Autor Thema: [PL] Impressionen aus Krakau  (Gelesen 469099 mal)

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Konstal 105Na

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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #405 am: 19. August 2013, 20:09:34 »
Es gibt nun eine Spezifizierung bezüglich der Ausschreibung der neuen Niederflurgarnituren. Die wichtigsten Kriterien:


Mindestens 270 Personen müssen platz finden (5 Personen/m²)
Die Fahrerkabine muss ähnlich aufgebaut sein, wie in den NGT8, also mit einer Tür, die im Notfall von Fahrgästen zum Verlassen des Fahrzeuges verwendet werden kann. Darüber hinaus muss die Rückwand der Kabine durchsichtig sein, um in den Fahrgastraum einsehen zu können. Eine Öffnung um notfalls Fahrscheine verkaufen zu können, muss auch vorhanden sein.
Es müssen sowohl außen, als auch innen Kameras montiert sein, damit der Fahrer sowohl Fahrgastraum, als auch Verkehrsgeschehen/Fahrgastwechsel gut überblicken kann.
Das Fahrzeug muss mindestens über zwei Stromabnehmer verfügen, einer davon als Reserve.
Das Fahrzeug muss mindestens 150 Meter mit nicht weniger als 200 Fahrgästen an Bord ohne externer Stromversorgung zurücklegen können. Damit soll verhindet werden, dass der Zug an einem Trenner stehen bleibt oder im Falle einer Stromstörung eine Kreuzung oder Weiche blockiert.
Die Klimaanlage muss ab 25 Grad um mindestens 5 Grad die Luft kühlen können. Das Gebläuse muss dabei so angeordnet sein, dass es den Fahrgästen nicht direkt ins Gesicht bzw. in den Nacken bläst.
Es muss mindestens 6 Fahrgasttüren geben, zentrales Öffnen/Schließen muss vorhanden sein.
In jedem Glied muss es ein Seitendisplay sowohl außen, als auch innen geben. Innen soll der Routenverlauf angezeigt werden (ersetzt die Routenskizzen). Zusätzlich müssen in jedem Glied zwei Überkopfdislplays montiert sein.

Die 6 Türen sind etwas wenig im Vergleich zu den Dreiwagenzügen, die 12 Türen haben. Ich wäre dafür, dass die neuen Wagen 8-10 Türen haben.

Das ganze Dokument befindet sich hier: http://www.mpk.krakow.pl/Data/Files/_public/mpk/przetargi/fz281-128-12/specyfikacja-istotnych-warunkow-zamowienia.pdf
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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #406 am: 20. August 2013, 00:17:04 »
Es gibt nun eine Spezifizierung bezüglich der Ausschreibung der neuen Niederflurgarnituren. Die wichtigsten Kriterien:
Die Fahrerkabine muss ähnlich aufgebaut sein, wie in den NGT8, also mit einer Tür, die im Notfall von Fahrgästen zum Verlassen des Fahrzeuges verwendet werden kann. Darüber hinaus muss die Rückwand der Kabine durchsichtig sein, um in den Fahrgastraum einsehen zu können. Eine Öffnung um notfalls Fahrscheine verkaufen zu können, muss auch vorhanden sein.
Es müssen sowohl außen, als auch innen Kameras montiert sein, damit der Fahrer sowohl Fahrgastraum, als auch Verkehrsgeschehen/Fahrgastwechsel gut überblicken kann.

Um Gottes Willen! Niemals darf solch Teufelswerk Wirklichkeit werden!

Zitat
Die Klimaanlage muss ab 25 Grad um mindestens 5 Grad die Luft kühlen können. Das Gebläuse muss dabei so angeordnet sein, dass es den Fahrgästen nicht direkt ins Gesicht bzw. in den Nacken bläst.
Es muss mindestens 6 Fahrgasttüren geben, zentrales Öffnen/Schließen muss vorhanden sein.
In jedem Glied muss es ein Seitendisplay sowohl außen, als auch innen geben. Innen soll der Routenverlauf angezeigt werden (ersetzt die Routenskizzen). Zusätzlich müssen in jedem Glied zwei Überkopfdislplays montiert sein.

