Autor Thema: Stadtbahnideen  (Gelesen 23436 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

hema

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 15090
Re: Stadtbahnideen
« Antwort #90 am: 09. April 2014, 15:54:26 »
Wien wächst. Demnächst werden wir die 2 Millionen knacken, in 10 oder 15 Jahren die drei! Wie es dann finanziell ausschauen wird, kann man nur mit großer Sorge betrachten.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

coolharry

  • Obermeister
  • *
  • Beiträge: 4971
  • romani ite domum!
Re: Stadtbahnideen
« Antwort #91 am: 09. April 2014, 16:00:37 »
250 'geförderte Mietwohnungen' - Insgesamt werden es rund 680 neue Wohnungen in der Gerasdorferstraße. 100 Wohnungen entstehen gerade am alten Gelände der Hauptpost (Katsushikastraße), ca. 200 Wohnungen wurden gerade beim Trillerpark fertiggestellt, die Roigkgründe werden demnächst verbaut, in der Ödenburgerstraße wird ein Bau neben den anderen aufgestellt, in Stammersdorf wartet man drauf das die Ziesel endlich umsiedln und dazwischen entstehen zig Wohnhäuser mit 10-30 Wohnungen.

Also ganz idyllisch ist es da draußen nicht  ;)

Das es Idyllisch hab ich auch nicht behauptet. Ich hab auch nicht behauptet, dass es nicht gut wäre jetzt die ÖV Korridore zu verbessern, aber ich wollte damit andeuten, dass diese Tröpfchen Bauweise halt nicht anziehend genug für die Politik ist. Da wird halt gemeint das sind eh nicht so viele weils halt nicht 1000 Wohnung auf einmal sind. Ich sehe es ja eh jeden morgen beim 30er und 31er. Zwischen 7 und 8 schaut der von außen aus wie eine Sardinendose. Ich schwimm da Gott sei Dank gegen den Strom.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

Anid

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 440
Re: Stadtbahnideen
« Antwort #92 am: 09. April 2014, 16:28:18 »
Wien wächst. Demnächst werden wir die 2 Millionen knacken, in 10 oder 15 Jahren die drei! Wie es dann finanziell ausschauen wird, kann man nur mit großer Sorge betrachten.

Die neuen Einwohner werden auch für mehr Steueraufkommen sorgen. Eigentlich gehört jetzt ein Plan aufgestellt wie Wien mit 2,5 Mio. Einwohner im Jahr 2035 funktionieren wird, und das bedeutet dass man die U-Bahn und vor allem die S-Bahn und Straßenbahn viel massiver wird ausbauen müssen als bisher, soll diese Stadt nicht in einem Verkehrskollaps ersticken. Mit den lächerlichen 2 Mrd. Euro an Investitionen (davon bisher fast alles in die U-Bahn) in neue öffentliche Verkehrsinfrastruktur über 15 Jahren wird es garantiert nicht getan sein. Vor allem im 21. und 22. Bezirk wird es in Zukunft noch höheren Bedarf an leistungsfähigen Verbindungen geben, spricht zwei oder drei Straßenbahnlinien in dem Bereich werden von der Anzahl her das mindeste sein was da noch zu errichten ist.

Das Pimperllinienkreuz (erste Stufe) und das angekündigte Straßenbahnpaket sind eigentlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, in einer anderen Stadt würde man die gesamte Strecke Hernals/Wienerberg bis 2025 errichten und dazu noch einen Haufen Light-Rail-Linien. Gerade bei einem Modalsplit wie in Wien ist es eine Frechheit wie wenig und wie langsam man in den öffentlichen Verkehr investiert. Unglaublich eigentlich dass man bei uns wegen lächerlicher 100 Mio. Euro mehr zb. bei der Linie 13 so einen unglaublichen Aufstand macht...

Das wäre doch ein Thema für die nächste Volksbefragung: "Sind sie dafür dass in Wien die Umsatzsteuer von 20% auf 21% bzw. 10% auf 10.5% angehoben wird um den Ausbau des schienengebundenen öffentlichen Verkehrs zu finanzieren?". Sogar in einer autofanatischen Stadt wie Los Angeles wurde das durch die Einwohner ermöglicht.

Für die U6 halte ich es für die simpelste und beste Lösung einfach jeden zweiten Zug wie in Frankfurt über die Brünner Straße weiter zu schicken, mit einfachen erhöhten und überdachten Bahnsteigen (von mir aus im vereinfachten AGU-Design) die vom Straßenniveau aus zugänglich sind. Von mir aus stellt man Zäune links und rechts der Trasse auf. Es kann mir keiner sagen dass es den armen Autofahrern nicht zumutbar ist alle vier Minuten in der Spitze an einer Kreuzung 30 Sekunden warten zu müssen. An den ärgsten Kreuzungen baut man dann halt eine Unterführung. Wäre immer noch 100x billiger als eine irrwitzige aufgestelzte Strecke neben der Brünner Straße.

Daniel

Z-TW

  • RBL-Disponent
  • ***
  • Beiträge: 1543
Re: Stadtbahnideen
« Antwort #93 am: 09. April 2014, 16:41:32 »
Ich sehe es ja eh jeden morgen beim 30er und 31er. Zwischen 7 und 8 schaut der von außen aus wie eine Sardinendose.

Weitblickend gab es Anfang der 60er Überlegungen zur Verlängerung der S-Bahn von Jedlersdorf nach Stammersdorf unter Einbeziehung der Lokalbahn.

