Autor Thema: Und täglich grüßt das Murmeltier ...  (Gelesen 381589 mal)

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Gast1090

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #975 am: 21. Dezember 2022, 19:02:02 »
Wiener Linien Mitarbeiter üben in einem anonymen Schreiben Kritik an den Arbeitsbedingungen. Mal schauen, ob das irgendetwas bewirkt.

Quelle: https://wien.orf.at/stories/3187345/

 

Bus

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #976 am: 21. Dezember 2022, 19:05:43 »
Wiener Linien Mitarbeiter üben in einem anonymen Schreiben Kritik an den Arbeitsbedingungen. Mal schauen, ob das irgendetwas bewirkt.

Quelle: https://wien.orf.at/stories/3187345/

Das übliche Blabla der Geschäftsführung, lt. Wien Heute.
Das Betriebsklima haben sie ja dort erfolgreich vernichtet, wenn man die Krankenstandsrückkehrgespräche heranzieht ;D

wolf_kamp

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #977 am: 21. Dezember 2022, 20:25:37 »
Wiener Linien Mitarbeiter üben in einem anonymen Schreiben Kritik an den Arbeitsbedingungen. Mal schauen, ob das irgendetwas bewirkt.

Quelle: https://wien.orf.at/stories/3187345/

Das übliche Blabla der Geschäftsführung, lt. Wien Heute.
Das Betriebsklima haben sie ja dort erfolgreich vernichtet, wenn man die Krankenstandsrückkehrgespräche heranzieht ;D

Ich nehme an, dass in wien heute nur sehr geschönt über den Brief berichtet wird. Gibt es diesen Brief irgendwo öffentlich zu lesen?

Gast1090

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #978 am: 21. Dezember 2022, 22:01:41 »
Wiener Linien Mitarbeiter üben in einem anonymen Schreiben Kritik an den Arbeitsbedingungen. Mal schauen, ob das irgendetwas bewirkt.

Quelle: https://wien.orf.at/stories/3187345/

Das übliche Blabla der Geschäftsführung, lt. Wien Heute.
Das Betriebsklima haben sie ja dort erfolgreich vernichtet, wenn man die Krankenstandsrückkehrgespräche heranzieht ;D

Ich nehme an, dass in wien heute nur sehr geschönt über den Brief berichtet wird. Gibt es diesen Brief irgendwo öffentlich zu lesen?

Natürlich wird wie üblich alles schöngeredet, ist ja zum Teil auch im ORF.at nachzulesen.
Frau Mag.Reinagl hat im November den Vorsitz der Geschäftsführung (von Hrn. Dipl.Ing. Steinbauer) übernommen und will/wird nunmehr alle Prozesse im Fahrdienst umfassend prüfen. Mal schauen, ob sich das Sprichwort "Neue Besen kehren gut" bewahrheitet. 
Und der Betriebsrat bedauert, daß der Weg über die Medien genommen wurde. Da muß ich mich aber schon fragen, wie es sein kann, daß - welch ein Unwort - Krankenstand-Rückkehrgespräche gang und gäbe zu sein scheinen. Das müßte doch für jeden Betriebsrat, der die Interessen der Arbeitnehmer vertritt, ein rotes Tuch sein, wenn der Arbeitgeber versucht, Druck auf Erkrankte auszuüben. 

captainmidnight

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #979 am: 21. Dezember 2022, 22:31:16 »
Wiener Linien Mitarbeiter üben in einem anonymen Schreiben Kritik an den Arbeitsbedingungen. Mal schauen, ob das irgendetwas bewirkt.

Quelle: https://wien.orf.at/stories/3187345/

Das übliche Blabla der Geschäftsführung, lt. Wien Heute.
Das Betriebsklima haben sie ja dort erfolgreich vernichtet, wenn man die Krankenstandsrückkehrgespräche heranzieht ;D

Ich nehme an, dass in wien heute nur sehr geschönt über den Brief berichtet wird. Gibt es diesen Brief irgendwo öffentlich zu lesen?

Natürlich wird wie üblich alles schöngeredet, ist ja zum Teil auch im ORF.at nachzulesen.
Frau Mag.Reinagl hat im November den Vorsitz der Geschäftsführung (von Hrn. Dipl.Ing. Steinbauer) übernommen und will/wird nunmehr alle Prozesse im Fahrdienst umfassend prüfen. Mal schauen, ob sich das Sprichwort "Neue Besen kehren gut" bewahrheitet. 
Und der Betriebsrat bedauert, daß der Weg über die Medien genommen wurde. Da muß ich mich aber schon fragen, wie es sein kann, daß - welch ein Unwort - Krankenstand-Rückkehrgespräche gang und gäbe zu sein scheinen. Das müßte doch für jeden Betriebsrat, der die Interessen der Arbeitnehmer vertritt, ein rotes Tuch sein, wenn der Arbeitgeber versucht, Druck auf Erkrankte auszuüben.

Betriebsrat FSG (nehme ich mal an, dass sich in den letzten 30 Jahren nichts geändert hat) - Stadtregierung SPÖ
Eine Krähe peckt der anderen kein Auge aus

38ger

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #980 am: 22. Dezember 2022, 01:52:53 »
Die Krankenstandsrückkehrgespräche finden ja mit dem Teamleiter statt...das heißt, wenn man gesund wird an einem Tag, an dem der Teamleiter frei hat, dann darf man seinen "Dienst" auch nicht im Fahrdienst versehen. So darf man dann als Fahrer zwei Tage lang am Bahnhof herumsitzen, da man ja in der Dienstzeit nicht zu Hause sein darf. Wer darüber Bescheid weiß wird sich natürlich erst zwei Tage später gesund schreiben lassen von seinem Arzt, als neuer Fahrer weiß man das aber ebentuell noch nicht. In Zeiten von Personalmangel natürlich auch eine total unnötige Verschwendung von Ressourcen, die man als Wiener Linien eigentlich dringend benötigen würde!
Sollte der Teamleiter gerade selbst krank sein oder auf Urlaub würde das Gespräch wohl mit einer Vertretung stattfinden, aber alleine zwei Tage bezahlter Weise gesundet nicht im Fahrdienst verwendet zu werden ist ja schon sehr absurd!  :ugvm:

Geamatic

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #981 am: 22. Dezember 2022, 07:19:23 »
Wurde in der Zwischenzeit geändert, das Gespräch findet in den erste 5 Tagen nach dem Krankenstand statt. Fahrdienst darf währenddessen geleistet werden.

Bus

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #982 am: 22. Dezember 2022, 07:33:40 »
Wurde in der Zwischenzeit geändert, das Gespräch findet in den erste 5 Tagen nach dem Krankenstand statt. Fahrdienst darf währenddessen geleistet werden.

Wozu eigentlich, nur weil das andere Unternehmen eingeführt haben? Ich dachte, die SPÖ ist eine soziale Partei, nun macht man den Bediensteten unnötig das Leben schwer? Hat man sowenig vertrauen mittlerweile in die eigene Belegschaft? Oder liegt das an den AMS Vermittlern?

Klingelfee

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #983 am: 22. Dezember 2022, 07:42:05 »
Wurde in der Zwischenzeit geändert, das Gespräch findet in den erste 5 Tagen nach dem Krankenstand statt. Fahrdienst darf währenddessen geleistet werden.

Wozu eigentlich, nur weil das andere Unternehmen eingeführt haben? Ich dachte, die SPÖ ist eine soziale Partei, nun macht man den Bediensteten unnötig das Leben schwer? Hat man sowenig vertrauen mittlerweile in die eigene Belegschaft? Oder liegt das an den AMS Vermittlern?

Nein, weil es zu den sogenannten Dienstgeberpflicht gehört. Ein Dienstgeber hat sich nach einem Krankenstand zu erkundigen, ob der Mitarbeiter wieder voll einsatzfähig ist. Es kann ohne weiters sein, dass ein Mitarbeiter wieder Arbeitsfähig ist, aber zum Beispiel die ersten Tage nach Möglichkeit nicht schwer heben soll.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

coolharry

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #984 am: 22. Dezember 2022, 08:33:22 »
Wurde in der Zwischenzeit geändert, das Gespräch findet in den erste 5 Tagen nach dem Krankenstand statt. Fahrdienst darf währenddessen geleistet werden.

