Autor Thema: Stadtbahn Type N und N1  (Gelesen 46207 mal)

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nord22

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #180 am: 19. Januar 2019, 10:10:10 »
Eine klassische Fotostelle mit einem Zug der Linie WD und N1 28x4 in den 60er Jahren (Foto: Louis Clessens).

LG nord22

nord22

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #181 am: 05. Februar 2019, 23:19:15 »
So schön war einst das Otto Wagner Ensemble der Stadtbahnstation Burggasse mit N1 2957 Anfang der 70er Jahre (Quelle: eBay, Bildautor nicht bekannt). Als erster Verschandelungsakt wurden ultrahässliche Kabeltrassen zwischen den Gleisen gebaut, als zweiter Verschandelungsakt wurde die Station überbaut. Franz Jonas scheiterte in den 60er Jahren mit der Schnapsidee der Umstellung der Stadtbahn auf Alwegbahn. Sehr konkret waren auch Pläne, die komplette Gürteltrasse der Stadtbahn abzureißen und durch einen U-Bahntunnel zu ersetzen.

LG nord22     

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #182 am: 05. Februar 2019, 23:54:23 »
Als erster Verschandelungsakt wurden ultrahässliche Kabeltrassen zwischen den Gleisen gebaut, ...
Ja, die gibt es leider fast auf der gesamten U6. :-\
Wieso hat man das eigentlich gemacht, und nicht, wie sonst üblich, sie im Boden verlegt?

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #183 am: 06. Februar 2019, 08:23:56 »
Als erster Verschandelungsakt wurden ultrahässliche Kabeltrassen zwischen den Gleisen gebaut, ...
Ja, die gibt es leider fast auf der gesamten U6. :-\
Wieso hat man das eigentlich gemacht, und nicht, wie sonst üblich, sie im Boden verlegt?

Die laufen bei den Hochbahnsteigen im Kollektorgang, den gibts aber bei den Stadtbahn-Bahnsteigen wegen der Höhe nicht. Nur bei den Neubaustationen konnte man die Kabel natürlich durch das Gebäude führen.
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maybreeze

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #184 am: 06. Februar 2019, 09:05:47 »
Es war nicht Franz Jonas sondern Felix Slavik, der die Alwegbahn propagierte.

Wiener Alwegbahn

Wer den Artikel liest: Ist doch schön und gut, dass die U-Bahn doch noch das Liebkind der Stadtverwaltung wurde  ;)






T1

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #185 am: 06. Februar 2019, 09:06:16 »
Die Überbauung wäre eine Verschandelung, wenn daraus eine unterirdische Station ganz ohne Tageslicht geworden wäre. So aber ist das doch eh recht gelungen?

nord22

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #186 am: 06. Februar 2019, 09:19:23 »
Der Ausblick auf die Station Burggasse und die gesamte Ensemblewirkung ist durch die Überbauung beinträchtigt.

nord22 

denond

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #187 am: 06. Februar 2019, 09:45:54 »
Die Überbauung wäre eine Verschandelung, wenn daraus eine unterirdische Station ganz ohne Tageslicht geworden wäre. So aber ist das doch eh recht gelungen?

Es wäre aber trotzdem schöner gewesen, wenn man das Hauptaugenmerk auf eine Überbauung der Gleisschleife Linie 6 und 18 in - städtebaulich gefühlvollen - Rahmen gelegt hätte und das Stationsensemble so eher unberührt gelassen und restauriert hätte. Auch dem Lugner seinen Übergang über den äußeren Gürtel - bei all seinen vergönnten Geschäftserfolgen - hätte ich so nie zugestimmt. MMn ist dort das ganze Gebiet über dem Gleisbereich der U6 nicht optimal gestaltet und ist somit absolut kein Ort zum wohlfühlen.

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #188 am: 06. Februar 2019, 10:00:38 »
MMn ist dort das ganze Gebiet über dem Gleisbereich der U6 nicht optimal gestaltet und ist somit absolut kein Ort zum wohlfühlen.

Das und der überdachte ULP – ein städtebaulicher Mischmasch ohne klare Linie. Hier hat man – wie eigentlich jedes Mal in Wien – die Chance vertan, ein komplett durchgestaltetes Ensemble zu schaffen, das durch hohe Aufenthaltsqualität besticht. Letzten Endes fühlen sich dort nur die Sandhasen wohl.
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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #189 am: 06. Februar 2019, 10:51:29 »
MMn ist dort das ganze Gebiet über dem Gleisbereich der U6 nicht optimal gestaltet und ist somit absolut kein Ort zum wohlfühlen.

