Autor Thema: [PM] Lostage für Straßenbahnverlängerung - Gmunden muss sich jetzt entscheiden  (Gelesen 32988 mal)

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13er

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Lustigerweise waren es aber vor einigen Jahren gerade die Freiheitlichen, die sich für das Gesamtprojekt (Durchbindung) statt eines ersten Stückes zum Rathausplatz nach dem Motto Ganz oder gar nicht eingesetzt haben.
Da war die Taktik sicher, dass für "ganz" zu wenig Geld da ist und daher "gar nicht" gebaut wird ;)
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

h 3004

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Ich kenne beide Srecken- die Vorchdorfer Bahn und die zum Bahnhof. Die Verbindung halte ich für sehr gut. Die Gmundener werden die Bahn aber nur für Teilstrecken benützen: Denn keiner fährt von Vorchdorf nach Gmunden Bhf, um dort in die ÖBB umzusteigen. Schülerverkehr und Anrainer sind aber sicher ok, auch die Innsbrucker Wagen.

invisible

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Ich kenne beide Srecken- die Vorchdorfer Bahn und die zum Bahnhof. Die Verbindung halte ich für sehr gut. Die Gmundener werden die Bahn aber nur für Teilstrecken benützen: Denn keiner fährt von Vorchdorf nach Gmunden Bhf, um dort in die ÖBB umzusteigen. Schülerverkehr und Anrainer sind aber sicher ok, auch die Innsbrucker Wagen.

Natürlich werden 99% nur auf Teilstrecken fahren - ist ja bei den meisten Durchbindungen (z.B. 1 & 2 in Wien) nicht anders. Ändert aber nichts daran, dass das Projekt sinnvoll ist :)
Liebe Fahrgäste: Der Zug ist abgefahren.

Wattman

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Verwaltungsgericht gibt grünes Licht für Stadt-Regio-Tram

GMUNDEN. Die Einsprüche der Straßenbahngegner wurden in allen Punkten zurückgewiesen.
Verwaltungsgericht gibt grünes Licht für Baubeginn der Stadt-Regio-Tram

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Aufatmen im Gmundner Rathaus: Gestern fiel die letzte große Hürde für das Jahrhundertprojekt.
Bild: S & H

Die Durchbindung der Gmundner Straßenbahn ist fix. Das Landesverwaltungsgericht in Linz bestätigte gestern die eisenbahnrechtliche Baugenehmigung, somit können die Baumaßnahmen wie geplant am 2. September beginnen.

Drei Anrainer des geplanten Schienenstrangs hatten mit einer ganzen Flut an Einwänden versucht, die Baubewilligung zu Fall zu bringen. Unter anderem prognostizierten sie Schäden an ihren Häusern durch den Bau. Sie sprachen dem Projekt auch "öffentliches Interesse" ab. Das Gericht teilt diese Ansichten nicht und wies die Beschwerden als "unbegründet" zurück.

Die Gegner des 30 Millionen Euro schweren Infrastrukturprojekts haben nun keine Möglichkeit mehr, die Baugenehmigung auszuhebeln. Jeder weitere Versuch, das Projekt auf dem Rechtsweg zu verhindern, hat außerdem keine aufschiebende Wirkung mehr. Die Bauarbeiten können fortgesetzt werden.

Die Landesregierung, die 80 Prozent der Investitionskosten übernimmt, zeigt sich mit dem Urteil zufrieden. "Ich habe bis zu einem gewissen Grad Verständnis dafür, dass manche den Sinn öffentlicher Verkehrsmittel nicht verstehen", sagte SP-Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer gestern. "Aber ich habe kein Verständnis dafür, dass dem Land Oberösterreich, der Stadt Gmunden und dem Projektanten Stern & Hafferl unrechtmäßiges Verhalten unterstellt wird. Mit dem heutigen Tag ist klar, dass alles korrekt abgewickelt wurde."

Mit Erleichterung reagierte auch VP-Bürgermeister Stefan Krapf: "Die Stadt-Regio-Tram wird Gmunden aufwerten und weiterentwickeln", so Krapf. "Mit dem Gerichtsspruch haben wir nun einen fixen Bauzeitplan, auf den sich die Anrainer, die Innenstadtbetriebe und die Besucher unserer Stadt verlassen können."
Bauzeit wird herausfordernd

Sowohl Krapf als auch SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder verwiesen bereits gestern auf die Herausforderungen während der Bauzeit. "Wir müssen uns jetzt voll auf die ordentliche Projektabwicklung konzentrieren", so Krapf.

Auch die Befürworter der Schienendurchbindung wissen, dass die rund zweijährige Bauzeit für die Anrainer und vor allem die Geschäftstreibenden in Gmunden schwierig sein wird. Da der Handel mit einem Frequenzrückgang rechnen muss, wird vonseiten der Stadtgemeinde bereits an Belebungsmaßnahmen gearbeitet. Diese reichen von langfristig verstärkten Marketingaktionen bis hin zu einer Lockerung der Parkraumbewirtschaftung.

Quelle: OÖN

Schienenfreak

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Wattman

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Dickinger ist auf Gmundner FP sauer: "Totale Ahnungslosigkeit"

GMUNDEN. Gmundner SP-Vizebürgermeister findet zum Projekt Straßenbahn-Durchbindung gegenüber Blauen ungewöhnlich deftige Worte.

