesser und führte mehrmals Stichbewegungen in Richtung des Verfolgers aus, so die Polizei.
In Geschäft festgenommen

Der Wiener-Linien-Mitarbeiter stoppte daraufhin die Verfolgung, der Mann flüchtete in ein nahegelegenes Geschäft. Die mittlerweile alarmierte Polizei nahm den Mann dort fest, er sitzt nun in Haft. Die Tatwaffe wurde sichergestellt - der mutmaßliche Täter hatte sie zuvor in einem Regal zwischen Verkaufsartikeln zu verstecken versucht.

Q: http://wien.orf.at/news/stories/2684663/ (http://wien.orf.at/news/stories/2684663/)

Ja, was läuft er ihm auch nach? :fp: Fühlte sich der Fahrscheinprüfer in seiner Ehre gekränkt? Wegen ein paar Euro Kopfgeld das Leben zu riskieren, steht irgendwie nicht in einem vernünftigen Verhältnis.

Das Nachlaufen muss man Relativ sehen. Ich kann jemanden nachlaufen, um ihn einzuholen, oder ich kann jemanden anchlaufen, um zu schauen, wo er hinläuft, damit man ihm dann von der Polizei festnehmen zu lassen. Und ich meine der Fahrscheinprüfer hat das zweite gemacht. Schon allein, damit andere sehen, dass man sich nicht einfach mit Drohgebärden der Anschriftenfestesllung entziehen kann.

Schließlich handelt es sich ja auch um eine Straftat, die der Fahrgast gemacht hat.

Und ich glaube, dass der KOntrollor eher das zweite gemacht hat.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 16. Dezember 2014, 12:12:46
Schließlich handelt es sich ja auch um eine Straftat, die der Fahrgast gemacht hat.

Davonlaufen ist keine Straftat.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Andi_M am 16. Dezember 2014, 12:39:08
Davonlaufen ist keine Straftat.

Aber jemanden bewusst und mit Absicht niederzustoßen (Körperverletzung bzw. versuchte Körperverletzung) und Schwarzfahren (Erschleichung von Dienstleistungen)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 4463 am 16. Dezember 2014, 12:58:18
Schwarzfahren alt Tatbestand ist in Österreich zwar in § 149 StGB (Erschleichung einer Leistung) prinzipiell enthalten, allerdings greift dieser Paragraph vor Gericht nicht, wenn es keine Zutrittskontrolle zu dem Verkehrsmittel gibt (Selbstbedienungsstecke bei den ÓBB, Schaffnerlose Fahrzeuge bei den WL, nur als Spurenteiler ausgeführte "Absperrungen" zur U-Bahn.
Solange man bei einer Kontrolle dann geradeaus sagt, dass man keinen Fahrschein hat, täuscht man niemanden und erschleicht sich daher auch nichts. Somit bleibt das Ganze maximal ein Verwaltungsdelikt (die Mehrgebühr der WL ist keine Verwaltungsstrafe).
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 16. Dezember 2014, 15:02:37
Davonlaufen ist keine Straftat.

Aber jemanden bewusst und mit Absicht niederzustoßen (Körperverletzung bzw. versuchte Körperverletzung) und Schwarzfahren (Erschleichung von Dienstleistungen)

Es wurde niemand niedergestoßen, sondern nur jemand angerempelt. Das ist, so verdutzt der Angerempelte danach auch sein mag und so unangenehm es auch ist, keine Straftat und auch keine versuchte Begehung einer solchen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: h 3004 am 16. Dezember 2014, 18:07:16
Nun wird es aber interessant: Wenn ich jemanden (z.B. wie kürzlich) in der U-Bahn anremple und der fällt blöderweise aufs Gleis, so ist das keine Straftat? Derjenige Rempler wurde damals aber sehr wohl verfolgt und angezeigt...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 16. Dezember 2014, 18:11:39
Nun wird es aber interessant: Wenn ich jemanden (z.B. wie kürzlich) in der U-Bahn anremple und der fällt blöderweise aufs Gleis, so ist das keine Straftat?

Wenn das Anrempeln unabsichtlich erfolgt, wird die Sache erst durch das Ergebnis zur Straftat (fahrlässige Körperverletzung). Hätte er ihn nur so gerempelt, dass er nicht aufs Gleis fällt, wäre das keine Straftat (kommt im Gedränge auf einem vollen Bahnsteig wohl dutzendfach vor, dass fremde Leute einander unabsichtlich anrempeln).

