Autor Thema: Wiener Straßenbahn im Film  (Gelesen 99959 mal)

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maybreeze

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Re: Wiener Straßenbahn im Film
« Antwort #285 am: 11. Mai 2020, 14:29:12 »
Unter https://www.youtube.com/watch?v=FPVa8DgO5w4 sind Betriebsaufnahmen der Z am 11er zu sehen. Bis Minute 3 wurde eine Fronleichnamsprozession in Neustift am Walde aufgenommen, die Tramwayszenen kommen erst danach (bitte sich nicht vom Anfang abschrecken lassen, der Rest ist wirklich interessant!)

LG nord22

Neustift am Walde? Würde eher auf Grinzing tippen (Schwimmbad und Zwiebelturm)

Kanitzgasse

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Re: Wiener Straßenbahn im Film
« Antwort #286 am: 11. Mai 2020, 14:35:58 »
Ist eindeutig Grinzing.

Schienenchaos

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Re: Wiener Straßenbahn im Film
« Antwort #287 am: 11. Mai 2020, 15:48:07 »
Unter https://www.youtube.com/watch?v=FPVa8DgO5w4 sind Betriebsaufnahmen der Z am 11er zu sehen. Bis Minute 3 wurde eine Fronleichnamsprozession in Neustift am Walde aufgenommen, die Tramwayszenen kommen erst danach (bitte sich nicht vom Anfang abschrecken lassen, der Rest ist wirklich interessant!)

LG nord22

Gerade als Grinzinger sind in meinen Augen auch die ersten 3min durchaus interessant!  :) danke jedenfalls für den Link!

Der Reisende

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Re: Wiener Straßenbahn im Film
« Antwort #288 am: 12. Mai 2020, 11:10:04 »
Unter https://www.youtube.com/watch?v=FPVa8DgO5w4 sind Betriebsaufnahmen der Z am 11er zu sehen. Bis Minute 3 wurde eine Fronleichnamsprozession in Neustift am Walde aufgenommen, die Tramwayszenen kommen erst danach (bitte sich nicht vom Anfang abschrecken lassen, der Rest ist wirklich interessant!)

Gegen Ende ist da eine Sonderfahrt zu sehen - der Bügel versetzt, "DECCA Transportaufnahmen" - irgendwo hab ich das Fotos gesehen, wann und was kann das gewesen sein?

Argo und Decca sind britische Plattenlabel, wobei Argo schon sehr lange zu Decca gehört.
Vielleicht ist "TRANSPORT AUFNAHMEN" nur eine schlechte Übersetzung von "TRANSPORT RECORDINGS", wobei ich mir diesen eben als Werbespruch vorstellen könnte.
Wenn die Theorie mit der ungeschickten Übersetzung zutrifft, wissen wir auch, woher diese "Tradition" der Wiener Linien herrührt. ;)

Gerhard V

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Re: Wiener Straßenbahn im Film
« Antwort #289 am: 18. Mai 2020, 07:58:53 »
Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob das hier schonmal verlinkt wurde, ich habe es bewusst nicht gefunden und die SuFu lieferte mir keinen Hinweis auf den Youtube-Link: En Vårdag i Wien lautet der Titel des Films, ein Frühlingstag in Wien zu deutsch. Aufgenommen 1951, gut 20 Mintuen in Farbe. Natürlich nicht nur Straßenbahnen und Stadtbahnen, aber auch. Und viel Zeitkolorit:

https://www.youtube.com/watch?v=XYUGMv8Uto8

Außerdem hier ein Film von 1936: Rambling in Vienna. Natürlich auch hier nicht nur Straßenbahnen, aber auch, und auch diverse Busse und natürlich alles im Linksverkehr. Weil ich im 62er-Thread gefragt hatte (übrigens zwecks Modellumsetzung): Im Film kann man in einer Einstellung sehen, dass an einer Trafik am Schild schon damals "Tabak Trafik" stand, nicht Austria Tabak, demnach ist man mit Tabak Trafik eher zeitlos unterwegs...

https://www.youtube.com/watch?v=fF8NDA3k-l4

Und hier noch ein Schnipsel aus den 1930er Jahren, ich schätze vor allem 1938, ganz im Zeichen der Propaganda, man sieht unter anderem, wie sich zwei Herren mühen, eine der Leuchthaltestellen am Ring zu bekleben und an einer Stelle die Holzkonstruktion der, äh, Prunksäulen? Ich weiß leider nicht, wie man solche "Dinger" bezeichnet. Auch wenn nicht so viel Straßenbahn, trotzdem bemerkenswert (Persönlich finde ich z. B. die Architektur des relativ lange gezeigten, beflaggten Wohnhauses interessant, mit den hohen, ungeteilten Fensterscheiben). Dabei möchte ich klar erklären, dass ich kein Anhänger der nationalsozialistischen Idee bin. Ein Zeitdokument halt.

