Autor Thema: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz  (Gelesen 19058 mal)

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #30 am: 14. August 2013, 12:11:24 »
Wenn ich mir überlege, was man in den Autotunnels an Ausrüstung reinsteckt, damit man bei Feuer eine Überlebenschance hat ( zweiröhriger Tunnel, Querschläge mit Schleusen, Sicherheitskabinen, Ventilatoren....) und was man bei den Ubahntunnels macht, die täglich von wesentlich mehr Menschen benutzt werden.....
In Autotunnels ist es aber auch ungemein gefährlicher als in Bahntunnels. Zudem ist der Sicherheitswahn bei uns erst nach Tauerntunnel und Kaprun ausgebrochen.

Zitat
Zu London: Dort hat man aber komplett durchgängige Züge, d.h. ein seitliches Aussteigen ist dort nicht notwendig und der Zug hätte dort komplett über den Bahnsteig evakuiert werden können.
Das nutzt aber relativ wenig, weil man in London im Gegensatz zu Wien nicht auf den Gleisen latschen kann, denn dort befindet sich die von oben beschliffene Stromschiene. Bis dort der Strom abgeschaltet ist, liegt man bewußtlos am Wagenboden.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

noname

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #31 am: 14. August 2013, 12:28:45 »
Da ich gestern im betroffenen Zug war, melde ich mich nach einiger Zeit des Mitlesens hier im Forum auch mal zu Wort und ergänze meine Beobachtungen. Dass die Information für die Fahrgäste im Zug unzureichend war, muss ich leider bestätigen, aber der Reihe nach:
Zunächst erfolgte die Ausfahrt aus der Station Stephansplatz ungewöhnlich langsam, ehe der Zug mit 2 der 3 Triebwagen im Tunnel liegenblieb. Dann ging nichts mehr. Ca. 5 Minuten nach Beginn der Störung gab es die erste und einzige Durchsage im Wagen (vermutlich von der Leitstelle?), dass eine plötzliche Störung aufgetreten sei und der Fahrer versuche, diese zu beheben. Danach gab es über die Innenlautsprecher keine Informationen mehr.
Da ich in jenem Teil des Zuges saß, der noch am Bahnsteig war, konnte man die von 21er geschilderten Tätigkeiten der WL-Mitarbeiter am Bahnsteig beobachten. Im wirklich g'steckt vollen Zug nahm nach 10-15 Minuten die Unruhe zu, die ersten begannen gegen die Fenster zu klopfen. Einer der WL-Mitarbeiter am Bahnsteig hat dann durch die Fenster (!) Informationen zugerufen. Das hat allerdings außer den Leuten, die in Fensternähe waren, niemand verstanden.
Nach geschätzt 20 Minuten Aufenthalt wurde dann die Evakuierung begonnen. Auch hierzu gab es (zumindest bei unserem Wagen) nur den Zuruf durch die Fenster, die Tür-Notbetätigung zu drücken. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die Fahrgäste das auch bei allen Türen tatsächlich gemacht haben. Für mich war's das jedenfalls, direkt danach wurde mit der Evakuierung im Tunnel begonnen.

Noch eine Beobachtung am Rande: In der Station Stephansplatz selbst wurde man während der Störung für beide Fahrrichtungen der U3 auf Gleis 1 gelotst. Ein einsamer Polizist wollte zwischendurch dann auch den überfüllten Bahnsteig 1 räumen, da hier angeblich keine Züge fahren. Die Einfahrt eines Zuges nach Simmering hat ihn dann dazu bewogen, nochmal seine Leitstelle anzufunken ;)

invisible

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #32 am: 14. August 2013, 12:53:55 »
Die Lage des "Fluchtwegs" ist ident mit der Beleuchtung und von der Behörde genehmigt

Hier war der Sonderfall, dass der Zug das Überschreiten des Gleises vom Fluchtweg zum Bahnsteig verhinderte ...

Dann sollte man aber die Lage des Fluchtwegs nochmal überdenken. Sinnvoll wäre wohl, dass er immer auf der Bahnsteigseite ist und ggfs. - wenn Stationen auf unterschiedlicher Seite aufeinander folgen - genau in der Mitte des Tunnels die Seite gewechselt wird; dann kann es nicht passieren, dass der Zug vor dem Ausgang steht.
Liebe Fahrgäste: Der Zug ist abgefahren.

patrick25wien

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #33 am: 14. August 2013, 13:08:32 »
Ich war dabei, und viele Leute haben bei der Polizei angerufen haben, da man ja zum Bahnsteig nicht kann wenn man im Zug eingeschlossen ist !!!

