Autor Thema: Frage zu Weichen  (Gelesen 7900 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Ferry

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 9507
Re: Frage zu Weichen
« Antwort #30 am: 26. August 2019, 08:39:41 »
Das Problem bei dieser Weiche war aber sicher nicht die Feder, sondern eben mangelnde Schmierung, und darauf bezieht sich mein Beitrag.

Diese Weiche war überhaupt eine Sache für sich: bei Regen tat man sehr gut daran, beim Stellen nicht genau über der Weichenzunge zu stehen, ansonsten bekam man ca. drei Liter Dreckswasser ins Gesicht (und sonst wohin) gespritzt!
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

scrat

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 267
Re: Frage zu Weichen
« Antwort #31 am: 26. August 2019, 16:41:15 »
Das Problem bei dieser Weiche war aber sicher nicht die Feder, sondern eben mangelnde Schmierung, und darauf bezieht sich mein Beitrag.

Diese Weiche war überhaupt eine Sache für sich: bei Regen tat man sehr gut daran, beim Stellen nicht genau über der Weichenzunge zu stehen, ansonsten bekam man ca. drei Liter Dreckswasser ins Gesicht (und sonst wohin) gespritzt!

Das erinnert mich daran, dass man manchmal bei der Behebung von Weichenstörungen, wenn ein besonders neugieriges und allwissendes Kontrollorgan die Weiche ganz genau in Augenschein nahm, nicht widerstehen konnte, die Weiche vom Schaltkasten aus springen zu lassen... ;D

U4

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2201
Re: Frage zu Weichen
« Antwort #32 am: 26. August 2019, 16:59:14 »
ts ts ts - immer diese Schadenfreude  >:D >:D
🥒 Haltestelle NEU -  die schlechteste Version seit Beginn der Haltestellentafeln

W_E_St

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 7101
Re: Frage zu Weichen
« Antwort #33 am: 31. August 2019, 17:48:13 »
Das Problem bei dieser Weiche war aber sicher nicht die Feder, sondern eben mangelnde Schmierung, und darauf bezieht sich mein Beitrag.

Diese Weiche war überhaupt eine Sache für sich: bei Regen tat man sehr gut daran, beim Stellen nicht genau über der Weichenzunge zu stehen, ansonsten bekam man ca. drei Liter Dreckswasser ins Gesicht (und sonst wohin) gespritzt!

Stimmt, die Fontäne war unschön! Hab dort einmal im hellgrauen Mantel gestellt...
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

tramway.at

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 6191
    • www.tramway.at
Re: Frage zu Weichen
« Antwort #34 am: 07. Februar 2020, 23:30:38 »
Ahoi,

ich hab da eine Frage zu den Stellhebelweichen - da gibts diese Fotos, wo der Schaffner kräftig an dem Griff zieht, um die Weiche umzustellen. Mir gehts um den Aufstellungsort des Hebels bzw um die Funktionsweise - war das wie bei meiner Skizze A oder B konstruiert?
Harald A. Jahn, www.tramway.at

Aktuell: Großes Update auf www.tramway.at

Schaltkurbel

  • Fahrgast
  • *
  • Beiträge: 90
  • Linie F 9.März 1907-13.Februar 1960
Re: Frage zu Weichen
« Antwort #35 am: 08. Februar 2020, 00:01:44 »
Stellhebelweichen waren "auf Zug" zu bedienen. Kenne 2 Stück, auch selbst bedient.
1) Nußdorfer Straße gegenüber Markthalle (entfernter Gleisbogen in die Alserbachstraße) = nach Entsicherung am Hebel zeihen - Weiche wurde in Ablenkung gestellt und gehalten. Gesichert war die Weiche in die Gerade, FR Schottentor.
2) Vor Stationsgebäude U6-Alser Straße (Linie 8 FR Liechtenwerder Platz, entfernter Gleisbogen in die Jörgerstraße) =nach Entsicherung am Hebel zeihen - Weiche wurde in Ablenkung gestellt und gehalten. Gesichert war die Weiche in die Gerade, FR Liechtenwerder Platz.
Über Details zum Gestänge kann ich leider nichts beitragen.
Sollte jemand einen Tipp- oder Rechtschreibfehler finden darf er diesen behalten!

Klingelfee

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 10776
Re: Frage zu Weichen
« Antwort #36 am: 08. Februar 2020, 08:03:19 »
Ahoi,

ich hab da eine Frage zu den Stellhebelweichen - da gibts diese Fotos, wo der Schaffner kräftig an dem Griff zieht, um die Weiche umzustellen. Mir gehts um den Aufstellungsort des Hebels bzw um die Funktionsweise - war das wie bei meiner Skizze A oder B konstruiert?