Das und der überdachte ULP – ein städtebaulicher Mischmasch ohne klare Linie. Hier hat man – wie eigentlich jedes Mal in Wien – die Chance vertan, ein komplett durchgestaltetes Ensemble zu schaffen, das durch hohe Aufenthaltsqualität besticht. Letzten Endes fühlen sich dort nur die Sandhasen wohl.

Naja, ich find das eigentlich insgesamt gelungen (nur den Lugner-Übergang hätte ich nicht gebraucht). Und die Treppe ist einer der wenigen Public Spaces, die angenommen werden. Abgesehen davon, dass die Hauptbücherei innen äußerst angenehm ist! Nur der ursprünglich als dauerhaft offen geplante Dachbereich ist natürlich nur noch eingeschränkt begehbar, da hat man in Wien natürlich Angst. Die vielen wuchernden Kebap-Standln stören natürlich!
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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #190 am: 06. Februar 2019, 11:02:36 »
Naja, ich find das eigentlich insgesamt gelungen (nur den Lugner-Übergang hätte ich nicht gebraucht). Und die Treppe ist einer der wenigen Public Spaces, die angenommen werden. Abgesehen davon, dass die Hauptbücherei innen äußerst angenehm ist! Nur der ursprünglich als dauerhaft offen geplante Dachbereich ist natürlich nur noch eingeschränkt begehbar, da hat man in Wien natürlich Angst. Die vielen wuchernden Kebap-Standln stören natürlich!
Der Lugner wollte ja eigentlich, dass der Übergang im Bibliotheksgebäude endet, was sich jedoch offenbar bautechnisch nicht umsetzen ließ bzw. nicht gewünscht war. So kam es zur Errichtung der „Wolkenspange“ (O-Ton Lugner) in der heutigen Form.

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #191 am: 06. Februar 2019, 11:07:16 »
Der Lugner wollte ja eigentlich, dass der Übergang im Binliotheksgebäude endet, was sich jedoch offenbar bautechnisch nicht umsetzen ließ bzw. nicht gewünscht war. So kam es zur Errichtung der „Wolkenspange“ (O-Ton Lugner) in der heutigen Form.

Die Geschichte ist länger: Lugner wollte eine "Wolkenspange" über der Stadtbahn errichten (also da, wo die Bibliothek heute steht). Das wurde aus Stadtbildgründen abgelehnt, hat aber die Gemeinde auf die Idee gebracht, für die natürlich keine solchen Regeln gelten  :luck:

https://derstandard.at/445103/Vertane-Chancen-Buecher-und-Zikkurat-am-Wiener-Guertel
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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #192 am: 06. Februar 2019, 13:58:11 »
Letzten Endes fühlen sich dort nur die Sandhasen wohl.

So deutlich wollte ich es eigentlich nicht schreiben, aber genau so ist es und auch anderes Gesocks...

Zu Lugners Wolkenspange: Diese Variante kannte ich nicht, @tramway.at: Danke für das Bild. Wenn ich mir dieses Bild so betrachte, dann ist für mich klar, daß die Stadt das so nicht wollte. Wäre ein riesiger Prestigegewinn für Lugner, dort in seinem Viertel geworden. So quasi ein Staat im Staat. Klare Ablehnung dafür.

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #193 am: 06. Februar 2019, 14:04:43 »
Ich sehe unter dem Segel eigentlich selten Obdachlose, womöglich ist es ihnen dort zu zugig und zu belebt.

Beim U-Bahn-Eingang hingegen sind doch regelmäßig (aufdringliche) Bettler anzutreffen. Dass der Platz selbst kein Wohlfühlort ist, sondern mehr ein Durchzugsort, ist klar. Aber wieso soll man sich auch dort aufhalten? Abgesehen davon würde ich diesen Platz aber nicht so als Hotspot wahrnehmen, eher im Gegenteil: In der warmen Jahreszeit ist die lange Außentreppe der Hauptbücherei ein beliebter Treffpunkt von Jugendlichen.

Aber wahrscheinlich sind diese mit Gesocks gemeint, weil sie ja doch Lärm machen (ganz schlimm zwischen zwei Autobahnen) und herumlungern (ganz schlimm, weil der öffentliche Raum darf doch kein Wohnzimmer sein!).

Kálvin tér

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Re: Stadtbahn Type N und N1
« Antwort #194 am: 06. Februar 2019, 14:16:08 »
Die Obdachlosen bevölkern im Sommer die Bänke der Straßenbahnstationen, im Winter in großer Zahl die Bücherei. Letzteres ist vor allem geruchstechnisch ein ziemliches Erlebnis für die Bibliotheksbesucher.