Autor Thema: Übergriffe auf Mitarbeiter  (Gelesen 92556 mal)

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MK

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #285 am: 08. August 2014, 20:53:44 »
Ich weiß schon, Opfer sind heutztage völlig egal, habe ich ja vergessen.

Die Logik, mit der du eine Maßnahme, die zu einer niedrigeren Rückfallquote (also weniger Opfern) führt, als "Opfer sind völlig egal" einordnest, bleibt mir wohl für immer verschlossen.
So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.

Klingelfee

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #286 am: 08. August 2014, 20:54:50 »
Bei mir war es eine zerrissene Kleidung und eine zerbrochene Brille. Gesamtschaden knapp 1.000 Euro
Wenn der Zwischenfall in der Dienstzeit auftritt, muss man das auch selber zahlen?

Privaten Dingen ja.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

hema

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #287 am: 08. August 2014, 21:18:22 »

Ich weiß schon, Opfer sind heutztage völlig egal, habe ich ja vergessen.

mfG
Luki
Das einzige, was offenbar wirklich hilft, ist der Erwerb einer rosa Brille!  ;)


Ich weiß aber nicht, ob das die Krankenkassa zahlt!  :-[
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

Schienenfreak

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #288 am: 08. August 2014, 21:26:31 »

Ist zwar unfair, aber rechtlich einwandfrei. Die Juristerei ist eben nicht dazu da Gerechtigkeit durchzusetzen, sondern Recht – alles andere ist wäre auch völlig schwachsinnig, weil nicht im geringsten nachvollziehbar umzusetzen.
So ist es!
Sie sudern im Viereck, sie sudern konzentriert... im Viereck!

ULF oder nicht ULF, das ist hier die Frage!

60er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #289 am: 09. August 2014, 00:11:20 »
Ich weiß schon, Opfer sind heutztage völlig egal, habe ich ja vergessen.
Den Zusammenhang kapiere ich auch nicht! Der Täter ist "geistig abnormal" und wird daher zurecht nicht in einer normalen Haftanstalt, sondern in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verwahrt.

Was forderst du? Dass das Opfer Rache nehmen kann, also Auge und Auge, Zahn um Zahn? Oder vielleicht gar die Einführung der Todesstrafe? Damit ist doch niemandem geholfen, weder dem Opfer, noch sonst irgendwem.

Hubi

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #290 am: 09. August 2014, 06:13:19 »
Die Strafe der Täter hat noch keinem Opfer genützt, jedoch scheint es in Mode zu kommen sich auf eine "bsoffene Gschicht" auszureden und auf, zum Tatzeitpunkt, unzurechnungsfähig zu plädieren.
Liest man ja leider immer wieder, Täter stand unter Drogen, Täter war alkoholisiert usw., sieht man ja auch vermehrt bei Autounfällen mit Toten.
Der Führerschein ist zwar weg, aber die weiteren Strafen sind lächerlich!

13er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #291 am: 09. August 2014, 07:42:35 »
Schizophrenie ist aber schon ein bisserl was Anderes als ein Rausch - ein ernsthaftes Krankheitsbild nämlich. Es geht hier, wie MK richtig anmerkt, um den Schutz potentieller zukünftiger Opfer. Lebenslang bekommt er für eine Messerattacke sowieso nicht, also wird er irgendwann wieder draußen sein - und dann würde ich ihm lieber therapiert begegnen! Dass einige wieder rückfällig werden, ist leider so. Keine medizinische Behandlung ist 100% sicher. Aber es deswegen gleich bleiben zu lassen, weil es bei 2 von 100 nicht klappt, erinnert ein bißchen an die WL ;)

Die Alternative wäre lebenslang einsperren schon für "kleinere" Delikte - und das will doch auch niemand. Dazu braucht man nur in die USA zu schauen!

Mit uns kommst du sicher... zu spät.

Hubi

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #292 am: 09. August 2014, 10:34:40 »
Zitat
und dann würde ich ihm lieber therapiert begegnen!

.... so wie der Lehrfahrer in Ottakring?

Linie 41

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #293 am: 09. August 2014, 10:47:02 »
Was kann da die Justiz dafür? Wenn ihr davor Angst habt überfallen zu werden, zwingt lieber euren Arbeitgeber Präventionsmaßnahmen durchzuführen anstatt euch über das grundsätzlich ganz vernüftig formulierte und exekutierte StGB zu beschweren.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

Ferry

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #294 am: 11. August 2014, 09:53:43 »
Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:

Dem nützt es nichts mehr, den anderen Fahrern (und sonstigen Menschen) aber sehr wohl.

Das ist erstens noch nicht fix, denn es wird über die Einlieferung in die Anstalt ja erst am 25.9. entschieden (bis dahin darf er weiter frei herumlaufen!  ::)) und zweitens ist es für den Betroffenen kein Trost. Versetzt euch doch selbst einmal in die Lage - ihr werdet von einem Menschen vorsätzlich verletzt, müsst ins Spital, habt Schmerzen, tragt im schlimmsten Fall eine lang anhaltende oder gar lebenslange Behinderung davon. Wenn man euch dann eröffnet, dass das halt eben passiert ist und ihr damit leben müsst, weil der Betroffene geisteskrank und somit strafunmündig war, wärt ihr wohl auch nicht sehr von der Situation angetan. Und genau das ist es, auf was User "luki32" hinweist - m.M. nach vollkommen zu Recht.