Wozu eigentlich, nur weil das andere Unternehmen eingeführt haben? Ich dachte, die SPÖ ist eine soziale Partei, nun macht man den Bediensteten unnötig das Leben schwer? Hat man sowenig vertrauen mittlerweile in die eigene Belegschaft? Oder liegt das an den AMS Vermittlern?

Nein, weil es zu den sogenannten Dienstgeberpflicht gehört. Ein Dienstgeber hat sich nach einem Krankenstand zu erkundigen, ob der Mitarbeiter wieder voll einsatzfähig ist. Es kann ohne weiters sein, dass ein Mitarbeiter wieder Arbeitsfähig ist, aber zum Beispiel die ersten Tage nach Möglichkeit nicht schwer heben soll.

Das Gespräch ansich stellt ja keiner in Abrede. Nur das, wie diese Gespräche angeblich geführt werden. Eine kurze Frage, ob man schwer heben darf oder noch durch irgendwelche Medikamente beeinträchtigt sein kann, ist ja durchaus wünschenswert und auch legitim, aber Zusatzaussagen wie "wennst nochmal in Stand gehst muß i di melden" sollte man sich im Normalfall sparen. Klar gibts die Spezialfälle die jedes Monat eine Woche krank sind, aber wenns z.B. eine Frau ist sollte man sie vielleicht auch eher zu Endometrioseuntersuchung überreden als depperte Kommentare abzugeben.

Und ja Menschen sind Mimosen. Und auch kenne die Arbeitsscheuen, die "ich war ja nur 10 Minuten telefonieren (und das 10x am Tag)" und die wegen einer Schürfwunde mal 5 Tage in Stand gehen Typen. Aber noch sinds die Minderheit.
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #985 am: 22. Dezember 2022, 08:43:55 »
Entweder gibts heute keine Ausfälle durch Personalmangel oder man schreibt es nicht mehr ins System. Jedenfalls auf f59 keinerlei "unregelmäßige Intervalle".

reredol

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #986 am: 22. Dezember 2022, 09:05:46 »
Ich als Laie tu mir extrem schwer einzuschätzen, wie so ein Dienstplan eines Straßenbahnfahrers ist.
Kann jemand einen typischen Dienstplan eines Monats posten? Gerne auch als PN

Man wird ja nicht nur Unterbrecherdienste haben, oder?

Überlege schon ewig, mich als Teilzeitfahrer zu bewerben, keine Ahnung ob ich zu alt bin.

Danke


DaedalusBC304

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #988 am: 22. Dezember 2022, 10:03:34 »
Entweder gibts heute keine Ausfälle durch Personalmangel oder man schreibt es nicht mehr ins System. Jedenfalls auf f59 keinerlei "unregelmäßige Intervalle".

Schon seit einigen Tagen werden "Verspätungen" in der Betriebsinfo nicht mehr gelistet - Problem der langen Intervalle und Ausfälle also schnell und gut gelöst  :up:  ^-^

https://twitter.com/Tom_Harb/status/1604410596434530304?s=20&t=AwqDVliApDtsRvcb2OI2zg

(Und die Fahrgäste die trotzdem 30min dann am Heimweg in der Kälte warten müssen scheinen in keiner Statistik auf  >:D)




denond

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Re: Und täglich grüßt das Murmeltier ...
« Antwort #989 am: 22. Dezember 2022, 10:04:30 »
Ich bleibe für den öffentlichen Verkehr in Wien in der derzeitigen Form dabei:

                                           HASTUS:  weg
                              Arbeitszeitgesetz:  weg
                                 Ruhezeitgesetz:  weg



Jetzt musst du nur erklären,

wie willst du das Arbeitszeitgesetz und das Ruhezeitgesetz aushebeln?

Und was willst du statt Hastus verwenden? Die Dienstpläne werden sich nur wegen einem anderen Diensteinteilungsprogramm nicht ändern.

