Autor Thema: Organisation des Südbahnverkehrs  (Gelesen 36652 mal)

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B. S. Agrippa

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #30 am: 28. Januar 2013, 12:43:22 »
Kurze Frage: was ist eigentlich mit dem "Nahverkersgeschoß" gemeint, was hier ständig auftaucht? ???

Linie 41

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #31 am: 28. Januar 2013, 13:16:37 »
Kurze Frage: was ist eigentlich mit dem "Nahverkersgeschoß" gemeint, was hier ständig auftaucht? ???
Ursprünglich war sinnvollerweise angedacht auf Ebene -1 Bahnsteige für sämtliche Nahverkehrszüge einzurichten (S-Bahn und Regionalzüge) und auf Ebene 1 nur Fernzüge durchzuschleusen. Leider hat man sich dann aus Kostengründen dagegen entschieden.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

moszkva tér

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #32 am: 28. Januar 2013, 13:33:06 »
Kurze Frage: was ist eigentlich mit dem "Nahverkersgeschoß" gemeint, was hier ständig auftaucht? ???
Ursprünglich war sinnvollerweise angedacht auf Ebene -1 Bahnsteige für sämtliche Nahverkehrszüge einzurichten (S-Bahn und Regionalzüge) und auf Ebene 1 nur Fernzüge durchzuschleusen. Leider hat man sich dann aus Kostengründen dagegen entschieden.
Und das ist auch der Hauptkritikpunkt an der (mMn) durchaus sinnvollen Idee des Hauptbahnhofes. Keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr.
Wenn eines Tages der Flugverkehr krachen geht - weil die Spritpreise früher oder später massiv steigen werden und daher innereuropäisch Flugverkehr nicht mehr leistbar sein wird - kommt es zu einer Renaissance des Bahnverkehrs. Da kriegt man dann am Hauptbahnhof niemals alle Züge unter.  :bh:

95B

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #33 am: 28. Januar 2013, 16:00:38 »
Da kriegt man dann am Hauptbahnhof niemals alle Züge unter.  :bh:
Wir haben ja noch den Westbahnhof. :)
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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38ger

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #34 am: 28. Januar 2013, 16:14:04 »
Kurze Frage: was ist eigentlich mit dem "Nahverkersgeschoß" gemeint, was hier ständig auftaucht? ???
Ursprünglich war sinnvollerweise angedacht auf Ebene -1 Bahnsteige für sämtliche Nahverkehrszüge einzurichten (S-Bahn und Regionalzüge) und auf Ebene 1 nur Fernzüge durchzuschleusen. Leider hat man sich dann aus Kostengründen dagegen entschieden.
Und das ist auch der Hauptkritikpunkt an der (mMn) durchaus sinnvollen Idee des Hauptbahnhofes. Keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr.
Wenn eines Tages der Flugverkehr krachen geht - weil die Spritpreise früher oder später massiv steigen werden und daher innereuropäisch Flugverkehr nicht mehr leistbar sein wird - kommt es zu einer Renaissance des Bahnverkehrs. Da kriegt man dann am Hauptbahnhof niemals alle Züge unter.  :bh:

Würde mich auch sehr interessieren, wie das genau geplant gewesen wäre!
Wie sieht's eigentlich mit Wien Meidling aus, denn abgesehen von der unattraktiven Variante einfach alles was aus dem Osten kommt am Hbf. verenden zu lassen und der Möglichkeit mehr Züge der Westbahn auch weiterhin zum Westbhf. zu führen müssen ja alle Züge die aus Süden oder Westen zum Hbf. fahren auch bei Wien Meidling vorbei, wobei es hier ja nichteinmal einen getrennten Bahnsteigbereich für die S-Bahn-Stammstrecke gibt ... gab es je Überlegungen oder Pläne dazu den Bhf. Wien Meidling zu vergrößern? - dieser ist mMn ja das schlimmere Nadelöhr bei der künftigen Hauptbahnhofssituation.

Linie 41

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #35 am: 28. Januar 2013, 16:54:42 »
Warum soll Meidling mit 8 Bahnsteigkanten ein Problem sein?
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

haidi

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #36 am: 28. Januar 2013, 16:57:32 »
Und das ist auch der Hauptkritikpunkt an der (mMn) durchaus sinnvollen Idee des Hauptbahnhofes. Keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr.
Wenn eines Tages der Flugverkehr krachen geht - weil die Spritpreise früher oder später massiv steigen werden und daher innereuropäisch Flugverkehr nicht mehr leistbar sein wird - kommt es zu einer Renaissance des Bahnverkehrs. Da kriegt man dann am Hauptbahnhof niemals alle Züge unter.  :bh:

Andererseits steigen dann auch die Bahnpreise, da fallen dann wieder kunden weg.

