Autor Thema: Mitdenken beim Wageneinsatz?  (Gelesen 856739 mal)

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95B

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #720 am: 01. Juli 2013, 11:43:32 »
Zitat von: Klingelfee link=topic=654.msg94913#msg94913
Und für den Fahrer sind auch 6 min interessant. Denn ich weiß nicht, was du machst, aber ich glaube auch du bist nicht glücklich, wenn dir dein Chef kurz vor Feierabend sagt, jetzt bleiben sie noch ein paar Minuten Länger, weil ich sie noch brauche.

Dann ist das eben so. Der Angestellte ist gegenüber seinem Chef weisungsgebunden, Überstunden können angeordnet werden, wenn es erforderlich ist. Aber ist es wirklich erforderlich, am SONNTAG einen E2 auf den 58er zu schicken? Damit sollten die Überlegungen beginnen!
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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ULF

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #721 am: 01. Juli 2013, 11:54:08 »
Und für den Fahrer sind auch 6 min interessant. Denn ich weiß nicht, was du machst, aber ich glaube auch du bist nicht glücklich, wenn dir dein Chef kurz vor Feierabend sagt, jetzt bleiben sie noch ein paar Minuten Länger, weil ich sie noch brauche.
Du, das ist in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes nicht mal annähernd anders... Was würdest du sagen, wenn du gegen halb 7 144 rufst und dort erklärt man dir, dass man dir in der nächsten halben Stunde sicherlich keinen Transport/keine Hilfe zulassen kommen kann, weil gerade eben alle Fahrzeuge einrücken und Dienstwechsel ist? Hier ist es gang und gäbe - und ich spreche aus eigener Erfahrung - dass man gut und gerne mal eine halbe Stunde - in seltenen Fällen sogar mehr als das - dran hängt. Sechs Minuten sind da nichts...

Aber ganz ehrlich, dass sind alles keine Argumente, die einen ordentlichen Wagenauslauf verhindern würden - das muss dir doch klar sein..?

... aber derzeit ist nur wichtig, das die Kurse besetzt sind, mit welchen Zügen ist derzeit egal.
Alleinig diese Mentalität ist furchtbar, aber symptomatisch für diesen Betrieb. Zeigt aber, wo der wahre Hund begraben ist...

Klingelfee

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #722 am: 01. Juli 2013, 11:59:34 »
Zitat von: Klingelfee link=topic=654.msg94913#msg94913
Und für den Fahrer sind auch 6 min interessant. Denn ich weiß nicht, was du machst, aber ich glaube auch du bist nicht glücklich, wenn dir dein Chef kurz vor Feierabend sagt, jetzt bleiben sie noch ein paar Minuten Länger, weil ich sie noch brauche.

Dann ist das eben so. Der Angestellte ist gegenüber seinem Chef weisungsgebunden, Überstunden können angeordnet werden, wenn es erforderlich ist. Aber ist es wirklich erforderlich, am SONNTAG einen E2 auf den 58er zu schicken? Damit sollten die Überlegungen beginnen!

Das war bitte nicht das Thema, auf das ich geantwortet habe. Ich habe nur Stellung dazu genommen, das es oft nicht so einfach ist einen Hochflurer nach gegen einen Tourenzug auszutauschen. Das es am Sonntag kaum einen wirklichen Grund gibt, wieso ein Hochflurer eingesetzt wurde finde ich auch nicht richtig, Aber wieso der Hochflurer auf der Piste war ist für die Überlegung, wei ich ihn wieder gegen einen Niederflur austausche unerheblich. Den auf der Linie 52/58 wäre es ja auch ein leichtes den Zug bei der Durchfahrt und Personalwechsel in Rudolfsheim zu tauschen.
Aber nocheinmal. Solange es keine Vorgaben diesbezüglich gibt, wird das sicherlich nicht durchgeführt.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #723 am: 01. Juli 2013, 12:03:43 »
Solange es keine Vorgaben diesbezüglich gibt, wird das sicherlich nicht durchgeführt.
Eine weitere Symptomatik, die dieser Betrieb an den Tag legt und sofort unterbunden gehört. Ein Dienstleistungsbetrieb und seine Mitarbeiter haben von sich aus für einen kundenfreundlichen Betrieb zu sorgen (sonst sind sie sowieso fehl am Platze). "Aba dafür gibt's kan Dienstauftrog...!" So ein Schwachsinn! :fp:

