Autor Thema: UStrab, Kabel  (Gelesen 2688 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

camelbak

  • Fahrgast
  • *
  • Beiträge: 40
UStrab, Kabel
« am: 22. März 2020, 20:32:25 »
Hallo.

Meine Frage...
wie ihr wsl schon wisst bin ich ja ein ziemlich Unwissender...

Auf dem Bild sieht man LZB- ähnliche Verkabelung bei der Einfahrt in die UStrab.

Was ist das?
LZB ist für mich irgendwie unlogisch :D

Oder sind das nur die Rillen in den Schwellen?

Hab leider nur den Screenshot und bin selten in Wien.

Danke für eure Antworten.

hema

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 15392
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #1 am: 22. März 2020, 20:37:45 »
Das sind nur Rillen, man hat da U-Bahn-Betonschwellen verwendet.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

B-Wagen

  • Schaffner
  • **
  • Beiträge: 114
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #2 am: 23. März 2020, 06:45:50 »
Genau, schließlich herrscht für die Ustrab ja Bestandsschutz, weswegen man keine Zugsicherungsanlagen (z.B. Fahrsperren) braucht  ::)

95B

  • Verkehrsstadtrat
  • **
  • Beiträge: 32395
  • Anti-Klumpert-Beauftragter
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #3 am: 23. März 2020, 10:42:27 »
Genau, schließlich herrscht für die Ustrab ja Bestandsschutz, weswegen man keine Zugsicherungsanlagen (z.B. Fahrsperren) braucht  ::)

Welchen Sinn hätten Zugsicherungsanlagen da unten? ???
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

Klingelfee

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 11033
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #4 am: 23. März 2020, 11:27:59 »
Genau, schließlich herrscht für die Ustrab ja Bestandsschutz, weswegen man keine Zugsicherungsanlagen (z.B. Fahrsperren) braucht  ::)

Welchen Sinn hätten Zugsicherungsanlagen da unten? ???

Die aktuellen Vorschriften. Wenn man neue Straßenbahntunnel baut, dann braucht man eine Zugssicherungsanlage. Was aber auch zum Nachteil hätte, dass es in der USTRAB keine Doppelhaltestellen mehr gibt und dadurch auch die Anzahl der aktuellen Züge in der HVZ nicht mehr schaffbar ist.

Dieses Thema wurde auch schon bis zur Vergasung diskutiert.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

contra

  • Fahrgast
  • *
  • Beiträge: 11
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #5 am: 23. März 2020, 12:00:54 »
Zitat
Dieses Thema wurde auch schon bis zur Vergasung diskutiert.

Mir ist diese Redewendung ja bekannt, aber es wird wohl bald einen Aufschrei geben!

95B

  • Verkehrsstadtrat
  • **
  • Beiträge: 32395
  • Anti-Klumpert-Beauftragter
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #6 am: 23. März 2020, 12:20:20 »
Zitat
Dieses Thema wurde auch schon bis zur Vergasung diskutiert.

Mir ist diese Redewendung ja bekannt, aber es wird wohl bald einen Aufschrei geben!

Nun, diese Redewendung hat nichts mit dem zu tun, was du meinst: https://de.wikipedia.org/wiki/Bis_zur_Vergasung

Welchen Sinn hätten Zugsicherungsanlagen da unten? ???
Die aktuellen Vorschriften.

Ich weiß, dass es in den Vorschriften so drinnen steht. Sinnvoll ist das meiner Meinung nach trotzdem nicht. Das Hintereinanderfahren von zwei Zügen ist an der Oberfläche nämlich gefährlicher als in so einem Tunnel. ;)
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

haidi

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 11573
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #7 am: 23. März 2020, 13:51:30 »
Einerseits ist es sinnvoll, diese Schwellen auch dort zu verbauen, wo keine Kabel verlegt werden, sie werden nicht mehr kosten als die normalen Schwellen, der Herstellungsvorgang bleibt ja gleich, Form auf, Beton hihnein - fertig. Es wird kein weiterer Ausschreibungsvorgang und auch keine getrennte Lagerhaltung benötigt.