Was anderes ist es wiederum, wenn der Rempler mit der Absicht erfolgt, den anderen in den Gleistrog zu befördern. Dann ist es je nach Ausgang eine der Spielarten von Körperverletzung mit oder ohne Zusatz "versucht". Und genau von diesen Unterschieden leben Rechtsanwälte. 8)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 16. Dezember 2014, 18:11:50
Nun wird es aber interessant: Wenn ich jemanden (z.B. wie kürzlich) in der U-Bahn anremple und der fällt blöderweise aufs Gleis, so ist das keine Straftat? Derjenige Rempler wurde damals aber sehr wohl verfolgt und angezeigt...
Ich würde sagen, das ist möglicherweise eine fahrlässige Körperverletzung. In der U-Bahn rempelt man eben niemanden an, sondern bewegt sich vorsichtig, wenn daneben eine gefährliche Grube liegt.

Zwischen anzeigen (jede Straftat muss angezeigt werden!) und verurteilt werden ist dann ja auch noch ein Unterschied. Wenn der Angerempelte keine gesundheitlichen Schäden davonträgt (außer paar Kratzer), weil die U-Bahn ihn nicht überfährt, geht man eh straffrei aus.

Das trifft aber nur auf den von dir genannten Fall zu. Wenn ein Schwarzfahre einen Kontrollor anrempelt, um sich der Kontrolle zu entziehen, dann ist das natürlich nicht fahrlässig.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 158er am 16. Dezember 2014, 18:24:22
Ja, was läuft er ihm auch nach? :fp: Fühlte sich der Fahrscheinprüfer in seiner Ehre gekränkt? Wegen ein paar Euro Kopfgeld das Leben zu riskieren, steht irgendwie nicht in einem vernünftigen Verhältnis.
Der Kontrollor weiß ja nicht im Vorhinein, daß der ein Messer dabei hat. ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 16. Dezember 2014, 18:28:16
Ja, was läuft er ihm auch nach? :fp: Fühlte sich der Fahrscheinprüfer in seiner Ehre gekränkt? Wegen ein paar Euro Kopfgeld das Leben zu riskieren, steht irgendwie nicht in einem vernünftigen Verhältnis.
Der Kontrollor weiß ja nicht im Vorhinein, daß der ein Messer dabei hat. ;)

Auch ohne Messer: Warum läuft er ihm nach? Gleichzeitig fahren im Folgezug 20 Meter unter ihm auch Schwarzfahrer herum, die er nicht erwischt ...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 16. Dezember 2014, 23:43:05
Auch ohne Messer: Warum läuft er ihm nach? Gleichzeitig fahren im Folgezug 20 Meter unter ihm auch Schwarzfahrer herum, die er nicht erwischt ...
Eigentlich lernt man bei Deeskalationsschulungen, dass man in solchen Situationen nix riskieren soll. Genauso bei einem Banküberall: Geld übergeben und Ruhe bewahren, keinesfalls irgendwas Dummes machen. Wer den Helden spielt, landet früher am Heldenfriedhof - wegen ein paar Euro Provision. Das kann es niemals wert sein.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Operator am 17. Dezember 2014, 13:01:32
Auch ohne Messer: Warum läuft er ihm nach? Gleichzeitig fahren im Folgezug 20 Meter unter ihm auch Schwarzfahrer herum, die er nicht erwischt ...
Eigentlich lernt man bei Deeskalationsschulungen, dass man in solchen Situationen nix riskieren soll. Genauso bei einem Banküberall: Geld übergeben und Ruhe bewahren, keinesfalls irgendwas Dummes machen. Wer den Helden spielt, landet früher am Heldenfriedhof - wegen ein paar Euro Provision. Das kann es niemals wert sein.
Glaubst du, diese Mitarbeiter haben wirklich soviel "Grips", denke, die lassen sich eher von Emotionen leiten!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 17. Dezember 2014, 14:41:49
"Net mit uns. Den hol i ma!"  >:D
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Bimigel am 25. März 2015, 13:19:36
Messerstiche in Straßenbahn als Rache

Zu einer Messerstecherei ist es am Montagabend in einer Straßenbahn in Wien-Floridsdorf gekommen. Ein 19-Jähriger wurde dabei von vier Männern mit zehn Stichen schwer verletzt. Wie nun bekannt wurde, dürfte es ein Racheakt gewesen sein.

Gegen 20.30 Uhr sollen die vier mutmaßlichen Täter am Montag den 19-Jährigen in einer Garnitur der Straßenbahnlinie 31 attackiert haben, so die Polizei - mehr dazu in Mann rammte Schwager Messer in Lunge. Vier Mal sollen die vier Afghanen zugestochen haben, das Opfer erlitt auch Blutergüsse durch Schläge.