4463

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 5738
Re: Stadtbahnideen
« Antwort #94 am: 09. April 2014, 17:16:47 »
Das wäre doch ein Thema für die nächste Volksbefragung: "Sind sie dafür dass in Wien die Umsatzsteuer von 20% auf 21% bzw. 10% auf 10.5% angehoben wird um den Ausbau des schienengebundenen öffentlichen Verkehrs zu finanzieren?". Sogar in einer autofanatischen Stadt wie Los Angeles wurde das durch die Einwohner ermöglicht.
Nein, das gehört anders angegangen: Die Kosten fürs Auto müssen steigen (km-abhängige Autobahnmaut, alternativ MÖSt-Erhöhung, Pendlerpauschale für Autofahrten nur mehr bis zum nächstgelegenen Öffi-Anschluss, Citymaut) und die Einnahmen direkt in den Öffi-Ausbau (landesweit) fließen.
"das korrupteste Nest auf dem weiten Erdenrund"
Mark Twain über die Wienerstadt.

60er

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 7329
Re: Stadtbahnideen
« Antwort #95 am: 09. April 2014, 17:27:49 »
Nein, das gehört anders angegangen: Die Kosten fürs Auto müssen steigen (km-abhängige Autobahnmaut, alternativ MÖSt-Erhöhung, Pendlerpauschale für Autofahrten nur mehr bis zum nächstgelegenen Öffi-Anschluss, Citymaut) und die Einnahmen direkt in den Öffi-Ausbau (landesweit) fließen.
Ich glaube, selbst bei manchen Grünwählern würde diese Volksbefragung nicht durchkommen.

13er

  • Verkehrsstadtrat
  • **
  • Beiträge: 27808
Re: Stadtbahnideen
« Antwort #96 am: 09. April 2014, 17:37:00 »
Die neuen Einwohner werden auch für mehr Steueraufkommen sorgen.
Genau darum wächst Wien ja so. Es müsste das nicht tun, aber die Wiener Politiker sind (wie auch alle anderen) daran interessiert, ein möglichst großes Stück vom Finanzausgleichskuchen zu bekommen - und dafür braucht man schnell mehr Einwohner, koste es, was es wolle. Mit noch mehr Eigenkapital kann man noch mehr Schulden machen und alle sind glücklich :)
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

moszkva tér

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 7985
Re: Stadtbahnideen
« Antwort #97 am: 09. April 2014, 18:08:16 »
Die neuen Einwohner werden auch für mehr Steueraufkommen sorgen.
Genau darum wächst Wien ja so. Es müsste das nicht tun, aber die Wiener Politiker sind (wie auch alle anderen) daran interessiert, ein möglichst großes Stück vom Finanzausgleichskuchen zu bekommen - und dafür braucht man schnell mehr Einwohner, koste es, was es wolle. Mit noch mehr Eigenkapital kann man noch mehr Schulden machen und alle sind glücklich :)
Naja, die Zuwanderung in die Großstädte ist ein europaweites Phänomen. Was hätte Wien für eine Wahl? Die Grenzen zumachen und stattdessen die Menschen in die Suburbia siedeln lassen? Das wird die Verkehrsprobleme nur noch schlimmer machen!

13er

  • Verkehrsstadtrat
  • **
  • Beiträge: 27808
Re: Stadtbahnideen
« Antwort #98 am: 09. April 2014, 18:18:59 »
Naja, die Zuwanderung in die Großstädte ist ein europaweites Phänomen. Was hätte Wien für eine Wahl? Die Grenzen zumachen und stattdessen die Menschen in die Suburbia siedeln lassen? Das wird die Verkehrsprobleme nur noch schlimmer machen!
Das geht schon deshalb nicht, weil hinter der Grenze das böse schwarze Monster lauert 8)
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

Linie 41

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 11500
    • In vollen Zügen
Re: Stadtbahnideen
« Antwort #99 am: 09. April 2014, 19:08:32 »
Das wäre doch ein Thema für die nächste Volksbefragung: "Sind sie dafür dass in Wien die Umsatzsteuer von 20% auf 21% bzw. 10% auf 10.5% angehoben wird um den Ausbau des schienengebundenen öffentlichen Verkehrs zu finanzieren?".
Ich und die meisten anderen Bürger dieses Landes sind nicht mehr bereit eine Abgabenquote von weit mehr als 50% zu finanzieren (die außerdem zu den höchsten in Europa gehört). Diese Abgaben gehen mitnichten in den Ausbau von Infrastruktur sondern fast ausschließlich in die Abdeckung von Altlasten. Der richtige Weg sind massive Einsparungen auf der Ausgabenseite und eine Steuerreform, die Einkommen aus Arbeit merklich entlastet. Im übrigen ist gerade die Anhebung der Umsatzsteuer jene Variante, welche den Mittelstand und die unteren Einkommen am meisten belastet.

Und ganz nebenbei bemerkt: Die Steuerhoheit ist glücklicherweise beim Bund und nicht bei den Ländern. Hätten die Wiener Sozen was zu sagen würden wir heute schon 80% unseres Einkommens an das Land abgeben dürfen.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

haidi

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 11122
Re: Stadtbahnideen
« Antwort #100 am: 09. April 2014, 19:16:55 »
Und ganz nebenbei bemerkt: Die Steuerhoheit ist glücklicherweise beim Bund und nicht bei den Ländern. Hätten die Wiener Sozen was zu sagen würden wir heute schon 80% unseres Einkommens an das Land abgeben dürfen.
Vor Kurzem war aber von möglicherweise kommender Steuerhoheit der Bundesländer in ihrem Bereich zu lesen.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging