Autor Thema: Personalkosten (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)  (Gelesen 8367 mal)

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petestoeb

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Re: Personalkosten (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)
« Antwort #15 am: 08. März 2016, 18:05:57 »

Allein schon die Tatsache, dass du dich eigens absperren lassen musst, um die Fahrzeit nicht zu unterschreiten, zeigt schon, dass selbige viel zu lang ist. Bedanken darf man sich dafür bei den Betonschädeln der roten Einheitsgewerkschaft, die sich jeder Fahrzeitverkürzung entgegenstellt, weil sie an der steinzeitlichen Rolldienstzulage festhält, die ja aus einer Zeit stammt, als Tramwayer noch Gemeindebedienstete waren, die von Haus aus einen mickrigen Grundgehalt hatten und ihr eigentliches Einkommen nur durch eine Vielzahl an unterschiedlichsten Zulagen erreichen.

Das ist auch heute noch so! Siehe http://www.gdgfsg.at/kollekt/wienerstadtwerke/zulagen.pdf

Nun das Einkommen sollte mit Sicherheit nicht weiter gekürzt werden. Eine Idee wäre es, die Rolldienstzulage auf eine Kilometerzulage umzustellen. Dann wäre auch die Gewerkschaft bereit, schneller fahren zu lassen. Auch wäre es durchaus gerechter: Mehr Kilometerleistung, mehr Arbeitsleistung und daher auch mehr Geld.

95B

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Re: Personalkosten (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)
« Antwort #16 am: 08. März 2016, 19:15:02 »
Die einfachste Idee wäre es, einen einheitlichen Stundenlohn zu zahlen – egal, ob sich das Fahrzeug bewegt oder ein paar Minuten in der Endstation steht. Der Fahrer muss ja auch ohne rollenden Wagen diverse Tätigkeiten verrichten*, erledigt also genau so seinen Dienst. Es kann ja nicht zu rechtfertigen sein, dass die Lohnhöhe am Ende des Monats davon abhängig ist, auf welchen Linien ein Fahrer unterwegs war.

*) in der Theorie zumindest
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Tatra83

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Re: Personalkosten (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)
« Antwort #17 am: 08. März 2016, 19:20:23 »
Die einfachste Idee wäre es, einen einheitlichen Stundenlohn zu zahlen – egal, ob sich das Fahrzeug bewegt oder ein paar Minuten in der Endstation steht. Der Fahrer muss ja auch ohne rollenden Wagen diverse Tätigkeiten verrichten*, erledigt also genau so seinen Dienst. Es kann ja nicht zu rechtfertigen sein, dass die Lohnhöhe am Ende des Monats davon abhängig ist, auf welchen Linien ein Fahrer unterwegs war.
Im Fahrdienst darf es m.E. nur zwei Zulagen geben: Sonn- und Feiertagzulage und Nachtzulage (21-5 Uhr). Alles andere muss im Grundlohn enthalten sein.
Und ich dachte, mit der Straßenbahn bin ich schneller als zu Fuß.

haidi

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Re: Personalkosten (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)
« Antwort #18 am: 08. März 2016, 22:07:56 »
Im Fahrdienst darf es m.E. nur zwei Zulagen geben: Sonn- und Feiertagzulage und Nachtzulage (21-5 Uhr). Alles andere muss im Grundlohn enthalten sein.
[i-Tipferl-Reiterei]Nachtdienstzeiten sind üblicherweise 22 - 6 Uhr[/i-Tipferl-Reiterei]
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Re: Personalkosten (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)
« Antwort #19 am: 09. März 2016, 07:25:01 »
Die einfachste Idee wäre es, einen einheitlichen Stundenlohn zu zahlen – egal, ob sich das Fahrzeug bewegt oder ein paar Minuten in der Endstation steht. Der Fahrer muss ja auch ohne rollenden Wagen diverse Tätigkeiten verrichten*, erledigt also genau so seinen Dienst. Es kann ja nicht zu rechtfertigen sein, dass die Lohnhöhe am Ende des Monats davon abhängig ist, auf welchen Linien ein Fahrer unterwegs war.

*) in der Theorie zumindest

Die Idee ist nicht schlecht, nur müsstest du dann einen völlig neuen Kollektivvertrag aushandeln, der dann zur Folge hätte, dass du dann statt zig Zulagen zig Grundgehälter hast, da sich im Gehaltsschema des Fahrdienstes sich nicht nur Fahrbedienstete befinden. Ich sehe da kein Einsparungspotential.
Was aber nicht bedeutet, dass an der Bezahlung des Fahrer nichts ändert. Dann wäre auch die ewige Diskussion der Gehaltseinbusen bei Fahrzeitverkürzung endlich beendet.

