Autor Thema: [PM] Lostage für Straßenbahnverlängerung - Gmunden muss sich jetzt entscheiden  (Gelesen 30150 mal)

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13er

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Lostage für Straßenbahnverlängerung - Gmunden muss sich jetzt entscheiden

GMUNDEN. In den kommenden Wochen fällt die Entscheidung, ob die Gmundner Straßenbahn überlebt. Genauer: Ob die 600 Meter lange Schienenlücke zwischen Straßenbahn und Traunseebahn geschlossen werden kann.

Die Landesregierung hat die Stadtgemeinde Gmunden aufgefordert, sich bis Ende Februar zu entscheiden. Denn die Zeit drängt: Die alten Triebfahrzeuge von Stern & Hafferl können nur noch bis 2015 fahren. Dann entsprechen die Schienen-Oldtimer nicht mehr den EU-Bestimmungen, weil sie nicht behindertengerecht sind.

Die Ausschreibung für den Kauf moderner Garnituren müsste aber bereits jetzt passieren. „Wir brauchen drei Fahrzeuge mehr, wenn wir die Strecke durchbinden“, sagt Günter Neumann, Geschäftsführer der Stern & Hafferl Verkehrs GmbH. Die Landesregierung will deshalb Ende Februar ihre Beteiligung am Schienenausbau beschließen. Bekanntlich übernimmt das Land 80 Prozent der Gesamtkosten.

Voraussetzung ist allerdings, dass Gmunden die restlichen 20 Prozent aufbringt. „Das wären bis zu sechs Millionen Euro“, sagt SP-Mobilitätsstadtrat Wolfgang Sageder. Die Stadtgemeinde hatte gehofft, auch das Verkehrsministerium würde sich an den Kosten beteilige, holte sich zuletzt aber eine Abfuhr. Deshalb pilgern Sageder und VP-Stadtrat Gerhard Meingast in den nächsten Tagen nach Wien und versuchen stattdessen Gelder beim Umwelt- und beim Finanzministerium loseisen zu können.

Diskutiert wird auch über eine Finanzierungsbeteiligung durch die Gemeinden Gschwandt, Kirchham und Vorchdorf, die von der Durchbindung ebenfalls profitieren würden. Keiner dieser Orte kann sich die Millioneninvestition leisten, aber man hofft, das Geld über Bedarfszuweisungen wiederum von der Landesregierung erbitten zu können. Gelder aus Linz könnte es auch für den notwendigen Neubau der Traunbrücke geben, die sich in Landesbesitz befindet.

Ball liegt bei der VP Gmunden

Bleibt die Frage, was der Stadt Gmunden die Straßenbahnverlängerung selbst wert ist. Offiziell gibt es eine klare politische Mehrheit für das Projekt. Mit Ausnahme der Freiheitlichen bekennen sich die Parteien klar zur Straßenbahnverlängerung. Die Volkspartei hat den historischen Lückenschluss im Wahlkampf sogar versprochen. Doch innerhalb der Partei gibt es wenig Bereitschaft, dafür den Schuldenstand der Stadt um weitere sechs Millionen zu erhöhen. „Wir sind klar für die Durchbindung – aber nicht um jeden Preis“, sagt Stadtrat Meingast. Wo die Schmerzgrenze liegt, will er freilich nicht verraten. Diese Frage dürfte in den kommenden Wochen intensiv diskutiert werden.

Für Wolfgang Sageder ist eines klar: „Halbentschlossen werden wir das Projekt nicht stemmen. Wenn Gmunden von Land und Bund finanzielle Unterstützung für das Projekt möchte, muss es entschlossen auftreten.“ Aus Sicht Sageders haben die nächsten Wochen deshalb historische Bedeutung. „Wir haben eine Riesenchance. Wir könnten aber auch unsere Straßenbahn zu Grabe tragen.“

Bürger appellieren an die Stadtpolitik

Die Gmundner Bevölkerung wurde im Vorjahr eingeladen, Ideen für die Zukunft der Stadt zu entwickeln („Vision Gmunden“). Eines der entwickelten Projekte sah die Durchbindung der Bahnlinie („RegioTram“) und Verkehrsberuhigungsmaßnahmen vor. Sogenannte „Hütergruppen“ sollten in weiterer Folge die Verwirklichung der Ideen vorantreiben.

