Autor Thema: Hausabriss und Mietenpreise  (Gelesen 472719 mal)

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Hubi

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1320 am: 01. Juni 2018, 18:21:17 »
In der Kaiserebersdorferstrasse 44 geht es demnächst auch einem Haus an den Kragen!
Eines der letzten Häuser, an dem noch eine Rosette der Linie 73 zu sehen ist.

schaffnerlos

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1321 am: 05. Juni 2018, 13:06:04 »
Sogar die alte Sirene ist erhalten geblieben.

Ja, weil man das Dach glücklicherweise nicht angegriffen hat.  :)

(Dateianhang Link)

Hätte man da einen "schicken" Dachgeschoßausbau draufgepappt, wäre die Fliegersirene nicht mehr da...

Das Dachgeschoß wird noch zweistöckig ausgebaut werden:
https://derstandard.at/2000080342684/Immobilienentwickler-Guertel-als-zweite-Prachtstrasse-Wiens

martin8721

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1322 am: 06. Juni 2018, 19:19:02 »
Das Dachgeschoß wird noch zweistöckig ausgebaut werden:
https://derstandard.at/2000080342684/Immobilienentwickler-Guertel-als-zweite-Prachtstrasse-Wiens

Oh nein.  :down:
Also werden sie das Gebäude also doch noch nachhaltig zerstören.  :'(

Tramwayhüttl

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1323 am: 06. Juni 2018, 20:45:34 »
Warum? Dachgeschossausbau per se ist ja nicht schlecht und rettet wohl vielen alten Häusern das Leben. Auf das "wie" kommt es an. Und man scheint den Ausbau bei diesem Beispiel sehr dezent zu machen.
Bitte seien Sie achtsam! Zwischen Ihren Ohren befindet sich nichts als Luft.

60er

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1324 am: 07. Juni 2018, 08:50:05 »
Viele Dachausbauten sind leider extrem hässlich und verschandeln die Gründerzeithäuser nachhaltig.

38ger

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1325 am: 07. Juni 2018, 15:02:00 »
Viele Dachausbauten sind leider extrem hässlich und verschandeln die Gründerzeithäuser nachhaltig.

Ich empfinde das eigentlich als wenig störend ... die meisten Gründerzeithäuser sind ohnehin so aufgebaut, dass sie im Erdgeschoß extrem verschnörkelt sind, im ersten stock sehr verschnörkelt, im zweiten Stock ziemlich bis etwas und spätestens im Dritten nur noch etwas, wenn nicht gar kaum verschnörkelt. Der vierte (oft schon der dritte und manchmal sogar schon der zweite) Stock sowie eventuell vorhandene fünfte und sechste Stockwerke sind dann relativ schlicht bis langweilig gestaltet. Und das nicht ohne Grund, weil kaum jemand Gebäude von oben bis unten betrachtet, sondern in erster Linie Erdgeschoß, Hochparterre und erster Stock (bzw. Mezzanin) ins Auge fallen. In den dritten Stock schaut man, wenn man nicht gerade richtig bewusst ein Gebäude betrachtet im Alltag ja eh nicht rauf. Von daher ist mir eigentlich auch relativ egal, wenn da im fünften, sechsten, und / oder siebten Stock eine etwas unpassende Glasfront befindet. Der Vorteil der zusätzlichen innerstädtischen Wohnraumes überwiegt da den Nachteil des ästhetischen Empfinden mMn doch stark.
Ein wenig anders stellt sich das bei Eckhäusern dar, bei denen schaut man durchaus auch etwas höher, da das Blickfeld weniger eingeschränkt ist, als mitten in einer engen Gasse. Besonders schöne Ausnahmen vom allgemein geschriebenen gibt es natürlich auch, etwas das im Standard-Artikel gezeigte Haus, dass einerseits wirklich ein Gesamtkunstwerk darstellt und andererseits vor Allem durch eine wunderschöne Dachpartie und einen blickfangenden wahnsinnig detaillierten  obersten Stock haben. Dort sollte man mit Dachbodenaufbauten doch sehr vorsichtig sein und diese eventuell auch stark hinter die eigentliche Gebäudefront versetzen (die vordersten Meter können dann ja immer noch als Dachterrasse genutzt werden!).

hema

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1326 am: 07. Juni 2018, 17:01:46 »
Und wo liegt das Problem, die Aufstockung eines Hauses in ästhetischer Form hinzukriegen? Das hat man schon vor 200 Jahren gut gekonnt, kaum wem fällt auf, dass zahlreiche Barockhäuser um ein oder zwei Etagen erweitert wurden!
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diogenes

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1327 am: 07. Juni 2018, 17:30:12 »
Und wo liegt das Problem, die Aufstockung eines Hauses in ästhetischer Form hinzukriegen? Das hat man schon vor 200 Jahren gut gekonnt, kaum wem fällt auf, dass zahlreiche Barockhäuser um ein oder zwei Etagen erweitert wurden!
Tja, das ist der Unterschied zu einem Hausherrn, dem eine ästhetische Gestaltung des Hauses einige Gulden wert war, und einem Fonds aus Spekulanten, der bloß mehr Fläche haben will, die er um viele, viele Euros vermietet, und die zu bewohnen jeder Investor des Fonds als Zumutuung empfinde würde.
Ceterum censeo in Vindobona ferrivias stratarias ampliores esse.
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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1328 am: 07. Juni 2018, 21:04:53 »
Das hat man schon vor 200 Jahren gut gekonnt, kaum wem fällt auf, dass zahlreiche Barockhäuser um ein oder zwei Etagen erweitert wurden!
Anno 1928 hat man das beim Imperial nicht geschafft.

hema

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1329 am: 08. Juni 2018, 11:15:27 »
Das ist eh noch ganz gut geglückt!  ;)
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Tramwayhüttl

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1330 am: 08. Juni 2018, 16:45:58 »
Abscheulich, das Imperial. Hier wäre es wohl besser gewesen die Aufstockung im damals modernen Art Deco zu gestalten, als die raummaximierenden Geschosshöhen auf historisierend zu trimmen. Die ganze Ästhetik ging samt der Proportionen in die Binsen.
Bitte seien Sie achtsam! Zwischen Ihren Ohren befindet sich nichts als Luft.

martin8721

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1331 am: 12. Juni 2018, 18:42:53 »
In den nächsten Tagen wird das Haus Mariahilfer Gürtel 33 dem Erdboden gleich gemacht. Die Abbrucharbeiten sind bereits im Gange...  :(

hema

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1332 am: 12. Juni 2018, 21:03:03 »
Wien wird halt immer schöner!  :'(
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coolharry

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1333 am: 13. Juni 2018, 07:21:09 »
Wien wird halt immer schöner!  :'(

Für Investoren stimmt das sogar.  >:D

diogenes

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #1334 am: 13. Juni 2018, 07:53:09 »
[...]
Für Investoren stimmt das sogar.  >:D
Wenn für diese Investoren "schön" und "inträglich" identisch ist, hast du sogar recht. Ich denke, ein Gutteil von denen würde es als Zumutung empfinden, in einem der Häsuer, die sie bauen lassen, arbeiten oder gar wohnen zu müssen.
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