Autor Thema: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse  (Gelesen 10826 mal)

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haidi

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #30 am: 03. Dezember 2016, 15:39:36 »
Man braucht ja nur die Aussage von HLS zurückrufen - wenn ich das Maximum gefahren wäre, dann wäre ich höchstwahrscheinlich noch länger bei den Ampel gestanden
Sag mal Klingelfee, seit wann beherrscht du auch das sinnerfassende Lesen nicht mehr?
Ich schrieb WENN ich das Maximum gefahren wäre. Und nicht das ich das Maximum gefahren bin.
Und was habe ich zitiert. Genau das. Und ich als Fahrgast registrieren eher, wenn das Fahrzeug steht, als wenn es langsam fährt.
Als fachkundiger Fahrgast. Der normale Fahrgast sitzt in einem schleichenden Fahrzeug und ärgert sich, dass er den Anschluss verpasst. Der sieht nicht bzw. kann gar nicht sehen, warum der Fahrer so schleicht. Wenn der Fahrer den von dir kritisierten Fahrstil pflegt, dann ärgert sich der Fahrgast über die Ampeln und nicht über die Straßenbahn.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

hema

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #31 am: 03. Dezember 2016, 16:23:23 »
So blöd das ist, Fahrgäste empfinden den "rasanten" Fahrstil zwar als unangenehmer als den gleichmäßigen, aber haben das Gefühl rascher ans Ziel zu kommen als mit einem "Schleich-Fahrer". Hier zählt leider der subjektive Eindruck und nicht die Stoppuhr!
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

Wiener Schwelle

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #32 am: 03. Dezember 2016, 17:24:47 »
Zudem wird auch dem Fahrgast im "neuen" ULF durch verbaute Fahrerkabine die Sicht nach vorne genommen.

T1

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #33 am: 03. Dezember 2016, 18:03:37 »
So blöd das ist, Fahrgäste empfinden den "rasanten" Fahrstil zwar als unangenehmer als den gleichmäßigen, aber haben das Gefühl rascher ans Ziel zu kommen als mit einem "Schleich-Fahrer". Hier zählt leider der subjektive Eindruck und nicht die Stoppuhr!
Wobei, ich erlebte das einmal ganz umgekehrt: Ich war immer über die "schnelle" Straßenbahn in Nice erstaunt (natürlich typisch französisch: Halt nur an Haltestellen). Wie ich einmal die Durchschnittsgeschwindigkeit gesehen hab, war ich erstaunt – aufgrund der innerstädtischen Abschnitte war die nämlich nicht so hoch. Aber das durchgehende Fahren macht schon was aus. Wenn die Straßenbahn immer in Bewegung ist, egal wie langsam, fällt das einem weniger negativ auf, als wenn man wiedermal irgendwo ewig steht.

oldtimer

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #34 am: 03. Dezember 2016, 18:24:19 »
So blöd das ist, Fahrgäste empfinden den "rasanten" Fahrstil zwar als unangenehmer als den gleichmäßigen, aber haben das Gefühl rascher ans Ziel zu kommen als mit einem "Schleich-Fahrer". Hier zählt leider der subjektive Eindruck und nicht die Stoppuhr!
Wobei, ich erlebte das einmal ganz umgekehrt: Ich war immer über die "schnelle" Straßenbahn in Nice erstaunt (natürlich typisch französisch: Halt nur an Haltestellen). Wie ich einmal die Durchschnittsgeschwindigkeit gesehen hab, war ich erstaunt – aufgrund der innerstädtischen Abschnitte war die nämlich nicht so hoch. Aber das durchgehende Fahren macht schon was aus. Wenn die Straßenbahn immer in Bewegung ist, egal wie langsam, fällt das einem weniger negativ auf, als wenn man wiedermal irgendwo ewig steht.

Ob die wiener Fahrgäste im Bereich der 10er Beschränkung Nußdorferstraße oder beim langen 15er auf der Hernalser Hauptstraße auch derselben Meinung sind?
"Besetzt - bitte nicht mehr zusteigen, der Zug wird abgefertigt!"