Wenn ein Auffahrunfall im Tunnel auch weniger wahrscheinlich ist, so ist der Zugang zu den Verletzten und das Abtransportieren dieser im Tunnel nicht so einfach wie auf der Oberfläche. Allein das Rausbringen eines Verletzten auf der Trage scheint mir schwierig - nur auf der türlosen Seite durch ein Fenster möglich, solange dort nicht auch ein Zug steht.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

B-Wagen

  • Schaffner
  • **
  • Beiträge: 114
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #8 am: 23. März 2020, 19:19:33 »
Was aber auch zum Nachteil hätte, dass es in der USTRAB keine Doppelhaltestellen mehr gibt und dadurch auch die Anzahl der aktuellen Züge in der HVZ nicht mehr schaffbar ist.


Stimmt nicht, aber das hatte ich dir damals ja schon dargelegt.



Ich weiß, dass es in den Vorschriften so drinnen steht. Sinnvoll ist das meiner Meinung nach trotzdem nicht. Das Hintereinanderfahren von zwei Zügen ist an der Oberfläche nämlich gefährlicher als in so einem Tunnel. ;)

Das sehe ich deutlich anders. An der Oberfläche kannst du nun einmal in der Regel auf Sicht fahren und hast außerdem geringere Fahrgeschwindigkeit. Im Tunnel musst du dagegen nach Signalen fahren. Hier kann ein Signalverstoß, aus welchem Grund auch immer er passiert, ungleich bösere Auswirkungen haben.

Nebenbei finde ich es genauso bemerkenswert, dass die WLB auf ihrer Eisenbahnstrecke noch immer lustig 80 km/h fahren darf ohne jede Zugbeeinflussung. Bei vergleichbaren Strecken hier in Deutschland (z.B. Rheinuferbahn, Vorgebirgsbahn, Albtalbahn) wäre das völlig unvorstellbar. In Kassel mussten aufgrund einer Verfügung des Eisenbahnbundesamtes selbst für den kurzen Abschnitt nach Baunatal alle dort eingesetzen Straßenbahnfahrzeuge mit der PZB90 ausgerüstet werden.

Klingelfee

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 11033
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #9 am: 23. März 2020, 19:26:19 »
Was aber auch zum Nachteil hätte, dass es in der USTRAB keine Doppelhaltestellen mehr gibt und dadurch auch die Anzahl der aktuellen Züge in der HVZ nicht mehr schaffbar ist.


Stimmt nicht, aber das hatte ich dir damals ja schon dargelegt.

Ich bin selbst oft genug dort unten durchfahren, bzw habe am Schaltpult Dienst gemacht, dass ich es einfach nicht glaube, dass mit Zugsicherungsanlage du in der Stunde und Richtung alle 90 Sekunden einen Zug fahren lassen kannst.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

B-Wagen

  • Schaffner
  • **
  • Beiträge: 114
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #10 am: 23. März 2020, 19:29:53 »
Was aber auch zum Nachteil hätte, dass es in der USTRAB keine Doppelhaltestellen mehr gibt und dadurch auch die Anzahl der aktuellen Züge in der HVZ nicht mehr schaffbar ist.


Stimmt nicht, aber das hatte ich dir damals ja schon dargelegt.

Ich bin selbst oft genug dort unten durchfahren, bzw habe am Schaltpult Dienst gemacht, dass ich es einfach nicht glaube, dass mit Zugsicherungsanlage du in der Stunde und Richtung alle 90 Sekunden einen Zug fahren lassen kannst.

Dann gebe ich dir ein Beispiel aus Essen. Die haben 1977 den ersten Innenstadttunnel eröffnet und dabei zeitweise auf zwei Gleisen, mit festen Blöcken und Nachrücken an besetzte Bahnsteige, planmäßig 36 Züge je Richtung durchgelassen.
Und mussten damals schon sämtliche Straßenbahnwagen mit Zugbeeinflussung nachrüsten.

Um das nochmal klarer herauszustellen: es geht mir primär darum, dass die vorhandene Signalanlage heute einfach gar keine Zugbeeinflussung hat und natürlich genauso fahrzeugseitige Einrichtungen fehlen. Somit lassen sich weder bei überhöhter Geschwindigkeit Zwangsbremsungen auslösen, geschweige denn bei Fahrten gegen gesperrte Signale. Das ist im Jahre 2020 m.E. schon ein heftiger Anachronismus und würde bei vielen Aufsichtsbehörden nicht mehr unter Bestandsschutz durchgehen.

