Autor Thema: Übergriffe auf Mitarbeiter  (Gelesen 93547 mal)

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13er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #270 am: 08. August 2014, 17:50:24 »
Zitat
Bim-Fahrer attackiert: Keine Anklage

Der 52-Jährige, der im Jänner in Wien-Floridsdorf einen Straßenbahnfahrer attackiert und lebensgefährlich verletzt hat, wird nicht angeklagt. Einem psychiatrischen Gutachten zufolge leidet der Mann an Schizophrenie.

Der Mann ist aufgrund des Gutachtens nicht schuldfähig, die Staatsanwaltschaft Wien hat daher keine Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Vielmehr wurde beim Straflandesgericht vor kurzem ein Antrag auf Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingebracht.

Die Verhandlung, in der Geschworene über diesen Antrag entscheiden müssen, startet am 25. September und ist auf zwei Tage anberaumt. Die Entscheidung soll am 2. Oktober fallen.

Lebensgefährliche Verletzungen

Der 23 Jahre alte Mitarbeiter der Wiener Linien hatte Ende Jänner um 11.30 Uhr eine Garnitur der Linie 31 am Franz-Jonas-Platz gestoppt und wollte seine Mittagspause antreten. Auf dem Weg zu den Diensträumlichkeiten stürmte der ihm völlig unbekannte 52-Jährige mit einem Messer auf ihn zu und stach ohne ersichtlichen Grund mehrfach auf ihn ein.

Der Angreifer fügte dem Straßenbahnfahrer Stichwunden im Hinterhaupt-, Nacken- und Halsbereich zu. Danach lief der Mann davon. Passanten verfolgten ihn und sahen, wie er sich unweit vom Tatort auf den Boden setzte. Als die Polizei eintraf, ließ er sich widerstandslos festnehmen - mehr dazu in Attacke auf Bim-Fahrer: Angreifer schweigt (wien.ORF.at; 27.1.2014).

Attacke auf Bim-Fahrer in Ottakring

Auch in Ottakring wurde ein Bim-Fahrer bei einer Attacke schwer verletzt, der 33-Jährige wurde von bei der Endstelle der Linie 46 am Joachimsthalerplatz von hinten niedergeschlagen und schwer am Kopf verletzt - mehr dazu in „Öffi“-Fahrer attackiert: Verdächtiger gefasst (wien.ORF.at, 5.6.2014).

Kurz vor dieser Attacke hatten Straßenbahnfahrer bei einer Betriebsversammlung Maßnahmen für mehr Sicherheit gefordert. Nach einigen Überfällen auf Bedienstete der Wiener Linien wurde ein Fünfpunkteprogramm für mehr Sicherheit präsentiert, das zwei Millionen Euro kosten soll - mehr dazu in Fünfpunkteprogramm für mehr „Öffi“-Sicherheit (wien.ORF.at; 4.6.2014).

Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2662172/

Mit uns kommst du sicher... zu spät.

Hubi

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #271 am: 08. August 2014, 18:35:14 »

95B

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #272 am: 08. August 2014, 18:44:26 »
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

Linie 41

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #273 am: 08. August 2014, 19:47:14 »
Kein Kommentar! :bh: :bh:
http://wien.orf.at/news/stories/2662172/
Ist zwar unfair, aber rechtlich einwandfrei. Die Juristerei ist eben nicht dazu da Gerechtigkeit durchzusetzen, sondern Recht – alles andere ist wäre auch völlig schwachsinnig, weil nicht im geringsten nachvollziehbar umzusetzen.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

MK

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #274 am: 08. August 2014, 19:56:34 »
Wenn jemand nicht schuldfähig ist, dann ist es durchaus fair, dass er nicht bestraft wird. Er war zum Zeitpunkt der Tat offenbar nicht in der Lage, zu bemerken, was er da gerade anrichtet.

Auch abgesehen von der Fairness ist das ein sinnvolles Ergebnis. Stimmen im Kopf oder visuelle Halluzinationen verschwinden auch von zwanzig Jahren Gefängnis nicht, von ein paar Jahren Therapie mit Medikamenten aber sehr wohl.
So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.

luki32

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #275 am: 08. August 2014, 20:18:47 »
Wenn jemand nicht schuldfähig ist, dann ist es durchaus fair, dass er nicht bestraft wird. Er war zum Zeitpunkt der Tat offenbar nicht in der Lage, zu bemerken, was er da gerade anrichtet.