Ich fände es in solchen Fällen fair, wenn der Betroffene zumindest ein Schmerzensgeld erhielte, das aus irgendeinem Fond bereitzustellen wäre. Es kann ja nicht sein, das ich wegen eines anderen an Leib und Leben Schaden nehme, ohne dass mir das in irgendeiner Weise abgegolten wird. Und natürlich bleibt die Frage, wieso so jemand frei herumlaufen kann und wieso es jetzt noch über ein Monat dauert, bis überhaupt erstmal entschieden wird, wie es weitergeht.

Wenn ich soetwas lese, wünsche ich mir manchmal, dass sich die Attacke gegen einen der Entscheidungsträger richtet. Dann ginge es vermutlich um einiges schneller.  ::)
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

moszkva tér

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #295 am: 11. August 2014, 10:57:39 »

Das ist erstens noch nicht fix, denn es wird über die Einlieferung in die Anstalt ja erst am 25.9. entschieden (bis dahin darf er weiter frei herumlaufen!  ::))

Ich bin ja kein Law and Order Typ, aber da muss ich auch dir Recht geben. Wenn man sich anschaut, wegen was für Lappalien in Österreich Menschen in U-Haft versauern mussten (Tierschützer und der komische Landfriedensbruch-Heini von der Demo gegen die Rechten), dann sollte man jemandem, der tatsächlich eine Gefahr sein könnte, zumindest unter Aufsicht halten (auf der Psych zumindest).

Zitat
Versetzt euch doch selbst einmal in die Lage - ihr werdet von einem Menschen vorsätzlich verletzt, müsst ins Spital, habt Schmerzen, tragt im schlimmsten Fall eine lang anhaltende oder gar lebenslange Behinderung davon. Wenn man euch dann eröffnet, dass das halt eben passiert ist und ihr damit leben müsst, weil der Betroffene geisteskrank und somit strafunmündig war, wärt ihr wohl auch nicht sehr von der Situation angetan. Und genau das ist es, auf was User "luki32" hinweist - m.M. nach vollkommen zu Recht.

Nur leider passieren ähnliche Dinge tagtäglich, viel häufiger, im Straßenverkehr. Man stelle sich vor, irgendein Idiot scheibt dich mit dem Auto zusammen, du bist schwer verletzt, behindert oder gar tot. Da sagt jeder "Pech, sowas passiert leider".

Ob in dem Fall der Täter tatsächlich vorsätzlich im Sinne des Strafrechts gehandelt hat (Schädigungsabsicht oder Schädigung billigend in Kauf genommen) und auch in der Lage war, das abzuschätzen, darüber entscheidet dann ein Richter.

Klingelfee

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #296 am: 11. August 2014, 10:59:35 »
Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:

Dem nützt es nichts mehr, den anderen Fahrern (und sonstigen Menschen) aber sehr wohl.

Das ist erstens noch nicht fix, denn es wird über die Einlieferung in die Anstalt ja erst am 25.9. entschieden (bis dahin darf er weiter frei herumlaufen!  ::))

Von wo hast du die Info? Meiner ging damals nämlich direkt von der U-Haft in die Klapse.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Ferry

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #297 am: 11. August 2014, 11:23:43 »
Das nützt dem Fahrer von Floridsdorf aber alles sehr viel.  :bh:

Dem nützt es nichts mehr, den anderen Fahrern (und sonstigen Menschen) aber sehr wohl.

Das ist erstens noch nicht fix, denn es wird über die Einlieferung in die Anstalt ja erst am 25.9. entschieden (bis dahin darf er weiter frei herumlaufen!  ::))

Von wo hast du die Info? Meiner ging damals nämlich direkt von der U-Haft in die Klapse.

Siehe Posting #273 von User "13er" vom 8.8. Dort ist von dem genannten Termin die Rede. Und ich nehme an, dass er bis dahin auf freiem Fuß bleiben wird, denn ohne einen Einweisungsbescheid kann er nicht eingesperrt werden.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

MK

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #298 am: 11. August 2014, 14:28:38 »
Das ist erstens noch nicht fix, denn es wird über die Einlieferung in die Anstalt ja erst am 25.9. entschieden (bis dahin darf er weiter frei herumlaufen!  ::))

Hast du dazu eine Quelle? Er könnte genauso nach § 429 StPO bereits in der Anstalt sitzen.

Zitat
und zweitens ist es für den Betroffenen kein Trost. Versetzt euch doch selbst einmal in die Lage - ihr werdet von einem Menschen vorsätzlich verletzt, müsst ins Spital, habt Schmerzen, tragt im schlimmsten Fall eine lang anhaltende oder gar lebenslange Behinderung davon. Wenn man euch dann eröffnet, dass das halt eben passiert ist und ihr damit leben müsst, weil der Betroffene geisteskrank und somit strafunmündig war, wärt ihr wohl auch nicht sehr von der Situation angetan. Und genau das ist es, auf was User "luki32" hinweist - m.M. nach vollkommen zu Recht.

Aber auch wenn der Betroffene strafmündig wäre, was nutzt mir die Strafe dann? Ich muss trotzdem ins Spital, habe trotzdem Schmerzen und trage trotzdem eine Behinderung davon.
So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.

haidi

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #299 am: 11. August 2014, 16:19:49 »
Aber auch wenn der Betroffene strafmündig wäre, was nutzt mir die Strafe dann? Ich muss trotzdem ins Spital, habe trotzdem Schmerzen und trage trotzdem eine Behinderung davon.
Ich kann mir vorstellen, dass es psychisch einfacher zu verkraften wäre, wenn das ein Irrer war als ein Brutalo.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging