Autor Thema: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)  (Gelesen 8745514 mal)

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #18705 am: Heute um 18:59:52 »
Ich hoffe, das ist jetzt nicht im falschen Forum, sonst bitte gerne beheben.

Seit kurzem ist es bei den Wiener Linien Mode, bei Störungen und Fahrtbehinderungen gezielt Desinformation über die Anzeigen flimmern zu lassen.
Konkrete Fälle - beide Male die Linie D.
1) Umleitung über Kai - Ich sitze im D Richtung Nußdorf, Haltestelle Schwarzenbergplatz, nur ein Fahrgast, den man vorher von Weitem ratlos weggehen gesehen hat, dreht um und will jetzt doch zur Straßenbahn. Bei der Fahrgastinformationssäule habe ich verstanden, warum: Dort stand "Betriebsstörung - Betrieb ab Börse"
Es war aber tatsächlich nicht Betrieb ab Börse sondern eine Umleitung über den Kai.
2) Bei der Bellaria komme ich zum D - auch dort steht "Betriebsstörung - Betrieb ab Börse". Obwohl ich es nach Vorfall 1 schon besser wissen hätte müssen, glaubte ich irgendwie, dass das halt schon stimmen wird.
Ergo fuhr ich mit der U2 zum Schottentor. Aus der U-Bahn raus und kein Zug in der Peregringasse, weder hinten noch vorne, kein Zug in der Nebenfahrbahn, keiner am 1er-Gleis ... im Endeffekt war ich einen viertel Kilometer unterwegs, weil es wieder falsch war - es war eine Umleitung über den Kai, das heißt, dass die Züge bei der Börse am Schottenring am 2er-Gleis bei der Bedarfshaltestelle stehen bleiben.

Meine Theorie ist, dass sich das irgendein Schreibtischtäter ausgedacht hat, weil es von seinem Schreibtisch aus gesehen vielleicht irgendwie logisch wirkt.
Gibt es plausiblere Erklärungen?

petestoeb

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #18706 am: Heute um 19:59:41 »
Und mit ein wenig vorausschauenden Fahrens und ohne Vorrang durchsetzen um jeden Preis sollte man nicht vertrauenswürdigen Verkehrsteilnehmer entsprechend vorsichtig verhalten. Und da fällt schon auf, dass es leider immer mehr Fahrer gibt, die glauben das nur weils eine Straßenbahn fahren sie immer mit Vollgas ihren Vorrang durchsetzen können. Genau danach sieht auch dieser Unfall aus.

Wenn ich einen solchen UNSINN lese, geht mir das geimpfte auf. Der Fahrer soll mit seiner Straßenbahn der StVo entsprechend fahren und nicht vor jeder möglichen Konfliktstelle Angst haben. Und das so schnell wie möglich. Als ich noch Fahrer bei den WL war (lange ist es her) bin ich grundsätzlich immer mit der an der Stelle erlaubten Höchstgeschwindigkeit gefahren. Und durchaus auch am Ring gegen die Fahrtrichtung. Natürlich muss man aufpasen und auf alle möglichen Vorfälle gefasst sein, aber deshalb dauernd nachgebend unterwegs zu sein, dürfte heute LEIDER die Normalität sein. Und dann gab es manchmals eben einen Zusammenstoß. In meiner Zeit bei den WL (1979 bis 2000) hatte ich im Schnitt 3-4 Karambolagen pro Jahr. Die Schuld wurde IMMER beim anderen Beteiligten festgestellt. Zumindest damals gab es mit einer solchen Bilanz keinerlei Probleme. Warum sollte jetzt der Fahrer einer Straßenbahn nicht den lt. StVo ermöglichten Vorrang nutzen. Der Andere hat ja dementsprechend IMMER Wartepflicht. Und hält dieser sich nicht daran, dann ist es nicht das Problem des Fahrers.

Natürlich braucht man dazu auch eine gewisse Routine und auch Härte. Und natürlich geht das auch auf die Nerven und aufs Gemüt. Das war auch der Grund, warum ich nach einem spektakulären Frontalcrash mit einem Linienbus dann nicht mehr weiter diesen Job machen wollte und letztlich zu einem anderen öffentlichen Arbeitgeber gewechselt bin.

Wenn ich heute als Fahrgast unterwegs bin, geht mir meist die zuckelnde Fahrweise gründlich auf die Nerven, weil heute oft dadurch nichts weitergeht.