Der 19-Jährige blieb mit schweren Verletzungen im Kopf- und Brustbereich liegen, laut Polizei befand er sich aber nicht in Lebensgefahr. Der Hauptverdächtige wurde bereits festgenommen, die drei mutmaßlichen Komplizen sind ausgeforscht, aber noch flüchtig.
„Verletzte Ehre“ als Motiv

Nach Auswertung von Videomaterial der Wiener Linien und Ermittlungen konnte die Wiener Polizei nun einen Zusammenhang mit einer anderen Messerstecherei herstellen, wie am Mittwoch mitgeteilt wurde. Bei dem 19-jährigen Opfer soll es sich um einen Tschetschenen handeln, der nach einer Messerstecherei vergangene Woche auf der Flucht war.

Mit einem Stich in den Brustbereich war ein 20-jähriger Afghane am 16. März in der Schloßhofer Straße in Wien-Floridsdorf durch zwei zunächst unbekannte Täter lebensgefährlich verletzt worden - mehr dazu in Lebensgefahr nach Messerstich. Der zweite Tatverdächtige neben dem 19-Jährigen ist ein 25-jähriger Tschetschene, der sich bereits in Haft befindet. Der Hintergrund beider Taten dürfte „verletzte Ehre“ gewesen sein, so die Polizei.

Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2701712/ (http://wien.orf.at/news/stories/2701712/)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 25. März 2015, 14:31:03
Aber was hat das mit dem Thema des Threads zu tun? ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Bimigel am 25. März 2015, 20:43:19
Aber was hat das mit dem Thema des Threads zu tun? ;)
Sorry, ich hab das Wort Mitarbeiter irgendwie verdrängt, denn ein Übergriff ist es ja. ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hawk am 25. März 2015, 21:08:38
Gott sei dank war es kein direkter Übergriff an einen Mitarbeiter!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 13er am 26. März 2015, 19:12:47
Winter hat grad in "Wien Heute" behauptet, dass in der Nacht nur Niederflurfahrzeuge eingesetzt werden... :ugvm:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: ThomasS am 26. März 2015, 19:29:31
Haha!! Dann soll er zuersteinmal "Nacht" definieren.  :bh:

Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Rodauner am 26. März 2015, 19:45:13
oder in der "Nacht" einmal ein bissi spazierenfahren. >:(
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 26. März 2015, 20:49:11
Winter hat grad in "Wien Heute" behauptet, dass in der Nacht nur Niederflurfahrzeuge eingesetzt werden... :ugvm:

Ja, eh... auf den Stinkebuslinien. ;)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 4855 am 26. März 2015, 21:15:39
Winter hat grad in "Wien Heute" behauptet, dass in der Nacht nur Niederflurfahrzeuge eingesetzt werden... :ugvm:

Alles Lügner...
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Bimigel am 26. März 2015, 23:54:01
Mehr Attacken gegen Wiener Linien

106 Mal sind Mitarbeiter der Wiener Linien 2014 tätlich angegriffen worden, das ist um ein Drittel mehr als im Jahr davor. Neue Sicherheitsmaßnahmen und zusätzliche Videoüberwachung sollen die Zahl der Attacken wieder eindämmen.

Mit 49 Fällen betrafen rund die Hälfte der gewalttätigen Vorkommnisse des vergangenen Jahres „Schwarzkappler“. 2013 lag diese Zahl noch bei 28. Außerdem waren 21 Straßenbahnfahrer (2013: 12) und 18 Buslenker (2013: 14) Opfer von Angriffen. Acht bzw. vier Vorfälle richteten sich gegen Stationswarte und U-Bahn-Fahrer. Mehr Übergriffe als im Vorjahr gab es 2010 bzw. 2012 mit 105 bzw. 108. Heuer kam es laut Wiener Linien bis dato zu 19 Übergriffen.
Wiener Linien: „Statistische Ausreißer“

Geschäftsführer Eduard Winter sprach im Hinblick auf den Anstieg im Vorjahr von „statistischen Ausreißern“. Tatsächlich hätten sich die Attacken gegen das Öffi-Personal sogar leicht rückläufig entwickelt, versicherte er. Und das, obwohl die Zahl der Fahrgäste sowie der durchgeführten Fahrscheinkontrollen deutlich angestiegen seien.

