Autor Thema: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen  (Gelesen 22679 mal)

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Vom Tiel her eigentlich uninteressant für "uns", aber im Detail entdeckt man Punkte, die den Text (wie geduldig die Bits und Bytes, auf denen er gespeichert ist, auch sein mögen) durchaus erwähnenswert machen:

Zitat
Öffi-Ausbau im Nordosten Wiens
(...)Die Öffi-Strecken sollen ausgebaut, neue Linien eingeführt werden. So soll die Straßenbahnlinie 25 bis nach Großenzersdorf geführt werden, eine neue Linie 27 soll von Großjedlersdorf nach Kagran fahren. Der 31er soll als "Light Rail M31" verlängert und zur schnelleren Stadtbahn umgewandelt werden.(...)
Quelle: derstandard.at
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Berni229

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #1 am: 03. Oktober 2017, 20:25:56 »
Die NEOS haben heute ein Maßnahmenpaket für Floridsdorf und Donaustadt vorgestellt: https://kurier.at/chronik/wien/den-neos-schwebt-ein-lobautunnel-light-vor/289.792.200

Einige Projekte klingen ja ganz interessant, leider steht in dem Artikel nicht viel. Weiß vielleicht jemand, ob es da irgendwo Details gibt?

95B

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #2 am: 03. Oktober 2017, 21:01:19 »
Der 27er ist ja schon ewig nicht mehr ausgegraben worden.  ::)
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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #3 am: 03. Oktober 2017, 23:10:33 »
Ich schlage auch etliche Tramwayprojekte vor.... ;D

Klingelfee

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #4 am: 04. Oktober 2017, 07:21:14 »
Ohne die Projekte irgendwie bewerten zu wollen.

Aber WAS ??? ??? ??? hat der ÖV Wien mit der Nationalratwahl zu tun. Ich glaube nämlich kaum, dass ich mit diesem Thema jemand ausserhalb von Wien zur Wahl bewegen kann.

Auch finde ich herrlich, dass sie der Meinung sind, dass diese Projekte binnen 3 Jahre umgesetzt werden könnten. Solange braucht man ja schon, bis man alle Bewilligungen dafür zusammen hat. Ganz abgesehen, dass es dann noch einige Zeit für die Ausschreibung und Errichtung benötigt.

Ich halte für die Gesamtumsetzung dieses Projektvorschlag einen Zeitraum zwischen 7 und 10 Jahren für realistisch.

Aber mMn ohne realistische Chance auf eine Regierungsbeteiligung kann man ja immer solche Projekte vorstellen und fordern.

Und bezüglich des Lobautunnels - Da soll man nicht dauernd neue Alternativen bringen, sondern sich endlich für eine bereits vorhandene Version entscheiden und anfangen zu bauen.
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4463

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #5 am: 04. Oktober 2017, 13:14:50 »
Aber WAS ??? ??? ??? hat der ÖV Wien mit der Nationalratwahl zu tun. Ich hgglaube nämlich kaum, dass ich mit diesem Thema jemand ausserhalb von Wien zur Wahl bewegen kann.
(...)
Und bezüglich des Lobautunnels - Da soll man nicht dauernd neue Alternativen bringen, sondern sich endlich für eine bereits vorhandene Version entscheiden und anfangen zu bauen.
Für die NEOS hat das schon etwas damit zu tun, da Wien für die NEOS extrem wichtig ist, um ins Parlament zu kommen. Da die Grünen mit sich selbst beschäftigt sind, versuchen die NEOS auf die Art wohl bürgerliche Wähler von den Grünen abzusaugen (vor allem mit dem Teil des Artikels, der von den Öffis handelt). Überdies sind Autobahnen Bundesangelegenheit, somit sehr wohl Sache des Nationalrates!

Es wäre (ohne das jetzt bewerten zu können oder wollen) aber in jedem Fall sinnvoll, eine Variante zu finden, die nicht mit horrenden Kosten das Budget belastet (wenn man meint, das überhaupt unbedingt in der Form bauen zu müssen).

Auf wien.orf.at gibt es einen weiteren Artikel dazu: hier wird einerseits davon gesprochen, dass der Ölhafen eine Altlast ist - ich frage mich: warum sollte man diese dann nicht sanieren und gleich die Autobahn hineinbauen - zwei Fliegen mit einer Klappe!

Interessant auch, dass das Öffi-Thema im ORF-Artikel komplett ausgespart wird – ein Schelm, der Böses dabei denkt. >:D

Generell sollte man aber überlegen, ob nach Schließung des Autobahnringes um Wien mit dieser Verbindung, nicht ein drastischer Rückbau der Südosttangente bzw. zumindest rigorose Fahrverbote auf selbiger einhergehen sollte. Schließlich ist die Tangente eines der größten verkehrspolitischen Verbrechen des 20. Jahrhunderts – eine Autobahn mitten durch die Stadt. :o
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Ferry

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #6 am: 04. Oktober 2017, 13:27:13 »
Generell sollte man aber überlegen, ob nach Schließung des Autobahnringes um Wien mit dieser Verbindung, nicht ein drastischer Rückbau der Südosttangente bzw. zumindest rigorose Fahrverbote auf selbiger einhergehen sollte. Schließlich ist die Tangente eines der größten verkehrspolitischen Verbrechen des 20. Jahrhunderts – eine Autobahn mitten durch die Stadt. :o

Na und? Gibt's in anderen Städten doch auch und ist dort kein Problem. Und "drastischer Rückbau"? Was ist damit gemeint? Wo soll der Verkehr dann hin?
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4463

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #7 am: 04. Oktober 2017, 13:44:12 »
Generell sollte man aber überlegen, ob nach Schließung des Autobahnringes um Wien mit dieser Verbindung, nicht ein drastischer Rückbau der Südosttangente bzw. zumindest rigorose Fahrverbote auf selbiger einhergehen sollte. Schließlich ist die Tangente eines der größten verkehrspolitischen Verbrechen des 20. Jahrhunderts – eine Autobahn mitten durch die Stadt. :o

Na und? Gibt's in anderen Städten doch auch und ist dort kein Problem. Und "drastischer Rückbau"? Was ist damit gemeint? Wo soll der Verkehr dann hin?
Der Verkehr, der nicht Wien als Ausgangs- oder Endpunkt hat, fährt rundherum (es ist sowieso absurd, dass der jetzt auch mitten durch die Stadt fahren muss/darf), der Rest muss sich andere Wege suchen bzw. wird bei entsprechendem Öffi-Ausbau einfach auf andere Verkehrsträger umgelagert. Natürlich kann die Tangente mittelfristig als "Autobahnzubringer" erhalten bleiben, aber mit entsprechend weniger Spuren und empfindlichen Beschränkungen, wer dort fahren darf bzw. wie schnell gefahren werden darf. Natürlich könnte man alternativ auch einfach eine erhöhte Maut für die Benützung verlangen.
In anderen Städten werden derartige Straßen übrigens mittlerweile teilweise rückgebaut (irgendwo in Asien gibts da ein berühmtes Beispiel, wo statt der Autobahn jetzt ein Erholungsgebiet ist).
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Klingelfee

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #8 am: 04. Oktober 2017, 13:47:38 »
Generell sollte man aber überlegen, ob nach Schließung des Autobahnringes um Wien mit dieser Verbindung, nicht ein drastischer Rückbau der Südosttangente bzw. zumindest rigorose Fahrverbote auf selbiger einhergehen sollte. Schließlich ist die Tangente eines der größten verkehrspolitischen Verbrechen des 20. Jahrhunderts – eine Autobahn mitten durch die Stadt. :o

Na und? Gibt's in anderen Städten doch auch und ist dort kein Problem. Und "drastischer Rückbau"? Was ist damit gemeint? Wo soll der Verkehr dann hin?
Der Verkehr, der nicht Wien als Ausgangs- oder Endpunkt hat, fährt rundherum (es ist sowieso absurd, dass der jetzt auch mitten durch die Stadt fahren muss/darf), der Rest muss sich andere Wege suchen bzw. wird bei entsprechendem Öffi-Ausbau einfach auf andere Verkehrsträger umgelagert. Natürlich kann die Tangente mittelfristig als "Autobahnzubringer" erhalten bleiben, aber mit entsprechend weniger Spuren und empfindlichen Beschränkungen, wer dort fahren darf bzw. wie schnell gefahren werden darf. Natürlich könnte man alternativ auch einfach eine erhöhte Maut für die Benützung verlangen.
In anderen Städten werden derartige Straßen übrigens mittlerweile teilweise rückgebaut (irgendwo in Asien gibts da ein berühmtes Beispiel, wo statt der Autobahn jetzt ein Erholungsgebiet ist).

Nur das ist glaube ich ein Wunschtraum. Denn es gibt viele Pendler, die im Norden Wohnen und im Süden arbeiten und umgekehrt. Und wenn du denen die Tangente wegnimmst und sie über die Lobauautobahn jagst, dann ist es nur ein Verlagern des Verkehrs. Frei nach dem Florianiprinzip Heiliger Sankt Florian / Verschon’ mein Haus / Zünd’ and’re an!
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coolharry

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #9 am: 04. Oktober 2017, 14:02:21 »
(irgendwo in Asien gibts da ein berühmtes Beispiel, wo statt der Autobahn jetzt ein Erholungsgebiet ist).