https://www.youtube.com/watch?v=asUrGzrMFz0

Hat hierzu im Übrigen jemand eine Idee, was genau auf den unteren Zeilen der Autobus-Haltestellen steht? Ich habe festgestellt, dass die doch ganz anders aussahen, als nach dem Krieg, damals noch nicht mit runder Umschrift und noch ohne Wiener Stadtwappen.

Sollten die Filme schon einmal verlinkt worden sein, tuts mir leid.

Viele Grüße und einen guten Start in die Woche

Gerhard.

WIENTAL DONAUKANAL

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Re: Wiener Straßenbahn im Film
« Antwort #290 am: 18. Mai 2020, 09:16:59 »
Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob das hier schonmal verlinkt wurde, ich habe es bewusst nicht gefunden und die SuFu lieferte mir keinen Hinweis auf den Youtube-Link: En Vårdag i Wien lautet der Titel des Films, ein Frühlingstag in Wien zu deutsch. Aufgenommen 1951, gut 20 Mintuen in Farbe. Natürlich nicht nur Straßenbahnen und Stadtbahnen, aber auch. Und viel Zeitkolorit:

https://www.youtube.com/watch?v=XYUGMv8Uto8

Außerdem hier ein Film von 1936: Rambling in Vienna. Natürlich auch hier nicht nur Straßenbahnen, aber auch, und auch diverse Busse und natürlich alles im Linksverkehr. Weil ich im 62er-Thread gefragt hatte (übrigens zwecks Modellumsetzung): Im Film kann man in einer Einstellung sehen, dass an einer Trafik am Schild schon damals "Tabak Trafik" stand, nicht Austria Tabak, demnach ist man mit Tabak Trafik eher zeitlos unterwegs...

https://www.youtube.com/watch?v=fF8NDA3k-l4

Und hier noch ein Schnipsel aus den 1930er Jahren, ich schätze vor allem 1938, ganz im Zeichen der Propaganda, man sieht unter anderem, wie sich zwei Herren mühen, eine der Leuchthaltestellen am Ring zu bekleben und an einer Stelle die Holzkonstruktion der, äh, Prunksäulen? Ich weiß leider nicht, wie man solche "Dinger" bezeichnet. Auch wenn nicht so viel Straßenbahn, trotzdem bemerkenswert (Persönlich finde ich z. B. die Architektur des relativ lange gezeigten, beflaggten Wohnhauses interessant, mit den hohen, ungeteilten Fensterscheiben). Dabei möchte ich klar erklären, dass ich kein Anhänger der nationalsozialistischen Idee bin. Ein Zeitdokument halt.

https://www.youtube.com/watch?v=asUrGzrMFz0

Hat hierzu im Übrigen jemand eine Idee, was genau auf den unteren Zeilen der Autobus-Haltestellen steht? Ich habe festgestellt, dass die doch ganz anders aussahen, als nach dem Krieg, damals noch nicht mit runder Umschrift und noch ohne Wiener Stadtwappen.

Sollten die Filme schon einmal verlinkt worden sein, tuts mir leid.

Viele Grüße und einen guten Start in die Woche

Gerhard.

Mit dem ersten Link hast du mir eine grosse Freude bereitet, den Film mit den Ausschnitten aus Meidling suche ich schon ewig.
Es sind Zeitdokumente aus einer furchtbaren Zeit, die man schon im richtigen Rahmen zeigen darf, ohne der Wiederbetätigung bezichtigt zu werden. Diese Prangstangen hat man schon früher errichtet, z.B. beim Umgang der kath. Kirche.

Dazu noch ein Link aus der Zeit:

http://stadtfilm-wien.at/film/104/

Helga06

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Re: Wiener Straßenbahn im Film
« Antwort #291 am: 18. Mai 2020, 15:08:50 »
Danke für das Einstellen der Filme, sehr sehr interessant. Im ersten Film noch ein Plakat von Horst Winter und seinem HWTO, wer kennt ihn heute noch. Der Säulenflüsterer bei der Stadtbahn, auch eine Rarität. Im Volksgarten gab es dem Anschein nach noch die Sesselfrau, die Sesseln gab es jedenfalls noch.
Zum zweiten Film, ich kann mich nicht erinnern bei irgendwelchen Aufnahmen gesehen zu haben, dass im Winter bei den M-Wägen die Türen im Fahrbetrieb geschlossen waren. Auch bei den Beiwagen ist zu sehen, dass beim Doppeleinstieg eine Türe geschlossen ist, war das damals üblich?
Nochmals ein großes Dankeschön.