Jehova! Jehova! Sind die denn völlig durchgeknallt?
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Aktuell: Großes Update auf www.tramway.at

95B

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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #407 am: 20. August 2013, 09:01:12 »
Das dient alles nur dazu, damit Wien nicht auf die Idee kommt, gleichartige Fahrzeuge zu bestellen. Ein einfacher Plagiatsschutz! ;)

Für Wien würde das wie folgt lauten:

Mindestens 378 Personen müssen platz finden (7 Personen/m²)
Die Fahrerkabine muss genau so aufgebaut sein wie in der letztgelieferten ULF-Serie, also mit einer Tür, die keinesfalls von Fahrgästen zum Verlassen des Fahrzeuges verwendet werden kann. Darüber hinaus muss die Rückwand der Kabine undurchsichtig sein, damit der Fahrerplatz nicht eingesehen werden kann. Eine Öffnung, um notfalls Fahrscheine verkaufen zu können, darf nicht vorhanden sein.
Es müssen außen Rückspiegel und innen Kameras montiert sein, damit der Fahrer Verkehrsgeschehen/Fahrgastwechsel möglichst nicht überblicken kann.
Das Fahrzeug muss mindestens über zwei Stromabnehmer verfügen, einer davon wird aus Einsparungsgründen nicht geliefert und montiert.
Das Fahrzeug muss mindestens 150 Meter mit nicht weniger als 200 Fahrgästen an Bord ohne externer Stromversorgung zurücklegen können. Für den Fall, dass die Strecke nicht bergab führt, ist daher eine ausreichende Zahl an Rüstwagen bereitzuhalten. Damit soll verhindet werden, dass der Zug an einem Trenner stehen bleibt oder im Falle einer Stromstörung eine Kreuzung oder Weiche blockiert.
Die Klimaanlage muss ab 25 Grad Außentemperatur um mindestens 5 Grad die Luft kühlen können, aber auch bei Außentemperaturen von 15 Grad noch ausreichend funktionieren können. Das Gebläuse muss dabei so angeordnet sein, dass es den Fahrgästen möglichst direkt ins Gesicht bzw. in den Nacken bläst, um maximale Wahrnehmung der eingeschalteten Klimaanlage hervorzurufen. Es wird darauf Wert gelegt, dass die Klimaanlage von der Temperatur im Fahrgastraum vollkommen unabhängig ist.
Es muss mindestens 6 Fahrgasttüren geben, zentrales Öffnen darf, zentrales Schließen darf nicht vorhanden sein.
In jedem Zug muss es ein Seitendisplay außen geben. Innen sollen Routenskizzen angebracht werden können (ersetzt die Innendisplays). Zusätzlich müssen in jedem Glied zwei Überkopfdislplays zur Wiedergabe von Werbu..., äh, Propag..., nein, Konsumenteninformation montiert sein.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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haidi

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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #408 am: 20. August 2013, 11:43:25 »
Das Fahrzeug muss mindestens 150 Meter mit nicht weniger als 200 Fahrgästen an Bord ohne externer Stromversorgung zurücklegen können. Für den Fall, dass die Strecke nicht bergab führt, ist daher eine ausreichende Zahl an Rüstwagen bereitzuhalten. Damit soll verhindet werden, dass der Zug an einem Trenner stehen bleibt oder im Falle einer Stromstörung eine Kreuzung oder Weiche blockiert.

Für das Wegbefördern vom Trenner hat der Hersteller immer für eine ausreichende Anzahl an Fahrgästen im Zug zu sorgen.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

E2

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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #409 am: 20. August 2013, 11:47:12 »
Für das Wegbefördern vom Trenner hat der Hersteller immer für eine ausreichende Anzahl an Fahrgästen im Zug zu sorgen.

Jojo...


HLS

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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #410 am: 20. August 2013, 21:41:13 »
Im Gleisbogen ist definitiv der besch... Ort einen Zug wegzuschieben.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

Konstal 105Na

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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #411 am: 24. August 2013, 08:56:25 »
Ein paar Fotos aus Krakau und Hintergrundinfos.
Ein Netzplan ist hier http://www.mpk.krakow.pl/plan/t130701.jpg

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E1+c3 in der Morgensonne am Plac Wszystkich Świętych (Allerheiligenplatz). Im Hintergrund Kościół Św. Trójcy (Dreifaltigkeitskirche)

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Auf der anderen Seite des Platzes steht ebenfalls eine Kirche, hier Kościół św Franciszka z Asyżu (Franz von Assisi Kirche). Beiden Kirchen ist auch jeweils ein Kloster angeschlossen; der Franz von Assisi Kirche ein Franziskanerkloster, der Dreifaltigkeitskirche ein Dominikanerkloster. Im Vordergrund ein NGT8 als 13er bei der Einfahrt in die Haltestelle Plac Wszystkich Świętych.

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Ein NGT6 als 8er bei der Ausfahrt aus der Schleife Cichy Kącik. Der Name passt ganz gut (ruhiges Eckchen oder auf österreichisch Eckerl), hier ist es sehr ruhig, dank der Błonia, eine riesen Wiese, westlich der Innenstadt, die als Naherholungsgebiet und für Veranstaltungen genutzt wird. Hier befand sich während der Euro die Fanzone.

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Ich habe gehofft den 126N von Newag fotografieren zu können, doch leider ist er seit einigen Tagen nicht mehr unterwegs. Aber auch die NGT6 sind schön, hier in der Aleja 3 Maja (Allee des 3. Mai). Bald wird der 8er hier nicht mehr fahren, den Ast nach Cichy Kącik übernimmt der 20er.
Der 8er wird in Zukunft wieder bis Bronowice Małe fahren. Eigentlich war mit Beginn des Schuljahres etwas ganz anderes geplant, es war geplant den 20er in 54 umzubenennen und ihn alle 5 Minuten fahren zu lassen (auf der jetzigen Strecke Bronowice - Mały Płaszów) Das hätte zwar bedeutet, dass der Ast nach Mały Płaszów nur von einer Linie bedient wird, aber der 11er, der den 20er bisher unterstützte, fuhr meistens leer.
Der 8er nach Bronowice ist leider ein Politikum. Seit der Netzreform vom 17.11.12 gab es Proteste, da der 8er immer schon nach Bronowice fuhr. Der Stadtpräsident gab nun nach und intervenierte bei ZIKiT, der Institution, die für den Verkehr in Krakau verantwortlich ist. Ein Aufschrei ging durch Krakau, da es absolut unüblich ist, dass ein Politiker sich in Verkehrsangelegenheiten derart einmischt. Der Ast Bronowice - Dworzec Gł. (Hauptbahnhof) verliert mit dem 20er eine gewisse Anzahl von Zügen, dafür wird die Relation Bronowice - Plac Wszystkich Świętych verstärkt, was unnötig ist. Eine Linie Mały Płaszów - Cichy Kącik (so wie der 20er bald fahren wird) war auch einmal geplant, wurde allerdings verworfen, da die Verbindung nach Bronowice wichtiger ist. Kurioserweise wird es eine Ersatzlinie 74 geben, die von Bronowice nach Mały Płaszów fährt, da der 14er aufgrund von Bauarbeiten eingestellt wird. Dazu später mehr.

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Da Bedarfshaltestellen unüblich sind, werden die wenigen speziell gekennzeichnet. Der gelbe Schriftzug "na żądanie" wörtlich auf Forderung/Verlangen weist darauf hin. Auch auf Netzplänen sind sie mit n/ż gekennzeichnet und bei den Haltestellenansagen wird "na żądanie" dazu gesagt.

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Ein 6er biegt von der św. Gertrudy (St Gertrud Straße) in die Stradomska ein. Im Hintergrund der Wawel, DAS Königsschloss Polens. Hier sind die Könige Polens und wichtige Literareten beerdigt. Der NGT6 macht Werbung für die Fernwärme.

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Flott braust der 22er durch die Aleja Pokoju (Friedensallee) in die Haltestelle Kraków Plaza. Diese Haltestelle wurde zu 100% vom gleichnamigen Einkaufszentrum finanziert und entscheidet damit auch, wie die Haltestelle heißen soll.

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Seit Beginn der Ferien sind die NGT8 am 14er NGT6 gewichen, hier in der Aleja Pokoju (Friedensallee). Genau diese Kreuzung wird ab 26.08.13 für ca zwei Wochen für die Straßenbahn aufgrund von Bauarbeiten im Kreuzungsbereich gesperrt. Der 14er (Bronowice - Mistrzejowice) wird eingestellt und durch die Linie 74 teilweise ersetzt (Bronowice - Mały Płaszów). Der 1er wird über die Aleja Jana Pawła II (Johannes Paul II Allee) umgeleitet und der 22er bis Dąbie gekürzt. Der Abschnitt Plac Centralny - Walcownia wird von der Baustellenlinie 72 übernommen.

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E1+c3 als 1er unterwegs nach Salwator bei der Einfahrt in die Haltestelle Lema. Ab Montag wird hier für ca zwei Wochen keine Straßenbahn verkehren.

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Ich habe mich tief nach Nowa Huta gewagt. Hier sieht man den 22er einsam in der Endstation Walcownia (Walzwerk)

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Ich war der einzige Fahrgast. Die Strecke hierher würde sich besser als Güterstraßenbahn eignen. Die LKWs im Hintergrund sind nicht abgestellt, sie warten darauf in den Komplex der Walcownia einfahren zu können. Der Ast zur Walcownia ist im Prinzip eine Stichstrecke ins Industriegebiet. Südlich der Strecke befindet sich die Huta im. Tadeusza Sendzimira (Tadeusz Sendzimir Hütte), ein riesen Stahlwerk, das nach dem Krieg erbaut wurde und für eine "proletarisierung" Krakaus sorgen sollte. Dazu sollte auch die neue Stadt Nowa Huta (Neue Hütte) beitragen. Die Strecke zur Walcownia (Walzwerk) ist in schlechtem Zustand, Krakauer Fans nennen soetwas ukrainische Gleise. Da es keine Wohnbauten gibt, gibt es auch kaum Fahrgäste und die E1+c3, die hier alle 20 Minuten vorbeikommen sind meist leer. Hin und wieder fährt ein Obdachloser, ein Straßenbahnfan oder ein Verirrter mit. Lediglich zu Schichtwechselzeiten im Stahlwerk ist die Straßenbahn gut ausgelastet.
Aufgrund der Bauarbeiten in der Al. Pokoju wird hierher der 72er fahren. Er wird zur Hauptverkehrszeit alle 15 Minuten und außerhalb alle 30 Minuten verkehren, was überhaupt nicht in den krakauer Straßenbahntakt (10/20) passt. Somit wird der 72er in der Aleja Solidarności (Solidaritätsallee, benannt nach der Gewerkschaft Solidarność) nicht mit den Linien 4 und 21 synchronisiert werden können.  :-\

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Nicht das beste Bild, aber ich wollte nicht länger auf eine Straßenbahn warten. Die Einfahrten zu den Industriebetrieben nördlich der Strecke, sowie die Kreuzung sind signalgesichert, die Straßenbahn bekommt frei, sobald sie sich nähert. Dies wird mit dem orangen Licht signalisiert. Der Auto bzw. hier der LKW-Verkehr hat eine Rot-Gelb-Ampel.

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Die Ex-Wiener verlassen die Schleife. Am vorigen Foto war das Liniensignal noch nicht invers. Inzwischen hat der Fahrer die Information bekommen, dass sein Zug umgeleitet wird (daher inverses Liniensignal). Der Grund war eine Entgleisung (E1+c3) am Plac Centralny. Der nächste Zug konnte jedoch wieder normal fahren.

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Dort wo sich die Straßenbahn ihre Phase immer freischaltet befindet sich dieses S. Es informiert die Fahrer, dass bei der nächsten Kreuzung ein "frei" zeigendes Signal zu erwarten ist.