Wenn wir nur halb soviele Schnellstraße hätten wie in Seoul, dann könntens die Tangente von mir aus gern rückbauen.  ::)
Und selbst dort hat man eine Kreuzungsfreie Trasse gegen soetwas wie die Wienzeile "zurück" gebaut.
Woanders vergraben sie Ihre Stadtschnellstraßen. Z.B: Madrid, Boston, Barcelona und München. Selbst in Linz hat man die A7 stellenweise überbaut.
Alternativlose Abrisse gibts eigentlich kaum bis gar nicht.

... und sie über die Lobauautobahn jagst, dann ist es nur ein Verlagern des Verkehrs.

Das ist der Sinn des Lobautunnels, dass sich der Verkehr dorthin verlagert und die frei werdenden Kapazitäten weiteren Verkehr aus der Stadt abziehen.

Klingelfee

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #10 am: 04. Oktober 2017, 14:37:34 »

... und sie über die Lobauautobahn jagst, dann ist es nur ein Verlagern des Verkehrs.

Das ist der Sinn des Lobautunnels, dass sich der Verkehr dorthin verlagert und die frei werdenden Kapazitäten weiteren Verkehr aus der Stadt abziehen.

Was ich damit gemeint habe - Jetzt ist die Tangente überlastet. Dann ist das Lobautunnel überlastet. Und das ist auf keinen Fall sinnvoll. Mit dem Lobautunnel wird die Tangente entlastet, so dass dann hoffentlich nur mehr die Anzahl an Fahrzeuge dort fahren, für die die Tangente ausgelegt ansich ist. Und nicht die doppelte Anzahl an Fahrzeugen.
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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #11 am: 04. Oktober 2017, 14:50:54 »
Das Reduzieren der verfügbaren Straßenkapazität führt nicht zu Verkehrsüberlastung, sondern zu Verkehrsverringerung. Das ist wissenschaftlich erwiesen, auch wenn es für den durchschnittlichen Autofahrer nicht nachvollziehbar erscheint.
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coolharry

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #12 am: 04. Oktober 2017, 15:02:50 »
Was ich damit gemeint habe - Jetzt ist die Tangente überlastet. Dann ist das Lobautunnel überlastet. Und das ist auf keinen Fall sinnvoll. Mit dem Lobautunnel wird die Tangente entlastet, so dass dann hoffentlich nur mehr die Anzahl an Fahrzeuge dort fahren, für die die Tangente ausgelegt ansich ist. Und nicht die doppelte Anzahl an Fahrzeugen.

Das wirds nur nicht spielen, da eine Straße, auf der der Verkehr gut fließt, wieder solange Verkehr anzieht bis er eben nicht mehr fließt. Das es nämlich einfach nicht mehr Autos gibt, die diese Straße befahren könnten, wie Z.B auf einer Insel, gibts halt bei uns nicht. In Reykjavik vielleicht, aber nicht bei uns.

Ausnahmen sind nur Straßen die vom irgendwo ins nirgendwo gehen. Da fehlt dann einfach der Bedarf diese zu befahren.  :)

haidi

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #13 am: 04. Oktober 2017, 16:19:16 »
Was ich damit gemeint habe - Jetzt ist die Tangente überlastet. Dann ist das Lobautunnel überlastet. Und das ist auf keinen Fall sinnvoll. Mit dem Lobautunnel wird die Tangente entlastet, so dass dann hoffentlich nur mehr die Anzahl an Fahrzeuge dort fahren, für die die Tangente ausgelegt ansich ist. Und nicht die doppelte Anzahl an Fahrzeugen.
Dass du dich so vehement für den Lobautunnel einsetzt ist verständlich. Aber die Hoffnung, dass sich deswegen die Zahl der Fahrten auf der Tangente so drastisch reduziert kannst vergessen. Die S1 zwischen Vösendorf und A4 hat jetzt zwar sehr viel Verkehr, aber von einer echten Entlastung der Tangente ist jetzt nichts zu spüren.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #14 am: 04. Oktober 2017, 16:44:17 »
Die S1 zwischen Vösendorf und A4 hat jetzt zwar sehr viel Verkehr, aber von einer echten Entlastung der Tangente ist jetzt nichts zu spüren.

Natürlich nicht. Das war auch all jenen, die sich ernsthaft mit Verkehrsplanung (und nicht nur mit Straßenbauagenden) beschäftigen, von Anbeginn an klar.
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