Autor Thema: Stadtbahn Type N und N1  (Gelesen 46160 mal)

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #135 am: 19. April 2018, 10:46:13 »
In den 60ern war es in der Station zappenduster!

Auf diesem Bild sieht man Röhren, die an den Querträgern angebracht sind, und Röhren, die an der Kante zwischen Decke und Wand montiert sind. Wahrscheinlich waren ursprünglich nur erstere vorhanden.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

hema

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #136 am: 19. April 2018, 11:35:41 »

Wahrscheinlich waren ursprünglich nur erstere vorhanden.
Genau!

Auch die Zugänge und der restliche Bereich war sehr düster. Das hat aber wohl kaum wen wirklich gestört, weil ja die ganze Stadt nicht so taghell beleuchtet war, wie wir es heutzutage gewohnt sind.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

haidi

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #137 am: 19. April 2018, 15:31:26 »
Die Station hat mir immer gut gefallen, sie hat (in den Sechzigern) auch modern gewirkt.

hm, naja
Der Rest waren die Otto-Wagner STationen, die halt damals nicht dem Zeitgeist entsprochen haben. Hütteldorf war überhaupt Barackenfeeling
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Ferry

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #138 am: 19. April 2018, 15:56:41 »
In den 60ern war es in der Station zappenduster!

Auf diesem Bild sieht man Röhren, die an den Querträgern angebracht sind, und Röhren, die an der Kante zwischen Decke und Wand montiert sind. Wahrscheinlich waren ursprünglich nur erstere vorhanden.

Ja, es war ähnlich wie in den Schnellbahn-Stationen Südbahnhof und Südtiroler Platz. Die waren ursprünglich auch ziemlich düster, weil nur alle drei bis vier Meter eine einsame Röhre an der Decke montiert war. Mit der Installation des Lichtbandes oberhalb der Bahnsteigkante wirkten sie gleich viel freundlicher (bzw. konnte man den sonstigen Grind besser sehen  ;) ).
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nord22

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #139 am: 21. April 2018, 19:52:39 »
N1 2925 + n2 + N1 der Linie G in der Stadtbahnstation Alser Straße (Foto: Archiv John F. Bromley, 1966). Die Stadtbahn erfreute sich trotz ihrer unzeitgemäßen, weltweit als Kuriosum belächelten Fahrzeuge bei den Fahrgästen aufgrund der höheren Reisegeschwindigkeit großer Beliebtheit.

LG nord22

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #140 am: 21. April 2018, 19:55:24 »
... vor allem wegen der Pünktlichkeit.

Helga06

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #141 am: 21. April 2018, 20:28:29 »
... vor allem wegen der Pünktlichkeit.
Das mag ja alles stimmen, dennoch bin ich lieber einige Minuten früher außer Haus gegangen um mit der Linie 8 zu fahren. Strecke 37-8-49 bis Reinlgasse, es war jedes Mal ein Erlebnis, speziell im Herbst, wenn Laub auf den Schienen lag. Da waren manche Fahrer, damals hießen sie noch so, wahre Meister, aber lang, lang ist´s her.

Inventar

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #142 am: 22. April 2018, 08:15:32 »
Da waren manche Fahrer, damals hießen sie noch so, wahre Meister, aber lang, lang ist´s her.

Es ist aber ein gewaltiger Unterschied mit einem Kurbler oder einem Geamatic Zug bei solch einem Schienenzustand zu fahren. Da war ein Kurbler um einiges besser zu fahren.
Weil da bin ich als Fahrer wirklich noch gefahren.

Helga06

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #143 am: 22. April 2018, 09:47:57 »
Damals fuhren noch M+kx+kx, später B+b+b.

diogenes

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #144 am: 22. April 2018, 10:46:04 »
Am Westgürtel bin ich auch eher mit dem 8er gefahren, wenn die Zeit es zuließ (tat sie meistens). Liegt wohl auch daran, dass die Station in der Glatzgasse direkt neben meinem Wohnhaus ist :)
Ceterum censeo in Vindobona ferrivias stratarias ampliores esse.
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T1

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #145 am: 22. April 2018, 11:06:57 »
Die Station hat mir immer gut gefallen, sie hat (in den Sechzigern) auch modern gewirkt.

hm, naja
Danke für diese Schätze! Sieht man selten, Fotos im Endzustand der alten Haltestelle.