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #724 am: 01. Juli 2013, 12:07:13 »
Solange es keine Vorgaben diesbezüglich gibt, wird das sicherlich nicht durchgeführt.
Eine weitere Symptomatik, die dieser Betrieb an den Tag legt und sofort unterbunden gehört. Ein Dienstleistungsbetrieb und seine Mitarbeiter haben von sich aus für einen kundenfreundlichen Betrieb zu sorgen (sonst sind sie sowieso fehl am Platze). "Aba dafür gibt's kan Dienstauftrog...!" So ein Schwachsinn! :fp:

Dienstleistungsunternehmen hin oder her. Es ist nicht, das es dafür keinen Dienstauftrag gibt, sondern es geht darum, dass immer mehr gefordert wird, ohne das es für diese Mehrleistungen mehr Leute oder mehr Geld gibt.
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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #725 am: 01. Juli 2013, 12:13:15 »
Es ist nicht, das es dafür keinen Dienstauftrag gibt, sondern es geht darum, dass immer mehr gefordert wird, ohne das es für diese Mehrleistungen mehr Leute oder mehr Geld gibt.
Dann sollte sich die Managementebene mal auf ihre Beine stellen und das erste Mal in ihrer Geschichte aktiv gegenüber der Politik werden und nicht Marionette spielen. Medien und Pressekonferenzen sind beispielsweise schon geboren, man muss sich nur was trauen und sie richtig nutzen.

Und außerdem, was wir hier fordern kostet nicht wirklich große Summen - wenn man will vermutlich gar nichts. Die Fahrzeuge sind da und die Fahrer sind da. Eine anständige Fahrzeug-Disposition und ein gescheiter Fahrzeug-Auslauf-/Fahrplan gehört her. Natürlich kann sich die zuständige Stelle die Hände abwischen und sagen, "mir hot's jo kana aundast gsogt" - aber dann gehört ihr die imaginäre Kaffeetasse über den Kopf geschüttet..

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #726 am: 01. Juli 2013, 13:31:22 »
Klingelfee, du weißt ja gar nicht, in welchen paradiesischen Umständen du und deine Co-Mitarbeiter leben. Und du weißt es deswegen auch nicht zu würdigen. Wegen 6 Überminuten(!!!) so lamentieren und herumweinen, rofl. Wenn du das einem Privatangestellten erzählst, geht er dir an die Gurgel! 

Diese Mentalität "des tamma ned, des hod uns kana o'gschofft" finde ich dermaßen zum Kotzen, dass ich es nicht in (druckreife) Worte fassen kann. Das könnt euch wirklich nur mehr ihr als geschützte Werkstätte erlauben. Ich sag dir eines: Bei den WL gehört wirklich einmal ordentlich aufgeräumt, und zwar mit einem Besen mit besonders harten Stahlborsten. Wer so ein extremer Minderleister wie die, die du beschreibst, ist, kann sich dann aussuchen, ob er konstruktiv arbeitet oder geht. Mit der Hälfte an Personal, die übrig bleibt, wirst du dann effizienter arbeiten, weil die andere Hälfte, nämlich die Verhinderer und Owezahra, wegfallen.

Wird aber leider nie passieren, da ihr nicht wie ein privates Unternehmen wirtschaften müsst und deswegen jedwedes Verhalten nicht nur toleriert, sondern noch gewerkschaftlich gefördert wird.

Mit uns kommst du sicher... zu spät.