T1

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #35 am: 03. Dezember 2016, 18:28:49 »
Natürlich nicht, ergänze in meinem Post noch das Wort "gleichmäßig". Das ständige Runterbremsen im Weichenbereich ist natürlich genauso nervig.

13er

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #36 am: 03. Dezember 2016, 18:42:34 »
Das ständige Runterbremsen im Weichenbereich ist natürlich genauso nervig.
Und das extreme Angasen und dann gleich wieder Runterbremsen, weil das Signal vorne sowieso auf Halt ist. Das ist nicht vorausschauend...
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

HLS

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #37 am: 04. Dezember 2016, 10:29:46 »

Und was habe ich zitiert. Genau das. Und ich als Fahrgast registrieren eher, wenn das Fahrzeug steht, als wenn es langsam fährt.
Du zitierst es aber völlig falsch!
Ich bin in Schleichfahrt unterwegs gewesen und mußte noch zusätzlich stehen.
Ich konnte gar nicht so langsam fahren oder versuche mal, auf relativ kurzen Ampelabständen bis zu 90sec zu verplämpern, da mußt du den Zug schieben.

Wenn man doch in Wien wenigstens hinbekommen würde, dass Bim/Bus nicht ünnötig zwischen zwei Haltestellen aufgehalten werden, würde das die Stabilität einer Linie schon sehr zu gute kommen.


Und das extreme Angasen und dann gleich wieder Runterbremsen, weil das Signal vorne sowieso auf Halt ist. Das ist nicht vorausschauend...
Das ist teilweise aber auch nachvollziehbar. Wenn du das Vorsignal siehst, es zeigt "Frei" und auch das Hauptsignal, wirst ja nicht extra langsam wegbeschleunigen. In vielen Fällen gehts sich aber wegen 1-2sec dann doch nicht aus und der Fahrer sollte* dann natürlich am Hauptsignal anhalten, somit muß er dann teilweise etwas "schärfer" runterbremsen. Der 49er ist da so ein gutes Beispiel, wenn er von der Huglgasse kommt und Richtung Ring in die Schweglerstraße einfahren will. Du siehst das "Frei" und kurz vorm erreichen vom Vorsignal, springts auf gesperrt. Der normale Fahrer bremst eben runter, bedingt durchs Gefälle, fällt diese aber hin und wiedermal etwas ruckartiger aus.

*Das es immer wieder Ausnahmen gibt, ist uns ja allen bewusst.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

Stellwerker

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #38 am: 04. Dezember 2016, 20:18:36 »
Und das einzige, was der Fahrer gestern machen hätte können, das es zur Braunschweiggasse langsamer gefahren wäre, so dass der Vorderzug eventuell schon die Station verlassen hätte, bis er in die Station hineingerutscht ist. Aber ein vorausschauendes Fahren machen die wenigsten Fahrer und Lenker heute. Man braucht ja nur die Aussage von HLS zurückrufen - wenn ich das Maximum gefahren wäre, dann wäre ich höchstwahrscheinlich noch länger bei den Ampel gestanden - Und bitte hier nicht wieder mit der Ampeldiskussion hier anfangen. Ich will nur darauf hinweisen das viele Fahrbedienstete nur mehr fahren, ohne darauf zu achten, ob man in XX Meter überhaupt noch ungehindert fahren kann, oder ob es besser wäre leicht zu bremsen und so dann ein stehen bleiben vermeidet. Denn jeder Stillstand dauert für einen Fahrgast länger, als wenn man sich langsam einer gesperrten Stelle nähert. Ich sage da nur Ruck und stoßlos fahren. Bei JEDEN Stillstand habe ich sowohl einen Stoß beim stehenbleiben, als auch einen Ruck beim anfahren.

Da der Fahrer aber innerhalb des erlaubten Geschwindigkeitsbereiches war, kann man ihm absolut keinen Vorfall machen. In der Formel 1 würde ich diesen Vorfall all normalen Rennunfall abtun.

