Autor Thema: 18.7. bis Ende August 2011: U6-Sperre wegen Sanierungsarbeiten Josefstädter Straße  (Gelesen 167141 mal)

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60er

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Die allermeisten Metroststationen aus dem späten 19. oder frühen 20. Jh. liegen ja auch unter der Erde. Geflieste Wände sind außerdem genausowenig wasserdicht und, wenn sie ständig der Witterung ausgesetzt sind, werden sie auch kaputt.

W_E_St

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Neue Erkenntnis zur historischen Ausgestaltung der Stationen:
Die Türen in der Halle der Station Volksoper waren ursprünglich mitnichten grün, sondern braun lasiert wie auf der Vorortelinie!

Das sieht man derzeit an der Tür schräg gegenüber der zum Billa, dort platzt recht großzügig der Lack ab bzw. ist abgeschliffen und direkt auf dem Holz ist eine semitransparente braune Schicht, ich vermute stark Schellack. Es wäre ausgesprochen spannend, sich da in anderen Stationen umzuschauen! Man kann ja nicht davon ausgehen, dass alle Stationen gleich gestaltet waren, immerhin hatten auch Währinger und Nussdorfer Straße komplett andere Bahnsteigfliesen.

Übrigens sieht man bei der Volksoper derzeit auch sehr schön Farbschichten an den Bahnsteigsäulen. Zuunterst roter Rostschutz, darüber weiß oder cremeweiß und dann unzählige Schichten Grün und Rostschutz. Die ältesten grünen Schichten sind hell, ähnlich wie jetzt die Holzteile lackiert werden. Das Dunkelgrün der Metallteile wie bei der Josefstädter Straße ist also sicher nicht historisch, jedenfalls nicht für alle Stationen.

Ein Jammer, dass es für die Gürtellinie keine historischen Überlieferungen gibt! Bei der Wiental- und Donaukanallinie ist ja bekannt, dass die Stationen unterschiedliche Farben hatten.
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

inno

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ständig der Witterung ausgesetzt sind, werden sie auch kaputt.

Es ging mir da eher weniger um die Witterung als um Abwaschbarkeit aufgrund von kreativen und/oder körperlichen Hinterlassenschaften von Anhängern einer kulturellen Bewegung die einem Volk das im nordöstlichen Germania magna gesidelt hat zugeschrieben wird  ;)