Hannes
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

38ger

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #37 am: 28. Januar 2013, 18:29:47 »
Warum soll Meidling mit 8 Bahnsteigkanten ein Problem sein?

Naja, wenn's am Hbf. schon mit 12 Bahnstiegkanten eng werden soll?

Linie 41

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #38 am: 28. Januar 2013, 18:33:46 »
Naja, wenn's am Hbf. schon mit 12 Bahnstiegkanten eng werden soll?
Weil dort auch Züge enden werden im Gegensatz zu Meidling.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

38ger

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #39 am: 28. Januar 2013, 19:25:48 »
Naja, wenn's am Hbf. schon mit 12 Bahnstiegkanten eng werden soll?
Weil dort auch Züge enden werden im Gegensatz zu Meidling.
Was sie ja nicht müssten, wenn man in Meidling die Kapazitäten entsprechend verbessert hätte.
Für die von der Ostbahn kommenden Züge hätte man sogar unterirdische Bahnsteige anlegen können, da diese wbereits vor der Passage und vor der U6 enden können hätten. Für die Pottendorferlinie und den Hütteldorfer Ast hätte man dann halt die Einbindung in die Stammstrecke vorsehen müssen, was ja kein Ding der Unmöglichkeit gewesen wäre bei entsprechendem Wille. Und die Passage Ost in Meidling zu unterfahren solle auch kein unlösbares Problem darstellen, da wurden Gleise schon weit tiefer verlegt!

Linie 41

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #40 am: 28. Januar 2013, 20:29:50 »
Durch Meidling die Züge durchzubinden wäre kapazitätsmäßig überhaupt kein Problem. Nur wohin nachher damit? Sowohl Hauptbahnhof als auch Meidling sind Durchgangsbahnhöfe, jeglicher dort Kopf machender Zug ist prinzipiell ein Problem (und wenn man solche wollte, hätte man sich den Umbau des Süd- und Ostbahnhofes gleich sparen können). Da kann man nur auf die Verbindungsbahn nach Hütteldorf und Westbahnhof durchbinden und das ist erst sinnvoll möglich, wenn die Schnellzüge allesamt durch den Lainzer Tunnel den Hauptbahnhof anfahren.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #41 am: 29. Januar 2013, 00:35:28 »
Alle Diskussionen und Träume über ein Nahverkehrsgeschoß und den sog. "Hauptbahnhof" erübrigen sich. Die Lage ist dort auf Jahrzehnte total verbockt. Alle "g'scheiten" Ideen bedeuten ein mit dem Kopf gegen die Wand rennen:  :bh: Aus der "Hauptbahnhofsidee" ist eine vom sonstigen Verkehr isolierte, überdimensionierte Haltestelle für ein EKZ geworden, die weder für den Nahverkehr noch für den Fernverkehr geeignet ist. Das kommt raus, wenn Grundstücksspekulation ohne Rücksicht auf Verkehrsinteressen die treibende Kraft ist.

Das "Nahverkehrsgeschoß" hat es ja seit etwa 1873 bis zur Errichtung des "Hauptbahnhofes" gegeben und war bis zur Errichtung der Schnellbahn auch als solches in Verwendung (Hst. Favoriten). Jetzt hat man endlich den Fernverkehrsbahnhof in optimale Lage zu diesem ehm. Nahverkehrsgeschoß hin verlegt, wo es kürzeste Umsteigewege gegeben hätte ähnlich dem Züricher oder Münchner Hauptbahnhof. Nur hat man leider das "Nahverkehrsgeschoß" zugeschüttet und beseitigt. Ein solches Nahverkehrsgeschoß - d.h. Bhf. Favoriten - hätte zudem das Weiterfahren von Nahverkehrszügen von der Ostbahn Richtung ehm. Hauptzollamt ähnlich der Situation in München Ostbahnhof erlaubt. Das Ergebnis ist ein Schildbürgerstreich.

