Autor Thema: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf  (Gelesen 11480 mal)

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95B

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #15 am: 16. Januar 2019, 16:00:42 »
Das Wichtigste wäre aber meiner Meinung nach, dass die Straßenbahn dort mit angepasstem Tempo unterwegs ist. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf beispielsweise 30kmh hätte die tödlichen Folgen dieses Unfalls vielleicht verhindert... Derzeit rasen sie dort durch wie früher, als es noch keinen Übergang gab.

Die Straßenbahn ist dort mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs, da der Übergang durch Lichtzeichen, Geländer und einen Z-Zugang (man muss in Form eines Z gehen, dass man in Richtung des herannahenden Zuges blickt) gesichert ist. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung für die Straßenbahn wäre denkbar, wenn der Übergang schlecht einsehbar ist. Hier ist allerdings das genaue Gegenteil der Fall. So tragisch der Unfall auch ist: Wo Menschen unterwegs sind, wird es immer irgendwann irgendwo zu Unfällen kommen, weil sich Menschen halt manchmal unvorhersehbar verhalten. Das liegt in der Natur der Sache.

Wir wissen auch nichts über die näheren Umstände: War der Zwölfjährige allein oder in einer Gruppe unterwegs? Ist er gegangen, gelaufen? War er durch Kopfhörer und/oder Handy abgelenkt? All diese und noch viele weitere Faktoren müssen berücksichtigt werden, um die Situation in ihrer Gesamtheit einschätzen zu können. Ein Bashing der bösen Straßenbahn, die dort rücksichtslos mit der erlaubten Geschwindigkeit daherbraust und alles niedermäht, was ihr in die Quere kommt, ist höchst unangebracht.

Und was heißt das jetzt? Man soll bei gefährlichen Bahnübergängen nichts ändern, weil die Schienen selbst als Sicherung bereits ausreichen?

Erkläre bitte, was bei diesem Übergang besonders gefährlich sein soll. Ich erachte ihn nämlich als extrem ungefährlich, weil er vierfach abgesichert und noch dazu komplett übersichtlich ist.
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Berni229

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #16 am: 16. Januar 2019, 16:08:41 »
Das Wichtigste wäre aber meiner Meinung nach, dass die Straßenbahn dort mit angepasstem Tempo unterwegs ist. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf beispielsweise 30kmh hätte die tödlichen Folgen dieses Unfalls vielleicht verhindert... Derzeit rasen sie dort durch wie früher, als es noch keinen Übergang gab.

Die Straßenbahn ist dort mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs, da der Übergang durch Lichtzeichen, Geländer und einen Z-Zugang (man muss in Form eines Z gehen, dass man in Richtung des herannahenden Zuges blickt) gesichert ist. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung für die Straßenbahn wäre denkbar, wenn der Übergang schlecht einsehbar ist. Hier ist allerdings das genaue Gegenteil der Fall. So tragisch der Unfall auch ist: Wo Menschen unterwegs sind, wird es immer irgendwann irgendwo zu Unfällen kommen, weil sich Menschen halt manchmal unvorhersehbar verhalten. Das liegt in der Natur der Sache.

Wir wissen auch nichts über die näheren Umstände: War der Zwölfjährige allein oder in einer Gruppe unterwegs? Ist er gegangen, gelaufen? War er durch Kopfhörer und/oder Handy abgelenkt? All diese und noch viele weitere Faktoren müssen berücksichtigt werden, um die Situation in ihrer Gesamtheit einschätzen zu können. Ein Bashing der bösen Straßenbahn, die dort rücksichtslos mit der erlaubten Geschwindigkeit daherbraust und alles niedermäht, was ihr in die Quere kommt, ist höchst unangebracht.

Und was heißt das jetzt? Man soll bei gefährlichen Bahnübergängen nichts ändern, weil die Schienen selbst als Sicherung bereits ausreichen?

Erkläre bitte, was bei diesem Übergang besonders gefährlich sein soll. Ich erachte ihn nämlich als extrem ungefährlich, weil er vierfach abgesichert und noch dazu komplett übersichtlich ist.

Wie gut dieser Übergang einzusehen ist, wage ich jetzt nicht zu behaupten, das müsste ich mir heute Abend genauer ansehen. Fakt ist, dass ich diesen Übergang regelmäßig überquere und ich dort immer ein unsicheres Gefühl habe. Auch eine angepasste Geschwindigkeit der Straßenbahnen habe ich dort rein subjektiv noch nicht wahrgenommen (außer heute in der Früh, da fuhren einige Garnituren im Schritttempo).