Auch abgesehen von der Fairness ist das ein sinnvolles Ergebnis. Stimmen im Kopf oder visuelle Halluzinationen verschwinden auch von zwanzig Jahren Gefängnis nicht, von ein paar Jahren Therapie mit Medikamenten aber sehr wohl.

Genau, und dann kommt irgend ein Psychdoktor und meint, der ist wieder ok, und dann macht er wiede dasselbe, alles schon da gewesen. :bh:
Schützt die Täter, die Opfer sind so und so egal.  :fp:

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Klingelfee

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #276 am: 08. August 2014, 20:22:03 »
Das einzige Problem ist halt nur, ist der Täter schuldunfähig, hast du als Opfer keine Chance, deine Schäden ersetzt zu bekommen. Ich weis von was ich spreche. Ich musste mir auch schon einmal den Schaden selbst begleichen, weil der Täter schuldunfähig ist.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

60er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #277 am: 08. August 2014, 20:29:22 »
Welche Schäden soll in diesem Fall das Opfer selbst begleichen müssen? Die Behandlungskosten werden wohl hoffentlich von der Versicherung abgedeckt sein, oder nicht?

Klingelfee

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #278 am: 08. August 2014, 20:31:05 »
Welche Schäden soll in diesem Fall das Opfer selbst begleichen müssen? Die Behandlungskosten werden wohl hoffentlich von der Versicherung abgedeckt sein, oder nicht?

Bei mir war es eine zerrissene Kleidung und eine zerbrochene Brille. Gesamtschaden knapp 1.000 Euro
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

60er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #279 am: 08. August 2014, 20:35:05 »
Bei mir war es eine zerrissene Kleidung und eine zerbrochene Brille. Gesamtschaden knapp 1.000 Euro
Wenn der Zwischenfall in der Dienstzeit auftritt, muss man das auch selber zahlen?

MK

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #280 am: 08. August 2014, 20:37:15 »
Wenn jemand nicht schuldfähig ist, dann ist es durchaus fair, dass er nicht bestraft wird. Er war zum Zeitpunkt der Tat offenbar nicht in der Lage, zu bemerken, was er da gerade anrichtet.

Auch abgesehen von der Fairness ist das ein sinnvolles Ergebnis. Stimmen im Kopf oder visuelle Halluzinationen verschwinden auch von zwanzig Jahren Gefängnis nicht, von ein paar Jahren Therapie mit Medikamenten aber sehr wohl.

Genau, und dann kommt irgend ein Psychdoktor und meint, der ist wieder ok, und dann macht er wiede dasselbe, alles schon da gewesen. :bh:
Schützt die Täter, die Opfer sind so und so egal.  :fp:

Für Österreich habe ich auf die Schnelle keine Zahlen gefunden, aber in Deutschland werden aus dem Maßregelvollzug (entspricht der Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher) Entlassene wesentlich seltener rückfällig als aus dem Gefängnis Entlassene. Im Maßregelvollzug liegt die Rückfallquote zwischen 15 und 30 Prozent, im Strafvollzug zwischen 60 und 80 Prozent.

Und gerade Schizophrenien sind wesentlich besser behandelbar als z.B. Persönlichkeitsstörungen.
So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #281 am: 08. August 2014, 20:44:17 »
Für Österreich habe ich auf die Schnelle keine Zahlen gefunden, aber in Deutschland werden aus dem Maßregelvollzug (entspricht der Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher) Entlassene wesentlich seltener rückfällig als aus dem Gefängnis Entlassene. Im Maßregelvollzug liegt die Rückfallquote zwischen 15 und 30 Prozent, im Strafvollzug zwischen 60 und 80 Prozent.

Und gerade Schizophrenien sind wesentlich besser behandelbar als z.B. Persönlichkeitsstörungen.

Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #282 am: 08. August 2014, 20:46:08 »
Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:

Dem nützt es nichts mehr, den anderen Fahrern (und sonstigen Menschen) aber sehr wohl.
So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #283 am: 08. August 2014, 20:47:04 »
Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:

Dem nützt es nichts mehr, den anderen Fahrern (und sonstigen Menschen) aber sehr wohl.

Ich weiß schon, Opfer sind heutztage völlig egal, habe ich ja vergessen.

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darkweasel

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #284 am: 08. August 2014, 20:53:43 »
Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:
Was (außer dem von Klingelfee erwähntem Aspekt) würde es ihm nützen, wenn der Mensch ins Gefängnis käme?