Autor Thema: Mitdenken beim Wageneinsatz?  (Gelesen 863830 mal)

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Klingelfee

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #765 am: 03. Juli 2013, 05:59:42 »
Und dass ich es als Sauerei empfinde, dass es nicht gelungen ist, die alten Rostschüsseln binnen 10 Jahren durch Niederflurfahrzeuge zu ersetzen, habe ich schon mehrmals hier geschrieben. Die Lieferung von 1 neuen Fahrzeug pro Woche hätte leicht möglich sein sollen. Damit wären alle Fahrzeuge innerhalb von 7, 8 Jahren ausgetauscht gewesen.

MAchbar wäre es sicher gewesen, nur ist dei Frage, hätten das die SGP überhaupt geschafft. Klar man hätte die Fahrzeuge bei 2 Firmen oder auch noch besser 2 verschiedene Fahrzeuge bestellen können. Aberr dann ist wie so oft die Frage, von wo kommt das Geld. Oder wärst du bereit für die Jahreskater 1.000 Euro zu zahlen, nur das man die Fahrzeuge schnelle austauscht?
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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #766 am: 03. Juli 2013, 08:34:39 »
Mah, du verteidigst da wieder was.

Ausschreibekriterien - Vergabe - Korruptionsstaatsanwalt. (Hatzl - Simmering - Eder - Spö - SGP)

Den 1000er hat uns die Gitti damals schon versprochen, allerdings anders rum. Und mit den Jahreskarten wird ganz sicher keine einzige Beilagscheibe einer neuen Garnitur bezahlt.

Aber wenn man das Rad die Straßenbahn neu erfinden will, landet man halt in der Sackgasse. Klimatisierte Straßenbahnen, die keine Schienen töten, hats dazumals schon gegeben.

13er

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #767 am: 03. Juli 2013, 09:16:30 »
MAchbar wäre es sicher gewesen, nur ist dei Frage, hätten das die SGP überhaupt geschafft. Klar man hätte die Fahrzeuge bei 2 Firmen oder auch noch besser 2 verschiedene Fahrzeuge bestellen können.
Sicher nicht, die SGP ist eher unter- als überfordert mit den wenigen ULFen pro Jahr. Und wenn ich die nutzlosen U-Bahn-Verlängerungen allein mit dem städtischen Anteil zusammenrechne, hättest du in jedes Fahrzeug einen goldenen Boden legen können.
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Klingelfee

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #768 am: 03. Juli 2013, 09:25:12 »
Mah, du verteidigst da wieder was.

Ausschreibekriterien - Vergabe - Korruptionsstaatsanwalt. (Hatzl - Simmering - Eder - Spö - SGP)

Den 1000er hat uns die Gitti damals schon versprochen, allerdings anders rum. Und mit den Jahreskarten wird ganz sicher keine einzige Beilagscheibe einer neuen Garnitur bezahlt.

Aber wenn man das Rad die Straßenbahn neu erfinden will, landet man halt in der Sackgasse. Klimatisierte Straßenbahnen, die keine Schienen töten, hats dazumals schon gegeben.

Da verstehtst du mich falsch,

ich habe damit nur ausdrücken wollen, dass wenn man den Austausch der Garnituern schneller durchführen hätte wollen, dann hätte man in kürzerer Zeit mehr Geld benötig hätte und irgendwie schauen hätte müssen, wei man das Ganze finanziert. Ausserdem ist dann eben auch ncoh immer die Frage, kann die Fabrik die Fahzeuge dann in der geforderten Zeit liefern. Ich habe einmal etwas gelesen, das beim ULF ein Auslieferungstakt von 9 Werktagen möglich ist.
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13er

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #769 am: 03. Juli 2013, 09:28:30 »
Ich habe einmal etwas gelesen, das beim ULF ein Auslieferungstakt von 9 Werktagen möglich ist.
Das wären dann 40 Züge pro Jahr, also mehr als doppelt so viel wie jetzt. Wenn man ab 2000 rechnet, hätten wir heute schon einen vollständigen ULF-Betrieb. Wenn ich die Kosten ebenfalls über 13 Jahre verteile, komme ich auf 115 Mio. pro Jahr. Viel, aber in Relation zu sonstigen Ausgaben der Stadt dann doch wieder nicht.
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Linie 41