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #727 am: 01. Juli 2013, 13:32:37 »
Das war bitte nicht das Thema, auf das ich geantwortet habe. Ich habe nur Stellung dazu genommen, das es oft nicht so einfach ist einen Hochflurer nach gegen einen Tourenzug auszutauschen.

In diesem Fall wäre es jedoch sehr einfach gewesen und ist dennoch unterblieben. Und nein, es können nicht alle vorhandenen ULFe untauglich gewesen sein.

Dass es manchmal nur mit erhöhtem Aufwand möglich wäre und für diesen Aufwand derzeit keine Ressourcen verfügbar sind, steht außer Zweifel. Aber man muss dieses Nicht-in-der-Lage-Sein nicht auch auf jene Fälle ausdehnen, wo man sehr wohl dazu fähig wäre.
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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #728 am: 01. Juli 2013, 14:06:45 »
Dienstleistungsunternehmen hin oder her. Es ist nicht, das es dafür keinen Dienstauftrag gibt, sondern es geht darum, dass immer mehr gefordert wird, ohne das es für diese Mehrleistungen mehr Leute oder mehr Geld gibt.
Oida... wenn ich mit so einer Einstellung arbeiten würde... :fp:
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #729 am: 01. Juli 2013, 14:20:27 »
Also diese Beschwerde über 6 "Überminuten" ist echt besonders lächerlich. Wenn man bedenkt, dass ein Gang aufs Klo oder ein Tschik in der Arbeit auch schnell mal 5 Minuten kosten, dann wüsste ich gerne, wie man so genau feststellen kann, wie "viel" jemand an einem Tag gearbeitet hat. Aber darum geht es so Leuten, die sich darüber aufregen ohnehin nicht, denen gehts darum, nur ja keinen Strich zuviel zu machen. Dienst nach Vorschrift. Gut, liegt in dem Fall vielleicht am Arbeitsklima, bei dem Verein wundert mich das aber auch nicht mehr.
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coolharry

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #730 am: 01. Juli 2013, 14:46:23 »
Also diese Beschwerde über 6 "Überminuten" ist echt besonders lächerlich. Wenn man bedenkt, dass ein Gang aufs Klo oder ein Tschik in der Arbeit auch schnell mal 5 Minuten kosten, dann wüsste ich gerne, wie man so genau feststellen kann, wie "viel" jemand an einem Tag gearbeitet hat. Aber darum geht es so Leuten, die sich darüber aufregen ohnehin nicht, denen gehts darum, nur ja keinen Strich zuviel zu machen. Dienst nach Vorschrift. Gut, liegt in dem Fall vielleicht am Arbeitsklima, bei dem Verein wundert mich das aber auch nicht mehr.

In einem Betrieb der sich eher immer auf die kleinsten abputzt, streng nach einem veraltetem Gehaltsschema bezahlt und auch sonst nicht grad vor Mitarbeitermotivation strotzt, würde ich mich über 6min weniger Freizeit, vielleicht nicht aufregen aber bei Regelmäßigkeit schon ein bissl aufständisch werden.

Aber politisierte Großbetriebe sind alle so. Das muss kein Staats/Stadtbetrieb sein wie die WL. Selbst bei der ABB miterlebt. Da wird jede Minute aufgezeichnet und dann musst dich für jede Minute über den 38,5h Rechnung ablegen. Voll tolles Arbeitsklima auf Dauer.  ::)
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #731 am: 01. Juli 2013, 16:04:49 »
Ich weis nicht, ob ihr mich nicht verstehen wollt oder könnt.

Ich will vorrausschicken, das ich voll bei euch bin und auch nicht verstehe, das man auf einer Linie die Werktags reinen ULF-Betrieb hat am Sonntag einen Hochflurer einsetzt.

Einmal versuche ich es noch und bleibe nur bei den Fakten,

Es wurde ein Hochflurzug eingesetzt.