Donnerstag appellierte die „Hütergruppe Regiotram“ an die Stadtgemeinde, die „einmalige Chance“ des Schienenprojekts jetzt zu nutzen. „Gmunden steht vor einer Jahrhundert-Entscheidung“, sagt ihr Sprecher, der Verkehrsplaner Helmut Koch. „Wir erwarten, dass die Stadt dieses Zukunftsprojekt umsetzt!“ Das Angebot der Landesregierung, 80 Prozent der Investitionskosten zu übernehmen, sei „sensationell“.
 
Drei Fragen an Günter Neumann

Aus Sicht des Geschäftsführers der Stern & Hafferl Verkehrs GmbH droht nicht nur das Ende der Straßenbahn, wenn die Durchbindung scheitert. Er denkt auch über den Abzug seines Unternehmens aus Gmunden nach.

Warum muss die Entscheidung über die Straßenbahnverlängerung jetzt fallen?
Ab 2015 müssen unsere Fahrzeuge laut EU-Bestimmungen behindertengerecht sein. Aber auch ohne dieses Gesetz haben die Triebwagen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, speziell die Straßenbahngarnituren. Die Ausschreibung für neue Triebwagen müsste jetzt erfolgen.

Ist die Durchbindung aus unternehmerischer Sicht zu rechtfertigen?
Die Fahrgastzahlen der Straßenbahn und der Traunseebahn sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Eine Zusammenlegung würde diese Zahlen aber vervielfachen. Die Strecke wäre ja ungleich attraktiver.

Was passiert mit der Straßenbahn, wenn die Zusammenlegung nicht kommt?Der Kauf neuer Fahrzeuge lässt sich für diese kurze Strecke nicht rechtfertigen. Wir müssten unsere Straßenbahn dann aufgeben. Das hieße aber auch, dass unser Gmundner Standort und die damit verbundenen Arbeitsplätze hier in Frage stehen. Eferding oder Vorchdorf wären dann besser geeignete Orte, weil wir dort dann größere Standorte haben als in Gmunden. Kaum jemand weiß das, aber Stern & Hafferl ließ sich 1894 wegen der Straßenbahn in Gmunden nieder.

Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Lostage-fuer-Strassenbahnverlaengerung-Gmunden-muss-sich-jetzt-entscheiden;art71,1046142
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Z-TW

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Auch wenn in jüngster Zeit in Österreich einige Tramprojekte verwirklicht worden sind, so lässt sich dennoch für Gmunden Schlimmes befürchten. Man verfolge nur die Argumente der dortigen Entscheidungsträger und wie die jahrelange Pro-Tram-Haltung innerhalb kürzester Zeit gekippt ist. Traurig, dass man die Zeichen der Zeit so absolut nicht erkennt.
 

Ferry

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Warum muss die Entscheidung über die Straßenbahnverlängerung jetzt fallen?
Ab 2015 müssen unsere Fahrzeuge laut EU-Bestimmungen behindertengerecht sein. Aber auch ohne dieses Gesetz haben die Triebwagen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, speziell die Straßenbahngarnituren.
Das möchte ich meinen. Die TW 9 und 10 stammen noch aus den Fünzigern - die werden demnächst 60 Jahre alt! Das haben in Wien nur wenige Wagen geschafft - und da war es kriegsbedingt.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

Revisor

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Die TW 9 und 10 stammen noch aus den Fünzigern - die werden demnächst 60 Jahre alt!

Die haben den 60er bereits überschritten. Als Baujahr für die Triebwagen 9 und 10 wird 1951/52 angegeben.

