Autor Thema: Linie 60  (Gelesen 131617 mal)

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Ferry

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Re: Linie 60
« Antwort #315 am: 18. Oktober 2016, 08:15:21 »
Du glaubst doch echt nicht, dass so ein Spezialbegriff außerhalb der Verkehrsbetriebe verwendet worden ist? Für das p.t. Publikum waren das sicher alles Schaffner!

Und in den Lehrbehelfen (Fahrerfachschule) wird ohne Unterschied nach Wagentypen der Begriff Zug(-s, bin jetzt zu faul nachzuschauen)führer verwendet, der im Gegensatz zu den Beiwagenschaffnern einige zusätzliche Pflichten hat.

Ich weiß nicht, von welchen Lehrbehelfen du sprichst, aber in den mir im Augenblick vorliegenden WL-Lehrbehelfen für die Typen A (1977), B (1971), D1 (1964) und L4 (1961) kommt der Begriff "Zugführer" nicht vor. Für die Typen B und b gibt es sogar einen eigenen "Lehrbehelf für Schaffner" (1963).

Vielleicht kannst du mir die Lehrbehelfe nennen, wo statt "Schaffner" der Begriff "Zugführer" verwendet wird.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

luki32

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Re: Linie 60
« Antwort #316 am: 18. Oktober 2016, 08:58:19 »
Ich weiß nicht, von welchen Lehrbehelfen du sprichst, aber in den mir im Augenblick vorliegenden WL-Lehrbehelfen für die Typen A (1977), B (1971), D1 (1964) und L4 (1961) kommt der Begriff "Zugführer" nicht vor. Für die Typen B und b gibt es sogar einen eigenen "Lehrbehelf für Schaffner" (1963).

Vielleicht kannst du mir die Lehrbehelfe nennen, wo statt "Schaffner" der Begriff "Zugführer" verwendet wird.

Ich habe es Dir gestern schon geschickt, ich habe dem vom E aus 1965 aufgemacht, und dort gibts zwar den Schaffnersitz und Abschnitte, die auch für die Schaffner relevant sind, aber die Notbremse wird vom Zugführer (natürlich ohne s) am Schaffnerplatz bedient, bei dem vom E und E1 aus 1969 findet man beide Ausdrücke:

Zitat
35. Notbremse
Jede Betätigung des Notbremspedals (Bild XV/10) durch den Schaffner
hat der Fahrer durch sofortige Betätigung der elektrischen Kurzschlußbremse,
Schienenbremse und Sandstreueinrichtung zu unterstützen.
Nach Stillstand des Zuges ist vom Fahrer die Schienenbremse auszuschalten
und die „Türfreigabe“ an den Zugführer zu geben.
Vom Zugführer wird die Schienenbremse durch Loslassen des Pedals
ausgeschaltet, doch bleibt der Zug weiter mit der Solenoidbremse (volle
Bremskraft) eingebremst. Erst nach dem Zurückstellen der gefederten
Lösestange wird diese Bremse gelöst.

Beim Lehrbehelf vom D1 aus 1973 ist nur mehr vom Schaffner die Rede, ebenfalls beim Lehrbehelf vom C1 und bei dem vom L4 aus 1961.

mfG
Luki
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W_E_St

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Re: Linie 60
« Antwort #317 am: 18. Oktober 2016, 12:12:53 »
Du glaubst doch echt nicht, dass so ein Spezialbegriff außerhalb der Verkehrsbetriebe verwendet worden ist? Für das p.t. Publikum waren das sicher alles Schaffner!

Und in den Lehrbehelfen (Fahrerfachschule) wird ohne Unterschied nach Wagentypen der Begriff Zug(-s, bin jetzt zu faul nachzuschauen)führer verwendet, der im Gegensatz zu den Beiwagenschaffnern einige zusätzliche Pflichten hat.

Ich weiß nicht, von welchen Lehrbehelfen du sprichst, aber in den mir im Augenblick vorliegenden WL-Lehrbehelfen für die Typen A (1977), B (1971), D1 (1964) und L4 (1961) kommt der Begriff "Zugführer" nicht vor. Für die Typen B und b gibt es sogar einen eigenen "Lehrbehelf für Schaffner" (1963).

Vielleicht kannst du mir die Lehrbehelfe nennen, wo statt "Schaffner" der Begriff "Zugführer" verwendet wird.

Fahrerfachschule, ist aber leider nur eine Kopie, bei der die Datumsangabe fehlt.
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(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

Ferry

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Re: Linie 60
« Antwort #318 am: 18. Oktober 2016, 13:57:03 »
Fahrerfachschule, ist aber leider nur eine Kopie, bei der die Datumsangabe fehlt.