Viele Leute waren kurz vorm totalen Nervenzusammenbruch. Dann gab es seltsame Durchsagen wie " Der Fahrer versucht das Problem zu lösen". Was soll ich mir als Fahrgast darunter vorstellen? Hat er einen Werkzeugkasten dabei? Es war stickig heiss, Kinder haben zuerst zum weinen angefangen, dann wurden auch Erwachsene nervös und ängstlich. Und es waren alle kurz davor durchzudrehen. Dass einen dann aber auch noch Wiener Linien Bedienstete vom Bahnsteig aus beim hinteren Waggon hoch amüsiert zuschauen, wie man an Fenster klopft und aus dem Zug schreit sie sollen die Türen um Gottes willen öffnen weil hier drinnen Menschen vorm Kollaps sind, find ich absolut pervers ! Das Personal gefährdet Menschen! Den mit so einem Krisenmanagement werden erst Recht Paniken unter den Fahrgästen geschürt !!! Versteht das niemand ?? Was ist das für ein Verein ? 

Und bitte warum sind die Türen nicht aufgegangen ??? Nach ca 10 Minuten hat schon eine ältere Dame auf diese Türnottasten gedrückt. Die hat total die Panik bekommen. Es ist aber keine Türe aufgegangen, und auch ich habe es nicht geschafft die Türe aufzudrücken. Ich bin aber jung und stark.  Erst nach längere Zeit hat man die Türen aufgebracht.

Geht die Türe nicht auf wenn die Stromleitung unter Spannung steht?

E2

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #34 am: 14. August 2013, 13:43:45 »
Man kanns auch übertreiben, und damit mein' ich das Posting.

tram

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #35 am: 14. August 2013, 13:46:50 »
@patrick25wien: Bitte keine neuen Threads aufmachen, wenn ein passender Thread vorhanden ist!

Klingelfee

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #36 am: 14. August 2013, 15:04:05 »
Und bitte warum sind die Türen nicht aufgegangen ??? Nach ca 10 Minuten hat schon eine ältere Dame auf diese Türnottasten gedrückt. Die hat total die Panik bekommen. Es ist aber keine Türe aufgegangen, und auch ich habe es nicht geschafft die Türe aufzudrücken. Ich bin aber jung und stark.  Erst nach längere Zeit hat man die Türen aufgebracht.

Geht die Türe nicht auf wenn die Stromleitung unter Spannung steht?

Weil die Dame offensichtlich zu schwach drauf gedrückt hat. Sobald du den Knopf hineindrückst hörst erst ein Zischen von der entweichenden Luft und dann lässt sich die Türe relativ leicht aufschieben. Solange der Knopf jedoch nicht gedrückt ist, hast du einen Schließdruck von 4bar. Da schaffst du nur unter größter Kraftanstrengung die Türe zu öffnen.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #37 am: 14. August 2013, 15:11:16 »
Nach schon von mehreren Seiten zu hören war, dass die Türnotbetätigung "nicht funktioniert" hat und wir nun den Grund dafür kennen (man muss kräftig draufdrücken und nicht nur leicht wie etwa bei einem Haltewunschtaster), stelle ich nun in den Raum, dass das in dieser Ausführung eine Fehlkonstruktion ist. Ganz offensichtlich ist die Türnotbetätigung nicht dafür ausgelegt, dass sie vom Normalfahrgast unter erschwerten Bedingungen (Notfallsituation) korrekt bedient werden kann.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #38 am: 14. August 2013, 15:17:42 »
Zitat
U3: Fahrgäste gehen durch Tunnel

Ein schadhafter U-Bahn-Zug hat am Dienstagabend für Chaos auf der U3-Strecke gesorgt. Die volle U-Bahn-Garnitur musste nach 20 Minuten Wartens evakuiert werden, die Fahrgäste marschierten durch den Tunnel zum Stephansplatz zurück.

Gegen 18.00 Uhr fuhr der U-Bahn-Zug aus der Station, musste allerdings im Tunnel laut „Presse“ sofort anhalten und konnte die Fahrt nicht mehr fortsetzen. Während sich der hintere Teil des Zuges noch in der U-Bahn-Station befand und die Fahrgäste am Bahnsteig aussteigen konnten, mussten rund 500 Fahrgäste im vorderen Teil nach langem Warten durch den Tunnel zurück zur Station Stephansplatz marschieren.

Viele stiegen auf der falschen Seite im Tunnel aus

Das Problem dabei: Fahrgäste berichten, dass es zu wenig Information und Durchsagen im Zug gab, viele stiegen deshalb auch auf der falschen Seite im Tunnel aus. Laut einem Betroffenen mussten diese Fahrgäste dann erst wieder zurück in den schadhaften Zug klettern, was angesichts der Einstiegshöhe von über einem Meter eine eigene Herausforderung darstellte.