Fakt ist auch, das sowohl Werkstättenmitarbeiter, als auch Disponenten derzeit eine Begründung brauchen, um einen Zug zu tauschen und die Tatsache Zugtausch, damit die Linie rein Niederflur betrieben wird ist derzeit nicht vorgesehen und das dies geändert wird, Bedarf es einer Weisung von Oben, da diese ja dann Etzweit durchgeführt werden sollte und es nicht überall so einfach ist einen Zug zu tauschen, wie in Rudolfsheim.

Kommen wir jetzt zu den Tauschmöglichkeiten

Möglichkeit 1: In Rudolfsheim Richtung Westbahnhof -
Im Falle der Linie 58 die einfachste und schnellste Methode. Leider nur auf wenigen Linien umsetztbar.

Möglichkeit 2: Gegen einen Einzieher in Unter St. Veit auskreuzen. Und das ist eben nicht immer so einfach, wie ihr euch das vorstellt

Problem Nr. 1: Beide Einzieher mit der Planabfahrt 20:11, bzw 20:41 gehören nach Speising, während die Blaue nach Rudolfsheim gehört. Wenn ich die Blaue gegen einen Einzieher austausche und der Hochflurer wird am nächsten Tag in Rudolfsheim oder beide ULF in Speising benötigt, dann erfordert das eine zusätzliche Leerfahrt Speising - Rudolfsheim und zurück. Eine Richtung mit E2 Gegenrichtung mit ULF

Problem Nr. 2: Kann ich die Blaue nicht gegen den Einzieher , weil dieser Zug zum Beispiel auch ein Hochflurzug ist, um 20:11 austauschen, was ein verspätestes einziehen von 6 min zur Folge hätte (verschmerzbar), dann kann ich die Blaue nur gegen den Einzieher um 20:41 Uhr austauschen. Mit dem Erfolg, das der Einzieher von 20:41 bis 21:00 warten muss, damit er den Zug tauschen kann. Diese 20 min verspäteten Dienstschluß kann jedoch schon zur Folge haben, das der Fahrer am nächsten Tag seinen Dienst nicht antreten darf, weil er eine zu geringe Ruhepause hat. Und fangt jetzt bitte nicht damit an, dass man dann den Dienst anders einteilen soll. Es gibt umstände, wo man zwischen 2 Dienste auf fast die Mindestruhepaue runter gehen muss. Es kann ja auch sein, das der Mitarbeiter selber sich die Dienste so gerichtet hat. Bitte dies in diesem Tread nicht weiter zu kommentieren. weiters kann es sein, das der Fahrer bedingt durch die 20 min später einziehen über die max. Fahrzeit kommt. (Ist im gegenständlichen Fall keine Gefahr)

Und all das, was ich jetzt angeführt habe, ist nicht, wir wollen nicht, sondern Probleme, die Auftreten können, wenn das umgesetzt wird. Was aber nicht heißen soll, das dies unlösbare Probleme sind.

Ich stelle mich auch gerne weiterhin zu diesem Thema, wenn sachliche Argumente von euch kommen. Ansonsten war dies mein letzter Kommentar zu dieser Sache.
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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #732 am: 01. Juli 2013, 16:33:02 »
Die Heuptprobleme sind hier wohl die folgenden:
1. Ausbeutung der Arbeitskräfte bis aufs letzte, dadurch vergiftete Atmosphäre. Dann schaukelt sich das verständlicherweise schnell auf und es wird nur mehr Dienst nach Vorschrift gemacht.
2. Die Arbeitszeitgesetze lassen keinerlei Spielraum zu, was einerseits gut ist, um Missbrauch zu vermeiden, andererseits aber werden sie von den Unternehmen bis auf die letzte Minute ausgereizt und dann wundert man sich, wenn man plötzlich keine Reserve hat.
Dass die WL zusätzlich dann noch andere Böcke schießen, haben wir hier wohl ausreichend erörtert.
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haidi