Schön, einigen wir uns darauf, dass der Begriff "Zugführer" fallweise Eingang in WL-Lehrbehelfe gefunden hat, möglicherweise sogar unbeabsichtigt, denn es macht wenig Sinn, in einem Lehrbehelf durchgehend von einem "Schaffner" zu sprechen und dann genau einmal, bei der Bedienung des Notbremspedals am Schaffnerplatz, vom "Zugführer".

Ein gängiger Ersatz für den Begriff "Schaffner" war "Zugführer" jedenfalls nicht, wie hier behauptet wurde. Die üblichen, auch WL-intern verwendeten Bezeichnungen waren "Schaffner" und - falls eine Unterscheidung nötig war - "Beiwagenschaffner".

Den Begriff "Zugführer" habe ich zum ersten Mal im "Lehrbehelf für Fahrer und Zugbegleiter auf Zweirichtungswagen" (1991) kennengelernt, wo gleich auf Seite eins definiert wird: Der "Zugführer" ist der Zugbegleiter des Triebwagens. Hier macht eine solche Unterscheidung auch Sinn, weil Zugführer auf solchen Zügen deutlich mehr Aufgaben haben als Zugbegleiter auf Beiwägen.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

haidi

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Re: Linie 60
« Antwort #319 am: 18. Oktober 2016, 14:06:35 »
Zitat
35. Notbremse
Jede Betätigung des Notbremspedals (Bild XV/10) durch den Schaffner
hat der Fahrer durch sofortige Betätigung der elektrischen Kurzschlußbremse,
Schienenbremse und Sandstreueinrichtung zu unterstützen.
Nach Stillstand des Zuges ist vom Fahrer die Schienenbremse auszuschalten
und die „Türfreigabe“ an den Zugführer zu geben.
Vom Zugführer wird die Schienenbremse durch Loslassen des Pedals
ausgeschaltet, doch bleibt der Zug weiter mit der Solenoidbremse (volle
Bremskraft) eingebremst. Erst nach dem Zurückstellen der gefederten
Lösestange wird diese Bremse gelöst.

Beim Lehrbehelf vom D1 aus 1973 ist nur mehr vom Schaffner die Rede, ebenfalls beim Lehrbehelf vom C1 und bei dem vom L4 aus 1961.
Scheint mir auch deshalb richtiger, weil die Beiwagenschaffner auch Notbremspedale am Schaffnerplatz hatten.

Edit: Quoting
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

nord22

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Re: Linie 60
« Antwort #320 am: 29. Oktober 2016, 11:23:05 »
L 557 + l 1806 + l 1795 bei der Rudolf-Waisenhorn-Gasse (Foto: Robert Hergett, 01.05.1978).

LG nord22

pTn

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Re: Linie 60
« Antwort #321 am: 19. November 2016, 10:20:04 »
Habe nun ein paar Bilder vom 60er live gestellt: http://public-transport.net/a/Wien/Linie60/

Erdberg

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Re: Linie 60
« Antwort #322 am: 19. November 2016, 10:56:14 »
Das dritte ist besonders schön!!!

nord22

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Re: Linie 60
« Antwort #323 am: 28. Dezember 2016, 08:58:05 »
Am 60er verkehrten einst schönere Fahrzeuge als B1: Ein Dreiwagenzug mit n1 5794 als zweiter Beiwagen auf der Speisinger Straße in den 50er Jahren (Foto: Harald Herrmann).

LG nord22

Z-TW

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Re: Linie 60
« Antwort #324 am: 28. Dezember 2016, 09:39:56 »
Am 60er verkehrten einst schönere Fahrzeuge als B1:

Du meinst "exotischer" statt "schöner"...

13er

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Re: Linie 60
« Antwort #325 am: 28. Dezember 2016, 09:44:26 »
Das Wort "schön" ist mir für diese Stadtbahnkraxn auch noch nie in den Sinn gekommen :)
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

haidi

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Re: Linie 60
« Antwort #326 am: 28. Dezember 2016, 09:57:41 »
Karosseriemäßig ist da nicht viel Unterschied zu einem Mx und in der Rot-Weiß-Lackierung schaute der N wesentlich besser aus.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

h 3004

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Re: Linie 60
« Antwort #327 am: 28. Dezember 2016, 14:22:55 »
Schöner als E2 oder ULF ist die Garnitur allemal!!  :up:

hema

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Re: Linie 60
« Antwort #328 am: 28. Dezember 2016, 18:50:37 »
Alles was a Tramway schöner is' als a ULF, is' ein Luxus!

Tante Jolesch.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

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Re: Linie 60
« Antwort #329 am: 01. Januar 2017, 15:36:48 »
Habe nun ein paar Bilder vom 60er live gestellt: http://public-transport.net/a/Wien/Linie60/

Die Historizität der drei Bilder ist endenwollend.