Natürlich weiß ich nichts über den genauen Unfallhergang von gestern, dies tut auch nicht unbedingt etwas zur Sache. Dieser Übergang liegt unmittelbar neben einer Schule und wird auch bestimmt von vielen anderen Kindern und Jugendlichen benutzt, Überlegungen zu einer Optimierung der Sicherheit bei diesem Übergang sollten daher nicht verboten sein.

Kanitzgasse

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #18 am: 16. Januar 2019, 16:24:53 »
Wie wäre es, wenn die Leute endlich alle behirnen würden, dass auf Schienen auch einmal ein Zug oder eine Straßenbahn daherkommen könnte (betrifft Fahrzeuglenker und Fußgänger). Bei aller Tragik jedes Unfalls, zur Verzierung der Landschaft liegen Gleise wohl nicht, das ist ja eigentlich jedem klar!

Kinder fallen nicht ohne Grund aus dem Vertrauensgrundsatz heraus.

Auch eine angepasste Geschwindigkeit der Straßenbahnen habe ich dort rein subjektiv noch nicht wahrgenommen (außer heute in der Früh, da fuhren einige Garnituren im Schritttempo).

Auch 60km/h ist eine angepasste Geschwindigkeit, wenn sich niemand diesem Übergang nähert.

Bimbim

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #19 am: 16. Januar 2019, 16:27:18 »
Natürlich weiß ich nichts über den genauen Unfallhergang von gestern, dies tut auch nicht unbedingt etwas zur Sache.

Aha.

[...] Überlegungen zu einer Optimierung der Sicherheit bei diesem Übergang sollten daher nicht verboten sein.



Zick-Zack-Zugang mit Blickrichtung zum ankommenden Zug
Warnschilder
Absperrungen
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laut Aussage im Forum sogar Läutewerk.

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schaffnerlos

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #20 am: 16. Januar 2019, 16:33:02 »
Wenn man die Welt kindgerecht gestalten würde, müsste des Verkehrsmittel > 25 km/h verboten werden – das ist keine Lösung.

Ich habe gerade die Bilder im Störungsthread angesehen. An sich dürfte der Übergang ok sein. Ich gehe davon aus, dass der Junge die Gleise Richtung Brünner Straße überquert hat. Der Zug Richtung Schottenring verdeckt während der Vorbeifahrt das Rot-Licht. Nach der Vorbeifahrt wird er wohl geglaubt haben, das Rot "gehört" diesem Zug und erlischt eh gleich. An einen Gegenzug wird er wohl nicht gedacht haben. Als Lösung würde mir nur einfallen, dass für jede Fahrtrichtung ein eigenes Rot-Licht montiert wird. Aber wo wird dann dieser Sicherheitswahnsinn noch enden?

Berni229

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #21 am: 16. Januar 2019, 16:35:19 »
Vielleicht kannst du mal ein Foto von der anderen Seite posten, dann würde man auch die grüne Ampel sehen.

Mein Vorschlag war, die Geschwindigkeit hier zu reduzieren, mehr nicht. Dass hier das Aufhängen eines weiteren Blinklichtes nicht helfen wird, ist wohl klar.

Und ich weiß nicht, ob zynische Kommentare angesichts des Todes eines 12-Jährigen nötig sind. Aber vermutlich habt ihr keine eigenen Kinder...

U4

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #22 am: 16. Januar 2019, 16:37:17 »
Aber das Bild ist nicht von der Vorfallsstelle oder ??

Kanitzgasse

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #23 am: 16. Januar 2019, 16:38:21 »
Aber das Bild ist nicht von der Vorfallsstelle oder ??
Doch! Hier von der anderen Seite:

95B

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #24 am: 16. Januar 2019, 16:39:16 »
Aber das Bild ist nicht von der Vorfallsstelle oder ??

Doch. Du siehst am Boden sogar noch die Spraymarkierung.
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schaffnerlos

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #25 am: 16. Januar 2019, 16:39:37 »
Vielleicht kannst du mal ein Foto von der anderen Seite posten, dann würde man auch die grüne Ampel sehen.

Ich halte die grüne Ampel wegen des Umlaufgitters in diesem Fall für nicht relevant. Da gibt es in Wien weitaus unübersichtlichere Situationen (z. B. bei der Börse) und dort passiert auch nichts.


