Autor Thema: Alt Wien um 1900 - Fotografien von August Stauda - untergegangene Stadtwelten  (Gelesen 98070 mal)

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Bus

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Ja, das Kleinstrukturierte bietet halt schon mehr Lebensqualität. Glasfronten erzeugen dazu noch zusätzliche Hitzefelder.  :fp:

moszkva tér

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Man stelle sich Wien heute ohne diese hässlichen modernen Zweckbauten vor....., so ein wenig wie Prag!
Hässlich ist immer Geschmackssache. Aber alle Bauten sind letztlich "Zweckbauten", weil sie ja einen Zweck erfüllen müssen.

Gerade Prag ist übrigens ein schlechtes Beispiel, gibt es doch gerade in Tschechien auch sehr viele moderne Zweckbauten. Die sind allerdings auch sehr schön, weil die Tschechoslowakei seit der Staatsgründung sehr viel Wert auf moderne und qualitativ hochwertige Architektur gelegt hat. Diese Tradition hat sich in Tschechien (mehr noch als in der Slowakei) bis heute erhalten.

Katana

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Ja, das Kleinstrukturierte bietet halt schon mehr Lebensqualität. Glasfronten erzeugen dazu noch zusätzliche Hitzefelder.  :fp:
Aber die Glasfronten speichern wenigstens weniger Wärme als die alten Freihausfasaden.

diogenes

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Also, die TU-Bibliothek als hässlich zu bezeichnen, finde ich jetzt übertrieben. Über Geschmack kann man trefflich streiten oder auch nicht, aber ich finde gerade diesen Bau nicht so schiech wie viele andere moderne Häuser. Stilistisch hat er ein wenig vom Jugendstil, ohne das zu übertreiben, und ist sonst schlicht und formschön. Bauhaus vom Feinsten und nicht vom Grauslichsten, sage ich, auch wegen der Jugendstilwürzung.
Ceterum censeo in Vindobona ferrivias stratarias ampliores esse.
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moszkva tér

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Bauhaus vom Feinsten und nicht vom Grauslichsten, sage ich, auch wegen der Jugendstilwürzung.
Du weißt aber schon, was Bauhaus ist?

Walter Gropius würde sich im Grabe umdrehen  :lamp:

diogenes

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Weiß ich. Vielleicht würde Gropius es nicht gefallen, aber es ist eben meiner Meinung nach Bauhaus mit Jugendstilwürzung, und genau das gefällt mir an dem Bau.

Außerdem ist die Kategorisierung in Stile eh nicht so wichtig. Wichtig ist, dass der Bau seinen Zweck erfüllt und dabei 'was gleich schaut.
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tramway.at

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Stilistisch hat er ein wenig vom Jugendstil, ohne das zu übertreiben, und ist sonst schlicht und formschön. Bauhaus vom Feinsten und nicht vom Grauslichsten, sage ich, auch wegen der Jugendstilwürzung.

Ach Menno! Das ist schlechte Postmoderne, wobei der ursprünglich geplante Adler eine Eule wurde, weil ersterer eventuell zusehr nach 1000 Jahre etc. ausgesehen hätte. Insgesamt ein eher peinliches, plumpes Stück Architektur.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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diogenes

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Mir gefällt's trotzdem.
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haidi

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Stilistisch hat er ein wenig vom Jugendstil, ohne das zu übertreiben, und ist sonst schlicht und formschön. Bauhaus vom Feinsten und nicht vom Grauslichsten, sage ich, auch wegen der Jugendstilwürzung.

Ach Menno! Das ist schlechte Postmoderne, wobei der ursprünglich geplante Adler eine Eule wurde, weil ersterer eventuell zusehr nach 1000 Jahre etc. ausgesehen hätte. Insgesamt ein eher peinliches, plumpes Stück Architektur.
Deine Ansicht kann ich nicht nachvollziehen und eine Eule ist für eine Bibliothek wohl das bessere Sinnbild als ein Adler.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

95B

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Insgesamt ein eher peinliches, plumpes Stück Architektur.

Immer noch besser, als wenn man die Bibliothek im AKH-Stil des TU-Freihauses errichtet hätte.

Zum wechselnden Image der Beton(platten)architektur gibt es übrigens ein interessantes Werk (als Begleitbuch zu einer Ausstellung in Stockholm):
https://www.floornature.com/blog/flying-panels-how-concrete-panels-changed-world-mostra-ad-ar-15025/
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

nord22

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Anbei drei Aufnahmen, welche dokumentieren, wie die Ästhetik des Hotels Imperial unter der 1928 erfolgten Aufstockung gelitten hat: eine klassische Archtekturaufnahme von 1880 (Quelle: Wikipedia) ein Postkartenmotiv mit D 314 und der aktuelle Zustand (Foto: Wikipedia; Peter Gugerell).

nord22

Paulchen

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Anbei drei Aufnahmen, welche dokumentieren, wie die Ästhetik des Hotels Imperial unter der 1928 erfolgten Aufstockung gelitten hat: eine klassische Archtekturaufnahme von 1880 (Quelle: Wikipedia) ein Postkartenmotiv mit D 314 und der aktuelle Zustand (Foto: Wikipedia; Peter Gugerell).

Trotz allem immer noch kein Vergleich dazu, was heutzutage so alles an Aufstockungen verbrochen wird.

Katana

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Übers Imperial haben wir uns schon einmal unterhalten.
Abscheulich, das Imperial. Hier wäre es wohl besser gewesen die Aufstockung im damals modernen Art Deco zu gestalten, als die raummaximierenden Geschosshöhen auf historisierend zu trimmen. Die ganze Ästhetik ging samt der Proportionen in die Binsen.