Ich glaube, es gab nur die Ausführung A wobei wenn du bei Skizze A den Hebel ziehst, dann ziehst du auch die Weichenzungen zu dir und stellst die Weiche nach links.

In der Ausführung B ist ein Fehler. Denn entweder musst du den Stellhebel wegdrücken, oder aber der Stellhebel muss um 180 Grad gedreht sein.
Für ersteres fällt mir jetzt keine Verwendung ein (Weiche mittels Stellhebel nach rechts stellen) und bei zweiteres müsste dann der Weichensteller dann mit dem Rücken zum Zug stehen, was ich auch nicht für wirklich sinnvoll finde, da der Weichensteller ja den Zug bei der Befahrung der Weiche beobachten soll.

Die einzige Alternative wäre noch, dass die Weiche dann von der gegenüberliegenden Seite zu bedienen gewesen wäre. Aber mir fällt jetzt keine ein, wo dass der Fall wäre

Und mWn standen Sie ausschließlich jedoch Fahrtrichtung rechts vom Gleis.

Und zur Entfernung zur Weiche kann ich auch nur sagen, dass dies unterschiedlich waren. Teilweise waren sie recht knapp neben dem Gleis (Josefstädter Straße, Urban Loritz Platz, Lange Gasse) so gab es auch Stellhebelweichen, die auch aus baulichen Gründen weiter weg standen - Siehe https://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php?title=Stellhebelweiche . Beim Zimmermannplatz bin ich mir jetzt nicht mehr sicher, ob der Stellkasten gleich neben dem Gleis, oder am Gehsteig stand.



Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

WIENTAL DONAUKANAL

  • Expeditor
  • **
  • Beiträge: 1362
Re: Frage zu Weichen
« Antwort #37 am: 08. Februar 2020, 08:27:02 »
Die ursprüngliche Abzweigung von der Linie 62 stadtauswärts zum Kabelbüro war auch eine Stellhebelweiche, Standort in der kleinen Parkinsel Böckgasse/Malfathygasse. Die Weichenzungen in gerader Grundstellung wurden mittels Umlenkhebel im Zuggestänge wie gewohnt auf Zug umgestellt.

tramway.at

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 6191
    • www.tramway.at
Re: Frage zu Weichen
« Antwort #38 am: 08. Februar 2020, 11:17:40 »
Die Weichenzungen in gerader Grundstellung wurden mittels Umlenkhebel im Zuggestänge wie gewohnt auf Zug umgestellt.

Die kleine Skizze unten ist hilfreich, danke! Was ich vielleicht falsch ausgedrückt habe: Der Bediener zieht ja den Stellhebel immer zu sich; ich wollte wissen, ob die Zungen damit zwangsläufig in Richtung Bediener gezogen werden, oder ob es durch die Umlenkung auch möglich ist, dass sie von ihm weggedrückt werden. Die Skizze bejaht das.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

Aktuell: Großes Update auf www.tramway.at

WIENTAL DONAUKANAL

  • Expeditor
  • **
  • Beiträge: 1362
Re: Frage zu Weichen
« Antwort #39 am: 08. Februar 2020, 13:55:57 »
Derartige Umlenkungen der Zugrichtungen sind in Bremgestängen mehrfach verbaut, wobei man durch kürzen oder verlängern des Last- und Kraftarmes das Über- oder Untersetzungsverhältnis variiert werden kann.
Bremszylinder oder Solenoid haben nur eine Arbeitsrichtung, die Bremsklötze am Rad legen sich aber von beiden Seiten an.

tramway.at

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 6191
    • www.tramway.at
Re: Frage zu Weichen
« Antwort #40 am: 08. Februar 2020, 14:05:09 »
Die Basics der Mechanik sind mir vertraut :) Wichtig war mir, ob es bei den Stellhebelweichen üblich war. Es geht um eine Situation im Modell.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

Aktuell: Großes Update auf www.tramway.at

WIENTAL DONAUKANAL

  • Expeditor
  • **
  • Beiträge: 1362
Re: Frage zu Weichen
« Antwort #41 am: 08. Februar 2020, 14:24:28 »
Es gab so eine Anwendung am Matzleinsdorfer Platz. Die HVZ Linie 18, spätere Linie 7, bog nach rechts unter die Südbahnbrücke zur Gudrunstrasse mittels Stellhebelweiche von der Stammlinie 118 ab.

Edit: Ich habe im Eintrag 48/Linie 62 gestrichen ein Foto gefunden.

https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=516.45