Zitat
Mein Vorschlag war, die Geschwindigkeit hier zu reduzieren, mehr nicht.

Und was soll das bringen?

Berni229

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #26 am: 16. Januar 2019, 16:45:01 »
Aber das Bild ist nicht von der Vorfallsstelle oder ??
Doch! Hier von der anderen Seite:

Das ist zwar jetzt von der anderen Seite, aber die Ampel, die ich meine, ist nicht oben. Die ist weiter links.

haidi

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #27 am: 16. Januar 2019, 16:45:48 »
Die Straßenbahn ist dort mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs, da der Übergang durch Lichtzeichen, Geländer und einen Z-Zugang (man muss in Form eines Z gehen, dass man in Richtung des herannahenden Zuges blickt) gesichert ist. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung für die Straßenbahn wäre denkbar, wenn der Übergang schlecht einsehbar ist. Hier ist allerdings das genaue Gegenteil der Fall. So tragisch der Unfall auch ist: Wo Menschen unterwegs sind, wird es immer irgendwann irgendwo zu Unfällen kommen, weil sich Menschen halt manchmal unvorhersehbar verhalten. Das liegt in der Natur der Sache.
Eine Möglichkeit, die sicher nicht von der Hand zu weisen ist wäre, dass der Fußgängerübergang Brünner Straße grün hatte und der Bub (wie wahrscheinlich schon viele Erwachsene bislang) diese Phase noch erwischen wollte, weil dann sicher lange rot ist.

In GB  scheint es üblich zu sein, dass Ampeln, deren Grünlicht für andere Relationen auch so zu sehen ist, dass es verwechselt werden kann (z.B. zwei Ampeln knapp hintereinander) mit Blenden so abgedeckt werden, dass für diese Relation das Grünlicht nicht zu sehen ist. Es wäre eine Möglichkeit, beide Lichter der Fußgängerampel über die Brünner Straße ebenso abzudecken, sodass das Lichtsignal von hinter den Gleisen nicht zu sehen ist.

Schranken - so denn sie den ernst gemeint waren - führen dazu, dass Passanten dann im Bereich zwischen Schranken und Gleisen eingeschlossen wären.

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Ein bisschen sehr zynisch! (Abgesehen davon fragt mich jedesmal wenn ich zum Billa gehe mein Hausverstand, was ich dort will)

Es war ein Kind, das noch nicht unter dem Vertrauensgrundsatz gefallen ist - den es ja aus nachvollziehbaren Gründen gibt. Kann natürlich sein, dass du von klein auf alles gewusst hast und dich richtig verhalten hast und auch nicht mit 4 Jahren über die Fahrbahn gelaufen bist, wenn eine Oma von der anderen Seite gerufen hat - dann warst aber nie ein Kind.
Ein bisschen Denken und sich in Andere und deren altersbedingte Fähigkeiten hinein zu versetzen wäre durchaus gefragt - das bekommt man aber nicht beim Billa.

Insgesamt gesehen hast du da ein wirkich entbehrliches Posting abgesetzt.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

U4

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #28 am: 16. Januar 2019, 16:47:01 »
Aber das Bild ist nicht von der Vorfallsstelle oder ??

Doch. Du siehst am Boden sogar noch die Spraymarkierung.
Danke!

fastpage

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Re: Tragischer Straßenbahnunfall Floridsdorf
« Antwort #29 am: 16. Januar 2019, 17:16:51 »

Und ich weiß nicht, ob zynische Kommentare angesichts des Todes eines 12-Jährigen nötig sind. Aber vermutlich habt ihr keine eigenen Kinder...
Ich bringe meinen Kindern seit sie laufen können bei, vor dem Strasse überqueren li und re zu schauen. Auch die Ampel mit den vielen bunten Farben.
Mir kommt jedesmal das kotzen, wenn erwachsene Menschen vor Kindern bei rot über die Strasse gehen.

Der Unfall ist ja nicht passiert, weil der Junge nicht geschaut hat, sondern weil er den Gegenzug übersehen. Den hätte er auch mit 20km/h übersehen. Begegnungsverbot oder wie es viele Bimfahrer bei Unfallträchtigen Kreuzungen machen: Bei Gegenzug langsam diese passieren bis Gegenzug ebenfalls in die Kreuzung eingefahren. Halte ich für sinnvoller als eine fixe La.