Vor allem im Vorjahr sorgte eine Serie brutaler Attacken gegen Öffi-Lenker für Schlagzeilen und einen Aufstand des Wiener-Linien-Betriebsrats, der aus Protest an einem Tag sogar den Frühverkehr bestreikte. Die Geschäftsführung kündigte daraufhin an, Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit zu setzen. Gemeinsam mit der Personalvertretung einigte man sich auf ein Fünf-Punkte-Programm mehr dazu in Fünfpunkteprogramm für mehr „Öffi“-Sicherheit.
Straßenbahn-Garnitur der Linie 1 in der Station Matzleinsdorfer Platz

Wiener Linien/Christoph H. Breneis

Winter sagte, dass die Umsetzung zügig voranschreite. So wurde bereits rund die Hälfte der alten Straßenbahnen vom Typ E2 mit geschlossenen Fahrerkabinen ausgestattet, die Nachrüstung der Videoüberwachung in diesem Bereich wird ebenfalls schrittweise aufgestockt. Außerdem kämen in den Abend- und Nachtstunden vorrangig Bims und Busse mit moderner Überwachungstechnik zum Einsatz. Noch im Laufe des Jahres sollen die einzelnen Punkte großteils abgeschlossen, spätestens 2017 dann das ganze Paket umgesetzt sein. Die Kosten belaufen sich auf etwa zwei Millionen Euro.
Deeskalationstraining für Außendienstmitarbeiter

Zusätzlich betonte man, dass diverse Präventionsmaßnahmen schon seit Jahren eingesetzt würden. So durchläuft etwa jeder Mitarbeiter, der im Außendienst unterwegs ist, seit 2006 ein verpflichtendes Deeskalationstraining. „Hier lernt man, kritische Situationen schon möglichst vorher zu erkennen und abzuwenden“, erklärte Michael Kiss, Leiter des Referats Arbeitspsychologie der Wiener Linien.

Sollte tatsächlich etwas passieren, steht den Betroffenen ein Kriseninterventionsteam zur Verfügung. Insgesamt 25 Leute kümmern sich um die psychologische Betreuung, wobei das freiwillige Angebot rund 60 Prozent der Betroffenen annehmen, berichtete Kiss.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Wagenbeweger am 27. März 2015, 10:27:09


 So wurde bereits rund die Hälfte der alten Straßenbahnen vom Typ E2 mit geschlossenen Fahrerkabinen ausgestattet,


 :bh:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: sheldor am 27. März 2015, 11:19:59


 So wurde bereits rund die Hälfte der alten Straßenbahnen vom Typ E2 mit geschlossenen Fahrerkabinen ausgestattet,


 :bh:

Als ich diesen schwachsinn gehört habe dachte ich mir auch meinen Teil. Die paar Zentimeter die diese Scheibe höher und breiter(?) wurde nennen die Fahrerkabine? Wieviele Züge wurden eigentlich schon umgerüstet?
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: moszkva tér am 27. März 2015, 13:43:50
Zitat
106 Mal sind Mitarbeiter der Wiener Linien 2014 tätlich angegriffen worden, ...

Mehr Übergriffe als im Vorjahr gab es 2010 ... mit 105 ...

Statistik ist ja nicht so Meins, aber...  :fp:

Keine Frage, jeder Übergriff ist einer zu viel. Aber einen Trend nach oben kann ich da statistisch nicht rauslesen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Geamatic am 27. März 2015, 14:00:40
2010: 105 Vorfälle
2011: ?
2012: 108 Vorfälle
2013: ? (ich glaub mal gehört zu haben unter 100)
2014: 106 Vorfälle

Es ist also eine Frechheit zu sagen, dass Jahr 2014 sei ein statistischer Ausreißer. Man könnte das genauso gut von den Jahren 2011 und 2013 sagen. Fakt ist, die Zahlen ändern sich nicht merklich und das Unternehmen nimmt willentlich in Kauf das im Schnitt alle 3-4 Tage ein Mitarbeiter beim ausüben seine Arbeit verletzt/attackiert wird. Aber die Zahlen können sich auch nicht ändern, wenn faktisch nichts zum Schutz der Mitarbeiter getan wird. Aber Hauptsache in Erdberg wird ein teures Sicherheitssystem installiert, damit ja nicht jemand wütend in die Chefetage kommt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 27. März 2015, 16:00:44
Da die meisten insultierten Mitarbeiter Fahrscheinprüfer, Stationswarte oder Kontrollorgane sind, können Fahrerkabinen die Zahl wohl kaum signifikant reduzieren. Auch ein Gutteil der belästigten Fahrer befand sich zum Zeitpunkt des Problems nicht am Fahrerplatz!