HLS

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Warum muss die Entscheidung über die Straßenbahnverlängerung jetzt fallen?
Ab 2015 müssen unsere Fahrzeuge laut EU-Bestimmungen behindertengerecht sein. Aber auch ohne dieses Gesetz haben die Triebwagen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, speziell die Straßenbahngarnituren.
Das möchte ich meinen. Die TW 9 und 10 stammen noch aus den Fünzigern - die werden demnächst 60 Jahre alt! Das haben in Wien nur wenige Wagen geschafft - und da war es kriegsbedingt.
Wie darf man das verstehen und vorallem gilt das dann nicht in der kompletten EU, sprich die Ex in Wien müßten auch verschwinden, oder bedeutet das nur, dass man zumindestens teilweise niederflurig fahren müßte?  :o
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

W_E_St

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Warum muss die Entscheidung über die Straßenbahnverlängerung jetzt fallen?
Ab 2015 müssen unsere Fahrzeuge laut EU-Bestimmungen behindertengerecht sein. Aber auch ohne dieses Gesetz haben die Triebwagen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, speziell die Straßenbahngarnituren.
Das möchte ich meinen. Die TW 9 und 10 stammen noch aus den Fünzigern - die werden demnächst 60 Jahre alt! Das haben in Wien nur wenige Wagen geschafft - und da war es kriegsbedingt.
Wie darf man das verstehen und vorallem gilt das dann nicht in der kompletten EU, sprich die Ex in Wien müßten auch verschwinden, oder bedeutet das nur, dass man zumindestens teilweise niederflurig fahren müßte?  :o
Wohl eher letzteres.
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

HLS

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Wohl eher letzteres.
Bedeutet es dann aber, dass man am 30er zumindestens einen Ulf-Kurs führen muß?
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T1

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  • Lieber Raupe als Wurm!
Grundlage des Ganzen ist das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz, darin heißt es:

4. Abschnitt: In-Kraft-Treten und Übergangsbestimmungen

§ 19.
[…]
(3) Die Bestimmungen dieses Bundesgesetzes hinsichtlich Barrieren im Zusammenhang mit Verkehrsanlagen, Verkehrseinrichtungen und Schienenfahrzeugen, die vor dem 1. Jänner 2006 auf Grund der entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen genehmigt bzw. bewilligt wurden, sind bis zum 31. Dezember 2015 nur insoweit anzuwenden, als eine Barriere rechtswidrig errichtet wurde.
[…]
(10) Betreiber von Verkehrseinrichtungen, Verkehrsanlagen oder öffentlichen Verkehrsmitteln sind verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2006 nach Anhörung der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation einen Plan zum Abbau von Barrieren für die von ihnen genutzten Einrichtungen, Anlagen und öffentlichen Verkehrsmittel zu erstellen und die etappenweise Umsetzung vorzusehen (Etappenplan Verkehr).


Kurz gesagt: Bis 2015 gilt Bestandsschutz und die Verpflichtung für Verkehrsbetriebe, einen Etappenplan mit der ÖAR zu erstellen, wie sie ihre Barrieren abbauen wollen. Was sich Gmunden da ausgehandelt hat, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, wie ein Etappenplan genau zustande kommt, aber ich nehme einmal an, dass man aufgrund der geringen Menge der benötigten Fahrzeuge keine Frist ausgehandelt hat bzw. aushandeln konnte – vor allem, weil man ja zurzeit gar nicht barrierefrei fährt. Vorarbeiten (Bahnsteigkanten) sind ja bereits erledigt und wohl Teil des Etappenplans. In Wien schaut es bei dem großen Bestand ganz anders aus.