Dass die Gmundner FP-Obfrau Beate Enzmann auf Plakaten eine "Volksabstimmung" über das Projekt Stadt-Regio-Tram fordert und von einem "Millionengrab" spricht, ruft nun SP-Vizebürgermeister Christian Dickinger auf den Plan.

Der rote Stadtparteiobmann attestiert in für ihn ungewöhnlich deftiger Ausdrucksweise der FPÖ wörtlich eine "Totalabwesenheit von Hausverstand, Kenntnisreichtum und wirtschaftlichem Denken". "Es wundert mich nicht", so Dickinger, "dass der langjährige FP-Stadtrat Gerald Grampelhuber, mit dem ich hervorragend zusammengearbeitet habe, zurückgetreten und aus der FPÖ ausgetreten ist." Die FP sei "immer ein bisserl zu spät dran". In der Hotel-Frage Lacus Felix habe sie bis zuletzt an Asamer geglaubt, in der Schlösser-Frage habe sie seine Initiative verschlafen, sagt Dickinger, "und in der Straßenbahn-Frage kommt sie jetzt auf die Idee, die Bevölkerung zu befragen, wo es schon lange zu spät ist. Da ist nur noch Populismus, Ahnungslosigkeit, Wahlkampfrhetorik." Wenn die FP nun eine Volksabstimmung fordere, empfehle er, Dickinger, zunächst die Lektüre der oberösterreichischen Gemeindeordnung, denn ein solches Votum sei nur im Zusammenhang mit der Abberufung eines direkt gewählten Bürgermeisters möglich. In Frage käme demnach bestenfalls eine Volksbefragung, die anzuberaumen sei, wenn dies von mehr als einem Viertel der wahlberechtigten Gemeindemitglieder verlangt werde. "Dieses Projekt, wie immer man dazu stehen mag, ist nicht zu stoppen", ist Dickinger überzeugt. "Wir sollten gemeinsam daran arbeiten, das Beste daraus zu machen. Und übrigens: Ein ‚Ausstieg’ würde, neben dem finanziellen Desaster, das Ende der Gmundner Straßenbahn auf der bestehenden Strecke bedeuten."

Quelle: OÖN

Schienenfreak

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Warum wundert mich sowas nicht? FPÖ halt...
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coolharry

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Warum wundert mich sowas nicht? FPÖ halt...

Mich wundert nur das mal einer wirklich "auszuckt". In Wahrheit gehens am Abend eh alle gemeinsam saufen.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

haidi

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Sie machen Wirbel, sie machen auf sich aufmerksam. Es ist so ähnlich wie bei den Zeitungen - nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht. Wenn sie zu allem brav Ja und Amen sagen, dann werden sie nicht bemerkt. Aber wenn sie mit etwas - und sei es noch so blöd - Aufmerksamkeit erregen, dann bleiben sie im Gedächtnis der Wähler. Über kurz oder lang hat der Wähler vergessen, was sie von sich gegeben haben, er merkt sich nur, dass sie präsent waren und dass sie sich gegen die "Oberen" und "Etablierten" aufgelehnt haben.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

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Der Gmundner Bürgermeister Krapf wurde heute mit ⅔-Mehrheit wiedergewählt.
Die Bürgerinitiative gegen die Straßenbahn kam bei der Gemeinderatswahl auf 10,2 % (gemeinsam mit der FPÖ haben sie knapp ¼ der Sitze) also ist zu hoffen, dass zumindest von Stadt-Seite kein Einknicken beim Bau der Verlängerung kommt. Wie es von Landesseite aussieht, steht natürlich in den Sternen - hier ist ja komplett offen, wie die Regierung aussehen wird und wie es daher mit der Finanzierung von Landesseite aussieht.
"das korrupteste Nest auf dem weiten Erdenrund"
Mark Twain über die Wienerstadt.

HLS

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Wie es von Landesseite aussieht, steht natürlich in den Sternen - hier ist ja komplett offen, wie die Regierung aussehen wird und wie es daher mit der Finanzierung von Landesseite aussieht.
Ich bezweifel, egal welche Koalition dort regieren wird, dass sich daran was ändern würde, allein schon aus dem Grund, dass die Verträge alle unterzeichnet sind und dann, sollte es doch versucht werden zu kippen, es zu extremen Vertragsstrafen kommen würde.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

Wattman

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Vor allem sind die Bauarbeiten bereits in vollem Gang.
Derzeit laufen die Vorarbeiten für das zweite Gleis in der Esplanade, den Umbau der Einfahrt zur Tiefgarage etc.

tramway.at

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Wie es von Landesseite aussieht, steht natürlich in den Sternen - hier ist ja komplett offen, wie die Regierung aussehen wird und wie es daher mit der Finanzierung von Landesseite aussieht.
Ich bezweifel, egal welche Koalition dort regieren wird, dass sich daran was ändern würde, allein schon aus dem Grund, dass die Verträge alle unterzeichnet sind und dann, sollte es doch versucht werden zu kippen, es zu extremen Vertragsstrafen kommen würde.

Abgesehen davon, dass keines gegeben wurde - warum sollte die FPÖ ein Wahlversprechen einlösen, das macht doch keine Partei...
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Schienenfreak

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das macht doch keine Partei...
So pauschal würde ich das nicht behaupten... ;) Auch wenn ich in diesem Fall auch nicht darauf hoffe.
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