Jeder Übergriff ist einer zu viel, aber man darf das auch nicht überbewerten, weil viele sich schon angegriffen fühlen, wenn sie wer blöd anredet oder gar antupft!  ::)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 68er am 27. März 2015, 16:00:54
das Unternehmen nimmt willentlich in Kauf das im Schnitt alle 3-4 Tage ein Mitarbeiter beim ausüben seine Arbeit verletzt/attackiert wird

Wenn man einen Job mit Kundenkontakt und/oder im öffentlichen Raum ausübt, kann es keine 100%ige Sicherheit geben.
In Supermärkten gibt es die Anzahl an Zwischenfällen, die es bei euch in einem Jahr gibt, vermutlich jeden Tag. Dort fordert niemand, auch nicht die Gewerkschaft oder die Betroffenen, einen Security und/oder einen Glaskobel je Kassiererin.
Das ist nur ein Auswuchs der WiLi-Unternehmenskultur, die die Ansicht "Spazierenfahren zum Selbstzweck und die blöden Passagiere sollen möglichst nicht stören" zum Motto erhebt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Inventar am 27. März 2015, 19:01:04
das Unternehmen nimmt willentlich in Kauf das im Schnitt alle 3-4 Tage ein Mitarbeiter beim ausüben seine Arbeit verletzt/attackiert wird

Wenn man einen Job mit Kundenkontakt und/oder im öffentlichen Raum ausübt, kann es keine 100%ige Sicherheit geben.
In Supermärkten gibt es die Anzahl an Zwischenfällen, die es bei euch in einem Jahr gibt, vermutlich jeden Tag. Dort fordert niemand, auch nicht die Gewerkschaft oder die Betroffenen, einen Security und/oder einen Glaskobel je Kassiererin.
Das ist nur ein Auswuchs der WiLi-Unternehmenskultur, die die Ansicht "Spazierenfahren zum Selbstzweck und die blöden Passagiere sollen möglichst nicht stören" zum Motto erhebt.

Selten so einen Blödsinn gelesen. Der große Teil der "Tätlichen" ist nicht im Fahrdienst sondern bei der Kontrolle. Das da einige selber schuld sind kann man auch nicht abstreiten. Aber was da oft passiert, von Seiten der FG ist schon arg. Da zucken Leute aus nur weil sie ihre Jahreskarte herzeigen müssen. Die Umgangsformen haben sich halt in den letzten Jahren sehr zum Schlechten geändert. Und ja ich weiß wo von ich spreche. Über 30 Jahre Fahrdienst und über 20 Jahre Fahrscheinprüfer haben mir da schon einen tieferen Einblick gegeben.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: sheldor am 27. März 2015, 21:33:24
Also bei solchen Aktionen wundert es mich nicht, dass es ab und zu "scheppert"  :o:

"Kontrollore halten Schwarzfahrer in Schach" (Artikel und Video): http://www.heute.at/leser/art23650,1140081 (http://www.heute.at/leser/art23650,1140081)

Vorallem dann die Antwort der WL:

Zitat
Unsere Mitarbeiter haben sich hier in einer schwierigen Situation rechtmäßig verhalten, der potenzielle Schwarzfahrer wurde nicht an die Wand gehaut, er wurde nur am Davonlaufen gehindert. Nachdem sich der Schwarzfahrer gegenüber unseren Mitarbeitern nicht ausweisen wollte, wurde die Polizei hinzugezogen. Das kurzfristige Anhalten von potenziellen Schwarzfahrerinnen und Schwarzfahrer bis zum Eintreffen der Polizei ist erlaubt.

Seit wann ist denn das erlaubt? Schwarzfahren ist meines wissens eine Verwaltungsübertretung und da darf man doch nur von der Polizei angehalten werden. Oder täusche ich mich da?

Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Werner1981 am 27. März 2015, 21:47:07

Seit wann ist denn das erlaubt? Schwarzfahren ist meines wissens eine Verwaltungsübertretung und da darf man doch nur von der Polizei angehalten werden. Oder täusche ich mich da?


Seit 2007.

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/archiv/93121_Schwarzkappler-duerfen-doch-festhalten.html (http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/archiv/93121_Schwarzkappler-duerfen-doch-festhalten.html)
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 27. März 2015, 21:54:29
Da ist immer viel rechtliche Grauzone dabei. Falls es der Schwarzfahrer vor Gericht kommt, sagt ihm dann eh der Richter, wie er es sieht. Der ertappte Schwarzfahrer könnte natürlich auch versuchen, die Kontrollore anzuzeigen, die würden dann, natürlich in einem anderen Verfahren, ebenfalls von der Justiz erfahren, wie ihr konkretes Vorgehen bewertetet wird.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 27. März 2015, 21:58:12
Da ist immer viel rechtliche Grauzone dabei. Falls es der Schwarzfahrer vor Gericht kommt, sagt ihm dann eh der Richter, wie er es sieht. Der ertappte Schwarzfahrer könnte natürlich auch versuchen, die Kontrollore anzuzeigen, die würden dann, natürlich in einem anderen Verfahren, ebenfalls von der Justiz erfahren, wie ihr konkretes Vorgehen bewertetet wird.

Mit ein wenig Vernunft betrachtet sollten die paar Euro Kopfgeld das nicht wert sein.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: hema am 27. März 2015, 22:00:11
Sind sie eh nicht, das sind halt auch irgendwie "Hahnenkämpfe"!
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 95B am 27. März 2015, 22:05:26
Sind sie eh nicht, das sind halt auch irgendwie "Hahnenkämpfe"!

Ja, da geht es um die Ehre und das beleidigte Ego.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: U4 am 18. Juni 2015, 10:50:15
Zitat
Wien – Innere Stadt: Polizist attackiert
Wien (OTS) - Am 17.06.2015 um 10.32 Uhr führten Mitarbeiter der Wiener Linien Fahrscheinkontrollen im Bereich der U2 Station Schottentor durch. Als ein auf Streife befindlicher Fahrradpolizist eine männliche Person bemerkte, die gegenüber drei Mitarbeitern der Wiener Linien handgreiflich wurde, kam der Beamte den Kontrolleuren zu Hilfe. Trotz mehrmaliger Schlichtungsversuche seitens des Beamten ließ sich der 64-jährige Mann nicht beruhigen, attackierten den Fahrradcop in Folge sogar mit Faustschlägen und verletzte diesen leicht. Der Beschuldigte wurde festgenommen und angezeigt.

Rückfragen & Kontakt:

Landespolizeidirektion Wien - Büro Öffentlichkeitsarbeit
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Kanitzgasse am 06. Januar 2018, 19:43:53
Presseaussendung der Landespolizeidirektion Wien:

Wien-Innere Stadt: Gefährliche Drohung gegen Wiener-Linien-Mitarbeiter
Ein 28-Jähriger wurde am 6. Jänner 2018 um 01.15 Uhr vorläufig festgenommen, da er zwei Mitarbeiter der Wiener Linien im Bereich der Kärntnertorpassage bedrohte, die den Mann zuvor aufgeweckt hatten. Es wurde niemand verletzt. Der Beschuldigte wurde nach einer Vernehmung auf freiem Fuß angezeigt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Kanitzgasse am 02. Juni 2018, 09:33:54
Presseaussendung der Landespolizeidirektion Wien:

Wien-Neubau: Rollstuhlfahrer attackiert Polizisten
Am 01. Juni 2018 gegen 23:45 Uhr wurden Beamte des Stadtpolizeikommandos Josefstadt in den Bereich des Westbahnhofs wegen einer Bedrohung gegen das Sicherheitspersonal der Wiener Linien gerufen. Die Mitarbeiter der Wiener Linien wollten einen 29-jährigen Mann aus einer Station wegweisen, da gegen diesen ein Hausverbot bestand. Daraufhin soll der Tatverdächtige die Mitarbeiter bedroht haben. Als die Polizisten am Einsatzort eingetroffen waren, versuchte der Mann die Flucht zu ergreifen. Die Beamten konnten ihn anhalten und eine Identitätsfeststellung durchführen. Der 29-Jährige versuchte auch während der Anhaltung mehrmals mit seinem Rollstuhl wegzufahren. Als dies dem Tatverdächtigen nicht gelang fuhr er mit seinem Rollstuhl auf den Fuß eines Polizisten und blieb darauf stehen. Den Beamten gelang es nach einem eindringlichen Gespräch den Mann zu beruhigen. Der 29-Jährige wurde angezeigt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Kanitzgasse am 18. November 2018, 11:41:24
Presseaussendung der Landespolizeidirektion Wien:

Widerstand
Wien (OTS) - Datum: 17.11.2018
Uhrzeit: 17.20 Uhr
Adresse: 12., Eichenstraße – Hallenbereich U6 Station

Im Bereich des Bahnhofes randalierte eine männliche Person (23), weshalb die Polizei verständigt wurde. Bereits von Weitem konnten die Beamten laute Schreie des 23-Jährigen hören. Dieser befand sich gerade in einer hitzigen Diskussion mit zwei Mitarbeitern der Wiener Linien. Er schrie und gestikulierte wild mit seinen Händen vor den Gesichtern der beiden Mitarbeiter. Einer der beiden Mitarbeiter hatte eine leichte Verletzung im Halsbereich. Vorerst gelang es den Beamten, den 23-Jährigen ein Stück abseits des Geschehens zum Sachverhalt zu befragen, jedoch begann dieser kurz danach wieder lautstark zu schreien und wüste Beschimpfungen gegenüber den Beamten als auch den Wiener Linien Mitarbeitern von sich zu geben. Mehrmals wurde versucht, den Mann zu beruhigen. Da dieser seine Beschimpfungen fortsetzte wurde nach mehrmaligen Abmahnungen die Festnahme ausgesprochen. Immer wieder ballte der 23-Jährige seine Fäuste. Im Zuge der Festnahme setzte der Mann einen heftigen Widerstand und versuchte immer wieder die Beamten zu treten und mit den Fäusten zu schlagen. Die Beamten mussten Verstärkung anfordern, um die Festnahme durchzusetzten. Ein durchgeführter Alkovortest ergab einen Wert von über 1,8 Promille. Ein Polizist wurde verletzt, konnte seinen Dienst jedoch fortsetzen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Kanitzgasse am 16. Januar 2019, 11:24:59
Presseaussendung der Landespolizeidirektion Wien:

Lärmende Jugendliche attackieren Sicherheitspersonal der Wiener Linien
Wien (OTS) - Datum: 15.01.2019
Uhrzeit: 20:30 Uhr
Adresse: 6., Mariahilfer Gürtel, U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße

Zwei Sicherheitsdienst-Mitarbeiter der Wiener Linien (40 bzw. 47 Jahre alt) ersuchten in der U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße eine Gruppe Jugendlicher, sich etwas leiser zu verhalten, da diese lautstark lärmten. Weil sie dieser Aufforderung nicht nachkamen, wurde die Gruppe aufgefordert, das Stationsgebäude zu verlassen. Einer der Jugendlichen schlug dem 47-Jährigen daraufhin mit der Faust ins Gesicht und verletzte ihn. Danach trat er einen Zeitungsständer um. Als er erneut auf die Securities losgehen wollte, wurde Pfefferspray gegen ihn eingesetzt. Danach flüchteten die Jugendlichen. Zwei von ihnen konnten unmittelbar vor dem Stationsgebäude angehalten werden. Die beiden 17-jährigen afghanischen Staatsbürger nannten im Zuge ihrer Einvernahmen den Namen des mutmaßlichen Täters (ebenfalls 17 und afghanischer Staatsbürger) sowie den seines Caritas-Betreuers. Dieser begab sich mit dem Tatverdächtigen in den späten Abendstunden in die PI Stumpergasse. Eine Beschuldigteneinvernahme war aufgrund der offensichtlich starken Alkoholisierung des 17-Jährigen nicht möglich. Gegenüber den Beamten verhielt er sich unkooperativ und forderte diese auf, ihm die Tat doch zu beweisen. Zur Alkoholisierung befragt teilte er mit, „zwei harte 0,7 Liter Flaschen“ getrunken zu haben. Dass es zu keiner Eskalation kam, ist auch dem beruhigenden Einwirken des Betreuers auf den Tatverdächtigen zu verdanken. Eine Videoauswertung von Überwachungskameras und der Bodycam des Security-Mitarbeiters wurde angefordert.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Schienenbremse am 17. Januar 2019, 14:29:19
OT entfernt.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Geamatic am 05. September 2019, 10:15:18
Heute kam es zum einem Tätlichen Angriff gegenüber einem Mitarbeiter der Fahrscheinkontrolle in Michelbeuern. Dabei wurde einem Mitarbeiter mit einem Schraubenzieher in den Halsbereich gestochen. Der Täter würde noch vor Ort von der Polizei festgenommen.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: HLS am 05. September 2019, 10:53:45
Heute kam es zum einem Tätlichen Angriff gegenüber einem Mitarbeiter der Fahrscheinkontrolle in Michelbeuern. Dabei wurde einem Mitarbeiter mit einem Schraubenzieher in den Halsbereich gestochen. Der Täter würde noch vor Ort von der Polizei festgenommen.
Gute Besserung dem Fahrscheinkontrollor.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: M-wagen am 05. September 2019, 15:25:05
Gute Besserung dem Mitarbeiter der WL.
Ich frag mich nur, warum hat ein Fahrgast einen Schraubenzieher zur Hand. Ich habe jedenfalls Keinen Schraubenzieher bei mir, wenn ich die WL benütze.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Helga06 am 05. September 2019, 16:12:29
Es herrscht Waffenverbot in den Zügen und Bussen der WL, dass  ein Schraubenzieher auch ein Mordwerkzeug sein kann, daran denkt man nicht.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 05. September 2019, 21:37:49
Es herrscht Waffenverbot in den Zügen und Bussen der WL, dass  ein Schraubenzieher auch ein Mordwerkzeug sein kann, daran denkt man nicht.

