Autor Thema: Sommer 2018: Gleisbauarbeiten S45 (war: [PM] Linie U4 wird für zwei Sommer gesperrt)  (Gelesen 24990 mal)

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Bus

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... und in Hernals suchen sich die Leute deppert nach dem Schienenersatzverkehr. Bei der Tanke wäre genug Platz gewesen für eine Haltestelle. Nein, in Dornbach...  :bh:

Ich habe diesbezüglich schon eine Beschwerde an die ÖBB geschickt. Bin gespannt, ob sie reagiert, wenn es viele mir nachmachen

Wenn sie genau so reagieren wie die WL, wirst lang warten können...

Also es wurden schon des öfteren bei SEV auf Grund von Fahrgastbeschwerden dann noch Änderungen durchgeführt.

Mir fehlt nur der Glaube, nachdem es ja eine Abstimmung zwischen WL, Bezirk, ÖBB und Magistrat ist...

T1

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Könnte man das bundesdeutsche Wort "Pendelzüge" bitte hier vermeiden? :) Solche Sachen werden bei uns Shuttle genannt…

Linie 360

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Könnte man das bundesdeutsche Wort "Pendelzüge" bitte hier vermeiden? :) Solche Sachen werden bei uns Shuttle genannt…
Shuttle paßt bei uns noch weniger-> Das ist Englisch!
Wenn schon, dann Pendler!

Linie 58

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Wozu man hier zwei Pendelzüge braucht? Es hätte sicher auch ein 4023er locker gereicht.

Ganz einfach: weil sich mit einem Zug die Fahrzeit + Wendezeit an beiden Enden für einen Viertelstundentakt nicht ausgeht.

Und 4023er gibt es in der gesamten Ostregion genau einen und der hat sein Einsatzgebiet weit weit weg von der S45.

T1

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Könnte man das bundesdeutsche Wort "Pendelzüge" bitte hier vermeiden? :) Solche Sachen werden bei uns Shuttle genannt…
Shuttle paßt bei uns noch weniger-> Das ist Englisch!
Sorry, aber nein  :fp: Egal ob Englisch oder nicht, Shuttle oder Shuttlezug ist im österreichischen Eisenbahnerjargon verbreitet, ganz im Gegensatz zu Pendelzug.

Zitat
Wenn schon, dann Pendler!
Auch gut  :)

Nussdorf

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Bei der Tanke wäre genug Platz gewesen für eine Haltestelle.
Für drei Busse? Das glaub ich nicht.

Bus

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  • Der Bushase
Fahren ja eh nicht im Konvoi, sindnja nicht von den WL  >:D

38ger

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Da der offizielle Fahrplan des S45-Ersatzverkehrs mit 42 Minuten von Ottakring nach Heiligenstadt bzw. gar 49 Minuten in der HVZ ja extrem langsam angesetzt wurde, habe ich mir gestern und heute die tatsächliche Fahrtdauer angesehen:

Gestern / Sonntag, der 1.7.2018:

Laut Fahrplan sollte mein "Testbus" um 12:20 Heiligenstadt verlassen, die planmäßigen Abfahrten wichen jedoch stark von den tatsächlichen Zeiten ab und es ging mit drei Minuten Verspätung los:
Wien Heiligenstadt Bf (Karl-Marx-Hof Nord)     ab 12:20 / 12:23 (+3)
Wien Silbergasse     12:36 / 12:26 (-10)
Wien Obersteinergasse     12:39 / 12:29 (-10)
Wien Gersthof Bahnhst (Gersthofer Straße)     12:45 / 12:33 (-12)
Wien Dornbach (Hernalser Hauptstraße)     12:53 / 12:40 (-13)
Wien Ottakring Bahnhst (Paltaufgasse)     an 13:02 /12:45 (-17)

–> Statt den veranschlagten 42 Minuten benötigte der Bus also lediglich 22 Minuten!

In die Gegenrichtung ging es mit nur einer Minute Verspätung los:

Wien Ottakring Bahnhst (Paltaufgasse)     ab 12:48 / 12:49 (+1)
Wien Dornbach (Hernalser Hauptstraße)     12:57 / 12:56 (-1)
Wien Gersthof Bahnhst (Gersthofer Straße)     13:05 / 13:04 (-1)
Wien Obersteinergasse     13:11 /13:09 (-2)
Wien Silbergasse     13:14 / 13:12 (-2)
Wien Heiligenstadt Bf (Karl-Marx-Hof Nord)     an 13:30 / 13:19 (-11)

–> statt den ebenfalls 42 veranschlagten Minuten wurden immerhin "nur" 30 Minuten gebraucht.
Bei beiden Fahrten hatte ich das Gefühl, dass die Fahrer nach dem Motto "langsamer als 30 wäre echt verkehrsbehindernd" unterwegs waren, allerdings wurde bei gelber Ampel immer stehen geblieben und in Einzelfällen sogar schon sehr vorausschauend beim ersten grün blinken auf die Bremse gestiegen.

Da Sonntags ja nicht unbedingt der Maßstab der Dinge ist anbei das Resultat meiner heutigen Testfahrten, bei denen ich versucht habe möglichst dann zu fahren, wenn der meiste Stau ist. Diesen spuckte Google Maps für die Zeit von 14:40 bis 14:50, um 15:30 und um 16:45 aus, wobei um 16:45 die stockendste Verkehrslage zwischen Heiligenstadt und Ottakring und um 15:30 die stockendste Verkehrslage von Ottakring nach Heiligenstadt sein dürfte. Inwieweit Google Maps dabei die Schulferien berücksichtigt weiß ich leider nicht, anbei jedenfalls meine Testfahrten, wobei ich den Abschnitt Gersthof-Heiligenstadt in beide Richtungen zwei Mal befahren hatte:

Heute / Montag, der 2.7.2018:

Gersthof-Heiligenstadt mit den tatsächlichen Fahrzeiten:

Wien Gersthof Bahnhst (Gersthofer Straße)     15:42
Wien Obersteinergasse     15:47
Wien Silbergasse     15:50
Wien Heiligenstadt Bf (Karl-Marx-Hof Nord)     an 15:58

–> statt planmäßigen 28 Minuten also nur 16 Minuten reale Fahrzeit

Heiligenstadt-Ottakring mit 1 Minute Verspätung ab 16:06:

Wien Heiligenstadt Bf (Karl-Marx-Hof Nord)     ab 16:05 / 16:06 (+1)
Wien Silbergasse     16:21 / 16:13 (-8)
Wien Obersteinergasse     16:25 / 16:17 (-8)
Wien Gersthof Bahnhst (Gersthofer Straße)     16:33 / 16:23 (-10)
Wien Dornbach (Hernalser Hauptstraße)     16:43 / 16:31-16:33 (-10?)
Wien Ottakring Bahnhst (Paltaufgasse)     an 16:54 / 16:39 (-15)

–> statt planmäßigen 49 Minuten also nur 33 Minuten reale Fahrzeit

Ottakring-Heiligenstadt mit einer Minute Verspätung ab Ottakring ab 16:44:

Wien Ottakring Bahnhst (Paltaufgasse)     ab 16:45 / 16:44 (-1)
Wien Dornbach (Hernalser Hauptstraße)     17:01 / 16:53 (-8)
Wien Gersthof Bahnhst (Gersthofer Straße)     17:05 / 16:59 (-6)
Wien Obersteinergasse     17:13 / 17:05 (-8)
Wien Silbergasse     17:23 / 17:07 (-16)
Wien Heiligenstadt Bf (Karl-Marx-Hof Nord)     an 17:34 / 17:13 (-21)

–> statt fahrplanmäßigen 49 Minuten also nur 29 Minuten reale Fahrzeit

Wien Heiligenstadt Bf (Karl-Marx-Hof Nord)     ab 17:20
Wien Silbergasse     17:29-17:30
Wien Obersteinergasse     17:31
Wien Gersthof Bahnhst (Gersthofer Straße)     an 17:37

–> statt fahrplanmäßigen 28 Minuten also nur 17 Minuten reale Fahrzeit

Als problematisch bzw. bremsend sind mir folgende Stellen aufgefallen:
1.) Silbergasse, der Bereich zwischen Taxistandplatz und Busstation - der Bus kann hier nicht einfahren aufgrund der auf der mittleren Fahrspur stehenden Fahrzeuge. Würden diese Fahrzeuge auf der linken Spur stehen (die ebenfalls eine geradeausfahrspur ist), dann wäre es sich ausgegangen. Die Autos stehen hier wohl lieber auf der rechten Geradeausfahrspur, als auf der linken, weil sie dann vor der Krottenbachstraße bereits auf der rechtsabbiegespur sind, welche die meisten ja ansteuern. Würde die rechte Fahrspur für Autofahrer erst fünf Meter nach Beginn der Busbucht anfangen, würden sich die Autos womöglich besser verteilen und 10A und S45-SEV würden schneller vorankommen (ohne Autofahrer dabei auszubremsen).
2.) In die Busstation Gersthof (Fahrtrichtung Ottakring) kann der SEV nicht einfahren so lange der 10A Fahgastwechsel durchführt, da die Busse nicht direkt hinter der Stopplinie der (neuen) Ampel (zum S-Bahn-Gebäude hin) sondern erst einige Meter weiter hinten halten, sodass ein zweiter Bus auf dem Zebrastreifen zu stehen kommen, auf dem man als Fußgänger von der Wallrissstraße zur Gentzgasse kommt.
3.) Dornbach: Hier ist es sehr eng, wenn sich zwei SEV-Busse beim einbiegen begegnen. Beide Busse fahren dann zwar ohnehin nicht gleichzeitig, trotzdem müssen die Busse ordentlich einlenken und langsam fahren, da es mit den Spiegeln ganz schön knapp wird. Die Ampelschaltung hatte ich aus dem Bus nicht so ganz mitbekommen, aber wenn ich mich nicht irre, sind die Busse da meistens (in beide Richtungen) auch bei gelb bzw. sogar wenige Sekunden danach noch eingebogen.
4.) Bei einer Fahrt kam es in der Station Maroltingergasse zu längeren Wartezeiten, da die Straßenbahn den nachfolgenden Bus (46A oder 46B?) behindert hat, welcher aufgrund der benötigten Linksabbiegegrünphase dann den dahinter befindlichen SEV-Bus ausgebremst hat.

Alles in allem kein Drama –> die spannende Frage bleibt nur, wann man den Fahrplan an die gegebenen Umstände anpasst, denn selbst zur absoluten HVZ werden kürzere Fahrzeiten erreicht, als diese planmäßig außerhalb der HVZ vorgesehen sind! Die Fahrzeit ist in Ordnung, die Intervalle in Ordnung, die Busse in Ordnung, die Kapazität war immer ausreichend, sodass niemand stehen musste - wenn halt nur der Fahrplan stimmen würde ...

Bus

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Bei der ÖBB werden die langen Fahrzeiten mit "Fahrzeitreserve" begründet. Die doppelte Fahrzeit als Reserve ist schon ein starkes Stück, weil in Heiligenstadt behindern die Ersatzbusse den Normalverkehr des 10A/39A beim Abbiegen. Manchmal stehen bis zu 7 Fahrzeuge dort.

Ein Lenker meinte, er schafft die Strecke Heiligenstadt - Gersthof auch in 15 min. Er versteht den Plan auch nicht. So wird halt fleißig Auskunft gegeben - an die - die von der Baustelle überrascht wurden.

Detto bei der U4. Da rennen Leute zur Rolltreppe und stehen verdutzt vor dem Bauzaun. Man kann Aufpichen oder Personal hinstellen was man will...

38ger

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Ein Lenker meinte, er schafft die Strecke Heiligenstadt - Gersthof auch in 15 min. Er versteht den Plan auch nicht.

Etwas OT, aber ein Fahren nach Fahrplan hätte entlang der SEV-Route (für Autos, 10A und 39A) wohl einen ähnlichen Effekt, wie dieser Radfahrerflashmob gegen die 10 km/h Annäherungsregel bei Radfahrerüberfahrtenr: http://www.heute.at/oesterreich/wien/story/Rad-Flashmob-brachte-Verkehr-zum-Erliegen-52586199

sheldor

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Ein Lenker meinte, er schafft die Strecke Heiligenstadt - Gersthof auch in 15 min. Er versteht den Plan auch nicht.

Etwas OT, aber ein Fahren nach Fahrplan hätte entlang der SEV-Route (für Autos, 10A und 39A) wohl einen ähnlichen Effekt, wie dieser Radfahrerflashmob gegen die 10 km/h Annäherungsregel bei Radfahrerüberfahrtenr: http://www.heute.at/oesterreich/wien/story/Rad-Flashmob-brachte-Verkehr-zum-Erliegen-52586199

Auf das lass ich mich gar nicht ein  ;). Krone...Heute...

95B

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Etwas OT, aber ein Fahren nach Fahrplan hätte entlang der SEV-Route (für Autos, 10A und 39A) wohl einen ähnlichen Effekt, wie dieser Radfahrerflashmob gegen die 10 km/h Annäherungsregel bei Radfahrerüberfahrtenr: http://www.heute.at/oesterreich/wien/story/Rad-Flashmob-brachte-Verkehr-zum-Erliegen-52586199

Unnötiges Langsamfahren ist nach § 20 (1) StVO nicht gestattet.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

sheldor

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Unnötiges Langsamfahren ist nach § 20 (1) StVO nicht gestattet.

Das ist ja die nächste Frage, was ist Unnötig? Was ist Langsam?

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Etwas OT, aber ein Fahren nach Fahrplan hätte entlang der SEV-Route (für Autos, 10A und 39A) wohl einen ähnlichen Effekt, wie dieser Radfahrerflashmob gegen die 10 km/h Annäherungsregel bei Radfahrerüberfahrtenr: http://www.heute.at/oesterreich/wien/story/Rad-Flashmob-brachte-Verkehr-zum-Erliegen-52586199

Unnötiges Langsamfahren ist nach § 20 (1) StVO nicht gestattet.

Das ist ja die nächste Frage, was ist Unnötig? Was ist Langsam?

Die Bestimmung gibt es nicht erst seit gestern, ich gehe davon aus, dass das hinreichend ausjudiziert ist. Er darf auch nicht ohne zwingenden Grund so langsam fahren, daß er den übrigen Verkehr behindert. Einen verkorksten Fahrplan sehe ich nicht als zwingenden Grund zur Verkehrsbehinderung.
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38ger

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Etwas OT, aber ein Fahren nach Fahrplan hätte entlang der SEV-Route (für Autos, 10A und 39A) wohl einen ähnlichen Effekt, wie dieser Radfahrerflashmob gegen die 10 km/h Annäherungsregel bei Radfahrerüberfahrtenr: http://www.heute.at/oesterreich/wien/story/Rad-Flashmob-brachte-Verkehr-zum-Erliegen-52586199

Unnötiges Langsamfahren ist nach § 20 (1) StVO nicht gestattet.

Vor einer Radfahrerüberfahrt ist die Geschwindigkeit durch Radfahrer aber auf eine Annäherungsgeschwindigkeit von 10 km/h zu verringern (womit dem einbiegenden Auto eigentlich ja suggeriert wird, dass man ihn vorlässt, was absurd ist angesichts der Tatsache, dass man auf einer Radfahrerüberfahrt Vorrang (!) hat als Radfahrer).
Bzw. falls Du Dich nur auf den Bus beziehst: In dem Fall wäre ja eigentlich schon der Fahrplan illegal ... der Fahrer darf ja eigentlich nicht schneller als der Fahrplan fahren ... ob da also der Busfahrer dafür bestraft werden würde. Logisch wäre ja, wenn der Fahrplanersteller die Strafen dafür zahlen müsste ... auch wenn diese Logik in Realität wohl nicht greifen würde. Und bevor die Idee kommt, dass der Bus ja einfach in der Busbucht stehen bleiben könnte - dort würde er den 10A und den 39A behindern, die wiederum die Autos behindern würden usw., rechtlich womöglich also auch nicht so ganz dicht.
Natürlich eh nur ein theoretisches Problem, weil die Busfahrer den Fahrplan nach verlassen der ersten Station ohnehin nicht mehr ernst nehmen, was den "Fahrplan" halt komplett unnötig macht.