Der Etappenplan für die ÖBB z.B. findet sich hier im Anhang: http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIII/AB/AB_04598/fname_131210.pdf

Ob die dahinterstehende EU-Richtlinie bezüglich Gleichstellung so weit geht wie das BGStG weiß ich nicht, glaube aber nicht – zumindest wird die Frist Ende 2015 eher eine österreichische Sache sein, wenn ich so an Städte wie Bratislava (Tram: 0% NF) oder Paris/London (Barrierefreiheit in der Metro) denke.

hema

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Und wer nicht ausreichend barrierefrei ist, muss halt den Betrieb einstellen, da haben dann alle was davon!  8)
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13er

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Die Wiener Linien könnten ja heute schon zu 80% und in ein paar Jahren zu 100% niederflurig sein, wenn sie sich nicht so reaktionär anstellen würden... aber man musste ja unbedingt die E2 verleasen und so dafür sorgen, dass man nur ja keine niederflurigen 10-oder-was-auch-immer-Achser draus machen konnte...
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umweltretter

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http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/Gmunden-bangt-um-sein-rollendes-Wahrzeichen;art4,1053956

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Gmunden bangt um sein rollendes Wahrzeichen

GMUNDEN. Wenn der 600 Meter lange Lückenschluss zur Traunseebahn nicht gelingt, droht der kürzesten Tramwaylinie der Welt die Stillegung.


Bis Ende Februar muss sich die Stadtgemeinde Gmunden entscheiden: Entweder sie verlängert die Straßenbahnlinie um 600 Meter und verknüpft sie mit der Traunseebahnlinie. Oder die alte Tramway steht vor dem Aus.

Grund: Die museumsreifen Triebwagen stehen vor dem Ende und entsprechen spätestens 2016 nicht mehr den EU-Bestimmungen. Die Ausschreibung für neue Fahrzeuge durch die Landesregierung müsste deshalb jetzt erfolgen. Doch neue Fahrzeuge zahlen sich für eine 2,3 Kilometer lange Strecke nicht aus, heißt es in Linz. Neue Triebwagen gibt es nur, wenn die Verknüpfung von Straßenbahn und Traunseebahn erfolgt – so wie es vor 100 Jahren geplant gewesen wäre. Damals verhinderte der Erste Weltkrieg den Lückenschluss.

Laut Experten würde die Straßenbahnverlängerung die Fahrgastzahlen (die seit Jahren steigen) auf mehr als 630.000 pro Jahr verdoppeln und auch die Traunseebahn attraktivieren. Deshalb wäre die Landesregierung bereit, 80 Prozent der Investitionskosten von bis zu 30 Millionen Euro zu übernehmen. Rund sechs Millionen Euro müsste Gmunden bezahlen.

„Das ist eine historische Chance“, sagt SP-Mobilitätsstadtrat Wolfgang Sageder. „Die Traunbrücke muss ohnehin erneuert werden, und auch die Straße durch Gmunden steht vor der Generalsanierung.“ Ähnlich sieht es VP-Vizebürgermeister Gottfried Schrabacher, der den urlaubenden VP-Bürgermeister Heinz Köppl in diesen Tagen vertritt. „Es wäre ein Riesenfehler, nicht noch alles zu versuchen.“

Schrabacher und seine VP zaudern dennoch. Denn sechs Millionen Euro kann die Stadt nur über (weitere) Kredite aufbringen, und das wollen die Verantwortlichen nicht. Deshalb wird jetzt hektisch versucht, über andere Kanäle noch Geld aufzutreiben: über das Umweltministerium, das Finanzministerium – und vielleicht auch über die Gemeindereferate der Landesregierung. „Alle Gemeinden entlang der Traunseebahnlinie würden ja von der Investition profitieren“, so Schrabacher. „Das ist nicht nur ein Gmundner Projekt.“

Am 14. Februar muss der Gemeinderat in einer Sondersitzung die endgültige Entscheidung treffen. Gelingt es nicht, bis dahin noch Gelder aufzutreiben, wird es eine traurige Sitzung. Historisch wird sie in jedem Fall.

 

Vor 24 Jahren drohte schon einmal das Ende

Bereits einmal stand die Gmundner Straßenbahn kurz vor ihrem Ende. Im Jänner 1989 war die Betreibergesellschaft Stern & Hafferl nicht mehr in der Lage, den jährlichen Abgang von 1,8 Millionen Schilling (131.000 Euro) zu tragen und kündigte die Einstellung der Linie an.