Die Kaiserin Elisabeth ist mit einer Dreikantfeile angegriffen worden, eigentlich war es ein von einer Feile umgeschliffener Dreikantschaber. Diese Werkzeuge findet man in jedem spanabhebenden Metallbetrieb.
Ich bin noch in den 80er Jahren mit Fahrscheinen und gut magazinierter Werkzeugtasche zur Schaltbockrevision mit der Straßenbahn ausgerückt. Nach heutiger Sicht war ich waffenstarrend unterwegs.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Hawk am 05. September 2019, 21:39:28
Es herrscht Waffenverbot in den Zügen und Bussen der WL, dass  ein Schraubenzieher auch ein Mordwerkzeug sein kann, daran denkt man nicht.

Die Kaiserin Elisabeth ist mit einer Dreikantfeile angegriffen worden, eigentlich war es ein von einer Feile umgeschliffener Dreikantschaber. Diese Werkzeuge findet man in jedem spanabhebenden Metallbetrieb.
Ich bin noch in den 80er Jahren mit Fahrscheinen und gut magazinierter Werkzeugtasche zur Schaltbockrevision mit der Straßenbahn ausgerückt. Nach heutiger Sicht war ich waffenstarrend unterwegs.
Es muss immer erst etwas passieren das die Herrschaften munter werden!  :( :down:
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: 60er am 06. September 2019, 00:23:29
Ich frag mich nur, warum hat ein Fahrgast einen Schraubenzieher zur Hand. Ich habe jedenfalls Keinen Schraubenzieher bei mir, wenn ich die WL benütze.
Es gibt sicher Gründe, einen Schraubenzieher, ein Taschenmesser oder irgendeinen anderen Gegenstand, der theoretisch als Waffe zweckentfremdet werden könnte, in der U-Bahn mitzuführen. Ich hab mir z.B. auch schon Werkzeug in einem Baumarkt gekauft und bin damit dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln heimgefahren.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Katana am 06. September 2019, 01:49:04
Zitat
§ 1. Waffen im Sinne diese Bundesgesetzes sind Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind,
1. die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen durch unmittelbare Einwirkung zu beseitigen oder herabzusetzen oder
2. bei der Jagd oder beim Schießsport zur Abgabe von Schüssen verwendet zu werden.
Dolche und Schwerter sind also Waffen, Schraubenzieher, Hämmer, Küchenmesser, Taschenmesser aber nicht.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: denond am 06. September 2019, 08:09:26
Gute Besserung dem Mitarbeiter der WL.
Ich frag mich nur, warum hat ein Fahrgast einen Schraubenzieher zur Hand.

Man braucht auf der U6 nur mit offenen Augen mitfahren, dann weiß man, die Hemmschwelle für solche Angelegenheiten liegt manchmal in diesem Bereich mittlerweile sehr niedrig. Es gibt eben keine Grenzen mehr. Vielleicht war der " Vorsatz " mit im Spiel.
Auch ich wünsche dem Mitarbeiter auf diesem Wege sehr baldige Genesung.
Titel: Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
Beitrag von: Kanitzgasse am 06. September 2019, 11:07:29
Die Presseaussendung der Polizei zu dem gestrigen Vorfall:

Fahrscheinkontrolle endet mit Festnahme
Wien (OTS) - 05.09.2019, 07.55 Uhr
9. U6 Station Michelbeuern

Ein Bediensteter der Wiener Linien führte Fahrscheinkontrollen durch. Dabei kontrollierte er auch einen 38-Jährigen, der keinen gültigen Fahrausweis vorzeigen konnte. Aus diesem Grund kam es zu einem Streitgespräch zwischen den beiden Männern. Der 38-Jährige entfernte sich zunächst, kehrte jedoch kurze Zeit darauf laut schreiend und schimpfend zu dem Kontrollort zurück. Dabei attackierte er das Kontrollorgan (34) mit erhobenem Schraubenzieher im Bereich der Halsgegend. Das Opfer reagierte schnell, konnte den Mann zu Boden bringen und Mithilfe weiterer Kontrollorgane den Beschuldigten bis zum Eintreffen der Beamten festhalten. Der 34-Jährige begab sich unmittelbar danach in ein Krankenhaus, wo er nach einer Erstuntersuchung in häusliche Pflege entlassen wurde. Er erlitt durch den Angriff einen oberflächlichen Einstich im Halsbereich, eine Kieferprellung und mehrere Rippenprellungen. Der Beschuldigte wurde festgenommen und in die Justizanstalt eingeliefert.