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #770 am: 03. Juli 2013, 09:34:56 »
Und wenn man die ULFe angeschafft hätte und dafür die U-Bahn-Verlängerungen nach Oberlaa und in die Seestadt zurückgestellt hätte, wäre auch keiner daran gestorben. Würde man sie gar nicht erst bauen, wär's noch viel besser.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

Klingelfee

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #771 am: 03. Juli 2013, 09:38:45 »
Ich habe einmal etwas gelesen, das beim ULF ein Auslieferungstakt von 9 Werktagen möglich ist.
Das wären dann 40 Züge pro Jahr, also mehr als doppelt so viel wie jetzt. Wenn man ab 2000 rechnet, hätten wir heute schon einen vollständigen ULF-Betrieb. Wenn ich die Kosten ebenfalls über 13 Jahre verteile, komme ich auf 115 Mio. pro Jahr. Viel, aber in Relation zu sonstigen Ausgaben der Stadt dann doch wieder nicht.

Wie kommst du bitte auf 40 Züge. Bitte bei Werktag darfst du den Samstag nicht mitrechnen - Fabriken arbeiten nur von Mo bis Fr und ebenso musst du kalkulieren, dass über den Sommer die Werke oft 2 wenn nicht sogar 3 Wochen geschlossen haben. Und das wir noch nicht mehr ULF haben, daran sind auch teilweise die Abnahmeverfahren schuld. Denn wie oft hatten wir schon, dass wir ein halbes Jahr oder auch länger keinen neuen ULF bekommen haben. Und wer an diese Stopp's jetzt wirklich Schuld war intressiert mich jetzt nicht. Denn ich sehe die Schuld daran sowohl bei den WL, aber auch bei der SGP und bei der Behörde, die ersten sich immer wieder extrem lange Zeit gelassen hat um einen Termin für die Abnahme zu finden und dann auch immer bereits beim ersten Mangel die Abnahme abgebrochen hat und nicht wie zum Beispiel beim Pickerltest das Fahrzeug komplett untersucht und dann sagt, was alles nicht passt. Bzw sich für die Abnhame so lange Zeit gelassen hat, dass dann auf einmal neue Vorschriften gegolten haben und die Abnahme deshalb geplatzt ist, weil das Fahrzeug noch nach den Alten zu Produktionsbeginn gültigen Bedingen gebaut wurde.
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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #772 am: 03. Juli 2013, 09:40:05 »
Mit dir zu diskutieren ist wie einen Pudding an die Wand zu nageln.
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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #773 am: 03. Juli 2013, 10:02:06 »
Unter Berücksichtigung von arbeitsfreien Tagen kommt man auf ca. 260 Werktage pro Jahr. Das ergibt dann immer noch 29 ULFe im Jahr, was ebenfalls einer signifikanten Steigerung entspricht. Und dass es wohl Sache des Fahrzeugherstellers ist, ein zulassungsfähiges Fahrzeug zu liefern, sagt einem der Hausverstand. Sollte das vertraglich anders festgelegt sein, haben sich die WL bedauerlicherweise über den Tisch ziehen lassen.
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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #774 am: 03. Juli 2013, 10:10:12 »
Ich sprach gestern mit einem Werkstattbedienstetem, der mir bestätigte, dass Siemens maximal drei Personen zur Produktion des Ulfes einsetzt, weil dieser nicht so wichtig ist und sie nur ihr unbedingtes Vertragsmuß erfüllen. Alle anderen arbeiten an wichtigeren Aufträgen, so zum Beispiel für China, Deutschland, Spanien,... etc.
Durch die geringe Stückzahl braucht es auch nicht mehr Kapazität, hingegen für China ein angebliches Fahrzeugvolumen von 1000Stück zu produziren sind.