Vorausschauendes Fahren auf einer LZB-Strecke ohne sichtbare Signale? Die Züge bekommen ihre Bremstreppe über die LZB. Wenn dann kann ich auf der U6 vorausschauend fahren wo ich das nächste Signal sehe. Interessant auf der Silbernen wird es dann wenn die sogenannte Nachfahrverhinderung mal aktiviert wird und auch so arbeitet wie sie soll. Dann bekommt ein Zug in der Station 1 erst dann Sollwert, sobald die Fahrt in die Station 2 ohne davor anzuhalten möglich ist.

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #39 am: 05. Dezember 2016, 05:42:46 »

Vorausschauendes Fahren auf einer LZB-Strecke ohne sichtbare Signale? Die Züge bekommen ihre Bremstreppe über die LZB. Wenn dann kann ich auf der U6 vorausschauend fahren wo ich das nächste Signal sehe. Interessant auf der Silbernen wird es dann wenn die sogenannte Nachfahrverhinderung mal aktiviert wird und auch so arbeitet wie sie soll. Dann bekommt ein Zug in der Station 1 erst dann Sollwert, sobald die Fahrt in die Station 2 ohne davor anzuhalten möglich ist.

Auch auf einer Strecke mit LZB ohne sichtbaren Signale kann ich vorausschauend fahren. Nämlich dann wenn ich einerseits immer Bremstreppen bekomme, oder was überhaupt auf der U4 der Fall ist,  dass ich den Vordergrund sehe, BEVOR ich noch die Bremstreppe wegen den gesperrten Haltepunkt bekomme. 
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Stellwerker

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #40 am: 05. Dezember 2016, 09:08:52 »
Nur wennst dann durch deine vorausschauende Fahrweise noch mehr Verspätung aufreißt und einen Rattenschwanz an Zügen nachziehst würde ich dich dann sehr lieb haben.  ;)

Klingelfee

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #41 am: 05. Dezember 2016, 09:30:56 »
Nur wennst dann durch deine vorausschauende Fahrweise noch mehr Verspätung aufreißt und einen Rattenschwanz an Zügen nachziehst würde ich dich dann sehr lieb haben.  ;)

Wenn ich der erste bin, werde ich sicher nicht vorrausschauend fahren, wenn ich aber immer wieder eingebremst werden, weil der Vorderzug nicht weiter kommt, dann werde ich eventuell den nächsten Abschnitt um 10% langsamer fahren und brauch so eventuell nicht stehen bleiben und bin in Summe immer noch schneller, weil ich eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit habe. Nur das ist viele Mitarbeiter zu hoch. Du brauchst dir ja nur anschauen, wie weit du einen Autofahrer, der bei der roten Ampel steht abhängst, wenn du etwas langsamer zur Kreuzung hinfährst un dann die die Grünphase fliegend mitnimmst
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Tatra83

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #42 am: 05. Dezember 2016, 18:13:51 »
Endlich haben sie den Schuldigen - das Wetter!  :lamp: :)) http://wien.orf.at/news/stories/2812985/
Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. (Karl Lagerfeld)

95B

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #43 am: 05. Dezember 2016, 18:23:12 »
Endlich haben sie den Schuldigen - das Wetter!  :lamp: :)) http://wien.orf.at/news/stories/2812985/

Au weh, damit schießen sie sich aber völlig unbedarft, aber um so heftiger ins eigene Knie – schließlich kann man aufgrund dieser Aussage völlig zu Recht fordern, dass in Zukunft an allen Tagen mit solchem Wetter (herbstlich, windig, feucht) der U-Bahn-Betrieb aus Sicherheitsgründen einzustellen ist! :fp:
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

Klingelfee

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Re: 2.12.2016: Eigenkollision U4 Braunschweiggasse
« Antwort #44 am: 05. Dezember 2016, 18:29:45 »
Endlich haben sie den Schuldigen - das Wetter!  :lamp: :)) http://wien.orf.at/news/stories/2812985/

Wäre es dir lieber gewesen, dass man mit Gewalt die Schuld beim Fahrer gesucht?

Wenn du bei der U-Bahn einmal rutscht, dann hast du kaum mehr eine Chance, das du den Zug nochmal anfängst. 

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