Die Stadtregierung bzw. die zuständigen Juristen fürs Arbeitsrecht bräuchten sich nur Gedanken darüber machen, wie man die Dienstplanung bzw. die Dienstfolgen dahingehend regeln kann, damit man mit diesen beiden Gesetzen gar nicht in Konflikt kommt, wenn man sich schon nicht in der Lage fühlt, diese beiden Gesetze außer Kraft zu setzen.
Im Übrigen hätte man damals in den Mitte 90iger-Jahren, zu Brauner-Zeiten gar nicht das Arbeits-/ Ruhezeitengesetz in den Betrieb einschleppen brauchen, man hätte sich mit den damaligen Arbeitsbedingungen für die städtischen Bediensteten nur geringfügig anpassen brauchen und man hätte dem Ganzen schon Genüge getan. Es war damals wieder der berühmte „vorauseilende Gehorsam“, parteipolitische Entscheidungen die ganz einfach früher oder später zu diesem Distaster führen mußten. Auch waren die damaligen Betriebsräte nur Ja-Sager für das Unternehmen nicht aber für die Bediensteten.

Und mit dem Hastus wollte man damals wie bis heute den Bediensteten so effizient wie möglich einsetzen. Man ließ Ihm mit diesem Programm nur die gesetzlich nötigsten Minuten als Pause stehen, man schlachtete den Rolldienst bis zum letzten aus. Man glaubte mit diesem Programm so billig wie möglich davon zu kommen, um damit einem Bediensteten nur ja nicht mehr bezahlen zu müssen als notwendig und man glaubte auch, so die Überstunden weg zu bekommen. Von einer möglichen, gescheiten Disposition des laufenden Betriebes aus Sicht eines Disponenten für ein gleichmäßiges Intervall, also einem gesicherten, regelmäßigen  Betrieb für den Fahrgast an der Haltestelle rede ich dabei noch gar nicht. Man glaubte auch, mit dem Kollektivvertrag das Gelbe vom Ei erfunden zu haben. Man verbot den Diensteinteilern,  den nunmehr immer mehr werdenden Kollekivvertragsbediensteten im Unternehmen, Überstunden leisten zu lassen, da diese mit 300% am freien Tag zur Verrechnung gebracht werden mußten. Du weißt es selbst ebenfalls sehr gut, was diesbezüglich damals bis heute abging/abgeht  im Unternehmen.

Wenn man das wirklich so machen wollte, müßte man die Dienstablöse auf die freie Strecke verlegen. Dann wird der Bedienstete wirklich nur mehr 8 Stunden verwendet. Aber wie sieht es dann wieder mit der Notdurftverrichtung, mit der Essenseinnahme und einer wirklichen einzuhaltenden Pausenzeit aus, die dann u.U. auf der Straße auf einer Parkbank oder am Zug auf einem Abstellgleis irgendwo einzuhalten wäre? Das geht im schienengebundenen Verkehr nicht, etwas leichter wäre es  beim Bus. Bei diesem gelten aber wieder andere Gesetze der StVO. Schon alleine aus diesem Grund bin ich wieder  - für das Ganze als Wiener Linien - oben im ersten Absatz bei den 90iger-Jahren.

Wenn man schon am HASTUS betriebsintern festhalten will, dann muß man zumindest das Programm bis zu der Form ändern, damit es dem Bediensteten sowohl auf der Strecke als auch dem Disponenten den nötigen Spielraum im Störungsfall für einen regelmäßigen, pünktlichen Verkehr zur Verfügung stellt. Das das natürlich mehr Geld kostet, daß muß jedem klar sein. Und wenn ich dieses Geld nicht ausgeben will, da ich Geld für übersoziales ausgeben will, dann kann/ muß ich den Betrieb entweder einstellen oder an Privat abgeben. So kann es auf alle Fälle nicht weitergehen.
Das einzige was in der Letztzeit geschah ist, daß die neu ernannte kaufmännische Direktorin einen neuen Manager im Wasserkopf zusätzlich implementiert hat. Bei den Ameisen setzt sie nach wie vor auf einen Sparkurs…

Zu @ M4033

Das heißt jetzt nicht, daß der Bedienstete am Stück 24 Stunden arbeiten muß sondern das heißt, daß der Bedienstete an einem Stück mehr als 8 Stunden arbeiten darf und so auch ein bißchen mehr als Salär am Ende des Monats bekommt. Es macht so die Arbeit wieder lohnend.
Es gibt Bedienstete, die machen diesen Job schon mehrere Jahrzehnte, sind zufrieden und leben immer noch und so nebenbei sind sie auch gesund.

Ganz einfach: Sie stellen sich positiv zu dem Job…