Etwa eine Stunde lang konnte die U3 nur eingleisig geführt werden. Laut Wiener Linien soll es sich bei der Panne um einen schweren Motorschaden gehandelt haben.
Quelle: wien.orf.at

Ferry

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #39 am: 14. August 2013, 16:08:56 »
So unorganisiert das auch gewesen sein mag, aber "dramatischer Marsch durch den dunklen U-Bahn-Schacht". Ich mach mir gleich in die Hose... das war 2/3 einer Zuglänge – also ca. 75 Meter. Das mag vielleicht für ältere Menschen beschwerlich sein da rauf und runter zu kraxeln, aber von dramatischem Marsch ist das weit entfernt.
Meinst du? Stell dir das Ganze mal mit einem oder zwei kleinen Kindern samt Kinderwagen vor, dann wird das Ganz gleich viel dramatischer. Nicht immer von sich auf andere schließen!  ;)
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

patrick25wien

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #40 am: 14. August 2013, 16:10:05 »
...man muss kräftig draufdrücken und nicht nur leicht wie etwa bei einem Haltewunschtaster), stelle ich nun in den Raum, dass das in dieser Ausführung eine Fehlkonstruktion ist....

Danke für die Info. Und auch danke an den anderen Herrn weiter oben.

Damit wird mir auch klar warum in meinem U-Bahn Wagen die eine Dame die Türe nicht aufbekommen hat. Einfach weil sie vorher zu schwach gedrückt hat.. Ich habe dann mitgeholfen die Türe aufzudrücken. Was mir aber nicht gelungen ist. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen erneut den Türnottaster zu betätigen. Ich vermute ein paar andere haben das erst später getan.

Ich selber gerate in solchen Situationen niemals in Panik! Mir macht das überhaupt nichts! Aber ich war halt hilfsbereit und habe versucht ebenfalls die Türen aufzudrücken was mir nicht gelang. Und wegen der Durchsagen. Ich habe überhaupt nur eine einzige Durchsage gehört. Nicht mehrere. Falls das von Interesse ist.

Eine für mich wichtige Frage noch:

Ist es überhaupt erlaubt dass Fahrgäste eigenmächtig den Türnottaster drücken, und eigenmächtig eine Türe aufmachen wenn die U-Bahn irgendwo im Tunnel stehen geblieben ist? Ich vermute mal nicht. Entscheidet das der U-Bahnfahrer wann die Fahrgäste den Nottaster drücken dürfen? Kann der U-Bahn fahrer das überhaupt beeinflussen und deaktivieren? Und wenn die Leute dann rauswollen, wird dann automatisch der Strom in den "Gleisen" abgeschaltet ? Ich war ehrlich gesagt selbst verwirrt. Zwar war ich nicht in Panik wie viele andere. Ich wusste sehr wohl das es Nottaster und Notbremse gibt.  Ich wusste aber nicht über meine Rechte als Fahrgast bescheid. Was darf ich, was nicht ? Wenn die Dame die Türe aufgedrückt hätte, und andere Menschen wären ihr gefolgt und hätten sich irgendwo "elektrisiert". Wer wäre dann Schuld? Die U-Bahn war übrigens gestopft voll mit Fahrgästen und viele mussten stehen.

Wenn man an der Notbremse zieht bleibt ja die UBahn auch nicht im Tunnel stehen. Was ich übrigens für gefährlich erachte, wenn beispielsweise sich wo ein Kind eingezwickt hätte...


Ferry

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #41 am: 14. August 2013, 16:27:59 »
Eine für mich wichtige Frage noch:

Ist es überhaupt erlaubt dass Fahrgäste eigenmächtig den Türnottaster drücken, und eigenmächtig eine Türe aufmachen wenn die U-Bahn irgendwo im Tunnel stehen geblieben ist?
Nein, erst nach Anordnung durch den Fahrer oder anderes WL-Personal.

Zitat
Entscheidet das der U-Bahnfahrer wann die Fahrgäste den Nottaster drücken dürfen?
Nein, die Leitstelle.

Zitat
Kann der U-Bahn fahrer das überhaupt beeinflussen und deaktivieren?
M.W. kann er das weder beeinflussen noch deaktivieren.

Zitat
Und wenn die Leute dann rauswollen, wird dann automatisch der Strom in den "Gleisen" abgeschaltet ?
Nein, eben nicht. Deswegen darf man den Zug außerhalb des Stationsbereiches ja erst auf Anordnung verlassen.

Nach dem bisher Gelesenen ist dem Störungsmanagement der WL primär eine vollkommen unzureichende Informationspolitik vorzuwerfen - den Berichten zufolge ging das Ganze nur knapp an einer Panik vorbei. Warum um Himmels Willen hat man die Fahrgäste denn nicht darüber informiert, was los ist und dass es noch etwas dauern kann:

Sehr geehrte Fahrgäste, störungsbedingt wird es zu einem Aufenthalt des Zuges im Tunnelbereich kommen. An der Behebung der Störung wird bereits intensiv gearbeitet. Bitte bleiben Sie ruhig, es kann Ihnen nichts geschehen!

Und vor dem Aussteigen:

Sehr geehrte Fahrgäste, es ist ein Verlassen des Zuges notwendig geworden. Öffnen Sie bitte die in Fahrtrichtung rechten Türen durch festes Drücken des Türnottasters. Danach warten Sie mit dem Aussteigen, bis Sie von unserem Personal dazu aufgefordert werden. Folgen Sie bitte den Anweisungen des Zugpersonals, das für solche Fälle geschult wurde und genau weiß, was zu tun ist.  Bleiben Sie ruhig, es kann Ihnen nichts geschehen!

Alleine solche Durchsagen können durch den beruhigenden Charakter viel dazu beitragen, dass es zu keiner Panik kommt und die Fahrgäste geduldig(er) im Zug warten.

Interessieren würde es mich, ob es bei den WL soetwas wie ein Briefing über solche Fälle gibt, bei dem der Vorfall noch einmal durchgesprochen und Verbesserungspotential gesucht wird. Fragen dazu gäbe es jedenfalls noch genug.

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #42 am: 14. August 2013, 16:32:12 »
Bei der mangelnden Information (was hier von mehreren Postern zu lesen war) und wenn die Kraxn 20 Minuten im Tunnel steht, wird Dir niemand einen Vorwurf machen, wenn Du den Türnottaster betätigst. Alleine schon aus dem Grund, um Luft zu bekommen. Das Aussteigen würde ich mir allerdings überlegen...

Bei diesem Störungsmanagement können die Wiener Linien froh sein, wenn sie nicht wegen Freiheitsberaubung angezeigt werden...

Linie 41

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #43 am: 14. August 2013, 16:34:47 »
Meinst du? Stell dir das Ganze mal mit einem oder zwei kleinen Kindern samt Kinderwagen vor, dann wird das Ganz gleich viel dramatischer. Nicht immer von sich auf andere schließen!  ;)
Geh bitte, mach Dich nicht lächerlich. Das ist kompliziert und lästig aber nicht dramatisch. Oder ist es für Dich auch dramatisch, wenn Du den Kinderwagen die Eiserne-Hand-Gasse raufschieben mußt? Der Artikel macht ja den Eindruck als müßten die Fahrgäste meilenweit durch eine finstere Höhle marschieren und nicht zu einer in Sichtweite befindlichen Station. Das einzige, was dramatisch ist, ist daß die Wiener Linien nicht in der Lage sind in den Waggons nach ansprechend kurzer Zeit eine klare Durchsage zu machen und 20 Minuten an der Schrottkiste herumdoktern, bevor sie die Leute rausholen.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

Ferry

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Re: 13.8.2013: U3-Evakuierung Stephansplatz
« Antwort #44 am: 14. August 2013, 16:46:49 »
Meinst du? Stell dir das Ganze mal mit einem oder zwei kleinen Kindern samt Kinderwagen vor, dann wird das Ganz gleich viel dramatischer. Nicht immer von sich auf andere schließen!  ;)
Geh bitte, mach Dich nicht lächerlich.
Probier's mal aus, dann reden wir weiter. In der bereits aufgewühlten Menge mit zwei dann vermutlich bereits weinenden Kindern, denen man aber noch nicht erklären kann, was eigentlich los ist  (Kinder spüren Stimmungsschwankungen sehr schnell) aus einem Waggon in 1m Höhe über eine Notleiter auszusteigen und dann durch den finsteren Tunnel zur Station zu gehen (wobei man nicht weiß, wie lange man gehen muss, denn dass es "nur" 75m sind, weißt du, aber sicher nicht jeder, der sich in einer solchen Situation befindet), ist für eine Mutter alles andere als harmlos. Über "dramatisch" kann man streiten - da war wohl auch Sensationsjournalismus am Werk - aber eine Ausnahmesituation bleibt es allemal.

Zitat
Das einzige, was dramatisch ist, ist daß die Wiener Linien nicht in der Lage sind in den Waggons nach ansprechend kurzer Zeit eine klare Durchsage zu machen und 20 Minuten an der Schrottkiste herumdoktern, bevor sie die Leute rausholen.
Da gebe ich dir recht.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")