Während die Stadtgemeinde zögerte, die Abgänge zu übernehmen, wurden 6000 Unterschriften für die Erhaltung der Linie gesammelt und der Verein Pro Gmundner Straßenbahn gegründet. Unterstützt wurde die Bewegung von Thomas Bernhard, der einen Leserbrief an die Salzkammergut-Zeitung schrieb. Das Schriftstück gilt heute als der letzte veröffentlichte Text des weltberühmten Autors, der kurz darauf verstarb.

Die Gmundner Bim hingegen überlebte damals, die Abgänge teilen jetzt sich die Stadt Gmunden und die Landesregierung. Die jährlichen Fahrgastzahlen konnten von 270.000 auf mittlerweile 316.000 gesteigert werden.

13er

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Da sieht man wieder einmal, wie unfair die U-Bahn-Förderung ist. Diese müsste in eine österreichweite Schienennahverkehrsförderung umgewandelt werden, damit sich der Bund auch an 50% der Baukosten von Straßenbahnen beteiligt. Die paar Mio., die hier fehlen, sind ein absolutes Lercherl gegen die vielen hunderten Mio., die sinnlos im Untergrund verbuddelt werden.

Ich hoffe jedenfalls, man treibt das Geld noch irgendwo auf. Aber allzu viel Hoffnung habe ich auch nicht, wenn es nicht schon bisher gelungen ist.
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hema

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Ich hoffe jedenfalls, man treibt das Geld noch irgendwo auf. Aber allzu viel Hoffnung habe ich auch nicht, wenn es nicht schon bisher gelungen ist.
Das Problem ist, dass man in Wirklichkeit halt nicht will. Notfalls zahlt man dann eine Stromrechnung nicht, das hat schon einmal funktioniert!  :-[
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

95B

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Ich hoffe jedenfalls, man treibt das Geld noch irgendwo auf. Aber allzu viel Hoffnung habe ich auch nicht, wenn es nicht schon bisher gelungen ist.
Das Problem ist, dass man in Wirklichkeit halt nicht will. Notfalls zahlt man dann eine Stromrechnung nicht, das hat schon einmal funktioniert!  :-[
Dann sollen s' es halt wie in Naumburg machen und das Werkl als vorgebliche Touristenattraktion betreiben. Wenn sie den Traminator g'scheit anraunzen, wird er sich schon für sie einsetzen. ;)
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

moszkva tér

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Dann sollen s' es halt wie in Naumburg machen und das Werkl als vorgebliche Touristenattraktion betreiben. Wenn sie den Traminator g'scheit anraunzen, wird er sich schon für sie einsetzen. ;)
Als "Museumsbahn" würde man sich die Investitionen in Niederflur usw. sparen, aber als Nahverkehrsmittel wäre die Bahn dennoch ungeeignet.
So wie die Straßenbahn in Gmunden derzeit ist, ist sie ohnehin nicht viel mehr als eine Touristenattraktion.

Da sieht man wieder einmal, wie unfair die U-Bahn-Förderung ist. Diese müsste in eine österreichweite Schienennahverkehrsförderung umgewandelt werden, damit sich der Bund auch an 50% der Baukosten von Straßenbahnen beteiligt. Die paar Mio., die hier fehlen, sind ein absolutes Lercherl gegen die vielen hunderten Mio., die sinnlos im Untergrund verbuddelt werden.
Es geht hier um 6 Millionen - Sechs Millionen! Verglichen mit dem, was diverse Gemeinden, Bezirke und Länder am internationalen Finanzmarkt verspekuliert haben, ist das gar nichts.
Man könnte das Geld ohne weiters auch über einen Kredit aufbringen. Denn wenn die Fahrgastzuwächse auf der Traunseebahn und der Straßenbahn wirklich eintreffen werden, wie vorhergesagt (ich zweifle nicht daran), kann der Betrieb sogar profitabel sein und den Kredit kann man ohne Probleme aus dem Betriebsgewinn bedienen.