Und nochmals die Bitte

Trennt die völlig am Thema vorbeilaufende Diskussion über Gehalt und Fahrzeit ab.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

60er

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Re: Personalkosten (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)
« Antwort #20 am: 09. März 2016, 08:20:06 »
Die Idee ist nicht schlecht, nur müsstest du dann einen völlig neuen Kollektivvertrag aushandeln, der dann zur Folge hätte, dass du dann statt zig Zulagen zig Grundgehälter hast, da sich im Gehaltsschema des Fahrdienstes sich nicht nur Fahrbedienstete befinden. Ich sehe da kein Einsparungspotential.
Es geht in diesem Fall auch gar nicht darum, etwas bei Gehältern einzusparen. Die Bediensteten sollen ja gleich viel bekommen. Einsparungspotential gibt es allerdings durch einen produktiveren Betriebsablauf, wenn durch Abschaffung der Rolldienstzulage die Herumschleicherei und die zu langen Fahrzeiten abgestellt werden können.

denond

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Re: Personalkosten (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)
« Antwort #21 am: 12. März 2016, 19:08:27 »
...etwas bei Gehältern einzusparen. Die Bediensteten sollen ja gleich viel bekommen. Einsparungspotential gibt es allerdings durch einen produktiveren Betriebsablauf, wenn durch Abschaffung der Rolldienstzulage die Herumschleicherei und die zu langen Fahrzeiten abgestellt werden können.

Na ja, man spart ja eh bei den Alt-Bediensteten gegenüber den Kollektivvertragsbediensteten. Indem man Ihnen einen Biennalesprung, sprich: eine Gehaltstufe (manchen insgeheim sogar zwei Stufen, wenn sie vor dem Jahreswechsel die Sechsmonatsgrenze des Biennalesprunges noch nicht überschritten haben) weggenommen hat und durch eine Ausgleichszulage ergänzt hat. Nur was dieser Eingriff in das Dienstrecht und das gehaltsmäßig für jeden einzelnen Bediensteten für seine Zukunft bedeutet, hat noch nicht jeder verstanden. Ich glaub' halt, man geht noch immer wegen seines Lebensunterhaltes arbeiten...

Wenn man es irgendwie schaffen würde, einen richtigen elektronischen Fahrplan für den Fahrer zusammenzustellen, sprich jede Haltestelle bekommt eine Abfahrzeit, die er irgendwo sieht, könnte man es zumindestens schaffen eine halberwegs pünkliche Linienführung.
Wie das funktionieren kann, habe ich hier auch schonmal aufgezeigt: ein Tablet für alle Fahrer, dort kann man ihm auch alle weiteren wichtigen Betriebsunterlagen Langsamfahrstellen etc. schicken und jeder wäre somit auf dem richtigem/aktuellem Stand, so wird es z.B. bei den deutschen Lokführern gemacht oder aber man schafft es eine ähnliche Einrichtung im jeweiligem Zug.

Würde sowas über das Ibis-Kastel oder ZSG-Monitor funktionieren?

Wofür zeigt das RBL am Display eine + und - Abweichung gegenüber dem Istfahrplan an? Da sieht der Fahrer - falls es ihn interessiert - ganz genau, ob er nachlassen oder Strom geben soll.  ...ein guter EM-Fahrer weiß ganz genau, wie die Ampelschaltungen sind, wo er auf der Strecke Zeit liegen lassen und Zeit gewinnen kann. Ich wäre froh, wenn ich genügend Rolldienst habe um entspannt von A nach B zu gelangen.

Danke für die Richtigstellung.

95B

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Re: Personalkosten (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)
« Antwort #22 am: 12. März 2016, 19:17:41 »
Ein Gehaltszuwachs hat nichts mit Bestrafung zu tun. Es handelt sich daher nicht um ein Pönale, sondern um einen Biennalsprung – abgeleitet vom lateinischen Begriff für alle zwei Jahre.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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13er

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Re: Personalkosten (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)
« Antwort #23 am: 12. März 2016, 19:21:57 »
Der letzte Biennalsprung war eh illegal und ist von der EU aufgehoben worden. Stattdessen bekommt man jetzt fast exakt denselben Betrag als "Wahrungszulage" und springt erst das nächste Mal wieder :D
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

denond

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Re: Personalkosten (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)
« Antwort #24 am: 12. März 2016, 19:29:46 »
Der letzte Biennalsprung war eh illegal und ist von der EU aufgehoben worden. Stattdessen bekommt man jetzt fast exakt denselben Betrag als "Wahrungszulage" und springt erst das nächste Mal wieder :D

Aus welchem Grund illegal?

13er

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Re: Personalkosten (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)
« Antwort #25 am: 12. März 2016, 20:29:47 »
Der letzte Biennalsprung war eh illegal und ist von der EU aufgehoben worden. Stattdessen bekommt man jetzt fast exakt denselben Betrag als "Wahrungszulage" und springt erst das nächste Mal wieder :D
Aus welchem Grund illegal?
Müsste man jetzt raussuchen, es hatte jedenfalls mit dem Vorrückungsstichtag zu tun.
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Klingelfee

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Re: Personalkosten (war: Verlängerung O-Wagen ins Nordbahnhofgelände)
« Antwort #26 am: 12. März 2016, 20:57:16 »
Der letzte Biennalsprung war eh illegal und ist von der EU aufgehoben worden. Stattdessen bekommt man jetzt fast exakt denselben Betrag als "Wahrungszulage" und springt erst das nächste Mal wieder :D
Das kam deshalb, weil man in ein anderes Gehaltsschema umgereiht wurde. Und die Wahrungszulage kommt daher, weil man bei einer Überreihung nicht weniger verdienen darf

Und nochmals die Bitte an die Adminstratoren

Kann man bitte die gesamte Diskussion über Gehalt und Bezahlung abtrennen und in einen eigenen Thread schieben, damit wir eventuell dann wieder hier zum eigentlichen Thema zurückkehren können.
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