Ferry

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #146 am: 23. April 2018, 09:22:12 »
N1 2925 + n2 + N1 der Linie G in der Stadtbahnstation Alser Straße (Foto: Archiv John F. Bromley, 1966). Die Stadtbahn erfreute sich trotz ihrer unzeitgemäßen, weltweit als Kuriosum belächelten Fahrzeuge bei den Fahrgästen aufgrund der höheren Reisegeschwindigkeit großer Beliebtheit.

Wann, wo, von wem und warum wurden diese Fahrzeuge "weltweit" belächelt?
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

nord22

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #147 am: 04. Mai 2018, 22:21:08 »
Stadtbahnatmosphäre in Hütteldorf mit N1 2944; der Fahrer wendet gerade das Zielschild (Foto: R. W. Rynerson, 1970).

LG nord22

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #148 am: 05. Mai 2018, 02:38:23 »
N1 2925 + n2 + N1 der Linie G in der Stadtbahnstation Alser Straße (Foto: Archiv John F. Bromley, 1966). Die Stadtbahn erfreute sich trotz ihrer unzeitgemäßen, weltweit als Kuriosum belächelten Fahrzeuge bei den Fahrgästen aufgrund der höheren Reisegeschwindigkeit großer Beliebtheit.

Wann, wo, von wem und warum wurden diese Fahrzeuge "weltweit" belächelt?
Ist halt die Frage, inwieweit die Fahrzeugbeschaffungspolitik des Verkehrsbetriebs einer minder bedeutsamen Stadt international Aufmerksamkeit erregen kann. "Weltstadt" war Wien damals bestenfalls in den Köpfen einiger seiner Politiker.

Bevor man vorschnell über vergangene Zeiten urteilt, sollte man sich deren nähere Umstände vergegenwärtigen. Was war also 1953, als die N1/n2 ersonnen wurden? Zuerst einmal wurden schon seit einiger Zeit die maroden N/n/n1 mit großem Aufwand aufgearbeitet, ehe jemand auf die nicht unvernünftige Idee kam, die Teile, die ohnehin neu gebaut werden müssen, grundsätzlich neu zu konzipieren, anstatt sich hierbei nach knapp 30 Jahre alten Plänen zu richten. Die Genese der N1/n2 war also ein evolutionärer, sich aus der Aufarbeitung der N/n/n1 ergebender Prozess und mitnichten eine Ad-hoc-Entscheidung zwischen den Optionen "lustige Zweiachser" auf der einen und "ernstzunehmende Drehgestellfahrzeuge" auf der anderen Seite, die – einem Akt des Wahnsinns entsprungen – auf erstere hinausgelaufen ist.

Wir bleiben im Jahr 1953 und bei der Stadtbahn, wenden uns aber den Strecken zu. Im erst acht Jahre zurückliegenden Krieg waren bekanntlich die beiden Abschnitte Richtung Heiligenstadt schwer beschädigt worden. Aufgrund von Materialmangel war an einen Wiederaufbau lange nicht zu denken, im Gegenteil wurde sogar eines der beiden WD-Gleise demontiert, um wenigstens das verbleibende Netz rasch in Betrieb nehmen zu können. Es sollte bis 1953 dauern, ehe man sich an die Wiederherstellung der Strecken nach Heiligenstadt wagen konnte.

Jene Zeit war also keine, in der man aus dem Vollen schöpfe konnte. Österreich und damit Wien waren noch immer von den Alliierten besetzt, die Folgen des Krieges noch immer allgegenwärtig und der Wiederaufbau band praktisch alle Ressourcen. 1953, das war auch das Jahr, in dem ein neuer Arbeitslosenrekord aufgestellt wurde, welcher ganze 50 Jahre Bestand hatte. Vom späteren Wirtschaftswunder war noch keine Rede. Vor diesem Hintergrund mag man es den damaligen Entscheidungsträgern nicht verübeln, dass sie sich nicht von dem Gedanken leiten ließen, wie denn ihr Handeln von der Geschichte (in Form der Rubrik "Historisches" des Tramwayforums >:D) beurteilt werden würde.
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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #149 am: 05. Mai 2018, 09:28:02 »
Interessant, dass die Station nicht von Anfang an verfliest war!

@tramway.at: Das Bild mit dem E6-Zug kann nicht zum selben Datum aufgenommen worden sein wie die anderen Fotos des Bahnsteigbereichs: Die Zwischendecke fehlt und die Kabeltassen reichen bis zum oberen Ende der Träger, die Aufnahme ist wohl später entstanden.

Stimmt! Auch bei den anderen Bildern an der Oberfläche fällt mir jetzt das unterschiedliche Licht und die Belaubung auf. Tja, lässt sich leider nicht mehr rekonstruieren.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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