Autor Thema: [PM] Vassilakou für zentralen Busterminal in Wien  (Gelesen 30337 mal)

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Re: [PM] Vassilakou für zentralen Busterminal in Wien
« Antwort #135 am: 02. Januar 2019, 17:54:53 »
Bei Neos bin ich mir halt seit Strolz Abgang nicht mehr sicher, ob sie nicht doch irgendwann in Regierungen mit der FPÖ gehen und das ist für mich ein No-Go.
Auf Landesebene in Wien wohl allein schon aus Wahlarithmetischen Gründen nicht: wenn die SPÖ keine Absolute schafft (das ist dem Häupl schon länger nicht gelungen, ich glaube nicht, dass Ludwig besser ankommt), wird sie sicher keine 3-Parteien-Koalition (SPÖ-ÖVP-Neos) machen, sondern unter Ludwig eher die „einfachere“ Variante mit der FPÖ wählen - zumal sich die FPÖ sicher recht „billig“ verkaufen würde, um ans Ruder zu kommen - und Ludwig scheint ja dahingehend wenig Berührungsängste zu haben. Über eine autofahrergerechte Politik wird man sich da sicher schnell einig werden und „Maßnahmen“, die nicht-Österreichern das Leben schwer machen, denkt Ludwig selbst ja schon an. Und die paar Bobo-Bezirke zwischen der Wieden und Alsergrund hungert man finanziell dann einfach aus. Währing eventuell auch, weil die aktuelle Bezirksvorsteherin wohl gute Chancen auf eine Wiederwahl hat, allerdings wird sie Projekte wie den Rückbau der Gersthofer Autobahn dann finanziell nicht mehr schaffen und ebenfalls zur Untätigkeit verdammt sein.
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Re: [PM] Vassilakou für zentralen Busterminal in Wien
« Antwort #136 am: 02. Januar 2019, 18:27:56 »
Bei Neos bin ich mir halt seit Strolz Abgang nicht mehr sicher, ob sie nicht doch irgendwann in Regierungen mit der FPÖ gehen und das ist für mich ein No-Go.
Auf Landesebene in Wien wohl allein schon aus Wahlarithmetischen Gründen nicht: wenn die SPÖ keine Absolute schafft (das ist dem Häupl schon länger nicht gelungen, ich glaube nicht, dass Ludwig besser ankommt), wird sie sicher keine 3-Parteien-Koalition (SPÖ-ÖVP-Neos) machen, sondern unter Ludwig eher die „einfachere“ Variante mit der FPÖ wählen - zumal sich die FPÖ sicher recht „billig“ verkaufen würde, um ans Ruder zu kommen - und Ludwig scheint ja dahingehend wenig Berührungsängste zu haben. Über eine autofahrergerechte Politik wird man sich da sicher schnell einig werden und „Maßnahmen“, die nicht-Österreichern das Leben schwer machen, denkt Ludwig selbst ja schon an. Und die paar Bobo-Bezirke zwischen der Wieden und Alsergrund hungert man finanziell dann einfach aus. Währing eventuell auch, weil die aktuelle Bezirksvorsteherin wohl gute Chancen auf eine Wiederwahl hat, allerdings wird sie Projekte wie den Rückbau der Gersthofer Autobahn dann finanziell nicht mehr schaffen und ebenfalls zur Untätigkeit verdammt sein.

Die aktuellen Prognosen sagen vor Allem einen massiven Zuwachs der ÖVP Wien auf Kosten der FPÖ Wien vorher. Bei der SPÖ gehe ich davon aus, dass diese maximal leichte Stimmverluste hinnehmen werden müssen, wobei die NEOS mit der Ankündigung, man würde auch gemeinsam mit SPÖ und ÖVP regieren in Wien um einen roten Bürgermeister zu verhindern, mEn sogar noch zum größten (ungewollten!) Wahlhelfer der SPÖ werden könnten, wenn sie diese Strategie wirklich weiterfahren und vertreten.
Ich gehe davon aus, dass weder Blau-Schwarz, noch Schwarz-Blau eine Mehrheit haben werden. Selbst eine SPÖ-Alleinregierung schließe ich nicht ganz aus, da es in Österreich einfach auch Tradition hat, dass sich auf Bundesländerebene eine Art "Gegenwahl" zum Bundestrend etabliert bzw. es ja auch traditionell dieses inszenierte "Wien vs. Rest-Österreich"-Duell gibt, dass gerade die neue Bundesregierung auch stark forciert (wodurch auch diese zum ungewollten Wahlhelfer der SPÖ Wien wird). Da Ludwig bekanntermaßen kein Fan der Grünen ist und noch nicht mächtig genug ist, um mit den Blauen zu koalieren - und diese gegenüber dem letzten Ergebnis in Wien wohl auch deutlich verlieren werden, aufgrund der erstarkten Wiener ÖVP - scheint mir Rot-Schwarz aber eigentlich eine ausgemachte Sache zu sein, sofern es nicht für eine rote Alleinregierung reicht.
Also Rot-Schwarz, Rot-Grün, oder rote Alleinregierung wären aus heutiger Betrachtung wohl die drei realistischsten Szenarien für 2019/20.