Autor Thema: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke  (Gelesen 115717 mal)

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60er

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #330 am: Gestern um 01:01:16 »
Was hilft dir eine Station, wenn die Stadt keine Buslinien dorthin führt oder diese so führt, dass sie uninteressant ist?
Zur Hausfeldstraße fahren mehrere Buslinien, der 26er und die U2. ???

abc

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #331 am: Gestern um 06:08:05 »

Hausfeldstraße wurde auf ausdrücklichen Wunsch der Stadt Wien aufgelassen, die ÖBB kamen mit ihren Argumenten nicht durch.
Echt jetzt? Bei einer Station der ÖBB sollten ihre Argumente als Eigentümer aber mehr wiegen als die der Stadt Wien...

Es nützt aber auch wenig, die Station beizubehalten, wenn die Stadt Wien bzw. der VOR keine Halte bestellen.

Was hilft dir eine Station, wenn die Stadt keine Buslinien dorthin führt oder diese so führt, dass sie uninteressant ist?
Zur Hausfeldstraße fahren mehrere Buslinien, der 26er und die U2. ???

Eben. Und auch der 27er reduziert den Missstand der fehlenden Station nur, aber hebt ihn nicht auf, eine Fahrt über Aspern Nord stellt nunmal für die meisten Fahrten zwischen dem Einzugsbereich der 26ers/27ers in Hirschstetten und der S80 dar.

Beispiel (an Hand des Samstagsfahrplans): Wer von der Prinzgasse die S80 Aspern Nord zur Minute .41 bekommen möchte, muss theoretisch den 27er zur Minute .32 nehmen. Praktisch würde man wahrscheinlich die Straßenbahn um .22 nehmen, um die S-Bahn nicht zu verpassen. Gäbe es die Station Hausfeldstraße, müsste man erst den 26er um .37 nehmen. Fahrzeitverlängerung von mindestens 5, eher 15 min, noch verschärft durch den Zufallsanschluss zwischen 27er und S80 in Aspern Nord.

Und das ist nur das eine Versagen. Das nächste ist der fehlende Halt des 22A an der S-Bahn-Station Hirschstetten (außer temporär, um die "Stadtstraße" zu bauen).

JochenK

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #332 am: Gestern um 08:09:22 »
Zur Hausfeldstraße fahren mehrere Buslinien, der 26er und die U2. ???

Mit der Hausfeldstraße war es möglich von meinem Wohnsitz aus mit dem 26er zur S 80 und zu den REX nach Bratislava zu gelangen,
ja endlich ist das mit dem 27er wieder möglich (nachdem man jahrelang gezwundge wurde eine Station mit der U2 fahren zu "dürfen").
Der 27er braucht aber länger als damals der 26er, somit ist und bleibt es für mich eine Verschlechterung.

Und generell hat der 27er bei mir auf der Donaufelder Straße endlich die Intervalle zurückgebracht die wir von 2020 schon mal hatten, keine
Verbesserung sonder wieder das erreichen früherer Möglichkeiten.
Somit kann ich dem Lobeslied der WiLi und der SPÖ Wien nicht zustimmen das nun alles besser sei.

Katana

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #333 am: Gestern um 19:02:25 »
Wahrscheinlich wirkt die Frequenz nur durch die engen Intervalle so gering - selbst wenn im Schnitt nur zehn Menschen pro Zug ein- oder ausstiegen, wären das pro Stunde vielleicht 200 Personen, also 4.000 pro Tag. Wahrscheinlich sind es wesentlich mehr, es ging mir nur darum, den Gedanken zu verdeutlichen.
Eine etwas kühne Rechnung, wenn du davon ausgehst, dass während 20 Stunden im 3-Minuten-Intervall gefahren wird.
Aber egal, eine Schließung wäre ein Fall von :fp:.

Die Station wird in beiden Richtungen bedient.  ;)
Danke für den Hinweis :lamp: :up:. Den habe ich offenbar gebraucht, weil ich die Station immer nur in der gleichen Richtung benütze, nämlich nach Veranstaltungen im Theater im Park.

D 3XX

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #334 am: Gestern um 21:29:13 »



Hausfeldstraße wurde auf ausdrücklichen Wunsch der Stadt Wien aufgelassen, die ÖBB kamen mit ihren Argumenten nicht durch.
Echt jetzt? Bei einer Station der ÖBB sollten ihre Argumente als Eigentümer aber mehr wiegen als die der Stadt Wien...

Es nützt aber auch wenig, die Station beizubehalten, wenn die Stadt Wien bzw. der VOR keine Halte bestellen.
Wer sagt, dass beide niemals bestellen würden? Stadt Wien =! VOR. :lamp:

Was hilft dir eine Station, wenn die Stadt keine Buslinien dorthin führt oder diese so führt, dass sie uninteressant ist?
Zur Hausfeldstraße fahren mehrere Buslinien, der 26er und die U2. ???
This.
D 3XX

abc

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Re: 2023-2027: Grunderneuerung der Wiener Stammstrecke
« Antwort #335 am: Gestern um 21:58:33 »



Hausfeldstraße wurde auf ausdrücklichen Wunsch der Stadt Wien aufgelassen, die ÖBB kamen mit ihren Argumenten nicht durch.
Echt jetzt? Bei einer Station der ÖBB sollten ihre Argumente als Eigentümer aber mehr wiegen als die der Stadt Wien...

Es nützt aber auch wenig, die Station beizubehalten, wenn die Stadt Wien bzw. der VOR keine Halte bestellen.
Wer sagt, dass beide niemals bestellen würden? Stadt Wien =! VOR. :lamp:

Ob der VOR gegen die Stadt Wien agieren würde? Abgesehen davon: wenn die ÖBB die Station gebaut hätte, wären vielleicht letztlich doch Halte bestellt worden. Es wäre jedenfalls politisch kaum durchsetzbar gewesen, dass eine neugebaute Station nicht bedient wird.

Zugleich: allein durch "vielleicht" finanziert sich eine Station nicht, auch die ÖBB müssen ihre Investitionen ja letztlich vom Bund abnicken lassen und bekommen dafür die Mittel. Da dürfte kaum vermittelbar sein, dass man auf Biegen und Brechen eine Station gegen den Willen des Bundeslandes durchsetzen möchte, während Projekte anderswo vielleicht verschoben werden.