Wenn man übrigens mit 29 Fahrzeugen/Jahr rechnet, hätte man in rund 17Jahren bereits 500 Ulfe, sprich wir hätten jetzt alles niederflurig.
"Grüß Gott"

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #775 am: 03. Juli 2013, 10:11:07 »
Und dass es wohl Sache des Fahrzeugherstellers ist, ein zulassungsfähiges Fahrzeug zu liefern, sagt einem der Hausverstand.
Und selbst wenn es so ist wie bei den letzten B1: Die Fahrzeuge wurden ja alle halbwegs regelmäßig geliefert und dann halt auf einen Schlag in Betrieb genommen. Das war keine echte Verzögerung im großen Rahmen, da die Fahrzeuge eben physisch fertig und bereit waren.
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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #776 am: 03. Juli 2013, 10:46:11 »
Mit dir zu diskutieren ist wie einen Pudding an die Wand zu nageln.
Er argumentiert eben mit den Informationen, die er im Betruieb bekommt. Uns glaubt er halt nicht wirklich was.  :'(


Und wenn doch, fragt er in Erdberg nach und hört, dass in "Wirklichkeit" alles ganz anders ist. Und bekanntlich haben dort leider  nicht die echten Fachleute das Sagen (obwohl prinzipiell zahlreich vorhanden)!  :-[
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Klingelfee

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #777 am: 03. Juli 2013, 11:47:40 »
Mit dir zu diskutieren ist wie einen Pudding an die Wand zu nageln.
Er argumentiert eben mit den Informationen, die er im Betruieb bekommt. Uns glaubt er halt nicht wirklich was.  :'(


Und wenn doch, fragt er in Erdberg nach und hört, dass in "Wirklichkeit" alles ganz anders ist. Und bekanntlich haben dort leider  nicht die echten Fachleute das Sagen (obwohl prinzipiell zahlreich vorhanden)!  :-[

Klar argumentiere ich mit den Informatioen, die ich in Erdberg bekomme. Nur genau so wie ihr von meinen Quellen nicht viel halte, halte ich ich nicht wirklich viel von so manchen Aussagen wie zum Beispiel die von HLS, das nur 3 Mitarbeiter an der Produktion des ULF beschäftigt sind. Wäre dies der Fall, dann würden wir mMn 1 bis maximal 2 Züge im Jahr bekommen.

Und zu der Aussage, die Züge weiter zu produzieren und sie halb fertig zwischen zu Parken. Ich weis nicht, ob die Firma SGP den Platz hat die Wagen zwischen zu Parken und was soll das Bringen, wenn man dann womöglich wegen neuen Auflagen die bereits produzierten Teile wieder Zerlegen und eventuell sogar nicht nur umbauen sondern austauschen muss. Ich sehe da keinen Sinn dahinter.
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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #778 am: 03. Juli 2013, 11:56:57 »
Klar argumentiere ich mit den Informatioen, die ich in Erdberg bekomme. Nur genau so wie ihr von meinen Quellen nicht viel halte, halte ich ich nicht wirklich viel von so manchen Aussagen wie zum Beispiel die von HLS, das nur 3 Mitarbeiter an der Produktion des ULF beschäftigt sind. Wäre dies der Fall, dann würden wir mMn 1 bis maximal 2 Züge im Jahr bekommen.
Nur weil dein Betrieb mental vor der Dampfmaschine stehengeblieben ist, heißt das nicht, dass andere Betriebe heute nicht hochtechnisiert unterwegs sind. Ich kann mir das schon vorstellen, dass pro Fahrzeuge nicht viel mehr Leute dran arbeiten (wobei 3 vielleicht etwas wenig ist, aber höchstens 10). Die Teile kommen ja praktisch fertig aus China ( :D ) und werden dann noch zusammengeschraubt.
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Klingelfee

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #779 am: 03. Juli 2013, 12:17:00 »
Und ein NAchtrag zu den Fahrzeugzahlen

Ich habe jetzt in der WIKI nachgeschaut und wenn die Zahlen stimmen, dann wurden

JahrA/A1B/B1Anmerkung
19961B/B1Prototyp
19981 Beginn der Produk.
1999912
200016
200124
2002182
200313
2004214
200517
2006112Ende der Lief. B
200817
200922
201015vorläufiges Ende der A1
201119
201219
201314

Wenn ich mir die Zahlen so anschaue, dann stellt sich mir jetzt nur die Frage, wieso war im Jahr zwischen dem letzten A/B und dem ersten A1/B1 2006 so ein großes Loch, bzw was war der Grund 2010 so ein großes Loch zwischen dem letzten A1 und dem ersten B1. Ansonsten glaube ich ist die SGP ihrer Lieferpflicht nachgekommen. Aber vielleicht habt ihr diesbezüglich andere Quellen und könnt mich aufklären.
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