Klingelfee

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 11033
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #11 am: 23. März 2020, 19:37:37 »
Was aber auch zum Nachteil hätte, dass es in der USTRAB keine Doppelhaltestellen mehr gibt und dadurch auch die Anzahl der aktuellen Züge in der HVZ nicht mehr schaffbar ist.


Stimmt nicht, aber das hatte ich dir damals ja schon dargelegt.

Ich bin selbst oft genug dort unten durchfahren, bzw habe am Schaltpult Dienst gemacht, dass ich es einfach nicht glaube, dass mit Zugsicherungsanlage du in der Stunde und Richtung alle 90 Sekunden einen Zug fahren lassen kannst.

Dann gebe ich dir ein Beispiel aus Essen. Die haben 1977 den ersten Innenstadttunnel eröffnet und dabei zeitweise auf zwei Gleisen, mit festen Blöcken und Nachrücken an besetzte Bahnsteige, planmäßig 36 Züge je Richtung durchgelassen.
Und mussten damals schon sämtliche Straßenbahnwagen mit Zugbeeinflussung nachrüsten.

Die haben aber wahrscheinlich auch keine Kreuzung im Tunnel. Denn das ist das große Problem. Solange du den nicht Niveaufrei umbaust und die Haltestellen nicht extrem verlängerst, wirst du die Anzahl der Züge in Wien nicht hinbekommen.

Denn derzeit hast du nicht die Bahnsteiglänge, dass du auf besetzte Bahnsteige nachrücken kannst. Dafür fehlt dir einfach der Durchrutschweg. Ausserdem hast du jetzt schon, dass du bei einer doppelten Lokalbahn nicht als 2. Zug in die Station einfahren kannst.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

B-Wagen

  • Schaffner
  • **
  • Beiträge: 114
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #12 am: 23. März 2020, 20:28:37 »
Die haben aber wahrscheinlich auch keine Kreuzung im Tunnel.

Denn derzeit hast du nicht die Bahnsteiglänge, dass du auf besetzte Bahnsteige nachrücken kannst. Dafür fehlt dir einfach der Durchrutschweg. Ausserdem hast du jetzt schon, dass du bei einer doppelten Lokalbahn nicht als 2. Zug in die Station einfahren kannst.

Doch, die haben am Südkopf Essen Hbf eine niveaugleiche Kreuzung zwischen Meter- und Normalspur. In Köln gibts mit ganz ähnlichem Signalsystem wie in der Wiener Ustrab sogar mehrere niveaugleiche Kreuzungen - bei planmäßiger Zugfolge von etwa 2 Minuten.
Der fehlende Durchrutschweg ist auch kein Problem, dafür gibt es in der BOStrab das Signal H4, mit dem auf Sicht in den besetzten Block eingefahren werden kann, ggf. durch Geschwindigkeitsprüfer abgesichert.

Nochmal: es geht nicht um das installierte Signalsystem an sich, das kann ja sogar bleiben - es geht mir schlicht darum, dass überhaupt keine Zugbeeinflussung vorhanden ist, im Gegensatz zu nahezu jeder anderen im Tunnel verkehrenden Bahn in der westlichen Welt.

4498

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 527
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #13 am: 23. März 2020, 22:50:03 »
Nebenbei finde ich es genauso bemerkenswert, dass die WLB auf ihrer Eisenbahnstrecke noch immer lustig 80 km/h fahren darf ohne jede Zugbeeinflussung.
Vergleichen mit der laut StrabVO maximal erlaubten Geschwindigkeit von 70km/h im Mischbetrieb mit Individualverkehr ist das noch harmlos.

Ja, ich weiß, Wien ist anders.

Ferry

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 9649
Re: UStrab, Kabel
« Antwort #14 am: 24. März 2020, 09:28:53 »
Das sehe ich deutlich anders. An der Oberfläche kannst du nun einmal in der Regel auf Sicht fahren und hast außerdem geringere Fahrgeschwindigkeit. Im Tunnel musst du dagegen nach Signalen fahren. Hier kann ein Signalverstoß, aus welchem Grund auch immer er passiert, ungleich bösere Auswirkungen haben.

Auch im Tunnel solltest du auf Sicht fahren (deswegen ist er durchgängig beleuchtet) und nicht nur blind auf die Signalanlage vertrauen - die könnte ja auch defekt oder ausgefallen sein.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")