Die jetzt neue, überdimensionierte und "Hauptbahnhof" genannte Haltestelle ist eine Vereinigung aller Nachteile, das Ergebnis einer Pessimierung der Verkehrsbedürfnisse:
  • Als Fernbahnhof ungeeignet, denn Verschub, Zugbildung, Autoverladung, Bereitstellung, großzügige Vorfahrt etc. werden dort fast unmöglich sein (man hat ja fast alle Verkehrseinrichtungen in unmittelbarer Nähe aufgelassen und diese weit hinaus fast an den Stadtrand verlegt); als internationaler Verkehr oder Fernverkehr wird dort nur mehr eine etwas bessere straßenbahnähnliche Betriebsform mit regelmäßigem Hin- und Herfahren fixer, ganzer Zugsverbände, die von irgendwo anders kommen und irgendwo anders hinfahren, möglich sein
  • Als Nahverkehrsknoten ungeeignet, denn die einzige Verknüpfung mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln mit kurzen Umsteigewegen ist der D-Wagen, und der ist leider am hinteren Ende der Bahnsteige angebunden (für Nahverkehrszüge sind die Bahnsteige viel zu lang, und diese bleiben dann am falschen Ende des Bahnsteigs stehen)
  • Insgesamt ungeeignet, denn eine Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln kommt nur mit langen Umsteigewegen zustande (den Zentralpunkt, d.h. etwa dort wo früher der Abgang zur Hst. Favoriten war, hat man so gelegt, daß er etwa in der Mitte von zwei sehr weit auseinander liegenden Punkten, der U1 und dem D-Wagen, im Niemandsland liegt)
  • Witterungsmäßig ungeeignet, denn entweder ist es finster (im Bereich des Rautendaches), oder das Dach ist so hoch oben, daß es seine Funktion als Wetterschutz verliert; das wurde wieder einmal "professionell" designt, Hauptsache der Architekt hat einen Preis gewonnen und etwas "Neues" gemacht.

Ich bin sicher, daß Reisende den künftigen "Hauptbahnhof" meiden und wenn möglich in anderen Stationen umsteigen werden.



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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #42 am: 29. Januar 2013, 01:56:36 »
Wie sieht's eigentlich mit Wien Meidling aus, denn abgesehen von der unattraktiven Variante einfach alles was aus dem Osten kommt am Hbf. verenden zu lassen

Das bringt halt nicht so viel, weil bei endenden/beginnenden Zügen ja noch ein paar Verschubfahrten dazukommen. Deswegen kommt man beim Durchgangsbahnhof ja auch mit vergleichsweise wenig Bahnsteigkanten aus.

Zitat
gab es je Überlegungen oder Pläne dazu den Bhf. Wien Meidling zu vergrößern? - dieser ist mMn ja das schlimmere Nadelöhr bei der künftigen Hauptbahnhofssituation.

Wenn dort die Züge wirklich nur mit kurzem Aufenthalt durchfahren geht sich das schon aus, insbesondere wenn man nach Ausbau der Pottendorfer Linie für den Fernverkehr der Süd- und Westbahn je zwei eigene Bahnsteige hat. Erweitern kann man den Bahnhof eigentlich nur nach Süden, da müsste man aber den Friedhof verlegen (was natürlich viel Aufwand, aber nicht prinzipiell unmöglich wäre). Das funktioniert aber auch erst nachdem man die Pottendorfer ausgebaut hat und dort deutlich mehr Verkehr hin verlagert werden kann; das Eck Schedikaplatz/Breitenfurterstraße schränkt nämlich die Erreichbarkeit weiter südlich liegender Gleise deutlich ein (schon heute ist ja der Bahnsteig 8 nicht von der Südbahn erreichbar). Außer natürlich man reist auch dort den Häuserblock weg, aber um das durchzubringen muss man die Kapazität schon *sehr* dringend brauchen.
AFAIR gab es aber anfangs durchaus auch mal kurz Überlegungen, den Lainzer Tunnel erst im Bereich der Traktion auftauchen zu lassen und dementsprechend nicht in Meidling zu halten. Aber der Wegfall des U6-Anschlusses wäre schon sehr bitter.
Liebe Fahrgäste: Der Zug ist abgefahren.

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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #43 am: 29. Januar 2013, 09:08:17 »
Ich bin sicher, daß Reisende den künftigen "Hauptbahnhof" meiden und wenn möglich in anderen Stationen umsteigen werden.
Die werden ihn genauso meiden oder nicht meiden wie jede andere Station. Der Bahnsteig ist schließlich keine Aufenthaltszone, außerdem sehen die allerwenigsten Fahrgäste ein Verkehrsbauwerk aus so spezieller Sicht wie wir Freaks.

Jene, die mit der U1 kommen, werden hauptsächlich am Hauptbahnhof umsteigen. Wer mit der Schnellbahn kommt, wird dies ab 2015 vom Norden kommend auch tun, wer vom Süden oder mit der U6 anreist, wird Meidling bevorzugen.
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Re: Organisation des Südbahnverkehrs
« Antwort #44 am: 29. Januar 2013, 11:22:31 »
Wer mit der Schnellbahn kommt, wird dies ab 2015 vom Norden kommend auch tun, wer vom Süden oder mit der U6 anreist, wird Meidling bevorzugen.
Jein, bei den Stammstreckenschnellbahnen kann ich mir durchaus vorstellen, daß die meisten in Meidling umsteigen. Haben zu Zeiten des Südbahnhofs auch viele gemacht, weil der weg enorm kürzer ist (auch jetzt noch).
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