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #733 am: 01. Juli 2013, 17:06:37 »
Zitat
Und für den Fahrer sind auch 6 min interessant. Denn ich weiß nicht, was du machst, aber ich glaube auch du bist nicht glücklich, wenn dir dein Chef kurz vor Feierabend sagt, jetzt bleiben sie noch ein paar Minuten Länger, weil ich sie noch brauche.
Ogottogottogott! ::) :fp:

1. Bekommt er es bezahlt
2. gibt es genug Berufe, wo man nicht mit der Stechuhr nach Hause gehen kann. Ich selbst bin auch öfters vom Dienst um Mitternacht oder am nächsten Tag nach Hause gekommen (kein SChichtdienst) - gut, wenn es länger gedauert hat, hab ich halt im Bürosessel zwei, drei Stunden gemützelt.

Hannes
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #734 am: 01. Juli 2013, 18:03:25 »
Klingelfee, du weißt ja gar nicht, in welchen paradiesischen Umständen du und deine Co-Mitarbeiter leben. Und du weißt es deswegen auch nicht zu würdigen. Wegen 6 Überminuten(!!!) so lamentieren und herumweinen, rofl. Wenn du das einem Privatangestellten erzählst, geht er dir an die Gurgel! 

Diese Mentalität "des tamma ned, des hod uns kana o'gschofft" finde ich dermaßen zum Kotzen, dass ich es nicht in (druckreife) Worte fassen kann. Das könnt euch wirklich nur mehr ihr als geschützte Werkstätte erlauben. Ich sag dir eines: Bei den WL gehört wirklich einmal ordentlich aufgeräumt, und zwar mit einem Besen mit besonders harten Stahlborsten. Wer so ein extremer Minderleister wie die, die du beschreibst, ist, kann sich dann aussuchen, ob er konstruktiv arbeitet oder geht. Mit der Hälfte an Personal, die übrig bleibt, wirst du dann effizienter arbeiten, weil die andere Hälfte, nämlich die Verhinderer und Owezahra, wegfallen.

Wird aber leider nie passieren, da ihr nicht wie ein privates Unternehmen wirtschaften müsst und deswegen jedwedes Verhalten nicht nur toleriert, sondern noch gewerkschaftlich gefördert wird.

Eine derart menschenverachtende Meinung ist mir schon lange nicht untergekommen. Nur weil es manche in Privatbetrieben sich gefallen lassen und nicht sofort gegen (meist unbezahlte) Mehrleistungen protestieren muss es noch lange nicht im öffentlichen Dienst genauso sein.

Selbstverständlich hat JEDER Arbeitnehmer, aber im Speziellen ein Straßenbahnfahrer, einmal das Recht, seinen Tag zu planen und unnötige Mehrleistungen (wie etwa ein Zugtausch wegen unfähiger Disposition) sind absolut zu vermeiden. Es reicht schon, dass die Fahrer durch nicht vermeidbare Umstände (wie Staus, Unfälle etc)manchmal Mehrleistungen erbringen müssen. Da braucht man nicht noch zusätzliche Leistungen fordern.

Und wenn ich mir so den Kundendienst von öffentlich Bediensteten (wie etwa Straßenbahnfahrer) und jenen von privaten Betrieben ansehe, dann ist da keinerlei Unterschied. Nur wird halt beim Privatbetrieb dem Kunden ins Gesicht gelächelt und sonst nichts. Erreichen wird man eher was bei einem öffentlich Bediensteten, der vielleicht grantig ist, aber doch etwas unternimmt.

Noch eines zu deinem Posting: Mit deinem Fahrschein (egal jetzt welcher) hast du nur eine bestimmte Leistung gekauft. Die kannst du durchaus auch fordern. Aber den Fahrer oder sonstigen Bediensteten hast du damit nicht gekauft. Der macht nur seine Arbeit und ist auch froh, wenn ein anstrengender Arbeitstag problemlos zu Ende ist. Mit gehen derartige Forderungen von Leuten, die eigentlich absolut keine Ahnung von den Vorgängen haben und immer nur ein Ideal sich ausdenken kräftig auf den Geist.