Autor Thema: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen  (Gelesen 4325 mal)

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Ferry

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #15 am: 04. Oktober 2017, 16:54:22 »
Das Reduzieren der verfügbaren Straßenkapazität führt nicht zu Verkehrsüberlastung, sondern zu Verkehrsverringerung.

Aber nicht sofort. Das ist ein Prozess, der Monate, wenn nicht Jahre dauert. Und während dieser Zeit hast du innerhalb des Gürtels das ultimative Chaos. Und das muss ein Politiker erstmal auf seine Kappe nehmen (wollen).

Die Tangente wurde ja gerade deswegen errichtet, um eine Querung Wiens auf direktem Weg, ohne Ampeln, zu ermöglichen und die Innenstadt von diesem Durchzugsverkehr zu entlasten.
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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #16 am: 04. Oktober 2017, 17:14:58 »
Das Reduzieren der verfügbaren Straßenkapazität führt nicht zu Verkehrsüberlastung, sondern zu Verkehrsverringerung.

Aber nicht sofort. Das ist ein Prozess, der Monate, wenn nicht Jahre dauert. Und während dieser Zeit hast du innerhalb des Gürtels das ultimative Chaos. Und das muss ein Politiker erstmal auf seine Kappe nehmen (wollen).

Das Chaos dauert ein paar Wochen, dann renkt sich das Verkehrssystem wieder ein.
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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #17 am: 04. Oktober 2017, 18:31:48 »
Ich würde ja, wenn ich beim Lobautunnel mitbestimmen könnte, folgende Bedingung stellen: Ein Zustimmung zum Bau gibts nur,  wenn der Tunnel so geplant und gebaut wird, dass in der Mitte eine Straßenbahn mit eigenem Gleiskörper fahren kann, die dann eine zusätzlich Schienenverbindung in den 22.Bezirk darstellt. Welche Linie das sein soll bzw. ob man da nicht eine ganz neue einführt, wäre noch zu überlegen.

(Ich weiß, dass das rein hypothetisch ist, aber das hänge ich sicher nicht auf die große Glocke.)
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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #18 am: 05. Oktober 2017, 00:07:25 »
Die Tangente wurde ja gerade deswegen errichtet, um eine Querung Wiens auf direktem Weg, ohne Ampeln, zu ermöglichen und die Innenstadt von diesem Durchzugsverkehr zu entlasten.
Das war aber eine andere Zeit! Wobei viele Politiker noch immer Konzepte von damals zu verfolgen scheinen.
Und: sobald es einen Autobahnring um die Stadt gibt, muss die Tangente für den Durchzugsverkehr gesperrt werden (für LKW, die die Strecke komplett durchfahren, also kein Ziel- oder Quellverkehr sind, könnte man einfach die Maut drastisch erhöhen, bei PKW ist die Umsetzung wohl schwieriger, wobei ich fast davon ausgehe, dass lang vor Fertigstellung des Lobau-Abschnittes eine kilometerabhängige Maut eingeführt wird – ob von Österreich oder der EU sei dahingestellt – dann wäre es auch bei diesen problemlos möglich. Eine Alternative bezüglich der PKW wäre ein sanfter Rückbau auf zwei Spuren pro Richtung und eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h mit durchgehender Section Control). Sonst bringt ja die Umfahrung nichts, weil die Strecke dort länger ist. ::)
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moszkva tér

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #19 am: 05. Oktober 2017, 04:15:32 »
Eine Alternative bezüglich der PKW wäre ein sanfter Rückbau auf zwei Spuren pro Richtung und eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h mit durchgehender Section Control). Sonst bringt ja die Umfahrung nichts, weil die Strecke dort länger ist. ::)
Utopie-Modus:
- Auflassung als Autobahn, Übergabe an die Stadt Wien als Landesstraße B323
- Reduzierung einer Fahrspur
- Rückbau von zahlreichen Knoten und Rampen, ersatzweise ampelgeregelte Kreuzungen
- Gewonnener Platz kann Grünlandnutzung zugeführt werden

Klingelfee

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #20 am: 05. Oktober 2017, 05:49:06 »
Eine Alternative bezüglich der PKW wäre ein sanfter Rückbau auf zwei Spuren pro Richtung und eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h mit durchgehender Section Control). Sonst bringt ja die Umfahrung nichts, weil die Strecke dort länger ist. ::)
Utopie-Modus:
- Auflassung als Autobahn, Übergabe an die Stadt Wien als Landesstraße B323
- Reduzierung einer Fahrspur
- Rückbau von zahlreichen Knoten und Rampen, ersatzweise ampelgeregelte Kreuzungen
- Gewonnener Platz kann Grünlandnutzung zugeführt werden

Und zu deinen Utopie-Punkte

- Auflassung als Autobahn, Übergabe an die Stadt Wien als Landesstraße B323
Bedingt OK - Denn dann benutzen diese Straße auch wieder all diejenigen, die derzeit die Tangente nicht benutzen, weil sie keine Autobahnvignette kaufen wollen.

- Reduzierung einer Fahrspur
Nur dann, wenn man die Spuren dann nur gewissen Verkehrsteilnehmern zur Verfügung lässt. Zum Beispiel die Praterbrücke wieder zu verschmälern finde ich nur, ist ein Verbraten von Geld.

Ebenso den Rückbau von den Auf und Abfahrten und dafür Ampel einbauen. Was soll das bringen?

- Einen gewonnen Platz als Grünraum gewinnen - sofort.


Und die Überlegungen sind nicht, weil ich für den MIV bin, sondern weil ich nach wie vor der Meinung bin, dass es ÖV nur mit MIV funktionieren kann.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Rodauner

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #21 am: 05. Oktober 2017, 06:05:12 »
... ersatzweise ampelgeregelte Kreuzungen

Das Wiener Ampelkartell jubelt bereits!

Etwas mehr Mut und Kreativität bitte! Der NÖ-Altlandeshauptmann hat vorgezeigt, wie's besser geht... :))
(was keinesfalls heißen soll, dass ich ein Fan von ihm bin...)
D.o.a.

Berni229

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #22 am: 05. Oktober 2017, 13:21:30 »
Eine Alternative bezüglich der PKW wäre ein sanfter Rückbau auf zwei Spuren pro Richtung und eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h mit durchgehender Section Control). Sonst bringt ja die Umfahrung nichts, weil die Strecke dort länger ist. ::)
Utopie-Modus:
- Auflassung als Autobahn, Übergabe an die Stadt Wien als Landesstraße B323
- Reduzierung einer Fahrspur
- Rückbau von zahlreichen Knoten und Rampen, ersatzweise ampelgeregelte Kreuzungen
- Gewonnener Platz kann Grünlandnutzung zugeführt werden

Vielleicht kann man die A23 ja in einen Radweg umbauen...

Tramwayhüttl

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #23 am: 09. Oktober 2017, 12:30:20 »
Zitat
Das ist der Sinn des Lobautunnels, dass sich der Verkehr dorthin verlagert und die frei werdenden Kapazitäten weiteren Verkehr aus der Stadt abziehen.

Das wäre aber das erste Mal dass so etwas mittel- bis langfristig funktioniert. Ein Plus an Verkehrsflächen für den Individualverkehr führt nach einiger Zeit zum Anwachsen des Gesamtverkehrs. Umgekehrt führt eine Verringerung der Verkehrsflächen nur sehr kurzfristig zu "Chaos". Nur  hat sich das bis Ostösterreich noch nicht durchgesprochen.

Für das Geld könnte man sämtliche je in der "Neuzeit" geplanten Tramwayprojekte, plus S-Bahn-Aufwertung zu einer "richtigen" S-bahn, plus Stadt-Umland-Bahn umsetzen. Dies würde wesentlich mehr zur Entlastung der Tangente und ganz Wiens beitragen....
Bitte seien Sie achtsam! Zwischen Ihren Ohren befindet sich nichts als Luft.

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #24 am: 09. Oktober 2017, 13:06:47 »
Für das Geld könnte man sämtliche je in der "Neuzeit" geplanten Tramwayprojekte, plus S-Bahn-Aufwertung zu einer "richtigen" S-bahn, plus Stadt-Umland-Bahn umsetzen. Dies würde wesentlich mehr zur Entlastung der Tangente und ganz Wiens beitragen....

Richtig - aber eine beabsichtigte Umsetzung ist vergleichbar mit dem Kampf gegen Windmühlen.

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Re: [PM] Wiener Neos wollen mit "Lobautunnel light" Kosten sparen
« Antwort #25 am: 09. Oktober 2017, 13:10:31 »
Zitat
Das ist der Sinn des Lobautunnels, dass sich der Verkehr dorthin verlagert und die frei werdenden Kapazitäten weiteren Verkehr aus der Stadt abziehen.
Das wäre aber das erste Mal dass so etwas mittel- bis langfristig funktioniert. Ein Plus an Verkehrsflächen für den Individualverkehr führt nach einiger Zeit zum Anwachsen des Gesamtverkehrs. Umgekehrt führt eine Verringerung der Verkehrsflächen nur sehr kurzfristig zu "Chaos". Nur  hat sich das bis Ostösterreich noch nicht durchgesprochen.

Ohne Begleitmaßnahmen ist jeder Versuch Verkehr woanders hin zu bekommen zum Scheitern verurteilt.

Man kann aber den Lobautunnel bauen, die Tangente so lassen wie sie ist und dafür Schlachthausgasse, Triester Straße und Wagramer Straße rückbauen. Das hätte für die Bewohner Wiens sicherlich mehr Sinn. Alle diese Straßen sind indirekt von der Tangente beeinflusst. Stauts auf der Tangente wegen einers Unfalls, dann sind diese Straßen auch schnell verstopft. Wenn man Wagramer und Lassallestraße zurück baut, dann hat man auch gleich den Spielraum geschaffen, die Praterstraße umzugestalten. Alles kann man im Fahrwasser des Lobautunnels auch verkaufen.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.