95B

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Re: Wiener Straßenbahn im Film
« Antwort #292 am: 18. Mai 2020, 15:14:56 »
Zum zweiten Film, ich kann mich nicht erinnern bei irgendwelchen Aufnahmen gesehen zu haben, dass im Winter bei den M-Wägen die Türen im Fahrbetrieb geschlossen waren. Auch bei den Beiwagen ist zu sehen, dass beim Doppeleinstieg eine Türe geschlossen ist, war das damals üblich?

Das war insofern üblich, als es sich um Aufnahmen aus dem Linksverkehr handelt und daher die Türen auf der rechten Seite geschlossen waren. Die "offene" Tür ist durch ein Steckgitter gesichert, der Beiwagen war noch nicht auf 16 Klapptüren umgerüstet.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

Operator

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Re: Wiener Straßenbahn im Film
« Antwort #293 am: 18. Mai 2020, 15:32:01 »
Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob das hier schonmal verlinkt wurde, ich habe es bewusst nicht gefunden und die SuFu lieferte mir keinen Hinweis auf den Youtube-Link: En Vårdag i Wien lautet der Titel des Films, ein Frühlingstag in Wien zu deutsch. Aufgenommen 1951, gut 20 Mintuen in Farbe. Natürlich nicht nur Straßenbahnen und Stadtbahnen, aber auch. Und viel Zeitkolorit:

https://www.youtube.com/watch?v=XYUGMv8Uto8

Außerdem hier ein Film von 1936: Rambling in Vienna. Natürlich auch hier nicht nur Straßenbahnen, aber auch, und auch diverse Busse und natürlich alles im Linksverkehr. Weil ich im 62er-Thread gefragt hatte (übrigens zwecks Modellumsetzung): Im Film kann man in einer Einstellung sehen, dass an einer Trafik am Schild schon damals "Tabak Trafik" stand, nicht Austria Tabak, demnach ist man mit Tabak Trafik eher zeitlos unterwegs...

https://www.youtube.com/watch?v=fF8NDA3k-l4

Und hier noch ein Schnipsel aus den 1930er Jahren, ich schätze vor allem 1938, ganz im Zeichen der Propaganda, man sieht unter anderem, wie sich zwei Herren mühen, eine der Leuchthaltestellen am Ring zu bekleben und an einer Stelle die Holzkonstruktion der, äh, Prunksäulen? Ich weiß leider nicht, wie man solche "Dinger" bezeichnet. Auch wenn nicht so viel Straßenbahn, trotzdem bemerkenswert (Persönlich finde ich z. B. die Architektur des relativ lange gezeigten, beflaggten Wohnhauses interessant, mit den hohen, ungeteilten Fensterscheiben). Dabei möchte ich klar erklären, dass ich kein Anhänger der nationalsozialistischen Idee bin. Ein Zeitdokument halt.

https://www.youtube.com/watch?v=asUrGzrMFz0

Hat hierzu im Übrigen jemand eine Idee, was genau auf den unteren Zeilen der Autobus-Haltestellen steht? Ich habe festgestellt, dass die doch ganz anders aussahen, als nach dem Krieg, damals noch nicht mit runder Umschrift und noch ohne Wiener Stadtwappen.

Sollten die Filme schon einmal verlinkt worden sein, tuts mir leid.

Viele Grüße und einen guten Start in die Woche

Gerhard.

Mit dem ersten Link hast du mir eine grosse Freude bereitet, den Film mit den Ausschnitten aus Meidling suche ich schon ewig.
Es sind Zeitdokumente aus einer furchtbaren Zeit, die man schon im richtigen Rahmen zeigen darf, ohne der Wiederbetätigung bezichtigt zu werden. Diese Prangstangen hat man schon früher errichtet, z.B. beim Umgang der kath. Kirche.

Dazu noch ein Link aus der Zeit:

http://stadtfilm-wien.at/film/104/
Selbst in diesen Film merkt man deutlich, wie sehr Österreich "Opfer" war! :fp:
Das Material ist super!