Grundsätzlich geht es darum, ob mit dem Bau des Lainzer Tunnels/Wildschweintunnels das Ticket HL-Strecke Verbindungsbahn verbraucht worden ist und die Verbindungsbahn neu wie geplant eben keine HL-Strecke mehr sein kann/muss.
Wenn die Gerichtsbarkeit (schreibe das bewusst, denn ich denke, da ist beim Bundesverwaltungsgericht noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht) entscheidet, dass die Verbindungsbahn eben nur eine S-Bahnstrecke ist, schauen die Zuständigkeiten anders aus, was letztlich bis zu einem Neustart der verhandlungen/Planungen gehen kann. Die Tatsache, dass der geplante Umbau der Verbindungsbahn keinen HL-Streckenbedingungen entsprechen muss, eröffnet neue Möglichkeiten. So können die Neigungen höher sein, was eine Tieflage bei der Hietzinger Hauptstraße ermöglichen könnte. Und die Thematik der zur Schließung vorgesehenen Bahnübergänge Veitinger- und Jagdschlossgasse samt einer unzumutbaren Querungsmöglichkeit für Fußgänger kann ebenfalls aufgerollt werden - abgesehen mal von der bislang gezeigten Verweigerung der Stadtregierungen (rot/grün bzw. pink), eine (gerade) Unterführung mit ca. 2,1m Duchfahrtshöhe für Fußgänger und Zweiradverkehr zu ermöglichen.
Die Behauptung, dass ein 15 Minuten Taktverkehr auf der S-Bahn auf den jetzigen Bestand nicht möglich sei, empfinde ich als Schutzbehauptung, denn neben dem derzeitigen 30 Minutentakt senken sich dazwischen die Schranken mehrfach für andere Züge ... da kommt es auf zwei Zugpaare pro Stunde mehr auch nicht mehr an.
Unter den neuen Gesichtspunkt Nicht-mehr-HL könnten die geplanten Investitionsmittel von 240 Mio gezielter für den Nahverkehr (S-Bahn-Ring um Wien z.B., damit Zweigleisigkeit des Bogens Hietzing/St. Veit - Penzing und ohne Umstieg in Hütteldorf) eingesetzt werden.
Es haben sich die ÖBB ein gerüttelt Maß des Widerstandes selbst zuzuschreiben, denn die Pampigkeit der Gespräche ("Wir dürfen alles") war deutlich spürbar (war ja selbst bei einigen Gesprächen dabei), dazu noch die Uneinsichtigkeit von Vassilakou & Co.