Autor Thema: 1945 - Kriegsschäden in Wien  (Gelesen 26683 mal)

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W_E_St

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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #30 am: 24. März 2015, 00:43:03 »
Das ist auch eines der Fotos aus der riesigen Serie russischer Militärdokumentation, die wir vor einigen Jahren ausgiebig bearbeitet haben um die Fotostandorte zu finden!

Jo eh, wenn ich mich recht erinnere, zeigt das Foto mit den Sherman-Panzern die Kreuzung Favoritenstraße/Landgutgasse.
Genau!
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

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moszkva tér

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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #31 am: 24. März 2015, 07:54:16 »
Die Sherman-Panzer wurden den Russen von den Amerikanern geliefert.
Die Shermans waren allerdings ein ziemlich es Glumpert. Gscheiter wäre gewesen, die Sowjets hätten den Amis T34 geliefert.

HLS

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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #32 am: 24. März 2015, 12:15:19 »
Die Sherman-Panzer wurden den Russen von den Amerikanern geliefert.
Die Shermans waren allerdings ein ziemlich es Glumpert. Gscheiter wäre gewesen, die Sowjets hätten den Amis T34 geliefert.
Tja, was Militärtechnik anbetrifft, hatten/haben die Russen mehr am Kasten.
So z.B. die Mig29, die mit modernster Technik dem Eurofighter locker den Rang ablaufen kann und das obwohl sie schon vergleichsweise alt ist.
Ich habe einen guten Freund, der bis vor ein paar Jahren Kampfjetpilot war und bis zur Lieferung des Eurofighters mit der Mig geflogen ist und er meinte: "am liebsten zurück zum Hersteller mit dem schön Wetterflugzeug".
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hema

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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #33 am: 07. April 2015, 16:02:55 »
Der Bahnhof Koppreiter in Meidling.


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(Fotos aus dem Bildarchiv der ÖNB)
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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #34 am: 07. April 2015, 17:33:18 »
Toll, aber besonders traurige Bilder, aus einer dunklen Zeit.
Wer die Doku über den Stephansdom dieser Tage sah, versteht was ich meine, der brannte ja koplett ab,
aber das gehört hier nicht her, sorry!

moszkva tér

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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #35 am: 07. April 2015, 17:46:04 »
Wer die Doku über den Stephansdom dieser Tage sah, versteht was ich meine, der brannte ja koplett ab,
aber das gehört hier nicht her, sorry!

Wieso nicht? War ja auch ein Kriegsschaden.

Übrigens, angeblich ist der Stephansdom nicht durch Kampfhandlungen abgebrannt, sondern wurde von Plünderern in Brand gesteckt, als Ablenkung. Keine Ahnung, ob das wirklich stimmt, aber unmöglich war damals sicher nichts.

95B

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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #36 am: 07. April 2015, 18:00:47 »
Übrigens, angeblich ist der Stephansdom nicht durch Kampfhandlungen abgebrannt, sondern wurde von Plünderern in Brand gesteckt, als Ablenkung. Keine Ahnung, ob das wirklich stimmt, aber unmöglich war damals sicher nichts.

Der Stephansdom selbst wurde nicht in Brand gesteckt, wohl aber umliegende Häuser. Und von denen konnten die Flammen auf den Dom übergreifen.
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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #37 am: 07. April 2015, 19:59:22 »
Der letzte Stand der Forschung dürfte sein, dass sowjetische Granaten Löcher in das Dach des Doms schlugen, durch die der Funkenflug brennender Nachbarhäuser den Dom in Brand setzen konnte. Ganz klären wird man das aber wohl nie können.
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Ferry

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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #38 am: 08. April 2015, 11:18:50 »
Toll, aber besonders traurige Bilder, aus einer dunklen Zeit.
Wer die Doku über den Stephansdom dieser Tage sah, versteht was ich meine, der brannte ja koplett ab,
Komplett nicht, die Seitenwände überstanden den Brand. Primär war die gesamte Dachkonstruktion betroffen, durch Hitze- und Raucheinwirkung wurden aber natürlich auch andere Teile nachhaltig geschädigt.
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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #39 am: 08. April 2015, 11:50:20 »
Komplett nicht, die Seitenwände überstanden den Brand.

Naja, Steine brennen auch schwer. ;)
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Ferry

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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #40 am: 08. April 2015, 11:56:12 »
Komplett nicht, die Seitenwände überstanden den Brand.

Naja, Steine brennen auch schwer. ;)

Natürlich, über das Mauerwerk kann von den Trümmern des einstürzenden Daches ebenfalls beschädigt werden. Ist ja teilweise auch passiert.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #41 am: 09. April 2015, 11:18:16 »
Kein Kriegsschaden im engeren Sinn: In Ermangelung genügend großer Rohstoffmengen wurde das Ausgangsmaterial für den Karton der Spielkarten (die ja als Mittel zum Zeitvertreib für die Soldaten durchaus kriegswichtig waren) mit Holz gestreckt.

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nord22

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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #42 am: 13. Februar 2017, 10:27:52 »
Zwei Internetfundstücke zum Thema Wien 1945:
* Am Hof - eine rare Farbaufnahme (Bildautor nicht bekannt)
* Stephansdom - eine bedrückende Aussicht auf den Südturm (Foto: E. Hochher)

nord22

haidi

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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #43 am: 13. Februar 2017, 10:35:00 »
Die Feuerwehr hat es schwer erwischt, allerdings waren die Fahrzeuge - so viel ich weiß - zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Wien. War eine kluge Entscheidung. Löschen hätten sie während der Kampfhandlungen um Wien eh nicht gekonnt, so blieben die Fahrzeuge erhalten.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Nussdorf

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Re: 1945 - Kriegsschäden in Wien
« Antwort #44 am: 13. Februar 2017, 19:59:35 »
Komplett nicht, die Seitenwände überstanden den Brand.

Naja, Steine brennen auch schwer. ;)

Der Post ist zwar schon eine Weile her, aber weil ich kürzlich eine Führung durch das Dach des Stephansdoms gemacht habe:
Quelle des Brandes war das im Zuge von Plünderungen nach Kriegsende in Brand gesetzte, ursprüngliche Haas-Haus. Und Steine brennen natürlich nicht; die Gefahr ging von den tragenden Säulen aus, die nicht "voll" sind, sondern innen hohl bzw. mit Material aufgefüllt. Dieses Material erhitzte sich durch den Brand und drohte, die Säulen von innen zu sprengen. Wenn nur eine gefallen wäre, wäre der Dom verloren gewesen. So ging es sich um das berühmte "Haar" aus.