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In der nähe des Betriebsbahnhofes Nowa Huta war ein N8 mit Rangierfahrten beschäftigt.

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Regulär (Fahrten von und zum Beriebsbahnhof ausgenommen) kommen hier nur 105Na-Dreiwagenzüge zum Einsatz, am Abend sowie an Sonntagen ganztägig kommen.  auch E1+c3 vorbei.

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Weil die Dreiwagenzüge so schön sind, gleich nocheinmal. Diesmal in der Aleja Jana Pawła II bei der Einfahrt in die Haltestelle AWF (Akademia Wychowania Fizycznego; eine Sportuni). Dieser Zug ist der erste seit langem, wo alle drei Wagen Vollwerbung erhielten.

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Unweit der Halstelle AWF, vor dem Mechanischen Institut der Politechnika Krakowska (Technische Universität Krakau) steht ein GT6 als Denkmal. Er wurde vor einiger Zeit zu einem Cafe umfonktioniert.

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Es wird für kühles Bier, verschiedene Imbisse und Kaffee geworben. Am untypischen Ort einem Straßenbahnwagen GT6.
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Konstal 105Na

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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #412 am: 24. August 2013, 09:26:59 »
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Auf der Tafel steht: Pantograf Cafe
Sowohl für die großen, als auch die kleinen steht hier eine Straßenbahn
Hier rechts
In ihr bekommst du Saft, Tee
Es gibt auch Kaffeesorten vom Ende der Welt
Zur Abkühlung steig ein auf ein Bier
Es gibt auch Eis

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Das Gebäude im Hintergrund ist das Institut der Mechanik der Politechnika Krakowska.

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Dieser 105er hat LED-Displays und ist als Rezerwa (Reserve) eingeteilt. Hier ist er am 4er unterwegs und ersetzt vorüberhegend einen Dreiwagenzug, bei dem ein Stromabnehmer gebrochen ist. Aus genau dem selben Grund, war dieser Zug in den Abenstunden am 24er unterwegs. Da merkte man eindeutig, dass Zweiwagenzüge für den 24er zu klein sind. Dennoch besser so, als nichts.

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Die Al. Jana Pawła II geht durch den Park Lotników (Fliegerpark). Im Hintergrund ein Denkmal für die polnischen Kampfjetpiloten des 2. Weltkrieges.

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Vom Denkmal aus war das Licht besser. Ein 52er rast durch den Park Richtung Os. Piastów (Piastensiedlung). Durch die Aleja Jana Pawła II fahren momentan folgende Linien und Fahrzeuge: 4 (3x105Na, an Sonntagen E1+c3), 5 (EU8N), 9 (EU8N, NGT6), 10 (2x105Na), 52 (E1+c3). Bald wird auch der 1er aufgrund der Bauarbeiten in der Aleja Pokoju hier verkehren. In diesem Jahr soll auch die Aleja Jana Pawła II generalsaniert werden. Das wird für den Straßenbahnverkehr in Krakau interessant werden.

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E1 und Chrysler fahren um die Wette.

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Ich liebe die Dreiwagenzüge, hier als 4er Richtung Bronowice Małe.

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Südlich der Weichsel kam etwas die Sonne hervor. EU8N in der Lipska (Leipziger Straße). In Ferien muss der 20er allein zwischen Rondo Grzegórzeckie und Mały Płaszów mit dem Fahrgastandrung zurecht kommen. Dank Ferien ist das allerdings kein Problem. Dennoch ist ein 20er im 5 Minutentakt wohl sinnvoller als die Unterstützung durch den 11er. In einem krakauer Forum wurde vorgeschlagen, den 11er nach Cichy Kącik zu führen, was ich gar nicht so schlecht finden würde. Damit wäre der 20er im Abschnitt Mały Płaszów - Dworzec Gł (Hauptbahnhof) - Teatr Bagatela durch den 11er entlastet.

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Ich bleibe gleich südlich der Weichsel. Eigentich wollte ich den Zug von vorne aufnehmen, doch da waren zu viele Autos unterwegs. Beim GT8S gibt es aber ohnehin kein vorne und hinten, hier ein 23er unterwegs nach Czerwone Maki. An Werktagen sind die GT8S nur am 23er anzutreffen, an Sonntagen kann man auch einen am 24er treffen, neben EU8N.

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Ein 105Na-Gespann als 10er auf der Most Piłsudskiego (Piłsudskibrücke).

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Modernes Wagenmaterial fährt hier auch. Ein NGT8 als 13er Richtung Nowy Bieżanów beim Überqueren der Weichsel.

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NGT6 im Werbekleid.

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Ein 18er in der ul. Długa (Lange Straße) Richtung Krowodrza Górka. Etwas verspätet ist dieser Zug unterwegs. Ferienbedingt muss hier der 18er ohne 19er auskommen.

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Der 405er ist brav unterwegs. Hier in der Endstation Wzgórza Krzesławickie. Von den Stadtverkehrfans wird der 405N "Stonoga" (Tausendfüßler) genannt.

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Kasztan (abwertende Bezeichnung für Österreicher, aber so werden die E1+c3 genannt) bei der Ausfahrt aus der Haltestelle Kombinat. Im Hintergrund die Administrationsgebäude der Huta im. Tadeusza Sendzimira (Tadeusz Sendzimir Hütte). Heute noch ist diese Haltestelle ein wichtiger Knotenpunkt.
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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #413 am: 24. August 2013, 10:14:45 »
Wow, danke für die schöne Bebilderung und deine Erklärungen.  :up:
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

Konstal 105Na

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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #414 am: 25. August 2013, 14:40:29 »
Auf der Seite von Autosan, einem polnischen Autobushersteller, findet man zwei Fotos von dem Niederflurmittelteil für die GT8S. Autosan produziert auch für die EU8N die Niederflurmittelteile.

http://www.autosan.w8w.pl/historia/historia20.html (Man muss etwas runter scrollen; etwa im letzten Drittel sieht man zwei Bilder. Leider kann mich sie nicht direkt verlinken.)
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diogenes

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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #415 am: 25. August 2013, 18:37:29 »
Sind das tatsächlich E1 und c3 aus Wien? Wenn, dann sind sie ziemlich umgebaut worden.
Ceterum censeo in Vindobona ferrivias stratarias ampliores esse.
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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #416 am: 25. August 2013, 18:54:18 »
Sind das tatsächlich E1 und c3 aus Wien?
Ja.

Wenn, dann sind sie ziemlich umgebaut worden.
Die Umbauten beschränkten sich im Wesentlichen auf den Einbau eines Doppelscheinwerfers, neue Anordnung der Blinker und Einbau eines elektronischen Fahrgastinformationssystems. Im Wageninneren wurden Bestuhlung und Boden erneuert, eine Fahrerkabine eingebaut sowie mittlerweile bei fast allen Wagen eine neue Beleuchtung angebracht, da es für die Gleichstromleuchtstoffröhren keinen Ersatz mehr gibt. Einige Wagen haben zudem neue Fenster erhalten, was sie zusammen mit der neuen Lackierung tatsächlich viel moderner aussehen lässt.
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haidi

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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #417 am: 25. August 2013, 20:09:30 »
Weiters wurde bei der Tür 2 die Mittelstange entfernt und "Geländer" beidseitig montiert, die die Einstiegsbreite vermindert -> Behinderteneinstieg.

Hannes
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Ferry

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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #418 am: 26. August 2013, 09:04:14 »
Weiters wurde bei der Tür 2 die Mittelstange entfernt und "Geländer" beidseitig montiert, die die Einstiegsbreite vermindert -> Behinderteneinstieg.
Außerdem dürfte bei einigen Wagen der Zielschildkasten am Heck zugunsten einer größeren Heckscheibe entfernt worden sein.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

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Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #419 am: 26. August 2013, 09:18:52 »
Außerdem dürfte bei einigen Wagen der Zielschildkasten am Heck zugunsten einer größeren Heckscheibe entfernt worden sein.
Der Heckzielschildkasten wurde in Krakau ohnehin nie verwendet.
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